les Volk kennen zu lernen.
und
Erlaß
Eröffnung des Trierer Philologentages
der
mit der man Ueberzeugung, klares Denken und Leistung heranbilde. , , v ,.r
Kammerpräsident Vahldiek versprach darüber zu wachen, daß hier der Kameradschaftsgelst gehegt werde und Männer erzogen wurden, die den Innungen einen zuverlässigen und fähigen Führernachwuchs sichern. Anschließend besichtigten die Ehrengäste die Räume der Schule. Die Ein- gangshalle ist als Gedenkstätte für die Gefallenen des Weltkrieges und der jungen nationalsozialifti. schen Bewegung ausgestaltet. Zwei große Wandgemälde geben Zeugnis von dem Ringen unserer Feldgrauen in Feindesland und von dem Kampfe des jungen Deutschland um das Dritte Reich. Reben der Empfangshalle find im Parterre die Unterrichts- und Aufenthaltsräume untergebracht. Eine breite Treppe führt hinauf in den im ersten Stock untergebrachten Schlafraum.
und allezeit."
Keine Durchbrechung des Gtaatsjugendtages.
Berlin, 27. Okt. <DNB.) In feinem
Der Handwerkstag schloß mit der Weihe ... Schule des deutschen Handwerks. Ober-
Grundsteinlegung zur „Paul vonHindenburg.Jugendherberge" Das Ehrenmal der Stadt Hannover für ihren großen Bürger.
fche Jugend alles, was in Deutschland groß war. Indem sie sich ihm verpflichtet, verpflichtet sie sich dem großen Genius des Deutschlands von einst. 3n dieser Persönlichkeit sind die Tugenden der Vergangenheit ohne ihre Fehler verkörpert.
Das Jugendherbergwerk ist nicht mit großen Geldmitteln begonnen worden. Als S ch t r m a n n, der Erbauer der ersten Jugendherberge, mit seinem Werk begann, war die Gemeinde klein, die ihn verstand; sie hatte aber solchen Zulauf, daß von Jahr zu Jahr neue Herbergen entstanden. Heute kann jeder Junge für ein paar Pfennige sicher und gut in einer Jugendherberge übernachten. Der deutsche Herbergsausweis besitzt fast in allen europäischen Staaten Gültigkeit. Die jungen Ausländer benutzen ihre Ausweise, um damit deutsches Land
Hannover, 28.Oktober. (DRV.) Reichsjugend, führet Baldur von Schirach, der in Hannover den Grundstein zur Paul-von-Hindenburg- Jugendherberge legte, war bei seiner Ankunft Gegenstand begeisterter Huldigungen durch die Hitler- Jugend. Am Rathaus wurde ihm von der Stadtverwaltung ein festlicher Empfang bereitet, bei dem der Reichsjugendsührer auf die Begrüßungsworte des Bürgermeisters u. a. erklärte: Wir sind uns bei aller revolutionären Arbeit im Reuen immer dessen bewußt gewesen, daß wir aufzubauen hatten auf dem, was das alte Deutschland einst Großes geschafffen hat. Das Symbol der einstigen Größe Deutschlands ist für uns der Mann, der ein Bürger dieser Stadt war und nachdem die neue Jugendherberge genannt werden soll. Wenn wir an das Gedächtnis dieses Mannes anknüpfend, ein neues Stück Jugendarbeit beginnen, so wissen wir, daß wir uns niemals von den besten Grundsätzen des Deutschtums entfernen können, wenn wir wirklich fest halten am Gedächtnis des großen Toten. Ich bin überzeugt, daß der verewigte Reichspräsident sich keine schönere und edlere Ehrung hätte denken können als diese, und ich weiß, daß Sie in seinem Geist und in seiner Haltung handeln, wenn Sie kein Totenmal, kein leeres und nichtssagendes Monument, sondern ein Haus errichten, das der lebendigen Verbindung zwischen der großen Vergangenheit von einst und der hoffentlich noch größeren Zunkunft von morgen dienen wird.
Bei der feierlichen Grundsteinlegung hielt Baldur vor Schirach eine weitere Ansprache, in der er u. a. ausführte: Als ich im vergangenen Jahre dem verewigten Generalfeldmarschall von Hindenburg von dem Plane berichtete, die bisherigen Arbeiten des Reichsoerbandes für deutsche Jugendherbergen durch einen einzigartigen Bau zu krönen und ihm den Namen „Paul von Hindenburg" zu geben, ahnten wir nicht, daß die Feier der Grundstein- lfgung dem Gedächtnis eines Toten gelten würde. Hierher wollen die deutschen Jungens wandern, wollen sich an der Schönheit dieses Landes und den Kulturdenkmälern dieser Stadt erbauen und hier am Abend müde und glücklich einkehren. Wenn sie dann die Lettern an diesem Bau betrachten, die den Namen des entschlafenen Reichspräsidenten verkünden, dann werden sie sich dessen bewußt sein, daß Paul von Hindenburg es war, der unserer nationalsozialistischen Bewegung die Tür zur Macht geöffnet hat und damit die Voraussetzung des Glücks unserer heutigen Jugend schuf. In diesem Manne sieht die deut
deutschen Volk, seinem Wesen, seiner Art, seinem Aufbau dient, ist in letzter Hinsicht nicht von ausschlaggebender Bedeutung für ein Volk, das in Not ist. Man kann von Wissenschaft reden zu irgendeiner Zeit, jetzt in unserer Zeit darf es nur die subjektive deut.me Wissenschaft geben. Wert von allen oeutschen Geistesgütern hat nur das, was eine wertvolle Bereicherung unserer Volkskraft darstellt. Don der Nähe zur Ferne heißt die Losung des deutschen Erziehers. Nicht gegen das klassische Altertum ist der Kampf in Deutschland entbrannt, sondern gegen die Methoden, mit denen man die Jugend zu Rom und Athen herangeführt hat. Heute muß Politik hinein in die Schule, da es eine andere Politik als die deutsche in Deutschland nicht mehr gibt. Mit einem Aufruf zur Mitaroeit aller Aufbauwilligen schloß der Minister seine von langanhaltenden Beifallsstürmen oft unterbrochene Rede, die ausklang in dem Bekenntnis: Die deutsche Jugend will einen Erzieher, der Kämpfer und Kamerad zugleich ist.
prof. Dr. Krieck-Heidelberg
sprach über das der Tagung zugrunde liegende Thema: „Die deutsche Aufgabe und die Erziehung". Wir wissen seit den Tagen Platos, daß ein Staat nicht bestehen kann, wenn die Staatsidee nicht durch Erziehung im Willen und in der Haltung des Staatsvolkes befestigt wird. Niemals aber ist eine revolutionäre Politik als Werk der Staatsgründung in derart hohem Grade und weitem Aus- maß als ein erzieherisches Werk der Menschenformung und der Erneuerung eines Volkes aufgetreten, wie im Dritten Reiche Adolf Hitlers. In dieses gesamte Erziehungswerk reiht sich die Schule ein, von der einfachen Landschule bis hinauf zur Universität. Mit ihrer Reform ist eine bis auf den Grund dringende Umwandlung eingelectet, die allerdings nicht von heute auf morgen erfüllt fein kann. Die Schule wird von der nationalsozialistischen Bewegung getragen und ihren Zielen zugeführt in demselben Maße, in dem die Bewegung das ganze Volk und die ganze Kultur durchblutet. Die Grundsätze der Schulre- form sind folgende:
1. Organische Zusammenführung der Schule mit den andern völkisch-politischen Erziehungsorgani- sationen.
2. Aufbau des nationalsozialistischen Weltbildes im Schüler und damit in der werdenden Volksgemeinschaft entspre- chende Formung der Haltung und des Charakters.
3. Einsenken dieser Bildung in die Heimat, in Blut und Boden, in die völkische Wirklichkeit der nahen Umwelt.
bürgermeister Dr. Hesse übergab den Schlüssel der Schule Reichshandwerksmeister Schmidt, der in seiner Weiherede auf die Zerrissenheit des Han^ werks hinwies, durch die es Jahrzehnte hindurch niedergehalten worden sei. Des Führers Arbeit habe das Handwerk heute seine Einigung zu danken. Diese Schule solle das Rüstzeug geben, das die Führer des Kanzlers brauchten, um ihr schweres Amt zu führen. In der Hoffnung, daß diese Schule von Männern besucht werde, die das Wesen des Führes erfaßt haben und geeignet sind, ihr schweres Amt zu führen, eröffnete Reichshand- werksmeifter Schmidt die Schule und übergab die Schlüssel deren künftigen Leiter Sammerprafrbent $ah [bi et. Er gab dabei der Erwartung Ausdruck, daß durch sie eine Verjüngung im Fuhrer- ftab des Handwerks erreicht und namentlich die großen und gewaltigen Aufgaben erfüllt werden,
Der Leiter des Reichsverbandes der Jugendherbergen, R o d a tz, verlas dann die Urkunde, die in einer Kapsel dem Grundstein eingefügt wurde, dann erfolgten die Hammerschläge. Baldur von S ch i r a ch sagte dabei: „Ich lege diesen Grundstein getreu dem Vermächtnis Paul von Hindenburgs für die Einigkeit der deutschen Jugend heute, morgen
Trier, 28. Okt. (DRV.) Nach einer Begrüßungsfeier, bei der der Gauobmann des NSLB., Siek- meyer (Koblenz), Regierungspräsident Dr. S a a - ß e n und Oberbürgermeister C h r i st (Trier) bereits weit über tausend Tagungsgäste in Trier willkommen heißen konnten, wurde die 58. Generalversammlung der deutschen Philologen und Schulmänner am Sonntagmorgen mit einer akademischen Feier in der Stadthalle zu Trier eröffnet.
Reichsleiter Staatsmrnister Schemm führte dabei u. a. aus: Die nationale Erhebung und die Errettung unseres Volkes ist ausgegangen von dem politisch-rassisch gesunden Empfinden des einfachsten deutschen Menschen. Die Errettung Deutschlands vom Fluch und vom Untergang in Hoffnungslosigkeit und in Bolschewismus ist ebenfalls nicht ausgegangen von den Kirchen und Konfessionen, sondern einzig und allein vom Nationalsozialismus. Ich weiß ganz genau, daß man da und dort, insbesondere auch im Ausland, mit dem Begriff Wissenschaft im Hinblick auf den Nationalsozialismus gern politisch - propagand i- stische Geschäfte machen möchte. Man spricht von einer geistigens Osde, von einer Uniformierung, von einem Au^-löschen wissenschaftlicher Tätigkeit. Nichts ist falscher als das und die heutige Zusammenkunft beweist das. Denn alle Gelehrten, die heute hier sprechen und die in den kommenden Tagen hier ihre Vorträge halten werden, bitte ich darum, so zu reden, wie es ihnen ums Herz ist, auch wenn sie in Erörterungen und Er- Körungen zu unserer Organisation, zur Universität und zum Schulaufbau kritisch Stellung nehmen. Ein Gedanke scheidet völlig aus, daß bei irgendeinem Wissenschaftler eine Tendenz vertreten sein könnte, die dem Staat und dem Dolksganzen zuwiderläuft. Eindeutig und klar werden wir im Rahmen des Nationalen und des Sozialen jede Kraft und jede Energiequelle, jedes Genie insbesondere auf wissenschaftlichem Gebiet voll und frei sich entfalten lassen. Die Bindung und Begrenzung ist in dem Begriffe Nationalsoizalismus gegeben. National ist gleich Vaterland, sozialistisch ist gleich Liebe, Nationalsozialismus ist gleich marschierender, kämpfender, opfernder Vaterlandsliebe. Wenn dieser Wahrspruch über unserer Arbeit steht, dann werden wir nie irre gehen. Es gehört zur wissenschaftlichen Forschung Fanatismus, Begeisterung und Leidenschaft. Sie dürfen und sollen ihre Kräfte mobilisieren für die Wissenschaft bis zum Letzten. Darüber steht aber immer beherrschend Volk und Staat. Davon können wir nicht abweichen, auch wenn von einer objektiven Wissenschaft gesprochen wird. Ich kenne nur eine deutsche Wissenschaft in Deutschland. Alles, was nicht deutsche Wissenschaft ist, was nicht dem
Wenn so die nationalsozialistische Regierung in stärkstem Maße das ihrige tut, um bie Belange des i Handwerks zu fördern, so muß der Staat auch vom Handwerk erwarten, daß es seine Pflicht tut. Die Reichsregierung ist stärkftens darauf bedacht, daß die Preisbildung nicht zu einer untragbaren Belastung der breiten Massen der Konsumenten führt. Die Reichsregierung hat sich mit aller Schärfe gegen unberechtigte Preiserhöhungen wenden müssen, und der Reichshandwerksmeister hat auftragsgemäß entsprechende Weisungen an die Obermeister der Innungen ergehen lassen. Das erste Ziel der Reichsregierung ist die Bekämpfung der Acheits- losigkeit und, wenn die Frage etwaiger Lohn- 1 Erhöhungen zurückgestellt werden muß, bis das Problem der Arbeitslosigkeit völlig gelöst ist, so muß auf der anderen Seite darauf hingewirkt werden, daß die reale Kaufkraft des jetzigen Lohnniveaus nicht durch Preiserhöhungen untergraben wird. Handwerk ebenso wie Landwirtschaft, Handel und Gewerbe sollen sich vor Augen halten, daß die Verhütung von Preissteigerungen eines der wesentlichsten Mit- tel ist 3uk Fortsetzung des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit.
Das große Aufbauwerk unseres Führers gelingt um so sicherer, je mehr die Verbesserung der Ar- beitslage, die Erhöhung der Gütererzeugung, die größere Ausnutzung der Kapazität zur Senkung der Generalunkosten führt und damit zur Preis- verbilligung. Wir müssen uns alle daran gewöhnen, daß die ungeheuren Verluste des Krieges und der Nachkriegszeit nicht in wenigen Jahren wieder eingeholt werden können; nur ein Volk, das einen dauernden zähen Arbeitswillen : bekundet, wird die Stellung wieder erringen, die ihm Krieg und Kriegsverluste genommen haben.
Äifferialrat von Kendell überbrachte die Grüße des Reichspropagandaministers Dr. Goebbels. Zugleich mit der Errichtung des Propagandaministeriums wurden auf Befehl von Dr. Goebbels besondere Haushaltsmittel zur nachdrücklichen Förderung des deutschen Handwerks bereitgestellt. Mit , Hilfe dieser Mittel ist es gelungen, die wundervollen Leistungen des deutschen Handwerks in ein- ; drucksvoller Weise in Leipzig und auf den anderen , Messen zu zeigen. Es ist mir eine besondere Freude, , Ihnen mitteilen zu können, daß Herr Dr. Goebbels < für den kommenden Winter eine sehr wesentliche , D e r st ä r k u n g dieser Geldmittel angeordnet hat. , Ministerialrat von Keudell erinnerte ferner an den ( richtunggebenden Erlaß des Reichsministers Dr. , Goebbels, laut welchem bei allen Bauten der öffentlichen Hand grundsätzlich ein an- ; gemessener Prozentsatz der Bausumme zur Er- । teilung von Aufträgen für das Hand- ; wert aufgewendet werden muß. Das Propa- , ganbaminifterium wird mit aller Deutlichkeit und Energie überall dort eingreifen, wo irgendein Bau- , Herr ober Architekt zum Schaben ber Gestaltung bes ( Bauwerkes sich biefer seiner Verpflichtung, bas , deutsche Hanbwerk ausgiebig bei ber Errichtung - unb Einrichtung ber Bauten zu beteiligen, etwa ent- < ziehen sollte. Mein Minister wirb in solchen Fäl- ; len deshalb besonbers unnachsichtlich eingreifen, wo < er ber festen Ueberzeugung ist, baß burch biese seine , Anorbnung bas wunbervolle beutsche Hanbwerk in , stärkstem Matze wieber zu Arbeit und Brot und zu Der beruflichen Betätigung im Dritten Reiche kommen wird, auf welche das deutsche Handwerk auf Grund seiner hervorragenden Leistungen zum Wohle ' des Dolksganzen einen berechtigten Anspruch hat. Der Slabsleiter der pO.Dr.Ley erklärte zum Schluß u. a.: Die vergangene Zeit habe eine Gesellschaftsordnung gebracht, in ber bie Bewertung ber Leistung einer Bewertung nach dem Gelbsack habe weichen müssen.
Das Hanbwerk habe eine neue Begriffsauffassung einer Gesellschaftsordnung gelehrt, bie auf Lei- ft un g au f g c b a u t sei. Wir müßten den Drei- tlang von Lehrling, Geselle und Meister wieder hineintragen in bie breitesten Massen ber Jnbustrie. Der Begriff „ungelernter Arbeiter" müsse zurück- gebrängt werben. Mit Qualitätsarbeit müßten wir Deutschland wieder emporschaffen. Wir müssen ein großes Erziehungs- unb Berufswesen aufbauen; Denn die Fähigkeit des deutschen Menschen und seine Arbeit gehörten dem deutschen Volke, unb deshalb muß sich auch das Volk darum kümmern.
Die Weihe der Fahnen.
Eine große Kundgebung auf denrEchlotzPlatz
Auf dem S ch l o ß p l a tz marschierten fast alle Betriebe mit ihren Belegschaften geschlossen auf, mit Fahnen und Musik zogen die Gliederungen der Deutschen Arbeitsfront, der PO., der Teno und des Luftfportverbandes auf. Als die Ehrengäste eintrafen, war der weite Platz bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Der kommissarische Reichswirtschafts- minifter Dr. Schacht hielt dann eine Ansprache, in der er den Gedanken ber Volksgemeinschaft einer befonberen Würbigung unterzog. Seine Worte klangen aus in bas Gelöbnis, bem Führer stets ein treuer Mitarbeiter sein und für die Einheit des Staates und Volkes kämpfen zu wollen. Dr. Ley sprach dem Führer den Dank dafür aus, daß er der Deutschen Arbeitsfront jetzt ihre gesetzliche Form gegeben hat. Der Wert dieser Gemeinschaft aller schaffenden Deutschen liege darin, daß sie nicht vom grünen Tisch in eine Form gepreßt wurde, sondern aus dem Volke selb st erwuchs unb seinen Willen nach ber Gemeinschaft sichtbaren Ausbruck verlieh. Dr. Ley schloß mit einem bringenben Appell an alle ©lieber ber Deutschen Arbeitsfront, bie Disziplin zu wahren. Wir müßten jetzt bem Führer beweisen, baß wir imstanbe sinb, auf den Grundlagen weiterzuarbeiten zum Segen des gesamten Volkes. Dann weihte Dr. Ley 47 Fahnen der DAF. im Gedenken an die Blutopfer des Weltkrieges und der nationalsozialistischen Bewegung. Unter dem andächtigen Schweigen der Zehntausende senkten sich die Fahnen und die Kapelle der PO. intonierte das Niederländische Dankgebet. Dr. Ley ließ den Weihspruch ausklingen in die Worte: .„Mögen die Fahnen ein Symbol des Lebenswillens unferes Volkes fein; denn wir glauben, daß Deutschland noch eme herrliche und große Mission zu erfüllen hat. Untere Empfindungen wollen wir zusammenfassen in den Ruf „Unser Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!" Einem Schwur gleich brausten die Heilrufe über das Feld, und bann fang bie Menge mit zum Gruß erhobenem Arm bas Deutschland- und Horst-Wessel-Lied.
Die neue Schule des deutschen Handwerks.
zum Staatsjugendtag hat Reichserziehungsminister Rust seinerzeit ausdrücklich yervorgehoben, daß der Sonntag der Familie vorbehal- t e n sei, daß also auch kein Jugendbund berechtigt ist, am Sonntag seine schulpflichtigen Angehörigen für irgendwelche Veranstaltungen außer den rein kirchlichen inAnspruch z u nehmen. Dem Reichserziehungs- minister sind jetzt «lagen zu Gehör gekommen, daß dieser Erlaß stellenweise durchbrochen unb bie Jugenb hier unb dort auch nach Inkrafttreten des Staatsjugenbtages an b e n barauffolgenben Sonntagen von Jugenbbünden beansprucht worben ist.
Der Minister verkennt nicht bie Schwierigkeiten, bie durch die berufliche Inanspruchnahme zahlreicher Jungvolkführer der reibungslosen Durchführung des Staatsjugendtages ent« gegensteyen. Eine Regelung dieser Frage wird angestrebt. Bis dahin haben aber bie Bezirks- jugenbpfleger bie Pflicht, schon jetzt ba- für Sorge zu tragen, daß bie in Arbeit stehenben I u n g v o l k f ü h r e r für ben Staatsjugenbtag Urlaub erhalten.
4. Entsprechende Neugestaltung der Bil» bungsgüter und der Bildungspläne, der Organisation und der Methoden innerhalb der Idee der völkischen Ganzheit.
Mit der Schulreform Zusammengehen muß eine Neuschöpfung der Wissenschaft, Kunst unb Dichtung aus ber Substanz bes roerbenben Volkes. Erst aus biesem Prozeß ber Neuschöpfung wirb auch bie neue Schule ihr Gehalt unb ihren bilbnerischen Auftrieb empfangen.
Die Ausgestaltung desWHW. Auch persönlicheBetrcuung der bedürftige» Volksgenossen.
Berlin, 28. Okt. (DNB.) Zur Durchführung ber Propaganda für das Winterhilfswerk des deut- schen Volkes 1934/35, durch die aucsi der letzte Volksgenosse erfaßt werden soll, ift eine Reichswerdost e l l e bei dem Reichsbeauftragten für das Winter- Hilfswerk gebildet worden, die unter der Leitung der Reichspropagandaleitung und unter Aufsicht des Reichsmimsteriums für Volksaufklärung und Propaganda steht.
Wie im vorigen, so wird auch in diesem Winter erneut und mit doppelter Kraft eine große Versammlungswelle in den kommenden Monaten über ganz Deutschland gehen. Ueberall, in den Städten und Dörfern, werden die führenden Männer der Bewegung und ihrer Glie- derungen in Versammlungen zu den gebenden und empfanaenden Volksgenossen sprechen. — Um einen Austausch und eine wechselseitige Betreuung der bedürftigen Volksgenossen durch vermögendere Bevölkerungskreise zu erzielen, werden nach Möglichkeit alle Organisationen, Verbände, Vereine und Glieberun- gen der Partei zusammengefaßt in Straßen- oder Wohnblocks zur Uebernahme gemein fumer Patenschaften für b e • stimmte arme Häuser. Hierbei soll nicht nur auf Spenden, sondern auch auf eine Betreuung von Mensch zu Mensch Wert gelegt werden. Die Ausführung der mit der Schaffung der Patenschaften zusammenhängenden Arbeiten wird in erster Linie den Frauenschaften und dem BdM. übertragen. Ihre Organisation liegt in den Händen der Amtswalter der NSV., denen die politische Organisation jede Unterstützung angedeihen läßt.
Treubekenntnis der Grundbesitzer.
Stuttgart, 27. Okt. (DNB.) Der Zentralverb an d deutscher Haus- und Grundbesitzervereine, der am Sonntag in der Stuttgarter Stadthalle zu seiner Jahrestagung zu- fammengetreten ist, hat an den Führer und Reichskanzler das nachstehende Telegramm gerichtet:
„Mein Führer!
Der Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzervereine, versammelt zu machtvoller Kundgebung in Stuttgart, entbietet Ihnen das Gelöbnis unwandelbarer Treue. Der Zen- tralverband wird seine ganze Kraft einsetzen, um den deutschen Haus- und Grundbesitz in der Str- beitsbeschaffung, beim Winterhilfswerk und bei seinen wirtschaftlichen, bevölkerungspolitischen unb sozialen Aufgaben restlos in ben Dienst bes nationalsozialistischen Aufbaues z u st e l l e n, treu oerbunben bem beutschen Boden und dem beutschen Volke. (Geg.) T r i b i u s , Prä- sibent des Zentralverbandes deutscher Haus- unb Grundbesitzervereine E. V."
Der Führer unb Reichskanzler hat hierauf wie folgt geantwortet: „Für Ihr Gelöbnis treuer unb zielbewußter Mitarbeit sage ich Ihnen herzlichen Dank. Die Mithilfe ihres ben beutschen Haus- und Grundbesitz vertretenden großen Verbandes bei der Lösung der vor uns liegenden wichtigen sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben wird von mir und der Reichsregierung aufrichtig begrüßt und als wertvolle Förderung empfunden. Mit deutschem Gruß Adolf Hitler."
Fühlungnahme zwischen Schuschnigg und der „Rationalen Front".
Versuch einer Verbreiterung der Negierungsbasis in Oesterreich.
W i e n, 27. Okt. (DNB.) Zwischen der österreichischen Regierung unb der „Nationalen Front" fand eine Besprechung statt, über die eine amtliche Mitteilung ausgegeben wurde, in der es heißt: „Verschiedene nationale Persönlichkeiten haben Pläne entworfen, die sich mit der Frage der Li quid ie» r u n gd er Ereignisse vom 25. Juli sowie der Möglichkeit einer Teilnahme an ben Wiederaufbauarbeiten befaßten. Da von Vertretern nationaler Gruppen dem Wunsche Ausdruck gegeben wurde, ihre Meinungen über bie innenpolitische Lage persönlich bem Bunbeskanzler unb bem Vizekanzler vortragen zu können, wurde eine Reihe von Persönlichkeiten dieser Gruppen vom Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Vizekanzler E. R. Starhemberg in Gegenwart des Generalsekretärs der Vaterländischen Front, Oberst Adam, empfangen. Der Bundeskanzler und der Vizekanzler haben noch einmal die Voraussetzungen befanntgegeben, unter denen sich eine Mitarbeit nationaler Kreise unter Einfügung in den Rahmen der Vaterländischen Front ergeben könne. Die erste Voraussetzung für diese Entwicklung sei bedingungsloses Bekenntnis und (Eintreten für den österreichischen Gedanken, für die innere und äußere Freiheit und Unabhängigkeit Oesterreichs und daher loyale Unterstützung der Bestrebungen der Regierung. j5ur weitere Fühlungnahme stehen die Wege offen" — Wie es heißt, yat ber Bunbeskanzler SchuschnW den Oberst Abam ermächtigt, weitere 23 er • hanblungen zu führen.
Oer Sprachenkonstiki in Finnland.
Die skandinavische Professorenschast gegen Verdrängung der schwedischen Sprache von der Universität Helsingfors.
Stockholm, 27. Okt. (DNB.) Die Professorenschaft in ben vier skanbinavischen Länbern Schweden, Norwegen, Dänemark und Island hat einen gemeinsamen Schritt in ber Sprachenfrage an ber Universität in Helsingfors unternommen. Es würben an bie Regierung ginn- lanbs Schreiben gerichtet, in benen gegen bie Verbrängung ber schwedischen Sprache an ber genannten Universität Einspruch erhoben unb gebeten wirb, bie schwebische Sprache auffl weiterhin in ihren Rechten zu bewahren. Es wird u.a. darauf hingewiesen, daß die seit 300 Jahren


