Einzelbild herunterladen

Dienstag, 2^. April M4

184. Jahrgang

Nr. 95 Erster Blatt

Ä ._. Annahme von Anzeigen

Erscheint täglich, außer WM w für die Mittagsnummer

Sonntags und Feiertags AA bis 8'/,Uhr des Vormittags

i=== /IlttMtM* =sss

Mit 4 Beilagen RM.1.95 WV W I 8^ |l|f 88^ 8^ A 8 8 ^88^ 8 8l 8 Bk^ » AW-Z VlV|)VIIV4 44iyviyvig WW General-Anzeiger für Oberheffen MM richten. Anzeiger Hießen Vereins» u. Tageskalender

$ron«u°?tfam m"in 11686 Druck unb Verlag: vrühi'fche UnioerfitStr vuch. Md Steinbruck-rel 8. Lange in Siezen. Schrlslleitung und Seschüftrftelle: Schulstratze 7 ,m T-Mil 12 M- i- mm

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesien

Befr.:

Die

, 24. April. (DNB. Funkspr.) Man-1 nicht etwa wurde Barthou von Marschall dern der

Machtübernahme I 2HU diesem Ruf haben wir uns im vergangenen rgung begeht das, Iahr an das deutsche Bolt gewandt. Unter ihm

Zum zweiten Male feit der

zerstreut wor- Bündnis nicht, unterzuordnen. Bündnis aus-

ben e u r o -

fchen Bündnisses restlos den. Allerdings bedeute dieses sich fremden Einflüssen Ferner wird betont, daß das

Oeffenttiche Kundgebung anläßlich des Spatenstichs zum ersten Thing- p l a h im Gau Hessen-Rassau aus der Loreley durch Gauleiter Reichsstatthal­ter Sprenger.

dem Herrn Reichsminister für Bolksaufklä-

hinweg bekennt sich hier eine ganze Ration einig und geschlossen zu ihrem B o l k s t u m . zur sitt­lichen Kraft ihres Lebenswillens und zu dem unbeugsamen Entschluß ihrer nationalen Selbstbehauptung. Während am 1.IHal des vergangenen Jahres noch die Gewerkschaften und Parteien in Deutschland ihr Unwesen trieben, sind sie im Berlauf der weiteren Entwicklung durch die dynamische Wucht der nationalsozialistischen Idee und Bewegung zu Boden geworfen worden, und über ihnen allen triumphierte das deutsche Bolk in seiner ewigen Unsterblichkeit.

Dieses Bolk. heute eine einzige Gemeinschaft von Brüdern, hat mit Wut und Selbstvertrauen den Kampf gegen die große Rot ausgenommen. Keine Gefahr und keine Krise konnte es davon abhalten, die Wittel and wöglichkeiten zu organisieren, mit denen es dem allgemeinen Berfall entgegentrat. Eine Umwälzung, die ihresgleichen in der Geschichte sucht, ist in Deutschland Tatsache geworden. Eine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes wurde vollzogen. Das alte Regime zerfiel unter dem An- sturm der nationalsozialistischen Erhebung. Die so­ziale Volksgemeinschaft ist Wirklichkeit geworden.

appellieren wir in diesem Jahr aufs Reue an die Ration und sind davon überzeugt, daß. wenn vor Jahresfrist noch viele zweifelnd beiseite standen, diesmal das ganze Bolk einig und ge-

Das deutsche Bolk begeht am 1. wai dieses Jahres in einer nationalen Demonstration ohnegleichen die Feier der Arbeit. Im vo- rigen Iahr hat der Führer sich in seiner großen Rede auf dem Tempelhofer Feld vier Jahre ausbedungen, um die Krise sichtbar zu wenden und die furchtbare Rot der Arbeitslosigkeit von Deutschland zu bannen. Im Ablauf eines einzigen Jahres schon ist es ihm gelungen, dem ganzen Bolk wieder Selbstvertrauen. Hoff­nung und Glauben an die Zukunft zurückzugeben. Die Wirtschaft Hal fich merklich erholt, die Arbeits­losigkeit ist um die Hälfte gesunken, die politischen Verhältnisse sind geklärt, und im Kampf um unsere Gleichberechtigung und Ehre beginnt die Welt all­mählich Deutschlands Standpunkt zu verstehen und ihm Rechnung zu tragen. Ein Iahr unerhörter und vor zwölf wonaten kaum vorstellbarer Er­folge neigt fich damit seinem Ende zu. Am 1. wai will die Regierung vor dem Bolte Rechen- fdjaft ablegen über die geleistete Arbeit und das Bolk dem Führer aufs Reue feine unverbrüch­liche Treue und innerste Berbundenheit mit dem nationalsoziatiftifchen Staat und dem grandiosen Aufbauwerk der Regierung bekunden.

Es soll ein Tag der Freude, des Stot­zes und der Genugtuung werden. Richt nur auf das. was hinter uns liegt, wollen wir zu- cückfchauen, sondern auch vorwärts schauen auf das, was vor uns liegt. In starkem Selbstvertrauen wollen wir bei diesen gewaltigen Demonstrationen Mut und Kraft fammeln für die schweren Kämpfe, die uns um die endgültige Rettung unseres Boltes aus wirtschaftlicher Rot und außenpolitischer Ent­rechtung noch bevorstehen.

Ehret die Arbeit unb achtet den ArbeUert

Japan schließt die offene Tür in China.

schlossen hinter ben Führer tritt, bec uns allen den weg zur Reugestaltung des Reiches weist.

wieder stehen für einen Tag die Räder still und ruhen die wafchinen. wieder ehrt Deulfchland die Arbeit, von deren Segen das Bolt ein ganzes Iahr leben soll.

IKänner und Frauen! An Euch Alle ergeht der Ruf! weg mit den wiesmachern, tonfeffioneüen Hetzern und kopitaliftifchen Profitjägern! her mit der deutschen Bolksgemeinschaft, die nicht Phrase bleiben, sondern Tat werden soll! wir rufen Alle auf in Stadt und Dorf! An die ganze deutsche Jugend geht unser Appell! Die deutsche Volksarmee des Friedens marschiert mit dem Führer in eine bessere Zukunft hinein: befeelt von dem Glauben an Deutfchlands Größe unb Unsterblichkeit, vereinigen sich arm und reich und hoch und niedrig in der festen Zuversicht, daß es unfern vereinten Kräften gelingen wird, die Rot zu überwinden und das Reich des Rationalfozialis- mus zu vollenden.

durch Adolf Hitler unb feine Bewegung deutsche Volk im Zeichen des Rationalfozialisnms den deutschen Feiertag des 1. wai. Heber alle Stände, Schichten unb Konfessionen

rung unb Propaganda unterstellteHefsen-Rassau- ische Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung" kann infolge der umsichtigen Förderung durch ben (Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger bereits am l.wai mit dem Bau des ersten großen, 12- bis 15 000 wenschen fassenden Thingplahes für den Gau Hessen-Rassau beginnen.

Der erste Spatenstich wird zu einer kulturellen Kundgebung größter Bedeutung ausgestaltet.

Die gesamte Bevölkerung ist einge« laden! Alle führenden Persönlichkeiten im Ge­biet des Gaues Hessen-Rassau werden aufgeforberf, burch ihr Erscheinen bie Bedeutung der Kundgebung noch zu unterstreichen.

Vertreter des Reichsministeriums für Botfsauf- flärung und Propaganda find angesagt.

Die öffentliche Kundgebung beginnt pünktlich 21 Hhr. Extrazüge find vorbereitet. Die An- unb Abfahrtsstraßen für Kraftfahrzeuge werben in bet gesamten Presse bekanntgegeben.

Das Programm ber Kunbgebung wirb in ben nächsten lagen veröffentlicht.

Gez.: wüller- Scheib.

Gaupropaganbaleiter und Leiter der Landesstelle Heffen-Raffau des Reichsministeriums für Volks- auftlärung unb Propaganda.

möge bie Welt an biefen grandiosen Demonstra­tionen unseres Lebenswillens erkennen, daß Deutschland den Frieden will, aber sein nationales Dasein zu beschützen entschlossen ist.

Die Ration ist e r w ach t! Sie marschiert im alten Zeichen vo n Freiheit und Brot!

Am l.mai ruht die Arbeit!

Bekränzt eure Häuser und bie Straßen ber Städte unb Dörfer mit frifchem Grün und den Fahnen des Reiches!

Von allen Last- und Personenautos, aus allen Fenstern sollen die Wimpel und Fahnen der na­tionalsozialistischen Revolution flattern?

Kein Zug und keine Straßenbahn fährt durch Deulfchland, die nicht mit Blumen und Grün ge­schmückt ist.

Auf den Fabriktürmen und Bürohäufern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehißt!

Kein Kind ohne Hakenkreuzwimpel?

Die öffentlichen Gebäude. Bahnhöfe. Post- und Telegraphenämter sollen in frischem Grün erstehen?

Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck?

Die ganze Ration vereint sich in unerschütter­lichem Glauben an die deutsche Zukunft und in fester Zuversicht auf die niemals zu brechende Kraft unseres deutschen Lebenswillens!

Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt.

Deutsche aller Stände, Stämme, Berufe unb Kon- feffionen reicht euch bie hänbe!

Für Arbeit, Frieden und Ehre!

Es lebe unser Volk und unser Reich!

Der Reichsminister für Volksaufliärung und Propaganda Or. Goebbels.

An das ganze deutsche Volk!

Ein Aufruf des Reichspropagandaministers zum 1. Mai.

schließlich dem Zwecke diene, päischen Frieden aufrecht zu erhalten, wobei Polen bemüht fei,alle Verständigungen auf realer Grundlage zu suchen". Das zweite Ergebnis läßt sich nach meinung desKurjer Porany" durch folgenden Sah umreihen:Das deutfch-polnifche Abkommen hat in keiner weife das polnifch-franzöfifche Bündnis beeinträchtigt. Zwischen Polen und Frankreich gebe es keinerlei Unterschiede in der Beurtei­lung dieser Tatsache." Das deutsch-polnische Abkommen ist für die Befriedung Europas eine Wohltat; dadurch ist es vom Standpunkt der Ziele des polnisch-französischen Bündnisses aus gesehen, eine günstige Erscheinung. Zum Schluß wird mit Genugtuung hervorgehoben, daß Barthou den Unterschied zwischen dem Polen von 192 1 und 1934 be­merkt unb auch zum Ausdruck gebracht habe, bahPolen eine Großmacht ist". Es gehe nunmehr barum, bah bie Feststellung bk- ses Unterschiebs auch entsprechenbe prak­tische Folgen auf allen Gebieten ber ge-

Barthou verläßt heute Warschau.

Rücksprache mit Marschall Pilsudski.-Die polnische presse stellt befriedigt fest, daß Barthou den Unterschied zwischen dem Polen von 1921 und dem von 1934 bemerkt Habe.-Erst nach der Anerkennung Polens als gleichberechtigte Großmacht ergibt sich eine nützliche Aus­wertung des französisch-polnischen Bündnisses.

Der 1. Mai!

Neunte Sonder-Bekanntmachung.

Neunzehn Jahre nach' dem ersten japanischen Ver­such vom 18. Januar 1915, ganz China zu bevor­munden und der chinesischen Souveränität das Rückgrat zu brechen, hat am 18. April 1934 die japanische Regierung die Zeit für gekommen erach» tet, sich nicht nur zum Vormund Chinas auszuwer» fen, sondern eine Monroe-Doktrin für Asien zu verkünden. Der japanische Außenmini­ster HJrota hat offiziell erklärt, auch wenn die chinesische Regierung wolle, werde sich die japa» nische Regierung gegen alle Maßnahmen anderer Mächte wenden, die geeignet seien, den Frieden im Ostasien zu stören. Er hat sogar die Gewährung von Darlehen, die Tätigkeit militärischer Instruk­teure unter diesen Begriff gesetzt. Damit wird das bisher von der Nanking-Regierung befolgte System der wirtschaftlichen und militärischen Reorganisie­rung Chinas, ein System, das durch die japanische Eroberung der Mandschurei und der nordchinesi­schen Provinz Dschehol als chinesische Selbstsiche- rung erforderlich wurde, ruiniert.

Die Nanking-Regierung ist damit ein Mündel des japanischen Vormundes. Noch mehr: die bis­herigen Beziehungen aller anderen Nationen zu China werden zerrissen, der japanische Befehl greift tief in die Rechte und Verträge ein, die diese Natio­nen abschlossen und vor allem wird auch Amerika getroffen, da heute noch der Hay-Pauncefort-Ver- trag von 1899 in Kraft ist, der allen Nationen in China die offene Tür gewährt. Aus dieser gelben Monroe-Doktrin heraus wird das Riesen­reich China zum japanischen Vasallenstaat gemacht, die Nanking-Regierung wird in ihren Souveräni­tätsrechten beschnitten und darf ohne Erlaubnis von Tokio nichts tun und lassen.

Das ist eine weltgeschichtlich entscheidende Ge­legenheit, die alle anderen Nationen in ihren Lebens­interessen, soweit sie mit China zusammenhängen, trifft. Nachdem Japan im Kriege 1894/95 Korea und Formosa vom chinesischen Körper ampu­tierte, und auch die Provinz L i a u t u n g besetzte, mußte es Liautung auf Druck der europäischen Mächte herausgeben. China wurde im Jahre 1912 Republik, 1921 trennte sich unter Sunyatsen der Süden zeitweilig vom Norden, im nächsten Jahre aber wurde durch die europäischen Mächte Japan gezwungen, die sieben Punkte fallen zu lassen, die der heutigen Monroe-Doktrin gleichen wie ein Japaner dem anderen. <5 d) a n t u n g wurde damals vo n Japan g e r ä u m t. Aber Japan vergißt nichts. Was es mit den sieben Punkten vom 18. Januar 1915 bezwecken wollte verfolgte es auf anderen Wegen. Im 3abre 1931 begann es, obgleich China und Japan den Kriegs» ächtungspakt des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg unterzeichnet hatten, den Angriff auf bie Mandschurei, gegenwärtig beherrscht es die Mandschurei, Nordchina, sein Einfluß reicht über Peking hinaus und in der Sudmongolei mar- schieren Japans Truppen. Japan glaubte die Zeit reif um diesmal ohne europäische Gegenwirkung, das' 400-Millionen-Volk der Chinesen unter Kura- tel zu stellen und da« von Japan noch nicht unter­worfene China durch ein diplomatisches Aktenstück zur Ausbeutungskolonie der Japaner machen zu können. o, ..

Formal ahmt Japans Erklärung vom 18. Avril 1934 die Doktrin des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, James Monroe, vom 2. Dezember 1823 nach. Selbscherrlich, ohne etwa die Mittel- oder Südamerikaner zu fragen, stellte Monroe drei Sätze auf. Der erste besagte, die euro- päischen Mächte hätten auf dem amerikanischen Festland kein Jnterventionsrecht, ber

Warschau, tag nachmittag wurde Barthou von , , Pilsudski empfangen. An der Besprechung, die etwa eineinhalb Stunden dauerte, nahmen

genfeitigen Beziehungen.

Das regierungsfreundlicheWilnaerSlowo wendet fich heftig gegen die untertänige Auslegung des polnisch-französischen Bündnisses durch die na­tionaldemokratische Presse und erklärt mit besonde- rem Nachdruck:Kein Bündnis kann uns Nutzen bringen wenn wir dem Bundesgenossen a u f Gnade und Ungnade Pre isgcgeb en sind Das System der französischen Politik, das durch bie Vorgänger Barthous angewandt wurde, war für uns ungünstig. Polen will bie Verständigung mit Frankreich für den Frieden auswerten, auch für einen Frieden Zwischen Deutsch- land und Frankreich. Nur Dank Becks ha- ben wir ausgehört, die kränkende Rolle desbe­drohten Bundesgenossen" 3U JpieJen und erst seht erwarten wir von dem Bündnis mit Frank­reich für uns wirklich gute, wirklich nützliche Ergebnis e".

Pariser Einbrücke.

Paris, 24. April. (Funkspruch.) Havas schreibt, Polen habe sich bemüht, seine Beziehungen zu seinen unmittelbaren Nachbarn zu bessern. Des­halb habe es z u n ü ch st m i t S o w i e t r u ß l a n o verhandelt und kürzlich mit dem nationalsoz allst.- schen D e u t s ch l a n d ein Abkommen abgeschlossen, aber die U n a b h ä n g i g k e l t s e l n e r Poll tik werde durch diese Initiative in keiner Weise be rührt. Die polnische Öffentlichkeithabe es in letzter Zeit gewiß nicht an Kritik am Völkerbund fehlen lassen, aber die führenden Kreise wurden an­scheinend nicht soweit gehen, sich vom Völkerbund ^"^PeM^Parisien" undOeuvre" lassen sich von ihren Sonderberichterstattern melden, Marschall Pilsudski habe sogar die Versicherung gegeben daß das deutsch-polnische Abkommen keine Geheimklauseln enthalte und seit seinem Ab­schluß feine diplomatischen Verhandlungen zw'sch den beiden Regierungen stattgefunden hatten. In ber Umgebung Pilsudskls mache marHem W daraus, daß man nicht geneigt fei, noch weiteren Anschluß an Rußland zu suchen. Dabei sprachen

Ist Trotzki noch in Barbizon?

Paris, 24. April. (DNB. Funkspruch.) Die Leo Trotzki gestellte Frist zur Abreise aus Frankreich war Montag a b g e l a u f e n. Trotz aller Be­mühungen findiger Reporter war es nicht gelungen eftzustellen, ob der ehemalige russische Volkskom­missar noch in Barbizon bei Paris weilt. Seine Be- gleituna hat die Abreisevorbereitungen beendet. Eine Menge Neugieriger umlagert die Villa.

Auch Italien und polen protestieren gegen die Prager Schmutzkarrikaturen

Prag, 23. April. (DNB.) Nach den Protesten des deutschen und österreichischen Gesandten gegen die aus der Karikaturen-Ausstellung Manes ausge st eilten Greuelbilder der Emigranten hat nunmehr auch der italienische Gesandte in Prag gegen ein von dem Karikaturisten Anton Pelc ausgestelltes Bild beim Prager Außenministerium Beschwerde ein­gelegt. Das Bild verzerrt die Gestalten des italienischen Königs und des Papstes. Es stammt aus der Prager modernen Galerie und wurde der Internationalen Karikatur- Ausstellung leihweise überlassen. Gleichzeitig hat auch der polnische Gesandte in Prag gegen die versuchte Herabwürdigung des Mar- schalls Pilsudski durch ein Bild in der Prager Illustrierten EmigrantenzeitschriftSim- plicus" Beschwerde erhoben. Es ist noch nicht be- farmt, was das Prager Außenministerium auf die österreichische, italienische und polnische Beschwerde geantwortet hat.

' " ' i gefühlsmäßige Erwägungen mit, son- Marschall glaube nicht an die Stärfe und an die Dauer Sowjetruß- l a n d s. In den Festesjubel der französischen Presse gießt einen Tropfen Wermut dieDictoire" von Gustave Heros:Es wäre gefährlich, wenn unter Volk glauben tonnte, daß die polnische Allianz ü r uns eine ernsthaste Friedens­garantie sei. Es gibt für uns und Europa nur eine einzige ernsthafte Friedensgarantie, die reimütige und loyale deutsch-fran­zösische Aussöhnung. Wenn wenigstens bie Reise nach Warschau nur eine Vorbereitung der Reise Barthous nach Berlin wäre!'

Außenminister Beck, ber stellvertretende Außen­minister Czembeck unb ber französische Bot­schafter teil. Es mürbe lediglich ein furze amtliche Verlautbarung ausgegeben, bie aber nichts über ben Inhalt ber Unterrebung sagt. Auch französischer­seits schweigt man sich aus. Barthou hatte am Vormittag bie Presse in ber französischen Botschaft empfangen. Er sprach über ben großen Aufschwung unb bie glänzende Entwicklung Polens unb bezeich­nete bas Lanb zweimal als Großmacht. Das polnisch- französische Bünbnis sei unerschütterlich unb von dem beutsch-polnischen Abtommen in feiner Weise beeinträchtigt worben. Meinungsverschiebenheiten gebe es auch zwischen besten Freunben. Ein Bünbnis sei ein Abkommen, bas unter ebenbürtigen Partnern mit ben gleichen Verpflich­tungen abgeschlossen sei. Wenn bas beutsch-pol- nische Freunbschaftsabkommen bem Frieben biene, wie könne Frankreich etwas bagegen sagen, ba es doch selber nur ben Frieben wünsche.

Am Dienstag gegen 17 Hhr erfolgt bereits die Abfahrt Barthous nach Krakau. Der regierungstreueKurjer P o r a n y" glaubt, bas Ergebnis des Besuchs in folgenden drei wichtigsten Punkten zufammenfaffen zu können: Einmal feien die verschiedentlich auf- getauchten Zweifel über das Bestehen und die Dauerhaftigkeit des p o l n i f d) - f r a n 3 ö f i -