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Mittwoch,'4. vezemberM

Zunge deutsche Naüon

Flö und

gebirgsbauden hier in der Gegend/

Sonnenwende 1934

In:allen Höhen brennen Feuer,

I In ' klimmen hoch, dem Himmel zu, wie ein Gebet.

Hilde Munske.

Das ist eine

Start

in G:

der

BOM.-Mädel am Webstuhl

Femr.

geweckt

die Frage: erzähle. Al

!lle lachen. Einer meint:Ich weiß wer es

vor allem denkt an das Ziel. Dann wird all das Kleinliche, das der Werktag an euch herantrug, von euch fallen, dann wird in euch nur noch der Glaube an Deutschland, an den Führer sein.

Wir fahren noch einmal zur Wiesenbaude und sprechen dort ' Kameraden vom Skilehrerkursus. Dann zur Hampelbaude. Flö fährt mit seiner Schar runter nach Krummhübel, Helmut und ich bleiben oben. Vier Stunden ist Hans schon weg. Seppel und Bolle sind noch bei der Wiesenbaude. Wir anderen bearbeiten das Telephon. Langsam, grau­sam gehen die Minuten vorbei. Wir haben noch zwei Hoffnungen. Seppl und Bolle auf der Wiesen­baude und Flö in Krummhübel.

Jetzt verspüren wir auch alle einen schlimmen Kohldampf. Kunststück, wenn man seit früh bloß 'ne ordentliche Portion Aufregung im Magen hat.

Es folgt eine zackige Abfahrt nach Krummhübel, und dann sitzt die ganze Rettungsexpedition bei einer Orangeade für die letzten 30 Pfennige, die das viele Telephonieren verschont hat, im Hotel Drei Berge" und lauscht beglückt der Tanzmusik.

gewesen ist. In der Nähe ist ein Landjahrheim. Da­her die grauen Uniformen. Gestern nachmittag lach­ten und spotteten sie über uns und fragten, ob es auch Lagerwache gäbe. Der wollten sie bestimmt in der Nacht graue Haare verschaffen."

Den Brief, den die non uns bekamen. Ich weiß nicht, ob sie darüber gelacht oder sich geärgert haben. Wir haben angefragt, wann wir uns Sie grauen Haare abholen fallen.

kommen grab mit ernsten _ , , kann geholfen werden. Alle vier quasseln wir los und schütten unsere übervollen Herzen aus.

Wir gehen zurück ins Zelt, um endlich beruhigt zu fchlafen. Um halb sechs Uhr wecken. Jetzt geht die Fragerei los:Was war eigentlich los?" Ich

Saar steht und gläubia nach Deutschland schaut.

Denkt an sie und ihren Kampf, wenn V, " euren Gruppen am Sonnenwendfeuer steht, wenn

Heimfahrt

aus dem Winterlager.

Gott sei Dank! Das Schlimmste ist geschafft! Aus dem Nebel taucht die Wiesenbaude vor uns auf.

Also, Hans (das ist unser immer noch etwas unsicherer Skisäugling), jetzt machst du die letzten 50 Meter noch Schußfahrt, verstanden! In der Baude warten wir auf die 2. Schar!"

Wir gehen in die Baude hinein, machen es uns bequem und warten. Da merke ich, daß Hans nicht da ist. Also raus. Hier ist er auch nicht. Ich den Affen auf, Brettel an, und ab zur Hampel­baude. Ich halte die entgegenkommenden Fahrer an:Haben Sie einen 13jährigen Jungen mit Affen gesehen?" Der eine sagt3a , der andereNein", der dritteEs ist möglich". Es ist zum Verrückt­werden.

Hampelbaude! Hier ist er nicht! Nun geht mir schon langsam die Luft weg. Um Gotteswillen, wo kann der Kerl nur stecken? Ich lasse den Affen in der Baude und gehe wieder los. Der Sturm wird immer stärker. Der Reif an den Augenbrauen

gefähr alles beim Alten geblieben. Aber bekanntlich haben die Erwachsenen da auch ein Wörtchen mit­zureden, denn sie sind ja die Spender all der Spiel­zeugherrlichkeiten, ihr eigener Spieltrieb macht sich sogar mitunter so herrisch geltend, daß das Kind selbst gar nicht mehr recht beikommen kann. So gibt es z. B. aus dem 17. und 18. Jahrhundert Puppen­häuser, die so zauberhaft kostbar und so wundervoll erhalten sind, daß bestimmt kein Kind an sie rührte. Das sind nicht Puppenstuben in unserem heutigen Sinn, es sind peinlich genaue Nachbildungen ganzer großer Haushaltungen im Zwergformat, heute noch ein Entzücken für jeden Kunsthistoriker, aber von Anfang an unantastbar für kleine Hände. Manch­mal hatten dieseDockenhäuser" einen Lehrzweck, den Mädchen wurde an ihnen der Haushalt erklärt, und sie beschäftigten sich damit, bis sie Bräute wurden.

Sehen wir uns heute in einem Spielwarenladen um, so finden wir lauter Puppenbabys und Puppen­kinder. Ihre späteren glücklichen Besitzer spielen mit ihnen Puppenvater und Puppenmutter, sie selbst stellen die Erwachsenen vor, die Puppen sind die Kleinen. Wir finden dieses Verhältnis so selbstver­ständlich, daß wir nur schwer begreifen, daß erst unsere Zeit das Puppenkind entdeckte, während in allen früheren Jahrhunderten die Puppen e r - wachsen waren

Jungens hatten von jeher ihr eigenes, männ­licheres Spielzeug. Schon die Jugend des 13. Jahr­hunderts ließ Spielzeugritter einander bekämpfen. Der Zinnsoldat wurde populär in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, er war die Ausstrahlung des Kriegsruhms Friedrichs des Großen ins Spielzeug­reich. Seine Verbreitung auf der ganzen Welt wurde möglich durch ein besonderes Zinngießver­fahren, das ein Koburger Meister, Heinz Hilpert, erfand und ausbeutete. Das Sammeln von Zinn­soldaten ist bekanntlich auch eine Liebhaberei von Erwachsenen geworden.

*

Neben Holzspielzeug, wie es in den letzten zwei Jahrhunderten in Oberammergau und Berchtes­gaden, im Grödner Tal in Südtirol, später dann vor allem in Thüringen und im Erzgebirge her­gestellt wurde, neben Puppen und ihrem Zubehör und neben Zinnsoldaten und Burgen gab es natür­lich auch schon in früheren Jahrhunderten mancher­lei anderes für Kinder. Als Octavio Piccolomini 1650 nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs und dem Abschluß der Friedensverhandlungen in Nürnberg war, erschienen vor seiner Wohnung über 1400 Knaben auf Steckenpferden, die alle

Wir wieder raus in den Sturm. Prinz-Heinrich- Baude!Ist hier der Glogauer Junge?"Nein. Können wir telephonieren?"Bitte/ Wir läuten zur Wiesen-, Hampel-, Teichbaude, Schlesier­haus. Nichts. Mir ist scheußlich zumute. Verdammt, geht das auf die Nerven. Dazu die guten Ratschläge der Leute und die vorwurfsvollen Blicke.

Heja Tyskland.

Auf Fahrt in Norwegen.

Zum zweitenmal pfeift das Gellen der Schiffsirens durch das neblige Grau der Nordlanddämmerung.

Noch ein letztes Mal schwanken die Stauerleute über die Laufplanke desErling Jarl", mit Kisten und Ballen.

Auf dem Kai steht ganz Honningsvaag versam­melt. Es kommt ja nicht alle Tage ein Dampfer hier herauf in das kleine Fischernest unter dem Nordkap.

Und nun sind gar diese sieben Jungen mitgenom­men, die da hinten auf der Back desErling Jarl" zwischen Kisten und Fässern hocken. Wo mögen die her sein? Norweger sind es nicht. Musikinstrumente haben sie bei sich.

Und da bittet auch schon einer:Musiken, Mu­siken!"

Die Jungen fingen deutsche Seemannslieder.

Die Norweger stehen da, stumm, die Hände in die Hosentaschen vergraben. Weiß Gott, sie verziehen keine Miene, kein Beifall. Aber das Spucken hört auf, und das ist viel!

Tysker Deutsche!", ruft ein Norweger.

Ein deutsches Volkslied klingt auf, getragen und ein wenig schwermütig, wie es die Nordländer Heben. Die einfachen, wetterharten Menschen rühren sich nicht vom Fleck.

Sie merken kaum, daß der Dampfer schon los- gefeilt ist und langsam vom Kai abtreibt.

Da ruft einer von ihnen mit dem harten Akzent der Nordländer:Deutschland über alles!" Die Jun­gen nehmen Haltung an und fingen.

Nie vorher haben mir das Lied so gesungen wie hier oben, zweitausend Kilometer fern der Heimat.

Die Leute von Honningsvaag, sie verstehen die Worte nicht, aber sie fühlen sie. Da nimmt einer die Mütze vom Kopf und noch einer, und dann stehen sie alle barhäuptig.

Wir Jungen aber fingen.

Das Schiff entfernt sich langsam vom Land. Noch einmal heult die Sirene auf.

Und dann kommt es vom Land:Heja Tyskland Heil Deutschland!"

Die ruhigen Norweger gehaben sich wie toll, schwenken ihre Mützen durch die Luft:Heja Tysk­land! Heja Tyskland!"

Wir antworten über das Wasser:Heja Norge Heil Norwegen!"

Das Ufer verschwindet im Nebel. Aber noch klingt es zu uns herüber:Heja Tyskland!"

Heinz O. A. M ö 11 e r.

Weihnachten.

I lieber geht ein Jahr zu Enbe. Tage ber Ruhe, iai bes Besinnens werben kommen; für kurze |si> werben wir innehalten in ber rastlosen Auf- trrbeit, bie bie Kräfte, ben Einsatz aller Deut-

werkrustet unb vereist bie Augen.

Jetzt kommt mir meine Schar entgegen.Habt ihr Hans?"Nein, wir benken, er ist bei bir in ber Harnpeldaube?" Ich steh ba, überlege: Was tun?Seppl, bu benachrichtigst sofort von

Harnpeldaube telephonisch bie anberen Hoch-

Wer sich zu uns mag stellen..

Wer sich zu uns mag stellen, ben darf kein Wagnis fällen. Von unfern großen Fahrten finb unsre Knie voll Scharten, boch keiner bleibt zurück!

Wer sich zu uns mag stellen, ben bars kein Fährnis fällen. Wenn's immer heißt marschieren, ba woll'n mir stark uns führen, bis mir bas Ziel erreicht!

Wer sich zu uns mag stellen, ben barf nicht Weichheit fällen. Was wir als Heil gewahrten, barf nimmermehr entarten, solang' wir Hüter finb.

W. Pommerening.

Nächtliches Abenteuer.

Das Lagerfeuer glimmt nur noch, es wird dunkel unb falt. Ein letztes Lieb und bann ins Zelt. Gro­ßer Rat! Müssen wir eine Wache aufstellen? Ist nicht nötig, unser Wimpel ist so angebracht, baß niemand 'ran kann, unb unsere Sachen neh­men wir mit ins Zelt." Rudi und ich legen uns ganz vorn hin, wir werden schon hören, wenn was los ist. Bald verkünden Schnarchen unb tiefe Atem­züge, daß alles schläft. Auch Rudi und ich versuchen zu schlafen. Es ist doch so ein eigen Ding um die Verantwortung; sonst schlafe ich immer wie ein Murmeltier. Ab und zu leuchte ich auf die Uhr. Rudi guckt hoch.Schlaf doch!" Es geht nicht.

Plötzlich ein Schuß ganz in der Nähe.Was ist los?"Ach Rudi, jemand auf der Jaad."Nein, es klingt anders." Wir setzen uns hoch und horchen. Wieder ein Schuß und wieder. Rudi schleicht im Dunkeln vors Zelt und gibt Nachricht zurück.Dicht vor uns ist es, es ist ein Luftgewehr, ich höre es am Laden." Ich gehe auch vors Zelt und leuchte die Gegend ab, es ist nichts zu sehen, aber da wieder ein Schuß.Rudi, komm" und nun drauf los. Langsam, zehn, zwanzig, dreißig und vierzig Schritte vor, immmer bas Gelände ableuchtend. Da sehe wir vier Schritte vor uns etwas Dunkles. Blitz­schnell kommt mir der Gedanke: Sind es mehrere, die da zusammengekauert liegen? Ich weiß nicht mehr, wurde es plötzlich in der hohen Rhön nachts um ein Uhr so heiß, oder lag das an mir? Wieder leuchte ich und entdecke einen' Busch, und hinter dem Busch vier Beine in langen Hosen, zwei junge Bur­schen in grauer Drillichuniform. Und nun entlädt sich die ganze Spannung in einem Redeschwall. Die beiden Schützen sind so sprachlos, daß sie platt lie­gen bleiben. Dann aber richten sie sich auf, stottern im Davonlaufen eine Entschuldigung und, haft du nicht gesehen, laufen sie schleunigst den Berg hin­unter.

In einer ganzen Reihe von Führerinnen-Schulen ferische Gestaltungskraft der Mädel sollen des BDM. laufen Webkurse unter Leitung von werden. Daneben wird den Mädeln Gelegenheit ge- Fachkräften. Formen- und Farbensinn, sowie schöp- geben, sich neue Berufsmöglichkeiten zu erarbeiten.

köeit wann spielen Jungens mit Soldaten?

fiwrin uns ein Zauberteppich viertausend Jahre aiiTil'H an die User des Nils, ins Land der alten SllHipipter tragen könnte, wir wären einsam und fffitoo inmitten der strengen Tempel, der geheimnis- tv)£cn Sphinxe und der ragenden Pyramiden. Die-- f; Gi tflemmenbe Gefühl, es ließe uns gewiß lange mil los bis wir zu einer Schar fpielenber $ Enter kämen. Da würben wir plötzlich merken:

Kinber finb ja gar nicht so verschieben von u Serien eigenen, ihre Spiele erinnern wahrhaftig anbie Spiele von Hans unb Peter zu Hause unb il hl?-Spielsachen könnten beinahe aus bem Thürin- airt Sßalb ober aus bem sächsischen Erzgebirge stam- NM Die kleinen Holzkühe, bie ba so ein kleiner, binmer Bursche im Sanb aufstellt, bas müssen bilii Allernächsten Verwanbten jener Arche Noah- 2Men sein, bie jahrelang unsere eigene Kinber- sftiti beherrschten. Unb bas nicht ganz saubere GEd55 aus Holz unb ein paar Stofflappchen im Lllm bes bunkelhäutigen kleinen Aegyptermabels, dllc-muß ein Geschwister jener Puppe Rosa fein, Wil l Gretes Herz alle zärtlichen Gefühle für sich bikstiagnahmte.

Lrklich, wir täuschen uns nicht, bas einfache, t pimtiDe Spielzeug, an bas sich bie ersten Kmber- t r;r5d)e klammern, es ist durch Jahrtausende das- fi|d( geblieben. Wir brauchen das nicht in der LWn Theorie festzustellen, wir haben Funde, tue 61 i .ins unzweifelhaft beweisen. Aegyptische Holz- ilirc en aus dem Jahre 2000 v. Ehr., außer bemal t l<i Kühen ein Krokodil, das den Rachen aufsperren Hm. Pferdchen auf Rädern, ein Männchen aus das Brot knetet, wenn man an einem Fädchen l p: Holzpuppen, Klappern und Kreisel all das i is teute in Museen zu sehen, war aber vor tau- ssitnn von Jahren bestimmt, durch Kinderhändchen 2 p'lcirt zu werden. Aehnliche Funde sind aus dem c üt! Perserreiche erhalten. Die ältesten Stoffpuppen fi [trmen aus koptischen Gräbern, etwa 500 nach Cfifrtus, sind also jetzt beinahe 1500 Jahre alt und E fr-xi sich für ihr so vergängliches Material erstaun- 1 lii Ljut erhalten. Diese reizenden Kleinigkeiten sind flrtnr als Zeugen versunkener fremder Kulturen, £ (F imfer Herz aber rühren sie als Beweise für die 6 tue ? Unwandelbarkeit der kindlichen Seele.

ömn das Kind allein sein Spielzeug bestimmen 1 irte, so wäre also von Urzeiten bis heute jo un-

ihr mit ich, wir gehen zurück zur Wiesenbaude! Hier hat

I vlhi allen flöhen brennen yeuer i «uwu xyiuppcn um 1».- !,t, wenn 1 sich kein Glogauer Junge gemeldet. ~

I I Eammen^leuchten hell zum dunklen Himmel aus. >hr in den Schein der Welhnachtslichter schaut.

Weiam höher wie ein Freudenschrei, Denkt an die Jahre des erbitterten mnerdeutschen

//Men rings das Land mit Licht Ringens, das uns zum Volk zusammenschlaß und

I i Mimmen hoch, dem Himmel zu, wie ein Gebet.or allem denkt an das Ziel. Dann wird all das

< -itütreben auf wie heil'ge Sehnsucht

I I lm/leuchten still voll Kraft, wie ein Bekenntnis.

I Eünden weit des Lichtes Sieg llnlffien Beginn der Sonnenzeit.

ihie^infternis und Dunkel ward überwunden,

C 5 uchten Flammen auf zur Sonnenwende.

Hanna Gramatke.

Da, der Hausdiener:Ein Herr Maul aus Glo- gau ans Telephon!" Schon bin ich draußen.Hatto, hier Koks! Bist bu's Flo?"Was, er ist da! Mensch, knorke, ich muß mich erst mal setzen. Also, Hans ist gleich durchgefahren und sitzt seit drei Stunden in Krummhübel. Na, Hauptsache, daß er da ist; aber hauch ihn in meinem Namen mal dott an. Ohne Befehl einfach loszufahren! Wiedersehen mor­gen in Glogau. Schluß."

Erleichterung! Seppl und Bolle it ernsten Gesichtern. Na, ihnen

s. fre erfordert. Wir werden zurückschauen auf die S |r!fe Weges, die wir in diesem Jahr gegangen fi mtiunb in uns wirb es still werben, weil wir in biiefi Dezembertagen einmal roieber tief unb un= nnitilbar bas spüren, was stärker ist als Menschen- f rcr

Ijintcrfonnenroenbe Weihnachten, ^Dt Feste, bie bas Lichte und Frohe, das Stille u »^Besinnliche in sich tragen. Beide gehören zu tme1 ©onnenroenbe will bie größere Gemeinschaft, Ljeimachten ber kleine Kreis. Sonnenwenbe bringt btte iiellen, lobernben Flammen, Weihnachten ben rilpen, warmen Lichterschein. Sonnenwenbe ruft am ju neuer Tat, neuem Einsatz; Weihnachten aber ifn ätiUe, Besinnen, gibt innere Kraft.

I hat ein jebes Fest seinen eigenen Sinn; beibe m» es eint bas Licht, beim es ist Mittelpunkt ber -n wie ber kleinen Gemeinschaft. Nur scheinbar itz Mit bie Bebeutung ber alten Zeit bes Julfestes b tt zwei Feste verschiebenartigen Gepräges aus- e rdbergeriHen worben. Stark unb tief ist im (f irlbe ber 3ufammenflang. Was verschüttet würbe im an zurückliegenben Jahrzehnten ber Zersetzung, d is-.oat nunmehr roieber ursprüngliche, krafterfüllte ^'priien gewonnen.

Ach etwas aber schafft bas Gemeinsame zwischen gemachten unb Wintersonnenwenbe. Ob wir TMül braußen am lobernben Feuer stehen ober b ifrim im Schein ber Lichter sitzen, immer wirb rrtbi allem persönlichen Erleben, neben Freube u ^Wissen um bie Gemeinschaft ber Gebaute an Dl«li:chlanb in uns sein. Unsere Zeit ist so hart u«!>kgroß, baß sie mit ihren Forberungen immer !u «S rückhaltlos vor uns stehen muß. Ein Tor ist, tr:er glaubt, sich heute vor biesen Forberungen auch u ir rür Stunben unb Tage verstecken zu können. Q Not unb bie Notwenbigkeit unserer Zeit wirb jeiöei zu finben wissen.

Whl bringen bie letzten Tage bes Dezembers 3ilu!) unb Besinnung mit sich. Aber unmittelbar d «Men steht boch roieber eine Forberung, bie uns a U mgeht: Wir sollen Kraft unb Mut zu neuem T Aim aus bieser Ruhe, aus biesem Sich-Besinnen nleimen, benn Kraft unb Willen zum Einsatz wer- b AWir alle brauchen im fommenben Jahr.

K:jt schauen mit wachen Blicken auf bas Reich. üßiiDalle wissen: Saarlanb will heim. Durch K - otfjf und Leid sind die Saardeutschen während H tnnr Jahre gegangen. Das hat sie zusammenge- fiiz: zu einer festen Gemeinschaft, die nur den e in Willen kennt: Zurück zum Reich. Wir brau» djtiTnicfjt zu erinnern an jene, die dort unten an b er:5aar für Deutschland zu sterben wußten, da- tui, als das Reich noch zerrissen von Partei- f iiri'jen war. Wir wissen, daß sich nur durch Not uiebSSIut solch eine verschworene Gemeinschaft zu- frim-iienfügen läßt, wie sie jetzt dort unten an der

einen silbernen Friedenspfennig, auf dem ebenfalls Steckenpferdchen aufgeprägt waren, erhielten. Das Steckenpferd muß sich demnach schon damals höchster Beliebtheit erfreut haben. Auch Spielzeug aus Papier, vor allem die heute noch gern gekauften Ausschneidebogen sind schon Jahrhunderte alt. Da­gegen ist Spielzeug aus Blech erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts aufgekommen, die ungeheure Fülle technischen Spielzeugs aller Art ist vollends eine Errungenschaft unserer eigenen Zeit. F. H.

Am Wendeseuer.

Als wir im vergangenen Jahr um das Feuer standen, war unsere Gruppe noch klein. Es sind diesmal viele dabei, die noch nie eine Sonnenwend­feier miterlebt haben.

Singend marschieren wir hinein in die Nacht, zu­erst durch Felder, dann durch den verschneiten Wald. Gerade hindurch läuft der Weg; rechts drüben liegt der See, lang zieht er sich hin. Immer leiser sind unsere Lieder geworden; nun sind wir ganz still ... Wir hören nur noch den Schnee unter unseren Füßen knirschen.

Jetzt lichtet sich der Wald. Im Viereck stehen Mädel mit leuchtenden Fackeln, wir reihen uns ein, bann spricht bie Führerin. Das Wenbefeuer wirb anaezünbet. Wir stehen schroeigenb, niemanb von uns rührt sich. Hellauf lobert bas Feuer, weit fällt sein Schein über unsre Gruppe hin. Die Gesichter ber Mäbel sinb ernst unb nachbenklich. Sie lauschen den Worten der Führerin, die ihnen erzählt vom Brauchtum einer vergangenen Zeit, das während langer Jahrhunderte von artfremden Kräften ver­schüttet worden ist. Dann spricht sie von der Gegen­wart, von Sinn und Aufgabe unseres Bundes.

Sprechchöre und Lieder klingen durch die Nacht. Noch immer lodert das Feuer ... Und dann erhalten die Neuen unserer Gruppe Fahrtentuch, Knoten und Abzeichen. Sie sind damit ausgenommen in unsere Gemeinschaft, .n unseren Bund.

Noch einmal spricht die Führerin zu uns, spricht davon, daß wir Erlebnis und Kraft mitnehmen sollen vom Feuer, daß es Verpflichtung für uns alle bedeutet. Dann klingt das Lied: Heilig Vaterland. Wir geloben beim Singen:Du fällst bleiben, Land, wir vergehen."

Nun brennt das Feuer nicht mehr so hoch und leuchtend. Wir Mädel springen mit einem Feuer­spruch durch die Flammen, schließen den Kreis, reichen uns die Hände und fingen:Wenn alle un­treu werden!" und schweigend geht es durch ben Walb zurück...

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