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Der erste rhein-maimsche Zrontsoldalen- und Kriegsopfer-Ehrentag.

Oarres Richtlinie für die kommende Bauernarbeil

Oer Abschluß des ersten Goslarer Reichsbauernthings.

Zu Beginn des festlichen AbendsDeutsches Bauerntum" überbrachte

Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers dessen Grüße. Er führte u. a. aus: Euer Stand ist berufen, Deutschland und das deutsche Volk z u nähren, zu nähren nicht nur im gewöhnlichem Sinne mit dem täglichen Brot, sondern zu nähren mit allem, was aus dem Boden, der Grundlage unseres Seins, wächst; aus dem Boden, den ihr betreut. Auf diesem Boden hat sich die Geschichte unseres Volkes durch Jahrtausende abgespielt, und daß diese Geschichte wieder eine stolze Geschichte sei, dafür werden wir sorgen. (Stürmischer Beifall.) Mit Recht ist im neuen Deutschland von Vertretern des Bauerntumes immer wieder die Bedeutung hervorgehoben worden, die das Bauerntum mit seinem Boden hat, auch hinsichtlich der B l u t - erzeugung unseres Volkes; denn der Nachfluß des besten Blutes kommt ja aus dem Lande und strömt in die Städte hinein, in denen es leider den Umstanden nach langsam an Güte verliert. So oft und mit so viel Recht dies betont wurde, so sehr aber soll auch stets wieder andererseits betont wer­den, daß aber doch die anderen Stände unseres Volkes feine Ergänzung bil­den. Stets sei sich der Bauer bewußt, daß er seinen Boden nicht halten könnte, wenn nicht als Ergänzung ein Wehr st and da wäre, der den Boden schützen muß. Ebenso soll der Bauer ein- aedenk fein, daß der Arbeiter st and die Waf­fen schmiedet, mit denen der Wehrstand den Schutz übernimmt. Er soll eingedenk fein, daß vieles von dem, was er täglich braucht, durch die Hände feiner Arbeitsgenoffen drinnen in der Stadt geschaffen wurde. Wenn der Bauer glaubt, vielleicht allein bestehen zu können jawohl, er wird nicht verhungern, aber wenn alles andere wegfällt, was ihm als Ergänzung von anderen Ständen und anderen Volksgenossen ge­schaffen wird so würde fein Dasein ärmlich fein, ärmlich insbesondere im Geiste. Er würde

lierung bedingte Menge an Lebensrnitteln in ihrem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher so geordnet, daß kein Hunger in Deutschland aus­brechen kann und eine Spekulation mit der verknppten Ware unmöglich ist. Die Ab­schnürung Deutschlands und unsere Devisenlage er­forderte in erster Linie die Ordnung der Lebens­mittelverhältnisse auf dem Binnenmarkt, weil man unter den bestehenden Verhältnissen keine Wirtschaft aufbauen kann, solangn der Binnenmarkt noch nicht in Ordnung gebracht ist.

Aus dieser Sachlage heraus muh ich an das deutsche Bauerntum den Appell richten, f i ch einzureihen in d i e kommende (E r- zeugungsschlacht. Wir hatten vor Jahren den Wut, das deutsche Bauerntum aufzufordern, trotz seiner verzweifelten Lage im alten System unverändert die Ernte für das deutsche Volk zu erstellen. Dir haben damit die Voraus­setzungen für die Volksernährung des Jahres 1933 überhaupt erst ermöglicht und damit eine noch wenig beachtete Voraussetzung für dieses glorreiche Jahr geschaffen. Wenn wir heute den gleichen Appell an Sie richten, dann unter Bedingungen, die sehr viel einfacher sind als damals, weil heute sich jeder aus­rechnen kann, dah, wenn der Staat Adolf Hitlers nicht bestehen bleibt, wir alle erledigt sind.

Nachdem das deutsche Bauerntum begonnen hat, mit der Ordnuna seiner wirtschaftlichen Verhältnisse anzufangen, wird über kurz oder lang die übrige Wirtschaft nach den gleichen Prin-

Kein Stand ohne den andem!

Rudolf Heß spricht auf dem Goslarer Bauernthing.

zipien sich in die Front des Bauern einreihm müssen. So zeichnet sich am Horizont das Bild einer neuen Ordnung ab, deren Wurzel die Idee Adolf Hitlers vom Volke ist, die vom Bauerntum als erstem Stand begriffen und durch, geführt wurde und die in ihrem Endergebnis die alte Sehnsucht der Völker nach einem europäischen Wirtschaftsfrieden realisieren wird. Weil unser Füh­rer unser Garant für diese neue Idee der Wirt, schaftsordnung ist, ist er in seiner Person auch der Garant für den Frieden in Europa

Ausspracheabend der ausländischen Bauernführer.

Die zahlreichen ausländischen Bauernführer tra. fen sich nach der Festaufführung bei einem Au°> spracheabend. Erschienen waren auch die Reiche Minister K e r r l und S e l d t e, Reichsführer de SS. Himmler und der Wirtschaftsberater de- Führers Keppler. Es sprachen Präsident K l i n> dera (Tschechoslowakei), Vitez Mecher (Un­garn), Frau Karcewska (Polen) und der fron- zösische Hauptdelegierte Achard. Alle betonten die aufrichtige ehrliche Bewunderung für das neue Deutschland. Besonders A ch a r d-Paris führte in begeisterten Worten aus, er habe auf dem Reichs, bauerntag den Eindruck gewonnen, daß das euro- päische Bauerntum in seinen kulturellen und rassi, sehen Grundlagen stark miteinander Der. Kunden sei und daß allein auf dem Wege über das Bauerntum der Friede Europas und der wirtschaftliche Wiederaufstieg möglich sei. Reichsminister Kerrl hob hervor, daß das Verständnis für Wollen und Wirken der natio. nalsozialistischen Bewegung zu einem aufrichtigen Zusammenarbeiten beitragen werde.

dahinvegetieren, er würde schaffen, arbeiten und essen, aber alles andere, was ihm das Lebe» heute bietet und schön macht, würde ihn fehlen.

Immer wollen wir Führer des Nationalsozialis mus, wenn wir von einem Stand reden, auch ber anderen gedenken und das Verständnis für diese wachhalten. Beim Reichsparteitag in Nürn­berg habe ich Vertretern der Arbeiterschaft, bf- Handwerks und des Mittelstandes gesagt, ihr roolü vielleicht schimpfen, daß die Preise des B av- ern vielfach höher sind als draußen in Auslande, manche kleine abgehärmte Mutter unJ Arbeiterfrau mag vielleicht dann und wann denken, ob das die Sorge des neuen Staates für sie fei Ich habe ihnen gesagt, sie sollten sich darüber klar sein; würden diese Preise nicht so hoch gehalten, so müßte über kurz oder lang unser N ä h r stand zugrunde gehen. Das Ergebnis wäre der Hunger, der Kampf aller gegen alle, d a 5 Ende auch des Arbeiters in der Stabl. Denn darüber müssen wir uns klar sein, wenn wir die Nahrung nicht im Inlands erzeugen könnten einführen könnten wir sie nicht. Das Auslaa) sperrt unsere Grenzen. Wir können die Ergebnis der Arbeit unserer Industriearbeiter nicht auf ben Markt hinausbringen, und demgemäß können mir auch nichts einführen, was wir immer mehr brau­chen würden, wenn die Landwirtschaft im Abster- ben wäre. Heute bringen wir alle nach rohe vor gemeinsam unser Opfer, die Arbeiten, in kleinen Mittelständler, in dem sie die höheren Preise zu Gunsten der Bauern, zu Gunsten den Landwirtschaft tragen. Dieses Einstehen des einem Standes für den anderen, dieser gemeinsame! Kampf hat uns den Sieg gebracht. Der deut­sche Bauer kann heute in Ruhe arbeiten, und zwischen nach schwerer Arbeit kann er Feste feiern,, wie heute abend. Zur Ehre des einen, der miete seiner Arbeit einen Sinn gegeben hat, unser alle!! Arbeit und unser aller Schaffen wieder einen Siim gab, ihn grüßen wir: Adolf Hitler, Sieg-Heil!

einer großen Kartenskizze eine kriegsgeschicht- liche Würdigung des Durchbruchs bei Brzeziny.

Mit dem LiedeIch hab mich ergeben" und dem Ausmarsch der Fahnen schloß die Feier. Dem Füh­rer und den greifen Heerführern wurden beim Ver­lassen des Saales von einer begeisterten Menge Huldigungen dargebracht. Am Ehrenmal Unter den Linden fand dann eine schlichte Totenehrung statt. General Litzmann wurde aus Anlaß der 20. Wie­derkehr des Tages von Brzeziny vom Führer b e - au5gedeid)net. Dor dem Hotel Nordland , wo General Litzmann Wohnung ge­nommen hatte, war ein Po st en der Leib­st an harte Adolf Hitler aufmarschiert, der die einem großen Feldherrn gebührenden Ehren­bezeugungen erwies.

Die ersten Erfolge des Winter- hilsswerks.

Pläne zum Weihnachtsfest.

Berlin, 17. Nov. (DNB.) Der Reichsbeauf- crCr$£ex fur das WHW., Reichswalter Hilgen- f e löt, erklärte einem Vertreter des DNB. u. a.: M karm bereits jetzt zusichern, daß wir bis zum 31. Dezember dieses Jahres dieselben Lei­st ungen wie im Vorjahre geben können, wenn die Opferfreudigkeit aller, aber auch aller Beoölkerungskreise weiter so anhält wie bisher. Die Versorgung mit Kohle ist z. B. bis zu An­fang des neuen Jahres in gleichem Umfange wie im Vorjahre sichergestellt, und bei Kartoffeln chird die Zuweisung an die Bedürftigen wahrschein­lich mindestens so groß sein wie im vergangenen Winter. Bisher sind 5 344 585 Zentner Kartoffeln gespendet worden. Das ist ein sehr g ü n st i g e s Ergebnis des* Reichsnährstandes. Es ist anzu­erkennen, daß die Bauern wirklich alles getan haben, was in ihren Kräften stand. Zu den 5,3 Millionen Zentner gespendeten Kartoffeln kommen dann noch rund 7,9 Millionen, die das Winter­hilfswerk angekauft hat, so daß insgesamt bereits jetzt 13,2 Millionen Zentner zur Verfügung stehen.

Der erste E i n t 0 p f f 0 n n t a g am 14. Oktober hat ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis ge­bracht. Sein. Ertrag beläuft sich auf 4 438 540 Mark. Der Durchschnittsertrag der Eintopfsonntage im Winter 1933/34 war 4 188 000 Mark. Das Ergebnis vom 14. Oktober liegt also über dem Durch­schnitt des vergangenen Jahres. Die wenigen Fälle von Mißbräuchen sind in Prozentzahlen kaum errechenbar.

Zu Weihnachten wird wieder eine b e f 0 n = dereBescherung veranstaltet. Allerdings wer­den wir diesmal die Weihnachtsbescherungen in d i e Familie hineinverlegen. Massenbescherun­gen werden nicht veranstaltet. Nur die Eltern werden die Gaben erhalten. So wird die Familie in^ben Mittelpunkt der Weihnachtsbescherung ge- Die Bedeutung des Exports für

Deutschlands Wirtschaft.

DNB. Stuttgart, 18.Nov. Im Festsaal der Handelskammer Stuttgart sprach der Reichsbank­präsident und kommissarische Wirtschaftsminister, Dr. Schacht. Die Zeiten der Scheinblüte auf der Grundlage gepumpten Geldes seien vorüber. Die Deflationspolitik habe im Endergebnis zu einer scharfen Lohnsenkung und zur Steigerung der Ar­beitslosigkeit geführt. Seit Frühjahr 1933 sei mit her Politik der Nachkriegsjahre gebrochen wor­den. Der Arbeiter sei wieder in den Arbeitsprozeß eingeschaltet. Da das Reich, das infolge der früheren Wirtschaftspolitik keine Reserven mehr zur Ver­fügung habe, Devisen benötige, sei es die vordring­lichste Aufgabe der Wirtschaft gewesen, den Ex­port mit allen Mitteln und mit dem Einsatz der Energie jedes einzelnen zu fördern.

Die Politik der Einfuhrkontingentierung und der Währungsentwertung im Auslande, durfte den Willen der deutschen Wirtschaft, ihre Erzeugnisse im Auslande abzusetzen, nicht lähmen. Kein Kaufmann dürfe es sich verdrießen lassen, die Schwerfälligkeit des bürokratischen Apparates, der in den Zeiten der Devisen- und Rohstoffbewirtschaftung leider notwen- big sei, zu überwinden. Wenn jeder im Kampfe um die wirtschaftliche Existenz des deutschen Volkes sein Bestes zur Verfügung stelle, so werde der ange­strebte Erfolg mit Sicherheit nicht ausbleiden. Mit Devalvations-Theorien, die von gewisser Seite be­fürwortet würden, werde man die Wirtschaft nicht fördern können. Er selbst trete jedem Gedanken einer Devalvation entgegen, dies entspreche auch dem Willen des Führers und der Auffassung des Ka­binetts.

SüdsiawiensBefchwerdemGenf

Man erwartet die Unterstützung Frankreichs

Belgrad, 18. Nov. (DNB.) Außenminister Ief - titsch ist nach Genf abgereist, wo er die südsla­wische Beschwerde wegen des Marseiller Königsmor­des einbringen will. DiePrawda" weist darauf hin, daß Südslawien entschieden auf seiner Forderung bestehe, die Verantwortlichkeit für den Marseiller Anschlag festzustellen und die Terroristenorganisation zu zerstreuen. Sämtliche Blätter heben hervor, daß sie mit der unbedingten Unter st ützung Frankreichs in Genf rech­nen. lieber den Inhalt der südslawischen Denkschrift werden keine Mitteilungen gemacht. In unterrichte­ten Kreisen verlautet jedoch, daß die Denkschrift noch keine endgültige Form erhalten habe, wenn auch die Richtlinien der Beschwerde feststehen. Man nimmt an, daß der südslawische Außenminister entschlossen sei, in der Form Zugeständnisse zu ma­chen, den Inhalt seiner Anklage jedoch gegen alle etwaigen Einwendunaen zu verteidigen. Man rech­net damit, daß die Beschwerde sich gegen Un­garn allein richtet.

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DieT i m e s" sagt, die südslawische Regierung habe natürlich das Recht, die Ermordung des Königs Alexanders auf fremden Boden und beson­ders die Beherbergung von Flüchtlin­gen und Verschwörern in Nachbarlän­dern als internationale Frage anzusehen, diedas gute Einvernehmen zwischen den Nationen" zu stö­ren geeignet sei. Andererseits frage es sich, ob man das gute Einvernehmen nicht noch mehr störe, wenn die Angelegenheit im gegen­wärtigen Augenblick vor den Völker- b u n d gebracht werde. Die Firnes" Legt Südsla- mien nahe, der Sache einen allgemeineren Charakter zu geben und sich um eine internatio­nale Vereinbarung über eine gemein­same Unterdrückung aller Terroristen zu bemühen, die ihr Hauptquartier in fremden ^nndern haben. Diese Frage sei international und sollte daher auch international behandelt werden.

Goslar, 17. Nov. (DNB.) Am zweiten Tag des Reichsbauernthings sprach der Stabshauptabtei­lungsleiter M e tz n e r über bas Odal als Schlüssel zur germanischen Weltanschauung, das die bewun­dernswerte Einheit der auf der Blutgemeinschaft beruhenden germanischen Bauernwelt und dessen angewandten Lebensgesetze aus der Erkenntnis der natürlichen Zusammenhänge das wunderbare Ge­füge des germanischen freien Bauerntums stets ge­bildet hat. Landgerichtsdirektor Dr. Saure ent­wickelte in feinem Vortrag als Grundgedanken des Reichserbhofgefetzes die Idee von Blut und Boden, die Verbindung von Recht und Pflicht und die Ideen, die heute im Mittelpunkt der gesamten na­tionalsozialistischen Rechtserneuerung stehen. Stabs- amtsführer Dr. R e i s ch l e behandelte Geschichte, Aufbau und ausgedehnte Aufgabengebiet des Reichsnährstandes., Den Höhepunkt des zweiten Kon­greßtages bildeten die Ausführungen des Staats­sekretärs Herbert Backe über die Wirkung der na­tionalsozialistischen Ararpolitik auf die allgemeine Wirtschaftspolitik.

Die Rede

des Reichsbauernführers.

Der Reichsbauerntaa wurde beschlossen mit einer großen Rede des Reichsbauernführers R. W. Darrs, der u. a. ausführte: Im September des Jahres 1933 wurden die entscheidenden agrar- politischen Gesetze geschaffen, welche die Grundlage nationalsozialistischer Agrarpolitik gewor­den sind. Wir können am Ende dieses Jahres natio­nalsozialistischer Agrarpolitik eindeutig auf Grund nüchterner Tatsachen feststellen, daß unsere Methode ich in der Praxis als richtig erwies. Von dem Augenblick an, da der Führer mich beauftragte, das deutsche Bauerntum unter feiner Fahne zu sam­meln, habe ich diese Arbeit niemals durch materielle Versprechungen an das deutsche Bauerntum zu för­dern versucht, sondern getreu dem Grundsatz, den der Führer in seinem ganzen Kamps verwirklichte, appellieren wir nicht an die Ichsucht des Bauern, andern an die heldischen Instinkte, ). h. an das Blut. Wir verlangten Gefolgschaftstreue ür die Idee unseres Führers, und wir verlang­en weiter, daß die in diesem Kampf zu uns sto- zenden Landleute trotz aller dadurch entstehenden materiellen Schäden und Verluste bereit waren, Füh­rungsaufgaben zu übernehmen. Gewiß wurde uns dadurch zunächst das Vordringen unserer Ideen auf dem Lande erschwert. Man hatte sich in Deutsch­land daran gewöhnt, um das Goldene Kalb zu tan­zen. Aber gerade solche Erschwerungen hatten das unerhörte Gute für sich, daß zunächst nur eine Auslese von Menschen zu der Fahne Adolf Hit­lers stieß. So entstand organisch der Agrar­ia l i t i s ch e A p p a r a t d e r N S D A P., det das Menschenreservair liefern sollte, mit dem für die Verwirklichung nationaksozialistischer Grundsätze in der deutschen Agrarpolitik gestritten werden kannte.

Im krassen Gegensatz zu liberalen Theorien predigt der Nationalsozialismus das Pri­mat des Blutes in allen Fragen des menschlichen Lebens, also auch auf dem Gebiet der Wirtschaft. Nicht zwei Wirtschaflstheorieu ringen gegeneinander, etwa die nationalfoziali- stische gegen die liberalistische. sondern die Wirt- fchaftsauffassungen zweier im Blute sich gegen­überstehenden Rassen ringen um den herr- fchaflsanspruch in unserem Volk im Kampf gegeneinander. Aus diesem Grunde war für uns Nationalsozialisten die Blutsfrage entscheidend und muhte zur Achse aller unserer politischen

und wirtschaftlichen Ueberlegungen werden.

Hat man unsere grundsätzlichen Voraussetzungen begriffen, dann wird man nun auch solche Maß­nahmen besser verstehen lernen, die bisher nicht von unseren liberalistischen Vorgängern angewandt wor­den sind, also rein nationalsozialistisches Gedanken­gut darstellen. Ich will davon nur zwei erwähnen: Zunächst die Marktordnung. Wir haben die uns durch die Devisenlage und Deutschlands Jso-

Franksurt a. M., 18. Nov. Der Ehrentag der alten Frontsoldaten und Kriegsopfer aus dem Gau Hessen-Nassau fand seine Einleitung mit dem Richtfest d er Frontkämpfersiedlung Darmstadt in Anwesenheit des Reichskriegs­opferführers Pg. Oberlindober. Auch Staats­minister Jung und der Darmstädter Oberbürger­meister W a mb 0 ldt wohnten dem eindrucksvollen Festakt bei. 20 Häuser mit Stall und Garten sind gerichtet worden. Das erste Haus ist bereits bezugs- ertig. Der zweite Abschnitt mit weiteren 40 Häu­ern ist begonnen. Im Haus der Arbeit begrüßte der Bezirksobmann der NSKOD. Pg. Wagner den Reichskrieysopferführer als einen der Männer, der an der Seite des Führers dafür stritt, daß wir in der Lage waren, dieses Richtfest zu feiern. Reichskriegsopferführer Oberlindober er­mahnte, enger zusammenzuhalten, alles Trennende zu vergessen, damit die deutsche Seele in unserem Volk gesunden werde. Der Nationalsozialismus werde dafür sorgen, daß Kameradschaft bestehen bleibe.

Am Sonntagvormittag legten Abordnungen der NSKOV. Ortsgruppe Frankfurt am Ehrenmal im Hauptfriedhof und an den Regimentsdenkmälern Kränze nieder. Schon lange vor Beginn der großen Kundgebung in der Fe st halle waren der riesige Raum und die Nebenräume dicht besetzt. Tausende mußten auf dem Platz vor der Festhalle durch Lautsprecherübertragung der Kundgebung folgen. Gauamtsleiter Pg. Ziegler eröffnete die Kundgebung und gedachte der gefallenen Kamera­den, zu deren Ehren sich die Fahnen senkten und das Lied vom guten Kameraden gespielt wurde. Dann begrüßte

Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger die Kameraden seines Gaues und dankte dem Reichs­kriegsopferführer Pg. Oberlindober, daß er die Kriegsopfer zu einer so herrlichen Organisation zu­sammengeführt habe. Die Soldaten der braunen Armee und der feldgrauen Front feien einig im

Wehrwillen, dem Recht des stolzen freien Mannes. Der Gauleiter weihte dann 12 0 Fahnen verschiedener Ortsgruppen.

Oberbürgermeister Dr. Krebs, der die Kame­raden namens der Stadt Frankfurt herzlich will­kommen hieß, schloß seine eindrucksvolle Ansprache mit den Worten: Wir w 0 lle n feinen Krieg, wir wollen keine Blutopfer hüben und drüben mehr, wir alle sehnen uns nach Frieden, aber nach einem Frieden der Gleichberechtigung und der Gerechtigkeit.

Die Grüße der Saar überbrachte der Landes­führer der deutschen Kriegsopfer an der Saar.

Er führte u. a. aus: Wenn wir heute mit 500 Sol- baten und Kriegerwitwen von der deutschen Saar hierher gekommen sind, dann wollen wir in der Leuten Phase unseres Abstimmungskampfes noch einmal vor der ganzen Welt unter Beweis stellen, baf) die vierjährige Gemeinschaft des Schützengrabens, das vierjährige Erlebnis des Krieges uns auf ewig mit Ihnen und "icht mit den anderen zusammenge- geschweißt haben. Wenn wir unsere Pflicht tun, dann tun wir sie in dem Gedenken an unsere 20 0 0 0 gefallenen Saarkameraden Sie staben nicht für Frankreich, nicht für den Status quo, sondern ihr letztes Wort war Deutsch­land. Wir aber haben das Erbe übernommen und wir tun unsere Pflicht. Am 14. Januar gehen hoch die Fahnen des neuen Deutschen Reiches, und nie mehr sollen diese Fahnen wieder heruntergeholt werden. Stürmischer Beifall folgte diesen Worten, das Saarlied wurde begeistert gesungen. SA.-Grup- penführer Pg. Becker le überbrachte dann die Herz- lichsten Wünsche von den Kameraden der SA. und SS. Die SA. freue sich, daß sich der Frontsoldat neu formiert habe als Mitkämpfer Addlf Hitlers. Möge der höchste Wunsch des Führers, daß dem letzten Frontsoldaten und dem letzten Kriegsverletz­ten der Lohn seines Heldentums zuteil werde, bald in Erfüllung gehen«

Der Reichskriegsopferführer Hanns Oberlindober umriß in feiner Schlußansprache den Kampf bet? alten Frontsoldaten um Achtung und Ehre, bitt jedem braven Soldaten gebühre, und die ihm nir-- gends und zu feiner Zeit von einem anständigen! Volk versagt werden dürfe. Erst durch Adolf Hitler' sei dem deutschen Volf das Glück zuteil geworben, die Einigfeit kennenzulernen, ,pn der nun auch bit deutschen Kriegsopfer und alten Frontsoldaten in einem Verband teil hätten. Wir lieben den Frieden, aber wir lieben auch d i e Ehrt unseres Volkes und die Zukunft unser et Kinder. Hierfür trete jeder alte deutsche Front­soldat an jedem Tag und zu jeder Stunde ein. Er gelte auch, immer daran zu denken, welch außer­ordentliches Opfer die Witwen unserer ge­fallenen Kameraden gebracht hätten. An diesem ungeheuren Frauenopfer würde immer noch viel zu gedankenlos vorbeigegangen. In erster Li­nie gelte es deshalb, auch die Versorgung bet Hinterbliebenen, einschließlich der Walsen und Eltern, schon im Hinblick auf die Erfüllung des dem sterbenden Kameraden gegebenen Ver­sprechens der Vollendung zuzuführen. Die Solde- tenehre und das Soldatenrecht müsse auch über * Grenzen hinaus verstanden werden. Genau so $ wir jeden ehemaligen Frontsoldaten, den wir ob anständigen Gegner fennenlernten, achten, erwar­ten wir, daß auch sie dem deutschen Soldaten die Achtung nicht versagen, denn gerade die gegtf seifige Achtung der Frontsoldaten untereinander \*x der sicherste Garant für den Frieden der Welt.

Das Deutschlandlied und das Horst-Wesiel-Lied schlossen sich den Worten des Reichskriegsopferführers an, worauf Gauamtswalter Ziegler die Kund­gebung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den ehemaligen Frontkameraden und jetzigen Führer Adolf Hitler schloß. Ein Vorbeimarsch der Ehren stürme an den Schwerkriegsbeschädigten und dem Reichsfriegsopferführer beschloß den ersten rhein-mainischen Frontsoldaten- und Kriegsopfer* Ehrentag.

Marxistische Niederlage in Genf.

G e n f, 18. Nov. (DNB.) Die von dem Marxisten Nicole geführte Regierung des Kan ton Genf hat eine schwere Schlappe erlitten- Die Regierung Nicole hat der Bevölkerung de»