Nr. 245 Drittes Statt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Zreilag, 19. Oktober 19Z4
19. Oktober
Nr. 53
1934
Erscheint Dienstag und Freitag.
Nur durch die Post zu beziehen.
und das Ministerium des Innern.
Wetr.: Wie oben.
Druck der Drübl'scht.n Tlniversitäts - Buch- und Steindruckerei, R. Lange. Gießen.
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atcn für Freitag, 19.Oktober.
Gründung der Universität Halle; — 1863t r Gustav Frenssen in Barlt geboren; —,
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Gesetzes über das Verbot von öffentlichen Sammlungen vom 3. Juli 1934 (RGBl. I S. 531) ausnahmsweise eine Sammlung genehmigt worden, die an den genannten Tagen auf öffentlichen Straßen und von Haus zu Haus in Zusammenarbeit mit den Gliederungen der NSDAP, durchgeführt wird. Das Ergebnis wird ausschließlich für den Ausbau der deutschen Heldenstätten verwendet.
Der Volksbund beabsichtigt am 20. Oktober 1934 innerhalb der Behörden und der Polizei sammeln zu lassen. Ich wäre dankbar, wenn die unterstellten Behörden angewiesen würden, die Sammlungen ausnahmsweise innerhalb ihres Bereichs soweit erforderlich dienstlich zu genehmigen und weitestgehend zu unterstützen. Die Bedeutung der Arbeit des Volksbundes, der sich nicht etwa nur die Pflege der Gräberstätten, sondern ihre Ausgestaltung als Mahnmale deutschen Heldengedenkens 31ml Ziele gesetzt hat, ist durch die Ausnahmebewilligung besonders anerkannt worden; mit der Zulassung der Sammlung ist insbesondere auch einem der letzten Wünsche des verewigten Herrn Reichspräsidenten Rechnung getragen worden. Ich bitte deshalb die Sammlung auch soweit sie über die Behörden hinausreicht nach Möglichkeit zu unterstützen.
In Vertretung: gez. Pfundtner.
Deutsche Kriegsgräberstätte De Ruyter (Flandern) vor dem Ausbau
durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Inhaltsübersicht: Die Umbenennung der Landwirtschaftsämter und Landwirtschaftsamts-Außenstellen (Landwirtschaftliche Schulen). — Straßensperre-Aufhebung. — Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1934/35 an den Bäuerlichen Werkschulen und Beratungsstellen. — Sammlung des Volksbundes „Deutsche Kriegsgräberfürsorge" am 20. und 21. Oktober 1934. — Besuch der Ausstellung „Rasse, Volk, Familie" auf der Zitadelle zu Mainz. — Dienstnachrichten.
Bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung konnten sich die Anwesenden von dem Wert derselben überzeugen. Alle Besucher, besonders auch die Vortragenden in der Schulungswoche für Raffen- und Vererbungsfragen, haben auf die Bedeutung dieser Veranstaltung für deutsche Erzieher und für die deutsche Schule hingewiesen.
Nach dem Besuch der Ausstellung durch die Kreisobleute des NSLB., Gau Hessen-Nassau, machen wir es allen Schulleitern, den Direktoren aller Schulen, sowohl als auch den Schulräten und Rektoren, zur Pflicht, die Veranstaltung zu besuchen. Eine besondere Einladung zum gemeinsamen Besuch an einem noch festzusetzenden Termin ergeht demnächst durch uns in der Presse.
Wir erwarten ferner, daß auch die einzelnen Lehrer die Ausstellung besuchen. Der erforderliche Urlaub ist tunlichst zu gewähren. Der Eintrittspreis beträgt bei geschlossenen Gruppen je 50 Rpf., für Einzelbesucher 70 Rpf., Dauerkarte 1.— RM. Jeder Besucher erhält einen Führer mit methodischen Winken für die praktische Schularbeit.
Soweit es sich irgendwie ermöglichen läßt, sollen auch die Schulklassen mit ihren Lehrern die Ausstellung besuchen. In Frage kommen das 7. und 8. Schuljahr der Volksschule, die Berufs- und Fachschulen, und bei den höheren Schulen die Klassen von Untertertia an aufwärts. Eintrittspreis je Schüler 10 Rpf., Unbemittelte gehen frei, Dauerkarten für Schulklassen je Schüler 25 Rpf.
Anmeldungen und Anfragen sind nur an die Rhein-Mainische Stätte für Erziehung in Mainz (Ruf 41060) zu richten, nicht an uns. Von dort werden auch die Führungen vorgenommen.
Die Ausstellung ist voraussichtlich bis Januar 1935 geöffnet. In der kalten Jahreszeit werden die Räume geheizt.
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Betr.: Besuch der Ausstellung „Rasse, Volk, Familie" auf der Zitadelle zu Mainz.
An die Schulvorstände der Landgemeinden deö Kreises.
Die nachstehend abschriftliche Verfügung der Ministerialabteilung Ila des Hess. Staatsministeriums vom 1. Oktober 1934 teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Beachtung mit.
Gießen, den 15. Oktober 1934.
Kreisschulamt Gießen. I. V.: N e b e l i n g.
Dienstnachrichten des Kreisamts.
Gotthard Vodenbender von Gießen wurde als Bienenseuchensachver- ständiger und Theodor Pfeiffer von Launsbach als stellvertretender Bie- nenseuchensachoerständiger für den Kreis Gießen gemäß Art. 3 der Durchführungsbestimmungen zum Gesetz betr. die Bekämpfung der Faulbrut und der Nosemaseuche der Bienen vom 12.6.34 bestellt und verpflichtet.
Bekanntmachung.
Betr.: Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1934/35 an den Bäuerlichen Werkschulen und Beratungsstellen.
Der ordentliche Lehrgang 1934/35 an den Bäuerlichen Werkschulen und Beratungsstellen beginnt
Montag, den 5. November 1934.
Die Anmeldungen zur Aufnahme werden von den Beamten der Bäuerlichen Werkschulen und Beratungsstellen jederzeit entgegengenommen, die auch nähere Auskunft über das Alter der aufzunehmenden Schüler und Schülerinnen, das Schulgeld, den Lehrplan usw. erteilen.
Frankfurt a. M., den 8. Oktober 1934.
Landesbauernschaft Hessen-Nassau.
I. A.: (gez.) Dr. Rothert.
Betr.: Sammlung des Volksbundes „Deutsche Kriegsgräberfürsorge" am 20. und 21. Oktober 1934.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Anschluß an unser Ausschreiben vom 17. d. M. bringen mir nach- nehend ein Rundschreiben des Herrn Neichsministers des Innern vom 10. Oktober d. I. zur Kenntnisnahme und empfehlen wiederholt tatkräftigste Unterstützung der durchzuführenden Sammlung.
Gießen, den 19. Oktober 1934.
Kreisamt Gießen. I. V.: Grein.
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_ Dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist für Samstag und Sonntag, 20. und 21. Oktober 1934, auf Grund des §1 Abs. 4 Satz 2 des
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eßen statt. — Der Bezirk Großen- oersammelt sich am morgigen Samstag um ei Gerlach in Großen-Buseck mit anschlie- itzung der Arbeitsgemeinschaft Volksschule.
Versammlung müssen alle rückständigen bezahlt werden.
Deutsche Arb^i^ront.
fneteroalfung Gießen.
e Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen, ontag, 22. Oktober, eröffnet die Deutsche )nt in feierlicher Weise die außerberufliche der Jungmitglieder der DAF Die Veran- indet im Cafe Leib statt. Beginn 20.30 Uhr. rächt der außerordentlichen Wichtigkeit der iflidjen Schulung machen wir es sämtlichen item und Jungarbeiterinnen zur Pflicht, 1 Eröffnungsabend zu erscheinen. Es spre- Ruder und Pg. Wagner. Musik wird t vom Musikzug der HI.
humanistische Vorbildung
der Theologen.
Der Landesbischof der Evang. Landeskirche 'ssen macht darauf aufmerksam, daß die irchenbehörde in Zukunft Gewicht darauf :d, daß die Studenten der evangelischen den Besuch des humanistischen Gym- nachweisen können.
ichträgliche Ablegung der Prüfung eines schen Gymnasiums kann nur als Rotten, etwa für den Fall, daß der Besuch nanistischen Gymnasiums aus räumlichen unmöglich ist.
lefanaten und Pfarrämtern ist es zur macht, in ihren Gemeinden immer miede» nzuweisen, daß nach wie vor der Besuch inistischen Gymnasiums die normale Bor« ; für das Studium der evangelischen Tbc-
Die Arbeit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge
Bilder berichten über die zweckmäßige Verwendung der Geldspenden zur Herrichtung unserer Heldenfriedhöfe
Amisverkündigungsblati
für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen
ftamerabengrab auf der deutschen Kriegsgräberstätte Hohrod-Bären- st a l l (Oberelsaß). Vor dem Ausbau durch den Volksbund Deutsche Kriegs- gräberfürforge e. V.
Gebiet getan werden. Bedeutend günstiger Frage des Ausbaues der Soldatengräber Tschechoslowakei, in Ungarn, eich, Italien, Rumänien und I u ■ i e n, wo Vereinbarungen mit den Regie- er betreffenden Länder getroffen worden geht in Jugoslawien die Totenburg Bitolj lonaftir) — hoch oben auf einer Bergkuppe imgeben von einer mächtigen Mauer, in itzendem Ring die Gebeine von 3000 beut- allenen ruhen — ihrer Vollenbung ent« nb auch bie Gedächtniskapelle unb bis ? Ausgestaltung auf ber Kriegsgräberstätte erevo, früher Semenbria, wirb in biesem enbet werben.
arf feiner besonderen Betonung, daß die en im Auslande an diesem Werk der und der Kultur regsten Anteil nehmen.
1 weite Kreise ber deutschstämmigen Bevöl- n Siebenbürgen hingebungsvolle Arbeit, rgener Sachsenkinder pflegen die Grabstät- ft eine bekannte Tatsache, daß schon lange andsdeutschen die Feier des Volkstrauer- r nunmehr zum Heldengedächtnistag er- )rben ist, würbevoll begingen. Mit biesem ngt sich ein gemeinsames Band um unser bem weiten Erbenrunb.
eine gewaltige Aufgabe, die die deutsche jräberfürforge im Auslande zu leisten deutsch in ihrem seelischen Gehalt, deutsch r künstlerischen Gestalt — dabei dem ful- 1 Charakter der femden Nation Rechnung 1, mit dem endgültigen Ziel: Heimat in fremder (Erbet
unb einfach wie bie Seele bes Solbaten — b ehrenvoll wie bie Größe bes Opfers — unb unvergänglich wie bas Anbeuten."
Walter Thomas, her KrieWräberfijrsorge! durch reiche Spenden am Samstag und dazu bei, daß weitere Geldmittel zur her- deutscher Heldenfriedhöfe aus den Schlacht- es Weltkrieges zur Verfügung ftehent rtös der Sammlung in Gießen wird für einen Patenfriedhof ber
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Bekanntmachung, die Umbenennung der Landwirtschaftsämter und Landwirt- schaftsamts-Außenftellen (Landwirtschaftliche Schulen) belr.
Vom 9. Oktober 1934.
Auf Anordnung des Reichsnährstandes, Berlin, führen sämtliche Hessischen Landwirtschaftsämter und Landwirtjchaftsamts-Außenftellen (Landwirtschaftliche Schulen) ab 1. Oktober 1934 die für das gesamte Reichsgebiet einheitliche Bezeichnung:
„Bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle der Landesbauernschaft".
Darmstadt, den 9. Oktober 1934.
Ministerialabteilung le (Landwirtschaft) im Hessischen Staatsministerium. Dr. Wagner.
Bekanntmachung.
Betr.: Straßensperre-Aufhebung.
Die Straßensperre auf der Provinzialstraßenstrecke Hungen—Inheiden wird ab 18. Oktober 1934 aufgehoben.
Gießen, den 13. Oktober 1934.
Hessische Provinzialdirektion Oberhessen.
„Hier ruhen deutsche Soldaten." Diese wenigen Worte gewaltigen, heroischen Inhalts sollen für jeden Besucher der deutschen Kriegergräber nicht nur ein bloßes Erinnern an ein erschütternd großes Stück deutscher Geschichte bedeuten, sondern eine tiefe Mahnung und ein flammendes Bekenntnis zum deutschen Volkstum überhaupt sein. Diese für alle Zeiten geweihten Stätten, deren Schutz und Pflege in ber Gegenwart eine tiefernste Angelegenheit des ganzen Volkes ist, da sich in ihnen Die Größe des Opfermutes, die ehrfurchtsvolle Liebe der Heimat zu denen offenbart, die einst wie eine schützende Mauer sich vor die Grenzen unseres Vaterlandes stellten und ihr Leben für uns dahingaben, können nur im Geiste der Volksgemeinschaft erfaßt werden.
Sie sind nicht mehr die persönliche Angelegenheit einzelner, sondern als Denkmal eines großen Geschehens sind sie aufs engste mit der Volksgeschichte verbunden.
Auf Frankreichs und Flanderns blutgetränktem Boden, in den Tälern der Alpen und Karpathen, auf russisch-polnischen Steppen, auf den Schnee- feldern Sibiriens, am Rand der Bucht von Kiau- tschou und an den Küsten des Weltmeeres, da tönt es uns entgegen: „Das taten wir für euch! Was tut ihr für uns?" Ruht doch im Auslände" ein Stück deutscher Heimat, die es nicht zu verlassen gilt. Jeder Name im fernen Ost und West, Nord und Süd ein Stück Geschichte, für immer mit blutigem Griffel in das Buch der Weltgeschichte eingeschrieben.
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Der Reichsminister des Innern
V A 4090/28. 9. Berlin NW 40, den 10. Oktober 1934.
An
die Landesregierungen
— für Preußen: den Herrn Ministerpräsidenten
An die Bürgermeistereien des Kreises.
Auf vorstehende Bekanntmachung der Landesbauernschaft Hessen- Nassau weisen wir Sie hin und empfehlen Ihnen, sie wiederholt auf ortsübliche Weise zu veröffentlichen.
'Gießen, den 15. Oktober 1934.
Hessisches Kreisamt Gießen. I. V.: Weber.
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