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Wirtschaft

L üe r. Die Gruppe umfaßt die Industrie des ge­samten Treuhänderbezirks Hessen. Zweck ist die For­derung ihrer gemeinsamen Belange, die Wahrung ihrer Standesehre und die Durchführung einer ein­heitlichen nationalen Wirtschaftspolitik. Durch enge Fühlungnahme mit den Betrieben sorgt die Be­zirksgruppe für* Ausgleich und Förderung der be­rechtigten Wirtfchaftsdelange ihrer Mitglieder und vermittelt der Reichsgruppe Industrie sowie den Behörden die Erfahrungen und Wünsche der In­dustrie ihres Bezirks. Ihren Mitgliedsfirmen ge­währt die Bezirksgruppe in allen wirtschaftlichen Fragen sowie den ihr vom Führer der Reichs­gruppe Industrie oder von den Behörden über­tragenen Aufgaben Beratung und Betreuung.

50 Kilogramm ab Hess.-Rass. Station. Alte Kar­toffeln waren ohne Angebot und kamen nicht mehr

Frankfurter Schlachtvieljmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Auftrieb: Rinder insgesamt 1931 (gegen 1327 am letzten Mon­tagsmarkt) darunter befanden sich 569 Ochsen, 172 Bullen, 556 Kühe und 634 Färsen, Kälber 559 (622), Hammel 14 (32), Schafe 24 (4), Schweine 4231 (3982). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebend­gewicht in Mark: Ochsen al) 33, b) 29 bis 32, c) 26 bis 28, d) 22 bis 25; Bullen a) 28 bis 29, b) 26 bis 27, c) 24 bis 25; Kühe a) 27 bis 28, b) 23 bis 26, c) 18 bis 22, d) 11 bis 17; Färsen a) 33 bis 34, b) 31 bis 32, c) 27 bis 30, d) 21 bis 26; Kälber a) 48 bis 50, b) 43 bis 47, c) 34 bis 42, d) 24 bis 33; Lämmer und Hammel bl) Stallmasthammel 34 bis 36. Schafe nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 40 bis 43, b) 39 bis 43, c) 39 bis 43, d) 36 bis 42, gl) 33 bis 37, g2) 30 bis 32. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt gaben Rinder durchweg um. 2 bis 3 Mark, Kälber 3 bis 5 Mark nach, Schweine zogen um 1 Mark an, Hammel waren behauptet. Marktoerlauf: Rin­der schleppend, großer Uederstand. Kälber, Hammel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine anfangs mit­telmäßig, später abflauend, nahezu ausverkauft.

gewannen 1 o. H Don deutschen Anleihen waren Altbesitz mit plus 0,40 v. H besser beachtet als Neu­besitz, die mit 23,20 bei kleinem Geschäft nur be­hauptet waren, ebenso späte Schuldbuchforderungen zu 93,40 v. H. Reichsbahn-Dorzugsaktien konnten zur Notiz.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Markt lag auf der ganzen Linie fest, das Geschäft war aber infolge des allgemein nur knappen Angebots klein. Weizen war zum Mühlenfestpreis glatt zu ver­kaufen, Roggen zog um 2 und Hafer bei fast feh­lendem Angebot sogar um 12,50 Mark per Tonne an. Kraftfuttermittel und Mühlennachfabrikate lagen durchschnittlich 0,25 bis 0,50 Mark höher, ebenso Rauhfuttermittel. Weizen 207, Roggen 185 nom., Hafer 200, Weizenmehl Type 563 Festpreisgebiet W X 28,90, do. Festpreisgebiet W VII 28,60, Rog­genmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII und R VI je 25,25, zu allen Mehlpreisen kommen 50 Pf. Frachtausgleich. Die Mehlpreise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 10 Tonnen frei Emp­fangsstation. Weizennachmehl IV B 16,50, Weizen- nachmehl 16, Weizenfuttermehl 12,25, Weizenkleie fein 11,25, grob 11,55, Roggennachmehl ohne An­gebot, Roggenfuttermehl 12,50, Roggenkleie 11,75, Soyaschrot 16,75, Palmkuchen 15,40, Erdnußkuchen ohne Angebot, Treber 15,75, Trockenschnitzel 12,25, Heu ohne Angebot, Weizen- und Roggenstroh draht­gepreßt 3, do. gebündelt 2,80. Kartoffeln: Erst­linge hiesiger Gegend 6,75 Mark verladbar am 18,6, verladbar am 19. und 20. 6. 6,50 Mark pro

Strompreissenkung beim RWE. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG., Essen, ermäßigt vom Juli 1934 ab den Lichtpreis in Gemeinden, in denen bisher 33% Pf. je Kilo­wattstunde erhoben wurden, auf 30 Pf. und in den Gemeinden, in denen bisher 38% Pf. erhoben wur­den, auf 34% Pf. Der Kraftpreis wird von 15% auf 14 Pf. bzw. von 18% auf 16 Pf. herabgesetzt. Mit der Preissenkung werden Abnehmer in einem Gebiet erfaßt, das den größten Teil der Rhein­provinz und große Teile der Provinz Westfalen, Hessen-Nassau, Hannover, Rheinhessen, sowie Teile von Oldenburg und des Saargebie­tes, d. h. über 10 v. H. der gesamten deutschen Gebietsfläche, umfaßt.

* Breuer-Werk AG., Frankfurt a. M- H ö ch st. Die GD. der Breuer-Werk AG., deren AK. von 1 Mill. Mark fast ganz der AG. Buderus ge­hört, hat die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Um der Belegschaft des seit über 60 Jahren be­stehenden Unternehmens in größtmöglichem Um­fange die Arbeitsplätze zu erhalten und um mit den weltbekannten Erzeugnissen des Breuer-Werkes am Markt zu bleiben, werden von AR. und Vor­stand beschleunigt Prüfungen vorgenommen mit dem Ziele, diejenigen Abteilungen in eine neue Gesellschaft einzubringen und fortzuführen, deren Weiterbetrieb im Breuer-Werk Frankfurt a. M- Höchst unter Vermeidung von Verlusten möglich ist.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Die Börse eröff­nete zum Wochenbeginn in überraschend stiller Hal­tung, nachdem man am Wochenende mit einem lebhafteren Geschäft, insbesondere am Rentenmarkt gerechnet hatte. Aber gerade hier war der Order­eingang verhältnismäßig klein, so daß auch die Ku­lisse etwas Zurückhaltung bekundete. Indessen er­halten sich die Hoffnungen auf eine baldige Konver­sion. Lebhaftes Geschäft hatten nur Reichsmark- Obligationen aus umgetauschten Dollar-Bonds, die von 1 bis 1,50 v. H. anzogen. Stahlverein-Bonds

lagen gut behauptet. ~ ~ ,

Im Verlaufe traten am Aktienmarkt Farben (plus 1,50 v.H.) und Bekula (plus 1 v. H.) und Harpener (plus 0,25 v.H.) stärker hervor, auch auf den übrigen Märkten ergaben sich meist kleine Bes­serungen, nur Daimler gingen um 0,40 v. H. zurück. Später war die Haltung sehr still und die Kurse bröckelten überwiegend leicht ab.

Auch am Rentenmarkt wurde das Geschäft sehr still und im Verlauf erzielte nochmalige Besse­rungen von 0,13 bis 0,25 v.H. gingen verloren. Reichsmark-Anleihen lagen durchschnittlich 0,50 v. H. niedriger. Von Stadtanleihen zogen Mainzer ca. 1,50 v. H. an, die übrigen waren meist behauptet. Städt. Schatzanweisungen, wie Frankfurter und Kölner, gewannen etwa 2 v. H. Pfandbriefe lagen ruhig und uneinheitlich bei kleinen Veränderungen. Pfälz. Hyp. Liquid, plus 0,90 v. H. Durchweg ge­sucht waren Industrie-Obligationen. Fremde Werte waren ruhig. Der Geldmarkt war sehr leicht, Tages­geld 3 v. H. nach zuletzt 3,25 v. H.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Die schon im Mittagsverkehr fühlbare Geschäftsstille hielt an der heutigen Abendbörse an. Man konstatierte nur einen kleinen Eingang von Publikumsaufträgen, während die Kulisse eher zu kleinen Gewinnmitnahmen ge­neigt schien, was insbesondere am Rentenmarkt in den heute mittag stärker befestigten Reichsmark- Obligationen der Fall war, die überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. nachgaben. Deutsche Anleihen lagen zwar ruhig, aber behauptet. Späte Reichs­schuldbuchforderungen gaben hingegen 0,13 v. H. nach. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen, soweit sie zur Notiz kamen, auf Mittagsbasis unverändert. Von Auslandsrenten notierten 4 v.H. Schweizer Bundesbahn-Anleihe von 1912 mit 159 behauptet, während von Schweizer Aktien IG. Chemie-Basel volle um 1 v. H. auf 186 zurückgingen..

Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung im Vergleich zum Berliner Schluß etwas ungleich­mäßig, meist waren die Kurse aber behauptet. Farbenindustrie unterlagen kleinen Schwankungen, Tarifwerte lagen sehr widerstandsfähig. Trotz des geringen Geschäfts war die Grundstimmung fest. U.a notierten: Neubesitzanleihe 23, Altbesitzanleihe 97, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 78,90, Reichsbank 159,50, Buderus 78, Gelsenkirchen 63,90, Harpener 108,50, Mannesmann 69,25, Rheinstahl 97,50, Stahlverein 42,90, Bemberg 70,25 bis 70,50, Conti Gummi 139,50, Scheideanstalt 210, Licht & Kraft 114,50, IG. Farben 149,25 bis 149,13 bis 149,50, Gesfürel 108,75, Lahmeyer 127,50,

Frankfurter iHetrcivebörfe.

EinOarmstädterArzt rettet zweiBuben vor dem Ertrinken.

LPD. Darmstadt, 18.Juni. Wie wichtig es ist, daß unsere gesamte Jugend schwimmen lernt, bewies ein aufregender Vorfall, der sich am Sams­tag am rechten Rheinufer zutrug. An der Sand­bank beim Schusterwörth zeltete eine Jugendgruppe aus Nauheim bei Groß-Gerau, und die Buben gin­gen auch sämtlich ins Wasser. Dabei verlor einer der Jungen plötzlich den Grund und wurde abge­trieben. Der etwa 16jährige Jugendführer eilte dem um Hilfe Rufenden sofort nach, aber, da er selbst nicht schwimmen konnte, sackte auch er ab, als es tiefer wurde, und rief nun seinerseits um Hilfe. Zum Glück war eine Badegesellschaft aus Darm­stadt anwesend, die sich eben zur Abfahrt fertig machte. Ein Arzt sprang entschlossen in voller Klei­dung den beiden nach und konnte als geschickter Schwimmer sie, die schon unter Wasser abgetrieben und gehörig Wasser geschluckt hatten, retten. Es ergab sich, daß keiner von der ganzen Ju­gendgruppe schwimmen konnte, aber sie versprachen feierlich, es schleunigst zu lernen.

Hauptversammlung des Hessischen Landesverbandes Evangelischer Männer-Bereinigungen.

dem Osten, vom Süden nach dem Norden in der He. 70" über Deutschland hinwegbraust.

Und nun der Rest der Strecke, der Rückflug. Wie mag das doch noch vor einem halben Jahr­hundert beschwerlich gewesen sein, von Frankfurt nach Berlin zu kommen. Und noch etwas weiter zurück da saß der Reisende in der wirklich nicht bequemen Postkutsche. Gerädert stieg er abends vor dem Gasthause aus, mit leichtern Grauen klet­terte er am andern Morgen in die Postchaise wieder hinein. Acht oder zehn Tage ging das so. Unsere Schwalbe" jedoch, die moderne Postkutsche mit ihren 660 Pferden, setzt uns schon nach etwa 80 Minuten wohl und sicher in Berlin ab. Was braucht sie auf Wegkrümmungen und Unebenheiten, auf tiefen Sand oder auf der Fahrbahn liegende Feldsteine Rücksicht zu nehmen? Thüringen und Anhalt lie­gen alsbald unter uns, wir stehen nach etwas mehr als einer Stunde über märkischem Gebiet, und herunter geht es aus den lichten Höhen. Die süd­lichen Vororte Berlins sind erreicht, deutlich sind die Straßenpassanten zu sehen, die fich die Hälse nach diesem neuen, bisher noch nicht gesehenen Vo­gel ausrecken. Wer weiß, was sich mancher bei den geheimnisvollen Riesenbuchstaben auf den grauen Flügeln gedacht hat, die an die Stelle der alten Ziffernbezeichnungen getreten sind, genau wie das schon seit langem im Ausland üblich ist. Aber Zett und Denken gibt es nicht, dieSchwalbe" ist schnel­ler, schon ist der Flughafen in Sicht, leicht geneigt geht sie nieder, setzt auf, wir sind wieder dort, wo wir vor wenigen Stunden einstiegen. Eine Riesen­schleife hat die wackere Maschine gezogen, hat einen gewaltigen Raum überwunden und uns gezeigt, daß sie'im Wettlauf mit der Zeit phantastische Lei­stungen hervorzubringen weiß. w. S.

LPD. Pfungstadt, 18. Juni. Unter großer Teilnahme der angeschlossenen 40 Verbandsvereine aus allen Teilen des Landes fand hier die elfte Jahreshauptversammlung des Hessischen Landes­verbandes Evangelischer Männervereinigungen statt. Die Dertretersitzung wurde von dem Vorsitzenden des Landesverbandes, Oberreallehrer Frank (Darmstadt), eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der MD. Pfungstadt, Herrn Lehrer Saal, erstattete der erste Schriftführer, Herr Dillmann, den Rechenschaftsbericht über das ab gelaufene Geschäftsjahr und die in Gießen im Jahre 1933 durchgeführte Jubiläumstagung. Der Kassenbericht, durch den Verbandsrechner Eichenauer (Arheilgen) erstattet, ergab einen befriedigenden Kassenabschluß. Anschließend be­grüßte Herr Professor Dr. Matthes namens des evangelischen Gemeindetages die Versammlung und wies auf die inneren Beziehungen beider Organisa­tionen hin, die sich zum Ziel gesetzt hätten, den innerkirchlichen, religiösen Auf- und Ausbau der Einzelgemeinden zu fördern. Nach einer Verhand­lungspause beriet man dann über die Gestaltung der zukünftigen Arbeiten.

Die Hauptversammlung am Sonntag wurde durch einen erhebenden Festgottesdienst eingeleitet, bei dem Herr Pfarrer Raith (Seeheim) die Predigt hielt. An der Hauptversammlung selbst nahmen etwa 500 Teilnehmer aus Pfungstadt, Darmstadt und den umliegenden Ortschaften teil. Oberreal­lehrer Frank begrüßte die Erschienenen, unter ihnen besonders die Ehrengäste Herrn Oberkirchen­rat und Propst Dr. Müller, der gleichzeitig den am Erscheinen verhinderten Landesbifchof Lic. Dr. Dietrich vertrat, die Vertreter der einzelnen Dekanate und den Vertreter des evangelischen Ge­meindetages, Herrn Professor Dr. Matth e s. In seinem Festvortrag führte Propst Dr. Müller aus, er wünsche, daß wieder eine Kirche mit dem Gefühl der Kameradschaft und der Volksgemein­schaft erstehe. Es müsse eine Klärung des evangelisch- christlichen Gottesbegriffes und des Erlöfergedan- kens geschaffen werden. Wer sich schuldig vor Gott bekenne, nur dem habe die Stunde der Freiheit vor Gott geschlagen. Zu fordern sei weiter die Pflege deutschen Volkstums und christlicher Heimat­sitte als Grundlage deutsch-christlicher Gesinnung. Nach dem mit großem Beifall ausgenommenen Vor­trag schloß der Landesverbandsvorsitzende die Tagung mit allseitigem Dank und einem Sieg-Heil auf den Führer.

sich um 0,40 v. H. erhöhen. Gefragt waren außer­dem einige städtische Schatzanweisungen. Am Aktien­markt war die Kursgestaltung etwas uneinheitlich, wenngleich Befestigungen überwogen. Stark beach­tet waren am Elektromarkt Siemens mit plus 5 v. H., ferner Gesfürel mit plus 3 v. H. und Be­kula mit plus 1,40 v. H. Schuckert und Elektr. Liefe­rungen bröckelten bis 0,75 v. H. ab. Bergwerksaktien blieben meist gut behauptet, etwas höher lagen Har­pener (plus 1 v. H.), Rheinstahl (plus 0,50 v.H.), Klöckner (plus 0,75 v.H.). Von Einzelwerten waren Reichsbankanteile 3 v.H., Cement Heidelberg auf den weiter erhöhten Absatz in der Zementindustrie 2 v.H. fester. Schiffahrtsaktien gingen bis 0,65 v.H. zurück. Don chemischen Werten lagen Farben, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl bis 0,25 v. H., Metallgesellschaft aber 1,75 v. H. höher. Im übrigen eröffneten Südd. Zucker 0,75 v.H., Aku 0,50 v. H. höher, dagegen Bemberg 0,25 v. H. und Daimler 013 v.H. niedriger, letztere blieben also von der weiteren Besserung im Kraftwagenabsatz unberührt. Zellstoffpapiere, Bauaktien sowie Deutsche Linoleum

Oer Reichsbankausweis für die zweite Zuniwoche.

Im weiteren Verlauf des Juni sind lt. Reichs­bankausweis für die zweite Juniwoche die Rückflüsse an die Reichsbank nur sehr zögernd eingelaufen. Don der gesamten Inanspruchnahme zum Ultimo Mai in der Höhe von 329,7 Millionen RM. sind bisher nur 143 Millionen RM. zugeflossen, also etwa 43 v. H., während in der Mitte des Vor­monats die Rückflüsse 61 v. H. und Mitte März 78 v.H. der jeweiligen Inanspruchnahme des vor­hergehenden Monatswechsels betragen hatten. Im einzelnen sind die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 32 auf 3066 Millionen Reichsmark und an Reichsschatzwechseln um 9,3 auf 15,8 Millionen RM. zurückgegangen; die Lombardforderungen blie­ben mit 79 Millionen RM. ziemlich unverändert. Deckungsfähige Wertpapiere stiegen weiter um 5 Millionen auf 328 Millionen RM. An Reichbank­noten und Rentenbankscheinen sind zusammen 24 Millionen RM. in die Reichsbankkassen zurückge­flossen. Der Reichsbanknotenumlauf hat sich auf 3486 und der Rentenbankscheinumlauf um 1 Mil­lion auf 347 Millionen RM. vermindert. An Scheidemünzen flössen 15 Millionen RM. in die Reichsbankkassen zurück. Der Bestand an Scheide­münze hat sich auf 251 Mill. RM. erhöht, wobei zu berücksichtigen ist, daß rund 7 Mill. RM. neu aus­geprägt und 13 Mill. RM. wieder eingezogen wurden.

In Verbindung mit weiteren Rückzahlungen auf den Reichskredit haben sich die sonstigen Aktiven um 33 auf 555 Mill. RM. ermäßigt. Girooerbind- lichkeiten ermäßigten sich gleichzeitig um 46 auf 478 Mill. Reichsmark. Die Schrumpfung des Gold- und Devisenbestandes hat sich in verstärktem Maße fort­gesetzt. Er ging insgesamt um 20 Mill, auf rund 100 Mill. RM. zurück. Der Goldbestand ermäßigte sich um 17 auf 94 Mill. RM., der Bestand an oeckungsfähigen Devisen um 3 auf 6 Mill. RM. In der Berichtswoche mußten rund 5 Mill. RM. für den Zinsendienst der Pounganleihe bereitgestellt werden. Das Deckungsverhältnis ging infolgedessen weiter von 3,4 auf 2,9 v. H. zurück. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf beträgt 5403 Mill. RM., die Spanne gegenüber dem Vorjahr hat sich etwas er­höht. Der Zahlungsmittelumlauf ist jetzt um rund 180 Millionen Reichsmark höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Eine Beichsgruppe Industrie der Deutschen Wirtschaft, Bezirk Hesten.

In einer außerordentlichen Mitgliederversamm­lung des Verbandes Mitteldeutscher Industrieller, Sitz Frankfurt a. M., und in der gleichzeitig tagenden Mitgliederversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten- Vereins , Sitz Mainz, wurde zur Gründung der Reichsgruppe Jndu st rie der Deutschen Wirtschaft, Bezirk Hessen, Sitz Frank­furt a.M., geschritten. Vorsitzender der neuen Reichsgruppe Industrie ist Präsident Dr. Carl

schien, bis dann eines Tages das mit einem 660 PS. starken BMW.-Motor ausgerüstete Flugzeua fix und fertig dastand. Schlank ist der Rumpf, im Querschnitt oval. Nichts geht nach außen, keine Türklinke, kein Vorsprung. Alles ist darauf abge­stellt, neben einer gefälligen Form dafür zu sorgen, daß der Luft nirgends ein Widerstand gegeben wird. Bis zu 360 Kilometer können aus dem gewaltigen Motor herausgeholt werden. Die Reisegeschwindigkeit liegt jedoch bei 320 Kilometer, also bei etwa fünf Kilometer in d e r Mi­nute.

Doch weiter geht es, die andere Hälfte des Rund­fluges folgt. Wieder bleibt die Rasenfläche des Flughafens unter uns, höher und höher steigt die Maschine, wir winken dem Dom einen Abschieds­gruß zu, dieSchwalbe" folgt noch ein paar Minu­ten dem Lauf des Rheins, dann verläßt er uns, denn unser direkter Weg nach Frankfurt verläuft in anderer Rchtung. Wir lassen das Siebengebirge seitlich liegen, stehen bald über Siegburg, nicht lange danach folgt Limburg an der Lahn, der Taunus reckt sich vor uns auf, über feine dichten Waldungen geht es hinweg und auf der anderen Seite schon wieder herunter. Frankfurt am Main! Und das in nur 35 Minuten. Für den Geschäftsreisenden ist diese Verbindung in der Tat eine fabelhafte Ein­richtung. Sie schlägt Brücken zwischen den wichtig­sten Industrie- und Wirtschaftsgebieten des Reiches, sie wird, so hoffen wir, alsbald auch nach Ostpreu­ßen und Oberfchlefien ausgebaut werden. Je aus­gedehnter der Blitzstreckenverkehr ist, desto leichter wird es auch sein, im Ausland neue Luft- reisende zu gewinnen. Man bedenke doch nur, wie­viel Zeit ein Reisender gegenüber früher spart, wenn er eines Tages nicht in Stunden, sondern in einer größeren Minutenzahl vom Westen nach

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frank,un a. JJl

Berlin

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Schluß* furri

Schluß«. Abend» dörfe

Schluß» hird

Schluß«, mittag» bStte

Schluß- turs

Schluß«. Abend» böric

Schluß» für«

Schlußk. Mittag- dürfe

Datum

16-6 I

18-6

16.6-

18.6.

Datum

16.6.

18.6.

16-6.

18.6-

% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

96,5 |

96,5

96,2

4% desgl. Serie II...........

8

8

7,65

«% etjem.7% Dt. RcichSanl. v. 1929

99,55

99,55

99,7

99,7

6% Rumän. vereinst. Rente v. 1903

4,25

4,25

4,25

Doung-Anlethe von 1930 .

91,75

91,75

90,65

91,5

4y,%Ruinän.vereinh.Rentev.lS13

6,4

6,5

6,55

Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit

4% Rumänische vereinst. Rente ..

3,9

3,9

3,85

Auslos.-Rechten ............

97,13

97

94,4

97,13

2%% Anatolier.............

35,25

35,5

35,65

35,65

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......

23,2

23

23

23

6% et)cm.8% Hess. Bollsstaat 1929

91

91

89,75

Hamvurg-Amertka-Pakei ..... o

28

27,9

27,9

(rückzahlb. 102°/«») ............

91,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

24,5

% Hess. LandeSbanl Darmstadt Sold ÖL 13..................

90,75

90,75

90,5

90,5

Hansa-Dampfschtff........... 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

33,9

33,25

34,13

33,4

6y.% Hess. Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Ltaut.........

89

89,5

A.Ä für Verkehrswesen Akt. .. 0

60,25

61,5

60,5

63,5

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

87

87

88

88,5

vberhessen Provinz-Anleih« mit

97

Commerz- und Prioat-Bank .. 0

52,25

53

52,5

52,5

Auslos.-Rechten .............

96

Deutsche Bank und Dis conto-

Deutsche Komm. Eammelabl. An-

96,75

95,75

93,75

95

Gejellschafi................ o

59,25

62,5

59,75

61,25

leide Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

Dresdner Bank.............. 0

64,5

66

64,5

66

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

90,25

90,25

90,5

Reichsbank ........ 12

157,65

159,5

155

159,5

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

90

1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

90,25

90,25

A.«.G.......................

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

24,65

24,75

24,65

«y.% ebem. V/x% Franks. Hyp.- Bank-Ltqiu-Psandortese.....

89,13

88,9

Bekula......................

Zekt^LieserungSgesestschaft..' 6

138,65

86,5

141,9

88

136,25

86,5

142

88,4

1^1% ehem. <yx% Rheinische

90,75

Licht und Kraft g

112,65

114,5

110,75

114,5

Hyp.-Bank-Ltgu. »Goldpse.....

90,25

Felten & Guilleaume....... 0

66,25

66

64

65,75

<% ehem. 8% Pr. LandeSpsank»

94

94

94

BeseUsch.f.lLlektr.Unternehmung. 6

104,25

108,75

105,13

108,75

öriesanstalt, Psandbrtese ÖL 19

94

Rheinische Elektrizität ..... 5

100,25

100,25

98,5

102

6% ehern. 7% Pr. Lanverpfänd- briefanslalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

Schuckert LEo........ 5

94,25

94

93,5

94,25

94

94

Siemens S Halske.......... 7

144,5

148,5

145

149,5

Gteuergutsch. BerrechnunaSkur»..

100,4

100

100,4

Labmever S Eo............. 10

127,5

127,5

122

127,75

i% Oesterrrichtsche Goldrentr ....

4,20% Oesterreichische SUberrente

25

26

1,25

76,75

78

76,75

I 78,4

1,1

1,1

Deutsche Erdöl ...............

122,25

122

123,5

122

4% Ungarische Goldrente ......

7,6

7,7

7,65

Gelsenkirchener................

64,5

63,9

64,5

I 64,4

4% Ungarische StoalSrente v. 191(

7

7

Harpener .................. c

Hoesch EisenKöln-Reuessen .

107,9

108,5

108,25

108,65

4tz% desgl. von 1913 ......

7,15

7,15

7,13

7,13

76

76,5

6% abgest. Goldmexikaner von 99

8,85

8,75

8,75

8,65

Hlse Bergbau ......... <

159

156,75

4% Türkische Zoll anleihe von 191:

7,75

7,75

7,6

Alse Bergbau Genüsse........ 1

123

124,5

124

125

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Klöcknerwerke ..............

Mannesmann. Rühre»........

71

71

71,65

| 72,13

Serie I.....................

8

8

**

69,25

69,25

68,9

1 69

Srantfun a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. lu.

Schluß- lurü

Schluß«. Abend­börse

Schluß» lurs

Schluß« Minag- börse

16-Juni

18-Juni

Amtliche Notierung

<$elb | Brie«

Amtliche Notierung

Datum

16.6

18.6.

16-6.

18-6.

Geld

Brie'

Buenos Atrec Brüssel.....

Rio De Jan. . Sofia......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

Heljingfors.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Japan......

Jugoslawien Oslo.....:

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz ....

Spanien.... Prag.......

Budapest ... Neuyork...

0,613

58,59 0,159

3,047

56,47

81,60

12,645

5,589

16,50

169,73

21,63 0,751

5.664

63,57

47,95

11,52

65,20

81,45

34,32

10,44

2,507

0,617

58,71

0,161

3,053

56,59

81,76

12,675

5,601

16,54

170,07

21,67 0,753

5,676

63,69

48,05

11,54

65,34

81,61

34,38

10,46

2,513

Vanknoter

0,618

58,53 0,179

3,047

56,49

81,67

12,650

5,594

16,50

169,73

21,65 0,751

5,664

63,56

48,45

11,53

65,20

81,42

34,34

10,44

2,507

t.

0,622 58,65 0,181 3,053 56,61 81,83

12,680 5,606 16,54

170,07 21,69 0,753 5,676 63,68 48,55 11,57 65,34 81,58 34,40

10,46

2,513

Mansfeld» Bergbau.........0

Kokswerke ................. 0

Pdonix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rbeinstahl ...............0

Bereinigte Stahlwerke........ 0

Olavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....iyt

3. G. Farben-Jnousme....... 1

Schetdeanstall...............8

Goldschmidt ................0

Rütgerswerke ........... 0

Metallgeiellschast.............0

Philipp Holzmann ....... 0

Zementwerk Heidelberg-..... 0

iementtped Karlstad!......... 0

Schultheis Patzenhoser .......0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. «

Bemberg -. ...........0

Zellitofs Waldhos ............0

Zellstoff Aschassenburg .......C

Dessauer Gas ............. 7

Daimler Motoren ............ <

Deutsche Linoleum ...........0

Lrenstein L Koppel ..........0

Leonhard Tietz ..............0

Ebade........... ..10

Arrumulatoren-Fabrü........ < äonti^tznmmt......... 0

Gritzner................. <

Mainkraftwerke Höchst O-SL... <

Süddeutscher Zucker ......... 1

79,5 :

50,5

238,5

96,75

43

14,75

122

121,5

163

147,9

209,25

68,9

40,75

86,5

61

108

63

70,25

50

48,5

50,25

64,65

21

183

188,5

138,5

1 24

73

179

78,75

237,5

97,5

42,9

14,75

123,5

121,75

166

149,5

210

69,25

41,65

88

110

64

70,5

50

48

49,9 64,75

21,25

187,5

188,5

139,5

74,5 I 179,5

78,5

99,9

50,5

237

97,13

43,5

14,65

122,4

124,9

160

147

68,25

40,4

88

110,75

63,4

70,25

49,5

47,5

131,5 48,75

64,75

65

20,65 188 185 140

I =

79

98,25

50

236,5

97,75

42,9

14,75

123

123

167

149,5

69,75 41,13

87,25

111,25

64,25

70,25

49,65

47,5

133,25

49,5

65

67

21,13

189,5

187

139,5

I 23,5

I 180

Berlin, 18-Juni

Seid

Brief

Amerikanische Roten..............

Belgische Roten..................

Dänische Roten .................

Englische Roten .................

Französische Roten ...............

Norwegische Noten ......./,

Deutsch Oesterreich. * 100 Schilling Rumänische Noten...............

Ungarische Note» ............

2,46

58,37

56,34

12,605

16,46

169,31

21,53

63,39

65,04

81,24

34,20

2,48

58,61

56,56

12,665

16,52

169,99

21,61

63,65

65,30

81,56

34,34