Wirtschaft
L üe r. Die Gruppe umfaßt die Industrie des gesamten Treuhänderbezirks Hessen. Zweck ist die Forderung ihrer gemeinsamen Belange, die Wahrung ihrer Standesehre und die Durchführung einer einheitlichen nationalen Wirtschaftspolitik. Durch enge Fühlungnahme mit den Betrieben sorgt die Bezirksgruppe für* Ausgleich und Förderung der berechtigten Wirtfchaftsdelange ihrer Mitglieder und vermittelt der Reichsgruppe Industrie sowie den Behörden die Erfahrungen und Wünsche der Industrie ihres Bezirks. Ihren Mitgliedsfirmen gewährt die Bezirksgruppe in allen wirtschaftlichen Fragen sowie den ihr vom Führer der Reichsgruppe Industrie oder von den Behörden übertragenen Aufgaben Beratung und Betreuung.
50 Kilogramm ab Hess.-Rass. Station. Alte Kartoffeln waren ohne Angebot und kamen nicht mehr
Frankfurter Schlachtvieljmarkt.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Auftrieb: Rinder insgesamt 1931 (gegen 1327 am letzten Montagsmarkt) darunter befanden sich 569 Ochsen, 172 Bullen, 556 Kühe und 634 Färsen, Kälber 559 (622), Hammel 14 (32), Schafe 24 (4), Schweine 4231 (3982). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 33, b) 29 bis 32, c) 26 bis 28, d) 22 bis 25; Bullen a) 28 bis 29, b) 26 bis 27, c) 24 bis 25; Kühe a) 27 bis 28, b) 23 bis 26, c) 18 bis 22, d) 11 bis 17; Färsen a) 33 bis 34, b) 31 bis 32, c) 27 bis 30, d) 21 bis 26; Kälber a) 48 bis 50, b) 43 bis 47, c) 34 bis 42, d) 24 bis 33; Lämmer und Hammel bl) Stallmasthammel 34 bis 36. Schafe nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 40 bis 43, b) 39 bis 43, c) 39 bis 43, d) 36 bis 42, gl) 33 bis 37, g2) 30 bis 32. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt gaben Rinder durchweg um. 2 bis 3 Mark, Kälber 3 bis 5 Mark nach, Schweine zogen um 1 Mark an, Hammel waren behauptet. Marktoerlauf: Rinder schleppend, großer Uederstand. Kälber, Hammel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine anfangs mittelmäßig, später abflauend, nahezu ausverkauft.
gewannen 1 o. H Don deutschen Anleihen waren Altbesitz mit plus 0,40 v. H besser beachtet als Neubesitz, die mit 23,20 bei kleinem Geschäft nur behauptet waren, ebenso späte Schuldbuchforderungen zu 93,40 v. H. Reichsbahn-Dorzugsaktien konnten zur Notiz.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Markt lag auf der ganzen Linie fest, das Geschäft war aber infolge des allgemein nur knappen Angebots klein. Weizen war zum Mühlenfestpreis glatt zu verkaufen, Roggen zog um 2 und Hafer bei fast fehlendem Angebot sogar um 12,50 Mark per Tonne an. Kraftfuttermittel und Mühlennachfabrikate lagen durchschnittlich 0,25 bis 0,50 Mark höher, ebenso Rauhfuttermittel. Weizen 207, Roggen 185 nom., Hafer 200, Weizenmehl Type 563 Festpreisgebiet W X 28,90, do. Festpreisgebiet W VII 28,60, Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII und R VI je 25,25, zu allen Mehlpreisen kommen 50 Pf. Frachtausgleich. Die Mehlpreise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 10 Tonnen frei Empfangsstation. Weizennachmehl IV B 16,50, Weizen- nachmehl 16, Weizenfuttermehl 12,25, Weizenkleie fein 11,25, grob 11,55, Roggennachmehl ohne Angebot, Roggenfuttermehl 12,50, Roggenkleie 11,75, Soyaschrot 16,75, Palmkuchen 15,40, Erdnußkuchen ohne Angebot, Treber 15,75, Trockenschnitzel 12,25, Heu ohne Angebot, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3, do. gebündelt 2,80. Kartoffeln: Erstlinge hiesiger Gegend 6,75 Mark verladbar am 18,6, verladbar am 19. und 20. 6. 6,50 Mark pro
♦ Strompreissenkung beim RWE. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG., Essen, ermäßigt vom Juli 1934 ab den Lichtpreis in Gemeinden, in denen bisher 33% Pf. je Kilowattstunde erhoben wurden, auf 30 Pf. und in den Gemeinden, in denen bisher 38% Pf. erhoben wurden, auf 34% Pf. Der Kraftpreis wird von 15% auf 14 Pf. bzw. von 18% auf 16 Pf. herabgesetzt. Mit der Preissenkung werden Abnehmer in einem Gebiet erfaßt, das den größten Teil der Rheinprovinz und große Teile der Provinz Westfalen, Hessen-Nassau, Hannover, Rheinhessen, sowie Teile von Oldenburg und des Saargebietes, d. h. über 10 v. H. der gesamten deutschen Gebietsfläche, umfaßt.
* Breuer-Werk AG., Frankfurt a. M- H ö ch st. Die GD. der Breuer-Werk AG., deren AK. von 1 Mill. Mark fast ganz der AG. Buderus gehört, hat die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Um der Belegschaft des seit über 60 Jahren bestehenden Unternehmens in größtmöglichem Umfange die Arbeitsplätze zu erhalten und um mit den weltbekannten Erzeugnissen des Breuer-Werkes am Markt zu bleiben, werden von AR. und Vorstand beschleunigt Prüfungen vorgenommen mit dem Ziele, diejenigen Abteilungen in eine neue Gesellschaft einzubringen und fortzuführen, deren Weiterbetrieb im Breuer-Werk Frankfurt a. M- Höchst unter Vermeidung von Verlusten möglich ist.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Die Börse eröffnete zum Wochenbeginn in überraschend stiller Haltung, nachdem man am Wochenende mit einem lebhafteren Geschäft, insbesondere am Rentenmarkt gerechnet hatte. Aber gerade hier war der Ordereingang verhältnismäßig klein, so daß auch die Kulisse etwas Zurückhaltung bekundete. Indessen erhalten sich die Hoffnungen auf eine baldige Konversion. Lebhaftes Geschäft hatten nur Reichsmark- Obligationen aus umgetauschten Dollar-Bonds, die von 1 bis 1,50 v. H. anzogen. Stahlverein-Bonds
lagen gut behauptet. ~ ~ ,
Im Verlaufe traten am Aktienmarkt Farben (plus 1,50 v.H.) und Bekula (plus 1 v. H.) und Harpener (plus 0,25 v.H.) stärker hervor, auch auf den übrigen Märkten ergaben sich meist kleine Besserungen, nur Daimler gingen um 0,40 v. H. zurück. Später war die Haltung sehr still und die Kurse bröckelten überwiegend leicht ab.
Auch am Rentenmarkt wurde das Geschäft sehr still und im Verlauf erzielte nochmalige Besserungen von 0,13 bis 0,25 v.H. gingen verloren. Reichsmark-Anleihen lagen durchschnittlich 0,50 v. H. niedriger. Von Stadtanleihen zogen Mainzer ca. 1,50 v. H. an, die übrigen waren meist behauptet. Städt. Schatzanweisungen, wie Frankfurter und Kölner, gewannen etwa 2 v. H. Pfandbriefe lagen ruhig und uneinheitlich bei kleinen Veränderungen. Pfälz. Hyp. Liquid, plus 0,90 v. H. Durchweg gesucht waren Industrie-Obligationen. Fremde Werte waren ruhig. Der Geldmarkt war sehr leicht, Tagesgeld 3 v. H. nach zuletzt 3,25 v. H.
Frankfurter Abendbörse behauptet.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Die schon im Mittagsverkehr fühlbare Geschäftsstille hielt an der heutigen Abendbörse an. Man konstatierte nur einen kleinen Eingang von Publikumsaufträgen, während die Kulisse eher zu kleinen Gewinnmitnahmen geneigt schien, was insbesondere am Rentenmarkt in den heute mittag stärker befestigten Reichsmark- Obligationen der Fall war, die überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. nachgaben. Deutsche Anleihen lagen zwar ruhig, aber behauptet. Späte Reichsschuldbuchforderungen gaben hingegen 0,13 v. H. nach. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen, soweit sie zur Notiz kamen, auf Mittagsbasis unverändert. Von Auslandsrenten notierten 4 v.H. Schweizer Bundesbahn-Anleihe von 1912 mit 159 behauptet, während von Schweizer Aktien IG. Chemie-Basel volle um 1 v. H. auf 186 zurückgingen..
Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung im Vergleich zum Berliner Schluß etwas ungleichmäßig, meist waren die Kurse aber behauptet. Farbenindustrie unterlagen kleinen Schwankungen, Tarifwerte lagen sehr widerstandsfähig. Trotz des geringen Geschäfts war die Grundstimmung fest. U.a notierten: Neubesitzanleihe 23, Altbesitzanleihe 97, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 78,90, Reichsbank 159,50, Buderus 78, Gelsenkirchen 63,90, Harpener 108,50, Mannesmann 69,25, Rheinstahl 97,50, Stahlverein 42,90, Bemberg 70,25 bis 70,50, Conti Gummi 139,50, Scheideanstalt 210, Licht & Kraft ■ 114,50, IG. Farben 149,25 bis 149,13 bis 149,50, Gesfürel 108,75, Lahmeyer 127,50,
Frankfurter iHetrcivebörfe.
EinOarmstädterArzt rettet zweiBuben vor dem Ertrinken.
LPD. Darmstadt, 18.Juni. Wie wichtig es ist, daß unsere gesamte Jugend schwimmen lernt, bewies ein aufregender Vorfall, der sich am Samstag am rechten Rheinufer zutrug. An der Sandbank beim Schusterwörth zeltete eine Jugendgruppe aus Nauheim bei Groß-Gerau, und die Buben gingen auch sämtlich ins Wasser. Dabei verlor einer der Jungen plötzlich den Grund und wurde abgetrieben. Der etwa 16jährige Jugendführer eilte dem um Hilfe Rufenden sofort nach, aber, da er selbst nicht schwimmen konnte, sackte auch er ab, als es tiefer wurde, und rief nun seinerseits um Hilfe. Zum Glück war eine Badegesellschaft aus Darmstadt anwesend, die sich eben zur Abfahrt fertig machte. Ein Arzt sprang entschlossen in voller Kleidung den beiden nach und konnte als geschickter Schwimmer sie, die schon unter Wasser abgetrieben und gehörig Wasser geschluckt hatten, retten. Es ergab sich, daß keiner von der ganzen Jugendgruppe schwimmen konnte, aber sie versprachen feierlich, es schleunigst zu lernen.
Hauptversammlung des Hessischen Landesverbandes Evangelischer Männer-Bereinigungen.
dem Osten, vom Süden nach dem Norden in der He. 70" über Deutschland hinwegbraust.
Und nun der Rest der Strecke, der Rückflug. — Wie mag das doch noch vor einem halben Jahrhundert beschwerlich gewesen sein, von Frankfurt nach Berlin zu kommen. Und noch etwas weiter zurück da saß der Reisende in der wirklich nicht bequemen Postkutsche. Gerädert stieg er abends vor dem Gasthause aus, mit leichtern Grauen kletterte er am andern Morgen in die Postchaise wieder hinein. Acht oder zehn Tage ging das so. Unsere Schwalbe" jedoch, die moderne Postkutsche mit ihren 660 Pferden, setzt uns schon nach etwa 80 Minuten wohl und sicher in Berlin ab. Was braucht sie auf Wegkrümmungen und Unebenheiten, auf tiefen Sand oder auf der Fahrbahn liegende Feldsteine Rücksicht zu nehmen? Thüringen und Anhalt liegen alsbald unter uns, wir stehen nach etwas mehr als einer Stunde über märkischem Gebiet, und herunter geht es aus den lichten Höhen. Die südlichen Vororte Berlins sind erreicht, deutlich sind die Straßenpassanten zu sehen, die fich die Hälse nach diesem neuen, bisher noch nicht gesehenen Vogel ausrecken. Wer weiß, was sich mancher bei den geheimnisvollen Riesenbuchstaben auf den grauen Flügeln gedacht hat, die an die Stelle der alten Ziffernbezeichnungen getreten sind, genau wie das schon seit langem im Ausland üblich ist. Aber Zett und Denken gibt es nicht, die „Schwalbe" ist schneller, schon ist der Flughafen in Sicht, leicht geneigt geht sie nieder, setzt auf, wir sind wieder dort, wo wir vor wenigen Stunden einstiegen. Eine Riesenschleife hat die wackere Maschine gezogen, hat einen gewaltigen Raum überwunden und uns gezeigt, daß sie'im Wettlauf mit der Zeit phantastische Leistungen hervorzubringen weiß. w. S.
LPD. Pfungstadt, 18. Juni. Unter großer Teilnahme der angeschlossenen 40 Verbandsvereine aus allen Teilen des Landes fand hier die elfte Jahreshauptversammlung des Hessischen Landesverbandes Evangelischer Männervereinigungen statt. Die Dertretersitzung wurde von dem Vorsitzenden des Landesverbandes, Oberreallehrer Frank (Darmstadt), eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der MD. Pfungstadt, Herrn Lehrer Saal, erstattete der erste Schriftführer, Herr Dillmann, den Rechenschaftsbericht über das ab gelaufene Geschäftsjahr und die in Gießen im Jahre 1933 durchgeführte Jubiläumstagung. Der Kassenbericht, durch den Verbandsrechner Eichenauer (Arheilgen) erstattet, ergab einen befriedigenden Kassenabschluß. Anschließend begrüßte Herr Professor Dr. Matthes namens des evangelischen Gemeindetages die Versammlung und wies auf die inneren Beziehungen beider Organisationen hin, die sich zum Ziel gesetzt hätten, den innerkirchlichen, religiösen Auf- und Ausbau der Einzelgemeinden zu fördern. Nach einer Verhandlungspause beriet man dann über die Gestaltung der zukünftigen Arbeiten.
Die Hauptversammlung am Sonntag wurde durch einen erhebenden Festgottesdienst eingeleitet, bei dem Herr Pfarrer Raith (Seeheim) die Predigt hielt. An der Hauptversammlung selbst nahmen etwa 500 Teilnehmer aus Pfungstadt, Darmstadt und den umliegenden Ortschaften teil. Oberreallehrer Frank begrüßte die Erschienenen, unter ihnen besonders die Ehrengäste Herrn Oberkirchenrat und Propst Dr. Müller, der gleichzeitig den am Erscheinen verhinderten Landesbifchof Lic. Dr. Dietrich vertrat, die Vertreter der einzelnen Dekanate und den Vertreter des evangelischen Gemeindetages, Herrn Professor Dr. Matth e s. In seinem Festvortrag führte Propst Dr. Müller aus, er wünsche, daß wieder eine Kirche mit dem Gefühl der Kameradschaft und der Volksgemeinschaft erstehe. Es müsse eine Klärung des evangelisch- christlichen Gottesbegriffes und des Erlöfergedan- kens geschaffen werden. Wer sich schuldig vor Gott bekenne, nur dem habe die Stunde der Freiheit vor Gott geschlagen. Zu fordern sei weiter die Pflege deutschen Volkstums und christlicher Heimatsitte als Grundlage deutsch-christlicher Gesinnung. Nach dem mit großem Beifall ausgenommenen Vortrag schloß • der Landesverbandsvorsitzende die Tagung mit allseitigem Dank und einem Sieg-Heil auf den Führer.
sich um 0,40 v. H. erhöhen. Gefragt waren außerdem einige städtische Schatzanweisungen. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung etwas uneinheitlich, wenngleich Befestigungen überwogen. Stark beachtet waren am Elektromarkt Siemens mit plus 5 v. H., ferner Gesfürel mit plus 3 v. H. und Bekula mit plus 1,40 v. H. Schuckert und Elektr. Lieferungen bröckelten bis 0,75 v. H. ab. Bergwerksaktien blieben meist gut behauptet, etwas höher lagen Harpener (plus 1 v. H.), Rheinstahl (plus 0,50 v.H.), Klöckner (plus 0,75 v.H.). Von Einzelwerten waren Reichsbankanteile 3 v.H., Cement Heidelberg auf den weiter erhöhten Absatz in der Zementindustrie 2 v.H. fester. Schiffahrtsaktien gingen bis 0,65 v.H. zurück. Don chemischen Werten lagen Farben, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl bis 0,25 v. H., Metallgesellschaft aber 1,75 v. H. höher. Im übrigen eröffneten Südd. Zucker 0,75 v.H., Aku 0,50 v. H. höher, dagegen Bemberg 0,25 v. H. und Daimler 013 v.H. niedriger, letztere blieben also von der weiteren Besserung im Kraftwagenabsatz unberührt. Zellstoffpapiere, Bauaktien sowie Deutsche Linoleum
Oer Reichsbankausweis für die zweite Zuniwoche.
Im weiteren Verlauf des Juni sind lt. Reichsbankausweis für die zweite Juniwoche die Rückflüsse an die Reichsbank nur sehr zögernd eingelaufen. Don der gesamten Inanspruchnahme zum Ultimo ■ Mai in der Höhe von 329,7 Millionen RM. sind bisher nur 143 Millionen RM. zugeflossen, also etwa 43 v. H., während in der Mitte des Vormonats die Rückflüsse 61 v. H. und Mitte März 78 v.H. der jeweiligen Inanspruchnahme des vorhergehenden Monatswechsels betragen hatten. Im einzelnen sind die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 32 auf 3066 Millionen Reichsmark und an Reichsschatzwechseln um 9,3 auf 15,8 Millionen RM. zurückgegangen; die Lombardforderungen blieben mit 79 Millionen RM. ziemlich unverändert. Deckungsfähige Wertpapiere stiegen weiter um 5 Millionen auf 328 Millionen RM. An Reichbanknoten und Rentenbankscheinen sind zusammen 24 Millionen RM. in die Reichsbankkassen zurückgeflossen. Der Reichsbanknotenumlauf hat sich auf 3486 und der Rentenbankscheinumlauf um 1 Million auf 347 Millionen RM. vermindert. An Scheidemünzen flössen 15 Millionen RM. in die Reichsbankkassen zurück. Der Bestand an Scheidemünze hat sich auf 251 Mill. RM. erhöht, wobei zu berücksichtigen ist, daß rund 7 Mill. RM. neu ausgeprägt und 13 Mill. RM. wieder eingezogen wurden.
In Verbindung mit weiteren Rückzahlungen auf den Reichskredit haben sich die sonstigen Aktiven um 33 auf 555 Mill. RM. ermäßigt. Girooerbind- lichkeiten ermäßigten sich gleichzeitig um 46 auf 478 Mill. Reichsmark. Die Schrumpfung des Gold- und Devisenbestandes hat sich in verstärktem Maße fortgesetzt. Er ging insgesamt um 20 Mill, auf rund 100 Mill. RM. zurück. Der Goldbestand ermäßigte sich um 17 auf 94 Mill. RM., der Bestand an oeckungsfähigen Devisen um 3 auf 6 Mill. RM. In der Berichtswoche mußten rund 5 Mill. RM. für den Zinsendienst der Pounganleihe bereitgestellt werden. Das Deckungsverhältnis ging infolgedessen weiter von 3,4 auf 2,9 v. H. zurück. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf beträgt 5403 Mill. RM., die Spanne gegenüber dem Vorjahr hat sich etwas erhöht. Der Zahlungsmittelumlauf ist jetzt um rund 180 Millionen Reichsmark höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
Eine Beichsgruppe Industrie der Deutschen Wirtschaft, Bezirk Hesten.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes Mitteldeutscher Industrieller, Sitz Frankfurt a. M., und in der gleichzeitig tagenden Mitgliederversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten- Vereins , Sitz Mainz, wurde zur Gründung der Reichsgruppe Jndu st rie der Deutschen Wirtschaft, Bezirk Hessen, Sitz Frankfurt a.M., geschritten. Vorsitzender der neuen Reichsgruppe Industrie ist Präsident Dr. Carl
schien, bis dann eines Tages das mit einem 660 PS. starken BMW.-Motor ausgerüstete Flugzeua fix und fertig dastand. Schlank ist der Rumpf, im Querschnitt oval. Nichts geht nach außen, keine Türklinke, kein Vorsprung. Alles ist darauf abgestellt, neben einer gefälligen Form dafür zu sorgen, daß der Luft nirgends ein Widerstand gegeben wird. Bis zu 360 Kilometer können aus dem gewaltigen Motor herausgeholt werden. Die Reisegeschwindigkeit liegt jedoch bei 320 Kilometer, also bei etwa fünf Kilometer in d e r Minute.
Doch weiter geht es, die andere Hälfte des Rundfluges folgt. Wieder bleibt die Rasenfläche des Flughafens unter uns, höher und höher steigt die Maschine, wir winken dem Dom einen Abschiedsgruß zu, die „Schwalbe" folgt noch ein paar Minuten dem Lauf des Rheins, dann verläßt er uns, denn unser direkter Weg nach Frankfurt verläuft in anderer Rchtung. Wir lassen das Siebengebirge seitlich liegen, stehen bald über Siegburg, nicht lange danach folgt Limburg an der Lahn, der Taunus reckt sich vor uns auf, über feine dichten Waldungen geht es hinweg und auf der anderen Seite schon wieder herunter. Frankfurt am Main! Und das in nur 35 Minuten. Für den Geschäftsreisenden ist diese Verbindung in der Tat eine fabelhafte Einrichtung. Sie schlägt Brücken zwischen den wichtigsten Industrie- und Wirtschaftsgebieten des Reiches, sie wird, so hoffen wir, alsbald auch nach Ostpreußen und Oberfchlefien ausgebaut werden. Je ausgedehnter der Blitzstreckenverkehr ist, desto leichter wird es auch sein, im Ausland neue Luft- reisende zu gewinnen. Man bedenke doch nur, wieviel Zeit ein Reisender gegenüber früher spart, wenn er eines Tages nicht in Stunden, sondern in einer größeren Minutenzahl vom Westen nach
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frank,un a. JJl
Berlin
Frankfurt a. Ul.
Berlin
Schluß* furri
Schluß«. Abend» dörfe
Schluß» hird
Schluß«, mittag» bStte
Schluß- turs
Schluß«. Abend» böric
Schluß» für«
Schlußk. Mittag- dürfe
Datum
16-6 I
18-6
16.6-
18.6.
Datum
16.6.
18.6.
16-6.
18.6-
•% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
96,5 |
96,5
—
96,2
4% desgl. Serie II...........
8
8
—
7,65
«% etjem.7% Dt. RcichSanl. v. 1929
99,55
99,55
99,7
99,7
6% Rumän. vereinst. Rente v. 1903
4,25
4,25
—
4,25
Doung-Anlethe von 1930 .
91,75
91,75
90,65
91,5
4y,%Ruinän.vereinh.Rentev.lS13
6,4
6,5
—
6,55
Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit
4% Rumänische vereinst. Rente ..
3,9
3,9
—
3,85
Auslos.-Rechten ............
97,13
97
94,4
97,13
2%% Anatolier.............
35,25
35,5
35,65
35,65
Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......
23,2
23
23
23
6% et)cm.8% Hess. Bollsstaat 1929
91
91
89,75
Hamvurg-Amertka-Pakei ..... o
28
27,9
27,9
(rückzahlb. 102°/«») ............
91,5
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—
24,5
•% Hess. LandeSbanl Darmstadt Sold ÖL 13..................
90,75
90,75
90,5
90,5
Hansa-Dampfschtff........... 0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
33,9
33,25
34,13
33,4
6y.% Hess. Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Ltaut.........
89
89,5
A.Ä für Verkehrswesen Akt. .. 0
60,25
61,5
60,5
63,5
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
87
87
88
88,5
vberhessen Provinz-Anleih« mit
97
Commerz- und Prioat-Bank .. 0
52,25
53
52,5
52,5
Auslos.-Rechten .............
96
—
Deutsche Bank und Dis conto-
Deutsche Komm. Eammelabl. An-
96,75
95,75
93,75
95
Gejellschafi................ o
59,25
62,5
59,75
61,25
leide Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
Dresdner Bank.............. 0
64,5
66
64,5
66
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
90,25
90,25
90,5
Reichsbank ........ 12
157,65
159,5
155
159,5
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
90
1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
90,25
90,25
A.«.G.......................
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
••
—
24,65
—
24,75
24,65
«y.% ebem. V/x% Franks. Hyp.- Bank-Ltqiu-Psandortese.....
89,13
88,9
—
—
Bekula......................
Zekt^LieserungSgesestschaft..' 6
138,65
86,5
141,9
88
136,25
86,5
142
88,4
1^1% ehem. <yx% Rheinische
90,75
Licht und Kraft g
112,65
114,5
110,75
114,5
Hyp.-Bank-Ltgu. »Goldpse.....
90,25
—
Felten & Guilleaume....... 0
66,25
66
64
65,75
<% ehem. 8% Pr. LandeSpsank»
94
94
94
BeseUsch.f.lLlektr.Unternehmung. 6
104,25
108,75
105,13
108,75
öriesanstalt, Psandbrtese ÖL 19
94
Rheinische Elektrizität ..... 5
100,25
100,25
98,5
102
6% ehern. 7% Pr. Lanverpfänd- briefanslalt, Pfandbriefe R. 10
94
94
Schuckert LEo........ 5
94,25
94
93,5
94,25
94
94
Siemens S Halske.......... 7
144,5
148,5
145
149,5
Gteuergutsch. BerrechnunaSkur»..
—
100,4
100
100,4
Labmever S Eo............. 10
127,5
127,5
122
127,75
i% Oesterrrichtsche Goldrentr ....
4,20% Oesterreichische SUberrente
25
—
—
26
1,25
76,75
78
76,75
I 78,4
1,1
1,1
—
Deutsche Erdöl ...............
122,25
122
123,5
122
4% Ungarische Goldrente ......
—
7,6
7,7
7,65
Gelsenkirchener................
64,5
63,9
64,5
I 64,4
4% Ungarische StoalSrente v. 191(
7
7
—
Harpener .................. c
Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .
107,9
108,5
108,25
। 108,65
4tz% desgl. von 1913 ......
7,15
7,15
7,13
7,13
—
76
76,5
6% abgest. Goldmexikaner von 99
8,85
8,75
8,75
8,65
Hlse Bergbau ......... <
—
—
159
156,75
4% Türkische Zoll anleihe von 191:
7,75
7,75
—
7,6
Alse Bergbau Genüsse........ 1
123
124,5
124
125
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Klöcknerwerke ..............
Mannesmann. Rühre»........
71
71
71,65
| 72,13
Serie I.....................
8
8
**
69,25
69,25
68,9
1 69
Srantfun a. M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. lu.
Schluß- lurü
Schluß«. Abendbörse
Schluß» lurs
Schluß« Minag- börse
16-Juni
18-Juni
Amtliche Notierung
<$elb | Brie«
Amtliche Notierung
Datum
16.6
18.6.
16-6.
18-6.
Geld
Brie'
Buenos Atrec Brüssel.....
Rio De Jan. . Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Heljingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan......
Jugoslawien Oslo.....:
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz ....
Spanien.... Prag.......
Budapest ... Neuyork...
0,613
58,59 0,159
3,047
56,47
81,60
12,645
5,589
16,50
169,73
21,63 0,751
5.664
63,57
47,95
11,52
65,20
81,45
34,32
10,44
2,507
0,617
58,71
0,161
3,053
56,59
81,76
12,675
5,601
16,54
170,07
21,67 0,753
5,676
63,69
48,05
11,54
65,34
81,61
34,38
10,46
2,513
Vanknoter
0,618
58,53 0,179
3,047
56,49
81,67
12,650
5,594
16,50
169,73
21,65 0,751
5,664
63,56
48,45
11,53
65,20
81,42
34,34
10,44
2,507
t.
0,622 58,65 0,181 3,053 56,61 81,83
12,680 5,606 16,54
170,07 21,69 0,753 5,676 63,68 48,55 11,57 65,34 81,58 34,40
10,46
2,513
Mansfeld» Bergbau.........0
Kokswerke ................. 0
Pdonix Bergbau.............0
Rheinische Braunkohlen .....10
Rbeinstahl ...............0
Bereinigte Stahlwerke........ 0
Olavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........ 5
Kaliwerke Salzdetfurth.....iyt
3. G. Farben-Jnousme....... 1
Schetdeanstall...............8
Goldschmidt ................0
Rütgerswerke ........... 0
Metallgeiellschast.............0
Philipp Holzmann ....... 0
Zementwerk Heidelberg-..... 0
iementtped Karlstad!......... 0
Schultheis Patzenhoser .......0
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. «
Bemberg -. ...........0
Zellitofs Waldhos ............0
Zellstoff Aschassenburg .......C
Dessauer Gas ............. 7
Daimler Motoren ............ <
Deutsche Linoleum ...........0
Lrenstein L Koppel ..........0
Leonhard Tietz ..............0
Ebade........... ..10
Arrumulatoren-Fabrü........ < äonti^tznmmt......... 0
Gritzner................. <
Mainkraftwerke Höchst O-SL... <
Süddeutscher Zucker ......... 1
79,5 :
50,5
238,5
96,75
43
14,75
122
121,5
163
147,9
209,25
68,9
40,75
86,5
61
108
63
70,25
50
48,5
50,25
64,65
21
183
188,5
138,5
1 24
73
179
78,75
237,5
97,5
42,9
14,75
123,5
121,75
166
149,5
210
69,25
41,65
88
110
64
70,5
50
48
49,9 64,75
21,25
187,5
188,5
139,5
74,5 I 179,5
78,5
99,9
50,5
237
97,13
43,5
14,65
122,4
124,9
160
147
68,25
40,4
88
110,75
63,4
70,25
49,5
47,5
131,5 48,75
64,75
65
20,65 188 185 140
I =
79
98,25
50
236,5
97,75
42,9
14,75
123
123
167
149,5
69,75 41,13
87,25
111,25
64,25
70,25
49,65
47,5
133,25
49,5
65
67
21,13
189,5
187
139,5
I 23,5
I 180
Berlin, 18-Juni
Seid
Brief
Amerikanische Roten..............
Belgische Roten..................
Dänische Roten .................
Englische Roten .................
Französische Roten ...............
Norwegische Noten .......•• ••/, • •
Deutsch Oesterreich. * 100 Schilling Rumänische Noten...............
Ungarische Note» ............
2,46
58,37
56,34
12,605
16,46
169,31
21,53
63,39
65,04
81,24
34,20
2,48
58,61
56,56
12,665
16,52
169,99
21,61
63,65
65,30
81,56
34,34


