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Oberheffen.

Bauernkundgebung und Heimatabend in Schotten.

~Y Schotten, 15. März. Gestern abend fand hier eine große Bauernkundgebung statt, zu der Bauern aus allen Orten des Kreises erschie- nen waren. An die Bauerntagung schloß sich ein hessischer Heimatabend an, bei dem der Bauerndichter Georg Heß aus Leihgestern mit seiner Spielschar mitwirkte. Es sprachen Pg. Lan- desbauernführer Dr. Wagner und Pg. Mimste- rtalrat Ringshausen.

Nach einer Begrüßungsansprache des Kreis- bauernführers Pg. S t r a u b - Rainrod, wobei er besonders darauf hinwies, daß nach der äußeren Umstellung jetzt die innere folgen müsse, ergriff Dr. Wagner das Wort. Er wurde durch die Ver­sammlung stürmisch begrüßt. Er sprach zunächst über das, was durch unsere Bewegung getan wor- den sei, und über das, was noch zu tun übrig bleibe, erörterte ausführlich die Arbeitsbeschaffungs­maßnahmen der Reichsregierung auf bäuerlichem Gebiet und sprach über den Sinn der nationalsozia­listischen Weltanschauung und die Pflichten, die dem Bauernstand daraus erwachsen. Heber das Reichs­erbhofgesetz und seine Auswirkung für das Vogels­berger Gebiet, das als Notstandsgebiet anzusprechen sei, und über den Reichsnährstand gab der Redner Auskunft. Zahlenmäßig belegte er die in Hessen geplanten Arbeiten über Vermessung?- und Feld- bereinigunaswesen, die aber keineswegs eine finan­zielle Belastung für unsere Bauern bringen würden. Starker Beifall belohnte die klaren Ausführungen des Redners, dem der Kretsbauernführer herzlich dankte.

Zu dem anschließenden Heimatabend war der Heimatdichter Georg Heß, Lechgestern mit Bauerngruppen in Tracht erschienen. Er selbst trug Mundartgedichte vor, man hörte von den einzelnen Gruppen Heimatgedichte in eigener Mundart und sah Volkstänze verschiedenster Ärt. Die Volkslieder wurden von der Versammlung begeistert mitgesun­gen. Die Spielschar machte mit ihren farbenfrohen Trachten einen sehr hübschen Eindruck. Die Freude der Versammlung war groß. Reicher Beifall be­lohnte alle ihre Darbietungen.

Anschließend ergriff der Leiter des Bundes für Volkstum und Heimat im Gau Hessen-Nassau, Dg. R i n g s h a u s e n, das Wort. Er erklärte, daß der Hauptzweck der Veranstaltung sei, die Stadt dem Lande und das Land der Stadt näherzubringen und so die wirkliche deutsche Volksgemeinschaft zu schaf- fen. Wer aber die bäuerliche Kleidung verachte, der verachte sich selbst, denn alle, die wir heute in der Stadt wohnen, stammen von den Bauern ab. (Starker Beifall.)

Mehrere humorvolle Gedichte beschlossen den schönen volkstümlichen Abend, der allen Teilnehmern der Veranstaltung in guter Erinnerung bleiben wird.

Aufmarsch und Feierstunde des Unter- bann II./116 in Großen-Buseck.

* Großen-Buseck, 15. März.Im Gleich­schritt --marsch!" Fanfaren schmettern durch

die engen Straßen. Jung und alt eilt an die Fenster. Die Kolonnen der HI. marschieren. Auf dem weiten Platz treffen die Kolonnen, darunter auch ein JV.-Stamm, aufeinander, ordnen sich und nehmen Front zum Rednerpult.

Wieder ein Fanfarenmarsch. Der Unterbann­führer Schneider begrüßt den Bannsührer Häuser mit seinem Stab. Ein kurzes Kommandowort und Hunderte junger Augen sehen die langsam an den Masten emporsteigenoen Flaggen. Dann steht der Unterbannsührer am Rednerpult:

Die Volksgemeinschaft ist zwar äußerlich schon hergestellt, aber die Äugend ist heute bereit, sie auch innerlich zu verwirklichen! Jungarbeiter der Faust uni) der Stirn reichen sich die Hände und kennen in ihrem Kameraden nur noch den Deutschen!"

Nach ihm spricht der Bannführer, und was er fegt, ist die Sprache der Zukunft:

Erbitterte Feindschaft jeder Art von Reaktion! Das nationalsozialistische Deutschland ist nicht in irgendeiner ähnlichen Form in der Vergangenheit schon einmal da gewesen, sondern es ist etwas ganz Neues. Es würde sich selbst aufgeben, wollte es auf diese in der Vergangenheit einmal üblich ge­wesenen Formen zurückgreifen. Die Jugend wird jedenfalls mit allen Mitteln jede reaktionäre Jnter- essenbestrebung zum Scheitern bringen. Wenn es in erster Linie dös Verdienst der SA. und PO. ist, daß das Zwischenreich überwunden und ein neues er­richtet werden konnte, so soll und wird es die vor­nehmste Aufgabe der Hitlerjugend sein, dieses Reich zu erhalten und zu verewigen!" Begeistert hallt das Sieg-Heil über den Platz. Das HJ.-LiedDor- wärts, vorwärts!" klingt auf.

Wieder Kommandos! Die Kolonnen formieren sich ,zum Vorbeimarsch vor dem Bannführer und zum Marsch durch die Straßen des Ortes. Den Abschluß bildet die Weihe einer neuen Gefolgschaftsfahne und einer Scharfahne sowie die Verpflichtung von Führer und Träger durch den Unterbannsührer. Der Gesang des Liedes der nationalsozialistischen Revolution schließt einen großen Tag in der Geschichte des jungen Deutschlands ab: Die Versöhnung und Ver­einigung der Jungarbeiter der Stirn und der Faust ist vollzogen!

Butzbacher Faselmarkt-Lotterie.

pb. Butzbach, 16. März. Bei der heutigen Ziehung der Butzbacher Faselmarkt-Lot­terie fiel der Hauptgewinn (300 Mark bar) auf

Ministerialrat Ringshausen über Volkstums- und Heimatpflege

* Friedberg, 16. März. Heute begann hier im Hotel Trapp die Tagung der K r e i s r i n g - führer des Reichsbundes für Volks- tum und Heimat und der Kreissachbe­rater des NSLB. für allgemeine B ä - d a g o g i k aus dem ganzen Gau Hessen-Nassau. Die Tagung ist die erste dieser Art in Oberhessen.

Auf der Tagung hielt der Landschaftsführer der Landschaft Rheinfranken, Nassau-Hessen Ministe­rialrat Ringshausen eine Ansprache, in der er sagte:

Man sprach in der Vergangenheit vom Volke, und man kannte das Volk gar nicht. Jetzt, nach­dem wir die äußere Macht des Staates fest in unseren Händen haben, kommen wir zur Auf­bauarbeit. Diese Arbeit ist bestimmt nicht leich­ter als der Kampf der vergangenen Jahre. Träge Gewohnheiten gilt es zu überwinden.

Wir wollen im neuen Staat auch eine neue Lebenshaltung. Das uns mit dem Volke ver­bindet auf immer, das ist der Glaube: ich glaube an mein Volk.

In dem Volke, in der Heimat liegen die Wur­zeln unserer Kraft. Was ist Heimat? Was Heimat ist, das kann man nicht sagen, das kann man nur fühlen. Heimat und die Verbundenheit mit der Heimat ist etwas Unsichtbares. Wir wollen Cha­raktere formen und das Können verwerten. In dem Wort Charakter liegt alles einbegriffen, Treue, Kameradschaft, Glaube an alles Gute. So­mit werden wir einen neuen Menschen for­men. Einen Menschen, der seine Fähigkeiten in den Dienst der Sache seines Volkes zu stellen hat. Wissen kann man erwerben, aber das Können muß angeboren sein. Man kann niemanden, damit er ein Künstler werde, durch irgendeine Schule pres­sen. Wir wissen, daß es nie einen Menschen geben wird, der vollkommen ist. Aber der Mensch soll danach ringen, der Vollkommenheit möglichst nahe zu kommen.

Die Aufgabe des Reichsbundes für Volkstum und Heimat ist es, die deutsche Seele zu erforschen.

Das wir wollen, ist heimalglaube und helmal- blui unlöslich verbinden mit dem lebendigen Menschen, der auf seiner Scholle lebt und strebt, bis in alle Ewigkeit.

Und solange das der Fall sein wird, wird das deutsche Volk leben in Ewigkeit. Wer nicht bis zum Letzten durchglüht ist von heiligem Wollen, der wird auf der Strecke bleiben. Dieses unser Tempo kann einzig und allein unsere deutsche Jugend, die Hitlerjugeno, mit uns durchhalten. Die Ver­gangenheit muß überwunden werden. Und ba gibt es kein Wenn und kein Aber und darf es nicht geben. Und genau fo wie wir selber spürt das Ausland dieses Tempo und sieht der Ent­wicklung bei uns sprachlos und ungläubig zu. Das aber kommt daher:

Unser Führer ist bis in die tiefsten Tiefen der Volksseele hinabgestiegen und hat sie ganz ge­nau erforscht. Und hat die Masse emporgehooen.

Der deutsche Gruß ist heute nichts For- males, sondern er kommt aus tiefstem Herzen! Es lebe der Führer, es lebe fein Geist, es lebe fein Volk! Heil Hitler!"

Ministerialrat RingShausen in Watzenborn-Steinberg.

z. Watzenborn - Steinberg, 16. März. Dieser Tage weilte Ministerialrat Rings Hausen hier, um die hiesigen und die Teilnehmer aus nächster Nähe, die an der TrachtenfahrtHessi­sches Volk beiSangund Tanz" teilnahmen, durch Ueberreichung von Gedenkblättern zu ehren. Die schlichte Feier fand in einem schöngeschrnückten Schulsaale statt, in dem sich die Teilnehmer an der Fahrt, deren Angehörige, die Vertretung der Ge­meinde, der Schule und der hiesigen Gesangvereine eingefunden hatten. Nach einem Gesangsoortrag des GesangvereinsGermania" (Leitung: Chor- meister Gg. Harnisch) begrüßte Bürgermeister Schäker den Landesführer für Volkstum und Heimat, sowie die übrigen Gäste. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm vergönnt fei, im Namen der Gemeinde den alten Vorkämpfer In Hessen für die Befreiung unseres deutschen Da- ter taubes auch einmal in unserer Gemeinde begrü­ben zu dürfen.

Nach einem Gedichtvortrag eines Schulkindes be­grüßte Ministerialrat Ringshausen die Teil­nehmer der Feier. Er schilderte den Zweck der Trach­tenfahrt. Ihr Hauptziel sei Dienst am Volk und Vaterland. Die Stunden sollten nicht der Freude des Augenblicks dienen und dem persönlichen Er­leben, sondern die Vergangenheit solle überwunden werden, um eine bessere Zukunft zu gestalten, die Gegensätze zwischen Stadt und Land, arm und reich, in parteipolitischer Hinsicht mühten verschwinden. Ohne Heimat gäbe es fein Vaterland. Es gelte, sich noch mehr in den Dienst des Heimatgedankens zu stellen, um mitzuhelfen, daß wir mit Stolz Deutsche sein können. Sein Dank galt dann dem Führer der Trachtengruppe, dem Heimatdichter Gg. H e ß, Herrn Stein eefe und allen weiteren Mitwirkenden. Diese erste Fahrt möchte er verankert wissen durch eine kleine Gabe an die Teilnehmer. Ministerialrat Ringshausen dankte dann für den herzlichen Empfang und den schönen Gesang des Gesangver­einsGermania", er dankte dem Verein noch für [eine stetige aufopferungsvolle Mitarbeit am Dienste des Heimatgedankens und erwähnte hier besonders die Teilnahme an der 800-Jahrfeier auf dem Schif­fenberg. Die klaren und beherzigenswerten Ausfüh­rungen des Redners klangen in einem Sieg-Heil auf unseren Volkskanzler aus.

Durch Ueberreichung von Gedenkblät­tern wurden alsdann geehrt: Karl Kolm er sen., Anna Hirz, Anna Damafky, Anna An­dermann, Marie Schmitt, Gustil Schnei­der, Karl K o l m e r jun., Luft (Gießen), Chri­stian Bender (Grüningen), Otto Bender, Phi- lipp Schneider (Steinbach), Fritz Weigel (Garbenteich), Karl Schlund (Garbenteich) und Georg Burger.

Anschließeno begrüßte der Führer der hiesigen Trachtengruppe und des GesangvereinsGermania", Karl K o l m e r, auch gleichzeitig im Namen der hiesigen anderen Gesangvereine den Gast und Füh­rer des Hessischen Sängerbundes, und dankte ihm für die tatkräftige Unterstützung bei den Veran­staltungen der Trachtengruppe in den einzelnen | Städten.

die Nr. 3283. Auf die Nummern 2712, 1347 und 406 fiel je ein Rind, auf 1943 und 1841 je ein Springer, auf 1410 und 1292 je ein Ferkel und auf 3626 ein Stamm Enten.

Schluß mit genoffenschastlicher Zersplitterung.

* feuern, 16. März. In unserer Gemeinde bestanden schon seit Jahrzehnten zwei Spar­kassen und zwei Landw. Konsumver­eine. Nach einer Verfügung des Landesbauern- j führers soll in Zukunft nur noch eine Kreditgenos­senschaft und eine Warengenossenschaft bestehen. Am 14. März hielten die vier Genossenschaften ihre Generalversammlungen ab, in denen die Ver­schmelzung ein stimmig beschlossen wurde.

Die neue Kasse trägt die Firma:Spar- und Darlehenskasse e. G. m. b. H. in Beuern", die Mit­gliederzahl wird sich auf 350, das Betriebskapital auf 400 000 Mark, die Reserven auf 40 000 Mark belaufen. Die Kasse arbeitet mit eignem Geld. Die Verwaltung wurde aus Mitgliedern der beiden seit­herigen Kassen wie folgt zusammengesetzt: Direktor und Kontrolleur: Georg Wilh. L i nd e n st r u t h , Rechner: Ludwig Stein II., Vorstandsmitglieder: Wilh. Fuhr, Ludwig Wilh. Arnold, Johannes Konrad, Gustav Keil. Aufsichtsrat: Albert Ranft, Daniel Ludwig 6o mm er lab, Heinrich Karl Otto, August Ranft, Melchior Henß, Joh. Karl Belloff.

Die neue Warengenossenschaft nennt sich:Landw. Konsumverein e.G.m.b.H. in Beuern" und zählt 200 Mitglieder. Die Verwaltung setzt sich wie folgt zusammen: Direktor: Wilh. Schwalb, Rechner: August Ranft, Kontrolleur: Wilh. Fuhr, Vorstandsmitglieder: Friedrich Hahn, Hch. ©paar, Aufsichtsratsmitglieder: Wilh. Herr­mann III., Ludwig Wilh. Arnold, Daniel Lud­

wig Sommerlab, Karl Becker, Heinrich Linden ft ruth, Phil. Wilh. Otto.

Bei der Zusammenlegung wirkten Kreisbauern- führer Dorrfchuck, Oberrevifor Hartmann und die politische Leitung mit. Die seit Jahrzehn­ten bestandene genossenschaftliche Zersplitterung in unserer Gemeinde wird erfreulicherweise damit be­seitigt und die von unserem großen Führer erstrebte Volksgemeinschaft hergestellt.

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Harbach, 16. März. Infolge der durch die Bürgermeisterwahl im Jahre 1925 heroorgerufenen ZerfpMeruug erhielten wir in unserer Gemeinde eine zweite Genossenschaft. Auf Anord­nung des Landesbauernführers schwebten seit eini­ger Zeit Verhandlungen über die Zusammen­legung der beiden Genossenschaften. Am 10. März haben die beiden Generalversamm- lungen die Zusammenlegung beschlossen. Der Raifseisenverein ist aufgelöst und wird in die Landw. Kredit-, Bezugs- und Ab- atzgenossen schäft überführt. Bei der Ver- chmelzung wirkten Kreisbauernführer Dörr« chuck, Oberrevisor Hartmann und die poli- tische Leitung mit. Damit ist der genossenschaftliche Friede in unserer Gemeinde wieder hergestellt.

Landkreis Giesjen.

X Wieseck, 16. März. Die Bestandsauf- nahme von Schweinen in unserer Gemeinoe ergab nach der Zähluna vom 5. März eine Zahl von 604 Stück. In der Zeit vom 1. Dezember 1933 bis 28. Februar 1934 wurden 299 Schweine haus­geschlachtet. Die Wiesen auf dem Ried wur­den gestern bei großem Interesse versteigert. Durch ihre seitherige sumpfige Beschaffenheit war es - nicht möglich, ein einigermaßen angemessenes Pachtgeld zu erzielen. Durch geeignete Entwässe­rungsmaßnahmen schaffte die Gemeinde eine An­zahl schöner Gärten mit guter Bodenbeschaffenheit.

Die Versteigerung von etwa 18 Gärten ergab für je 100 qm einen jährlichen Pachtpreis von 6,20 bis 12,00 RM.

8 Alten-Buseck, 16. März. In unserer Ge­meinde wurden für das Winterhilfswerk ge­sammelt: 4 40 Eier durch den BdM., ferner 7 5 Laibe Brot durch das Jungvolk. Außerdem spen­dete der Turnverein 19 Mark aus dem Erlös feines Werbeabends vom vergangenen Sonntag.

? Reiskirchen, 17. März. Am morgigen Sonntag feiert der Drstbürger Johannes Nürn- b e r g e r VI. feinen 75. Geburtstag. Er ist noch sehr rüstig und verrichtet noch jede Arbeit in Hof und Feld. Der alte Herr war in früheren Jahren in unserer Gemeinde Feldschütz und dann lange Jahve Kalkant in der hiesigen Kirche, bis er ge­zwungen war, infolge feines hohen Alters dieses Amt niederzulegen. Im vorigen Jcchr konnte er mit feiner auch schon hochbetagten Ehefrau die goldene Hochzeit feiern. Hier fand eine Feuerwehr­übung der Freiwilligen Wehr, als auch der Pflicht­feuerwehr statt. Zweiter Brandmeister, Bürger­meister Launsbach, hielt an die Hebung einen V o r t rag über den Feuerschutz und die Aufgaben einer schlagkräftigen Wehr. Er machte mit den einschlägigen Gesetzesbestimmungen vertraut. Er forderte die Pflichtfeuerwehrleute auf, sich der frei­willigen Wehr, die bereits 59 Mitglieder zählt, anzu­schließen.

* Ruttershausen, 16. März. Die hiesige Milchabsatzgenossenschaft, die am 1.Au­gust 1933 ihren Betrieb aufnahm, hielt dieser Tage bei Mitglied August Schön ihre erste ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Auf­sichtsrates, Ludwig Schön, leitete die Versamm­lung. Jahresrechnung, Bilanz und Geschäftsbericht, von dem Rechner Ludwig Schreiner V. ver­lesen, wurden von der Versammlung genehmigt. Aufsichtsratsmitglied Emil Schreiner gab den Revisionsbericht bekannt, aus dem hervorging, daß die Kasse in bester Ordnung vorgefunden wurde und die Geschäftsführung des Vorstandes als gut zu bezeichnen fei. Der Umsatz betrug insgesamt 11532,60 RM. An die Molkerei wurden 54 925 Liter Milch geliefert. Ab Hof wurden 3092 Liter verkauft. Die Mitgliederzahl beträgt 36. An die Ausgleichskasse Frankfurt a. M. wurden 92,76 RM. abgeführt.

# Großen--Linden, 16. März. In der jüngsten Gemeinderatssitzung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Lang wurde der Vor­anschlag für das Rechnungsjahr 1934 genehmigt. Während der Voranschlag im verflossenen Jahr ein Defizit aufwies, ist der diesjährige aus­geglichen. Die durch Todesfall des seitherigen Gemeindeangestellten Wilhelm S p r u ck freigewor­dene Müller st elle auf der Bauernmühle an der Straße von Großen-Linden nach Lützel­linden wird von dem Müller Wirth, einem ge­borenen Großen-Lindener, neu besetzt. Dieser Tage wurde im Saal des Gastwirts Ludwig Faber durch die Filmstelle Süd-West der NSDAP, der große SpionagefilmDie unsichtbare Front" vor­geführt, der einen starken Eindruck hinterließ. Am Nachmittag wurden den Schulkindern Lehrfilme

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