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Nr. 87 viertes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Samstag, (4. April (934

Der Berufswettkampf in Gießen.

Die Gruppe Eifen und Metall versammelte sich am Donnerstag um 8.15 Uhr in der Gewerbe­schule. Gewerbelehrer Le ich um eröffnete den Wettkampf, indem er betonte, daß wir es unserem Volkskanzler verdanken, daß die gesamte Jugend in dem größten Wettkampf der Geschichte stehe. Nach einem dreifachen Sieg-Heil gingen die einzel­nen Kämpfer Schmiede, Schlosser, Maschinen­schlosser, Werkzeugmacher, Feinmechaniker, Dreher und Former in die einzelnen Säle der Gewerbe­schule, um den theoretischen Teil ihres Berufes zu vollenden U. a. waren Fragen zu lösen wie:Was hat mich veranlaßt, meinen Beruf zu ergreifen?" Wieviel Zinsen bringen 825 Mark, die zu 6 o. H. für 2% Jahre ausgeliehen wurden?"Skizziere eine quadratische Büchse 80 mal 80 Millimeter und einer Höhe von 100 Millimeter im Maßstab 1 :5 in zwei Ansichten (Maße eintragen)." Die prak­tischen Arbeiten wurden am Nachmittag in den einzelnen Gießener Werkstätten ausgeübt. Die teils sehr schweren Aufgaben wurden von einigen Schü­lern in kurzer Zeit sehr gut gelöst Es ist daher auf ein gutes Ergebnis in' der Gruppe Eisen und Metall zu hoffen

Am Freitag, 13. Ostermond, fand der Berufs- wettkampf der Gruppe Heimarbeit in den Räumen der Mädchen-Berufsschule in der Kirchstraße statt. Gegen 8.30 Uhr hatten sich rund 100 Mädels eingefunden. Weiter hatten sich ein» gefunden der Äerbandskreisleiter F ü l l g r a f, der Verbandsorts- und Wettkampfleiter Z o tz, der tech­nische Ausschuß, Bannführer Alfred Häuser mit seinem Stab und die Vertreterinnen des BDM.

Der Berufswettkampf wurde eröffnet durch eine Ansprache von Bannführer Häuser an die ver­sammelten Mädels. Er sprach von der Bedeutung des Reichsberufswettkampfes und wies weiter dar­auf hin, daß es heute eine Ehre fei, mit schwieliger Faust sich zu zeigen, die mehr bedeuten würde, als mit Glacehandschuhen durch die Straßen zu bum­meln. Anschließend ermunterte Rektorin Weitzel die Mädels, ruhig Blut zu bewahren und sich die Aufgaben zunächst zu überlegen.

In fünf verschiedenen Sälen der Berufsschule, die mit den Symbolen des Dritten Reiches ge­schmückt waren, fand der eigentliche Berufswett­

kampf statt. Die Gruppe Heimarbeit war, wie die anderen Gruppen auch, in drei Leistungsklassen ge­teilt, die sick) dem Alter nach abstuften. In jeder Leistungsklasse gab es einen allgemeinen und einen hauswirtschaftlichen Teil.

Die erste Leistungsklasse, die die Mädels von 14 bis 16 Jahren umfaßte, hatte zunächst einen Auf­satz |u liefern:Was beachte ich auf meinem Weg zur Arbeit?" Es folgt eine geographische und eine Eignungsarbeit. Im faktischen Teil mußte in be-

W- ...

Strümpfestopfen als Prüfungsaufgabe.

stimmter Zeit ein Knopf angenäht werden, sodann wurde ein Knopfloch hergestellt und ein Strumpf gestopft.

In der zweiten Klasse waren die Aufgaben be­reits schwerer. Der Aufsatz lautete hier:Mein Werktag mein Sonntag". Viel Kopfzerbrechen machte die Geschichtsfrage, wann der 1. Reichs­jugendtag der Hitler-Jugend stattgefunden habe. Anschließend daran, mußten einige theoretische und praktische Aufgaben gelöst werden.

Die Mädels von 18 bis 21 Jahren waren in der dritten Leistungsklasse zusammengefaßt. Ange­strengte Gedankenarbeit gab es in dieser Gruppe über die Ziele des Luftschutzes und die Gliederun­gen der HI. und des BDM. Schließlich mußten auch hier einige hausfrauliche Aufgaben teils schriftlich gelöst, teils aber auch praktisch gelöst werden.

Zusammenfassend kann man sagen, daß die Mädels mit Eifer bei ihrer Arbeit waren. Auf die Lösungen der interessanten Fragen darf man ge­spannt sein.

Deutsche Angestelltenschaft.

Als letzte Gruppe tritt am Sonntag die deutsche Angestelltenschaft an.

Die weiblichen Teilnehmerinnen Kontoristinnen, Vüroangestellte, Verkäuferinnen, Handelsschülerinnen und Kindergärtnerinnen treffen sich pünktlich 8.30 Uhr auf dem Schulhof der Kaufmännischen Berufsschule bzw. Oeffentlichen Handelslehranstalt, Gießen, Liebigstraße 16. Dort Eröffnung des Prüfungstages, Punkt 9 Uhr Be­ginn in den einzelnen Schulklassen.

Die Teilnehmerinnen erhalten durch Rundschrei­ben noch genauere Anweisungen bezügl. der ein­zelnen Klassenzimmer.

Es ist an Material mitzubringen: ein Tintenstift oder Füllfederhalter. Für die hauswirtschaftliche Prüfung wird benötigt: Fingerhut, Stickschere, Näh­nadel, weißes Nähgarn, zirka 20 Zentimeter alten weißen Wäschestoff, einen Strumpf zum Stopfen und Stopfgarn.

Kindergärtnerinnen: An Material für die hauswirtschaftliche Prüfung haben die Kinder­gärtnerinnen dasselbe wie die kaufmännischen Wett­kämpferinnen mitzubringen.

An Material zur beruflichen Prüfung wird benötigt: Tuschkasten mit Wassernäpfchen, Aus­ziehtusche, Federhalter mit feiner und starker Feder, spitze Schere, Bleistift, Radiergummi, Lineal, eine Tube Pelikanol, buntes Garn, Nadel.

Wir bekennen uns zur Arbeit nicht aus persön­lichem Nutzen, sondern aus Dienst am Volk. Deutsch­land durch unsere Arbeit höher zu führen, das ist unser Wille.

Heil Hitler!

Berufsgemeinschaft der weiblichen Angestellten.

Hanna Appel. *

Die männlichen Kaufmannsgehilfen, Büro- und Behördenangestellten treffen sich zum Reichsberufswettkampf am Sonntag, 15. April, 8.30 Uhr, auf dem Hofe der öffentlichen Handels­lehranstalt, Liebigstraße 16.

Heil Hitler! Brach

Wettkampfleiter.

I

Links- Blick in einen der Schulsäle während der praktischen Prüfung. Im Vordergrund rechts der Verbandskreisleiter der Heimarbeiter und Haus­gehilfinnen, Pa F ü l l g r a f, hinter ihm Derbandsortsleiter und Wettkampfleiter Z o tz. Rechts: Die Prüfungsaufgabe verlangte auch einen guten deutschen Aufsatz. (Sämtliche Aufnahmen: Photo-Pfaff.)

Aufwärts und weiter vorwärts!

Oie Lage der Wirtschaft und der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Oberheffen im Monat März 4934.

Don Negierungsrat Dr List, Vorsitzendem des Arbeitsamts Gießen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Laufe des Monats März von 7447 auf 5118 gesun­ken, d. h. um 32 v. H. Don diesen 5118 verbliebe­nen Arbeitslosen erhielten 690 Arbeitslosenunter­stützung, 2218 Krisenunterstützung, 694 Wohlfahrts­unterstützung.

Besonders erfreulich ist die Feststellung, daß die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen wei­terhin stark abgenommen hat. Als be­sonders belastet erscheint nach wie vor der Kreis Friedberg, der beinahe die doppelte Zahl Wohlfahrtserwerbslosen hat, als der Kreis Gießen. Schon aus dieser Tatsache ergibt sich, daß der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit durch öffentliche Notstandsmaßnahmen, insbesondere im Kreis Fried­berg, durchgeführt werden muß.

Auch im Monat März ist der Erfolg in der Bekämpfung der Arbeitslofigkelt in Oberhessen prozentual höher, als im Reich.

Die Ergebnisse sind zurückzuführen auf die ver­ständnisvolle Mitarbeit der Wirtschaft, Partei und Behörden. Das gute Wetter bot die Möglichkeit, die vielen bisher zurückgestellten Arbeiten (Außen­arbeiten), die terminmäßig bis zum 31. März 1934 erledigt sein sollten, in Angriff zu nehmen. Die Auswirkungen zeigten sich in stärkeren Anforderun­gen von Bauarbeitern.

Die Saison in verschiedenen Berufen setzte leb­haft ein. Vor allem verlangt die Landwirt­schaft erhebliche Kräfte. Die weiblichen Arbeits­kräfte konnten leider nicht alle gestellt werden, ins­besondere fehlen Feldmädchen, die wir aus dem eignen Bezirk auch künftig nicht stellen werden können. Viele oberhessische Bauern haben Land­hilfe beantragt. Ein Teil der Anträge konnte nicht erledigt werden. Es wurden aus bem Jnduftrie- bezirk junge Menschen als Land Helfer heran­geholt. Neben der Landwirtschaft sind die Gärt­nereien in der stärksten Arbeit, die Rosengartner dagegen in Bad-Nauheim konnten alle m Arbeit gebracht werden. _ ..

In der F o r ft w i r t s ch a f t sind allgemein die Hauarbeiten zu Ende gebracht worden. In Gießen und Alsfeld stehen noch einige Sonderhiebe aus. Die Kulturarbeiten haben allgemein begonnen.

In der I n d u st r i e der Steine und Erden sind rege Vermittlungen getätigt worden. Die Ziegeleien hatten die Arbeiten schon zum Teil ausgenommen, der Rest begann unmittelbar nach Ostern.

In der Eisenerzeugung und in der Eise n- verarbeitung sind die Buderusschen Eisen­werke Lollar und Hirzenhain weiterhin beschäftigt. Auf die außergewöhnliche Belebung infolge der Jnstandsetzungsarbeiten in der sonstigen geschästs- stillen Winterszeit folgt nun die an sich immer bessere Sommerzeit. Zwei in unserem Bezirk ge­legene landwirtschaftliche Maschinenfabriken haben im Herbst und Winter außerordentlich gut zu tun gehabt. Die Saison läßt nach. Eine große Firma bei Butzbach ist leider nicht so beschäftigt, wie es wünschenswert wäre. Dieses Werk bildete früher den Mittelpunkt der ganzen Umgegend. Eine stärkere Beschäftigung würde deshalb für den ganzen Be­zirk von größter Wichtigkeit sein.

Im Holzgewerbe sind die Fabriken besser beschäftigt als in dem absinkenden Monat Februar. Das Handwerk klagt noch, hat aber immerhin hier und da noch Aufträge, wenn auch nicht immer zu lohnenden Preisen, zu verzeichnen

Im Baugewerbe war außerordentlich viel zu tun. Weißbinder und Dachdecker sind überall restlos in Arbeit. Auch die Maurer sind zum größ­ten Teil beschäftigt. Nur für die Zimmerer war die Beschäftigung noch ungleich.

Spinnstoffgewerbe: In den Webereien und den weiter verarbeitenden Fabriken war die Beschäftigung außerordentlich gut. Wir haben sogar aus unserem Bezirk in den Nachbarbezirk Fulda gut vermitteln können.

Bekleidungsgewerbe: In der Schuh­industrie ließen die Aufträge nach, trotzdem ist von allen Firmen der Stand der Belegschaft gehalten worden. Alles rechnet damit, daß nach Ostern eine Belebung eintreten wird.

Angestelltenberufe: Die zweifellos ein­getretene weitere Belebung der freien Wirtschaft er­möglichte es, eine Anzahl Angestellte, darunter alte Kämpfer, wieder in Tätigkeit zu bringen.

Die außerordentlich großen Erfolge des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit haben im Monat März zu einer Tiefziffer der Arbeits­losen geführt, die weit unter der von 1929 liegt. 3m letzten 3ahre, also vom 31. März 1933 bis 31. März 1934, gelang es, die Ar- beikslofigkeit um 62% auf 38% zu senken.

Es soll nicht übersehen werden, daß dieser Erfolg dem Zusammentreffen verschiedener günstiger Um­stände zu danken ist. Ende März gingen die größe­

ren Jnstandsetzungsarbeiten zu Ende, die unmittel­bar zur Entlastung durch Beschäftigung von Bau­arbeitern, mittelbar durch Beschäftigung von Ar­beitern im Steinbruchgewerbe beitrugen. Wenn wir diese Erfolge halten und darüber hinaus siegreich den Kampf vorwärts tragen wollen, bedarf es ver­antwortungsvollster Handlung aller Unternehmer und Behörden.

Die von der Reichsregierung gesprengte Er­starrung der Wirtschaft muß nun weitergetra­gen werden. Jeder Wirtschafter kann damit rechnen, daß die Millionen, die in Arbeit ge­kommen sind, und die von ihnen abhängigen Familienmitglieder infolge der höheren Ein­künfte auch in stärkerem Umfange verzehren werden.

Mit anderen Worten: Jeder kann darauf rechnen, ob Landwirtschaft, Gewerbe oder In­dustrie, daß er in den nächsten Monaten stärkere Aufträge zu erwarten hat. Millio­nen Deutsche sind infolge der langen Arbeitslosig­keit vollständig abgerissen und haben einen unbe­grenzten Bedarf. Deshalb vorwärts mit der festen Ueberzeugung, daß wir erfolgreiche Aufbauarbeit leisten, wenn wir, jeder an feiner Stelle, mit größter Energie an der Vor­wärtstragung des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit teilnehmen!

Oberheffen.

45 bezw. 43 Jahre im Schuldienst.

)( L i ch, 13. April. Lehrer Karl Stein und Lehrer Karl Sauer wurden mit Wirkung vom 1. April unter Anerkennung ihrer dem Staate ge­leisteten langjährigen, treuen Dienste und unter besonderer ^Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns nach 45jähriger bzw. 43- jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt.

Im Sitzungssaale des Rathauses, der mit den Fahnen des Dritten Reiches und Blumen festlich geschmückt war, fand gestern Nachmittag unter dem Vorsitz von Bürgermeister Geil in Gegenwart des Lehrkörpers der Volks- und Berufsschule, des Schulvorstandes, der Geistlichkeit und der bereits im Ruhestand lebenden Kollegen eine erhebende Abschiedsfeier für die beiden scheidenden Lehrer statt, die von der Wertschätzung, die beide Herren in weiten Kreisen genießen, Zeugnis ab­legte.

Bürgermeister Geil richtete im Namen der Stadt, des Schulvorstandes und der Bevölkerung, Rektor Erb für das Lehrerkollegium, Stiftsdechant Kahn und Pfarrer C r ö n l e i n namens der evangelischen und der katholischen Kirche und Ge­meinde an die beiden aus dem Dienst scheidenden Herren herzliche Worte des Dankes und der An­erkennung für die großen Verdienste, die sich die

beiden aus dem Dienst scheidenden Lehrer um Ju­gend und Gemeinde, Volk und Vaterland in jahr­zehntelangem, aufopferndem Dienst erworben haben und gaben dem Wunsche Ausdruck, daß es Ihnen vergönnt sein möge, in guter Gesundheit sich noch recht lange des wohlverdienten Ruhestandes zu erfreuen.

Lehrer Sauer und Lehrer Stein dankten in bewegten Worten für die Anerkennung und Un­terstützung, die sie allezeit bei der Stadtverwal­tung, dem Schulvorstand und den Kollegen gefun­den hätten und gaben einen kurzen Rückblick auf die hinter ihnen liegende lange Amtszeit.

Zum Schlüsse brachte Postschaffner Schäfer den Dank des Elternhauses zum Ausdruck und bat um die Unterstützung der schweren Arbeit der Schule und Lehrer durch die Väter und Mütter der Kinder. Eine photographische Aufnahme und ein gemütliches Zusammensein schlossen sich an.

Lehrer Sauer wurde am 7. Juni 1869 in Lich geboren, nach Besuch der Präparandenschule und des Lehrerseminars wirkte er von 1891 bis 1894 in Hungen, bann bis zum 1. April 1934, also 43 Jahre, als Lehrer in Lich. Lehrer Stein würbe am 3. Januar 1869 in Köbbingen geboren, nach beenbigter Ausbilbung war er von 1889 bis 1911 in Schlitz, von 1911 bis 1919 in Reiskirchen und zuletzt in Lich, also im ganzen 45 Jahre im Schul­dienst tätig. Beide stammen aus Lehrerfamilien und waren so von Jugend an mit der Schule und ihrer segensreichen Arbeit aufs engste verbunden.

Auch um die Kirche haben beide sich durch Mit­arbeit im Kindergottesdienst und Kirchenchor, bzw. im Organistenamt, als Leiter der Chorschule und des Kirchengesangvereins große Verdienste erwor­ben. Möge ihre Arbeit auch in Zukunft noch reiche Früchte tragen!

Oer Ehef der schwedischen Militär­fliegerei in Bad-Nauheim.

LPD. Bad-Nauheim, 13. April. Der Ober- kommandierende der schwedischen Luftstreitkräfte, General Karl A m u n d s e n aus Stockholm, ist zur Kur in Bad-Nauheim eingetroffen.

Landkreis (tzietzen

* Rödgen, 14. April. Heute, 14. April, feiert unser zweitältester Mitbürger Heinrich Balser VI. in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 8 5. Geburtstag. Seinem Beruf als Pflastermeister ist er noch während des Krieges als 70j ädriger nachgegangen, und er hat seinerzeit täglich den 2ßeg von Rödgen nach Treis a. d. Lba. zu Fuß zurückgelegt.

"Y Großen-Linden, 13. April. Dieser Tags fand im Saale des Gastwirts Ldg. Faber die 15. or­dentliche Generalversammlung der Landwirt­schaftlichen Bezugs - und Absatzgenos­senschaft statt. Landwirt Karl Keßler begrüßte die Versammlung, u. a. Kreisbauernführer Dörr» schuck, Oberrevisor Hartmann und den Ver­treter der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Rhein- Main-Neckar, Herrn Fritz. Nach dem Geschäfts­bericht wurde dem Rechner Entlastung erteilt und dem Vorstand für seine Mühewaltung der Dank der Genossenschaft ausgesprochen. Der Vorstand und Aufsichtsrat wurde durch Wahl zum Teil neu er­gänzt, so baß ihm jetzt folgenbe Herren angehören: Direktor: Lanbwirt Hch. Luh IV., Rechner: Ldg. Pirr, Lagerhalter: Lanbwirt Lbg. Velten XIL, Erweiterter Vorstanb: Landwirt Ldg. Lang III. unb Lbg Keßler XIII Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen ckus ben Herren: Will). Wenzel (Vor- sitzenber); Lba. Keßler VII. (Stellvertreter); Lbg. Luh; Karl Faber III.; Ldg. Schäfer II. und Louis Dem. Anschließend fand die ordentliche Generalversammlung der Spar- und Dar­lehn s k a s s e statt. Landwirt Joh. Leun ließ durch den Rechner Pirr den Geschäftsbericht und die Bilanz erstatten. Hieraus war zu ersehen, daß die Kasse einen recht guten Stand hat. Bei der an­schließenden Neuwahl des Vorstandes und der Auf­sichtsräte ergab sich folgende Zusammensetzung: Di­rektor: Lbg. Leun, Rechner: Hrch. Weiß, Weiß­bindermeister; ferner Vorstanbsmitglieber Wilhelm Magnus (stellv. Direktor), Georg T e x t o r, Jo­hann Stei nagel. Dem Aufsichtsrat gehören an: Joh. Leun IX.; Ph. Schmidt; Hrch. Faber; Albert Klotz; Emil Schwarz; Wilh. Keßler. Im Verlauf der Versammlung ergriff Oberrevisor Hartmann (Gießen) das Wort, um in herzlichen Worten bie Verdienste bes scheidenden Rechners Pirr zu erwähnen, ber 25 Jahr lang die Geld­geschäfte der Kasse führte. Rechner Pirr dankte mit kurzen Worten. Mit dreifachem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland unb mit bem Horst-Wessel- ßieb würbe bie Versammlung geschlossen. Kom­menden Montag feiert ber Bahnhilfsarbeiter i. R. Joh. Keßler in berounberungsroürbiger körper­licher unb geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist ältester SA.-Mann (SAR. I) und macht nach wie vor ben SA.-Dienst mit großem Eifer mit.

Kreis Alsfeld.

= Büßfelb , 13. April. Am 18. April kann un­sere allseits verehrte Gemeinbe-Hebamme Frau Marie H a f e n p f l u g auf eine arbeitsreiche und fegenfpenbenbe Berufstätigkeit zurückblicken. Sie war außer in Büßfeld auch in ben Orten Bleiben- rob unb Schabenbach tätig unb erfreute sich hier, wie bort, allgemeiner Beliebtheit. Möge es ihr ver­gönnt fein, noch viele Jahre für Mutter unb Kind zum Wohle unseres Vaterlandes mit gesegnetem Erfolg wirken zu können.

preutzeu.

Kreis Wetzlar.

(D Krofdorf-Gleiberg, 13. April. Diö hiesige Ortsgruppe des Reichsluftschutzbun- 6 e s hielt am Donnerstagabend in der Gastwirt­schaft Bender eine Versammlung ab, in der ber Ortsgruppenführer, Apotheker Habich, einen ein- gehenben Bericht erstattete über bie bisher geleistete Arbeit, infonberheit über ben Kursus in ber Luft­schutzschule in Gießen, an bem sechs Mitglieber bes Vorstanbes teilgenommen haben. Demnächst soll mit Luftschutz - Schulungsabenben be­gonnen werben, bamit bie Bevölkerung alles Wissenswerte über biefes äußerst wichtige Gebiet erfährt. Krofborf würbe in acht, Gleiberg in zwei Luftschutzbezirke eingeteilt, für bie folgenbe Blvck- roarte in Vorschlag kamen: ^Krofborf: Wilh. Re eh, W. Würtz, Lubw. Feiling, Ernst Schmibk, Hausnummer 238, I. I o st, Rob. S ch 1 e en becfer, K. Pausch unb Schmibt, H.-Nr. 298; Gleiberg: K. Leib, H.-Nr. 24, unb Phil. Leib, H.-Nr. 44. Mit ber Bitte an die Anwesenben. für ben Lustschutzgebanken in weiten Kreisen ber Be­völkerung zu werben, und mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer unb Vaterland schloß die Versammlung.