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Die Absagen kamen diesmal am Sonntagmorgen noch so «spät, so daß keine gründliche Auswahl und Ausstellung aus dem Ersatz ooraenommen werden konnte. Trotzdem spielten die Gießener bis

Die Vertretung lautete: Schmidt: Zevler, Lippert; Gath, Roth, Hembach; K. Schneider, 23. Schlarb, Koch, Schmelz, Günther.

2üv-Iahrseier

der Firma Georg Die« Viilkmg in Alsfeld

AS.-GememschaftKraft durch Freude"

Jährten nach Norwegen und an die Ostsee.

An weiteren Fahrten des Gaues Hessen- Nassau sind vorgesehen: 7. Juli bis 15. Juli Baye­rischer Wald (Passau); 14. Juli bis 22.Juli Ostsee (Usedom); 21. Juli bis 29. Juli Allgäu; 4. August bis 12. August Glatzer Bergland (Schlesien), 11. August bis 19. August Nordsee; 18. August bis 26. August Erzgebirge; 18. August bis 26. August Schleswig-Holstein; 25. August bis 2. September Allgäu; 26. August Koblenz (Saarkundaebung); 1. September bis 9. September Samländische Küste (Ostpreubßen).

Ueber die Fahrten wird noch rechtzeitig Genauers mitgeteilt.

2000 Mark-Spende für und HI.

Aus Anlaß der Feier des 200jährigen Bestehens der Firma ist auch vom Herrn Reichsstatchalter Sprenger ein Glückwunsch eingegangen. Die Firma hat daraufhin folgendes Telegramm an den Herrn Reichsstatthalter gesandt:Wir danken für Ihren Glückwunsch und bitten anläßlich unse­res Jubiläums je 1000 RM. für 91623. und HI. entgegenzunehmen."

Herr Buckhammer als Vertreter des Ver­trauensrates des Betriebs überbrachte dessen Glück­wünsche zugleich mit dem Gelöbnis zu weiterer treuer Mitarbeit. Er überreichte ein von Prof. Liebermann, München, gemaltes, prachtvolles Bild, das den Betrieb der Firma im Dritten Reiche in sehr schöner, symbolischer Weise darstellt. Als Vertreter der 16 Handelsvertreter der Firma über­brachte Herr Gabler, Berlin, deren Glückwünsche. Als Vertreter des verhinderten Reichsstatthalters Sprenger und des Gauwirtschaftsführers sprach Herr Dr. Gies, Frankfurt a. M. Er betonte, daß stets ein guter Geist in der Firma gewaltet habe, die auch immer nach dem alten Kaufmannsspruch: Redlich im Handel, christlich im Wandel" gehan­delt habe. Der Redner überbrachte die Glück­wünsche des Reichsstatthalters Sprenger und des Gauwirtschaftsführers, die leider am Erscheinen verhindert seien. Er wies darauf hin, daß das Ju­biläum der Firma in eine Zeit des Aufstiegs der deutschen Wirtschaft falle. Heute seien bereits zwei Drittel unserer Erwerbslosen durch die kraft­volle Initiative unseres Führers Adolf Hitler wie­der in Arbeit gebracht, der Rest werde in abseh­barerer Zeit ebenfalls untergebracht. Der Redner erläuterte sodann die Stellung des deutschen Ar­beiters im Dritten Reich auf Grund des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit. Heute be­deutet Sozialismus Kameradschaft und Sckicksals- aemeinschaft eines ganzen Volkes. Das Vorbild fei unser Führer Adolf Hitler. Er schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer und das Vaterland. Oberfinanzrat Schäfer, der Vertreter Hessens beim Reiche in Berlin, fand kernige Worte zur Be­glückwünschung der Firma Georg Dietrich Bücking, mit welcher er schon seit vielen Jahren dienstlich arbeite. Er betonte seine besondere Verbundenheit mit der Provinz Oberhessen mit dem stürmischen Beifall auslösenden Worte im oberhessischen Dia­lekt:Owerhessisch Blut ist koa Bottermilch!"

Herr Dr. P r a u ß n i tz e r als Stellvertreter des Reichsstandes der Deutschen Industrie und des Verbandes Mitteldeutscher Industrieller überbrachte deren Glückwünsche und verlas ein Glückwunschtele­gramm des Vorsitzenden, Dr. Krupp vonBoh- l e n - H a l b a ch. Er wies darauf hin, daß die deutsche Industrie ihre Aufgaben nicht erfüllen

ßen, Schanzenstraße 18, erfolgt sein. Genaue An­gabe, ob männlicher oder weiblicher Teilnehmer oder Ehepaare, ob Kriegs- oder Schwerbeschädigter, oderälterer Teilnehmer" ist dringend erforderlich, damit demzufolge die Bettzuteilung auf dem Schiff erfolgen kann.

Die zweite Fahrt findet am gleichen Tage statt, also am Samstag, 23. Juni, an die Porn- mersche Seeküste, und zwar an einen der schönsten Plätze der Halbinsel Usedom, Quartierort H e - ringsdorf. Die Unterbringung erfolgt für eine volle Woche in Heringsdorf in Hotels, Pensionen und Privatquartieren. Den Urlaubern ist dort eine wunderbare Gelegenheit geboten, sich am Strande der Ostsee zu erholen. Die Kosten dieser Fahrt be­tragen 38 Mk. Für die Anmeldung gilt das gleiche, wie für die Seefahrt mit berMonte Olivia". Nach­trägliche Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Kreis der Teilnehmer beschränkt sich nur auf Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront und deren Angehörige, die ohne unsere Hilfe selbst keine Reise unternehmen können. Beamtenehepaare mit einem Monatsgehalt bis zu 180 Mark können eben­falls an den Ferienfahrten der 97S.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" teilnehmen.

heit und Eigentum eines Volksgenossen und damit indirekt die Volksgemeinschaft.

Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt der Verkehrserziehung angelangt.

Dir müssen es im Bewußtsein des ganzen Volkes unverlierbar verankern, daß verkehrs- diszihlin nicht Privatsache des einzelnen ist, sondern Dienst an der Gesamtheit des Volkes, an der Volksgesundheit und an der Volks­wirtschaft.

Wer 20 bis 30 Jahre zurückdenken kann, wird stch mit Schaudern erinnern, daß damals auch in Deutschland nach jeder Mensch ungeniert ausspuckte, wo, wann und wie er wollte, ganz gleich, ob er auf der Straße, in einem öffentlichen oder privaten Hause, in einem Verkehrsmittel oder sonst wo war. Damals wurde aus Gründen der Hygiene ein Feld­zug gegen diese Unsitte geführt, der sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so auswirkte, daß heut­zutage jeder Mensch in allen Kreisen und Schichten des ganzen Volkes mit vorwurfsvollem Entsetzen angeschaut wird, der es wagen sollte, ungeniert zu pucken. Und dieses vorwurfsvolle Entsetzen, das ich gar nicht einmal immer in Worten und Be- chimpfungen zu äußern braucht, ist der Gradmesser ür die innere Einstellung des ganzen Volkes ge­worden.

Solch ein vorwurfsvolles Entsetzen, solch eine innerlich empörte Ablehnung muh nun aber nicht erst in Jahren und Jahrzehnten, sondern schon in Monaten und Jahren das ganze Volk bis in jedes seiner Glieder dem Menschen entgegenbringen, der es nach der Propaganda für Verkehrserziehung noch wagt, sich disziplinlos und verkehrsgefährdend zu benehmen.

Es ist ein Stück nationalsozialistische Erziehungs­arbeit, die mit der Verkehrserziehung verknüpft ist. Denn aus nationalsozialistischem Denken heraus kennt man keine Einzelindividuen, die für sich allein wie im luftleeren Raum ein Sonderdasein führen. Für uns gibt es nur

eine Volksgemeinschaft, der jeder eingeordnet und untergeordnet ist. Folglich ist auch jeder arbeitende und schaffende Mensch, der durch einen Verkehrsunfall aus dem Arbeitsprozeß ausgeschaltet wird, ein Verlust für die Ge­samtheit.

Die Kosten für seine Behandlung und Heilung fal­len der Allgemeinheit zur Last, denn sie werden aus den uns allen gehörenden Mitteln der Kranken­kassen oder der Berufsgenossenschaften bezahlt. Wenn seine unversorgte Familie womöglich der Wohlfahrt und der Fürsorge anheimfällt, so ist das abermals eine Ausgabe, die uns alle trifft, denn sie schädigt das Dolksoermöaen. Und wenn durch die verringerte Kaufkraft dieser in Not und Elend geratenen Familie Fleischer, Bäcker, Hauswirt, Handwerker und andere Volksgenossen Verdienst­ausfälle haben, so sehen wir darin nachteilige Fol­gen für die gesamte Volkswirtschaft. Es handelt sich ja nicht nur um einen Fall, sondern um hun­derttausende. Und wenn solche Fälle in ihrer Mehr­zahl durch Leichtsinn, durch Rücksichtslosigkeit, durch Trunkenheit, durch Uebermüdung, durch falsche Forschheit oder sonstige Disziplinlosigkeit verschul­det sind, so sind die Betroffenen, deren Fehler und Mängel den Unfall verschuldeten, in unseren Augen nicht bedauernswerte Opfer, sondern geradezu ver­brecherische Schädlinge an der Volksgesundheit und am Dolksvermögen.

Eine derart strenge Wertung solcher Menschen, die durch Verkehrsunfälle sich selbst und ihre Mitmenschen schädigen, muh überall Platz grei­fen und Allgemeingut im Denken und Fühlen des ganzen deutschen Volkes werdent

Dann wird die Verkehrserziehung greifbare und errechenbare Erfolge zeitigen, dann wird vor allem nicht nur der einzelne, sondern auch die Volksge­meinschaft dauernden Nutzen ideller Art aus dieser Art Erziehung haben. Und keiner wird es dann wagen zu sagen: was geht denn mich das an.

DfB.-Neichsbahn

schlägt SD. 05 Wehlar 3:2.

Die Verjüngung der VfB.-Mannschaft muß als Erfolg angesprochen werden und hat bewiesen, daß nicht Namen, sondern der kämpferische Einsatz des einzelnen ein Spiel gewinnen lassen. Technisch und im Zusammenspiel waren die Gießener ihrem Geg­ner voraus, nur ging die Kombination noch zuviel in die Breite, wodurch den Angriffen bei einem so schnellen Gegner, wie die Wetzlarer der Erfolg oft versagt blieb. Die Wetzlarer haben den ratio­nelleren Fußball gespielt und durch weite Vorlagen ihrer ßäufere immer wieder gefährliche Situationen vor dem Gießener Tor hervorgerufen, die bei etwas mehr Glück leicht zum Ausgleich in der zweiten Halbzeit hätten führen können. Dem einwandfrei amtierenden Schiedsrichter stellten sich die VfBer mit folgender Mannschaft: Ganz, Kreß, Leutheußer, Fenster, Lehrmund, Hintze, Mattern, Fehling, Heß, Schmidt II, Schmidt I.

Der Spielbeginn mit einem für diese Hitze unge­wöhnlichem Tempo, ohne daß die Torleute vorerst in Tätigkeit treten mußten. Ein plötzlicher Vorstoß des Gießener linken Flügels führte durch eine Flanke des Linksaußen, die von dem Rechtsaußen aus der Luft verwandelt wurde, durch Schräg­schuß zum 1. Tor. Sofort nach Wiederanstoß kamen die Wetzlarer durch, eine Steiloorlage des linken Läufers verlängerte Wohlgemuth zum Halbrechten, der für den Gießener Tormann unhaltbar, in die linke unterste Ecke einschoß. Im weiteren Spiel­verlauf erzwangen die BsBer einige Ecken, von denen die 4. zum 2. Tore führen sollte. Der Eck­ball des Rechtsaußen kam zu Fehling, der ent­schlossen einköpfte. Diese Chance mußte der Wetz­larer Torhüter unbedingt vereiteln. Unentmutigt griffen die Wetzlarer weiter an und fast wäre ihnen vor Halbzeit der Ausgleich geglückt. Wohlgemuth nahm in Abseitsstellung den Ball auf, zögert aber zu lange mit dem Schuß, so daß der Gießener Tor­hüter durch entfchlossenes Herauslaufen die Situa­tion klären konnte.

Nach Halbzeit gehörte die 1. Viertelstunde klar den Gießenern, die im Sturme ein vorzüglickes Kombinationsspiel, gut unterstützt von der Läufer­reihe, zeigten. Ein Duell zwischen Benner und Mat­tern, bei dem dieser den Ball zur Mitte bringen kann, gab Heß Gelegenheit, durch Spitzenschuß den Wetzlarer Torhüter zum dritten Male zu schlagen. Schüsse des Gießener Halbrechten und des Rechts­außen gingen knapp darüber. Durch zu weites Aufrücken der Gießener Hintermannschaft fiel dann der zweite Erfolg der Wetzlarer. Wohlgemut um­lief den Mittelläufe'-, täuschte Kreß vnb sein Schräg- schuß landet im Netz. Dieser Erfolg war das Signal für einen Generalangriff der Wetzlarer. Als Wohl­gemuth im Nachschuß dem vom Gießener Tor­wart abspringenden Ball an die Latte schoß, war der Druck der Wetzlarer gebrochen und die Gießener stehen bis zum Schlußpfiff im Angriff.

Die Spiele der unteren Mannschaften mußten ausfallen.

Spielvereinigung 1900 (Hießen

Das Spiel der Ligamannfchast in Altenseelbach (Kreis Siegen) ging infolge einer Schwächeperiode der Gießener Mitte der zweiten Halbzeit innerhalb weniger Minuten verloren und zwar mit 6:1 reich- lich hoch, nachdem es noch bei dem Seitenwechsel 1:1 gestanden hatte.

Der Gau Hessen-Nassau hat für Ende dieses Monats als Auftakt zu den jetzt imDeut­schen" veröffentlichten Fahrten für Juli-August zwei Fahrten vorgesehen, die beide am 23. Juni starten, und zwar nach Hamburg mit anschließender See­fahrtM onte Olivia" und eine Fahrt an die Pommerische S e e k ü st e (Heringsdorf).

Die erste FahrtM onte Olivia" (1500 Personen). Samstagabend, 23. Juni, Abfahrt Frank­furt a. M. Sonntagvormittag Ankunft in Hamburg und Einschiffen der Passagiere. Die Verpflegung auf dem Schiff beginnt mit Sonntagmittag (Mittagessen). Nachmittags Hafenrundfahrt, Abendessen an Bord. Montag früh Fortsetzung der Hafenrundfahrten. Ab­fahrt des Dampfers Montag 12 Uhr.

Den Teilnehmern der Fahrt wird etwas ganz Besonderes geboten. DieMonte Olivia" fährt zumS o g n e - F j o r d" und läuft bei der Rück­fahrt an der Stadt Bergen vorbei. Es ist dies die schönste und interessanteste Fahrt, die bisher geboten wurde, beziehungsweise, die in die süd- norwegischen Gewässer überhaupt veranstaltet wer­den kann. Den Höhepunkt der Fahrt aber bildet der Abschluß der Fahrt in Wilhelmshaven. Die Teilnehmer der Fahrt sind bei dem Stapellauf des PanzerschiffesErsatz Braunschweig" anwesend, eine Veranstaltung, die für die Binnenländer außerordentlich selten ist und um so mehr von unseren Teilnehmern begrüßt werden wird. In Wilhelmshaven ist dann weiter am Nachmittag, dem 30. Juni, noch Gelegenheit zur Stadtbesichti­gung, nachdem alle Teilnehmer auf derMonte Olivia" nochmals ein Mittagessen eingenommen haben. Die Rückkehr erfolgt dann am Samstag spät, so daß alle Teilnehmer im Laufe des Sonn­tagnachmittag wieder in ihre Heimat zurückkommen.

Die Kosten betragen nur 50 Mark einschließlich Verpflegung. Die Anmeldungen müssen bis Freitag, 15. Juni, 13 Uhr, schriftlich auf der Geschäftsstelle der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude, Gie-

könne, wenn sie nicht die Auslandsmärkte wieder erobere. Der Redner verlangte Mut und Beharr­lichkeit.

Als Vertreter der Stadt Alsfeld übermittelte Bürgermeister Dr. V ö l f i n g die Glückwünsche der Stadt Alsfeld. Mit Stolz dürfe die Stadt Alsfeld heute feststellen, daß das Kaufmannsgeschlecht der Familie Bücking sich durch Jahrhunderte hindurch feinen ehrenvollen Platz unter der Bürgerschaft der Stadt Alsfeld erhalten habe und heute unter der weitblickenden Leitung seiner jüngeren Generation zum führenden Betriebe der Stadt Alsseld gewor­den sei. Die Stadt Alsfeld wisse die wirtschasUiche Bedeutung dieser Entwicklung voll und ganz zu würdigen. In besonders anerkennenden Worten ge- dachte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g der langjähri­gen, verdienstvollen Tätigkeit des Seniorchefs der Firma, Herr Georg Dietrich Bücking, im öffent­lichen Leben der Stadt Alsfeld, deren Vertretung er mehr als 25 Jahre angehört habe.

Herr Dr. Pauly als Präsident der Jndustrie- und Handelskammer Gießen gab seiner Freude über den Aufschwung der Firma Georg Dietrich Bücking Ausdruck und wünschte ihr weiteres erfolg­reiches Gedechen zum Nutzen der Firma und des ganzen Hessenlandes. Reichsbahninspektor L u h (Alsfeld) überbrachte die Glückwünsche der Reichs­bahndirektion Frankfurt, Oberpostmeister Rehm (Alsfeld) diejenigen der Reichspostverwaltung. Reichsbankrat D o p h e i d e (Alsfeld) sprach die Glückwünsche der Reichsbank aus mit dem Hinweis, daß die Firma Georg Dietrich Bücking einer der ältesten Girokunden der Reichsbank sei.

Unter den Hunderten von eingegangenen Glück­wunschtelegrammen befand sich auch ein Glück­wunsch des Reichswirtschaftsministers. Als Freunde des Hauses nahmen auch Bankdirektor Grieß- bauer und Steuer-Syndikus Will (Gießen) teil.

Herr Hans Jakob Bücking dankte namens der Firma und der Familie Bücking für die zahlreichen Glückwünsche und schloß mit dem Gelöbnis, das Werk so weiter zu leiten, wie er es vor seinem Ge­wissen verantworten könnte.

Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes schloß die würdige Jubiläumsfeier der Firma Georg Dietrich Bücking.

Der musikalische Teil der Feier wurde ausge­führt von einem Orchester unter Leitung von Mu­siklehrer Glitsch- Alsfeld.

Im Anschluß an den Festakt fand ein kame­radschaftliches Zusammensein der ge­samten Gefolgschaft mit der Firma und den ge­ladenen Güsten im großen Saal desDeutschen Hauses statt, dessen harmonischer Verlauf Zeugnis ablegte von der engen Verbundenheit der Be­triebsführung mit ihrer Gefolgschaft.

Im Verlaufe des Abends fand durch den Senior­chef der Firma die

Ehrung der Jubilare der Arbeit statt, wobei allen Arbeitern und Angestellten des Werks, die länger als zehn Jahre dort beschäftigt find, ein Bildnis sowie ein Sparkassenbuch über­reicht wurde. Sehr wesentlich zur schönen Ausge­staltung des Abends trugen die von mehreren Schwälmer Paaren vorgetanzten S ch w ä (m e r Volkstänze sowie die von der Kapelle der Als­felder Hitlerjugend bargebotenen schneidigen Fan­farenmärsche bei.

Seitenwechsel eine blendende Partie. In muster­gültiger Kombination wanderte der Ball in den Reihen der Blauweißen von Mann zu Mann, nur an dem Torschuß haperte es. Schon bald führte ein schulmäßiger Angriff der linken Seite durch Schlarbs Flachschuß jum Führungstreffer der Gießener. Die Kombination wurde für die Folge von den Spiel« Vereinigungsleuten übertrieben und recht günstige Chancen dadurch in zahlreicher Menge ausgelassen. Eine halbe Stunde lang führte 1900 1:0, bis Zeiler bei der Abwehr einen Fehlschlag fabrizierte und ehe man sich besonnen hatte, erzielte der frei durch- gekommene Gegner den Ausgleich. An diesem Stand änderte sich bis zur Pause nichts mehr.

Auch nach der Pause stand das Spiel dauernd im Zeichen wechselvoller Angriffe. Noch ungefähr einer Viertelstunde Spieldauer ging Altenseelbach in Führung. Ein Ball, den schon alle im Aus wähnten, wurde vorn Rechtsaußen des Platzoereins hereingezogen und vorn Mittelstürmer über den verzögert herausstürzenden Schmidt eingeköpft. Dann gab es blitzschnell zwei Handelfmeter, die den Gießenern das Interesse am Spiel nahmen. Beim ersten Elfmeter hatte Zeiler auf der Strafraumlinie stehend eine Flanke von links außerhalb mit der Hand leicht berührt, beim zweiten hatte Lippert die Hand zum Schutz vors Gesicht gehalten, als ihn dorthin ein Schuß traf. Zum Schluß stellte der Schiedsrichter den Altenfeelbacher Mittelstürmer vom Platz, nachdem dieser Lippert ohne Ball ge­treten hatte. Diese harte Spielweise des Gastgebers verwischte am Schluß sehr den Eindruck eines Freundschaftsspieles. Daß sick unter diesen Um­ständen der körperlich schwache Gießener Angriff nicht mehr richtig einsetzte, versteht sich von selbst. Der Gegner dagegen nutzte sein schnelles weites Spiel zu weiteren Erfolgen aus.

Die Jugendmannschaft 1900s blieb erwartungs­gemäß gegen Lich erste Jugend Sieger, obwohl auch hier auf einigen Ersatz zurückgegriffen war. Die Blauweißen siegten mit 3:2 (Halbzeit 2:0). Die beiden Gegentreffer kommen auf das auffallende Versagen der Verteidigung. Die dritte Mannschaft der Spielvereinigung sollte in Lich gegen die dortige zweite Mannschaft ein Rückspiel liefern. Der DfR. Lich stellte aber die erste Els in stärkster Ausstellung, so daß die erlittene 3:2-Schlappe für die Gießener keineswegs beschämend ist.

Fußballabieilung des Tv. Wieseck.

wieseck I VfV. Aßlar I 3:3.

Am vergangenen Sonntag standen sich in Wieseck beide Mannschaften im Freundschaftsspiel gegen­über. Die Gäste, die zum ersten Male hier auftraten, stellten eine körperlich gut disponierte Mannschaft ins Feld. Hervorragend erschien der Mittelläufer, der durch sein gutes aufbauendes Spiel immer wie­der seine Fünferreihe nach vorn warf, während eine ballsichere Verteidigung mit kräftigem Schlage ihr Heiligtum reinzuhalten versuchte. Wieseck wies Schwächen auf,, die bei gutem Willen ausgemerzt werden könnten.

Das Spiel begann äußerst flott. Wieseck war vor

Entgegennahme der Glückwünsche.

Der Glückwunsch des Führers.

Der Führer Adolf Hitler hat der Firma an­läßlich ihrer Feier des 200jährigen Bestehens durch seinen persönlichen Adjutanten, SA.-Gruppenfüh- rer Brückner ein Schreiben zugehen lassen, in dem er für die erhaltene Festschrift dankt und feine besten Glückwünsche für die weitere Entwickelung des Unternehmens ausspricht.

Alsfeld, 11. Juni. Am vergangenen Sams­tag beging die Firma Georg Dietrich Bücking, Mechanische Klei-ersabrik, in würdiger Weise die Feier des 200jährigen Bestehensdes Hauses Bücking, das im Jahre 1734 als Kaufmannsgeschäft gegrünO *t roiir^e und seit sechs Generationen im Besitze der Familie ist, und das nach liebergang zur Kleiderfabrikation im Jahre 1906 heute zum führenden Betriebe der Stadt Als­feld mit etwa 600 Arbeitern und Angestellten ge­worden ist, die in den drei Alsfelder Werken und in der Zweigstelle Grebenau beschäftigt werden. Die Feier fand in dem z. Z. im Bau befindlichen gro- feen Erweiterungsbau der Fabrik in der Hohl statt, der zu diesem Zwecke sehr schön geschmückt war. Die gesamte Gefolgschaft des Betriebes und eine größere Anzahl Gäste, Vertreter der Behörden, \o» w o? der Wirtschaft und der Industrie, hatten sich zu der Jubiläumsfeier versammelt Nach dem ^ahneneinmarsch sprach Frl. Friedel Kohler, die im Betriebe beschäftigt ist, den folgenden, von ihr verfaßten Prolog, der in stmen aber packenden Versen einen tiefen Eindruck machte.

Im Heulen der Sirene und im Sausen Der schnellen Räder klingt das starke Lied Des Schaffens und der Kraft wie Sturmesbraufen, Das ewig wiederkornrnt und ewig flieht.

Wo starker Geist und starke Hand sich einen. Da wachsen Mauern felsenfest hervor, , Da klingt das Lied der Arbeit aus den Steinen, Und jede Pforte wird zum Segenstor.

Zweihundert Jahre rüstig Aufwärtsschreiten Ein starkes, mutiges Geschlecht, fürwahr, Das in dem wilden Wechselstrom der Zeiten Stets Werk und Tat und neue Kraft gebar.

Gleich goldenen Fäden zieht es aus den Hallen Und schlingt um Tausende ein festes Band. Zweihundert Arbeitsjahre! Und aus allen Fügt, kettengleich sich schließend, Hand in Hand!

Hierauf folgte die Begrüßungsansprache des Seniorchefs der Firma, Herrn

Georg Dietrich Bücking,

der einen herzlichen Willkommensgruß an die Er­schienenen richtete und dabei insbesondere betonte, daß die Bodenverbundenheit seines Geschlechts, das seit 500 Jahren in Alsfeld ansässig sei, ihn seiner Zeit veranlaßt habe, seinen Fabrikbetrieb in Als­feld zu errichten, obwohl er an anderen Orten günstigere Bedingungen gehabt habe.

Die F e st r e d e hielt der Juniorchef der Firma, Herr

Hans Jakob Bücking.

Er stellte an die Spitze seiner Ausführungen den Satz, daß Tradition und Geschichte ver­pflichten. Dies gelte auch für den Betrieb der Firma Georg Dietrich Bücking, die dementsprechend ihren Betrieb geführt habe. Einfachheit und Spar­samkeit seien die Grundsätze, nach denen die Firma immer gehandelt habe. Als weiteres Erfordernis habe sie stets den Begriff der Qualitätsarbeit in den Vordergrund gestellt, der ihr auch zu ihrem großen Aufschwung und Erfolge verholfen habe. Herr Bücking gab alsdann einen geschichtlichen Ueberblid über Den Werdegang der Firma Georg Dietrich Bücking von den Jahren 1734 bis 1934. (lieber die Geschichte des Hauses Bücking werden wir demnächst in einer Nummer unserer Beilage Heimat im Bild" berichten.) Am Schlüsse seiner Rede gab er bekannt, daß die Firma anläßlich ihres 200jährigen Jubiläums eine

Stiftung in höhe von 20 000 Mark errichtet habe.

deren Zinsen den Mitgliedern der Gefolgschaft, die längere Zeit bei der Firma tätig sind, in Form von einmaligen Unterstützungen und laufenden Pensionszuschüssen zugute kommen sollen.

Außerdem hat die Firma allen Angestellten und Arbeitern, welche länger als 10 Jahr bei ihr be­schäftigt sind, ein Bild zur Erinnerung geschenkt, zugleich unter Beifügung eines Sparkassenbuches. Der Redner schloß mit dem Danke an feine Mit- arbeiter und die Gefolgschaft für ihre treue Mit­arbeit. Hierauf erfolgte die