Büchertisch.
— O. F. Heinrich, Die 8-Kurve bei Remberg. Kühne Tat eines Eisenbahnerjungen. 112 Seiten. Mit farbigem Titelbild und 13 Textbil- dern von Willy Planck. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzumschlag 2,50 RM. Herold-Der- lag R. & E. Lenk, Stuttgart-W. — (505) — Otto, der Held dieser packenden Jugenderzählung, ist der Sohn eines Lokomotivführers. Unter Einsatz seines eigenen Lebens bringt er es zuwege, den durch einen Erdrutsch gefährdeten D-Zug Berlin—Wien —Budapest kurz vor der 8-Kurve zum Stehen zu bringen und damit im letzten Augenblick vor einer ungeheuren Katastrophe zu bewahren. Nur ein kleiner Junge ist Otto, aber ein Kerl, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. — Daß der Verfasser nebenher auch einen Einblick in die Technik des Eisenbahnbetriebes gewährt, wird jedem Jungen willkommen sein.
— Alice Verend, Zwei Kinder fahren den Rhein hinab. Eine Erzählung für die Jugend. 136 Seiten. Mit einem Titelbild und 34 Textbildern von Gertrud Colsman. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzumschlag 3,60 RM. Herold-Verlag R. & E. Lenk, Stuttgart-W. — (504) — Dieter und Erika sind rechte Glückskinder! Kommt da eines schönen Tages Onkel Emanuel und sagt: „Wollt ihr mitfahren? Den Rhein hinab auf einem ganz einfachen Frachtbockt mit Jan Kül- ler und dem Pudel „Stump", von Basel bis hinab zum Niederrhein? An vielen stolzen Burgen vorbei, hochstrebenden Domen, herrlichen Städten. Viele Schifflein mit bunten Wimpeln ziehen vorüber, frohe Menschen singen und winken, die Rebenhügel glänzen in der Sonne. Wollt ihr mitfahren?" Hät
tet ihr da nein gesagt? Ich glaube nicht, und Dieter und Erika sagten auch nicht nein. Was sie auf der Fahrt sahen und erlebten, und welche Bewandtnis es dann noch mit „Tulipan" hatte, das könnt ihr in diesem schönen Buche lesen.
— Maria Grengg: Edith ganz im Grünen. Ein Roman für junge Mädchen. Oktav. 160 Seiten. Mit 20 Textbildern von der Verfasserin. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzum- schlag 3,60 Mark. Herold-Verlag R. & E. Lenk, Stuttgart-W — (509) — Aus Stadtstaub und Schule kommt Edith zu Tante Doktor ins Sonnenhaus auf dem waldumrauschten Berg. Was erlebt ein junges Mädchen alles in solch einer herrlichen Sommerseligkeit! Der geliebten Tante wird beim Doktern geholfen; in der kleinen Landwirtschaft wird mitgearbeitet; der Natur, dem Getier, der Scholle, der man zum ersten Male dienen lernt, wird weit das überströmende sechzehnjährige Herz aufgetan. Das Stadtkind lernt seine Heimaterde lieben und betreuen und sieht im schlichten Dienen um sie eine Zukunft, die der künftigen Frau würdig ist.
— Frieda Hauswirth: Hanuman. Eine Erzählung von den heiligen Affen Indiens. Geh. 4,80 Mk., Leinen 6,25 Mk. Rotapfel-Derlag, Erlenbach-Zch. und Leipzig. — (483) — Frieda Hauswirth, die vor Jahresfrist das Buch über „Meine indische Ehe" veröffentlicht hat, bringt nun als zweites dieses entzückende, ergreifende Affenbuch, eine Erzählung von den heiligen Hanuman-Affen, die da und dort in Indien scharenweise vorkommen und im Dorfleben eine bedeutungsvolle Rolle spielen. Frieda Hauswirth hat es verstanden, das Dasein und Handeln der Menschen und Tiere in lebendigen Bildern dazustellen, die großes Wissen und reiche Erfahrung vom Dorf
und vom Dschungel, von den heiligen Stätten, von Hungersnot und Dürre verraten. Das Buch ist vor allem eine Tiergeschichte der besten Art. Die indische Atmosphäre, die Vegetation, das Dschungelleben werden überaus anschaulich.
— Das Ständebuch, ein neuer Bilderband der Insel-Bücherei. Es hat den Menschen immer Vergnügen gemacht, die Stände und Berufe, Lebensalter oder Geschlechter aufmarschieren zu lassen. Solche „Revuen" begegnen uns in den alten Totentänzen wie in den Fastnachtsspielen, und noch im Abzählvers unserer Kinder hören wir ein Echo davon. Eins der schönsten Zeugnisse dieser Art aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ist die „Eygentliche Beschreibung aller Stände", eine Folge von 114 Holzschnitten des Jost Amman mit Reimversen von Hans Sachs. Dieses kleine, in künstlerischer und namentlich kulturgeschichtlicher Hinsicht so ergiebige Werk ist jetzt getreu nach dem Original als „Das Ständebuch" in der Insel-Bücherei des Insel-Verlags zu Leipzig erschienen (in farbigem Pappband 80 Pf.). — (528) — Vom Papst bis hin zu den Narren reicht die Reihe der Bilder, und es ist eine anmutige Belehrung, die man beim Durchblättern des Büchleins erfährt. Man blickt in die Apotheke und in die Singschule, in die Werkstätten von Drucker und Buchbinder, Glaser und Schneider. Auf die Zusammen- hänge mit den alten Totentanzfolgen weist das Nachwort von Richard Graul hin, der auch mit Amman und seinem Schaffen bekannt macht. Die treuherzigen Verse von Hans Sachs ergänzen aufs schönste die Bilder. Seine Sprache ist oft eigenwillig, und man ist dankbar für ein Wörterverzeichnis, das zuweilen, auch kleine kulturgeschichtliche Exkurse gibt. So bietet das Buch eine Fülle von Anregungen.
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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben beiden Entschlafenen, für die zahlreichen Blumenspenden, für die liebevolle Pflege durch die Krankenschwester und besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Böning sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Familie Wilhelm Jost
Familie Christoph Balser, Gießen Marie Balser, Witwe Marie Becker, Witwe
Rödgen, Gießen, am 6. Dezember 1934.
J. Hirz
Seltersweg 22 • Gegründet 1875 Das führende Fachgeschäft für 7192 D
Bilder und Einrahmungen modernes Kunstgewerbe
Statt Karten
Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen Worte. Ebenso dem Kavallerie- Verein Gießen für die unserem lieben Toten erwiesenen Ehrungen.
Familie KnobeL Gießen, den 7. Dezember 1934.
MonhlöoCQ von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder- ndLniduSu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei
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öer Stadt Gietze«.
Das in den städtischen Waldungen im Winter 1934/35 anfallende Eichen- und Vuchenslammholz, und zwar: 7167C
rd. 155 fm Eichenstammholz, N, 1. Klasse ii 545 „ ,, „ 2. ,,
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hauptsächlich aus den Abteilungen 30, 31, 44, 45 und 54 (Försterei Rödgen)
rd. 50 fm Buchenstammholz, N, 3. Klasse
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ii 25 ,, ,, A, 3. ,,
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hauptsächlich aus den Abteilungen 31, 44, 45 und 54 (Försterei Rödgen)
soll auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden.
Das Holz wird ohne Rinde gemessen, nach der Homa aufgearbeitet und an die Abfuhrwege gerückt. Entfernung von der nächsten Bahnstation 4—5 km. Nähere Auskunft erteilen das Hessische Forstamt Gießen (Fernruf Gießen 2936) und Förster Brück in Rödgen bei Gießen.
Schriftliche Angebote, getrennt für jede Holzart und Klasse und mit der Aufschrift „Nutzholzverkauf vom 15. XII. 34" versehen, sind bis zum
Samstag, dem 15. Dezember 1934, 12 Ahr.
an die Bürgermeisterei Gießen, Zimmer 8, einzu- reichen.
Gießen, den 5. Dezember 1934.
Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister.
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Am Montag, io. Dezember 1934, findet im Lass Leib, Walltorstraße, eine Veranstaltung der Fachgruppe Gaststattengewerbe zugunsten des Winierhilfswerkes 1934/35 statt 4 (Zs ist gelungen, folgende Mitglieder des Stadttheaters zur Mitwirkung zu gewinnen:
Heinz Weiser, Lieder und Arien
Hansi Salzmann singt aus unseren Operetten Franz Valckenberg, heitere Lieder Maria Perry, Lieder und Arien Gert Geiger, Ernstes und Heiteres
Hilde Plank, Tänze Paul Nieren, Ansager
Vorgesehen ist ferner die Aufführung eines Skeffches durch Mitglieder des Stadffheaters
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Den musikalischen Teil der Veranstaltung bestreitet die Kapelle Krengel 4 Beginn der Veranstaltung 21 Uhr
Eintritt 50 Pfennig. Vorverkauf:
Zigarrenhaus Eubana, Marttstr., Wilhelm Möser, Seltersweg
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Äla Anzelgen-Miiengefellfchaft
Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften
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Wettervoraussage.
Einem mächtigen Hochdruckgebiet mit sehr fielt. Temperaturen über Osteuropa steht lebhafte Wirk^ tätigkeit auf dem Atlantik gegenüber. Da letzt-? sich aber nicht in größerer Entfernung von i? abspielen wird und auch der Luftdruck über Sj? Westeuropa kräftig ansteigt, ist eine stärkere (Einf[£ nähme von Tiefausläufern auf unser Wetter doS unwahrscheinlich, der Zustrom milder Subtropifn wird unser Gebiet nicht mehr erreichen, anders die zu erwartende Abkühlung aber nur lanal^ Fortschritte machen.
Aussichten für Samstag: Vielfach nebel, sonst meist wolkig und nur noch oereüv. leichte Niederschläge, im ganzen kühler, meist übt-i Winde.
Lufttemperaturen am 6. Dezember: mittags ’rl Grad Celsius, abends 6,3 Grad; am 7. Dezenz..! morgens 5,4 Grad. Maximum 11,1 Grad, Mini^I 3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 6 £1 abends 7,3 Grad, am 7. Dez.: morgens 5,4 Celsius. — Niederschläge 2,4 Millimeter.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm ße{ Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übS Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans ö verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: The^ Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und fori?- Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbrutftn R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 y Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. niet» Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 % mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gity
Saarkundgebiity
der Gießener BurschenscM
Am Sonntag, 9. Dezember 1934.20 findet in der Neuen Aula der UnlvenZ eine Saarkundgebung der Gießener £ schenschatt statt. — Es wirken u,it: Der Männergesangverein Groß-Rosse- (Saar); der Akademische Gesangvert:: unter Leitung von Prof. Temesvary; k- Musikzug der Reserve-Standarte 116 C, Festrede hält der Leiter der B.O.si brücken: Pg. Dr. Schumacher.
Die Feier ist für jeden alten und jungen Bundi», Schalter hochoffiziell. Auch laden wir die Bevölh rung der Stadt Gießen herzlichst ein.
Pr.Coburger, B.O.-Leiter, cand. med. Martin,örtl.Syrtcw
Aetchsfarmmwe 3m(er e. D. ortsgnwveGletze» Sonntag, 9.d.M. nachm. 2.30 Uhr
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am Samstag, dem S. Dezer. ।
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Vortrag usw.
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Sonntag, 9. Der. ab 5 Uhr nachm.
Fainülen- zalamnieiikunft mitWeihnachts- feier auf dem Schiffenbg. 7176D Postautobusverkehrt ab Bahnhof nachm. 3.55 Uhr, ab Ludwigsvlatz nachm. 4.00 Uhr. Rückfahrt abends 10.15 Uhr ab Schiffenberg bis Ludwigsvlatz u. nach Kl.-Linoen.
Kaufmännisches Vereinst
Samstag und Sonntag
Konzert mit
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