184. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
Kr. 209 Erste; Blatt 184. Zahrgang «rcitag, 1. September 1934
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HM« General-Anzeiger für Oberhessen zranttur/am Main N6M Druck und Verlag: vrühl'sche UnioerfitStrvuch- und Steinönitferei «.Lange in Sietzen. Schristleitung und GeschSftsstelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel B
Oer Führer bei den Pionieren der Arbeit
Der Arbeitsdienst hat sein Lebensrecht bewiesen
Der Führer fährt die Front des Arbeitsdienstes ab.
verständigen könnte, einschlafen zu lassen. Frankreich hat eine politische Bereinigung der Saarfrage
durch einen Vorschlag
Staaten mit Gefängnis nationalen Selbstbestim- die Rechtfertigung einer
Die französische Denkschrift wendet sich an drei Adressaten: an die Saarbevölkerung, an den Völker- lbund und an die deutsche Regierung. Was die erste Detrifft, so ist die Antwort nicht zweifelhaft. Die Versicherung, daß. im Falle der Entscheidung für Frankreich die Einwohner der Saar vor dem französischen Gesetze gleich, daß sie ohne Unterschied der Religion, der Sprache oder Rasse- die gleichen Bürgerrechte genießen würden, wie die anderen französischen Staatsangehörigen, wird, so meinen wir, !*ein deutsches Herz an der Saar betören und fran- üösisch machen. Die Elsässer können ein Lied über die Achtung ihrer Art und Sprache in der ttraff zentralisierten Republik singen! Die 15 Jahre Äölkerbundregierung und ihre Schulpolitik haben
Zessionen unter fremder Beherrschung, sondern Einreihung in die Rechte und Pflichten ihrer deutschen Volksgenossen.
Die Rechte und die Mitwirkung des Völkerbundes an der Inkraftsetzung des Abstimmungsergebnisses sind im Versailler Vertrag ausdrücklich bestimmt und umrissen. Er hat nach 8 35c gegebenenfalls „für die Wiedereinsetzung Deutschlands in das Gebiet Sorge zu tragen". Deutschlands Bedingungen oder Verpflichtungen aufzuerlegen, die über den Charakter einer notwendigen Ueberleitung der Verwaltung und über die Verteilung der von der Saarregierung eingegangenen, insbesondere der inanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 38 des Vertrags hinausgehen, liegt nicht in der Befugnis des Völkerbundes oder des Völkerbundrates: sie wären Eingriffe in innere deutschen An- gelegenheiten und stünden in Widerspruch mit dem in der Abstimmung von der Saarbevölkerung ausgesprochenen Willen, mit Deutschland vereinigt zu werden, so wie es i st, und nicht, wie es fremder Wille zu formen wünscht.
Die deutsche Haltung zu den französischen „Anregungen" ist damit gegeben. Die französische Politik trägt selbst die Schuld daran, daß man ihr in Deutschland mit wachem Mißtrauen begegnet, und
Aeichsarbeitssührer Hierl, der leuchtenden Auges und mit Stolz auf sein Werk sieht, nimmt nun das Wort, und der Führer, auf dessen Gesicht man die ganze Zeit die Freude über das sah, was mir alle erleben konnten, dankt ihm mit herzlich warmem Händedruck. Reichsarbeitsführer Hierl führt u. a. aus:
Mein Führer! Wir danken Ihnen, daß der Arbeitsdienst heute zum erstenmal in Massen vor Ihrem prüfenden Auge steht und zeigen kann, was aus ihm im Laufe des letzten Jahres geworden ist. So wie hier die 52 000 auf diesem Platze, so stehen in dieser gleichen Stunde im ganzen Deutschen Reich in mehr als tausend Arbeitslagern 180 000 A r b e i t s m ä n n e r zum Appell angetreten, um mit uns diese Feierstunde des Arbeitsdienstes gemeinsam zu erleben. Sie alle tragen die gleiche Tracht, stehen in der gleichen festen Ordnung und sind beseelt vom gleichen Geist. Im harten Ringen gegen Anfeindungen, Schwierigkeiten und Hindernisse aller Art hat der Nationalsozialistische Arbeitsdienst im verflossenen Jahr seine Lebenskraft und damit sein Lebensrecht bewiesen. Die hohe Anerkennung, die Sie, mein Führer, bei der Besichtigung
ren Sinn um die tiefere .Absicht des französischen Vorstoßes zu erblicken. Die Kundgebung der Saarbevölkerung haben auch wohl in Paris keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Abstimmung ohne Rücksicht auf Sonderinteressen der Klasse, der Religion oder des wirtschaftlichen Vorteils unter dem alles beherrschenden Gefühl des Bekenntnisses zum Deutschtum stehen wird. Alle bisherigen Versuche, religiöse, soziale, wirtschaftliche oder politische Gegensätze zu Motiven der Abstimmung zu machen, sind immer wieder gescheitert. Wenn es Frankreich nicht gelingt, die Abstimmung von dem nationalen Ethos zu entfernen, von dem sie bis jetzt bestimmt wird, so ist seine Sache verloren. Deswegen werden jetzt die Bestimmungen des Versailler Vertrages als ungenügend befunden, und deswegen sollen nun neue Texte geschaffen werden, die den Saarländern die Vorteile der französischen Lösung ober zumindest der weiteren Regierung durch den Völkerbund verlockend vor Augen stellen, ihre Rückkehr zu Deutschland aber mit Nachteilen für den Einzelnen und für das Ganze belasten. Ein Stimmenkauf im großen, den, im kleinen geübt, die Gesetzbücher der zivilisierten ahnden, ein Ersatz des mungsrechtes, das allein
genroärtlge Denkschrift enthält zu viel, um Mißtrauen über einigem, über das man sich
von der Saar, um die wir kämpfen." Eine zweite Stimme fragt: „Kamerad, von welcher Arbeit komstt du?" Und wieder lösen sich die Antworten: „Vom Amboß, vom Schreibtisch, aus dem Hörsaal" und bann anklagenb „Ich war arbeitslos, unb meine Hänbe oerborrten mir am Leibe."
„Ich halt' einen Kameraden"
Nun schallt ein Chor heraus zur Tribüne: „Wir stauben nicht im Donner ber Granaten unb sinb doch Solbaten." Gebämpst unb getragen spielt bie Kapelle nun bas Lieb vom guten Kameraben. Die Arme heben sich zum Gruß im (Bebenfen an bie Toten unb bie Fahnen senken sich auf ben grünen Rasen, unter bem überall bie Toten bes deutschen Heeres liegen, unb aus ben grauen
solchen Abstimmung ist, uuiu, »ikh ^uHu,iuy stchmcihlichen unb gegen die guten Sitten verstoßenden Seelenhandels.
am 29. Juni d. I. unseren Leistungen gezollt haben, haben uns tief beglückt. Der Arbeitsdienst ist ja, wie kaum eine andere Einrichtung, sichtbarer Ausdruck Ihres staatsmännischen Wollens, nämlich durch Arbeit in Frieden und Ehre unserem Volke bessere Lebens- verhältnisse zu schassen. Wir bearbeiten deshalb im Deutschen Arbeitsdienst den deutschen Boden, um ihm bas abzuringen, was unser beut« sches Volk braucht, um seine wirtschaftliche Selb- ftänbigfeit unb Freiheit wahren zu können. Wir bearbeiten ben jungen beutschen Menschen im Geiste ber nationalsozialistischen Weltanschauung unb helfen so mit, unser Volk zu erneuern aus bem ewig sprubelnbem Quell beutschen Geistes und deutscher Kraft.
Der Führer spricht.
In atemloser Stille tritt bann ber Führer an bas Mikrophon:
Mein Parteigenosse Hier!! Das Werk, bas ich hier vor mir sehe, ist, ich weiß es, Ihr Werk. Den Dank für triefe große Arbeit wirb bie ganze beutsche Nation abstatten, wenn ber Segen unb bie Früchte biefer Arbeit bereinft erblühen. Meine Arbeitsmänner! Zum ersten Male nehmt
Blöcken lösen sich roieber Worte: „Flanbern, Somme, Lüttich, Düna, Jsonzo, Osten", unb bas (Bebenfen an bie Toten ber nationalsozialistischen Revolution schließt mit bem Ruf: „Kameraben, bie Rotfront unb Reaktion erschossen". Unb nun heben sich roieber bie Fahnen unb flattern im frischen Mor- genroinb. Unb ein hohes Lieb braust über ben Platz: „Wir bienen bir mit bem Spaten, benn wir sinb ber Arbeit Solbaten". Unb noch einmal hören wir beschroörenb: „Wir werben bich niemals verraten, benn wir sinb ber Arbeit Solbaten". Dem Nationalsozialistischen Arbeitsbienst, ber bie schönste Derförperung nationalsozialistischen Geistes barstellt, blieb es vorbehalten, aus echt nationalsozialistischem unb revolutionärem Geist eine Feier- ftunbe zu gestalten, bie wirflich eine Anbachtsstunde an Deutschland war.
als Bestandteil unb psychologische Voraussetzung einer endgültigen Versöhnung beiber Völker nicht gewollt unb bie peinliche Erfüllung bes Vertrags verlangt. Seine plötzliche Neigung, den Vertrag zu ergänzen unb zu erweitern, macht uns stutzig. Wir werben die Rollen wechseln unb auf einen Notar unb Abvokaten anderthalbe setzen!
Barihous Romreise.
Eine Vereinbarung mit Italien wird dementiert.
L o n b o n , 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Reuter melbet aus Paris, baß Außenminister B a r t h o u am Donnerstagabenb erklärt habe, bie Melbung, wonach Italien unb Frankreich eine Vereinbarung über bie Parität zur See, bie militärische unb politische Zusammenarbeit sowie bie Bilbung einer Einheitsfront gegen Deutschland) erreicht hätten, sei völlig unzutreffend Eine ähnliche Erklärung gab ber französische Botschafter in Rom, Graf b e Chambrun, einem Reuter-Vertreter ab.
„Daily Telegraph" bagegen glaubt berichten zu können, man hoffe, baß ber Besuch Barth o u s in Rom im nächsten Monat eine Vereinbarung über bie brei wichtigsten Meinungs
Frankreichs Saardenkschrist.
Man hat bie französische Politik unb Diplomatie treffenb bamit charakterisiert, baß sie abvokatisch unb notariell sei, unb ber „Temps" hat neulich diese natürlich kritisch gemeinte Prägung sich zu eigen gemacht und sie als die „Ehre Frankreichs" bezeichnet. Man kennt das Pochen auf Verträge, mit dem die französischen Politiker, die allerdings zumeist aus dem Advokatenstande hervorgegangen sind, jede durch Zeit und Veränderung ber Verhältnisse gerechtfertigte Revision veralteter Verträge zu verhinbern suchen, auch wenn in diesen Verträgen selbst die Möglichkeit einer solchen Revision vorgesehen ist. In biesem Geiste haben sie sich einer rechtzeitigen Vernunft in ber Reparationspolitik wibersetzt, bis — zu spät für bie wirtschaftliche Genesung ber Welt — bas Kartenhaus ber Reparationen von selbst zusammenfiel; in biesem Geiste haben sie wegen ein paar Tonnen Kohlen unb einiger Waggons Telegraphenstangen bas leichtfertige Ruhrabenteuer in Szene gesetzt, bie Reparationskraft Deutschlands enbgültig gebrochen unb bie Grunblage für bie politische Entwicklung in Deutschlanb gelegt, über bie sie sich heute nicht laut genug beklagen können. In diesem Geiste haben sie ben großzügigen unb aus dem Wunsche ber Versöhnung geborenen Vorschlag Deutschlanbs, sich über bie Saarfrage zu einigen, bamit ber Stachel einer Abstimmungsniederlage bas künftige Verhältnis nicht belaste, zurückgewiesen mit ber angesichts ber Verhältnisse rein formalen Begrünbung, baß bas Recht ber Saarlänber auf Abstimmung nicht beeinträchtigt werben bürfe.
Nun gut: bie Saar wirb ab stimmen, unb es ist fein Zweifel, w i e sie abstimmen wirb. Aber die französischen Advokaten unb Notare in Ministerämtern fommen aus ihrer Sorge für bie geliebten Bewohner bes Saarlanbes nicht heraus. In einer großen Denkschrift roenben sie sich selbst an den Völferbunb mit ber Anregung, jetzt schon eine Reihe von Fragen zu entscheiden, bie sich nach der Abstimmung unb, je nachdem wie sie ausfällt, ergeben fönnten. Dieses Verlangen ist fonberbar, denn im vierten Abschnitt bes brüten Teiles bes Vertrages von Versailles sinb alle Fragen in ben (Brunbünien geregelt, bes Vertrages, auf ben dis französische Politif sonst wie auf bie Bibel schwört unb an bem sie fein Komma vermißt unb keines geänbert wissen will. Plötzlich entbecft sie bas Bebürfnis zu Ergänzungen unb Ausführungsbestimmungen, wo sie sich sonst auf bie flare Sprache bes Vertragstextes beruft. Woher kommt bieses plötzliche Mißtrauen ber Notare in bie Einbeutigkeit ihrer Ur- funbe? Die Frage ist nicht schwer zu beantworten.
Die Denkschrift begrünbet ihren Vorschlag natürlich mit ber Sorge um bie Interessen ber Saar- beoölferung, bie durch „unooUftänbige bzw. nicht genügenb überlegte Entschlüsse", bie nach ber Abstimmung gefaßt würben, verletzt werben könnten. Dies hört sich sehr harmlos unb treuherzig an, obwohl nicht einzusehen ist, warum bie zu fassenben Entschlüsse jetzt vollstänbig unb überlegt, nach der Abstimmung aber „unvollstänbia unb unüberlegt" sein müssen. Das kann es also nicht sein. Aber so geschickt bie Verfertiger bes Schriftsatzes auch sinb, sie haben es nicht oermeiben können, baß ber Pferbefuß unter ihrer Amtsrobe beutlich sichtbar wirb: „Die Zuverlässigkeit ber Volksabstimmung kann nur dadurch gewinnen, baß bie Bevölkerung bes Saarlanbes nicht im Zweifel über bie Tragweite unb Folgen ihrer Stimmabgabe gelassen wirb!"
In biesem kleinen Satze, ber bem Politiker im Abvokaten entschlüpft ist, haben wir b en wah -
Der Tag des Arbeitsdienstes.
Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Der brüte Tag bes Parteitages 1934 war bem nationalsozialistischen Arbeitsbien st vorbehalten, ber mit 52 000 Mann in einem großen Zeltlager in Langwasser Quartier bezogen hatte. Währenb in ber Stabt ununterbrochen währenb ber ganzen Nacht Sonberzüge ber Politischen Organisation eintrafen, brach ber Arbeitsbienst schon gegen 6.30 Uhr in zwei gewaltigen Säulen mit flingenbem Spiel zur Zeppelin-Wiese auf, wo sich ber Einmarsch in mustergültiger Ordnung abwickelte. Die Spielmanns- unb Musikzüge nahmen vor ber großen, bas gewaltige Felb beherrschenben Tribüne Ausstellung, währenb bie Abteilungen innerhalb ber Gruppen in Linien zu vier ©liebem aufmarschierten. Ein großes Vorfelb blieb für bie Darbietungen ber Lehrabteilungen frei. In gewaltigen Dimensionen erhebt sich über ber Mitteltribüne bas Hoheitsabzeichen, rechts unb links von je brei Fahnen flankiert, bereu mittlere bie bes Arbeüsbienftes ist. Kurz vor 10 Uhr ertönt bas Kommanbo: „Arbeitsbienst, stillgestanben!" Wie aus Erz gegossen stehen in unübersehbaren Reihen bie braunen Kolonnen.
„Spaten über! Achtung! Die Auaen links!" Heil- Rufe fünben schon von ferne bie Ankunft bes Führers an, ber nun in Begleitung bes Reichsinnenministers Frick unb feiner Abjutanten Brückner unb Schaub auf ben Platz fährt. Die Heil-Rufe steigern sich zu einem Orkan, als ber Führer zur Ehrentribüne hinaufsteigt. Die Musik spielt ben Bayerischen Avanciermarsch. Wie eines Messers Schneibe fliegen bie blinfenben Spaten ber Arbeitsmänner empor. Die vier Musik- züge vor ber Tribüne schlagen ben Präsentier- marsch. Als ber Führer auf ber Rebnertribüne eintrifft, melbet ihm ber Reichsarbeitsführer Hierl: „52 000 Arbeitsmänner zum Appell angetreten." Der Führer grüßt: „Heil, Arbeitsmänner." Donnernb schallt bie Antwort aus 52 000 Kehlen: „Heil, mein Führer!"
Das Lied von der Arbeit.
Die L e t) r a b t e i l u n g e n , bie in ber Mitte zwischen ben beiben riesigen Blocks in der graubraunen Tracht Aufstellung genommen haben, setzen sich in Bewegung. In der ersten Reihe Fanfarenbläser und Männer mit dumpf klingenden Landsknechtstrommeln, dahinter die leuchtend roten Fahnen des Arbeitsdienstes. Als sich die Kolonnen langsamen Schrittes in Bewegung setzen, hat man ast den Eindruck eines mittelalterlichen Lands- knechtsmarsches. Drohend unb murrenb kommen bie Trommeln näher. Nun ist bas erste (Blieb ber Blocks erreicht. Die Lehrabteilungen teilen sich, unb nach links unb rechts brechen nun bie langen Reihen ber Fahnenschwinger ab. Die Lehrabteilungen mar« chieren vor ber Führertribüne auf. Wenige Musik- tafte, roieber Trommelbröhnen, unb nun tönt ein altes Lanbsknechtslied auf: „Weit laßt die Fahnen wehen, wir roöln zum Sturme gehen, treu nach Landsknechtsart. Laßt den verlorenen Haufen voran zum Sturme laufen, wir folgen dicht geschart." Unb zum Takte schwingen bie Fahnenträger ihre Fahnen, ein wunberschänes Bilb in ber leuch- tenben Morgensonne, bie nun burch bie dunklen Wolken gebrochen ist, die den ganzen Morgen den Himmel verhüllten.
Aus dem gewaltigen Block der erdbraunen Arbeitsmänner löst sich eine helle klare Stimme und schwingt sich über bas Feld: Ein Gelöbnis des Arbeitsdienstes an den Führer. Der Sprechchor antwortet erschütternd, aufwühlend und mitreißend seine Worte: „Hier stehen wir, wir sind bereit und tragen Deutschland in die neue Zeit." Symbolisch bringt der Arbeitsdienst nun zum Ausdruck diese riesige Volksgemeinschaft, die er in sich selbst verkörpert. Fragend erhebt sich eine Stimme: „Kamerad, woher kommst du?" Und aus allen Ecken des Feldes schallen nun die Antworten: „Aus Pommern, aus Bayern, vom Rhein, aus Königsberg, von der Waterkant, aus Thüringen, aus Schlesien,
Verschiedenheiten zwischen den beiden Ländern bringen werde, d. h., über die Parität zur See, die Stellung Italiens in Tunis unb bie Regelung ber libyschen Frage. Der Pariser Korresponbent ber „Times" schreibt zu bem Dementi, es habe neuer» bings eine bemerkenswerte Besserung ber italienisch-französischen Beziehungen gegeben. Die Sorge Frankreichs unb Italiens um Aufrechterhaltung ber österreichischen Unabhängigkeit habe beibe Parteien ermutigt, ein Maß von Zusammenarbeit zu erstreben, bas nur erreichbar sei, wenn bie vorhanbenen Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen würben. Aber eine Lösung bes Problems, falls sie erreicht werbe, werbe schwerlich bas M i ß- trauen Südslawiens unberücksichtigt lassen.
Das italienische Königspaar besucht die Exkaiserin Zita.
Rom, 5. Sept. (DNB.) Im strengsten Inkognito fanb am Mittwoch in Schloß Pianora bei Viaregaio eine Zusammenkunft zwischen bem italienischen Koniaspaar unb ber Exkaiserin Zita mit ihren sämtlichen Brübern unb Söhnen, außer Otto, sowie ber Großherzogin von Luxemburg unb ihrem (Batten, bem Prinzen Felix von Bourbon, einem Bruber Zitas, statt. Das italienische Königspaar hatte eine etwa breioiertelftünbige Unter» rebung mit ben Angehörigen bes Hauses Bourbon unb kehrte anschließend nach San Rosore, (einem Sommeraufenhalt, zurück.
auch der Saarbevölkerung gezeigt, wo sie nach wei- bie gege; teren zehn Jahren stehen würben, wenn sich bie dieses M Beglückung mit französischer Kultur ungehemmt an r,,J ihr austoben könnte. Hier also ist keine Gefahr; die Saarländer wollen keine zweifelhaften Kon-
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