Das „Fest der deutschen Reise" im Verliner Zoo.
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Zum „Fest der deutschen Reise" im Berliner Zoo, das im Rahmen der großen Werbeaktion für den deutschen Reiseverkehr abgehalten wurde, waren Trachten-Abordnungen aus allen deutschen Gauen erschienen. — Unser Bild zeigt den Präsidenten des Bundes deutscher Verkehrsverbände, Stoatsminister Hermann Esser, bei der Begrüßung einer Trachtengruppe aus Bayreuth.
bieten würde, scheint sich doch in Holzverkäuferkreisen eine leicht nervöse Stimmung bezüglich der Nutzholzversorgung geltend zu machen. Das drückt sich naturgemäß auch in den Preisgeboten aus. Ebenso wird verschiedentlich darüber geklagt, daß der Holzoerbraucher eine dem Rundholzpreisstand entsprechende Preislage nicht einräumen will. Besonders dem Platzhslzhandel soll es schwer möglich sein, Verkaufspreise zu erzielen, die mit seinen Einkaufspreisen in Einklang zu bringen sind. Auch die holzverarbeitende Industrie kann nur sehr langsam ihre Preise der Rund- und Schnittholzpreisbewegung anpassen.
Berliner Krühbörse.
Berlin, 3. April. (DNB. Funkspruch.) Der vorbörsliche Frühverkehr lag nach der mehrtägigen Unterbrechung durch die Osterfeiertage ruhig, die Grundstimmung war aber weiter freundlich. Insbesondere setzt man auf den Kupontermin größere Hoffnungen, da wieder ein erheblicher Betrag von Kuponerlösen frei wird. Auch ist am 1. und 15. d. M. die Rückzahlung von Schuldbuchforderungen zu erwarten. Neben den zuversichtlichen Nachrichten, die wieder aus der Wirtschaft vorliegen, findet vor allem die französische Schwenkung in der Ab- rüstungssrage Beachtung.
Am Valutamarkt war das Pfund fest, anscheinend spielt hierbei der günstige englische Haushaltsabschluß eine gewisse Rolle. Gegen Kabel errechnet sich der Kurs auf 5,14 und gegen Mark auf 12,90. Der Dollar war mit 2,51 etwas schwächer.
Frankfurter SchLachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 3. April. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 790 Rinder (345 Ochsen, 42 Bullen, 205 Kühe, 188 Färsen), 211 Kälber, 17 Schafe, 2667 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 25 bis 34 Mark, Bullen 24 bis 30, Kühe 15 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 25 bis 35, Kälber 30 bis 50, Schweine 40 bis 47 Mark. — Marktverkauf bei allen Viehgattungen mittelmäßig.
Deutschlands größter Rechenmeister starb vor 375 Jahren.
Adam Riese, Kanzlist und Rechenmeister der Bergoerwaltung von Annaberg, starb vor 375 Jahren, am 30. März 1559. Das Verdienst Rieses besteht darin, daß er Rechenbücher herausgab, die infolge der Klarheit der Darstellung und der Flüssigkeit des Stils auf lange Zeit hinaus grundlegend für das Rechnen wurden.
Schweinemarkt in Butzbach.
pb. Butzbach, 30. März. Zum gestrigen Schweinemarkt waren 228Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 17 RM., von 6 bis 8 Wochen 17 bis 21 RM., von 8 bis 13 Wochen 21 bis 26 RM., für Läufer 27 bis 28 RM., für Einleger bis zu 40 RM. Der Handel war mäßig, es verblieb Ueberstand.
straße, vor der früheren alten Klinik, dem Hauptzollamt, am botanischen Institut unserer Alma mater, an der Ecke Landgraf-Philipp-Platz— Senckenbergstraße usw. anzusehen, ebenso den Garten vor dem Universitäts-Forstinstitut in der Braugasse. Er muß das aber gleich tun, denn ich nehme an, daß infolge meines Notschreis diejenigen, die sich getroffen fühlten, sofort für Abhilfe sorgen werden. Auch die Ecke beim Hotel Viktoria und vor dem Hause Brinkmann sehen sehr wenig einladend aus, ganz zu schweigen won der furchtbaren Müll- arube an der Bahnhofstraße oberhalb des Eafe Amend, also auf der anderen Seite der Wieleck. Gerade in dieser Gegend, die der am Bahnhof Ankommende zunächst sieht, sollte vor allen Dingen Ordnung herrschen. Man weiß ja, der erste Eindruck ist entscheidend. Der Gipfel aber in dieser Hin- sicht, also in Bezug auf Unordnung ist der „Vorgarten" des Liebigmuseums. Dieser gleicht aufs Haar einer Schuttabladestelle, und zwar schlimmster Art. Dieser „Vorgarten" paßt schlecht zu dem Heiligtum unserer Stadt, das doch dem Andenken an einen seiner größten Mitbürger gewidmet sein soll. Es lohnt sich, sich diese Stätte des Grauens einmal anzusehen.
Hoffentlich tragen meine Zeilen dazu bei, eine Besserung auf diesem sehr wichtigen Gebiet herbeizuführen, zum Nutzen der Stadt Gießen und ihrer Bewohner. Man nehme sich beispielsweise die städtischen Anlagen zum Muster, die namentlich in der nun kommenden Jahreszeit eine Zierde der Stadt und eine Freude für jeden Menschen mit Sinn für Schönheit, Ordnungsliebe und Sauberkeit bedeuten. B.
D^ Deutsche Reichsbahn im Februar.
■ er Güterverkehr der Deutschen Reichs- l)i. in hat sich im Februar im ganzen günstig entwickelt. Der im Januar übliche Tiefstand wurde rasch überwunden. Trat im Versand von Kohlen und Brotgetreide ein meist jahreszeitlich bedingter Rückgang ein, so wurde er wettgemacht durch den Mehrverkehr in Baustoffen, künstlichen Düngemitteln, Möbeln, Holz, lebenden Pflanzen, Kartoffeln, Butter und Eiern. Die Betriebsleitungen im Güterzugdienst haben zwar zahlenmäßig gegen Januar um 4,58 v. H. abgenommen, sind aber im arbeitstäglichen Durchschnitt um 2,57 v. H. gestiegen.
Der Personenverkehr war im Februar im ganzen etwas stärker als im Vormonat und überstieg den des Vorjahres nicht unbeträchtlich. Stärkerer Verkehr infolge politischer Veranstaltungen, der ersten Gesellschaftsfahrten „Kraft durch Freude" usw. führte zur Einlegung einer Reihe von Sonderzügen und konnte durch Fahrpreisermäßigungen begünstigt werden. Insgesamt sind im Februar 3379 überplanmäßige Züge gefahren worden gegen 1599 im Vormonat und 1212 im Februar 1933.
Die Betriebseinnahmen beliefen sich im Februar auf 232,66 gegen 239,06 Millionen Mark im Vormonat, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat waren sie um 31 Millionen höher. Die Ausgaben betrugen 260,3 gegen 260,9 Millionen Mark im Januar, so daß der Monat mit einer Mehrausgabe von 27,6 gegen 21,9 Millionen Mark abschließt.
Der Personalbestand zeigt mit 614,916 Köpfen gegen 615 384 im Januar keine wesentliche Veränderung.
Weiterer Produktionsanstieg in der Kalkindustrie des Lahntals.
Die schon verschiedentlich festgestellte Zunahme der Beschäftigung in der Kalkindustrie des Lahngebietes hat sich im März kräftig fortgesetzt. Ueber- all ist es zu Neueinstellungen gekommen. Es ift gelungen, dem Lahnkalk, der erstklassig ist, neue Abnehmer, besonders in Westdeutschland, zu erschließen und dort erfolgreich mit anderen, auch ausländischen Erzeugergebieten, in Wettbewerb zu treten. Für die günstige Entwicklung kann ein Diezer Werk als erfreuliches Beispiel angeführt werden. Dieses Werk hat von Februar bis jetzt feine Belegschaft von 65 Mann auf 173 Mann erhöht. Es konnte neben starkem Absatz in Rohkalk
Elternhaus, und in den Schulen belehrend gewirkt, und schon nach kurzer Zeit hatte sich die Bevölkerung an Ordnung und Sauberkeit gewöhnt. Das sollte auch in der Provinzial-, Haupt- und Universitätsstadt Gießen so gehandhabt werden. Ein böses Kapitel auf diesem Gebiet sind auch die Mülleimer, deren Inhalt zweimal wöchentlich abgefahren wird. In leider sehr vielen Hofreiten und Hauseingängen bleiben dann einfach Teile des Inhalts zurück, um deren Beseitigung sich niemand kümmert. Derartiges kann man sogar in den sogenannten vornehmen Stadtvierteln dauernd beobachten. Die betreffenden Hauseigentümer sollten bei ihrem Dienstpersonal und bei ihren Mietern darauf sehen, daß beim Herausstellen der Eimer und beim Wiedereinholen saubere Arbeit gemacht wird, und jeder sollte daran denken, daß derartige Zustände gewisse Schlüsse auf die inneren Verhältnisse der Menschen und ihrer Wohnstätten herausfordern.
Ein weiteres großes Uebel in bezug auf Ordnung und Sauberkeit stellen auch viele Vorgärten, und zwar in allen Stadtteilen dar. Wenn man auch heutzutage von manchem geplagten Hausbesitzer in Bezug auf Bepflanzung dieser Vorgärtchen nicht allzuviel verlangen kann — hierbei spielt übrigens auch der Geschmack eine wesentliche Rolle —, so darf man aber wenigstens erwarten, daß der schlimmste Unrat, namentlich Papierabfall u. dgl., entfernt wird. Leider treffen die eben gekennzeichneten, zum Teil geradezu widerlichen Zustände auch auf Vorgärten vor öffentlichen Gebäuden zu. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich, sich — um nur einige Beispiele zu nennen — die „Vorgärten" vor der Polizeistation Ecke Frankfurter und Liebig-
stein im März seine ganze Produktion an gebranntem Kalk, rund 3200 Tonnen, verkaufen. Die Aprilproduktion ist bereits ausverkauft. Diese Absatzsteigerung hat dazu geführt, daß neue Bahnanschlüsse bis an die Oefen herangelegt werden und mit dem Bau von mehreren modernen Schachtöfen mit Unterwindfeuerung in Kürze begonnen werden soll. Auch die Kalkhydratanlage soll erheblich vergrößert ^werden. Durch diese Neubauten soll die Produktion auf monatlich 5000 Tonnen gebrannten Kalk gesteigert werden. In diesem Werk werden also in Kürze weitere Neueinstellungen erfolgen. Der Entschluß zur Erweiterung der Werksanlage zeigt, wie günstig die weitere Entwicklung der Wirtschaft beurteilt wird und wie sehr auch bereits private Initiative die Entwicklung zu fördern sucht. Das Aprilkontingent der loggen- und
Weizenmühlen.
Der Vorstand der Wirtschaftlichen Vereinigung der Roggen- und Weizenmühlen gibt im „Reichsanzeiger" bekannt, daß im Monat April jede Mühle Roggen und Weizen in der Höhe des Märzkontingentes abzüglich 25 Prozent verarbeiten darf, wobei — wie bisher — ein Austausch von Roggen und Weizen im Rahmen der Kontingentsmenge nicht gestattet ist und Umtauschmüllerei für Selbstversorger und Deputatenempfänger im Kontingent liegt. Die vom 1. 9. 33 bis zum 31. 3. 34 und die ab 1. 4. 34 verarbeiteten Mengen werden auf das endgültige Kontingent einer jeden Mühle verrechnet.
Die Lage der Holzwirtschast
Der Reichsverband der Deutschen Waldbesitzerverbände berichtet: Das Geschäft in Nadelstammholz ist trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit noch immer recht lebhaft. Die zur Zeit stark einsetzende Holznachfrage von Seiten des Baumarktes, die von der Holzwirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres als sehr hoch eingeschätzt wird, verleitet zu weiteren Rundholzeindeckungen, lieber« all scheint man bestrebt zu sein, die günstige Verkaufslage weitgehendst auszunutzen. Die zu Beginn der Einschlagszeit im Vergleich mit dem jetzigen Preisstand zu verhältnismäßig vorteilhaften Bedingungen getätigten Abschlüsse, lassen die Holzwirtschaft bei ihren Resteindeckungen mit den Preisen höher heraufgehen, als es vom Standpunkt der Kaufkraft und allgemeinen Wirtschaftslage aus als erwünscht angesehen werden muß. Obwohl von forstlicher Seite immer wieder betont wird, daß man über den normalen Einschlag hinaus Rundholz an-
Buntes
Die germanische Frau als Aerztin.
Da in alten Zeiten der Priester zumeist auch als Arzt tätig ist, denn das Leiden gilt als Strafe der Götter und ihr Vertrauter als Besitzer kräftigen Gegenzaubers, so ist es erklärlich, daß priesterliche Stellung, die die Frau bei den alten Germanen besaß, ihr den Beruf der Aerztin nahelegte. Die weisen Frauen, denen außer der Sehergabe noch andere Zauberkraft eigen war, nahmen die Heilung als eine Art Opferdienst vor, in dem sie die beleidigte Gottheit versöhnten. In der späteren germanischen Mythologie gab es eine besondere Göttin der Medizin, Eir, und neben ihr erscheint eine göttliche Frau Menglödh im Kreise von neun heilkundigen Jungfrauen, deren Namen das Schützende, Warnende, Freundliche und Schonende weiblichen Wesens bezeichnen. Wie hier die Heilkunst in den linden Händen überirdischer Frauen gedacht ist, so hielt man auch die irdischen Frauen für die besten Aerzte. Es wird berichtet, daß der oberste der Götter, Wodan selbst, die Walküren in der Heilkunst unterrichtete, und wie diese Kampfjungfrauen die Kraft besaßen, mit Krankheiten die Menschen zu treffen, so konnten sie diese auch wieder von ihnen nehmen. Die Walküre Brünhild erflehte von den Äsen „heilende Hände". Die Frauen und Töchter der Germanen errichteten in der Wagenburg, in die sie sich während der Schlachten zurückzogen, eine Art Feldlazarett ein, um nach dem Bericht des Tacitus die Wunden der Männer sogleich in sachkundige Pflege zu nehmen. In der isländischen Saga finden wir des öfteren die Frau, die als Chirurgin tätig ist, fo etwa in der Geschichte vom Skalden Thormod, dem ein Pfeil tief in der linken Hüfte steckt. Die Aerztin nimmt eine Greifzange und will das Eisen herausziehen, aber es sitzt zu fest; da legte sie mit dem Messer den Pfeil so weit frei, daß die Zange ihn fassen kann, und nun reißt Thormod selbst die Waffe heraus, nachdem er der Aerztin einen Goldring als Lohn gegeben hat. Gewiß war die Behandlung noch stark mit Zaubermitteln verknüpft. Sprüche, Segen und Stäbe, mit geheimnisvollen Runen beritzt, galten als die beliebtesten Mittel. Zweifellos benutzte die germanische Frau ihre Stellung als Priesterin dazu, um eine starke Suggeftivkraft auszuüben, und sie wird eine solche mehr seelische Behandlung mit anderen Kuren verbunden haben. Sie besaß die Kunst, heilende Tränke aus Kräutern zu brauen, wohltätige Salben und Pflaster herzustellen; ja man hört sogar gelegentlich, daß Kaltwasser-Kuren angewendet würden, und sicherlich war die Wirkung bestimmter Quellen bei einer Reihe von Krankheiten bekannt. So gehörte es zu den großen und segensreichen Aufgaben der Germanin, den Kranken mit Rat und Tat beizustehen.
Eine rrov Jahre alte Rüstung.
In Lanuvio, einer Stadt von alter geschichtlicher Bedeutung, ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Rom, ist ein Fund von großer geschichtlicher und altertumswissenschaftlicher Bedeutung gemacht worden. Er besteht neben verschiedenen anderen Waffen und Gebrauchsgegenständen in einer Rüstung, die nach den angestellten Untersuchungen mindestens 2200 Jahre alt ist und die in dieser Vollständigkeit in Italien bisher nicht entdeckt worden ist. Sachverständige vermuten, daß die Rüstung von einem aus Griechenland kommenden Krieger getragen wurde, woraus geschlossen werden könne, daß Aeneas sich nach'den Trojanischen Kriegen mit feinen Soldaten in Lanuvio niedergelassen hat. Die Entdeckung wurde von Arbeitern gemacht. Das Skelett, zu dessen Füßen die Rüstung lag, zerfiel bei der ersten Berührung mit der Lust in Staub. Der Fund, der das Entzücken aller Altertums-Lieb- Haber erregen wird, ist aus gehämmerter und vergoldeter Bronze und besteht aus einem Harnisch mit Vorder- und Rückenstücken, die wunderbar modelliert sind; dazu kommen Scharniere und Spuren einer Unterkleidung aus Leder. Der Bronze- Helm hat Kopfform und schließt dicht an; er bedeckt den Hals bis zum Nacken und hat Ohrenstücke mjt goldenen und silbernen Ecken; außerdem besitzt er eine Vorrichtung zur Anbringung der Federn. In dem Staub des Skeletts wurden zwei künstliche Augen in Gold und Emaille gefunden, die genau in
Allerlei.
die Augenlöcher des Helmes hineinpassen. Neben diesem Hauptfund wurden an der Ausgrabungsstätte verschiedene andere Gegenstände von ebenfalls großer Bedeutung entdeckt, u. a. ein gekrümmtes vergoldetes Schwert, eine Bronze-Vase in Schalenform, wie sie in den alten Olympischen Spielen Verwendung fand, eine Speerspitze, eine Schnalle aus Bronze mit ßeöerüberreften, Zaumzeug und Rüstungsteile eines Pferdes, Teile von Schnür- fandalen und einer Axt, kleine Begräbnis-Vasen, in denen noch Salbe enthalten ist, Bronze-Nägel und noch manche andere Gegenstände, die noch genauer untersucht werden müssen.
Kunst und Wissenschaft.
„Woche des deutschen Buches".
In der Woche vom 15. bis 21. April veranstalten die in der Reichsschrifttumskammer zusammen- gefaßten Verbände und Gruppen eine „Woche des deutschen Buches" mit den Leitworten: Arbeitsbeschaffung, Volksgesundheit, Bauerntum. Die Veranstaltung soll dazu dienen, der Gesamtheit des deutschen Volkes die Bedeutung des Buches im Aufbau der Nation zu Beginn des zweiten Arbeitsjahres des nationalsozialistischen Reiches wiederum eindringlich vor Augen zu führen. Es muß erreicht werden, daß in dieser „Woche des deutschen Buches" jeder Deutsche ein Buch kauft, um es einem anderen Volksgenossen zum Geschenk zu geben. Zur Vorbereitung der „Woche des deutschen Buches" ist ein Arbeitsausschuß gebildet worden, in dem sämtliche Verbände der Reichsschrifttumskammer vertreten sind. Es ist selbstverständlich, daß sich alle Gliederungen der Kammer unter Aufbietung aller Kräfte in den Dienst der Veranstaltung stellen und mit Wort und Bild, Schrift und Druck, mit kleinen und großen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit allen dafür zuständigen örtlichen, staatlichen, städtischen und parteiamtlichen Stellen für das deutsche Buch einsetzen. Mit Absicht hat die Reichsschrifttumskammer davon abgesehen, besondere Veranstaltungen planmäßig vorzuschreiben. Sie läßt allen ihren Gruppen und Verbänden völlig freie Hand, das zu planen und durchzuführen, was ihnen für einen durchschlagenden Erfolg wirksam zu fein scheint. Der Erfolg muß den Beweis erbringen, daß die in der Reichsschrifttumskammer zufammengefaßten deutschen Menschen die großen Aufgaben mit Treue und Fleiß zu erfüllen vermögen, die ihnen der Führer und Volkskanzler gestellt hat.
Erzähler-Preis der „neuen linie“ 1934.
Zum drittenmal gelangte der Erzählerpreis der „neuen l i n i e" (Gesamthöhe von 15 000 Mk. über 5 Jahre) zur Verteilung. In diesem Jahr standen 3000 Mk. zur Verfügung. Ehrenamtliche Preisrichter: Paul Fechter, Helene von N o st i z, Wilhelm von Scholz, Will Vesper und Bruno E. Werner. Den 1. Preis (in Höhe von 1000 Mark) erhielt Maxim Ziese, der bekannte Dramatiker. Den 2. Preis Andreas Z e i t l e r, den 3. Preis Werner B e r g e n g r u e n. Den 4. Preis der Südtiroler Dichter Hubert' M u m e 11 e r , den 5. Preis Eberhard Schulz und den 6. Preis der österreichische Schriftsteller Herbert Stifter. Angekauft wurden u. a. Erzählungen von Lene Wenk, Athen, Martin Rahlenbeck, Bad Pyrmont, Ruth Storm, Berlin. Die Erzählungen erscheinen laufend in der „neuen linie" vom Maiheft an. Der Wettbewerb fand stärkste Beteiligung. Die schriftstellerische Durchschnittsleistung der Einsendungen zeigte überraschende Höhe. Zahlreich besonders die Einsendungen von Ausländsdeutschen in Europa und Ueberfee; erfreulicherweise errang das Auslandsdeutschtum mehrere Preise.
Svrccin'tuslden Der Nc-aktion.
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