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SS. bläst zum Sammeln gegen Hunger und Kälte

kenball.

Iwiuiuuyi 10 uis ^u, jvo|entoi)i öd Ps., yeiupaiat 1 bis 1,50 Mark, Zwiebeln 10 Pf., Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 25, Aepfel 15 bis 25, Birnen

^reiinbe nna ftcm g^roorben und absolut. Diese Freunde Schifferknoten als Krawatte. Und all diese Pracht

^reunve aus vem MinterPUG, aus bem Amberbu« stehen wie bunte Wachsfiguren blieb herrlich wie am ersten Tag, obwohl Sigis- o -nrr»_____«xv____________ in uBF Ü)(hPHP Unipfp« (\priorta nhsr tot »v.a »»«X ff x:£rt_."±. z». 3<

Äon Werner Bergengruen.

r- oevmann öic

Iber noch s besonders am und noch Bekanntschaft

Diese Gestalten also haben wir in unser Herz und Leben genommen zu einer Zeit, da wir selber noi' in der magischen Welt zu Hause waren i nichts ahnten vom Unterschied zwischen wahren und Lusgedachten Geschichten. Und das gibt diesen Wesen einen wunderlichen Vorrang vor all den Gestalten der Dichtung, die wir später, als Heranwachsende oder Herangewachsene, kennenlernten. Noch eins haben sie für sich: ihre Reihe ist geschlossen, es fön» nen sich keine Fremdlinge zu ihnen gesellen; sie sind längst allem Streit der Literaturmeinungen entrückt.

b a ch, der in der letzten Zeit seinen 80. Geburtstag feiern durfte. Der vorgesehene Vortrag von Pfarr­assistent B e r n b e ck überVolksdeutsche Aufgaben der evangelischen Kirche jenseits der Grenze" wurde verschoben zugunsten einer Aussprache über aktuelle Fragen.

Gießener Wochenmarltpreise.

Sin Vornan der White-Star £inte

Der englische Lyriker M. John Masefield sieht sich in der letzten Zeit fast in jeder großen englischen Zeitung gedruckt. Allerdings nicht, wie man von vornherein annehmen mochte, im unter­haltenden Teil der Blätter, sondern auf ihren An­zeigenseiten, auf denen er einen Aufruf veröffent­licht. Der Dichter hat nämlich die Absicht, ein Epos der bekannten englischen Schiffsr^ederei, der White- Ltar-Linie, zu schreiben, deren Schiffe, dte er im

Hafen von Liverpool ausfahren sah, in seinen Kindheitserinnerungcn eine große und anregende Rolle spielen. Ob er die Geschichte dieser Gesellschaft, die die Geschichte der englischen Kauffahrteischiffahrt der letzten siebzig Jahre schlechthin umfaßt, in Strophen oder in Prosa dichten will, verrät Mase. field in seinem Aufrufe nicht, der sich an alle Eng- länder wendet, die jemals mit White-Star=(5d)iffen aefahren sind, und sie bittet, dem Dichter alle in ihrem Besitz befindlichen Dokumente, Anekdoten, Zeichnungen und Photos über die White-Stanßinic für sein Werk auszuleihen. Besonders dramatisch mag der Dichter den Untergang derTitanic" ge­stalten, die der Gesellschaft gehörte.

* Gießen, 3. Febr. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 Mark, Kochbutter 1 bis 1,05 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 11 bis 12, Wirsing, das Pfund 15 bis 18, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15. Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 18 bis 20, Rosenkohl 35 Pf., Feldsalat 1

12 bis 20, junge Hähne 80, Suppenhühner 70 bis 80, Gänse 65, Enten 85, Blumenkohl, das S'ück 30 bis 60, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35 Pf.

Daten für Samstag, :r. Februar.

1813: Aufruf Friedrich Wichelms III. in Breslau Mr Bildung freiwilliger Jägerkorps; 1845: der Dichter Ernst von Wildenbruch in Beirut geboren (gestorben 1909); 1851: der Maler Wilhelm Trüb- ner in Heidelberg geboren (gestorben 1917).

Taten für Sonntag, 4. Februar.

1682: Friedrich Büttger, Erfinder des Porzellans, in Schlitz geboren (gestorben 1719); 1871: Gou­verneur a. D. Schnee in Reuhaldensleben geboren; 1915: Winterschlacht in Masuren (bis 22. Fe­bruar); 1921: der Dichter Karl Hauptmann in Schreiberhau gestorben (geboren 1858).

Indessen darf der Lobsänger der Freunde nicht verhehlen, daß sie auch zu Feinden werden können. Dies geschieht da, wo sie uns den Zugang zu ihren namensgleichen Urbildern versperren: weil viele Menschen in ihrem ersten Lebens'ahrzehnt mit Don Quixote, Siegfried, Gulliver, David Copperfield und Ali Baba Freundschaft geschlossen haben, nämlich auf Grund mehr oder weniger geschickt ab'^tafiter Jugendschriften, so verfallen sie später nich" mehr darauf, zu Cervantes, Swift, Dickens, zum Nibe­lungenliede oder zum wirklichen Wunderbuch von den taufend Nächten und der einen Nacht zu greifen. Solchen bleibt eine unausschöpfbare Fülle der Herrlichkeit verschlossen.

Don Quixote" etwa gilt ihnen als die Geschichte eines pudelnärrischen Kauzes, mit Erlebnissen von drastischer Außenkomik; sie erfahren nicht, daß wir es hier mit einer der wenigen Dichtungen zu tun haben, um derentwillen wir den Weiterbestand der Welt wünschen möchten.

Aber was besagen Einwände gegen Freunde? Unsere Freunde sollen wir nehmen, wie sie sind. Und die Freunde aus dem Kinderbuch haben uns ia noch eine ganz besondere Freude aufbehalten: die nämlich, daß wir eines Tages die eigenen Kin­der den alten Freunden zuführen und uns, ge­rührte Paten, einer abermals auf ein Menschen­alter sich schließenden Freundschaft freuen dürfen. Und so spult die bunte Kette sich niemals ab.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstagr Stadttheater, 20.15 bis 22.45 Uhr, Bunter Abend.

Am lebhaftesten sind uns naturgemäß diejenigen gegenwärtig, die wir nicht nur vom Buch, sondern auch vom Bilde her kennen. Wenn ich überhaupt zeichnen könnte, so könnte ich noch heute geschlosse­nen Auges Karl Mays blauroten Methusalem zeichnen mit der dicken Knollennase und dem Stu­dentenkostüm aus dem Maskenverleih, oder die hamburgischen Geschwisterpaare Karl und Marie und Roland und Elisabeth, die freilich gleich ihrer Schöpferin, der guten alten Elise Averdieck, jüngsten Generationen bereits fremd sind; den vor Robinson ehrfürchtig knienden Freitag ober den wackeren Seemann Sigismund Rüstig. Ja, dieser hat es mir " "igetan, und das Buch, das mir feine , , ,t vermittelte, steht mir zum Greifen

^u9en- hatte Abbildungen in der Stahl- lnchmamer der Biedermeierzeit, und zwar zeigten sie den geliebten Helden, allem Situationswechsel zum Trotz, im gleichen Kostüm: er hatte schnee- roetpe Hosen mit Bügelfalten, einen lackierten j^ütiuer, wie ihn wohl in den vierziger Jahren die Kapttane getragen haben mögen, einen sauber ge­stärkten Hemdkragen und einen tadellos gebundenen

Wir alle leben mit Menschen von zweierlei Art; einmal mit jenen unserer alltäglichen Wirtlichkeit, zum zwecken aber mit solchen, die wir nie mit Lewes- augcn erblickt haben, mögen sie nun vor Jahr­hunderten von dieser Erde weggenommen sein oder aber diese Erbe nie betreten haben. Falstaff und Hamlet, der sinnreiche Junker von der Mancha und der Doktor Faust, Hagen und Oedipus, der Armen- adookat Siebenräs und der Student Anselmus, ja, die in tausend Verhüllungen und Benennungen un­sterblich wiederkehrende Prinzessin vom Monde, sie alle (der großen Unsichtbaren aus der Glaubens­welt nicht zu gedenken), sie haben für viele von uns eine stärker wirkende Gegenwart als der Kollege Ypsilon oder der Onkel Otto. Immerhin hat man uns oder haben wir uns mühsam geschult, zwischen angeblich realen und angeblich irrealen Gestalten einen unterscheidenden Strich zu ziehen. Diesen viel- leicht notwendigen, sicher aber betrüblichen Strich hat es in unserer Kindheit noch nicht gegeben. Das Kind lebt in einer magischen Welt, magischen Zeit; Wider­sprüche schließen einander nicht aus, sondern liegen versonlich in einer lieben Dämmerung beieinander. Der Teddybär wird als wattegefüllter Stoffklumpen erkannt; dies hindert nicht, daß er Wünsche Arten, Unarten und alle Lebendigkeiten hat. Die Öftereier bringt der Hase aus dem Wald; es macht nichts, daß daß man sie noch vorgestern beim Zuckerbäcker Brumm im Schauferster gesehen hat. Der Weih- nachtsmann ist wahr und wahrhaftig ein mythisches Wesen, halb freundlich und halb furchterregend, Ex­ponent einer oberen Gerechtigkeit; und doch ist er auf eine geheimnisvolle Weise zugleich der Papa, der seinen Pelz verkehrt angezogen hat. Rotkäppchen ist im Buch zugleich aber in einem durchaus vor. handenen Walde, vielleicht gar nicht weit vom som­merlichen Badeplatz oder Ausflugsort entfernt. Und ähnlich verhält es sich auch mit allen anderen Ge­stalten der kindlichen Literaturwelt, von denen man erzählt ober oorgelesen bekommt.

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in der Galerie unseres Herzens, aber nicht tot wie mund inzwischen Schiffbrüche, Dornendickicht, Fels- diese. Nur die Hand brauchen wir nach ihnen aus« "-----.Pei9

, zustrecken, und schon springen sie von ihren Piede- stalen, laufen uns quicklebendig entgegen, alterslos

und unverstaubt. Sie nehmen uns bei den Händen und holen uns heim in ihre Welt. Da hebt Aladdin

i leuchtend die Wunderlampe, der kleine Muck schlüpft

1 in die zauberischen Pantoffeln, der Eisenhans dehnt sich rostig im Brunnen, der große und der kleine Klaus stapfen miteinander über den Acker

höhlen, Unwetter und allerlei andere Mühsal hinter sich gebracht hatte. Aber wie nach Goethe die mythologische Frau nicht altert, so kann beim Freund aus dem Kinderbuch die Taubenreinheit des Hemdkragens, die Adrettheit der Bügelfalte, der Glanz des Zylinders und die korrekte Flottheit der Halsbinde auch durch die ärgsten Lebensunbil­den kein? Einbuße erfahren, und so wird Sigis­mund Rüstigs unzerstörbare Propretät zu einem Sinnbild der unzerstörbaren und ewigen Jugend all dieser Freunde.

Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus, 16 Uhr, Bor» trag überDeutsche Plastik des Mittelalters". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Stimme der Liebe". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg.Ein Un­sichtbarer geht durch die Stadt". Saal der Christ­lichen Versammlung, 20.15 Uhr, Evangelisations- Vortrag. Spieloereinigung 1900, Cafs Leib, Mas- " VfB., Liebigshöhe, Maskenball. Post- keller, 20 Uhr Konzert. Cafö-Restaurant Rhein­gold, Rheinischer Abend.

Tageskalender für Sonntag: Stadt­theater, 19 Uhr,Der Herr Senator". Gießener Konzertoerein, Universitäts-Aula, 17 Uhr, Reger- Abend. Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus,

Gar nicht auszumalen ist es, wie vielfältig all diese Geschöpfe unser Leben durchdringen, selbst wenn wir langst Firmeninhaber, Hypothekengläubi­ger, Vormünder, Ruhegeldempfänger, Direktoren, Diabetiker ober Aviatiker geworden sind. Wir brau­chen, um an ihrem Umgang froh zu werden, gar nicht erst die alten Kinderbücher aufzuschlagen; hier­von soll sogar in aller Wohlmeinenheit, aber auch allem Ernst abgeraten sein, denn da kann es einem ergehen wie dem Manne, der nach Jahrzehnten in [eine Kmderheimat zurückkehrt und nun, fremd und beklommen, am Vertrautgewesenen des furchtbaren Gesetzes der Vergänglichkeit inne wird. Ader die Kmdheitssreunde brauchen wir nicht in ihren Büchern zu suchen, wir haben sie ja in ups. Wir r^ben in aller Selbstverständlichkeit von einem Suppenkaspar, von einer Prinzessin auf der Erbse, einer Robinsonade, einem Hans im Glück, und um einen Menschen zu schildern, sagen wir einfach:Er sieht aus wie der gestiefelte Kater".

am 4. Februar 1934 in der Volks- Halle zu Gießen.

Eintrittskarten zu 50 Pf. find zu haben bei den Orlsgruppenleilern der NSDAP., im NS.-Buchladen, Settersweg, in der Geschäftsstelle desGießener An­zeigers",

in der Geschäftsstelle derOberhessischen Tages­zeitung".

Letzter Appell!

Oer Krcisleiter der NSDAP, des Kreises Gießen:

Die SS. hak sich in den Dienst des winter- httfswerks gestellt. Die SS. hat sich schon immer da eingesetzt, wo es gatt, hohe Ziele zu erringen. Der Erfolg war stets bei ihr. Ich bin her lleberzeugung, daß die Bevölke- rung Gießens die SS. in ihrer Absicht, die Not zu lindern, in hervorragender Weise unterstützen wird.

Dr. Harth, Kreisleiter.

Kreisleiter ? b.B Gauredner Bullmann

Die SS. will helfen, Alle helfen mit!

Bullmann.

Oer Kreisführer des WHW.:

Helf der Schwarzen Garde

$m Kampfe gegen hunger und Kälte.

Kloß.

Sodifchutno^ richten

Der ordentliche Professor Dr. Wolfgang Schad ew ald t an der Universität Freiburg Breisgau hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für klassische Philologie an der Universität Leipzig erhalten. y

Der Ordinarius für reine und angewandte Mathe­matik an der Universität Greifswald, Professor Dr. Theodor Bahlen, hat einen Ruf an die Uni­versität Berlin erhalten.

Der Direktor des Breslauer Zoologischen In­stituts, Professor Dr. Paul Buchner, hat einen Nuf an die Universität Leipzig als Nachfolger des verstorbenen Professors Meisenheimer zum 1. April d. I. angenommen.

Der Ordinarius für öffentliches Recht an der Universität Tübingen, Professor Dr. Hans Ger­ber, hat eimn Ruf an die Universität Leipzig erhalten, nachdem er vor kurzem eine Berufung nach Hamburg abgelehnt hatte.

^Dem Tübinger Ordinarius Professor Dr. Auaust Sch oeten sack ist die an der Universität Würzburg erledigte ordentliche Professur für Strafrecht, Strafproßrecht und freiwillige Gerichts­barkeit angeboten worden.

Der Ordinarius für römisches und bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Marburg, Professor Dr. Alfred M a n i g k

wurde auf seinen Antrag zum 1. April von den amtlichen Verpflichtungen entbunden.

Auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederher» stellung des Berufsbeamtentums ist dem nichtbeam­teten außerordentlichen Professor für Volkswirt­schaftslehre Dr. jur. Heinrich Großmann und dem Honorarprofessor für Geschichtsphilosophie Dr. phil. Kurt Riezlerdie Lehrbefugnis an der Uni­versität Frankfurt a. M. entzogen worden.

NSU." (Flux) mit der Nummer 712 273, Beschrei­bung: Tiesgebauter schwarzer Rahmenbau mit gel­ben Streifen, ebensolchen Felgen, rotbraunem Sat­tel und Werkzeugtasche. Herrenrad, MarkeKux­mann", Nummer 26 487, schwarzer Rahmen mit blauem Strahlenkopf, holzfarbige Felgen, rote Be­reifung. Herrenrad, Marke und Nummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, (traue Berei­fung, gewöhnliche Lenkstange mit roten Gummi­griffen, brauner Sattel, Damenrad, MarkeHa- weko", schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, graue Bereifung, gewöhnliche Lenkstange mit schwarzen Griffen und grün-weihgestreiftem Schutznetz.

Aus dem Fahrradschuppen der Jugendherberge wurden von dem Gepäckträger eines dort aufge­stellten Fahrrades ein paar braune Stiefel Größe 42 gestohlen.

Personen, die sachdienliche Mitteilungen machen können, werden ersucht, der Kriminalpolizeistelle Mitteilung zukommen zu lassen.

Sachbeschädigung:

Die unter der Eisenbahnüberführung über die Wieseck an der Hammstraße angebrachte Lampe wurde innerhalb kurzer Zeit anscheinend durch Steinwurf zum dritten Male mutwillig zertrüm­mert. Sachdienliche Mitteilungen zur Ermittlung des Täters erbittet die Kriminalpolizeistelle.

Bei der Polizeidirektion Kriminalpolizei­stelle Gießen

sind die nachstehend aufgeführten Fahrräder f i d) e r g e ft e I11: HerrenradAllriqht" Nummer 183 440, HerrenradEfag", Nr. 365 043, Herren­radLahngold" Nummer 185 223, DamenradOpel" Nummer 488 772, HerrenradHammonia" Nummer 59 603, DamenradCorona" Nummer 494 403, Her­renradFremonia" Nummer 38 992, Herrenrad Concordia" Nummer 310 432, HerrenradBade- nia" Nummer 484 246, HerrenradClaes" Nummer 200 376, HerrenradTorpedo" Nummer 181933, zwei Herrenräder Marke und Nummer unbekannt, schwarze Rahmen, schwarze Felgen, gewöhnliche Lenkstange. Herrenrad Marke und Nummer unbe­kannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, gewöhn­liche Lenkstange, neuer Sattel mit Satteltasche, das Rad ist frisch lackiert. HerrenradHefra" Nummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, gewöhnliche Lenkstange, hintere Bereifung rot. Herrenrad, Marke und Nummer unbekannt, blauer Rahmen mit rotem Steuerkopf, gelbe Felgen mit schwarzen Streifen, rote Bereifung, deutscher Len­ker, stark verrostet, Klotzpedale, Gepäckträger. Her­renrad, Marke und Nummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen und gewöhnliche Lenk­stange.

Personen, welche Eigentumsrechte geltend machen können, werden ersucht, während der üblichen Dienst­stunden bei der Kriminalpolizeistelle Gießen vorzu­sprechen.

So etwas gibt es heute noch ...

Im Laufe des gestrigen Tages kamen drei Z i - geunerinnen zu der Frau eines Gewerbetrei­benden in I n h e i d e n bei Hungen und boten Spitzen an. Dabei bemerkten die Zigeunerinnen, daß die Frau sehr schlecht sah. Sie empfahlen ihr, unter dem Hinweis, daß sie ihr Augenlei­den loswerden könne, alles Geld, das im Hause fei, zu bringen und ihnen zur Verwahrung zu geben. In zwei Stunden kämen sie wieder, dann würde sie wieder gut sehen. Die noch junge Frau brachte tatsächlich alles Geld, etwa 14 0 Mark, und gab es den Zigeunerinnen. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß die Zigeunerinnen nicht wiederkehrten und sich die Sehfähigkeit der jungen Frau inzwischen auch nicht gebessert hat. Sachdien­liche Mitteilungen über den Verbleib der Zigeune­rinnen erbittet die Gendarmeriestation Hungen.

Konferenz der evangelischen Geistlichen des Oekanats Gießen.

11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Stimme der Liebe". Asto­ria-Lichtspiele, Seltersweg:Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt". Obst- und Gartenbauverein, 15 Uhr, bei Faulstich, Hauptversammlung. Saal der Christlichen Versammlung, 15.30 und 20.15 Uhr, Eoangelisationsoorträqe. Kavallerieverein, 15 Uhr,Hessischer Hof", Jahres-Hauptversammlung.

Der Goethe-Bund bittet uns, an dieser Stelle nochmals auf den am kommenden Mittwoch­abend stattfindenden 3. Dichterabend hinzuweisen. Ernst W i e ch e r t, der bekannte ostpreußische Dich­ter und Träger des Volkspreises der Raabestiftung, wird aus eigenen Werken lesen. (Siehe heutige Anzeige.)

Gesellschaft für Erd- und Völker­kunde. Am kommenden Donnerstagabend halt Prof. Dr. L a u t e n s a ch - Gießen einen Vortrag überReisen in Korea". (Siehe heutige Anzeige.)

D i e Ortsgruppe Gießen des V DA. lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu ein^m Vortrag von Dr. Geißler überDie evangelische Kirche und das Auslanddeutschtum" am Montag­abend ein. (Siehe Anzeige.)

*

** Eine öffentliche Mahnung der Stadt k ä sse zur Zahlung rückständiger Fällig­keiten enthält der heutige Anzeigenteil. Interessen­ten seien besonders darauf hingewie>sen.

** Städtische Brennholz-Ver steige- rung. Bei der gestrigen Brennholz-Versteigerung aus den städtischen Waldungen (Försterei Rödgen) wurden folgende Preise erzielt: Buschenscheiter 1. Kl. 12 Mark je Raummeter, Eichenscheiter 1. Klasse 8,50 Mark, Eichenknüppel 5 Mark je Raummeter. Bu° chenreiser 2. und 3. Klasse 15 Mart je 100 Wellen, Eichenreiser 2. und 3. Klasse 12 Mark je 100 Wellen, Kiefemreiser 2. Klasse 12 Mark je 100 Wellen, Fichtenderbstangen 1. Klasse 1,20 Mark je Stück, 2. Klasse 0 85 Mark je Stück, 3. Klasse 0,65 Mark je Stück. Fichtenbohnenstangen 7. Klasse VA Pfennig je Stück. Die angebotenen Mengen wurden restlos abaes-tzt.

* Die Impftermine in der Stadt Dießen betrifft eine Bekanntmachung der Bür­germeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders Hinweisen.

** Das Museum im Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Eine st äh tische Brennholzverstei- gerung findet am kommenden Dienstag im Stadtwald (Försterei Rödgen) statt. (Siehe heutige Anzeige.)

** Die Eröffnung der Luftschuhschule Dießen am kommend-n Freitag abend betrifft eine Anzeige in unserem heutigen "Blatte. In Ver­bindung mit irr Eröffnung der Luftschutzschule wird ein bedeutsamer Lichtbildervortrag gehalten. Näheres in her Anzeige.

** D i e Winternachtfahrt des DDAC. wird heute zwischen 21."0 und 23.30 Uhr unsere Stadt passieren. Die Automobile kommen aus Richtung Grimberg und werden durch die Moltk"- straße über den Hitlerwall, Wernerwall und Horst- Wessel-Wall 3um Hot'-l Schutz geleitet, wo Kon­trolle ftattnnd'tz Zur D"rchsührung d"r Weiterlo^rt bleibt der Horst-Wessel-W'll zwischen 21.30 und 23.30 Uhr vom Hotel Schütz bis zum Cafe Hettler für den allgemeinen Verkehr nefnerrt.

** Tot auf den Schienen aufgefun- d e n. Heute wurde um 8.51 Uhr unweit des Bahn- Überganges an der Licher Straße auf dem Bahn-

Die erste Konferenz des neuen Jahres tagte am gestrigen Freitag im Markussaal; der Vorsitzende, Dekan Guß mann (Kirchberg), begrüßte nach Eröffnung mit Schriftlesung und Gebet besonders als Gast den Herrn Superintendenten D. W a gi ner. In der üblichen Weise wurde des verstorbe­nen Kirchenrats Strack gedacht, ebenso eines treuen Konferenzbesuchers Pfarrer i. R. Haine-

Oer Führer des Sturmbannes IV/33 der SG.-Stand^rte:

55. bläst zum Sammeln gegen hunger und Kälte! Wollt Ihr die Signale überhören?

Nicket.

Flaggen heraus!

Anläßlich des SS.-Sarnmettages am 4. Februar für die Winterhilfe zeigen die privaten und öffent­lichen Gebäude die Fahnen des Reiches.

Ein Werbemar.ch der SS. für das Winterhilfswerk

findet am morgigen Sonntagnachmittag statt. An dem Marsch nimmt eine Hundertschaft teil, da der übrige Teil der SS. mit der Durchführung der ganzen Veranstaltung beschäftigt ist. Die Hun­dertschaft wird um 15 Uhr am Standort der SS., Polizeidirektion am Landgraf-Philipp-Platz, an­treten und feierlich die Fahne abholen. Von hier aus geht der Marsch durch folgende Straßen: Landgrafenstraße, Hitlerwall, Walltorstraße, Markt­platz, Schulstraße, Neuen Säue, Ludwicstraße, Alicenstraße, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Selters- weg, Hindenburgwall zum Stadttheater.

An der Spitze der SS.-Hundertschaft marschieren der Spielmannszug und der M u s i k z u g der 2. S S. - S t a n ö a r te Wiesbaden, die am Abend in der Volkshalle konzertieren werden. Der Werbe­marsch wird am Stadttheater enden und dort ein Platzkonzert der SS.-Kapelle bringen.

Oas Konzert in der Volksharle

beginnt pünktlich um 20,30 Uhr. Das Programm bringt im ersten Teil Blasmusik, bei der ins­besondere unsere schöben alten Militärmärsche (hes­sischen Märsche) Gegenstand der Vortragsfolge find. Dor zweite Teil bringt Streichmusik; bei die­sem Teil der Vortragsfolge wird auch der Opern­sänger Pg. M ü n i ch vom Wiesbadener (Staats- theater Mitwirken.

Nach der Abwicklung des Konzertprogramms wird von zwei Kapellen zum Tanz aufgespielt, so daß auch die tanzlustige junge Welt bei dem Abend voll auf ihre Rechnung kommen wird.

Oie Völkerballs ist se iOiensrag geheizt

Sämtliche Türen und Fenster find ferner gegen das Eindringen der Kälte mit Vorhängen verdeckt, so daß man mit einem angenehmen Aufenhalt in der Volkshalle rechnen kann.

SS. 61äft zum Summe n gegen Hunger und Külte!

Ein Appell an alle deutschen Volksgenossen, der SS. bei diesem Werke der christlichen Nächstenliebe durch starken Besuchdes Konzertabends hilfreich zur Seite zu stehen! Möge jeder Volksge­nosse den Besuch des Konzertes, der ihm einen schö­nen und genußreichen Abend bringt, als freudig erfüllte Pflicht im Dienste des Winterhilfswerks an- fehen!

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