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Fühle mich jünger als mit 40 Jahren!

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Ein Vertreter des DNB. hatte Gelegenheit, mit dem Reichsabteilungsleiter der 3. V. C. III des Reichsnährstandes, Dr. Schweikhard, der die Abordnung des Reichsorganisationsausschusses führt, die gegenwärtig die westlichen Weinbaugebiete be­sucht, ausführlich über die Maßnahmen zu sprechen, die zur Hebung der Winzernot bereits getroffen sind oder noch in diesem Jahre durchgeführt wer­den sollen.

Dr. Schweikhard führte aus, daß der Gedanke der Wein-Patenschaft in diesem Jahre erheblich ausgebaut worden sei, indem 8 0 0 Städte im Gegensatz zu 450 im vergangenen Jahre bisher Patenschaften übernommen hätten. Dar­über hinaus sei die Werbung durch die Gauleitun­gen, die Deutsche Arbeitsfront, dem Gemeindetag, durch KdF. usw. bis in das kleinste Dorf hinein­getragen worden.

In bezug auf die Deine selbst sei in diesem Jahre die Kontrolle verschärft worden.

Jeder Wein müsse vorher von dem zuständigen Ortsbauernführer als einwandfrei gekennzeichnet werden. Die Kontrolle erstrecke sich auch auf die Preise, die für diese Patenweine genommen wer­den dürften.

Der Termin des Festes der deutschen Traube sei um vier Wochen vorverlegt worden, was die Dispositionen der Winzer außerordentlich erleich­tert habe, zumal auch für das Jahr 1936 eine neue Rekordernte zu erwarten sei. Es seien auch Maß­nahmen getroffen worden, um die Volksgenossen, die zum erstenmal Wein trinken oder noch wenig getrunken haben, zu verständnisvollen Weintrinkern zu erziehen.

Als bemerkenswert hob Dr. Schweikhard her­vor, daß durch die Patenweinwoche eine leben­dige und dauernde Verbindung zwischen den Erzeugern und den Beziehern herbeigeführt worden sei, was bereits durch viele Besuche und Gegenbesuche zum Ausdruck komme.

Durch das Fest der deutschen Traube solle aber nicht nur der Verbrauch an Wein, son­dern auch der Absatz der Trauben selbst gehoben werden. Auch den Volksgenossen, die Äntialkoho-

heute unsere Pflicht, unsere Aufgaben zu lösen, in demselben alten kampfgeisle, mit demselben Glau­ben, mit demselben Fanatismus. Alle sollen uns bei der Durchführung der uns gestellten Aufgaben helfen, keiner darf fehlen, jeder muß erkennen, daß noch unendlich viel zu tun ist. Unterstützt unsere Vachwerbung für das Erholungswerk des deutschen Volkes und die Kinderlandverschickung in der Zeit vom 1. bis 10. August 1936.

heil Hitler!

Haug, Gauamtslelter.

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Aachwerbung zum Erholungswerk des deutschen Volkes

40jährige Tätigkeit als Hebamme zu­rückblicken. Während dieser langen Zeit hat sich Frau Kliebe bei ihren Mitbürgern größte Wert­schätzung erworben. Auch ist die Jubilarin seit dieser Zeit Bezieherin ihrer Heimatzeitung, des Gießener Anzeigers.

+ Grünberg, 31. Juli. Am Donnerstag trafen hier 15 Arbeitsdienst männer ein, um den Landwirten bei der Einbringung der Ernte behilflich zu fein. Da hier wie auch anderwärts die Erntearbeiten stark im Rückstände sind und meist den Gebrauch der Maschine nicht zulassen, war durch den Ortsbauerrrführer L. Großhaus eine der­artige Hilfe beantragt worden. Vorerst ist das Hier­sein des Arbeitskommandos auf 14 Tage bemessen, eine Verlängerung dieser Zeit wird sich aber sicher­lich als notwendig erweisen.

ch Garbenteich, 30. Juli. Die Arbeiten an der Reichsautobahn, die in einem Teil durch unsere Gemarkung führt, schreiten rüstig vor­an. Die Autobahn schneidet unsere Gemarkung in der Richtung SüdwestNord ost und wird hinter dem Stellwerk Pfahlgraben über die Eisenbahn GießenGelnhausen geführt. Sie führt durch den Wald weiter und wird dann unter der Straße GarbenteichLich durchgeführt. Die Bäume wur­den schon vor längerer Zeit gefällt und die Wurzel­stöcke durch Sprengungen aus der Erde gehoben. Die schwierigen Erdarbeiten werden mit neuartigen Maschinen erledigt. Täglich finden sich neugierige Zuschauer beim Bauen ein, um diese Maschinen zu sehen und zu bewundern. Eisenbahnen sind am Werk, um die Erdmassen fortzubefördern. Beson­ders schwierig gestalten sich die Arbeiten direkt hinter der Kreisabdeckerei, wo der Boden aus har­tem Gestein besteht. Mit Hilfe der neuen Maschinen wird hier dem Gestein zu Leibe gerückt, und was Menschenhand nicht oder nur mit größter Mühe leisten könnte, das vollbringen die neuen Maschinen mit Leichtigkeit. Viele Volksgenossen aus den um­liegenden Ortschaften und auch aus entfernt liegen­

liker sind, wolle man durch den Süßmost Ge­legenheit geben, sich an der Behebung der Winzernot zu beteiligen. Die Not der Winzer sei bereits erheblich gemindert worden. In früheren Jahren hätten die Rekordernten unbedingt zu einem ungeheueren Preissturz und damit zu weiterer Not der Winzer geführt. Durch den Reichs­nährstand aber sei eine Preisregulierung herbei­geführt worden, durch die die Preise auf einer er­träglichen Höhe gehalten würden.

Der Vertreter des DNB. tonnte weiter aus Un­terredungen mit Vertretern der Landesbauern­schaften des Erzgebirges und Thüringens feststellen, daß auch in diesen Bezirken, in denen eine zum Teil selbst hilfsbedürftige Jndustriebevölkerung lebt, der Wille besteht, den notleidenden Winzern im Westen zu helfen. Der Gemeinschaftsgedanke habe auch hier seine lebendige Verwirklichung gefunden.

Das Reichsnährstandsabzeichen für naturreine Weine.

Der Reichsorganisationsausschuß für die diesjäh­rige Weinwerbewoche hat in den letzten Tagen, wir berichteten bereits darüber, eine Reise durch die deutschen Weinbaugebiete unternommen, um die Verhältnisse in diesem Jahre zu studieren und vor allen Dingen zu versuchen, neue Absatzwege für die leider noch in reichlichem Maße vorhandenen Lager­bestände zu schaffen. Nach dem Besuch der Ahr und der Mosel am Montag und Dienstag ging es am Mittwoch und Donnerstag in das Gebiet der Landes- bauernschaft Hessen-Nassau. Der Landesbauernführer Dr. Wagner teilte u. a. mit, daß der Reichs­bauernführer beschlossen habe, für alle natur­reinen Weine das Reichsnährstands- abzeichen zu verleihen; in Zukunft werde also jeder wissen, daß mit diesem Abzeichen versehene Weine absolut rein seien. Daneben müsse eine scharfe Weinkontrolle durchgeführt werden, aber nicht nur beim Produzenten, sondern auch beim Händler. Auch der Verbraucher müsse in gewissem Sinne durch vernünftig gestaltete Weinproben erzogen werden.

Der Reichsorganisationsaussch) wird den Rest der Woche den Weinbaugebieten der Pfalz und der Saar widmen.

Preußen.

Wieder ein Mann vom Blitz erschlagen.

Frankfurt a. M., 30. Juli. (LPD.) Donners- tag vormittag zogen über Frankfurt mehrere, an sich leichte Gewitter, die zwar starke Regenfälle, aber nur geringe elektrische Entladungen brachten. Trotz der vielfachen Warnungen, nicht unter Bäumen bei Gewittern Schutz zu suchen, stellte sich in der Nähe der Reichsautobahn am Grenzweg ein Pilzsucher unter einen Baum, in den wenige Minuten später der Blitz schlug. Dabei wurde der unvorsichtige Mann g e tötet.

Schwerer Sturz vom Baugerüst.

I Lützellinden, 30. Juli. Am Mittwoch er­eignete sich hier ein Unglücksfall. Die Zimmerleute des Zimmermeisters Johannes Jung von hier waren mit dem Aufschlagen einer Scheune bei dem Landwirt Heinrich Schäfer beschäftigt. Hierbei stürzte auf bisher noch ungeklärte Weise der Zim­mermann Karl L u h I. aus Allendorf an der Lahn aus bedeutender Höhe ab und blieb schwer verletzt liegen. Der bedauernswerte Mann, der bereits im Alter von 62 Jahren steht, erlitt einen Schädelbruch und eine Gehirner­schütterung. Ferner wurde eine Brust- quetschung festgestellt. Der Verunglückte mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Sein Befinden gibt zu ernster Besorgnis Anlaß.

Der Kampf gegen die Not der Winzer

800 Städte haben Patenschaften übernommen.

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NSG. Dom 1. bis 10. August 1936 führt die Gauamtsleitung der NSV., Gau Hessen-Nassau, eine Nachwerbung für das Erholungswerk des deutschen Volkes durch.

Gauamtsleiter Haug erläßt dazu folgenden

Aufruf.

3m Kampf groß geworden, kennend die 3lo( und das Elend, hauen wir für nichts anderes gekämpft als für dieses Volk, für feine Gesundung, für fein Wohlergehen. And genau so wie früher ist es auch

dem Weltkongreß in Hamburg waren seine Dar­bietungen ein beispielloser Erfolg. Auch für die .Kinder ist in jeder Weise gesorgt. Ein Kasperlthea- tier ist aufgebaut, Wurstschnappen, Sackhüpfen und lTopfschlagen ist für die Kleinen vorgesehen. Der 1. lunb 2. August wird also für Gießen ein Sommer- slest werden, wie es Gießen noch nicht ge­stehen hat.

Als Eintrittskarten werden Festabzeichen zum Preise von 30 Pfennig verkauft; für Samstag in i®olb, für Sonntag in Silber, Kinber haben in ^Begleitung Erwachsener freien Zutritt. Die Fest- »abzeichen finb bei der KreisdienststelleKraft durch sFreude" Schanzenstraße 18, sowie bei sämtlichen {Ortsgruppen der NSDAP, zu haben.

Urlaubsfahrl 50/36 ins Saartal - Mettlach vom 10. bis 18. August.

Unsere Urlauber fahren in dieses Land mit dank- Ibarem Herzen. Gehört doch die Saar zu den am Iheißesten umkämpften Gebieten in der deutschen iGeschichte. Ihre Bewohner haben in härtester Zeit iihre Treue zum Vaterland unter Beweis gestellt. Aber wer glaubt, dort einen ernsten und schwer­mutigen Menschenschlag zu finden, der wird schon mach den ersten Stunden seines Dortseins seine Mei­nung ändern müssen. Die Saarländer sind ein Volk won Frohsinn, das wie es zu arbeiten auch zu feiern versteht, und wer zum erstenmal im Saargebiet weilt, ist überrascht von der Fröhlichkeit seiner Be­wohner und sein Staunen wird noch zunehmen, wenn er durch die Städtchen und Dörfer streicht. Unsere Urlauber werden in den herrlich gelegenen rstädtchen des Saartals untergebracht. Mit seiner reizvollen Landschaft hält dieses Tal einen Vergleich mit Rhein, Mosel usw. aus. Der herrliche Hochwald gibt viele Möglichkeiten zu Wanderungen und Spa­ziergängen. Das Saartal mit seinen herrlichen Aus­blicken und weinfrohen Dörfern wird immer wieder überzeugen, daß gerade die weniger besuchten Ge- 1 igenden des deutschen Vaterlandes oft zu den schön­sten zählen. Mit dieser Fahrt ist gleichzeitig eine Wanderung, sowie eine Radwanderung vorgesehen. Hierfür beträgt der Fahrpreis 8,50 Mark, lieber« Pachtung und Verpflegung, die vornehmlich in Ju­gendherbergen erfolgen wird, tragen die Teilnehmer im Ort und Stelle. Der Teilnehmerpreis für die Urlaubsfahrt (Fahrt mit Verpflegung) 18,50 Mark.

Rheinfahrt am 16. August.

Alle Teilnehmer der Rheinfahrt, die nun end­gültig am 16. August stattfinden soll, müssen sich äs zum 8. August auf der Kreisdienststelle Gießen, schanzenstraße 18, anmelden. Die Fahrt führt dies- > nal auf dem Rhein von Braubach nach Rüdesheim ind zurück. Der Gesamtfahrpreis ab Gießen beträgt ,30 Mark. Die auswärtigen Teilnehmer erhalten ! jür die Zufahrt in fahrplanmäßigen Zügen 75 v. H.

Zrmäßigung.

** Dienstjubiläum bet der Chirur- ischen Klinik. Am morgigen Samstag, August, kann der Pförtner an der Chirurgischen klinik, Franz Schneider, auf eine 25jährige Dienstzeit bei dieser Klinik zurückblicken. Der Jubi- nr hat sich durch große Gewissenhaftigkeit und treue Bflichterfüllung die Anerkennung seiner Vorgesetzten : jnb Arbeitskameraden erworben und erfreut sich Allgemeiner Wertschätzung.

** Evangelisch-kirchliche Pfarrper- wn allen. Der Dekan Dr. Adolf Wendel zu iober-Breidenbach, Dekanat Alsfeld, wurde auf -inen Antrag auf zwei Jahre zum Zwecke der Wahrnehmung einer Dozentenstelle an der Theolo- iischen Fakultät in Marburg beurlaubt. Der Ufarramtsfanbibat Heinrich Uhrhan aus Lich i urbe zum Verwalter der Pfarrassistentenstelle der lmthergemein.de zu Worms ernannt. Ferner wurde ter Pfarroerwalter Walter Erich Zwinge! zu iranffurt a. M. zum Pfarrverwalter der Pfarrei ISber-Breidenbach, Dekanat Alsfeld, ernannt. Dem .farrassistenten Fritz Metzler aus Alzey wurde !de Verwaltung der Pfarrasfistentenstelle Kirchberg- .wllar mit dem Sitz in Lollar, Dekanat Gießen, übertragen. In den Ruhestand wurde der Pfarrer .'Carl Göbel zu Wolf, Dekanat Büdingen, mit Wirkung vorn 1. Oktober versetzt. Der Pfarrer Hein- «ch Büchner zu Treis a. d. Lba., Dekanat Gie- isen, wurde mit Wirkung vorn 1. November in den luhestcmb versetzt; zum gleichen Zeitpunkt auch der ifarrer Wilhelm Wolf zu Münster im Dekanat rriebberg. Die Versetzungen in den Ruhestand ge- ihahen auf eigenen Antrag der Geistlichen.

* Forstpersonalie. Der Forstamtssekretär llitto Heußinger in Grünberg, Forstamt Nieder- ilchmen, wurde in gleicher Diensteigenschaft mit Wirkung vom 1. Juli 1936 an das Forstamt Grün-

wozu 8^ e52 i Boten M

irn, vor deE Zaren anbot.

den Beinen v Bewegung- »

alten ül|ie'5n > tot) «J?, S s» HMN«- « i

iserg versetzt.

** Gedenken Friedrichs des Großen im den Schulen. In einer Bekanntmachung an Ide Direktionen der Höheren Schulen, an die Di­rektionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter erging vom Deichsstatthalter in Hessen Landesregierung «Abteilung II) folgende Bekanntmachung: Zi M. Wiederkehr des Todestages Friedrichs b> üroßen, am 17. August, ordnet der Herr Reichs­md Preußische Minister für Wissenschaft, Erzie­hung und Volksbildung an, daß in sämtlichen schulen während des Unterrichts auf die Bedeu­tung dieses Tages hingewiesen wird. In den Lan­d-steilen, in denen der 17. August in die (ferien füllt, hat dies an einem geeigneten Tage im Laufe dir ersten Schulwoche nach Wiederbeginn des Un- tirrichts zu geschehen.

** Vergaserbrand am Tankwagen. Siiiefer Tage ereignete sich am Professoreneck ein 8um Glück gut abgelaufener Unglücksfall. Im Mo-

toeil et mit hilft und geholfen hat. .

Habe seinerzeit viel Geld an unnötige Sachen vergeudet, welche alle versagten. Durch Zufall wurde mir Klosterfrau-Melissengeist empfohlen, und machte ich damit den letzten Derfuch. Von dieser Zeit an habe ich Appetit, die dicken Fuße find fort, und meine Nerven find beruhigt. Offene Beine, Ausschlag auf dem Kops und daS aufgeregte Wesen verschwanden nach Gebrauch von drei Flaschen. Appetit und gutes Aussehen kommt alles wieder wie in jungen Jahren, so daß ich nicht mehr ohne Ihren Kloster- frau-Melissengeift sein könnte, den ich schon in fünf Familien erngesuhrt habe. Ich empfehle überhaupt Ihren Melissengeist, wo ich kann, und sage Ihnen nochmals

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Kunst und Wissenschaft.

Besetzung der Hauptrollen desFrankenburger Würfelspiels".

Die Hauptrollen desFrankenburger Würfelspiels" von Eberhard Wolfgang Möl­ler, mit dem am 2. August unter der Spielleitung Mathias Wiemann- Dr. Pleister die Dietrich- Eckart-Bühne eröffnet wirb, liegen in Händen von Alexander G o l l i n g, Fritz Rasp , Curt Waitz- mann, Ferdinand xerpe, Kurt Daehn, Erwin Klietsch, Otto Collin, Joseph Renner, Robert Kleinert, Jakob Sinn, Arthur Wies­ner, Otto Sauter-Sarto und anderen. In zahlreichen Raum- und Mikrophonproben wurde hier aus den Theatern Berlins und aller deutschen Gaue eine junge Mannschaft zusammengestellt, die geeignet ist, die neue dramatische Dichtung auf dem neuartigen Monumentalbau eines Gemeinschafts­theaters vor 20 000 Besuchern dem Geist unserer Zeit gemäß zur Darstellung zu bringen.

Reue evangelische kirchenkunsl in Berlin.

Der Kunstdienst veranstaltete aus Anlaß der Olympischen Spiele in Berlin eine Ausstellung neuer evangelischer Kirchenkunst. Zur Eröffnung sprachen Bischof D. Heckel vom Kirch­lichen Außenamt der Deutschen Evangelischen Kirche und Ministerialrat Dr. Julius S t a h n aus dem Reichsministerium für die kirchlichen Ange- legenheiten zur grundsätzlichen Bedeutung neuer kirchlicher Kunst. Die Ausstellung will den zahlrei­chen in- und ausländischen Besuchern der Reichs- Hauptstadt einen Ueberblick über die lebendigsten Kräfte auf dem Gebiet evangelisch-kirchlicher Gestal­tung geben. Damit weist die Ausstellung auf die Wichtigkeit dieses Gebietes für die gesamte deutsche Kunst hin und versucht, über die gegenwärtigen Lösungen und Fragen Auskunft zu geben.

Seit Über hundert Jahren bewährt sich das bekannte Hausmittel Klosterfrau-Melissen­geist mit seinem allgemein gesundenden Einfluß auch bei mancherlei besonderen Gesund­heits-Störungen. Unzählige Zeugnisse und Dankschreiben liegen darüber vor. So be­richtet Frau C. Kurz, geb. Gille, Bonn, Hochstadenring 53, am 8. und 18. 3. 1936:

Ich muß Ihnen meinen Dank für die Wirkung deS Klosterfrau-Melissengeistes aut« sprechen. Bekannte, welche mich vor 10 Jahren nach zweimaligem Nerven-Zufamw^n- druch nebst schwerem Herzleiden gesehen haben, kennen mich heute kaum wreder. Brn heute im 50. Jahre und fühle mich jünger alS mit 40 Jahren. Erspare mir jeden Monat von meiner kleinen Unterstützung füt Ihren Klostersrau-Melrssengeist etwas ab.

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Unterrichte, Schulämter.

den Gegenden haben Arbeit und Verdienst gefun­den. Alle erkennen dankbar die Bemühungen der Reichsregierung um Arbeitsbeschaffung an und freuen sich, daß sie nach jahrelanger Arbeitslosigkeit endlich wieder Arbeit und Brot gefunden haben.

Q] Hungen, 30. Juli. Am heutigen Vormittag trafen 20 Arbeitsdienstmänner aus dem Arbeits­dienstlager Frankenberg hier ein, um den Bauern und Landwirten bei der Einbringung der Ernte behilflich zu sein. Der Einsatz des Arbeitsdienstes wird begrüßt, zumal es an landwirtschaftlichen Ar­beitskräften mangelt und durch die vielfach lagernde Frucht ein größerer Arbeitsaufwand nötig wird.

ch Obbornhofen, 30. Juli. Die Arbeiten für die Wiederherstellung des alten Rathauses sollen im Laufe der nächsten Woche in Angriff genom­men werden. Hierdurch wird dem ansässigen Ge­werbe und Handwerk in unserer Gemeinde eine lohnende Beschäftigung gegeben. Die Leitung der Gesamtführung liegt in den Händen des staatlichen Hochbauamtes zu Gießen.

Kreis Bübingen.

LJ Stockheim, 29. Juli. Unser hiesiges Stor- chenehepaar brachte in diesem Jahre vier Junge zur Welt, von denen allerdings eines, ein Schwächling, nach wenigen Wochen ausgeschieden wurde. Das Tier wurde in einem Nachbarhofe tot aufgefunden. Ein weiteres Unglück traf die Storchenfamilie, in­dem eines der beiden Alttiere mutmaßlich gegen einen Draht der elektrischen Fernleitung flog und in einer Wiese tot aufgefunden wurde. Bald danach verließ einer der jungen Störche das Nest, da er flügge war. Er kehrte nicht mehr zurück. Die hiesige Familie Storch besteht also nur noch aus drei Köpfen. Täglich nimmt sie an den Versammlungen im Niddertale teil, zu der sich etwa 60 bis 70 ihrer Artgenossen einfinden, um die Vorbereitungen zur Abreise zu besprechen. Dieser Tage fand man bei Ausbesserungsarbeiten am hohen Schornstein der früheren Zuckerfabrik zwei tote Störche vor, die an­scheinend zu nächtlicher Stunde in den Schacht stürz­ten, nicht mehr ins Freie gelangen konnten und ver­hungerten.

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tor eines Tankwagens entstand ein Dergaserbrand. Der Fahrer bemühte sich vergebens, das Feuer ein­zudämmen, zumal er keine Hilfe bekam, sondern sogar einige Fußgänger den gefährdeten Platz fluchtartig verließen. Erst der Fahrer eines des Wegs kommenden Lastzuges half den Brand in kurzer Zeit löschen.

** Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterie. Die Ziehung der fünften Klasse der laufenden (47.Z273.) Lotterie findet vom 8. August bis 11. September statt. Schluß der Erneuerung 1. August.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 30. Juli. Die in unserem Dorfe ansässige, etwa 30 Köpfe zählende Diaspora­gemeinde der evangelisch-lutherischen Freikirche, die ihren Hauptsitz in Allendorf a. d. Lumda hat, hat in den letzten Tagen mit der Erbauung eines Bethauses begonnen. Die kleine Kirche kommt in die Wetzlarer Straße zu stehen. Die Maurer­arbeiten hat ein hiesiger Bauunternehmer übernom­men. Die Bauleitung liegt in den Händen des hie­sigen Architekten Fink.

* Alten-Buseck, 31. Juli. Gestern ereignete sich in unserem Orte ein Unfall. Das erst ein­jährige Töchterchen des Arbeiters M a j ch e k erlitt an beiden Händen schwere Brandwun­den und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Lumda, 31. Juli. In unserer Gegend treten in letzter Zeit Wildschweine in erheblicher Zahl auf und richten erheblichen Schaden in den Feldern an. Es hat den Anschein, als hätte sich das Schwarz­wild unsere Gegend zum Standquartier ausersehen. Auch der Rehwildbestand hat stark überhand ge­nommen. Der Bauer würde einen vermehrten Ab­schuß sicherlich sehr begrüßen.

* Londorf, 31. Juli. Am 1. August kann un­sere Mitbürgerin Frau Katharine Kliebe auf eine

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