Einzelbild herunterladen

Der Veichssportführer dankt allen Mitarbeitern.

Am Schluß des arbeite» und erfolgreichen Jah­res der Olympischen Spiele, des Jahres wirklicher Bewährung, am Beginn eines neuen Jahres, das fick in den letzten Wochen schon als das Jahr einer fast ungeahnten Verbreitung und Vertiefung unse­rer Arbeit andeutet, drängt es mich, allen meinen Mitarbeitern im Ehrenamt und im Hauptamt und in Stadt und Land in ganz Deutschland meinen Dank auszusprechen, den ich mit der Aufforderung verbinde, die ganze Kraft und allen guten Willen zu sammeln und einzusetzen, daß die vereinte Kraft der deutschen Jugend und der deutschen Leibes- übung den Vormarsch fortznsetzen vermag in ein glückliches neues Jahr.

Heil Hitler!

(gez.) von T f ch a m m e r."

Fußball-Meisterschaftsspiele in Hessen.

Einen neuerlichen Beweis für den Formanstieg der Fuldaer Vereine brachten die beiden hessischen Meisterschaftsspiele am Sonntag. Germania Fulda hielt den Anschluß an die Spitzengruppe durch einen knappen, aber verdienten 3:2-(0:2)-Sieg gegen SC. 03 Kassel; Borussia entfernt sich immer mehr aus der gefährlichen Abstiegszone und errang durch das 2:1 (0:1) gegen den VfB. Friedberg wiederum

zwei sehr wertvolle Punkte. In beiden Spielen lagen die Gegner der Fuldaer bei Halbzeit in Front und es spricht für das große Stehvermögen der Domstädter, daß sie trotzdem ihre Kämpfe in der zweiten Spielhälfte noch gewannen.

Aus anderen Sauen.

Gau Südwest: Borussia Neunkirchen Union Niederrad (26.) 4:3; Wormatia Worms SV. Wiesbaden (27.) 1:0.

Gau Bayern: Bayern München 1860 München (27.) 0:2; ASV. Nürnberg FC. 05 Schweinfurt (27.) 2:4; VfB. Coburg 1. FC. Nürnberg (27.) 0:3.

Fußbatt-Länderkampf gegen Frankreich.

Das F a ch a m t Fußball hat die Entscheidung über den lange zweifelhaften Austragungsort des nächsten Fußball-Länderkampfes Deutschland Frankreich gefällt. Danach findet die Begegnung endgültig am 21. März in der Adolf-Hitler- Kampfbahn zu Stuttgart statt.

Am Vorabend des Ländertreffens veranstaltet der DRL. ein großes Sportfest in der Stuttgarter Stadthalle. Der Reichssportfuhrer von Tschammer und Osten wird im Rahmen dieses Hallenfestes das Wort zu einer Ansprache über die aktuellen Fragen des deutschen Sports ergreifen und wahrscheinlich auch dem Länderkampf selbst beiwohnen.

Spielvereinigmig 1900 gegen Hanau 93 0:3.

Mit der Verpflichtung von Hanau 93 hatten die Blau-Weißen keinen schlechten Griff getan, da das Spiel auf die stattliche Zuschauermenge einen nach­haltigen Eindruck hinterließ. Neben dem erwarteten Können des Gaumeisters, war es in erster Linie die Leistung der Blau-Weißen selbst, die nach der angenehmen Seite überraschte. Hanau zeigte wohl das reifere und genauere Spiel, die ausgeprägtere Spielanlage und was das entscheidende für den Spielausgang war, das bessere Verständnis in den einzelnen Reihen. Diese Merkmale konnten die Blau-Weißen nicht ganz aufweisen. Besonders der letztere Vorzug der Hanauer fehlte fast vollkommen. Und gerade dies war der Grund, daß das Spiel zu Null endete, obwohl in der zweiten Hälfte eine teils klare Feldüberlegenheit zutage trat und ver­schiedene günstige Tormöglichkeiten vorhanden waren.

Unter lebhafter Begrüßung der Zuschauer liefen die Mannschaften ins Feld und als Schiedsrichter P o ft (Wieseck) Platzwahl hatte vornehmen lassen, standen sich folgende Spieler gegenüber: Hanau 93: Sonnrein

Müller Eufinger Reinhard Klages Roskoni Horst Mondorf Willführ Narbe. Sack Lobsack Heilmann Ranft Lehrmund Mank Erhard

Lippert Schmelz Rahn.

Der Spielverlauf.

Schnell kam das Spiel in Gang und während bei Hanau gleich klare Züge zu erkennen waren, ist es bei 1900 der große Eifer, der einige kleine Vorteile bietet. So konnte Eufinger Löbfack zwei­mal erst in letzter Sekunde stoppen und Sonnrein wurde während dieser Zeit härter auf die Probe gestellt, als dies bei Rahn der Fall war. Hanau schaltete dann auf höhere Touren, wodurch sich das Bild merklich veränderte. Bei einem der zahlreichen Angriffe haben die Blau-Weißen Glück, als sich die Latte als letzter Retter erwies. Der Schuß von Willführ prallte davon ab und der nachfolgende Kopfball von Mondorf ging an dieselbe Stelle. In der 35. Minute kam Hanau überraschend durch Mondorf in Führung. Mit dem Rücken nach dem Tore stehend, erhielt er von Willführ den Ball. Eine kurze Drehung und für Rahn unhaltbar ging der Ball ins rechte obere Dreieck. Ein Schuß, den man selten sieht und der auch selten zum Erfolge führt! Wenig später ist es Narbe, den den Vor­sprung auf 2:0 erhöhte.

Nach einer kleinen Erfrischung nimmt das Spiel gleich seinen Fortgang. Die Annahme, daß sich 1900 vor der Pause zu sehr verausgabt hätte, wurde

bald richtig gestellt. Jetzt kam auch hier mehr Ver­ständnis ins Spiel. Besonders auf der linken Seite, wo Sack die Aktionen einleitete, hatte Reinhard alle Mühe, die Gefahr abzuwenden. In der 65. Mi­nute schienen die Bemühungen der Platzbesitzer von Erfolg zu sein, als Löbsack dem ihm entgegeneilen­den Sonnrein den Ball über den Kopf hob und sich das Leder ins leere Tor senkte. Eufinger ge­lang es jedoch noch im letzten Augenblick, die Gefahr zu beseitigen. Bei einem Angriff der Gäste wehrt Schmelz mit der Hand ab. Den von Roskoni ge­tretenen Elfmeter kann Rahn wohl abwehren, den Nachschuß aus nächster Nähe mußte er aber pas­sieren lassen. Erneute Anstrengungen der Blau- Weißen brachten nochmals einige Gelegenheiten. Wieder war es Löbsack, dem ein Erfolg zu glücken schien, als er sich gegen Sonnrein den Ball er­kämpfte. Das tückische Objekt rutschte jedoch, bevor er es erreichen konnte, ins Aus. Kurze Zeit darauf war Sonnrein abermals machtlos gegen eine Flanke von Schellhaas. Heuser fand aber in der Aufregung das Gehäuse nicht und als es Schellhaas selbst mit einem Schuß versucht, konnte Sonnrein gerade noch zur Ecke abwehren. Als der Schlußpfiff des Schieds­richters das Ende anzeigte, wurden beide Mann­schaften für ihre gezeigten Leistungen mit reichem Beifall belohnt.

Bei Hanau war eine Anlehnung an das Sicher­heitssystem deutlich zu erkennen. Es wurde selbst bei der Drangperiode nicht darauf verzichtet, und von Sonnrein, Eufinger, Klages und Müller gut beherrscht. Von den beiden Außenläufern Reinhard und Roskoni zeigte ersterer die reifere Leistung. Im Sturm waren Willführ, Mondorf und Narbe um einiges besser als Kern und Horst.

Bei 1900 hat sich der Zugang von Sack und Löb­sack sehr zum Vorteil ausgewirkt. Mit Sack ist jetzt der Mann vorhanden, der für den nötigen Aufbau im Sturm erforderlich ist und mit Löbsack scheint das Problem des Mittelstürmers gelöst zu sein. Die anderen Spieler zeigten sich ebenfalls von ih»er besten Seite. Rahn im Tor konnte an den Treffern nichts verhindern. In der Verteidigung wuchs Lip­pert wieder einmal über sich selbst hinaus, obwohl er mitunter noch für Schmelz einspringen mußte, da dieser erst in der zweiten Hälfte mit seiner Auf­gabe als Verteidiger vertraut wurde. Die Läufer­reihe mit Erhard, Mank, Lehrmund war sehr aus­geglichen. Von den restlichen Stürmern kam Heil­mann erst in der zweiten Hälfte richtig in Fahrt. Heuser schien etwas nervös und die beiden Rechts­außen Schellhaas und Ranft, jeder spielte eine Hälfte, waren gleich gut.

Schiedsrichter Post (Wieseck) hatte bei dem sport­lich einwandfrei durchgeführten Spiel kein allzu schweres Amt.

Kern Heuser

1900:

Unentschieden gegen Franksnrt-Aied.

Endlich sah man wieder einmal ein Spiel, bei dem durch das Fehlen der Begleiterscheinungen eines Punktspiels technisch hochstehender Fußball gezeigt wurde. Leider hatte der Frost den Wald­sportplatz sehr hart und glatt gemacht. Um so an­erkennenswerter war die Leistung beider Mann­schaften. Die Frankfurter Mannschaft hat den Fuß­ball Gezeigt, den man von ihr erwartete. Hervor­ragend war ihr Torhüter. Die Verteidigung war hart und schnell. In der Läuferreihe überragte der rechte Läufer. Im Sturm war die linke Seite ge­fährlicher als die rechte. Besonders der Linksaußen zeigte ein glänzend durchdachtes Spiel.

Die Gießener Mannschaft hatte in Meißner eben­falls ihren überragenden Mann. In der Verteidi­gung war Lexitheuser I. der Bessere. In der Läufer­reihe wird Krämer von Sonntag zu Sonntag besser, obwohl die beiden anderen Läufer auch nicht schlecht waren. Der Gießener Sturm litt in der ersten Halbzeit offensichtlich unter einer verkehr­ten Aufstellung. Er zeigte jedoch ein Stürmerspiel, das dem der Frankfurter in keiner Weise nachstand. Der neue Mittelstürmer Rühl sollte mit Kramer und Hofmann als Halbstürmer einen sehr gefährlichen Jnnensturm bilden. Fehling und Stephan genügten als Außenstürmer. Als Schiedsrichter amtierte Poft (Wieseck) sehr sicher.

Mit Anstoß leitete der Frankfurter Mittelläufer sofort einen Angriff ein. Und schon mußte Meißner einen überraschenden Schuß abwehren. Auf der Gegenseite versuchte es Hofmann mit einem Fern­schuß, der aber daneben ging. Wieder war es der Frankfurter Linksaußen, der bei einem plötzlichen Flankenwechsel durch eine geschickte Täuschung an Schwarz vorbeikam, aber auch dieser Schuß ging daneben. Als Hofmann Kramer freispielte, glaubte man dessen Schuß schon im Tor. Der Frankfurter Torhüter hielt jedoch im Hechtsprung überragend. Schon waren die Frankfurter wieder im Straf­raum der Gießener. Der Halblinke schoß wuchtig halbhoch auf die Ecke. Meißner faustete im Fluge den Ball zur Ecke: eine große Leistung. Zwei Ecken für Frankfurt faustete Meißner ins Feld zurück. Eine von Fehling im Gegenangriff erzwungene Ecke köpfte Kramer aufs Tor, der Verteidiger wehrte ins

Feld zurück und der an dem Strafraum stehende Hofmann nahm den Ball aus der Luft und schoß scharf aufs Dreieck. Jedoch auch diesen Ball hielt der Frankfurter wieder. Dann fiel überraschend das Tor der Frankfurter. Ihr Halbrechter trippelte sich durch, gab zu dem Halblinken und unhaltbar wan­derte der Ball durch drei Mann hindurch in das Gießener Netz. An diesem Stand änderte sich nichts bis zur Halbzeit.

Ohne Pause ging es weiter. Die Gießener tarnen jetzt groß ins Spiel. Sie drängten und als Kramer einen Ball des Linksaußen aus der Luft nahm, glaubte man, der Ausgleich fei da. Aber neben dem Posten vorbei ging der Ball ins Aus. Die Frankfurter Läuferreihe ließ jetzt etwas nach. Die Gießener konnten aber die gute Hintermannschaft der Frankfurter trotz ihres Drängens vorerst nicht überwinden. Als Meißner bei einer Zurückgabe dem Linksaußen den Ball vom Fuße nahm, schien der zweite Erfolg der Frankfurter fällig. Ein Allein­gang von Stephan wurde durch Abseits abgestoppt. Aber schon eine Minute später gab derselbe Spieler eine halbhohe Flanke auf den Elfmeterpunkt, Rühl stoppte diesen Ball mit dem Absatz und der herbei­gelaufene Hofmann schoß unhaltbar in die linke Torecke zum Ausgleich ein. Ein von Leutheuser er­wirkter direkter Freistoß schuf ein Gedränge im Gießener Strafraum. Plötzlich stand der Frankfur­ter Mittelstürmer einen Meter vor dem Gießener Tormann. Seinen Paß in die Ecke hielt Meißner durch blitzschnelles Werfen. Die Bemühungen beider Mannschaften um den Sieg waren bis zum Schluß erfolglos und so trennte man sich unentschieden, ein Resultat, das den beiderseitigen Leistungen ent­spricht.

An Stelle von Hauptmann i. G. Höl­ter, der zu anderweitiger Dienstleistung im Gen.- St. d. H. kommandiert worden ist, wurde Rittmei­ster Barth zum neuen Sportreferenten des Heeres ernannt.

Einen französischen Rugbysieg gab es im Stadtekampf zwischen den Studenten von Paris und Berlin, der in Paris ausgetragen wurde. Die Franzosen blieben mit 24:5 (8:0) klare Sieger.

Vor großen Handballkämpfen.

Gauspiele um den Preis des Reichssportführers.

Der Führer der deutschen Handballspieler, Reichs- Facharnteleiter Brigadeführer Herrmann, gibt die Einteilung der Vorrundenspiele für die Pokal- kämpfe der Gaumannschaften, die Einteilung der vier Gaugruppen für die Ermittelung des deutschen Meisters der Männer und die Einteilung der vier Gaugruppen für die in neuer Form zur Austra­gung kommende Frauen-Meifterschaft bekannt.

Die Geschichte der alten Pokalspiele der früheren Landesverbände der DSV. und der deutschen Hand­ballgaue ist mit dem letzten Wettbewerb, aus dem der Gau Südwest als Sieger heroorging, abge­schlossen worden. Für die kommenden Spiele der Gaumannschaften hat der Reichssportführer einen Preis gestiftet, der in gleicher Weise wie früher ausgespielt wird und den Namen des Stifters trägt. Die erste Runde findet am 14. Februar statt. Für diese Runde wurde nachstehende Spiel­einteilung getroffen:

Mitte Ostpreußen

Bayern Brandenburg

Pommern Südwest

Schlesien Niedersachsen

Nordmark Baden

Mittelrhein Sachsen Hessen Niederrhein Württemberg Westfalen.

Erfreulicherweise hat man im Gegensatz zu frühe­ren Jahren vermieden, daß Mannschaften benach­barter Gebiete gleich gufammentreffen. Sv haben diesmal sämtliche süddeutschen Gaue andere Gegner erhalten. Der Pokalsieger Südwest hat in dem Gau Pommern einen der schwächsten Gegner erhalten. Die übrigen süddeutschen Gaue haben es recht schwer getroffen. Hier wird entscheidend fein, in welchem Gau die betreffenden Spiele qusgetragen werden.

Weihnachten

im Zeichen des Wintersports.

Aber: Vogelsbergohne Sportmögllchkeii."

Von den zahllosen Skispringen in Deutschland kam der Veranstaltung in Partenkirchen auf der Kleinen Schanze des Olympia-Eisstadions beson­dere Bedeutung zu. Der in Partenkirchen lebende Norweger Sörensen sprang 50, 52 und 50 Meter und siegte vor Reiser (Partenkirchen), Thomas Hütte (Garmisch) und Roman Wörndle (Parten­kirchen). Der Eissport besaß seinen Höhepunkt in der Berliner Sport-Palast-Veranstaltung. Olym­piasieger Karl Schäfer führte die Reihe der Eis­kunstläufer an und erntete wie alle anderen immer

wieder den stürmischen Beifall des vollbesetzten Hauses. Einenecht kanadischen" Eishockeykampf sah man zwischen den Kimberley Dynamiters und dem Berliner SC., der nach prächtigem Kamps dank der hervorragenden Arbeit seines Torhüters Eg- ginger nur 1:4 (0:0, 0:2, 1:2) unterlag. Erst als derHeuboden" nach anfänglich mattem Kampf zu mehr Dynamit" aufgefordert hatte, ging die Be­gegnung in ein wahres Furioso über.

Skispringen in den Mittelgebirgen.

Reichhaltiger als man ursprünglich annehmen konnte, mar das Wintersportprogramm, mit dem die deutschen Mittelgebirge am Wochenende aufwar­teten.

Im Harz herrschte richtiges Weihnachtswetter, doch gab es nur in den höheren Lagen gute Sport­möglichkeiten. Dafür war auf der Eisbahn Hoch­betrieb. Im Erzgebirge feierte Johann-Geor- genftabt die Eröffnung der umgebauten Hans-Heinz- Schanze, die sich ausgezeichnet bewährte, so daß es nur wenige Stürze gab. Das warme Wetter hatte zahlreiche Zuschauer angelockt. Weitaus bester mar der Jungmann Paul Krauß II (Johann-Geor- genftabt).

In Schlesien war die Schreiberhauer Hirn- melsgrund-Schanze am Sonntag zum zweiten Male Schauplatz eines Springens. Diesmal hatte der Hirschberger Jäger Günther Abolf mehr Glück. Er gewann als Tagesbester in Klasse I mit Note 218,4 (43,49) vor Häusler (Schreiberhau) 210,5 und Wal­ter Hofmann (HDW.) 184,8. In Braunlage sprang der erst 17jährige Hermann Wellner (Braun­lage) auf der Wurmbergschanze 51 und 46 Meter und erzielte damit die beste Leistung. In der Klasse 1 siegte der Einheimische Erich Meyer mit 48 und 46 Meter.

Kurze Sportnotizen.

August Tiedtke (Düsseldorf) konnte sich beim Kampf um die Billard-Weltmeisterschaft in Algier erfolgreich durchsetzen und den Weltmeister- titel von Sanin (Frankreich) und Ferrats (Por­tugal) erringen.

Der Kamps um denv. Halt-Pokal" im Eishockey nahm mit dem Treffen zwischen den Zehlendorfer Wespen und dem BTE. Budapest sei­nen Anfang. Die Berliner siegten 6:2, wurden aber am zweiten Tage vom SC. Rießersee mit 2:0 ge­schlagen.

Birger Ruud, der jetzt in der Schweiz an­sässige Olympiasieger im Skispringen, war an den Feiertagen an Veranstaltungen m Zermatt und Adelboden beteiligt, wo er gute Leistungen zeigte und in Adelboden mit 60 Meter einen neuen Schanzenrekord aufstellte.

Kalender und Almanache.

Hessischer Landkalender für das Jahr 1937. 218.Jahrgang. Ein hessisches Jahr­buch, herausgegeben von Karl Esselborn. Darm­stadt. C. F. Wintersche Buchdruckerei. 60 Pf. (556) Dieses Jahr gibt der Landkalender in der Plau­dereiKalender und Kalendergeschichten" von Hein­rich Mathes sich selbst sein Geleitwort mit auf den Weg, in der dieser sagtWer möchte auch den Ka­lender entbehren mit seinen ernsten und heiteren Geschichten und Erzählungen, seinen Anekdoten, Rät­seln, Gedichten, den Verzeichnissen der Monate und Tage, der Sonnen- und Mondfinsternisse, der Mes­sen und Märkte und noch so vielem anderen, das nicht immer genug beachtet wird!" Und daß er dem Landkalender im besonderen mit Recht Heimattreue, Vaterlandsliebe, Achtung vor der Veraangenheit, liebenswürdigen Humor und kräftige, volkstümliche Sprache nachrühmt, beweisen die über Kalendarium und Text verteilten sinnigen Gedichte, darunter recht beachtliche vom Herausgeber selbst, sowie die Er­zählungen, von denen hier nur genannt seien "Meine alten Freunde" von Adam Krämer,Die Bornjule" von Franz Gros,Freund Adam", die Geschichte eines vorwitzigen Raben von Ernst Eimer undDer Wiesenbacher Freiersmann" von Mar­garete Mulch-Heussel, die tiefste und beste dieses Jahrganges. Eine willkommene Beigabe von blei­bendem Werte ist die Ostertabelle von 1901 bis 2000 mit angefügtem Datumszeiger, mittels dessen sich ohne Mühe feststellen läßt, auf welchen Wochen­tag jeder beliebige Tag des 20. Jahrhundert fällt.

Dr. Lehnert.

Almanach21 u 5 ritt 193 6/1 937". 167 Seiten, acht Bilder. Preis 80 Pfennig. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. (476) Der diesjährigeAusritt" enthält wieder eine Fülle von Beiträgen jener Dichter, die der Verlag durch Jahre der Verwirrung hindurch allen Widerständen zum Trotz gefördert Ijat. Da sind vor allem die großen Autoren, deren Werke heute bereits zum bleibenden Bestand der deutschen Dichtung zählen- Jofef Weinheber, E. G. Kolbenheyer, Hans Grimm, Paul Ernst, Wilhelm Schäfer und Emil Strauß, neben denen so bekannte Erzähler und Lyriker von Rang stehen wie Ludwig Tügel, Joachim von der Goltz, Paul Alverdes, Hanns Iahst, I. F. Perkonig, Robert Hohlbaum, Ernst Wiechert, Will Vesper, Georg Britting, Hermann Claudius, Hans Leishelm und Rudolf Paulsen. Von den Dichtern der jungen Generation verdienen namentlich Gerhard Schu­mann, Franz Tumler und Heinrich Ringleb Er- wahnung. Dazu kommen als auslandsdeutsche Autoren, für die sich der Verlag von jeher mit be­sonderem Eifer einsetzt, Erwin Wittstock und Hein­rich Zillich, die sich mit ihren preisgekrönten Wer­ken im Reich bereits einen ausgezeichneten Ruf er­worben haben, und die Vertreter der nordischen Dichtung, allen voran Knut Hamsun, der große Freund des deuffchen Volkes, ferner Gunnar Gun- narffon, Jarl Hemmer und Trygve Gulbranffen. Alle diese Autoren kommen mit Proben aus neuen Büchern oder bisher noch unveröffentlichten Bei­trägen zu Wort. Eine willkommene Bereicherung find die Autorenbilder und Handschriftenproben.

Athenaion-KalenderKultur und Natur" 1 9 37. Als Abreißkalender eingerichtet. Mit einem farbigen Titelbild nach einem Gemälde von Prof. Werner Peiner, einem Preisausschreiben, 183 Abbildungen aus Natur und Leben, Essays^ Anekdoten, Sprüchen, Gartenratschlägen, Wetter­regeln und Reimen und spannenden Erzählungen. 1,95 Mark. Akademische Verlaqsgefellschast Athe- naion m. b. H., Potsdam. (586) Die Rück­seite der Kalenderblätter enthält eine Reihe span­nender und wertvoller Erzählungen aus der Feder namhafter Autoren, so des Dichters Wilhelm Schmidtbonn, des Grönlandforschers Knut Ras­mussen, des Erzählers Hans Tolten, der Perlen­taucher Berge und Sanier und des indischen Dich­ters Mukerdschi. Wieder breitet sich die Welt in Vergangenheit und Gegenwart, in der bunten Fülle ihrer Erscheinungen, mit den reichen Schätzen von Kunst und Wissenschaft, Geschichte und Technik, mit dem Zauber der weiten Welt in einer Fülle aus­gezeichneter Bilder vor dem Beschauer aus. Wieder

vermitteln die ausgedehnten Bildunterschriften und EssayS'in angenehmer Form Unterhaltung und Be­lehrung, erfreut man sich an Witz und Humor der Anekdoten und an der kernigen Spruchweisheit, begrüßt man die praktische Seite des Kalenders, besonders die Wetterregeln, Reime und Garten­ratschläge. 4

Gartenlaube-Kalender 1937. Her­ausgegeben von Dr. Robert R o f e e u. Geb. 1 Mk. 270 S. Verlag Scherl Berlin SW. 68. (570) Zum neuen Jahr erscheint wie immer das gern er­wartete Familien-Jahrbuch. In der üblichen Reich­haltigkeit wird er seinen Lesern frohe Stunden be­reiten und Ratschläge fürs tägliche Leben geben. Zur Unterhaltung dient der TeilErzählungen und Aufsätze". Paul Oskar Höcker ist mit einer Novelle Jahrgang fünfzehn" vertreten; über dieWehr­macht als Erzieher des Volkes" erzählt Rud. Krohns viel Neues; die FrageWas sind Naturpfade?" be­antwortet Hans Wolfgang Behm, lieberVater und der erwachsene Sohn" schreiebt Dr. Roseeu;Auch Bilder haben ihre Schicksale" ist ein Aufsatz non Artur Gläser. Der zweite Abschnitt ist dem täglichen Leben gewidmet, hier erweist sich derGartenlaube- Kalender" als ein guter Ratgeber. Er bringt prak­tische Winke für Haus, Beruf und Familie. Gute Photographen und anerkannte Zeichner haben für die reiche Illustrierung des Bandes gesorgt.

Blodigs Alpenkalender 1937. (12. Jahrgang.) 98 Blätter im Format 19,5X23 cm mit großen beschrifteten Bildern, darunter drei Dier- farben-Kunstblätter, Anstiegsblätter nebst inter­essantem Preisrätselbild. Aufhänge- und Stellvorrich­tung. Verlag des Blodigfchen Alpenkalenders, Paul Müller, München 2 NW. Preis 2,90 Mark. (412) Mit der vorliegenden Ausgabe tritt der bei allen aktiven Alpinisten und sonstigen Bergfreun­den beliebte und geschätzte Kalender in seinen 12. Jahrgang ein. Der neueBlodig" ist seinen Vorgängern in jeder Hinsicht ebenbürtig: eine Fülle schönen und untadelig wiedergegebenen Bildmate­rials mit sachlich-knappem, zünftigem Text wird wie­der dazu beitragen, ihm neue Freunde zuzufüh­ren und dies Band, das ihm mit den zahlreichen alten verbindet, fester zu knüpfen. Das beliebte Preisrätselbild dürfte viel Freude und Anregung bringen. Die Bilder können in einer Mappe ge­sammelt werden; es lohnt sich. Der Kalender ist übrigens nicht nur zum Hängen, sondern auch zum Aufstellen eingerichtet.

Der Köhlersche Deutsche Kalender für das Jahr 1937 ist erschienen. Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W., Preis 70 Pf. (422) Fast 200 Seiten stark, mit etwa 100 Abbildungen, einem Kunstblatt und einem Wandkalender als Bei- läge reiht er sich seinen Vorgängern würdig an. Spannende, ernste und heitere Erzählungen wech­seln in bunter Folge mit interessanten Aufsätzen aus allen Gebieten des Wissens und des täglichen Lebens. Das Kalendarium hält eine Fülle des Wis­senswerten bereit: Eintopfsonntage, Wetterregeln, geschichtliche Gedenktage, Sonnen- und Mondfinster­nisse und vieles andere. Wie es im Hauptquartier der deutschen Winterhilfe zugeht, was man auf den Balkon pflanzen kann, wie Schlangen auf Bäume klettern, wie es im Wildparadies Schorfheide aus­sieht, wie man Handschriften deutet, wie Säuglinge turnen, ob der Mond das Wetter macht das alles und noch vieles mehr erzählt der Kalender.

Kohlers Flieger-Kalend er 1 937. Preis 1,30 Mk. Verlag Wilh. Kohler, Minden i. W. (423) Der Kalender bringt u. a. einen Auf­satz überSie - Luftwaffe im Sritten Reich" von Dr. Orlovius, eine nette Plauderei über die Flieger- spräche, die Schilderung eines Tages beim Geschwa­derHorst Wessel", einen interessanten Artikel über Sie Abwehr von Luftangriffen", überLuftver­kehr und Auslandsdeutschtum",Flugzeugbewaff­nung und Luftkampf",Flug durch Nacht und Wol- ken", eine Würdigung der deutschen Flieger des Weltkriegs, etwas über das Volksflugzeug, über ote Segelfliegerei und anderes mehr. Ser Kalender bringt auch über 100 interessante Bilder aus allen Gebieten der Luftfahrt.