entsinnen, ein ähnliches „Zwetschenjahr" erlebt zu haben
4- £1 tfrt d b o r n , 27. Sept. In unserer Gemarkung wurde nunmehr die Kartoffelernte beendet. Der Ertrag bleibt hinter dem des Vorjahres zurück. Gute Erträge brachten die Frühkartoffeln. Die „Industrie" hatte unter der feuchten Witterung w leiden. Sehr gute Erträge konnte man überall da feststellen, wo neues Saatgut verwandt worden war. — Zu der Versteigerung des Gemeinde- o bst es waren sehr viele Interessenten erschienen. Der Obstbehang war nicht sehr reichlich. Die Preise lagen sehr hoch. Der Zentner Aepfel am Baum kostete durchweg über 8 Mark. Bei der Zwetschenversteige- rung wurde der Zentner am Baum mit 1 bis 2 Mark genannt.
4- Grünberg, 27. Sept. Die Versteige- rung des städtischen Obstes am Freitag erbrachte durchweg gute Preise. Trotz der geringen Menge, die zur Versteigerung kam, erbrachte der Gesamterlös über 600 RM., gegenüber 931 RM. im Vorjahre. Bedeutend höher lagen dagegen die Preise bei der ersten Versteigerung an den Provinzstraßen, die am Samstag stattfand. Besonders Tafelobstsortem wie Boskop, Landsberger und die diesmal nur wenig vorhandene Harberts - Renette wurden sehr gut bezahlt. Birnen zeigten dagegen weniger Nachfrage und brachten nur mittlere Preise. Am Montag und Dienstag hat die Provinz noch zwei Versteigerungen, wobei an der Straße nach Mücke eine große Zahl sehr gut behangener Bäume Rheinischer Bohnäpfel sich befinden. In den letzten zwei Wochen wurden am hiesigen Bahnhof fast jeden Tag ein bis zwei Wagen Zwetschen verladen. Wegen der weit vorgeschrittenen Reife der Zwetschen ist von jetzt ab deren Versand nicht mehr gut möglich.
ch Lauter, 27. Sept. Am heutigen Sonntag konnte in voller körperlicher und geistiger Frische Karl M e b u s I. seinen 8 2. Geburtstag feiern. Mehrere Jahrzehnte war der Jubilar in der Spinnerei von Albert Godosar tätig. Wie rüstig der Jubilar ist, ersieht man daraus, daß er während der Brombeerernte täglich in den Wald auf die Brombeersuche ging. Sein Bruder, Heinrich Mebus, ist mit seinen 87 Lenzen der älteste Einwohner unseres Dorfes.
* Birklar, 27. Sept. In der vorigen Woche wurde die Adolf-Hitler-Flachsspende heimgebracht und das Entriffeln des Flachses durch die hiesige HI. und den BDM. vorgenommen. Bei Gesang und Humor vollzog sich die schöne Arbeit. Der Ortsbauernführer ließ sich die Sache sehr angelegen sein und sorgte für alles, was zur Einbringung der Flachsernte nötig war. Zu bemerken ist, daß er der Gemeinde ein Stück Larw zur Verfügung stellte, um den Flachsanbau zu erleichtern.
A Bellersheim, 27. Sept. Die Aufräu - mungsarbeiten nach dem Scheunen- brand bei dem Landwirt Schmidt sind ziemlich beendet. Wie man hört, ist ein Wiederaufbau des Wirtschaftsgeländes nicht geplant, vielmehr soll der freigewordene Platz vom angrenzenden Nachbar zur Vergrößerung seiner Hofreite käuflich erworben werden. — Die Flach saufbereitungsar- beiten, die die hiesige Bezugs- und Absatzgenossenschaft im Auftrage der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft durchführt, nehmen ihren Fortgang.'Die Witterung ist für das Taurösten günstig, so daß die Arbeiten in einigen Wochen beendet sein werden. Der so verarbeitete Flachs wird in der Hauptröste zu Stockheim weiter behandelt. Bis jetzt sind hier mehrere hundert Zentner Flachsstroh angeliefert worden.
—.— Obbornhofen, 27. Sept. Bei der V e r- steigerung des Gemeindeobstes wurden angemessene Preise erzielt. Da der gesamte Baumbestand der Gemeinde auf Anregung des Obst- und Gartenbauvereins gründlich ausgeputzt, gedüngt und gespritzt worden war, war der Behang der gut gepflegten Bäume reichlich und das Obst von prachtvoller Entwicklung. Die Kosten für die Pflegearbeiten hatten sich reichlich gelohnt, floß doch der Gemeindekasse der dreifache Betrag zu, als in früheren Jahren. Einzelne Bäume der Sorte Kaiser Wilhelm, die hier besonders gut fortgeht, kamen auf 25 Mark und darüber. — Die Maurer- und Zimmerarbeiten am hiesigen Rathause gehen ihrem Ende entgegen. Die Bauleitung hofft, die Renovierungsarbeiten auch im Innern des Baues noch bis zum Eintritt des Winters vollenden zu können.
csd Eberstadt, 25. Sept. Heute fand hier die ObitVersteigerung der Gemeinde und des Pachtkonsortiums statt. Da es hier wenig Obst gibt, waren die Preise im Durchschnitt sehr hoch. Bei Simen war die Nachfrage geringer, Aepfel kosteten je nach Sorte und Qualität pro Zentner am Baume 10 bis 16 Mark. — Die Kartoffelernte ist hier in vollem Gange. Die Erträge sind je nach Sorte und Bodenart sehr verschieden. Bei zarteren Sorten, hauptsächlich bei der hier viel angebauten Speisetartoffel „Industrie", gibt es schr viel faule. Bei dem günstigen Wetter der letzten Tage gingen die Kartoffelerntearbeiten rasch vonstatten.
Kreis Friedberg.
4-' Butzbach, 25. Sept. In der Frauenschaft wurde ein vom Reichsmütterdienst eingerichteter Kursus über „Erziehungsfragen und Basteln" unter Leitung von Fräulein St roh meyer abgehalten. Gestern fand der Abschlußabend statt, der von allen an dem Kursus teilgenommenen Frauen besucht war. — Gegenwärtig sind von der NS- Frauenschast auf den staatlichen und städtischen Obstanlagen Falläpfel gelesen und zu Marmelade verarbeitet worden. Auch die Direktion des Zuchthauses hat Zwetschen und Honigbirnen unentgeltlich zur Verfügung gestellt, aus denen ebenfalls Honig breitet und dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt wird.
= Aus der Wetterau, 25. Sept. Gegenwärtig ist die Kartoffelernte in vollem Gange. Ueberall sind die Kartoffelerntemaschinen eingesetzt. Was den Ertrag anlangt, so kann von einer guten Ernte berichtet werden. Das gilt sowohl von den Speise- als auch den Futterkartof- feln. Die Dickwurz haben sich vortrefflich entwickeln können. Gänsefutter ist in Hülle und Fülle vorhanden. Die Zwischenfrucht zeigt vorzüglichen Stand. Sie wird zum Teil in den in großer Zahl neu errichteten Silos eingesäuert werden. Die £) b ft e r n t e ist ebenfalls im Gange, die einen geringen Ertrag bringt. Die Preise für Zwetschen betragen zwischen 5 und 6 Mark. Während Wirtschaftsobst zu den Festpreisen verkauft wird, bieten die Obsthändler für das im Freiverkauf gehandelte erstklassige Tafelobst 15 und mehr Mark pro Zentner. Große Erträge bringen in diesem Jahre die Walnußbäume. Die Ferkelpreise sind in der letzten Zeit im Absinken begriffen. Gegenwärtig gelten die Ferkel im Alter von 6 Wochen 12—14 Mark, 6—8 wöchige 15—20 Mark, ältere Tiere je nach Gewicht und Qualität entsprechend mehr.
firete Schotten.
# Groß-Eichen, 27. Sept. Durch die Einführung der Mustersatzung für Freiwillige Feuerwehren wurde die Ernennung eines neuen Führerrates notwendig. Nunmehr wurden durch Bürgermeister Ernst Greif zum Führerrat vorgeschlagen und bestätigt: Wehrführer Heinrich Burk, Stellvertreter Otto Momberger, Schrift- und Kassenwart Otto Stamm, Gerätewart Karl Philippi II., zu Beisitzern die Löschmeister Karl Heinrich Schorn- b e r t, Gustav Ellrich und Gustav S ch l o s s e r.
csd Eichelsdorf, 22. Sept. Während der Fruchternte, in der Eichelsächser Arbeitsdienst- männer bei hiesigen Bauern tätig waren, hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt, das auch nach der Rückkehr ins Arbeitsdienstlager wei- teraepflegt wird. Die hier beschäftigt gewesenen Arbeitsdienstmänner, die aus dem Saarlande stammen, verbrachten ihre letzten Urlaubssonntage in den Familien ihrer früheren Arbeitgeber. Beiden Teilen kann reicher Gewinn aus näherem Bekannt- werden erwachsen. Der Arbeitsdienstmann aus entfernteren Gegenden des Reiches lernt die schwere Arbeit und das kärgliche Dasein des Vogelsberger Bauern kennen, und der Vogelsberger muß endlich sein Mißtrauen dem Arbeitdienstmann gegenüber ablegen. Die aus den Anfängen des freiwilligen Arbeitsdienstes stammenden Bezeichnungen „ßager* teile" oder „Arbeitskerle" müssen endlich aus dem Wortschatz unserer Bevölkerung verschwinden und durch den Ehrennamen Arbeitsmann ersetzt werden.
Kreis Alsfeld.
* Deckenbach, 26. Sept. Der Witwer Heinrich Müller VII. von hier kann am 28. September seinen 80. Geburtstag begehen. Er hat in den Jahren 1876 bis 1879 seiner Militärpflicht bei der Marine-Infanterie in Wilhelmshaven genügt
40 Lahre Gießener Ziegenzucht.
Jubiläumsfeier des Gießener Ziegenzuchtvereins.
Nach altem Brauch hielt der Erste Gießener Ziegenzuchtoerein feine Familienfeier im „Kühlen Grund" ab, die in diesem Jahre durch die Feier des 40jährigen Bestehens eine besondere Note erhielt.
Nereinsführer Heinrich Hobel
entbot den etwa 300 Züchtern und Gästen den Willkommengruß des Vereins, den er mit einem Rückblick auf die Entwicklung der Ziegenzucht und auf die Erfolge des Gießener Vereins verband. Er schilderte u. a., wie sich 1896 einige Ziegenhalter au einem Verein zusammenschlossen, um gemeinsam Die Schwierigkeiten zu überwinden, die sich damals in starkem Maße der Ziegenhaltung entgegenstellten.
Damals hatte Tapezierer Stroh im Teufelslustgärtchen die erste Deckstation. Später wurde die Bockhaltung von Zecher im Tiefenweg übernommen, bis sie 1910 nach dem Nahrungsberg verlegt und vom Mitglied P a n tz Übernommen wurde, der sie bis heute noch führt. Nach Verhandlungen des Kaufmannns Jean Weisel mit der Stadt wegen Errichtung eines eigenen Hauses mit den notwendigen Stallungen für die Zucht konnte das Bauvorhaben in Arbeit genommen und 1910 fertig- gestellt werden. Die Kosten dafür beliefen sich über 8000 Mark, an denen der Verein noch heute abbezahlt. Der damalige Oberbürgermeister Mecum hatte nicht das Verständnis für die Ziegenzucht, wie es der heuttge Oberbürgermeister Ritter beweist, sonst wäre ein solcher Vertrag mit der Stadt nie zustandegekommen.
Nach und nach trat der Verein an die Öffentlichkeit und hielt 1909 die ersten zwei und für lange Zeit auch die letzten Ziegenmärkte in Gießen ab. Die erste Veranstaltung war nur ein Ziegen- markt, dem im Herbst desselben Jahres ein zweiter mit einer Prämiierung folgte, der aber so schnell nicht wiederholt werden konnte, weil die Stadt keinerlei Zuschüsse für die Märkte bewilligte. Von 1917 bis 1924 ging die Ziegenzucht stark in die Höhe, weil wegen des Milch- und Fettmangels viele Gießener ihre eigene Ziege hielten. 1925 übernahm der neue Vorstand die Vereinsleitung. Diesem gelang es, auf der Hauptversammlung in Hungen einen Ziegenmarkt für Gießen zu erreichen, und da der damalige Oberbürgermeister Keller einen Zuschuß der Stadt bewilligte, fand 1925 wieder der erste Ziegenmarkt in Gießen statt. Der nächste Plan, die Bockauktionen für Gießen zu erreichen, wurde durch die Mithilfe der neuen Regierung erreicht.
In großzügiger Weise hat die Stadt Gießen durch die neue Auktionshalle allen Züchtern einen großen Dienst erwiesen, und auch die Ziegenzüchter sind erfreut, dabei durch die Herstellung eines Bockstalles berücksichtigt zu sein. Die Stadt Gießen verdankt es ihrem Oberbürgermeister R i t- ter, daß diese Auktionshalle nach Gießen gelegt
wurde und die gesamten Diehauktionen Oberhessens hierher zentralisiert werden.
Vereinsführer Hobel begrüßte, daß Oberbürgermeister Ritter in dem um die Ziegenzucht in Gießen sehr verdienten und den Bestrebungen des Vereins stets wohlwollenden Vermessungsrat Karle den richtigen Vertreter zur Jubiläumsfeier geschickt hat. Gleichzeitig begrüßte er den Orts- bauernführer Hennecken, den langjährigen Kreisziegenzuchtwart Balthasar Philipp IV. aus Watzenborn-Steinberg, den Vertreter des Tierzuchtamtes Gießen, Verwaltungsobersekretär Karl Philipp IV., der als jetziger Kreisfachschaftsleiter die Gießener Ziegenzucht stark fördert, und die verdienten Ehrenmitglieder des Vereins, Apotheker S ch w i e d e r und Landwirt Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, der als früherer Bauernführer und besonders als Vofitzender des oberhessischen Verbandes der Ziegenzucht im Kreise Gießen zu großem Ansehen verhalfen hat.
Der Vereinsführer erinnerte dann daran, daß durch die großzügigen Maßnahmen des Führers und Reichskanzlers auch die 40jährige Arbeit des Ziegenzuchtvereins Gießen Anerkennung gefunden haben.
Den mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgten einige anerkennende Worte, die der Vertreter des Tierzuchtamtes und
Kreisfachwari Karl Philipp
sprach und denen er die besten Glückwünsche folgen ließ, die das Tierzuchtamt und er als Kreisfachwart in dankbarer Anerkennung der gleichgerichteten Arbeit übermittelten. Ganz besonders hob er den Aufstieg des Vereins unter der zielbewußten Leitung des Vereinsführers Höbe! hervor, für den er diesem besonderen Dank aussprach.
Nach einer Pause, die durch allerlei Kurzweil ausgefüllt war, gab das Ehrenmitglied, der frühere Kreisverbandsvorsitzende
Wilhelm Fenchel, Oberhörgern
in längeren launigen Ausführungen einen Ueberblitf über die schwierige Arbeit des Ziegenzüchters, der einst verlacht und verkannt seinen Weg ging und heute seine Anerkennung von einer lebensnahen Regierung findet. Wie einst der Reichstagsabgeordnete Köhler (Langsdorf), der sich an die Spitze eines Werbezuges für die Ziegenzucht stellte, wie der im Weltkrieg gefallene Landwirtschaftslehrer Damm aus Lich, so hat auch der Gießener Verein Männer gefunden, die seine Bestrebungen unterstützten. Neben dem erkrankten Kaufmann ^ean Weisel waren es das jetziae Ehrenmitglied Apotheker Sch wieder und Dermessungsrat Karle, die den Verein bei der Stadtverwaltung in bester Weise vertraten, und war es auch Oberbürgermeister Dr. Keller, der sich die Förderung der Gießener Ziegenmärkte angelegen sein ließ. Ganz besonders
aber danken die Ziegenzuchter dem Oberbürger, meister Ritter dafür, daß er in weltschauender Weise die Gießener Ziegen- und Prämnerungs« märkte und die Bockversteigerungen der Stadt erhalten hat.
Wilhelm Fenchel fand auch freundliche Worte für die Kleinarbeit der Frau des Ziegenzüchters, von der man mit Recht sagen kann, daß sie der eigentliche Züchter sei, der die Tiere hegt und pflegt.
In seinem Schlußwort dankte Vereinsführer H ö b e l allen seinen Mithelfern, besonders dem Bauinspektor i.R. Hch. Philippi, Hch. Vogel und Straßenbahnwagensührer Theiß sowie allen Frauen für die Ausgestaltung der harmonisch ver- laufenen Feier.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
Fest.
Frankfurt a. M., 26. Sept. Die Wochen- schlußbörse nahm die Abwertung des französischen Franken mit Ruhe auf. Hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der für den internationalen Wirtschaftsverkehr so einschneidenden Maßnahme wartet man die weitere Entwicklung ab.
Die Aktienmärkte verkehrten in fester Haltung und das Geschäft war zu den ersten Kursen recht lebhaft, später etwas ruhiger. Da kaum Angebot vorlag, ergaben sich vielfach starke Erhöhungen. Im Durchschnitt zogen die Kurse um 1 bis 2 v. H. an. Montanwerte standen im Zusammen-
Zeder Handwerker muß die Ausbildungskurse des Reichstuftschuh, bundes besuchen.
hang mit der Veröffentlichung der Hoesch-Bilanz im Vordergrund; Hoesch stiegen auf 109,50 bis 110 (106,13), Verein. Stahl auf 108 bis 109 (106), Mannesmann auf ebenfalls 108 bis 109 (106),
Rheinstahl auf 140,50 bis 141,50 (138,25) Klöckner auf 118,25 (114,50) und Harpener auf 135,50 (133,25). Fest lagen auch Otaoi Minen mit 35,50 (34,50). IG. Farben erfuhren eine Erhöhung von 3,50 v. H. auf 162. Starke Steigerungen vollzogen sich außerdem für Elektroaktiven; Siemens 186 (182,40), Lahmeyer 147 bis 146,50 (143,50), Geffürel 135,50 (133), Schuckert 154,50 (152,25), Licht & Kraft 153,50 (152), AEG. und Betula gewannen je 0,50 v. H. Von Zellstoffpapieren gewannen Waldhof 3,50 v. H. auf 155. Sonst eröffneten im einzelnen: AG. für Verkehr 114 (112,75), Daimler 115 (114), BMW. uno. 131,50, Kunstseide AKU. 80 (79), West- deutsche Kaufhof 53,13 (52,50), Moenus Maschinen 93 (92,50) und Hapag uno. 14,65.
Der Rentenmarkt lag still. Altbesitz 115 (115,13), Zinsoergütungsscheine 93,40 (93,45). Späte Schuldbücher und Kommunal-Umschulduna blieben unverändert. Zertif. Dollar-Bonds lagen fest, 6 v. H. Preußen 68,50. Von Auslandsrenten zogen Ungarn Gold auf 11,40 bis 11,70 (11,40) an. Etwas schwächer waren Oesterr. Silber-Renten mit 3,65 (4),
4 v. H. Rumänen mit 15,85 (6,95) und im Frei- verkehr 3 v. H. Steg von 1895 mit 7,50 bis 8 (8,25).
Im Verlaufe ließ das Geschäft am Aktienmarkt weiter nach, es zeigte sich etwas Zurückhaltung, zumal da keine weiteren Aufträge mehr einliefen. Teilweise erfolgten einige Gewinnmitnahmen. IG. Farben 162,75 nach 163, Verein. Stahl 109 nach 109,25, Hoesch 109,75 nach 110, AKU. 78,75 nach 80, andererseits stiegen Harpener auf 136 nach 135,50, Daimler auf 116 nach 115 und Rheinstahl auf 142,25 nach 141,50. Von später notierten Werten zogen Deutsche Erdöl und Holz- mann je 3,50 v. H. auf 131 bzw. 128,50, Muaa auf 116,90 (114,50), Ilse Genuß auf 137,50 (135,25) und Scheideanstalt auf 274 (273) an.
Am Rentenmarkt galten Kommunal-Um- schuldung schließlich 88,40 nach gestern 88,60. Ungar. Goldrente bröckelten auf 11,60 nach 11,70 ab.
Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 100,50 und Wayß & Freytag mit 121. — Tagesgeld uno. 2,75 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Sept. (Vorbericht.) Um
10 Uhr war folgende Marktlage: Seit dem letzten Markt dem Schlachthof direkt zugeführt: 79 Ochsen, 1 Bulle, 38 Kühe, 48 Färsen; Voraustrieb: 393 Rinder (54 Ochsen, 96 Bullen, 179 Kühe, 64 Färsen), 548 Kälber, 406 Schafe, 3496 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 29 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 55 bis 85, Hammel 50 bis 62, Schafe 40 bis 58, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber ruhig, Häm- mel und Schafe mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter
den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
—
Reichsbankdiskont 4 v.H.,
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankiu
rt a. M.
De
Im
Frankfurt a.M.
33t
rlin
Frankfu
rt a. Ul.
Berlin
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt O.2IL
Schluß- kurs
Abend- börse
Schluß- kurs
Mittag- börse
Schlußkurs
SchlUtzk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- böric
Gchluß- kurS
Schluvl. Abend-
Schlußrurs
Schlußk. Mittag- börse
25. September
26. September
Datum
25 9-
26.9.
25-9.
26-9.
Datum
25.9.
26-9.
25-9
26.9.
Datum
25.9.
26-9
25-9-
26.9.
Amtliche Geld
Dotierung Brief
Amtliche Geld
Notierung
I Brief
6% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 *% Deutsche Retchsanl. von 1934 6Yt% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti
Auslos.-Rechten ............
101,4 97,75
102,13
115,13
101,4
97,75
102,25
115
101,4
97,75
115,2
101,4
97,75
102,5
115
100,4
4% vesgi. Serie li ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4'/,%Ruman.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische vereinh. Rente .
2 y4% Anatolier ....
8 12,13 6,85
46
8,1
12
6,85
10,25
8,1
12
7,05
8,4
12,2
6,95
Mansselder Bergbau.......
Kokswerke................
Rheinische Braunkohlen ....
Ryeinstahl ................
6 y, .. 6
12 . 4
223,5
138,25
154
225,75
142,25
151 126,75 223,5 138,25
154 130,75 225,75
142
ouenoe Am Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....
Kopenhagen Danzig....
0,707 42,06 0,147 3,047
56,19 47,04
0,711
42,14
0,149
3,053
56,31
47,14
0,707
42,06
0,147
3,047
0,711
42,14
0,149
3,053
4¥i% Deutsche RetchSpostschatzan Weisungen von 1934, 1.......
100
100
45,5
45,9
Bereinigte Stahlwerke......
Otavt Minen .............
»K . O
106
34,5
109
35,5
105,75
34,13
109
36
55,96
47,04
56,08
47,14
4Vi% ehem. 8% Hessischer Volk«.
Hamburg-Amerika-Paket .... o
14,65
15,13
114
99,5
14,13
40,4
14,25
112,65
120
99,25
14,75
41
15,13
115,25
120
99,5
Kaliwerke Aschersleben......
. 5
121,5
122,5
120,5
122
London....
12,585
12,615
12,535
12,565
float 1929 lrückzahlb. 102%) ... W/o ehem. 8% Hessische Landes
baut Darmstadt Gold 81.13....
5%% ehem. 4y,% Hess. Lande-
Hypothekenbank DarmstadtLtgu.
4¥t% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverichr. R.e Oberhessen Provinz-Anleihe mti
Au-los.-Rechten ..........
98,75
97
100,75
98,75
97
100,75
—
Hamvurg-Südam. Dampfschiff. 5 Norddeutscher Lloyd .........o
'21.0. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... « Commerz, und Prival-Bank ... 4 Deutsche Bank und DiLconto-
14,25
112,75
119,4
99,25
Kaliwerke Westeregeln......
Kaliwerke Salzdetfurth.....
9. ®. Yarben-Jndustrie.....
Schetdeanstalt.............
. 5 7%
.. 7 . 9
119
158,5
273
120,5
179
162,75
274
119,75
176
158,13
122
179
163
Helsingfors. Barts .....
Holland ... Italien.... 3aoan .....
Jugoslawien
5,554 16,375 168,06
19,55 0,735
5,654
5,566
16,415
168,40
19,59 0,737
5,666
5,524
168,08
19,55 0,735
5,654
5,538
168,42 19,59 0,737 5,666
93,5
93,5
97,5
97,5
181,5
97,75
97,75
182
97,5
97,5
181,5
Goldschmidt ..............
113,5
115
114
114
130,5
L5lo..... ;
63,25
48,95
63,37
62,99
48,95
63,11
49,05
—
—
Dresdner Bank..........
97,75
Rütgerswerke .............
. 6
129,5
127,5
Wien......
49,05
Retchsbank .............. 1
97,75
Metallgesellschaft...........
. 6
130
131,5
130
131,25
Lissabon...
11,435
11,455
11,39
11,41
Deutsche Komm. Sammelabl. An
183
Stockholm..
64,89
65,01
64,63
64,75
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4/»% ehem.8% Franks. Hyv.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar vis 1985
121
121
121
121
-aea n
35,25
154,5
124,75
152
35,75
155
125,5
153,5
35,13
154,5
124,5
152,5
35,75
155
126,65
Philipp Holz mann.........
. 4
125
128,5
125
129,25
-Schweiz ...
Spanien...
80,95
28,72
81,11
28,78
10,295
80,87
28,47
10,27
81,03
28,53
10,29
97
100,55
97
Bekula......................
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
. 7
143,5
•45
-
-
Prag......
10,275
5%% ehem. 4y.% Franks. Hyp.
Bank-Liqu..Pfandbriese......
100,65
Elektr. LieferungSgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
156,5
156,5
—
-
Budapest ..
Reuyort ...
2,490
2,494
2,488
2,492
6V,% ehem. 4Vt% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ...
101,13
101
101,13
101,13
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
128,5
133
130
135
128,25
133,5
130,5
136
126
131,25
154
187
146,5
Schultheis Patzenhoser .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
. 4
. 0
79
78,75
101,4
80
87
151,25
124,13
103,25
114,13
161
82,5
52,4 431
103
79
Banknoten.
4x/»% ehem. 8% Pr. Landespfand
Driefanftalt, Pfandbriefe R. 19
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... e
124,25
129,5
152,25
183,75
143,75
Bemberg......
86,75
151,5
124
88
155
127
97,5
97,5
97,5
97,5
130
130,75
154
186
146,5
Zellstoff Waldhof ..........
88
155,75
128,4
Berlin, 26. September
Gew
Dries
4Vi% ehem. 7% Pr. Landespfand
vriefanst., Gold Komm. Obl. 20 bteuergutich.BerrechnungSk. 84-38
Schuckert L Co............... 6
Siemens L Halske............ 8
Lahmeyer L To. ......... 7
152,25
182,4
143,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
Dessauer Gas .............
Amentanuche rlloren..............
2,44 41,92 55,76 12,49
2,46
42,08
55,98
12,55
95
109,75
95
109,75
95
109,8
95
109,8
Belgische Noten..................
Daimler Motoren..........
114
Iti
116
161,5
104,5
116,25
Dänische Noten .................
Deutsche Linoleum.........
Englische Noten .................
4% Oesterreichtsche Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberrente
Lrenstein & Koppel ........
. 0
162
84,5
französische Noten...............
—
——
35,25
*—
Buderus ................... <
110
127,5
133,25
113,75
132,5
136
110,25
128
133,25
114,25
131,5
136
Westdeutsche Kaufhof.......
Chade ....................
52,5
430
196
53,5
Holländische Noten........
Italienische Noten.........
Norwegische Noten .......
167,66
19,21
62,77
168,34
19,29 Ra ni
—
3,65
3,75
3,9
Deutsche Erdöl .............. 4
53,25
4% Ungarische Goldrente.......
11,4
11,7
11,6
11,65
Haroener................. 2%
Accumulaloren-Fabrtk......
12
1 Aß
434
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4%% desgl. von 1913..........
10,5
10,9
14,4
10,13
10,5
14,5
10,13
10,25
14,5
10,5
10,5
14,5
Hoesch Eisen—Söln-Reuessen ««, 3
Alse Bergbau ............... e
Ale Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ............... 3
106,13
169
135,25
114,5
110,5.
106
169,5
135,5
114,5
110,5
Conti-Gummi.............
11
168
168
168
Deutsch Leste Rumänische N Schwedische N Schweizer No
neid), ä 1OO Schwing
—
6% aügest. Golvmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
137,25
118
171,75
138
118,4
Gritzner..................
Mainkraftwerke Höchst a.M..
• 0
33,25
33,75
33
33,13
oten........
en..........
64,41
80,69
27,45
64,67
81,01
Serie 1.....................
10,25
Mannesmann-Röhren........ 8
• * * * 4 * * * * * 10
94
95
Spanische Noten..........
Ungarische Noten.........
106
108,5
105,13
109
Süddeutscher Zucker.......
10
205
206
205
205
27,55


