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Wirffchast.

Krastfahrzeughandel und -Gewerbe im Zebruar 1936.

Jebruarabsah gegenüber 1933 vervierfacht.

Fwd. Die Umsätze des Kraftfahrzeughandels über« schritten im Februar 1936, wie sich aus den Umsatz« Meldungen der zur Konjunkturstatistik der Fach­gruppe Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugbedarf be­richtenden Firmen ergibt, den Umsatz im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Die Absatzsteige­rung betrug, wertmäßig betrachtet, im Durchschnitt A v. $). gegenüber Februar 1935. Im Vergleich zum Januarabsatz, der um rund 25 v. H. höher lag als im gleichen Vorjahresmonat, bedeutet der Februar­absatz nur eine Geringe Ausbesserung. Um diese Um­satzsteigerung aber richtig abzuschätzen, sei darau hingewiesen, daß der Februar in beiden vorher- aehenden Jahren jeweils eine aanz beträchtliche Ge- schästsbelebung gebracht hatte, so daß der diesjährige Februarabsatz im Kraftfahrzeughandel fast das Vier­fache des Februarumsatzes im Jahre 1933 betrug. Die in den Reparaturwerkstätten des Kraftfahrzeug­handels im Februar ausgeführten Reparaturarbei­ten erbrachten Umsätze, die im Durchschnitt um 15 bis 20 v. S). über den des gleichen Vorjahresmonats lagen.

Oer Abschluß derCommerz- undprivat-BankfürlSZS

Fwd. Als letzte der Großbanken legt nunmehr auch die Commerz- und Privat-Bank ihren Abschluß für 1935 vor, der ebenso wie bei den beiden D-Banken die Wiederaufnahme der Dividenden­zahlung mit 4 v. H. gestattet und auch hier die Ge­folgschaft in den Genuß einer außertariflichen Son­dervergütung bringt.

Nach der Gewinn- und Verlustrechnung erbrach­ten Zinsen vnb Diskont (in Mill. Mark) mit 25,4 (20,8) ein um rund 4,6 höheres Erträgnis, während Provisionen und Gebühren mit 25,08 (25,4) wenig verändert ausgewiesen werden. Die i. V. mit 12,65 ausgewiesenen Erträge aus Wertpapieren, dauern­den und Konsortialbeteiligungen, Devisen, Sorten usw. wurden im Berichtsjahre zur Vermehrung der stillen Reserven verwendet: insgesamt sind diese Er­trägnisse etwas geringer gewesen. Anderseits erfor­derten die Aufwendungen für Personal 29,5 (29,6), für soziale Zwecke 2,8 (3,07, für sonstige Aus­gaben 9,56 (8,26) und für Steuern usw. 4,7 (3,45). Die Verminderung der Ausgaben für soziale Zwecke beruht im wesentlichen auf der Kürzung der Pen- ftonen von früheren leitenden Beamten. Außerdem ind in diesem Posten die Aufwendungen für Bei­träge 3ur Sozialversicherung nicht enthalten. Die Gefolgschaft, die am 31. Dezember 1935 6535 Köpfe zählte, hat sich gegenüber 1934 durch einen Abgang von 440, dem nur ein Zugang von 330 geoenüber- steht, um HO Köpfe verringert. Insgesamt ergibt sich für 1935 einschließlich 1,39 Vortrag ein Rein- §eminn von 5,28 Mill. Mk. Daraus werden nach Zahlung der Dividende 0,5 dem Pensionsfonds zu- gemiefen und 1,58 auf neue Rechnung vorgetragen, nachdem der Betrag, der nach früheren Vereinba­rungen erstmalig dem Reich in Höhe von 15 v. H. des ausgewiesenen Reingewinns zufließt, in der Gewinn- und Verlustrechnung vorweg berücksichtigt worden ist.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Wie zu erwarten war, hat das Angebot in W e i- zen im letzten Märzdrittel abgenommen, da die Landwirtschaft mehr und mehr in die Bestellung eingetreten ist. Aber auch die Mühlen zeigen nur ein kleines Kaufinteresse, sind allerdings bereit, die guten Qualitäten des hiesigen Gebiets laufend auf­zunehmen. Im übrigen bevorzugen sie aber, da sie sich im allgemeinen gut eingedeckt haben, spätere Liefertermine, die sie hauptsächlich aus dem nord­deutschen Angebot erhalten können.

Am R o g g e n m a r f t hat sich kaum eine Aende- rung ergeben. Die Versorgung der hiesigen Land­mühlen bleibt knapp, so daß sich auch hier die Er­höhung des Mahlkontingents kaum auswirken kön­nen dürfte. Die Anforderungen auf Zuweisungen durch die RfG. sind größer geworden.

Brau- und Jndustriegerste liegen sehr ruhig, da die Verarbeiter zur Zeit keinen Bedarf zeigen. Auch Malz fand nur wenig Interesse.

Futtergerste ist in unserem Gebiet nicht an­geboten, so oaß die Versorgung sich auf den Bezug von niederrheinischem Gerstenfüttermehl stützen muß.

In Hafer bleibt es bei der bisherigen kleinen Zufuhr durch die Landwirtschaft, womit aber der Bedarf nur teilweise gedeckt wird.

In Futtermitteln kann der nötigste Bedarf der Landwirtschaft durch die neuen Zuteilungen von Qelkuchen befriedigt werden. Treber blieben bei weichenden Preisen angeboten.

Das Mehlgeschäft verlief normal. In Wei­zenmehl machte sich die übliche Monats-Endbele- bunq, aber auch der kommende Feiertagsbedarf mäßig geltend. Roggenmehl hat stetigen Absatz.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebniarkt. Der Frankfurter Schlachtoiehmarkt wies gegen die Vorwoche nur wenig Aenderung auf. Das Geschäft blieb im allgemeinen lebhaft und die zugeführten Tiere wurden größtenteils ausverkauft, nur bei Schweinen zeigte sich erstmals wieder Ueberftanb.

Die Qualität war überall durchschnittlich gut, vor allem ist dies von Großvieh zu berichten. Es standen nur 343 (454) Stück zum Verkauf, die rei­bungslos abgesetzt wurden. Der Bedarf der Metzger konnte wiederum durch ausländisches Frisch- und Gefrierfleisch gedeckt werden.

Der Auftrieb an Schweinen stieg in dieser Woche auf insgesamt 5037 (4592) Stück und liegt somit um über 1000 Tiere höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Qualität war mittel bis gut, ist jedoch im ganzen gesehen immer noch eini­gen Schwankungen unterworfen. Da sich die Nach­frage nicht wesentlich erhöht hat, das Interesse sich 3ur Zeit mehr den Kälbern zuwendet, verblieb ein Ueberftanb von 288 Tieren. Die Preise hielten sich zumeist unverändert, nur in den leichteren Ge­wichtsklassen wurden die Festpreise etwas unter­schritten.

Am Kälbermarkt bewegte sich die Zufuhr mit 1221 (1225) Stück auf der Höhe der Vorwoche. Das Geschäft nahm einen lebhaften Verlauf und die Preise zogen verschiedentlich um 12 RM. an. Der Markt wurde geräumt.

Arn Schafrnarkt haben sich die Hoffnungen der Erzeuger auf größeren Absatz im Hinblick auf die üblichen Osterlammbraten nicht ganz erfüllt. Der Auftrieb war mit 114 (133) gemessen an der Nach­frage reichlich und konnte nur bei etwa 12 RM. nachlassenden Preisen abgesetzt werden. Das Ge­schäft nahm einen ruhigen Verlauf.

Fwd. G u t behauptete Eisenausfuhr. Die Ausfuhr von Roheisen und Walzwerkserzeug­nissen, die im Januar einen seit Jahren nicht ge­kannten Rekordhöchststand erreichte, vermochte sich auch im Februar nicht nur gut zu behaupten, son­dern im Verhältnis unter Berücksichtigung der Kürze dieses Monats weiter zu steigern. Insbe­sondere fällt die Exportzunahme in Halbzeug auf, denn es trat im Februar im Vergleich zum Januar mehr als eine Verdreifachung ein. Diese Erschei­nung ist auf stärkere Bezüge Englands zurückzufüb- ren. Abgenommen hat dagegen der Export in Roh­eisen, Eisenbauobermaterial und Formeisen, wäh­rend die Ausfuhrziffern in den übrigen Fabrikaten nahezu unverändert blieben.

Mein-Mainische Börse.

INitlagsbörse überwiegend freundlich.

Frankfurt a. M., 27. März. Die Börse hatte eine freundliche Tendenz. Am Aktienmarkt ergaben sich überwiegend leichte Befestigungen, doch bewegte sich das Geschäft mangels Anregungen und nur sehr kleiner Kundenorders in engsten Grenzen. Zunächst war die Kursgestaltuna etwas ungleichmäßig, später setzten sich meist Besestigun- aen durch. Montanaktien lagen fast durchgehend 0,250,75 v. H. niedriger, nur Ilse Genuß plus 1,25 v. H. und Verein. Stahlwerke plus 0,25 v. H. Don chemischen Werten kamen IG. Farben 0,75 v. H., Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft je 0,50 v. H. höher, Rütgerswerke unverändert und Scheide­anstalt 0,50 o. H. niedriger zur Notiz. Der Elektro­markt lag stark vernachlässigt, fest waren RWE. mit 126,75 (124,75). Zellstoffaktien eröffneten bis 0,90 o. H. fester, ferner gewannen Deutsche Lino­leum 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof, Holzmann, Muag und Reichsbank 0,250,50 v. H. Schiff­fahrtsaktien Hieben behauptet. Je 0,25 v. H. nie­driger fetzten Gement Heidelberg und Daimler Motoren ein. Kunstseide Bemberg auf den ange­kündigten Verlustabschluß weiter gedrückt auf 82,25 (84,50), Aku mit 49,25 gut behauptet. Von Kali­aktien gewannen Westeregeln 0,75 v. H.

Auch der Rentenmarkt hatte bei freund­licher Tendenz nur sehr kleines Geschäft, vorbörs­lich sollen größere Umsätze stattgefunden haben. Altbesitz unverändert 111, späte Schuldbuchforde­rungen unverändert 97,65, Zinsvergütungsscheine 93,75 (93,70), Kommunal-Umschuldung etwa 87,13 (87), Reichsbahn-Vorzugsaktien 123 (122,75), 6 v. H. zertifizierte Dollar-Preußen etwa 64,40.

Im Verlaufe war die Haltung fest. Besonders einige Elektroaktien traten stärker hervor, so Ges- ürel mit 132 bis 133,50 (131) und RWE. mit 127,50 nach 126,75. Akkumulatoren kamen nach Pause mit 180 (175,50) zur Notiz. AEG. erhöhten sich auf 36,90 nach 36,50, ferner IG. Farben 159

nach 158,50, Scheideanstalt 223 nach 222,50, West­deutsche Kaufhof 35,25 nach 34,65, Holzmann 105 nach 104,50, Vereinigte Stahlwerke 85,50 nach 85,13, Harpener 124 (122).

Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen. Goldpfandbriefe blieben be­hauptet, Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlick, Stadtanleihen überwiegend etwas fester, ebenso Industrie-Obligationen. Von fremden Werten gingen Mexikaner teilweise leicht zurück, ferner wurden Schweizer Bundesbahnen etwas niedriger genannt. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.

Sranffurtcr Eier- und Vuttergroßmarkl.

Frankfurt a. M., 27. März. Obwohl die An­lieferungen in deutschen Eiern eine weitere Zu­nahme zeigen, konnte der Bedarf am hiesigen Platz nicht immer völlig befriedigt werden. Ausländische Eier wurden nicht angeboten. Der Verbrauch in den Großstädten (jat sich angesichts der billigen Preise gegenüber denen für Fleisch und Wurst erheblich gesteigert, dazu kommt, daß der Eigenverbrauch auf dem Lande wesentlich stärker als früher ist. Es notierten in Pfg. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier 8 9A bis 10, A 8% bis 9%, B SA bis 9, C 73A bis 8A, D 7% bis 8.

Die Butter anlieferungen blieben auch wäh­rend dieser Woche ausreichend, der Bedarf konnte ausreichend bedient werden. Es besteht auch keiner­lei Veranlassung zu Befürchtungen, daß hierin auch sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Die Milchanlieferungen zu den Molkereien sind in einer Aufwärtsbewegung, die erheblich rascher oonftatten geht als in den letzten Wochen. Es notierten in Mark per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibut­ter 142, Landbutter 125. Holländische Butter 145

Frankfurter Obst- und Gemüfemackt.

Frankfurt a. M., 27. März. Arn Gemüse- markt schieben sich Treibhauserzeuanisse mehr und mehr in den Vordergrund. Geschäft bei nahezu unveränderten Preisen im allgemeinen lebhaft. Kohlgemüse und Feldsalat langsam. U. a. notier­ten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück 4,005,00 ital., Feldsalat gr. 3050, klein 6080, Gewürze! gr. Bdl. 3040, Salat-Gurken (Treibh.) St. 5075, Karotten 46, Kohlrabi (Treibh.) St. 1525, Kopfsalat (Treibh.) St. 2835, Steige 1830 St, 5,506,00 ital., Lattich 70100, Schlüpfer 90120, Meerrettich 3545, Rettich (Treibh.) Bdl. 2340, Römischkohl 3035, Rosenkohl 2025, Rotkraut 1215, Sellerie je nach Gr. 725, Spinat 910, Schnittlauch Bdl. 2530, Schwarzwurzel 1220, Weißkraut 1012, Wirsing 1518 (holl. 1214), Winterkohl 1012, Zwiebeln 7,510, 9,510,5 Ungar.

Obst und Südfrüchte: Deutsches Aepfel- angebot noch genügend, Tafelobst knapper ange­boten. Nachfrage nach letzterem lebhaft, sonst ruhig. Preise im allgemeinen unverändert. Apfelsinen wer­den reichlich angeboten, Geschäft lebhaft. U. a. no­tierten: Aepfel I 2839, II 2026, III 1518, Boskoop I 3038, amerik. Aepfel 40 Pfd. rote 14,5019,00, Apfelsinen blond 1218 span., Blut 1318 span., 2124 ital., Bananen, Kiste 25 Pfd. 6,006,50 Karner, und Bros., Kranz-Feigen 25 Ki­logramm 8,009,00, Smyrna-Feigen 25 Kilogramm 10,00, Zitronen 300 und 360 Stück 6,008,00.

Die Industrie­uni» Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

289: Neuregelung des Reiseverkehrs mit Däne­mark. 290: Die Behandlung von Devisenanträ­gen für die Beschaffung der zum Nachweis der arischen Abstammung notwendigen Urkunden aus dem Ausland. 291: Einfuhrverbot für spanische Banknoten in Spanien. 292: Bekanntmachung KP 120 der Ueberivachungsstelle für unedle Me­talle betr. Kurspreise. 293: Die Zwischenhandels­kosten im Verrechnungsverkehr der Niederlande mit Deutschland. 294: Die neue Surnatratabakernte^ 295: Postbeförderung mit deutschen Luftschiffen nach Nord- und Südamerika. 296: Neue grie­chische Bestimmungen für die Verzollung Dort Waren.

RunOfunfprogratnm.

Sonntag, 29. Marz.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Dr« gelchoräle. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Be­kenntnis zur Zeit. Gedichte vom Aufbau. Von Heinrich Anacker. 10: Ans Werk. Kantate von Hans Baumann. 11.15: Unterhaltungskonzert. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Unterhaltungs­konzert. 16: Nette Sachen aus Köln. 17.25 bis 17.55: Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Franka- reich. Funkbericht von den letzten 30 Minuten. 18 bis 2: Abendkonzert mit Bekanntgabe der Wahl­ergebnisse.

Montag, 30. Mär;.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial­dienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (anschlie­ßend auch Nachrichten aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, und seid.beiSchall und Platt" zu Gast! Frohsinn im Volkston. 15: Wirt­schaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Von Kassel: Unterhaltungskonzert. 16.45: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? VI. Ein literarisches Preis­rätsel. 17: Neuere Klaviermusik. 17.30: HJ.-Funk. Jungzug 2 weiß sich zu helfen. Ein Hörspiel von Wolfram Lang-Lendorff. 18: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: An Rhein und Mosel. 22: Nachrichten (anschließend auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zurGuten Nacht". 24 bis 2: Sinfoniekonzert.

Büchertisch.

Robert Gehrke: Die Mieter aus N r. 101. Roman. 338 Seiten, Schützen-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 19. (1) Dieses Erst­lingswerk eines jungen Autors gibt die Geschichte eines großen Mietshauses. In lebensvollen, zum Teil humoristischen Schilderungen rollt die Ge­schichte dieses Hauses ab. An und für sich sind die Schicksale darin nichts Besonderes, sondern ver­laufen wie unser eigenes. Trotzdem trägt in Gehr­kes Buch sich viel zu zu. Unser aller Alltag entrollt sich. Aber das Wertvollste an dieser Arbeit ist, daß sie nicht den falschen Abglanz des Lebens schildert, nicht die Romantik, nicht die sogenannte große Welt, nicht das graue Elend und nicht die Unnatur, sondern Fröhlichkeit und Traurigkeit, das Vergnü­gen und die Sehnsüchte der Bewohner von Nr. 101.

Veffeninginderchem-mainischenZiganenmdiistrie

Vermehrung der Arbeitsplätze.

Fwd. Zu Beginn des Jahres 1933 befand sich auch das Tabakgewerbe in einer bedenklichen Lage. Die rücksichtslose steuerliche Ausnutzung des Tabak­gewerbes seitens der vorangegangenen Regierung, der Rückgang der Kaufkraft der Verbraucher und das damit verbundene Absinken der Preislage hatten ernste Zustände geschaffen. Waren in der Zigarrenherstelluna im Jahre 1926 in Deutschland noch 3137 Einzelfirmen bei der Tabak-Berufsge- nossenschaft gemeldet, so sank diese Zahl im Jahre 1932 auf 1868. Der Zigarrenverbrauch war von 7,5 Mill. Mille im Jahre 1930 auf 5,5 Mill. Mille im Jahre 1932 zurückgeganaen. Letzteres mußte sich im rhein-mainischen Wirtschaftsgebiet besonders auswirken, da die Zigarrenindustrie hier vor­wiegend in Orten bis zu 1000 Einwohnern an­sässig ist. Zahlreiche Gemeinden wurden hierdurch mit allen ihren Einwohnern schwer geschädigt. So waren im Jahre 1932 nur noch etwa 27 bis 35 v. H. der Gefolgschaftsmitglieder voll beschäftigt. 25 bis 30 v. H. Der Arbeiter waren auf Kurzarbeit an­gewiesen.

Im Rahmen der Aufbaumaßnahmen der natio­nalsozialistischen Regierung wurde zunächst im Juli 1933 die Verwendung von Maschinen für die Zigarrenherstellung verboten. Die günstigen Aus­wirkungen für die in der Zigarrenindustrie be­

schäftigten deutschen Volksgenossen und die zahl­reichen kleineren und mittleren Unternehmen haben sich bereits deutlich gezeigt. Zur Behebung der weiteren Schwierigkeiten wurden von der zuständi­gen Industrie- und Handelskammer und von der Fachuntergruppe verschiedene Schritte unternom­men, um die Beseitigung der Uebersteuerung der Zigarren und eine stabile Preisbewegung zu er­reichen. Inzwischen ist im Gewerbe auch.eine weit­gehende Einigung erfolgt, so daß die Produktion in normale Bahnen geleitet werden konnte. Da­neben ist eine Einstufungsstelle zum Zwecke des Lohnausgleiches eingerichtet worden; Anträge auf eine bessere Berücksichtigung in der Frachtenfrage usw. sind gestellt, so daß mit einer weiteren Besse­rung der Betriebslage gerechnet werden kann.

Die erwähnten Maßnahmen haben bisher schon zu einer erheblichen Umsatzerhöhung geführt. Die Umsatzziffern in der Zigarrenindustrie betrugen für das Reichsgebiet:

Milliarden Kleinhandelswert Stück Mill. RM.

1933 6,3 612

1934 7,42 691

1935 7,82 723

Hierin kommt auch die Steigerung des Volksein­kommens wesentlich zum Ausdruck.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Sranffurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 21L

26.3.

26.3.

158,13

158,9

104,75

Banknoten.

j'rio

61,52

61,76

o

»arpener

»oesch EstenKöln-Reuessen .. 8

27,25

9,5

9,13

9,13

198

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

104,75

27,5 |

198 I

8,45

13,6

63,10

80,64

33.60

131

86,5

84

122 91

124 91

99,65

49,4

83,65

124,25

87,5 130,75

98,25

168,25

77,25

35,25

336

180,5

181,5

41,88

54,60

12,25

16,32

168,36

2,452

42,04

54.82

12,29

16.38

169,04

63,36

81,16

33.74

132,25

86,4

85

fl 8

0

5

11

124

91 163,5 131,75 86,5

85

Schluß, kurs

Schluß­kurs

109, I

123 113,65

122

90,75

163

131,5

86,25

84

109,13

123

114,25

134,5

124,25

222

116,5

85

18,9

126

124,75

180

99,4

49

84

123,4

87

129,75

98

164

77

34,5

329

180

183,5

alle Bergbau .......

alle Bergbau Genüsse

ftlödnerroerte .......

Mannesmann-Rohren

Grltzner...................

Wainkrastwerke Höchst a.M...

Süddeutscher Zucker

29,5

1,5

8,65

8,5

8,5

13,7

1,5

8,55

8,6

8,5

13,75

1,45

8,65

8,65

8,6

13,6

1,45

8,5

I- G. Farben-Industrte Scheideanstalt........

Goldschmidt .........

Rütgerswerke........

Metallgesellschaft......

Philipp Holimann . ... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

*% vesterreichstche Soldrente.... MO% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 44% dergl. von 1913..........

obgeft. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe

Schultheis Pahenhofer .....

Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................

Zellstoff Waldhof ..........

Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS .............

Daimler Motoren..........

Deutsche Linoleum.........

Orenstein & Koppel ........

Westdeutsche Kaufhof.......

Ehade ....................

Accumulatoren-FabrÜ Eonti-Gummt.............

Datum

ManSselder Bergbau ..

Kokswerke...........

Rheinische Braunkohlen

Rheinstahl .

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben.

Kaliwerke Westeregeln.

Kaliwerke Salzdetfurth

Belgische Roten..................

Dänische Roten Englische Roten Französische Roten Holländische Roten Italienische Roten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten Schweizer Roten .........

Spanische Noten

Ungarische Noten

Gchlußk, Abend« börse

27-3.

Gchlußk. Mittag« börse

27-3.

135,75

124,5

223,5

116,75

85,4

19,4

126.5

125

178

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börsc

Schluß« kurs

Schluß!. Mtttag« börie

Datum

26.3.

27-3

26.3.

27.3.

4% Deegl. Serie II ............

9,13

9,13

9,15

9,15

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7,25

7,13

7,25

7,4

4 ^r%Rumän.veretnh.Rente».1913

9,6

9,75

9,75

4% Rumänische vereinh. Rente

e .

5,6

5,55

5,6

5,5

39,9

40

39,75

40,25

Hamburg-Dmerika-Paket .....

0

15,13

15,13

15,13

15,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff

0

25

Norddeutscher Lloyd .........

0

16

16,25

16,25

16,4

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

108,5

109,75

109

109,9

Berliner Handelsgesellschaft ..

6

110,5

110,5

Commerz- und Privat-Bank ...

0

91,75

92

91,75

92

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

0

91,5

91,5

91,5

91,5

Dresdner Bank..............

0

91,75

91,75

91,75

91,75

Retchsbank ................

12

178

179

178,5

179

A.E.G......................

0

36,5

37,25

36,75

37,4

Betula....................

10

143,5

143,5

143,75

143,9

Elektt. Lieferungsgesellschast...

5

124

125

124,4

124,65

Licht und Kraft ........... 6%

139

.139,5

139,5

140,25

Felten & Guilleaume.........

4

119,5

120

119,5

119,5

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

131

133

131

133,25

Rheinische Elektrizität ........

6

127

127

Rhein. Wests. Elektr..........

6

124,75

127,75

124,5

128,25

SchuckertLCo...............

4

136,5

137,5

137,13

137,5

Siemens L Halske............

7

175,75

175,5

175,4

176

Lahmeoer LEo..............

7

129

128

129

127,4

Buderus ...................

4

96,75

96

96

96,5

Deutsche LrdiU..............

4

115,5

116

116,25

116,13

Franiiuri a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Gchlußk. mittag- börse

Datum

26 3.

27-3

26 3.

27.3

% Deutsche RetchSanlethe v. 1927

<% Deutsche Reichsanl. von 1934

100,4

100,4

100,5

100,65

97,65

97,65

97,65

97,65

Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld

102,9

103,4

111

Ul

111

110,75

4*/i% Deutsche Reichspostschatzan-

Weisungen von 1934, 1.......

6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929

100,2

100,2

100,25

100,3

«rückzahlb. 102%)............

98,25

98,25

98,25

98,25

4H% ehem.8% Hessische Landes­bank Darmstadt Gold R. 12....

96,4

96,4

6y*% ehem. 4ys% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui ♦X»% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandesS.Goldschuldverschr. R.6

101

101,1

-

92,4

92,13

kberhessenProvinz.Anlethe mll

118,65

119,25

Deustche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit AuSIos.-Rechten

114,65

114,75

114,5

114,5

*Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar viS 1935

96,5

96,5

_

B%% ehem. 4/t% Franks. Hyp.- Bank»Ligu.»Psandbrtefe.......

101,5

101,13

101,25

101,25

6%% ehem. '4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

101,13

101,13

ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 *V»% ehern. 7% Pr. Landespfand, briefanst., Gold Komm. Cbl.VI

97

97

97

97

97

97

97

97

Dteuergutsch.BerrechnungSk. 84-88

109

108,9

109

108,9

26. März

27-März

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

rseio

Bries

Geld

1 Bries

Buenos Atrec

0,680

0,684

0,680

0,684

Brüssel.....

42,00

42,08

42,02

42,10

Rio de Ian.

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3 J153

Kopenhagen.

54,83

54,93

54,86

54 96

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46 90

London .....

12,28

12,31

12,285

12,315

HelsingsorS..

5,41

5,42

5,41

Parts ......

16,37

168,78

16,41

16,37

16*41

169 12

Holland ....

169,12

168,78

Italien.....

19,70

19,74

19,70

19,74

Japan ......

0,714

0,716

0,715

0,717

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5.666

Oslo..... :

61,70

61,82

61,73

61,85

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien....

48,95

11,14

63,29

80,99

33,93

49,05

11,16

63,41

81,15

33,99

48,95

11,14

63,32

81,02

33,94

49,05

11,16

63,44

81,18

34 00

Prag.......

Budapest ...

Reuyork ...

10,265

2,475

10,285

2,479

10,265

2,480

10,285

2,484

.. 4

,116,25

116,65

.. 0

84,9

85,5

.. 0

19,13

19,25

.. 5

126

126,5

.. 6

124,25

125,5

vy,

180

178

.. ?

157,75

159

.. 9

222,5

223

.. 5

109

110

.. 6

123

123

.. 4

114

.. 4

104,25

114,51

- 7

135,5

135,75

-- 6

131

131 1

.. 4

.. 0

49,25

49,5

.. 6

84,5

83,75

.. 5

123

124

.. 0

87

87,25

.. 7

-

.. 0

98,25

98

. 8

163,5

166,5

. 0

-

. 0

34,4

35,4

7/,

329

337

W

180

- 8

183

183,75

- 0

27,5

27 1

4

89

89,5

10

198

198 1

Berlin, 27-März

Geld

Amerikanische Roten..............

2,432