Oer Weltkongreß für Freizeit und Erholung.
16 Wagen, schlossen sich an. Das erste Fahrrad der Welt, die Erfindung eines Badeners, erweckte Begeisterung. Württemberg zeigte die großen Erfindungen seiner Söhne: den Zeppelin und den Daim-
Wir find für die Olympiade gerüstet!
Bisher 3800 Olympia-Kämpfer.
Gchlußappell im Reichsministerium des Innern
2000 Gonderzüge kommen nach Berlin
das
düng zu überzeugen. Es stehen zu diesem Zi in Europa 10 direkte Kabel und für Ueberse
Zwecke
ee 10
sind und
berichtete der Erbauer des Olympischen Stadions, Regierungsbaumeister a. D. Werner March, der darauf Hinweisen konnte, daß auch die zusätzlichen Bauten 5000 Stehplätze im Olympischen Stadion, die Nordtribüne des Schwimmstadions, die Tribü-
ler-Wagen.
Der Gau München-Oberbayern war besonders stark vertreten. Die Bayerische Ostmark, Franken, Mainfranken mit Gruppen aus den Bauernkriegen, Thüringen mit der Sonneberger Spielzeugschau, Sachsen mit der Leipziger Messe, mit Meißener Porzellan und den Spitzen Plauens zogen vorbei, Schlesien, der Gau Kurmark, Trachtengruppen aus dem Harz und der Gau Groß-Berlin folgten.
Stunden waren vergangen, als Werkscharen in blauem Rock den Abschluß des Festzuges bildeten.
Kurzwellensender zur Verfügung. Die Sendeanlagen in Deutschland werden 23 Stunden pro Tag in Betrieb sein.
Anschließend berichtete die R e i ch s p o st, die für die Bewältigung ihrer Aufgaben einen Mehreinsatz von 4000 Arbeitskräften benötigt. Allein in Groß- Berlin mußten über
1000 Kilometer Kabelleitungen
und die entsprechenden Reserveleitungen von gleicher Länge verlegt werden. Allein die Haupt« st e m p e l st e l l e, die die ungeheure Nachfrage nach den Olympiamarken mit dem Sonderstempel zu bewältigen habe, erbeite mit 120 Beamten.
Staatssekretär Pfundtner dankte noch einmal allen Beteiligten für das ungeheure Maß aufopferungsvoller Arbeit. Der Schlußappell habe den Eindruck hinterlassen, daß die Vorbereitungsarbeiten mit echt deutscher Gründlichkeit so durchgeführt seien, daß wir mit gutem Gewissen und den besten Hoffnungen dem Welt» ereignis der XI. Olympischen Spiele in Berlin entgegensetzen könnten. Der Staatssekretär schloß die Arbeitssitzung mit einem Sieg- Heil auf den Führer, den Förderer und Schirm- Herrn dieses größten Sportfestes aller Zeiten.
Unterbringung der privaten Besucher berichtete Graf Engel, der die Zahl der vorhandenen Bürgerquartiere mit 231962 angab. Hinzu kommen 22 000 Hotel- und Pensionsquartiere, 23 000 Massenquartiere mit Betten, genügendem Raum und allen hygienischen Einrichtungen. Engel erklärte mit Nachdruck, daß jeder Olympiabesucher in der Reichshauptstadt eine einwandfreie Unterkunft erhalten und daß die Meldungen einiger Auslandsblätter, daß es in Berlin Quartiernote gebe, vollkommen aus der Luft gegriffen feien.
Lübeck, Schleswig-Holstein, Osthannover, Weser- Ems und Westfalen, Landsknechte, Soldaten aus allen Zeitabschnitten der deutschen Geschichte tauchten auf. Bei den Festwagen des Gaues Köln- Aachen marschierten 50 „rote Funken". Winzer in ihren farbenfrohen Trachten begleiten die Darstellungen von Koblenz-Trier und des Saarpfalzgaues.
Plötzlich erklang das Saarlied, von einer starken Bergmannskapelle des Saarlandes gespielt und von der Menge begeistert mitgesungen. Hessen-Nassau, Kurhessen und Baden, letzteres allein mit
tigkeit der Beschlüsse von Los Angeles. Es sei für alle Ausländer ein Anschauungsunterricht gewesen, wie er nicht besser hätte sein können. Man habe nur fröhliche Gesichter, lachende, zufriedene und glückliche Menschen gesehen.
Man habe gesehen, wie hier in Deutschland alle Schaffenden sich gegenseitig helfen. Man habe einen Beweis bekommen für die Kraft, die aus der richtigen Anwendung der Freizeit kommt.
Dr. Ley habe mit seiner Organisation „Kraft durch Freude" die richtigen Bahnen gezeigt. Es werde nicht von oben befohlen, die Freude komme spontan aus den Massen heraus. Ueberall, bei den Industriearbeitern sowohl wie beim Landvolk, habe er das gleiche gesehen, daß nämlich die Menschen glücklich, stark und zufrieden seien.
Die ganze Welt sei Deutschland Dank schuldig für die Durchführung dieses Kongresses, und er wünsche, daß die Mitglieder des deutschen Organisationsausschusses von dem Ständigen Beratungskomitee zur Mitarbeit gewonnen würden.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley bat Mr.Kirby, auch in Zukunft Deutschland seine Freundschaft zu erhalten. Er selbst habe Gelegenheit gehabt, festzustellen, daß die in Hamburg weilenden Ausländer in der Erkenntnis einig feien, daß Deutschland ehrlich und wahrhaft der Welt helfen wolle.
r e r gestellten Aufgaben unterzogen und das fühl des Stolzes sei heute besonders stark, wo Werk vollbracht sei.
lieber
die baulichen Vorbereitungen
Berlin, 25. Juli. (DNB.) Im Festsaal des Preußischen Ministeriums des Inneren fand heute eine abschließende Sitzung aller an der Vorbereitung und Durchführung der XI. Olympischen Spiele beteiligten Stellen unter dem Vorsitz des Staatssekretärs des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern Pfundtner, dem die
Der Vertreter des Reichsernährungsministeriums gab eine anschauliche Darlegung der Maßnahmen, die für die Verpflegung unserer Olym- p i a g ä st e getroffen wurden und von denen man sagen kann, daß sie nicht nur alle Erwartungen übertreffen, sondern auch die verwöhntesten Ansprüche befriedigen würden. Dabei ist wie bei den Quartieren durch
Preisregelung und Preisüberwachung dafür Vorsorge getroffen, daß die Olympiagäste nicht übervorteilt werden können.
Die sportlich-technischen Vorbereitungen schilderte mit fesselndem Zahlenmaterial Generalsekretär Dr. Diem, der die Zahl der bis heute feststehenden Olympiakämpfer mit 6 8 0 0 bezifferte, wobei aber immer noch mit einer Erhöhung gerechnet werden müßte. Allein der Stab für die technische Leitung der Spiele bestehe aus 2000 Köpfen.
lieber die Arbeiten des Rundfunks gab der Olympiareferent der Reichsfendeleitung Dr. Mül« l e r Auskunft. Auch der Rundfunk habe feine Vorbereitungen zum Abschluß gebracht. Es sind gigantische Zahlen, mit denen er aufwarten kann, ein
Sonderprogramm von riesigen Ausmaßen
wie es die Welt noch nicht erlebt hat. 140 Sprecher werden zum Einsatz gelangen, 60 deutsche und 80 ausländische, lieber 350 Sendungen werden in insgesamt 182 Stunden durchgeführt, das sind IIV2 Stunden pro Tag, die ausschließlich auf Olympia- fenbungen in allen Sprachen der Welt für alle Länder der Welt entfallen. Allein im großen Stadion befinden sich 35 Sprechstellen, 200 auf dem gesamten Reichssportfeld, 350 Mikrophone auf sämtlichen olympischen Stätten zusammen. Auf dem Reichssportfeld sind 5 Rundfunk-Unterzentralen eingerichtet worden, die von 35 Sende- gefellschaften benutzt werden. 1400 Doppelleitungen endigen in der Rundfunkzentrale in der Masurenhalle und werden über Verteiler und Entzerrungsgeräte zur Hauptschalttafel geführt, die. bei einer Länge von 21 Meter und einer Höhe von 2 Meter 10 000 Schaltungsmöglichkeiten bietet. 3 8 Schallaufnahmezellen, 20 Uebertragungswagen und eine fahrbare große Hebertragungsstelle geben die Möglichkeit, zur gleichen Zeit 70 Sendungen auf Platten zu nehmen und 30 verschiedene Sendungen in die ganze Welt durchzuführen. Jeder ausländische Reporter hat die Möglichkeit, sofort unmittelbar von feinem Funkhaus zu sprechen, um sich von der guten Aufnahme seiner Sen-
erroartet. Für die Unterrichtung der Presse alle nur erdenkbaren Vorkehrungen getroffen die neuzeitlichsten Einrichtungen des Nachrichtenwesens eingesetzt worden.
Die Unterbringung der olympischen Teilnehmer im Olympischen Dorf sowie im Friesenhaus auf dem Reichssportfeld hat das Lob der bisher eingetroffenen 38 Nationen gefunden. Heber die
Hamburg, 26. Juli. (DNB.) Der Verlauf des Hamburger Kongresses und der Festzug haben einen außerordentlichen Eindruck auf die hier versammelten Vertreter aller Länder gemacht. Ein Schriftleiter des Deutschen Nachrichtenbüros hatte Gelegenheit, einem Gedankenaustausch beizuwohnen, der zwischen dem Vertreter Amerikas, dem Präsidenten des 1. Weltkongresses für Freizeit und Erholung, Mr. Kirby, dem Reichsorganisations- leiter Dr. Ley, dem Leiter des deutschen Organisationsausschusses, Rentmeister, und anderen führenden Kongreßteilnehmern stattfand.
21lr. kirby erklärte u. a., er sei überzeugt, daß der Nationalsozialismus nichts anderes bedeute als Liebe zum eigenen Volk, und daß er nicht ein Hindernis, sondern eine Möglichkeit der Verständigung unter den Völkern bedeute.
Die Stärke eines Volkes hänge heute nicht mehr von der Größe des Landes,' nicht allein von der Stärke seiner Armee und von feiner wirtschaftlichen Macht ab, sondern in erster Linie von der Weisheit, die ihm innewohne, von dem guten Willen, der dem Herzen entspringe, von der Kraft, die in dem Körper des einzelnen stecke, und von der Freude, die aus der Seele komme.
Die Eindrücke, die er bei dem gewaltigen Festzug heute morgen gewonnen habe, bestätigten die Rich-
Aaiionalsozialismus und Völkerverständigung
Erklärungen des Präsidenten Mr. Kirby.
eingetroffen. Auf Einladung der Deutsch-Französischen Gesellschaft fand im Althamburger Bürgerhaus ein Beisammensein statt, an dem auch das Mitglied des Vorstandes der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Schleier, der Vizepräsident des Comite Franco- Allemand in Paris, B 0 nv 0 isin , der französische Generalkonsul in Hamburg, Gilbert Arvangas, ferner Vertreter des hamburgischen Staates, der Auslandsorganisation der NSDAP, und der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung teilnahmen.
Ser große Festzug.
Hamburg, 26. Juli. (DNB.) Der Weltkongreß für Freizeit und Erholung erreichte am Sonntag mit dem großen Festzug seinen Höhepunkt. Der große Strahenzug, durch den der Festzug seinen Weg nahm, war seit den frühesten Morgen- stunden von Hunderttausenden gefüllt.
Pünktlich 10.13 Uhr lief auf den Hamburger Hauptbahnhof der Diplomatenfonderzug aus Berlin ein. Die Vertreter der ausländischen Regierungen begaben sich in Sonderwagen sogleich zum Rathaus, um auf der Ehrentribüne dem Festzug beizuwohnen.
Auf der Haupttribüne hatten inzwischen das Präsidium des Kongresses, die Führer der zahlreichen ausländischen Abordnungen, die Leiter des deutschen Organisationsausschusses und der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Platz genommen.
Von stürmischen Kundgebungen begrüßt traf Dr. Ley in Begleitung des Präsidenten des Internationalen Beratungsausschusses, Kirby, ein. Beide schritten Ehrenabteilungen der HI. und des BDM. ab.
Um 11 Uhr wurde dem Reichsleiter der F e ft - zug gemeldet. Das Trompeterkorps des Feldartillerieregiments 56 in historischen Uniformen, gefolgt vom Spielmanns- und Musikzug des Arbeitsdienstes Kiel, zog vorüber. Es folgten die ausländischen Volkstums- und Trachtengruppen aus allen Teilen der Welt.
Nach den Ausländern tarnen deutsche Landschaft, deutscher Raum, deutsche Geschichte und deutsches Wesen an die Reihe. Tosender Jubel begleitete jeden der 200 prächtig und stileckst geschmückten Wagen. Hamburg eröffnete den Reigen. Ostpreußen folgte. Es kamen nun Pommern, Mecklenburg-
nommen werden kann.
Heber den Ausbau der Reichsbahnhöfe und die Maßnahmen zur
Bewältigung des Eisenbahnverkehrs
berichtete Reichsbahndirektor Dr. Dorpmüller. Es werde mit etwa 2 0 0 0 Sonderzügen insgesamt gerechnet, wobei die Leerzüge bis zu 50 Kilometer weit zu den Abstellorten gefahren werden müßten. Im 5-Bahnverkehr würden drei neue elektrische Zuggruppen mit kurzer Folge eingesetzt, der normale Fernverkehr durch Dor- und Nachzüge so ausgebaut, daß auch die größten Aufgaben einwandfrei bewältigt werden könnten.
Aus den Mitteilungen des Vertreters des Chefs der deutschen Polizei ergab sich, daß zur Durchführung der verkehrspolizeilichen, kriminalpolizeilichen und sonstigen Kontrollmaßnahmen, für die ein besonderer Polizeibefehlsstab eingerichtet wurde, ein nahezu verdoppelter Einsatz der polizeikräste erforderlich ist.
Die Vertreter der Gliederungen der Partei berichteten über den Anteil, den die Partei an der Durchführung der Olympischen Spiele haben wird. Oberführer Nord stellt für das NSKK. fest, daß die eingerichteten Auto- und Lotsendienste sich schon
Ungarn.
Der deutsche Süden marschierte auf m einem großartigen Festzug, voran die Dinkelsbühler Knaben, dann Volksgruppen aus Bayern, Schwaben,
Eine schwedische Volksgruppe sang, lebhaft bejubelt, einen neu gedichteten und komponierten „Gruß an Deutschland . Besonders eindrucksvoll waren auch der Stechkampf einer irischen Kindergruppe und ein holländischer Holzschuhtanz. Dann folgten Darbietungen norddeutscher Sängergruppen. Eine chinesische Studentenkapelle lieh die eigenartigen Melodien des Fernen Ostens erklingen.
In vier gewaltige Gruppen wurde die Welt- fenbung gegliedert: Nord, Süd, West und Ost. Den Gruppen der deutschen Stämme entsprachen jeweils die Volksgruppen der übrigen Länder Europas. So standen neben den Süddeutschen die Tänzerinnen und Sängerinnen Griechenlands, neben den Westdeutschen die Belgier und Franzosen und neben den Ostdeutschen die Bulgaren, Rumänen, Polen und
Baden und Mainfranken.
Als der Sprecher das Auftreten unserer westlichen Nachbarn mit den Worten ankündigte: „Es führen Brücken über den Rhein, mögen es Brücken des Friedens fein" und dann die besonders starken Volkstumsabordnungen aus allen Teilen 5ranE= reichs, vom Äanal bis zu den Pyrenäen im Licht der Scheinwerfer auftauchten, fetzte ein minutenlanger Beifallssturm ein. Dann wechselte wieder das Bild. Die Bühne füllte sich mit deutschen Volks- gruppen. Tänze Kieler Schiffszimmerleute, Fahnenschwingen der Halloren, ein Musikzug der Bergknappen aus dem Saargau, dem Pfalz-Saar-Gau, ostpreußische Fischertrachten begeisterten in ihrem buntfarbigen Zusammenklang die Zehntausende.
Dann tarnen unsere Nachbarn aus dem Osten und Südosten: Polen, Ungarn, Rumänen und Bulgaren.
Jede einzelne Gruppe und Darbietung wurde vom dankbaren und freudigen Beifall der unübersehbaren Zuschauermenge begrüßt.
In der Hamburger Volksoper führte am Samstagabend das Amt „Arbeitsdank" der Deutschen Arbeitsfront das Weihefpiel „Schicksal und Tat" auf. Das Werk ist eine Dichtung von Konrad L i ß, zu der Hans Renner die Musik geschrieben hat. Es gibt einen Heberblick über die deutsche Geschichte, die zugleich die Geschichte seiner Volkwerdung ist. Die Aufführung in ihrer gedrängten Wucht fesselte die Zuhörer und wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Unter den Zuhörern befanden sich zahlreiche Mitglieder der ausländischen Abordnungen, darunter eine besonders starke Abordnung des bulgarischen Arbeitsdienstes.
Französische Frontkämpfer besuchen den Kongreß.
S) a m 6 u r g, 26. Juli. (DNB.) Henry Pichot, der Vorsitzende der Union Fed£rale des combattants und Generalsekretär des Comite Franco-Allemand, ist auf einer Deutschlandreife zur Teilnahme am Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg
Die Beratungen am Samstag.
Hamburg, 26. Juli. (DNB.) Die Tagung des Weltkongresses für Freizeit und Erholung wurde am Samstagvormittag fortgesetzt. Im Verlaufe der Beratungen erschien, von dem Kongreß lebhaft begrüßt, der Reichssportführer von Tschammer und Osten.
Die dritte Vollsitzung der Konferenz begann mit einem Vortrag Des griechischen Kultusministers Professors L 0 u v a r i s über Hellenentum und Freizeit. Generaldirektor B 0 u v 0 i s i n (Paris) berichtete über die Arbeiterfreizeit und unterbreitete dem Kongreß einen Plan über beabsichtigte Freizeitmaßnahmen in Frankreich.
Als Vertreter des Fernen Ostens sprach Professor T s a Wan (China) über Freizeit und Erholung in China als Problem.
Der Vizepräsident des Weltkongresses Claus Selzner sprach dann in längeren Ausführungen über „Die sozialen Aufgaben". Er stellte dabei das Wort des Führers voran: „Es gibt nur einen Adel, den der Arbeit." Wir haben den Versuch unternommen, das Gold zu entthronen und den lebendigen Menschen und seine Leistung in den Mittelpunkt der Wertung zu stellen. Wir Nationalsozialisten haben der Sozialführung den Vorrang gegeben, weil wir die Kräfte der Gemeinschaft mobilisieren und nur für die Gemeinschaft und damit wahrhaft gemeinnützig arbeiten wollen.
Nachdem Sir Noel Curtis-Bennett (London) über Sport, Spiel und Freiluftbewegung in England und Hauptmann Dr. Franciszek G a j l e r (Warschau) über die Frage der Leibesübungen im Rahmen der Freizeitorganisation in Polen gesprochen hatten, machte Reichssportführer v. Tschammer und Osten längere Ausführungen über die Bedeutung der Leibesübungen für die schaffenden Menschen. Er unterschied dabei drei große Abschnitte, erstens die Bedeutung der Leibesübungen für die Gesamtheit, zweitens den Sport als Kraftspender und drittens die Rückwirkung der Leibesübungen auf die soziale Frage. Nirgends werde der Mensch besser nach seinen Persönlichkeitswerten gemessen als im Sport. Um die theoretischen Erkenntnisse praktisch auszunutzen, habe man in Deutschland den groß angelegten Versuck) gemacht, die Segnungen der Leibesübungen allen schaffenden Menschen zugutekommen zu lassen, insbesondere sie schon an die ganz jungen Menschen heranzutragen. Ziel sei, möglichst das griechische Vorbild zu erreichen. Der Reichssportführer schloß unter brausendem Beifall mit den Worten: „Sonne in die Seelen armer Menschen zu bringen, schafft Freude!"
In einigen Kurzvorträgen sprachen weiter Vertreter Argentiniens Mexikos, der Schweiz und Großbritanniens. Der Vertreter Argentiniens Dr. U r f i n überreichte eine Denkschrift, in der ausführlich dargelegt wird, was in Argentinien auf diesem Gebiet der Freizeitgestaltung und Erholung bisher geschaffen worden ist.
Welttheater. — Das Weihespiel.
Zu einem „Welttheater" im wahrsten Sinne des Wortes gestaltete sich der große Rundfunk- abend/ der aus Anlaß des Weltkongresses für Freizeit und Erholung am Samstag in Der Hanseatenhalle durchgeführt wurde.
Fanfarenklänge leiteten die große Weltsendung ein. Ein Sprecher rief die deutschen Stämme und die benachbarten Volker Europas auf den Plan. Mit norddeutschen Volkstumsgruppen zusammen erschienen Gruppen aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Irland und Holland, von den Zehn- tausenden, die sich als Zuschauer eingesunden hatten. begeistert begrüßt. Dänische und norwegische Volks- und Bauerntänze eröffneten den Reigen.
Leitung aller staatlichen Maßnahmen übertragen ist, statt. Vertreten waren 44 Dienststellen, und zwar alle Ministerien, alle Dienststellen der Partei, die Wehrmacht, Polizei, Arbeitsdienst, Reichsbahn und Reichspost, das Organisationskomitee mit allen Hn- terglieberungen und Die Sportbehörden. Staatssekretär Pfundtner, gleichzeitig Vizepräsident Des Organisationskomitees, Dankte Den Vertretern im Namen Des Reichsministers Des Innern Dr. Frick für Die von ihnen geleistete außerorDentlich umfangreiche Arbeit zu einem Werk, Dessen Gestaltung DeutschlanD für absehbare Zeit nur einmalig beschieben sei. Mit Stolz unD FreuDe aber hätten sich alle beteiligten Stellen Den ihnen vom Füh - " " ..... 1 ' Ge
setzt außerorDentlich bewährt hätten. Das NSKK. werDe insbesondere auch bei der Verkehrsregelung in hervorragendem Maße mitwirken. Der Vertreter der SA.-Gruppe Berlin-Braiürenburg konnte mitteilen, daß die SA. für den Eröffnungs- und Schlußtag je 28 000 Mann, für Den Marathonlauf 4000 Mann zum
Absperrdienst
stelle. Brigadeführer Koppe gab für Die SS. zur Kenntnis, daß Die Schutzftaffel mit 6500 Mann sowie mit Der Leibstandarte Adolf Hitler und Dem Nachrichtensturmbann Adlershof an Der Absperrung beteiligt sei und ferner für eine Reihe von anderen Diensten, insbesondere sprachkundige SS.-Männer, angestellt habe.
Die gesamten
Ganitätsvorbereitungen
sind, wie Staatsrat Dr. Conti und Stadtrat Spiewock ausführten, sowohl auf Den Kampfstätten als auch in Der Stadt durch die Einrichtungen von Aerztehäufern auf Dem Reichssportfeld und in Eichkamp, zahlreicher Hnfallstellen, eines Schnell- dienstes für Die Uebungsftätten, Durchgeführt. Den Sanitätsdienst versehen ausschließlich Die Sanitätshelfer Des Arbeitsdienstes und Des Roten Kreuzes. In Der Reichshauptstadt sind alle Maßnahmen in engster Zusammenarbeit mit Dem Amt für Volksgesundheit Der NSDAP, und Den zuständigen Behörden getroffen worden.
Oberregierungsrat Dr. Mahlo vom Reichsmini- fterium für Volksaufklärung und Propaganda schilderte Die Werbemaßnahmen durch Werbe- wochen, Ausstellungen, den Olympia-Ausstellungs- zug, Der 9400 Kilometer zurückgelegt und Die
olympische Werbung bis in die kleinsten Orte
getragen hat. Die Drei Olympia-Werbefilme haben fast das gesamte Ausland, Die Werbeschriften Millionen-Auflagen erreicht. AußerorDentlich erfolgreich ist Die Werbung Durch Die 44 Auslandsstellen Der Deutschen Reichsbahnzentrale gewesen. Die nicht weniger als 1,4 Millionen Werbeschriften, 3 Millionen Streublätter, 153 000 Plakate unD 600 000 Siegelmarken unterbrachten.
Die Presseorganisation bezeichnete der Leiter Des Presseausschusses für Die Olympischen Spiele, stell- vertretenDer Pressechef Der Reichsregierung, Ministerialrat BernDt, als die größte und technisch vollkommenste. Die es jemals in Der Welt gegeben hat. Zu Den Spielen werden nach Angabe des Leiters der Pressestelle des Organisationskomitees Dr. Krause etwa
1500 Pressevertreter
aus dem Zn- und Auslande
nenaufbauten im Hockeystadion und die für die Durchführung der Turnwettbewerbe in der Dietrich- Eckart-Bühne notwendigen transportablen Aufbau- und- >fen fertiggestellt seien. Das Reichssportfeld fei in der Zusammenfassung aller Kampfstätten und in Der dadurch erzielten Geschlossenheit einzigartig in der Welt. Auch die künstlerische Ausschmückung durch Plastiken von vollendeter Feinheit sei beendet.
Auch die außerhalb des Reichssportfeldes gelegenen Kampfstätten in Grünau, Wannsee, an Der Avus, in Döberitz unD Kiel finD oDer roerDen, wie Oberregierungsrat Sp 0 nh 0 lz unD Die Leiter der übrigen Baubehörden mitteilten, im Laufe der nächsten Tage fertiggefteüt. Von den straßenbaulichen und verkehrsmäßigen Vorbereitungen Der StaDt Berlin ist zu sagen, daß Die etwa 90 Straßen, Die in Der Hauptsache für Die Bewältigung Des Verkehrs in Betracht kommen, terminmäßig fertig ge- worDen finD, unD Daß Die Hmgehungsftraße nach Hamburg, Die zum Schutze Des Olympischen Dorfes eingerichtet wurde, am 20. Juli in Benutzung ge-


