Mittwoch, 25. März 1936
Nr. 72 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
Lin herrliches Bild deutschen Aufbaus und Friedenswillens
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100 Meilen: 36:08.1 Mm.
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totere Weltrekord-Fahrten von Hans Stuck
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ODOL L 83 wirkt vorbeugend gegen Infektionen, also gegen
Schnupfen, Halsschmerzen, Grippe und ähnliche Gefahren.
ODOL L83 beseitigt peinlichen Mundgeruch, erfrischt, belebt.
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erforderlich, um 10 Urlaubstage mit völlig neuen Eindrücken und abwechselungsreichem Programm ohne jedes große Gepäck zu verbringen." Badezeug, Mantel und Kappe, Hotelwäsche usw. — alles stellt K. d. F. für zwei Mark pro Tag!
Ohne Sorgen, beschwingt und froh, soll der stadtgequälte Mensch die Sonne, den Odem des Meeres und den Hauch des Waldes in feine Lungen pumpen, soll die ganze Schönheit einer reich beschenkten Insel genießen, um jene Kräfte und Energien anzuhäufen, die nötig find, damit jeder einzelne in die Heimat freudevoll und. frisch zurückkehrt.
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Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 258,116 Stundenkilometer);
lOOKilometer: 22:49.0 Min. = 262,965 Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 259,322 Stundenkilometer);
50 Meilen: 17:55.4 Min.
Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 236,828 Stundenkilometer);
über 1OO Kilometer: 22:49.0 Mm. = 262,965 Stundenkilometer (ein Rekord bestand bisher nicht);
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llchenmassen. Wenn man berücksichtigt, daß das größte Hotel des Kontinents, das Hotel Excelsior in Berlin, 680 Zimmer mit 900 Betten aufweist, iso wird vielleicht begreiflich, welche Aufwendungen nötig find, um die zwanzigfache Zahl, ja die drei- tzigsache Kopfzahl unterzubringen, denn es wird immerhin ein Personal von 8 bis 10000 Menschen nötig fein, um alle Bedürfnisse dieser K. d. F.-Badegäste restlos zu befriedigen, die erforderlichen materiellen und ideellen Ansprüche zu stillen und für die Urlauber einige unvergeßliche Tage am schönen Strande Mukrans zu schaffen.
Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 256,846 Stundenkilometer).
Internationale Klassen-Rekorde:
(Klasse B 5000—8000 ccm.)
50 Kilometer: 11:17.0 Min. = 265,878 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 231,944 Stundenkilometer);
Die Anlage selbst wird etwa sieben Kilometer Strand beanspruchen, denn da die Zimmer alle gleichwertig sein sollen und alle Sonnenseite haben müssen, so wird sich ein kilometerlanges Geväude, schmal gebaut, im Angesicht der See, als zweckmäßig erweisen, drei Stockwerke hoch, um nicht die natürliche Schönheit der Umgebung zu beeinträchtigen. Roch nicht geklärt ist die Frage, wie sich der Bau, dem Material und Platz nach, der Landschaft am zweckmäßigsten anpassen soll; ob man dem Putzbau den Vorzug gibt (was in Anbetracht der Dünen am günstigsten wäre) oder aber dem Backsteinrot, das im Meeres- und Sonnenreflex heller erscheint und außerdem dem salzigen Hauch der zerstörenden See mehr Widerstand entgegenzusetzen vermag, als die Zementschicht.
Man ist gegenwärtig noch mit dem Problem der Wasserversorgung beschäftigt; ebenso wird die Frage der Verpflegung für diese zahlenmäßig ungewohnten Gäste (auf einem Badeort) eifrig bearbeitet; aber das wird die Steigerung des Projektes von 5000 (die vorerst in Frage kommen) zu 5000 Betten Jahr für Jahr mit sich aus den Erfahrungen bringen. Hunderttausende von Brötchen, ungeheure Auftriebe an Vieh, Geflügel, Wild, an Gemüse, Milch, Kartoffeln usw. sind erforderlich, um den Bedarf der Küchen zu decken.
„Eine Zigarrenkiste genügt", so meinte Dr. Ley kürzlich, „für den Urlauber auf Rügen. Eine Zahnbürste, Leibwäsche und einige Mark sind
Auf Rügen, im März.
In einem der schönsten Teile Rügens, am sanft geschwungenen Bogen der P r o r e r Wiek, einer Sandnehrung zwischen dem Bad und Hafen Saßnitz und dem Weltbad Binz, wird bei Neumukran in der waldigen Prora das große K. d. F.-Bad entstehen. Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, ist mit der Durchführung dieses gigantischen Werkes betreut worden und der Führer hat namhafte deutsche Architekten mit der Ausarbeitung von Entwürfen beauftragt, die dem Leiter des Amtes „Schönheit der Arbeit" einzureichen find. Es gilt ein Seebad zu schaffen, das 20000 Gäste in 2O OOO Betten unterzubringen vermag.
Eine Unterredung mit zwei Architekten gab einigen Aufschluß über die Möglichkeiten, Schwierigkeiten und reizvollen Schönheiten der Aufgabe, die in mehreren Bau-Abschnitten und Fertigstellungs- Perioden von Jahr zu Jahr geschafft und gelöst werden muß, um rund 500 000 Volksgenossen während der Sommermonate einen Urlaub an der See zu ermöglichen.
Die Architekten stehen vor ungewöhnlichen Plänen, für die jede Erfahrung und jeder Vergleich fehlt, nicht allein in baulicher Hinsicht, sondern auch für die Betreuung und Verköstigung dieser Men-
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Der zweite Tage der Versuchs-Fahrten von Auto- Union und Continental auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt ließ sich nicht gut an. Herrschte am Montag das schönste Frühlingswetter, so regnete es am Dienstag bis in die Vormittagsstunden hinein. Mit dem ersten Aufklaren des Wetters faßten Hans Stuck und die verantwortlichen Männer der Fahrtleitung den Entschluß, die geplanten Fahrten durchzuführen.
Zuerst wurde die „kurze" Fahrt über die 10 Meilen „erledigt". Schon auf der Hinfahrt wurden die bestehenden Klafsenrekorde Jenkins über 5 Kilometer, 5 Meilen und 10 Kilometer und der Weltrekord des Engländers Eyston über 10 Meilen glatt und bedeutend Überboten. Auf dem Rückweg hatte dann Hans Stuck mit leichtern Rückenwind eine noch schnellere Fahrt. Als „Mittel" wurden schließlich für den 10-Meilen-Weltrekord 3:22,225 Minuten und 268,921 Stundenkilometer ermittelt. Damit hatte der alte Rekord Eystons von 250,315 Stundenkilometer eine Verbesserung um über 18 Kilometer erfahren. Die Klassen-Rekorde des Amerikaners Jenkins wurden noch deutlicher geschlagen. Im einzelnen war das Ergebnis der 10-Meilen- Fahrt wie folgt:
Weltrekord: über 10 Meilen: 3:22,225 Min. = 286,496 Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 268,921 Stundenkilometer).
Internationale Klaffen-Rekorde: (Klaffe B 5000 bis 8000 Kubikzentimeter) über 5 Meilen 1:39,535 Min. = 291,185 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 226,833 Stundenkilometer); 10 Kilometer: 2:04,735 Min. =
Auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt.—Fünf neue Weltrekorde und sieben internationale Klaffenrekorde.
L 83 ist das Kennzeichen für ein weiter vervollkommnetes Odol mit erhöhter bakterientötender Wirkung.
Spiele
Oeffentliche
Handelslehranstalt 6
Oberrealschule 6
Höhere Prioatschule 6
Gymnasium 6
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Sportverein 1920 Lollar.
Sportfreunde Wetzlar I — Lollar I 0:4
288,743 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 226,467 Stundenkilometer); über 10 Meilen: 3:22,225 Min. = 286,496 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 250,315 Stundenkilometer.
Gegen 14 Uhr wurde dann der Wagen für die „große" Fahrt, die Langftreckenfahrt über 100 Meilen (160,9 Kilometer), startfertig gemacht. Kurz nach 14 Uhr ging Hans Stuck auf die Strecke. Nach einer Fahrzeit von 36:08,1 Min. waren die 100 Meilen von Frankfurt nach Heidelberg und zurück geschafft.
Das erzielte Stundendurchschnitts-Tempo betrug 267,210 Kilometer!
Hans Stuck war also um mehr als 10 Stundenkilometer schneller aewesen als Eyston, der es auf feiner letzten Rekorofahrt mit einem selbst konstruierten unb gebauten Wagen auf einen Durchschnitt von 256,846 Stundenkilometer gebracht hatte. Den übrigen Welt-Rekorden Eystons über 50 Kilometer, 50 Meilen und 100 Kilometer wurde von Hans Stuck auf der gleichen Fahrt natürlich ebenfalls das Lebenslicht ausgeblasen. Im gleichen Zuge stellte Hans Stuck vier internationale Klassen-Rekorde der Klasse B (5000—8000 ccm) auf.
21m Montag führten die beiden Zeppeline „Graf Zeppelin" und das neue deutsche Luftschiff „LZ 129" zum erstenmal eine gemeinsame Fahrt durch, die gleichzeitig auch die erste Passagierfahrt des neuen Zeppelins war. Die Luftschiffe sind ein Beispiel des großartigen deutschen Aufbauwillens, mit dem der Führer alle Volksgenossen erfüllte, und ein Beweis für das friedliche Vorwärtsstreben unseres Volkes. — (Presse-Bild-Zentrale-M.)
3 Jahre Nationalsozialismus.
Wunderwerke deutscher Technik wurden geschaffen vorsig-eokomotioe ffic 200 km-Std. Deine Stimme dem Führer l
Stundenkilometer (ein Rekord bestand bisher nicht).
Die 10-Meilen-Fahrt wurde mit fliegendem Start, die lOO-Meilen-Fahrt mit stehendem Start durch- geführt. Die erzielten Rekorde erhalten erst dann Gültigkeit, wenn sie vom Internationalen Automobil-Verband (AJACR.) bestätigt wurden.
Der Unterschied zwischen „Weltrekord" und „Internationaler Klassen-Rekord" besteht darin, daß als Weltrekorde nur die über eine bestimmte Strecke (z. B. 100 Meilen) oder in einer bestimmten Zeit (z. B. eine Stunde) erzielten absoluten Geschwindigkeits-Rekorde anerkannt werden. Als Internationale Klassen-Rekorde werden dagegen die in den einzelnen Wagen-Klassen gefahrenen Geschwindigkeits-Rekorde geführt.
Hans Stucks verwegene Fahrt.
Punkt 14.21 Uhr wurde Hans Stuck am Kilometerstein minus 3,5 nördlich des Autobahnhofes Frankfurt a. M.-Süd gestartet. Er war bald nicht mehr zu sehen. Vom Zeitnehmer-Zelt aus konnte man aber den Verlauf der Fahrt genau verfolgen. Schon nach knapp fünf Minuten kam die erste Meldung: Hans Stuck hatte Darmstadt um 14.26 Uhr passiert. Um 14.31 Uhr war Lorsch erreicht, um 14.35 Viernheim und um 14.38 Uhr schon der Wendepunkt Heidelberg.
Inzwischen waren aber auch schon die beiden ersten Rekorde gefallen: über 50 Kilometer und 50 Meilen. Stuck mußte dann am Heidelberger Wendepunkt bis auf 20 Stundenkilometer herabgehen und verlor dadurch Zeit, die er aber dann schnell wieder aufholte. Um 14.43 Uhr meldete sich Viernheim, um 14.46 Uhr wurde Lorsch durchfahren, sechs Minuten später Darmstadt und gleich darauf hörte man das tiefe Brummen des Wagens. Es wurde lauter und lauter, bis Hans Stuck mit einem 3O0-Kilometer-Tempo an den jubelnden Zuschauern vorbei übers Ziel brauste. Die Uhr zeigte genau 14.57. Der lOO-Meilen-Rekord Eystons war gebrochen, um über zwei Minuten und zehn Stundenkilometer unterboten.
Am Depot schälte sich Hans Stuck lachend aus dem dampfenden Wagen und nahm die begeisterten Glückwünsche feiner getreuen Helfer entgegen. Von seiner Fahrt berichtete er, daß er je 15 Kilometer auf der Hin- und Rückfahrt bei Darmstadt durch strömenden Regen rasen mußte.
Die Reisen bestanden die Probe.
Gleich nach Ankunft des Wagens wurden die neuen Rennreifen der Continental-Werke einer ersten Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis befriedigte die Ingenieure in jeder Beziehung. Die Abnutzung hielt sich im Rahmen des Erwarteten. Hans Stuck hätte mit den Reifen noch gut weitere 20 Kilometer im gleichen Tempo zurücklegen können, ohne einen Schaden befürchten zu müssen. Die Drucksteigerung war gering, die Temperatur des Reifens daher auch nicht übermäßig groß. Sie wurde allerdings durch das kühle Wetter und die teilweise regennasse Bahn günstig beeinflußt.
Winterkampfspiele der Schulen.
Oeffentliche handelslehranstalt Dezirksmeister im Fußball.
Im Verlaufe der Rückrunde kam es bei den Fuß- ballkämpfen der Schulen zu besonders scharfen und spannenden Kämpfen. Nach der Überraschenden 0:2= Niederlage der Höheren Privatschule durch das Gymnasium schied diese als Anwärterin auf die Meisterschaft aus. Da das Gymnasium infolge feines schlechten Abschneidens in der Vorrunde nicht mehr für den ersten Platz in Betracht kam, konnte der mit Zwei Punkten Vorsprung führenden Öffentlichen Handelslehranstalt nur noch die Oberrealschule gefährlich werden. Das Spiel dieser beiden Schulen ging nach einem äußerst lebhaften und hartnäckigen Kampfe unentschieden aus. Die Oeffentliche Handelslehranstalt konnte damit als einzige Schule die Spiele ungeschlagen beenden.
Die Schlußlabelle.
„Od) habe mich in den 3 letzten Fahren bemüht, langsam aber stetig die Voraussetzungen für eine deutsch-foimzösische Verständigung zu schaffen." (fldolf yitler und der französische Botschafter)
Deine Stimme dem Führer!
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Das Ergebnis
der LOO-Meilen-Uekordfahrt
Weltrekorde:
50 Kilometer: 11:17.0 Min. = 265,878 Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 255,114 Stundenkilometer);
5 0 Meilen: 17:55.4 Min. = 269,375
Architekten über das große KdF.-Bad. — Für 2 Mk. einen Tag Ostsee-Freuden.
Von unserem Sonderberichterstatter.
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21m Sonntag trat Lollar mit vier Mannschaften auf den Plan. Mit ungefähr 50 Schlachtenbumm- lern 9mg es nach Wetzlar zum ersten Aufstiegs- wlel. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Dollar war während des ganzen Spielen über- legen. Der Halbrechte und die Mittelstürmer sorgten ur eine 2:0 Halbzeitführung. Nach der Pause brachten einige Eckbälle nichts ein. Endlich in der 36 und 42. Minute stellten der Mittelstürmer und Halblinke das Endresultat her. Die Gastgeber Wett- lar spielten sehr hart.
Die Lollarer Jugend war körperlich überlegen, unterschätzte deshalb den Gegner und
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