Bei
ne" findet es unverständlich, daß der offizielle
schädigt worden.
festgestelL wei
o tage plan.
mpolizei zur Um
A-Ärmee, zielten offenbar darauf ab, (52Li59renm 1 i Italienern vorgetriebenen Keil 1
unW
!e 6 Dl.)
uldigen an der ff „Royal Vak'
Selgien über Frankreichs Zündnispoliiik besorgt.
Brüssel, 25. Febr. (DNB.) Die „Libre
tolle zu umfassen. Die Straße von Adua nach tolle ist an mehreren Stellen von abessinischen ‘ttpen besetzt worden. Die italienischen Truppen- ;$$unqen von Erythräa zur Front werden über Straße von Adigrat bis kurz vor Makalle ge- ^c. Zwischen Makalle und Antalo sind starke Bor- ^rgefechte im Gange. Die Italiener bauen die *toten Stellungen in größter Eile aus.
Addis Abeba, 24. Febr. (DNB.) Nach abes- fäjen Berichten haben am Samstag Truppen des is Jmru nördlich von Aksum in Richtung auf to starke italienische Kräfte ange- lisf e n. Das Gefecht sei gegen Abend abgebrochen ton. Die Verluste der Italiener sollen sehr groß h Die abessinischen Verluste werden mit etwa loten angegeben. Die Bewegungen der Armee $ Imrus, unterstützt von Streitkräften der Ras- " ' " r '), den von
Oie Notlage
j>er französischen Autoindustrie
.Baris, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Unter s" Notruf SOS ruft der „Matin" zugunsten der ^«fischen Automobilindustrie um Hilfe. Sie be- jjtoge 780 000 Arbeiter, 200 000 Händler, 340 000 .-"teure und verkörpere 80 Milliarden Franken ’ Rationalvermögens. 1929 habe Frankreich HOO Automobile hergestellt und 57 200 ausge- ö 1935 habe es nur noch 177000 Kraftton gebaut und 1 8900 ausgeführt, ’ufc daran fei d i e Steuer. Im vergangenen 'r höbe das Automobil dem Staat an Abgaben 1 Steuern 7 Milliarden Franken eingebracht,
1 rei Milliarden Franken mehr als k Unterhalt und der Bau aller Stra- Frankreichs koste. Das Benzin, das bet
Ankunft in einem französischen Hafen 25 ^ents 26er wert sei, werde vom Staat mit 1,55 f e n Steuern und Abgaben je L i - ; delegt. Der „Matin" verlangt eine Steuerer- ■ttrung auf der ganzen Linie und die Ingang- 1Jifl aller Automobilwerke, die in der Kriegs- 1 chon f ü r die Landesverteidigung ■fleitet haben und dies im Bedarfsfälle wieder 1 würden.
,!TlC Verlautbarung an der Anschlagstafel der tor Polizeidirektion besagt, daß der Landbund- l'e' und einstige Vizekanzler Franz Winkler 11 Defterreicf) ausgebürgert worden ist.
|jrd) in Deutschland der Eindruck f er Einkreisung hervorgerufen werde und
rund um
„nrf11"
verstärkt werde.
tndMilW ^se scharfe Kritik des führenden katholischen ll'C'Plir ^kes ist um so bemerkenswerter, als die „Libre " ’ ftique" seinerzeit als fast einziges bürgerliches
ct die Wiederanknüpsung der diplomatischen zehungen zwischen Belgien und Sowjetrußland ftwortet hatte. Man kann dem Blatt also nicht nngenommenheit gegen Sowjetrußland vor-
li Annäherung zwischen Deutschland und ?inen grofeangelet nkreich,. ohne die es keinen dauerhaften Frieden , Europa gebe, dadurch erschwert werde. In Ipen betrachte man mit großen Besorg- ssen den Weg, den Frankreich eingeschlagen *, und es sei nicht zu verwundern, wenn ange- <5 dieser Politik die Stellung der Gegner des iiMsch-belgischen Militärabkommens vom Jahre
Funkspruch.); hat sich ein in Chatam lieget “ ereignet. Der!
J -iser „Ternps" die Tatsache bestreite, daß der auf ein englh st,)ösisch-sowjetrussische Pakt ein ausgesprochener r Monate.' „L litär i scher Bündnisvertrag sei. Die- Bündnis sei deshalb besonders bedenklich, weil
nM;: «foh’eti macht Schwierigkeiten auf Öer Flotienkonferenz.
eM^feffionbon, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie 0QUrMlif'» Blätter melden, ist eine Unterredung zwischen
Führer der italienischen Flottenabordnung, llfrfu Biscia, und dem englischen Marine-
qIUI|, Ker, Lord Monsell, wenig befriedi- funflprurfi । n b verlaufen. Italien scheint der Unterzeichnung Men 7 ML geplanten Flottenabkommens Schwierig- treten Ui u91iten in den Weg zu legen. Man vermutet, daß Ischen Uuniral Biscia in Rom angewiesen worden sei, 5 -^ourn A i Unterzeichnung oder Nichtunterzeichnung des inaen l, * Id .Lrtraqes mit der Frage der Sanktionen in ung I Windung zu bringen. „Morning Post" glaubt, daß dj^geiv!.^ Italien auch aus technischen Grün- r Fest' zurückhaltend sei, da die bisherigen Verein-
'n minÄ8Unü ; l.üngen der Flottenkonferenz die Hoffnungen ig neJ/mUnb 'ilien5 auf beträchtliche Ersparnisse in den Flot- StQQfp ^i'aLusgaben nicht befriedigen. Italiens Widerstand be m -dUerlt aber hauptsächlich auf den Umstand zurückzu- )rer fQhris“ fchHeen, daß eine Ratifizierung der Flottenab- nidif jungen der Unterzeichnung eines klick 1 rtra g e 5 mit den Sanktionsrnäch- c 1 t Qbe; gleichkommen würde. Italien glaube, daß die ber »u Silhp^achungen vorteilhafter für die Sanktions- ,it 3w5h$t 015 ,ür 3ta,ien ,eien'
9 d-r einj'g Tleue Lustrüstungen Italiens.
ionbon, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Daily . Das Deun-ii-11 meldet aus Rom, daß Italien ein neues ge- t die e'jne^'Mges Aufrüstungsprogramm für feine Luft- lefen, wie fi/J" feie eingeleitet habe. Vor der Inkraftsetzung des hätte oielm f? 1 Rramm5 ^be Italien rund 3500 Maschinen be» Iche Reaien.NADie Erzeugung sei derart gesteigert worden, >ur Verwebto" Zeit täglich 12 neue Flugzeuge Italien a, srtigge stellt werden. Ende dieses Jahres 9 tn:|tebe Italien 5 5 0 0 neue Maschinen be- stn, von denen ein großer Teil aus den neuen lßerordentlich schnellen Bombern bestehen
iten.
hd) Rumänien fühlt sich verstrickt.
I Sutor e ft, 24. Febr. (DNB.) In der Kam- I w richtete der Führer der Liberalen Partei, 8vg Bratianu, an Außenminister Titu - !> cu die Frage, ob er sich der Gefahr, die 3- bem Abschluß des französisch-sowjetrussischen ?tonbspaktes für Rumänien erwachse, be- dJ fei, da die rumänischen Grenzen bis heute toi Sowjetrußland nicht anerkannt worden liir. Bratianu betonte seine tiefe Besorgnis ange» sch ber heimlichen Machenschaften, die Rumänien nein Schlachtfeld des international Machtkampfes verwandelten und Rumä- ■-n und die europäische Kultur der Feuersbrunst oir neuen Kriegsgefahr preisgäben.
IWnischeAngriffe nördlich von Aksum
nfn/id*« inbe. Schätzungsweise würden in diesem Jahre *”9*011 yjd 1500 neue Bomber gebaut.
i Nolte.
Dreimal Rosenmoniagszug!
3n Minz.
Den Höhepunkt der allgemeinen Feststimmung in Mainz bildete wie alljährlich der große Rosen- montagszug. Dicht gedrängt stand die erwartungsvolle Menge in den festlich im närrischen Schmuck prangenden Straßen. Dazu schien warm und freundlich die Sonne vom Himmel. Mit klingendem Spiel bewegte sich der Zug an den Tausenden begeisterter Zuschauer vorüber. Motto „Hammer kääns, such der ääns, so haste ä ä n s". Zwerchfellerschütternd war die „Erste Eisenbahn", und die Gruppe „Regentropfen". Es fehlte auch nicht „Der neueste Witz" mit endlos langem Bart, der ihm von einem guten Dutzend Helfern nachgetragen werden mußte. Bekannte Schmerzenskinder der Mainzer kamen zur Darstellung in der „Määnzer Eisbahn", der immer das Eis fehlt und „Des Mainzers Bad", weil er doch offenbar nie zu einem Hallenbad kommt, badet der Mainzer sich im Wein. Begeisterung und brausenden Beifall erregte „Moguntias Wunschtraum", eine künstlerisch ausgeführte Gruppe, die neben der Silhouette des Mainzer Domes eine Abteilung Soldaten, über die Rheinbrücke marschierend, zeigt. Ins Gebiet der hohen Politik führten mehrere Wagen, so „Politisches Spiel", wo ein Engländer und ein Franzose am Strick ziehen und Italien und Abessinien tanzen. Ferner: ein Bolschewist, der den gallischen Hahn anlockt, während er hinter dem Rücken schon das Messer bereit hält. Deutschland als „Ruhenden Pol" brachte eine weitere Gruppe, in der, von roten Teufeln angetrieben, ein buntes Völkergemisch in tollem Wirbel durcheinander rast, während ruhevoll auf seinem Schwert gestützt der Deutsche in der Mitte steht.
Zwischen den einzelnen Gruppen marschierten die Garden und Musikkapellen, die mit ihren frohen Weisen oft ganze Straßenzüge zum Schunkeln brachten. Daß Mainzer Handkäs und Düsseldorfer Mostrich nicht fehlten, versteht sich von selbst. Lachen und Jubel wollten kein Ende nehmen, als das Staatsministerium Seiner Tollheit auf prunkvollem Wagen sich dem närrischen Volke zeigte. Zum Schluß forderte eine Gruppe „Wohltun durch Humor" zur Hilfe für die notleidenden Volksgenossen auf.
3n Köln.
Der alte echte kölsche Karneval fand am Rosenmontag seinen Höhepunkt, als „Der Zug", die bunte Parade des Prinzen Karneval und seines närrischen Volkes durch die Straßen zog. Schon in den Morgenstunden bot die Stadt ein ungewohntes Bild, riesige Menschenmassen, dazwischen bunte Masken der Narren und Närrinnen, wogten durch die Straßen und suchten einen guten Platz zu bekommen. Aus allen deutschen Gauen waren Volksgenossen, z. T. durch Vermittlung der NSG. „Kraft durch Freude", in die närrische Stadt gekommen. Auch aus dem Auslande, namentlich dem benachbarten Holland, aus Belgien und selbst aus Frankreich waren Karnevalsfreunde eingetroffen. Unter dem Motto „Alt-Kölle lääv en Sprüch un
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Der neue Witz —sooo'n Bart! — Aus dem Mainzer Zug. (DNB.-Heimatbilderdienst. Aufn.: Schmidter.)
Zitate" nahm der große Zug seinen Ausgang vom Neumarkt. Von den Gruppen war eine bunter und origineller als die andere, dazwischen viele Fußtruppen, die bunten Uniformen der Funkenkorps und sonstigen Karnevalsgesellschaften, die vielen Spielmannszüge und Musikkapellen, die unermüdlich die Karnevalsschlager bliesen und unermüdlich den treuen Husaren „lieben" ließen. Don den Wagen aus wurde das närrische Volk mit Karamellen, Blumensträußchen und Schokolade bedacht.
Köstlich war die erste Gruppe, die meinte: „Alle Dag blau, eß och e geraegelt Levoe!", ein Spruch, der sicherlich in diesen Tagen seine volle Berechtigung hat. Selbstverständlich, daß über den lokalen Ereignissen auch das allgemeine Geschehen in den entsprechenden Sprüchen seine humorvolle Auslegung fand; so mußten die Völkerbundskonfe- renzler herhalten. Ein anderer Wagen richtete sich gegen Muckertum und Prüderie und prangerte in echtem kölschen Humor die Moralisten an. Ein toller Jubel erhob sich, als in seinem Prunkwagen Prinz Karneval herankam. Am Rathaus wurde Prinz Karneval von der hohen Stadtverwaltung begrüßt und in einem feierlichen Zuge zum Muschelsaal geführt, wo dem Prinzen der Ehrentrunk gereicht wurde.
Unter den Ehrengästen, die von der Tribüne am Rathaus den Zug besichtigten, sah man u. a. den Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Gauleiter Staatsrat Terboven, die Gauleiter Florian (Düsseldorf) und G r o h 6 (Köln), SA.-Gruppen- führer Prinz August Wilhelm. Ein buntes Bild bot sich dann den Zuschauern auf dem Altmarkt, als die Funken hier ihr herkömmliches „Stippefoettchen" tanzten. In den Lokalen war
kein Platz zu haben, überall ausgelassene Fröhlichkeit und närrisches Treiben.
3n Düffeldorf.
„Düsseldorf mäkt mobil — zu Scherz und Narrenspiel — gegen Griesgram und Muckertum" war die Generalidee des diesjährigen Düsseldorfer Karnevals. Den Höhepunkt brachte ber Rosenmontagszug, zu dem der Zustrom von auswärts sehr stark war. S. T. Prinz Hermann II. und Prin- zessin Venetia, begaben sich, begleitet von reitenden Garden in einer Kalesche zum offiziellen Empfang nach dem Rathaus. Hier überreichte der Oberbürgermeister dem Prinzen das Narrenzepter und der Prinzessin einen Fliederstrauß. Dann wurden die Ehrengäste, unte ihnen Generalmajor der Landespolizei B a l tz e r, General Kühne (Münster), SS.-Obergruppenführer Weitzel, der Regierungspräsident und Sven H e d i n , vor den Thron gerufen und mit Orden ausgezeichnet. An der Rhein- terrasse bestieg nach der Sitzung das Prinzenpaar den Prinzenwagen und der Rosenmontagszug begann. Auf den Straßen, durch die der Zug seinen Weg nahm, standen Zehntausende in prächtigster Stimmung. Im Zuge marschieren kostümierte Musikkapellen und originelle Fußtruppen. Lachstürme entfesseln die Wagen des „mobil gemachten Ehemanns", die „Schwiegermütter-Spionagezentrale", das „Pensionat der ungeküßten Jungfrauen" usw. Schließlich kam der prunkvolle Prinzenwagen, ganz in Gold gehalten. Der Wagen war begleitet von Prinzengarden in bunten Uniformen. Jubel und „Helau" brausten dem Prinzenpaar überall entgegen. Die Wagen bewiesen es, die Narren bekräftigten es, wie Düsseldorf mobil gemacht hatte. Ein triumphaler Zug!
Neuordnung
des Genoffenschastsrechis.
Berlin, 24. Febr. (DNB.) Der Präsident ber Akabemie für deutsches Recht, Reicksminister Dr. Frank, hat die Bildung eines Ausschusses für Genossenschaftsrecht angeordnet. Der Vorsitzende des Ausschusses ist der Präsident der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt, Ministerpräsident a. D. Granzow, sein Stellvertreter der Präsident der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse, Dr. H e l f e r i ch. Reichsminister Dr. Frank erklärte bei der Eröffnungssitzung, die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften seien auf dem deutschen Ge- meinschaftsgedankcn und dem Grundsatz der Selbsthilfe aufgebaut, für eine breite Schicht von Volksgenossen, den Bauern, Handwerkern und kleinen Gewerbetreibenden nützliche und wertvolle Einrichtungen geworden. Es gelte, den Genossenschaften durch zweckmäßige, rechtliche Gestaltung die Möglichkeit zu geben, ihre wirtschaftlichen Aufgaben im Dienste bes'Ganzen zu erfüllen. Dabei werde neben wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen, wie die der Vermögensgrundlage, des Umfanges, der Prü- fungsverbänbe, der Stellung innerhalb der Organisation der Wirtschaft das Problem der persönlichen und verantwortlichen Führung der Genossenschaft und die B i n b u n g und Treuepflicht aller ihrer Mitglieder untereinander, gegenüber der Genossenschaft und gegenüber Volk und Staat im Vordergründe stehen. v
Der Ausschuß-Vorsitzende, Präsident G r a n = zow, sprach von den Zuständen im Genossenschaftswesen der Systemzeit, in der die verschiedensten politischen Parteien versucht hätten. Einfluß zu nehmen. Diese, dem Genossenschaftsgedanken so abträglichen Vorgänge seien im nationalsozialistischen Deutschland ausgeschaltet worden. Aufaabe des Ausschusses werde sein, die genossenschaftlichen Organisationen bei ihrer volkswirtschaftlichen Zielsetzung zu fördern. Der Vertreter des Reichsjustiz- ministeriums, Staatssekretär Dr. Schleqelber- g e r schilderte die bereits auf diesem Gebiete vorgenommenen Veränderungen. Bisher seien nur Einzelfragen gelöst worden. Für seine Arbeit werde das Reichsstistizministerium dem Ausschuß Material zur Verfügung stellen und sich auch sonst an den Arbeiten beteiligen.
Hreizellakiion der Hitlerjugend
Bremen, 24. Febr. (DNB3 Am Montagabend wurde die Reichsaktion für die Freizeit der Jungarbeiter mit einer Rede des Leiters des Jugendamtes der DAF.. Obergebietsführers Ar- mann, in Bremen eröffnet. Die Hitler-Jugend, so führte Axmann aus, bildet eine große Kameradschaft, die nichts Trennendes kennt. Sie ist der lebendige Nachwuchs im nationalsozialistischen Staat, zu dem sie eine feste und enge Bindung hat. So ist der R e i ch s b e r u f s w e 11 - ka.mpf ein Ausdruck der Bereitwilligkeit der Jugend, daran mitzuarbeiten, baß der deutsche Arbeiter der beste Arbeiter in der Welt bleibt. Dem Jungarbeiter von heute wird ein strenges Pflichtbewußtiein mit auf den Weg gegeben. Erfüllt er die Leistungen, die der Staat von ihm erwartet, bann kann er auch fordern. Das Juaendamt ber DAF. unb das Sozialamt der RIF. kämpfen dafür, folgende
selbstverständliche Forderungen für die Jugend durchzusetzen:
1. Die Zahl ber Lehrlinge eines Betriebes in ein gesundes Verhältnis zu ber Zahl ber Gefolgschaftsmitglieber zu bringen unb die Lehrlingszüchterei auszumerzen,
2. den Jungarbeitern eine Bezahlung ber burch bie Berufsschule ausfallenden Arbeitszeit zu sichern,
3. eine größere Freiheit für bie Jungarbeiter zu erreichen.
Die Reichsaktion für die Freizeit der Jugendlichen wird zusammen von der HI. und DAF. durch Aufrufe an die Betriebsführer mit aller Entschiedenheit durchgeführt, damit dem Jungarbeiter genügend Freizeit gegeben wird. Der Staat fordert diese Freizeit für seine Jugend; denn durch genügende Erholung bleibt sie gesund und leistungsfähig. Es ist nicht mehr so wie früher, daß der Rechenstift eines Betriebes über die Gesundheit der Jugend triumphiert. Die HI. wird duran ar
beiten, die Forderungen der Jugend des Staates durchzusetzen.
Apotheker im Heere.
In der neuen Wehrmacht hat jeder deutsche Mann ein Jahr mit der Waffe zu dienen. Ausnahmen gibt es künftig auch nicht mehr für Aerzte und Apotheker. Künftig kann ferner jeder Apotheker nach Ableistung entsprechender Hebungen Ober- apotheker (Oberleutnantsrang) und Stabs- a p o t h e k e r (Hauptmannsrang) werden, falls er auf Grund seiner Leistungen zur Beförderung für geeignet gehalten wirb. Alle fest angestellten Heeresapotheker haben ben Rang unb das Einkommen der Regierungsräte, nach dreijähriger Dienstzeit führen sie die Dienstbezeichnung Oberstabsapotheker mit den Rangabzeichen der Majore. Oberfeldapotheker im Range der Oberregierungsräte und den Rangabzeichen der Oberstleutnants haben wir bei allen Armeekorps und außerdem bei größeren Sanitätsparken, einen Heeresapotheker im Oberst-Rang im Reichskriegsministerium.
WchrpMcheRevoluüondesMionalsozialiSWs
Vortrag des Majors Jost vom Reichskriegsministerium vor der preffe.
Don unserem Br.'Berichterstaiier.
Berlin, 26. Februar.
Es ist nun schon eine gute Tradition geworden, daß Offiziere des Reichskriegsministeriums von Zeit zu Zeit Wegweiser errichten, die eine Orientierung nach den verschiedensten Richtungen hin ermöglichen. Einer solchen Orientierung diente auch der Dortrag, den der Leiter der Pressegruppe des Reichskriegsministeriums, Major Walter I o st, über das Thema hielt: „Die w e h r p o l i ti s ch e Revolution des Nationalsozialismus". Dieser Vortrag war auch insofern von Bedeutung, als er Bausteine lieferte zu der neuen Wehrideologie unserer Zeit. Es genügt heute nicht mehr, Geschütze zu bauen und Kasernen zu errichten, es ist heute auch notwendig zu sagen, warum das alles geschieht und warum es geschehen muß. Wenn der Staat von jedem einzelnen verlangt, was verlangt werden muß, bann soll und muß der einzelne auch die Erkenntnis haben, warum die Soldatenpflichten so und nicht anders erfüllt werden müssen, warum bie Neuschaffung bes beutschen Heeres auch Opfer forbert.
Und endlich ist ber Vortrag des Major Jost noch aus einem dritten Gesichtspunkt heraus von besonderer Bedeutung, nämlich im Hinblick auf die Stimmen des Auslandes. Es gibt draußen immer noch Leute, die meinen unb raten, die Wehrmacht müsse „Abstand nehmen" von der Weltanschauung des Nationalsozialismus, sie müsse ihren eigenen Kurs steuern, um für „spätere Eventualitäten" bereit zu fein Major Jost hat selbst darauf hingewiesen, daß erst kürzlich eine große englische Zeitung das Liebesthema angeblicher Gegensätze zwischen Partei und Wehrmacht behandelte und meinte, die Wehrmacht sei eine „Freistatt für politische Freidenker". Dazu wurde in dem Vortrag klar unb einbeutig gesagt: „Das ist bie grob st e Unwahrheit unb bie schlimmste Beleibigung, bie man bem deutschen Soldaten zufügen kann. Die neue Wehrmacht, die ihr Dasein und ihre Freiheit bem Nationalsozialismus ver-
bankt, ist auf Gebeih unb Verberb mit ihm verbun- ben." Das besagt nun nicht, baß bie Wehrmacht politisieren soll. „Ein politifierenbes Heer ist ein Wiberspruch in sich selbst unb ein Krebsübel für ben Staat. Das Verbot der politischen Betätigung soll aber keineswegs heißen, daß der Soldat sich überhaupt nicht um Politik kümmern soll. Selbstverständlich muß er das tun. Er muß politisch denken lernen, er muß wissen, wo die Kraftquellen der Nation fließen, er muß kennen, was das Volk bewegt und wohin das Staatsschiff steuert. Der Waffenträger ist nicht ein stumpfsinniger Träger des Tornisters und des Gewehrs, sondern ein Mann der mit dem Dolkskörper unzertrennbar verbunden ist. Der Soldat ist also selbstverständlich Nationalsozialist, auch wenn er das Parteibuch nicht besitzt."
Scharf wurde herausgearbeitet, baß ber untrüglichste Gradmesser für den Wert oder Unwert einer Revolution die Antwort auf die Frage ist, ob unb inwieweit es ihr gelingt, bie Lebenskraft der Nation zu stärken. „Wir allein mußten den Schritt aus der Sklaverei in bie Freiheit wagen, ohne Unterstützung, ganz aus eigener Kraft, inmitten einer Welt, die nichts sehnlicher wünschte, als einen baldigen Zusammenbruch dieser Revolution ober einen billigen Vorwand zum Eingreifen, um ihr ein schnelles Ende zu bereiten." So war die Lage zu Beginn der Revolution und so war bie Lage noch vor Schaffung der Wehrfreiheit. Jetzt dürfen wir mit bem Vortragenden sagen: „Heute liegt das alles wie ein böser Traum hinter uns. Die nationalsozialistische Revolution hat in noch nicht drei Jahren die außenpolitische Risikozone überwunden. Deutschland ist wehrpolitisch frei und kann nach eigenem Ermessen, Tempo, Maß und Ziel seiner Politik auf allen Lebensgebieten bestimmen". Dabei muß man sich darüber klar sein, daß auch heute noch genug zu tun übrig bleibt. Major Jost nennt ein Beispiel: „Bis das Gesetz der allgemeinen Wehrpflicht die waffenfähigen


