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Welt kaum noch einen politischen Menschen gab, der um diese Stunde mit seinen Gedanken nicht bei dem Manne weilte, der der Schöpfer und Gestalter dieses Wunders war, da sitzt er in seiner Wohnung in Berlin inmitten einer Gruppe von Jungmädel des BDM., die aus allen Zonen des Reiches zum Wil» Helmsplatz gekommen sind, um mit 'bescheidenen Blumensträußchen ihre Liebe und Anhänglichkeit zum Ausdruck zu bringen, beim Kaffee, läßt sich von ihren Freuden und Sorgen erzählen, schenkt jedem Wort und jeder Freundlichkeit seine ganze Aufmerksamkeit und ist dabei nicht eine Sekunde ab­wesend von ihnen.

Das Wunder eines Menschen, den das kleine und scheinbar bedeutungslose der neuen Welt fesselt und der aus der Sammlung des kleinen und scheinbar Bedeutungslosen die kraft schöpft zum Großen und weltenbewegenden.

Das deutsche Volk vor ihm war nie ein Wett- volk im letzten Sinne dieses Wortes. Er hat ihm den willen dazu eingegeben. Die gelassene würde, mit der er das Reich vertritt, ist für die ganze Ration vorbildlich. Die Einfachheit seiner Repräsentation verbindet sich sinnnvoll mit der Monumentalität seines geschichtlichen wirkens. Großzügigkeit Dingen und Menschen gegenüber, die sie verdienen, paart sich bei ihm mit Heftigkeit Dingen und Menschen gegenüber, die sie erforderlich machen. Er heißt nicht nur der Führer, er i st der Führer.

Sein Verhältnis zu Kindern ist für uns alle immer aufs neue bewegend und ergrei­fend. In voller Zutraulichkeit treten sie an ihn heran, und mit derselben Zutraulichkeit begegnet er ihnen. Kinder müssen wohl das natürliche Empfin­den haben, daß er mit dem Herzen und mit der Seele zu ihnen gehört. Vielleicht sagt ihnen eine dunkle Ahnung, daß es ihm allein zu verdanken ist, wenn für deutsche Kinder ein deutsches Leben wie­der lebenswert wurde.

Als der Führer am 28. März, dem Vor­abend des großen deutschen Bekenntnistages, von Köln aus seinen letzten Appell an das deutsche Volk richtete, ging es wie eine tiefe Erschütterung durch die ganze Ration. Man hatte das Gefühl, als sei Deutschland in ein einziges großes, alle Stände, Berufe und Konfessionen umschließendes Gotteshaus verwandelt worden, in dem nun fein Für­sprecher vor dem hohen Stuhl des Allmächtigen trat, um Zeugnis abzulegen für fein Werk und feine Gnade und fei­nen Schuh zu erflehen für eine Zukunft, die noch ungewiß und undurchdringlich vor unseren Augen lag. Es war ein Anruf an das Schicksal, wie er in dieser lapidaren Monumentalität bisher in deutscher Sprache noch nicht vernommen wurde. Wir sahen in Köln scharfe und eifenfefte Männer, die man­cher Gefahr getrotzt hatten, bei den letzten Wor­

ten des Führers in Tränen ausbrechen. Es war uns, als könnte dieser Aufschrei eines Volkes nach Freiheit und Frieden vor dem Himmel gar nicht ungehört verhallen.

Das war Religion im tief ft en und geheimnisvollsten Sinne. Da be­kannte sich eine Ration durch ihren Sprecher z u Gott und legte ihr Schicksal und Leben vertrauens­voll in feine Hände.

Wir fuhren dann auf kurzen, menschenleeren Um­wegen zum Bahnhof, faßen im verdunkelten Ab­teil des fast geräuschlos dahingleitenden Zuges zu­sammen und schauten wortlos auf die schnell ent­schwindenden Städte und Dörfer dieser arbeits­reichen deutschen Provinzen. Fern lohten durch die Nacht die Essen und Hochöfen des Ruhrgebietes, Tausende und aber Tausende von Lichtern glitzerten über die Felder herüber, dort weit unten dröhn­ten wohl die Hämmer, sangen die Maschinen, rat­terten die Bohrer und heulten die Sirenen: das Lied der Arbeit, das auch jetzt njcht ver­stummte. Auf den Bahnhöfen, auf denen wir kurz Halt machten, standen dichtgedrängt die Menschen: sie waren wohl einer geheimnisvollen, stummen inneren Aufforderung gefolgt und winkten und ju­belten noch einmal dem Manne nach, dessen Stimme sie angerufen hatte. Er aber saß schweigend am Fenster seines Abteils und fuhr durch fein Land, fuhr durch fein Volk und hatte wohl in dieser Stunde das beglückende Gefühl,

ganz tief und wohlgeborgen im herzen feiner Ration zu ruhen.

Und am anderen Tage strömte nun dieses Herz aus; da gingen sie zu den Wahlurnen, festen und sicheren Schrittes, in Nord und Süd und Ost und West, jung und alt und hoch und niedrig und hal­fen ihm das unerschütterliche Fundament bereiten, auf dem er stehen sollte, wenn er nun im Namen dieses ganzen Volkes mit der Welt spricht, um seine nationalen Lebensrechte zu verteidigen. Wo an­derswo auf dem weiten Erdball steht ein Staats­mann so sicher wie er?

3n der ganzen Well mit Achtung umgeben, von seinem Volke aber geliebt! Das ist das höchste, was ein Mensch in diesem Erdenleben erreichen kann. Morgen nun werden von über­all her, wo Deutsche wohnen, die Glück- und Segenswünsche zu ihm emporsteigen. Möge ein gütiges Schicksal ih m Gesund­heit, Kraft und eine gesegnete Hand geben und uns ihn noch lange, lange erhalten; denn wenn er bei uns ist, dann wird alles wohl ge­raten.

Er ist uns, was er uns war, und er wird uns bleiben, was er uns ist:

Wer Silier!

Mein Kamps" ans Pergament.

Oie Geburistagsgabe der deutschen Beamten für den Führer.

Berlin, 20. April. (DNB.) DerVölkische Beobachter" meldet: Zum 20. April, als einem läge der Freude und des Stolzes für das ganze deutsche Volk, hat der Reichsbeamtenführer Her­mann Neef dem Führer und Reichskanz­ler namens der Deutschen Beamtenschaft in Ehr­erbietung und Treue die herzlich st en Glück­wünsche der deutschen Beamten ausge­sprochen. In dem Schreiben heißt es:

Möge das gütige Geschick, das nach langen Jah­ren der Schmack und Not Sie zum Retter und Reformator des Deutschen Volkes werden ließ, auch in der Zukunft den friedlichen Aufbau und Auf­stieg Deutschlands unter Ihrer starken Führung segnen.

Als äußeres Zeichen der unlösbaren Verbun­denheit zu Ihnen und Ihrer Mission, mein Führer, bittet Sie die Deutsche Beamtenschaft In meinem Ramen Ihr werkMein Kampf, das zum Buch der Deutschen geworden ist, und

das die deutschen Geschicke auf unabfehbare Ge­schlechterfolgen unverlierbar bestimmt, auf Hautpergament geschrieben als Geburtstags­gabe entgegenzunehmen.

Die Deutsche Beamtenschaft, noch vor wenigen Jahren politisch-weltanschaulich zerrissen und dem Spiel volksfremden Jnteressentums ausgeliefert, will damit vor der Geschichte bekunden, daß sie g e- schlossen dem Ziel verschworen ist, das Sie, mein Führer, dem deutschen Volke gerate- sen haben und dem es in einer in der Geschichte ohne Beispiel dastehenden Einheit und glä- big en Hingabe folgt."

Bei der Geburtstagsgabe, deren Ueberreichung in den Glückwunschschreiben angekündigt wird, han­delt es sich um eine künstlerisch gestaltete Wieder­gabe des WerkesMein Kampfs in einer durch- gebildeten Schönschrift auf echtem Hautpergament in einem mit geschmiedeten Platten bekleideten Einband.

Die deutsche lugend vor dem

Berlin, 20. April. (DNB.) Die deutsche Jugend entbot am 20. April um Punkt null Uhr dem Führer durch eine Ringsendung des deut­schen Rundfunks, die von Jungen und Mädels aus den fünf Obergebieten der Hitler-Jugend gestellt wurde, als e r st e r Gratulant die Glück­wünsche zu seinem Geburtstage.

Obergebietsführer C e r f f leitete die Sendung mit einer kurzen Ansprache ein:

In dieser mitternächtlichen Stunde zu Beginn 2hres Geburtstages grüßt Sie, mein Führer, die deutsche Iugend über die wellen des Aethers. Sie will unter den Gratu­lanten der erste fein.

Als erstes Obergebiet der HI. meldet sich Mün­chen:Hier ist München, die Haupt st a d t der Bewegung, hier ist der deutsche Süden". Abwechselnd sprechen nun Jungen und Mädel aus allen Gebieten des deutschen Südens dem Führer ihre Glückwünsche aus. Sie schließen mit dem Ge­löbnis:W i r wollen dir versprechen, unsere Pflicht zu tun, heute als Jungen und Mädels, morgen als Männer und Frauen des deutschen Volkes. Wir möchten, daß unser Glaube und unsere leuchtenden Augen dir, Adolf Hitler, Sonnenschein sind in deinem Leben und in deinem Kampf für Deutschland."

Nach Fanfarenklängen eine andere Stimme: Hier spricht der freie Westen!" Nun erzählen Jungen und Mädel von dem unvergeßlichen Erleb­nis des 7. März, als die deutschen Soldaten wieder in die befreite Westmark einzogen. Wir hören dazu den Marschtritt der marschierenden grauen Kolonnen der jungen deutschen Wehrmacht. Aus der Waffenschmiede des Deutschen Reiches ent­bietet die Jugend des deutschen Westens dem Füh­rer als dem ersten Arbeiter der deut­schen Nation drei Hammerschläge zum Gruß.

Und wieder eine andere Stimme:Hier grüßt der Norden!" In plattdeutscher Mundart sprechen nun helle Pimpfenstimmen dem Führer die Glück­wünsche der Jungen und Mädel von der Waterkant aus. Sie schließen ihre Sendung mit dem alten

als erster Gratulant Führer.

niederdeutschen Trutzlied: Lever dod a s Slav !

Kaum sind diese Klänge verhallt, so meldet ein Hitlerjunge:Hier spricht die Jugend des deut­schen O st e n s. Unser Geschenk an Dich find u n - serejungen Herzen und der tiefe Glaube an Dich und Deine Berufung. So geloben wir Dir, unserem Führer, unerschütterliche Treue und Gefolgschaft bis zum letzten Atemzuge als der neue junge Orden Deines Reiches im O ft e n."

Und schließlich als letztes Obergebiet:Hier spricht die Jugend aus des Deutschen Reiches Mitte!" Die Jugend der Gaue Halle-Merseburg, Sachsen, Thüringen und Magdeburg-Anhalt gelobt dem Führer in schlichten Worten aufs neue unver­brüchliche Treue.

ReichsjugenWhrer Valdur von Schirach

faßte sodann alle Glückwünsche und Treuegrüße der Jugend aus dem ganzen Reich noch einmal in einer Ansprache an den Führer zusammen.

Tiefbewegt", so sagte er u. a.,schaut Ihre Jugend, mein Führer, zu Ihnen empor, und selbst der kleinste Junge weiß:

Ihr Leben Ist das deutsche Leben, Ihr Ge­burtstag ist der deutsche Geburtstag.

Mögen die Millionen und aber Millionen unserer nationalsozialistischen Jugendbewegung noch recht jung sein, sie alle find mit Ihnen, mein Führer, so eng verbunden, wie es Worte gar nicht auszu­sagen vermögen. Es ist nicht nur das, daß wir uns Hitlerjugend nennen und so schon rein äußer­lich vor der ganzen Welt Ihre ureigenste Jugend find. Es ist vielmehr das Gefühl, das heute in jedem Jungen und Mädchen lebendig ist, daß Sie, mein Führer, über diese Jugend wachen und Ihre Sorge, Ihre Arbeit, Ihr Wille und Ihre Kraft die­ser Jugend gilt.

Mit der ganzen Inbrunst eines dankerfüllten herzens wünsche ich Ihnen zugleich im Ramen

der jungen Generation Ihres Volkes, daß diese Generation Ihrer immer würdig fein möge. Wir wollen uns selbst erziehen zu der Treue, Opferbereitschaft und Kameradschaft, die Sie uns in guten und schweren Tagen vorgelebt haben. Wir wollen so, wie Sie, mein Führer, es vollbracht haben auch unsererseits versuchen, uns selbst zu vergessen im Gedenken an das Reich. So wollen wir als Ihre jungen Kämp­fer den Weg des deutschen Schicksals gehen und Ihr Werk von Generation zu Generation wei­tergeben, um es auf den Schultern der Iugend in das kommende Jahrtausend zu tragen. Das geloben wir Ihnen, mein Führer, an Ihrem heutigen Geburtstag für heute, morgen und immerdar.

Der dumpfe Klang der Jungvolktrommeln been­dete die eindrucksvolle Feier der Hitlerjugend zu Ehren des Führers.

Auszeichnungen durch den Führer

Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat zum heutigen Tage folgende Auszeichnungen verliehen:

a) Den Adlerschild des Deutschen Reiches: dem Professor Geh. Reg.-Rat mag. Dr. Gustav lammann in Göttingen;

b) die Goethemedaille für Wissen­schaft und Ä u n ft: dem Prof. ©eg. Reg.- Rat Dr. Reinhold Sckmaltz in Altlandberg, dem Prof. PH. Wonrsch in Altona;

c) den Titel Professor: dem Konterpianisten Wilhelm Backhaus in Bioggio Lugano, dem Komponisten Franz v. B 1 o n in Berlin-Wil­mersdorf, dem Komponisten und Dirigenten Dr. Gerhard v. Keußler in Berlin-Steglitz, dem Direktor Bruno Kittel in Berlin, dem Chordirektor Hermann Lüddecke in Berlin- Charlottenburg, dem Zoologen Dr. Otto Rie­sch u l z in Utrecht, dem Pianisten Michael Raucheisen in Berlin-Wilmersdorf, dem Komponisten Emil Nikolaus Frhr. v. Rezni - ce'k in Berlin-Charlottenburg; dem Arzt Dr. Gottfried Siems in Teheran, dem Direktor Will). Teudt in Detmold, dem Komponisten Julius Weißmann in Freiburg i. Br.

Beförderungen im NSKK.

Berlin, 18. April. (DNB.) Der Führer hat, demVölkischen Beobachter" zufolge, zum 20. April folgende Beförderungen im NSKK. aus­gesprochen: Befördert wurden zu Obergruppen­führern die Gruppenführer Herzog Carl Eduard von Coburg, Erwin Kraus und Josef Sei­del; zum Gruppenführer der Briaadeführer Eber­hard P o n n d o r f; zum Brigadesührer der Ober­führer Ernst Z y n e n.

Der Geburistagsmorgen in der Reichskanzlei.

Berlin, 20. April. (DNB. Funkspr.) Bei herr­lichem Sonnenschein begann die Feier des Ge­burtstages des Führers in der Reichs­kanzlei mit einem Ständchen, das die Kapelle der Leibstandarte Adolf Hitler im Ehrenhof gegen 8 Uhr dem Führer darbrachte.

Nachdem die Vertreter des Staates dem Führer ihre Glückwünsche ausgesprochen hatten, erschien als erster in der Reichskanzlei der Reichs­führer SS. Himmler mit seinem Hauptamtschef und dem Kommandeur der Leibstandarte, Ober­gruppenführer Dietrich, und übermittelte dem Führer die Wünsche seiner Schutzstaffel. Mit ihnen zusammen trat der Führer auf den Ehrenhof hinaus und hörte sich aufmerksam das Geburts­tagsständchen an.

Im Anschluß an das Ständchen nahm der Führer geaen 8.45 Uhr vom Balkon der Reichskanzlei aus zusammen mit dem Reichsführer SS. die Parade eines Bataillons der Leibstandarte Adolf Hitler ab, an deren Spitze SS.-Ober- aruppenführer Dietrich marschierte. In glänzender Haltung kam die Truppe vorbei, jubelnd begrüßt von der begeisterten Menge.

Anschließend erschienen Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsleiter Buch und Reichsminister Dr Frick zur Gratulation. Dann folgte Deutschlands I u - g e n Ö, viele Kinder, die dem geliebten Führer ihre Glückwünsche darbrachten. 11. a. kamen die Insassen eines Berliner Kindergartens, die Ge- dichtchen aufsagten und ein Liedchen sangenAlle, alle find wir da, wollen wir gratulieren". Unter Führung von Reichsminister Darrs erschienen die Landesbauernführer mit Kindern aus sämtlichen Reichsbauernschaften des Reiches in ihren hübschen Trachten, sangen Lieder und sagten ebenfalls Ge­dichte auf.

Im Anschluß darauf überbrachte Stabschef Lutze dem Führer die Glückwünsche der SA. Weiter nahm der Führer die Geburtstagswünsche von zahlreichen führenden Männern der Partei entgegen, unter ihnen die Reichsleiter Bouhler und Rofenberg, der Reichsarbeitsführer Hierl, Gauleiter Bohle und Korpsführer Hühnlein.

Oer Reichsjugen-sLhrer spricht über dir Pflicht der deutschen Eltern Oie Iugend als Mitgestalterin der deutschen Zukunst.

Berlin, 19. April. (DNB.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach sprach am Sonntag von Köln aus über alle deutschen Sender zur deutschen Elternschaft.

Der Reichsjugendführer dankte zunächst den vie­len Müttern, deren Worte des Vertrauens und der Zustimmung ihn tief bewegt haben, und wies darauf hin, daß die Hitlerjugend, heute die gewal­tigste Jugendbewegung der Welt, ohne die Mit­arbeit und Unterstützung der deutschen Eltern nie­mals das geworden wäre, was sie ist.

Die Iugend, so fuhr der Reichsjugendführer dann u. a. fort,die heute in Deutschland auf- wächst, ist glücklicher. Sie erntet die Früchte der Arbeit aller derer, die als Pioniere unserer Zeit gekämpft und gelitten haben. Was heute im deutschen Iungvolk, in der Hitlerjugend marschiert, das braucht die allen Vorurteile nicht mehr zu überwinden, denn sie sind nicht mehr. Diese Pimpfe erwachen zum Bewußt- fein in einer Zeit, die, wie keine vor ihr, Aus­druck ist des alle Deutschen bewegenden Gefühls ihrer Schickfalsverbundenheit. Die Ehre und Freiheit, nach der die Kelteren riefen, ist ihnen mitgegeben.

Deutsche Eltern! Die Führung der gesamten Jugend des Deutschen Reiches ist eine Aufgabe, die mich immer erneut zur Wachsamkeit gegenüber allen Gefahren, die der Jugend drohen, verpflichtet. Diefe Verpflichtung bedeutet für mich, daß ich ohne Rück­sicht und Sentimentalität gegen alle diejenigen mich wenden muß, die unsere Jugend zu schädigen ver­suchen. So wie ich es für meine Pflicht hielt, inner­halb der Jugend selbst gegen alle Verfallserscheinun­gen vorzugehen, ganz gleich, ob sie sich auf sittlichem oder politischem Gebiet zeigten, so habe ich auch nach bestem Wissen und Gewissen versucht, die Menschen und Organisationen, die unsere Hitler- Jugend in ihrer Einigkeit zu bedrohen versuchen, zu überwinden oder zum mindesten zurückzudrän­gen. Ich glaube, daß dieser Teilabschnitt der natio­nalsozialistischen Aufbauarbeit, wenn er auch im Vergleich zu den gewaltigen Aufgaben, die die NSDAP, in den vergangenen drei Jahren gelöst hat, klein ist, doch mit Erfolg durchgeführt wurde. Ueber den Sonderanspruch gewisser klerikaler Kreise auf Erziehung der Jugendlichen außerhalb der großen Jugenogemeinschaft, die den Namen des Führers trägt, hat sich die Jugend selbst hinweg- gesetzt. Gott allein sieht ihr Herz!

Wenn sie den Führer liebt, den er dem deut­schen Volk geschenkt hat, und ihm und unserer deutschen Heimat treu und tapfer zu dienen ver­sucht, handelt sie nach einem inneren Auftrag, den sie von der Ewigkeit empfangen hat.

Die Frömmigkeit einer Jugend kann nicht daran gemessen werden, ob sie einem katholischen Sportverein angehört oder nicht, wohl aber ver­mag man die Frömmigkeit einer Jugend daran zu erkennen, wie sie sich im Angesicht des Todes ver­hält.

Gedenken wir jener 21 Hitlerjungen, die in ihrer Todesstunde eine Tapferkeit bewiesen haben, die bei solcher Jugend nur von denen gelebt werden kann, die ganz ourchdrungen sind von dem Bewußtsein, in Übereinstimmung mit dem höchsten Richter des Weltalls zu handeln. Wenn ie eine Jugend an Gott geglaubt hat, so ist es diese. Keine vor ihr trug so sichtbar seinen Segen an sich.

Deutsche Litern! Schaut euch um im weiten Deutschen Reich! In den Augen eurer Kinder ist ein ewiges Leuchten, ob sie hinter ihrer

Fahne in ihre Zeltstädte ziehen, oder ob sie, die Sammelbüchsen in den Händen, treppauf und treppab laufen und durch alle Straßen und Höfe eilen, um ein Werk der Rächstenliebe zu vollbringen, wie es keine andere Einrichtung in unferem Volke jemals fo selbstlos und ge­waltig vollbringen konnte.

Ich appelliere an euch, ihr deutschen Eltern, am Vorabend des Geburtstages unseres Füh­rers, im Ramen der Iugend, der er feinen Ramen verliehen hat. Gebt eure Kinder dem deutschen Jungvolk. Ich weih, daß ich diese Worte nur an wenige zu richten brauche. 90 v. h. aller Jugend zwischen 10 und 14 Jahren befindet sich bereits in dieser Gemeinschaft der Jüngsten der nationalsozialistischen Bewegung. Ich wende mich aber an die Eltern der wenigen, die noch außen stehen, auch sie möchte ich ge- geroinnen. Ls soll keinen Jungen zwischen 10 und 14 Jahren geben, der nicht im deutschen Jungvolk feinem Führer dient.

Der auf viele Jahre verteilte Aufbau der Reichs- jugenb wird hier und heute mit meinem Appell an euch, ihr Eltern unserer Jugend, begonnen. Das größte Erziehungswerk der Welt hat damit seinen Anfang genommen.

Elternhaus, Schule und Hitlerjugend werden in vertrauensvoller Zusammenarbeit als eine dem heiligen Ziel verschworene Arbeits­gemeinschaft ohne Satzung und Vorstands- wahl an der Erziehung der Jugend zusammen» wirken, damit auch in der fernsten Zukunft eine unerschrockene Garde von Männern dastehe, die in Treue bereit ist, die Ideenwelt Adolf Hit- lers mit ihrem Herzblut zu vertei­digen.

Dazu brauchen wir alle Jugend, dazu brauchen wir das ganze deutsche Volk.

Der morgige Geburtstag des Führers ist der Tag des Eintritts der Jugend in das deutsche Jungvolk. In feierlicher Verpflichtung spricht dort jeder deut­sche Junge, der in die Bewegung eintritt, die Worte:Ich vrspreche, im deutschen Jungvolk alle- 3eit meine Pflicht zu tun, in Siebe und Treue Rum Führer und unserer Fahne! So wahr mir Gott helfe!"

Möge der morgige Tag die gesamte Jugend Deutschlands, soweit sie noch nicht bei uns ist, be­reit finden, das wäre für unseren Führer das schönste Geburtstagsgeschenk!"

Oer Tag des Jungvolks in Berlin.

Berlin, 19. April. (DNB.) Wie in ganz Deutsch­land fand auch in Berlin die Neuaufnahme zehn- bis vierzehnjähriger Jungen in das Jungvolk statt, und die braunen und dunkelblauen Blusen der Jung­volkpimpfe beherrschten am Sonntag das Straßen­bild der Reichshauptstadt. 20 000 zehn- und elfjährige Jungen wurden ausgenommen, gleichzeitig wurden 3000 Jungvolkpimpse in die Hitler-Jugend über­geführt. Zu den Aufnahmefeiern und Werbeveran­staltungen waren insgesamt 60 000 Hitlerjungen an- aetrefen. Mit der Eröffnung von zwei Ausstel- lungen legte das Jungvolk gleichzeitig Zeugnis von der im letzten Winter geleisteten Arbeit ab. Zum Abschluß des großen Tages des Berliner Jungvolks fuhr am Nachmittag eine Wagenkolonne von fast 100 Kraftwagen mit Jungvolkpimpfen durch die Stadt. Mit Fanfaren und Sprechchören, Kampf­liedern und Transparenten riefen die Jungvolkpimpfe ihre Kameraden auf zum Eintritt in ihre Forma­tionen.