Wenn von der Arbeit des deutschen Ingenieurs l begriffen sind, können nicht ohne die Land bau- e Rede fein soll, darf man sich nicht auf irgendein > t e ch n i k durchgeführt werden, hier stehen der
die
Elektromotor und der Schlepper Energie im Wettbewerb, wobei
gie-Wirtschaftsfragen, die sogenannte Verfahrenstechnik, und ihre Auswirkung auf Gestaltung und Herstellung von den berufensten Vertretern der Technik ein Ueberblick gegeben. In Industrie, Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft, überall hat die Technik heute ein entscheidendes Wort mitzureden. Etwa 220 000 deutsche Ingenieure wirken mit zahlreichen technischen Hilfskräften in allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens. Es wird mit ganzem Einsatz gearbeitet. Lohn und Preis sind die Freiheit und Unabhängigkeit der deutschen Wirt- schäft. H. D.
fofgt hat, weiß, daß hier Deutschland das Zünglein an der Waage bildet, wie die Haltung Aegyptens ausschlaggebend sein kann bei offenem Krieg.
In französischen Blättern war zu lesen, daß Mussolini, besessen von der Idee des alten Imperiums, heute versuche, in der gleichen Weise vor- zugehen. Was soll das heißen? Eine Aufzwingung des römischen Willens über die heutige Welt, wie sie die Pax Romana für die damalige bedeutete? Welch eine Verkennung beschränkter Möglichkeiten! Schon vor zweitausend Jahren scheiterte die Pax Romana nicht nur an der Unzulänglichkeit der Menschen, der Römer, es stieg über den römischen Frieden auch die Pax Germanica herauf, das Römische Reich Deutscher Nation. Und heute gibt es noch die Vereinigten Staaten, Japan, Rußland..
Unter Imperium versteht Mussolini nicht ein Weltreich im Sinne des alten Roms, sondern nur eine Ueberseemacht. Italien trieb bis zum vorigen Jahre und konnte nur treiben Binnen-
Teilgebiet der Technik beschränken, denn dadurch würbe man das Bild eines Spezialisten gewinnen, das nicht im entferntesten geeignet wäre, den gewaltigen Umkreis anzudeuten, der durch die Arbeiten und Aufgaben des Ingenieurs erfüllt wird. Ingenieure im weitesten Sinne des Wortes haben in den letzten 100 Jahren auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens gewirkt und geschaffen und in ganz großem Maßstabe das heutige Gesicht der Wirtschaft geformt und gestaltet. Das alles wird bei der bevorstehenden 80-Jahrfeier des Vereines Deutscher Ingenieure von 26. bis 29. Mai i n
Pax Romana.
Von unserem römischen E.-Korrespondenien.
Rom, Mitte Mai.
Was eigentlich unter der Pax Romana zu ve» stehen sei, darüber sind sich nicht einmal die Histo- riker einig, obwohl sie nun zweitausend Jahre dazu Zeit gehabt hätten. Die einen denken an eine Art Gottesfrieden, an das goldene Zeitalter des Augustus, die anderen an den Schwert- und Gewaltfrieden, der den besiegten Völkern so gründlich auferlegs wurde, daß sie sich nicht mehr rühren konnten und daher wohl oder übel Frieden herrschen mußte. Als Rom die Karthager endgültig ver- nichtet hatte, die Punischen Kriege zu Ende waren, blühte Rom unter diesem römischen Frieden nicht etwa auf, sondern zerfleischte sich im Gegenteil in endlosen Bürgerkriegen, bis die Republik zerfiel, und als der große Demokrat Cäsar sich den Titel Imperator zulegte, der bisher nur etwa so viel wie Oberbefehlshaber bedeutet hatte, als er ihn erblich machte und damit dem Kaisertum den Weg bahnte, gab es wieder Krieg.
Oktavian wollte zwar auch nur Prinzeps fein, erster Bürger der Republik, nannte sich aber als Herrscher dann Imperator Cäsar Augustus und ließ sich die tribunizische Gewalt auf Lebzeiten zuerkennen, so daß er praktisch allein über Krieg und Frieden entschied. Und was wurde aus feiner Pax Romana? Im Teutoburger Wald erfolgte der erste Schlag gegen das junge Imperium, und die herrliche Blütezeit des Reiches, das augusteische Zeit- alter, artete in eine Schreckensherrschaft aus, die durch die Namen Caligula und Nero genügend gekennzeichnet scheint.
Was will nun M u s s o l i n i ? Die römischen Adler fliegen zum Indischen Ozean, der Schritt feiner Legionen hallt durchs innerste Afrika, unter dem Liktorenbündel hat er den römischen Frieden ver- kündet, seinem König eine Kaiserkrone aufs Haupt gesetzt. Und im kommenden Jahre begeht Nom die Zweitausendjahrfeier des augusteischen Zeitalters. Auf der anderen Seite gibt es einen Völkerbund, die kollektive Sicherheit, den ewigen Frieden des Rechts und der Gerechtigkeit, die Gleichheit all dessen, was Menschenantlitz trägt.
Wo ist die Wahrheit? Wer großen Worten und hochfahrenden Menschenplänen zu erliegen droht, der tut gut daran, einen Spaziergang auf der Via Appia zu machen, wo die Schafe über das Grab der großen Römer hinwegziehen. Er wird dann erkennen, daß nur eines ewig ist: der Staub. Er wird die gegenwärtige Aufregung in der Welt mit nüchternen Augen betrachten und die Uebertreibun- gen durchschauen, die man dem Duce andichtet.
Zunächst einmal ist es Unsinn, Italien eine solche Kurzsichtigkeit zuzutrauen, wie sie ein Krieg gegen England wäre. Bei allen Aeußerlichkeiten, die sich seit der historischen Nacht vor dem neuen Kapitol aufdrängen, ergeben schon die Zahlen einen klaffenden Unterschied: Indien mit feiner britischen Kaiserkrone darüber ist ein Riesenreich, in dem allein 250 Millionen Hindu leben, Arier; Abessinien zählt zehn Millionen Schwarze, nach italienischer Darstellung nichts als Barbaren, die erst erzogen werden müssen.
Und zählt man noch die Libyer dazu und die Griechen auf dem Dodekanes, so kommt man auf insgesamt 56 Millionen Bewohner des neuen Imperiums. Dagegen hat Deutschland allein 65 Millionen reirrcr, edelster Rasse auf geschlossenem Gebiet und jenseits der gegenwärtigen Grenzen gibt es noch einmal so viele deutschhlütige Menschen, als das Mutterland Italien Einwohner hat.
Bleiben wir bei England. Das Neue ist, daß seit der Vereinigung seines ostafrikanischen Besitzes Italien zwar nach wie vor der britischen Schlüsselgewalt im Mittelmeer untersteht, seinerseits nun aber den Seeweg nach Indien am Ausgang des Roten Meeres bedrohen kann, wie bisher England die Schließung des Suezkanals, den Eingang zu den italienischen Kolonien, androhen konnte. Mussolini hat wohl gewußt, was er wollte, als er sich in dem französisch-italienischen Abkommen vom 7. Januar 1935, dem Schrittmacher für die Einverleibung Abessiniens, ein kleines Inselchen dort sicherte, das nun die italienische Zunge in dem Mund am Indischen Ozean bildet. Es kann das Helgoland der italienischen Flotte werden.
Ferner liegt es in italienischer Hand, den englisch-ägyptischen Sudan, das Bindeglied in der Lime Mailand—Mogadischu, zu bedrängen; wirtschaftlich: durch die Wasserhoheit über den Blauen Nil, militärisch: durch Aufstellung einer abessinisch-libyschen Armee, der England nichts Gleichwertiges entgegensetzen könnte. Dagegen aber steht das Uebergewicht der britischen Flotte, die nicht einmal losdonnern muß, sondern — auch heute noch — Italien durch ' einfachen Abschluß des Mittelmeeres aushungern i könnte. Wer den Gang des ersten Experimentes in dieser Richtung, der sogenannten Sanktionen, ver- ’
Darmstadt in Verbindung mit der 100- Iahrfeier der Technischen Hochschule in etwa 90 Referaten der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen technischen Lebens bargelegt werden.
Die Wirtschaft ist heute nicht mehr denkbar ohne die Technik. Das Arbeitsgebiet der Technik hat sich über alle Berufe ausgedehnt, von den einfachsten bis zu den kompliziertesten; es reicht von der Pumpe bis zum Hochhaus. Die Technik ist viel gelobt und gepriesen, aber vielleicht noch viel mehr verdammt worden. Sie hat alte Formen des wirtschaftlichen Lebens verdrängt, in ihrem Gefolge sind soziale Probleme aufgetaucht; an deren Lösung Generationen gescheitert sind, aber die neueste Ent- Wicklung in Deutschland hat uns gezeigt, daß die Leistung der Technik auch in sozialer Hinsicht zum Guten führen muß, wenn man sie nicht losgelöst von den organischen Funktionen des völkischen Lebens betrachtet und sie demgemäß einsetzt. Der Führer hat einmal gesagt: „Man kann die Technik zur Vernichtung des Lebens ebenso wie zur Förderung des Lebens einsetzen, entscheidend ist daher die Ausrichtung auf den Zweck, der von höherer Warte gesetzt werden muß."
Die Ausrichtung der Technik muß in der Weise geschehen, daß sie in den D i e n st des Men- s ch e n gestellt wird. In Deutschland hat sie auf allen Wirtschaftsgebieten als unentbehrlicher Helfer mitzuwirken an der Sicherung des deutschen Lebensraumes. Im Rahmen dieser großen Aufgaben steht an erster Stelle die Sicherung der Rohstoff- und Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes. Ein Querschnitt zeigt uns, wie groß die Aufgaben lind, die gelöst werden müssen, um die innere Kraft der deutschen Volkswirtschaft zu heben. So steht z. B. im Maschinenbau die Werkstoff- Frage im Brennpunkt des Interesses. Das Holz als Werkstoff soll möglichst Heimstoff sein. Die xur Verfügung stehenden deutschen Hölzer, etwa der Fickte, Kiefer, Lärche, Tanne, Ahorn, Birke, Eiche, Esche, Pappel und Buche, weisen in ihrer technischen Verwendbarkeit einen Spielraum von Eigenschaften auf, der, richtig erkannt und ausgenutzt, diesen heimischen Werkstoff auch im Maschinen- und Apparatebau durch Anwendung geeigneter Veredelungsmethoden in den Vordergrund stellen. Die neuzeitliche Sperrholzoerwendung bewährt sich vor allen Dingen im Verkehrswesen, besonders im Flugzeugbau. Auch bei der Herstellung industrieller Anlagen spielt das Holz als Werkstoff noch immer eine bedeutende Rolle. Zu den Aufgaben der Technik gehört es, das Holz vor der Vernichtung zu schützen. Geeignete Konservierungsmittel stehen heute der Technik zur Verfügung, so daß Die Schutzbehandlung des Holzes im Rahmen der Sicherung der Rohstoff-Freiheit von der Technik in hohem Grade durchgeführt werden kann.
Die großen Aufgaben, die zur Sicherung der Nahrungsfreiheit Deutschlands in Durchführung
Aus aller Well.
LZ. ..Hindenburg" macht gute Fahrt.
Luftschiff „Hindenburg" machte mit 90 Stundenkilometer weiterhin gute Fahrt. Am Montag- mittag passierte es eine Böenfront, die Süd- wind in Stärke 9 bis 10 brachte. Nach drei Stunden sprang der Wind auf West um und flaute auf Stärke 4 bis 5 ab. — Ein in Neuyork aufgefangener Funkspruch besagt, daß das Luftschiff sich heute, Dienstag, um 3 Uhr MEZ. etwa 2000 Kilometer von Neuyork entfernt befand.
Internationaler Pollzeikongreh in Belgrad.
Dom 25. bis 31. Mai 1936 findet die 12. ordentliche Tagung der Internationalen Kriminalpolizei- lichen Kommission statt, der fast alle europäischen Staaten und ein großer Teil der außereuropäischen Nationen angehören. Deutschlands Abordnung wird wieder von Generalleutnant D a l u e g e geführt, der stellvertetender Präsident der Internationalen Kri- minalpolizeilichen Kommission ist und zu diesem Zweck feinen Kuraufenthalt in Constanza unterbricht. Außer dem Polizeipräsidenten der Reichshauptstadt, Graf von Helldorf, gehören Regierungsdirektor Liebermann von Sonnenberg, der Leiter der Berliner Kriminalpolizei, Oberregierungs- rot N e b e, der Leiter des Preußischen Landeskriminalpolizeiamtes, Oberregierungsrat Dr. Pa- r e r) (Bremen) und Oberregierungsrat Dr. L e i b i g (München) der deutschen Vertretung an. Der Zweck dieser Tagungen der Internationalen Polizeiführer und Kriminalisten ist ein persönlicher Erfahrungs- austausch über neue Gedanken zur Bekämpfung des Verbrechertums aller Länder der Welt.
Internationales Schachturnier in Bad-Nauhelm.
In der zweiten Runde des Schachturniers in Bad-Nauheim gab es nur einen Sieg. Bogol- juboro gewann ein Damengambit trotz anfänglich ausgeglichener Stellung gegen Weißgerber. Dan den Bolch machte unentschieden gegen H e inicke , ebenso R e l (ft a b , der ein mutiges Königsgambit gespielt hatte, geaen Professor Vid- mar. Ahues spielte gegen Keres ein Damen- Bauern-Spiel und schlichtete infolge Zugwiederholung in Zeitnot. Die Enttäuschung der Runde brachte die Partie Stahlberg (Schweden) gegen Dr. A l j e ch i n. Sie kam schon nach 18 Zügen bei gleichen Bauern und ungleichen Läufern in Remis- tellung. Die Hängepartien der ersten Runde brach» ten folgende Ergebnisse: Keres unentschieden gegen Re 11stab, Heinicke verlor gegen Weiß- gerbet, Dr. AIjechin gab erst nach 71 Zügen feine Partie gegen van den Basch unentschieden,
Politik; ich führte im Juni aus, daß es nun darangehen werde, Afrika zu durchbrechen, um an den freien Ozean zu kommen und damit zur Weltpolitik übergehen zu können. Die Voraussage ist eingetroffen; die Kolonien Eritrea und Somali- land sind vereinigt, der Stützpunkt des Dodekanes hat sich bewährt. Italien war im Mittelmeer eingeschlossen, sozusagen ein Binnenstaat; als nunmehrige Ueberseemacht kann es auch in Ozeanen denken. Genug für ein Menschenalter! Und so ist auch der römische Friede zu verstehen: Friedlicher Ausbau des Erreichten. Die Hälfte der Soldaten in Abessinien wird dort bleiben und Ackerbau treiben. Italien ist bis auf weiteres gesättigt; man lasse es in Ruhe seine große Aufgabe vollenden und es wird ein Element des Friedens fein. Das und nichts anderes meint Mussolini. Allerdings will er feinen Frieden nicht auf Paragraphen stützen, sondern aufs Schwert. Nur der Wehrhafte ist wahrhaft frei. Nur die Macht kann den Frieden erhalten.
Kunst und Wissenschaft.
Großer Erfolg
der deutschen Kunstgewerbeausstellung in Ankara.
Nach lötägiger Dauer schloß die deutsche Kun st ge Werbeausstellung in Ankara, die allergrößtes Interesse bei der Bevölkerung gefunden hat. Die Gesamtzahl der Besucher hat nach vorsichtigen Schätzungen 50 000 weit überschritten. — Auf Veranlassung der zuständischen türkischen Stellen wurde die Ausstellung um mehrere Tage verlängert. In den letzten Tagen erschien noch eine Reihe hochstehender Persönlichkeiten zur Besichti- gung, darunter der Ministerpräsident mit seiner Gattin sowie zahlreiche andere Minister. Die Aus- ftellung siedelt jetzt nach Istanbul über.
Altertumsforscher tagen in Bonn.
Der Nordwestdeutsche und der West- und Süddeutsche Verband für Altertumsforschung veranstalten eine gemeinsame Tagung Anfang Juni d. I. in Bonn. Zu dem Themenkreis „Germanen und römisches Reckt" sind folgende Borträge vorgesehen: 1. Direktor Dr. E. Sprockhofs (Frankfurt a. M.): Das germanische Element im vorgeschichtlichen Westdeutschland vor Eintreten der Römer. — 2. Dr. W. Kimmig (Trier): Das Hügelgräberfeld Horat, Kreis Bernkastel. — 3. Direktor Dr. K. (Stabe (Frankfurt): Der Beitrag des germanischen Elements im römischen Reich. — 4. Dr. Fr. Tischler (Kiel): Stammeskundliche Fragen in Schleswig-Holstein während der römischen Kasierzeit. — 5. Prof. Dr. Richter (G i e - B e n): Die Glauburg von der SpätlatLne bis ins Mittelalter. — Prof. Dr. S ch e e l (Kiel): Die Fran- ten und der Norden. — Zu dem Hauptthema „Frühestes Mittelalter" sprechen: 1. Dr. Petri (Köln): Die fränkische Landnahme in Frankreich und die Bildung der westlichen Sprachgrenze. — 2. Prof. Dr. H. Zeiß (München): Fürstengrab und Reihengräbersitte, — 3. Dr. L. Hussong (Trier): Keramik von der spätrömischen bis in die farolin- gische Zeit. — 4. Dr. Jan kühn (Kiel): Die Bedeutung des Thorsberger Fundes. — 5. Dozent Dr. f). Arntz (Bonn): Runen und festländische Denkmäler.
Der Ingenieur im Wirtschaftsleben
Zur 80-Jahrfeier des DDI. in Darmstadt.
mit der tierischen
„ ----- Probleme aufge
worfen werden, die für die Gestaltung der ländlichen Wirtschaft in der Zukunft entscheidend sind. Das Pferd soll und kann nicht von der Technik verdrängt werden, aber der Einsatz der Kräfte ist einer ständigen Verschiebung ausgesetzt. So wird 3- B. durch die steigende Einführung der Bauern- schlepper eine bedeutende Pferdefutterfläche für die menschliche Ernährung frei gemacht, was in der Erzeugungsscklacht eine große Rolle spielt. In der Landwirtschaft ist jedenfalls die Technik heute zu einem unentbehrlichen Bestandteil des Verfahrens geworden; ohne Technik ist keine Höchstleistung und keine Sicherung der Nahrungsfreiheit möglich. Der Einfluß der Technik zeigt sich auch besonders stark in der Milch wirt scka ft. Hier müssen Werkstoffe für die Geräte gefunden werden, die die Unabhängigkeit von ausländischer Rohstoffeinfuhr festigen. Die Technik hat auch dafür zu sorgen, daß durch die Verwendung geeigneter Werkstoffe keine Verteuerung der Ware, also in diesem Falle der Milch, eintritt. Auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Schädlingsbekämpfung sind die che- mische Technik und der Apparatebau bemüht, dem Menschen die Möglichkeit zu geben, seine hochwertigen Kulturen zu schützen.
Auf dem großen Gebiete der Metalle spielt die Werkstoffauswahl und Formgebung der Lager- metalle eine entscheidende Rolle. Glas als Kon- struktionswerkstoff weist vortreffliche physikalische und chemische Eigenschaften auf. Glas wird heute nicht nur als Fensterglas, sondern auch als Baustein verwendet. Im Nahrungsmittelgewerbe haben sich Gefäße und Leitungen aus Glas ausgezeichnet be- währt. Dasselbe gilt für die Verwendbarkeit des Glases in der gesamten Elektrotechnik. Man ist be- müht, die Zerbrechlichkeit und die Splitterbildung des Glases zu mildern. Heute kann man Glas zu feinftey Fäden ausspinnen, was zur praktischen An- Wendung der Glaswolle, zur Wärme- und Schalliso- lierung beigetragen hat. Durch die Entwicklung eines besonderen Spinnverfahrens hat man eine leichte und feine Glaswolle erzielt, durch die Möglichkeiten Zur Einführung des Glasfadens in Textilstoffe erschlossen werden. Das Glas als heimischer Werkstoff gewinnt durch die Technik ständig an Bedeutung.
Äm letzten Jahrzehnt sind gangbare Wege zur Herstellung von synthetischem Kautschuk begangen worden. Der Rohstoff für die Synthese des Kautschuks ist Kohle und Kalk. Der erfolgreiche Ab- schluß der Arbeiten über den synthetischen Kautschuk hat die Weltöffentlichkeit im Vorjahr beschäftigt. Der synthetische Kautschuk („Buna") übertrifft den Na- turkautschuk in mancher Beziehung. Die Vorrangstellung, die dem Bau eingeräumt wird, bezieht sich auf Oelbeständigkeit, Hitzebeständigkeit, Abnutzungsfestigkeit, Alterung und Glasdurchlässigkeit.
In Darmstadt wird über alle diese Gebiete, zu denen noch viele andere kommen, besonders E n e r •
RUND
Verbesserte Mifchung durch Spifcen-Emte 35 !


