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Ariedens einff die Sturmabteilungen der Par­tei. SA. und SS., in Leben rief, fo kann ich auch den äuheren Frieden nicht dem Zu­fall. der Einsicht oder Willkür einer Umwell überlassen, wögen die um uns wohnenden Völker begreifen, dah sie dann, wenn von ihnen selbst die deutsche Unabhängigkeit. Freiheit und Ehre respektiert wird, keinen wärmeren Freund finden können als das nationalsozialistische Dritte Reich. (Erneuter Beifall.) wäge aber auch jener Bolschewismus, von dem wir vor wenigen Monaten erst erfahren haben, dah er feine Armee auszurüften die Absicht hat, um einer Revolution, wenn notwendig, mit Gewalt das Tor in anderen Völ­kern zu öffnen, möge dieser Bolschewismus wissen, dah vor dem deutschen Tore die neue deutsche Armee steht. (Minutenlange Kund­gebungen.)

Es würde leichtsinnig sein, wollten wir nicht die Möglichkeiten bedenken, die sich einer bolschewisti­

schen Revolution in Europa darbieten. Ich habe, früher als Parteiführer so oft eiskalt und nüchtern die Absichten und Aussichten besprochen und offen abgewogen, die der Bolschewismus besaß. Ich habe seine mögliche Entwicklung damals richtig gesehen, allerdings auch richtig eingesetzt die nationalsozia­listische Kraft. Ich kann als Führer des Staates und damit der ganzen deutschen Nation vor dem deut­schen Volk nur mit demselben Pflichtbe­wußtsein die Gefahren abwägen, die in größerem Ausmaße heute über Europa schweben.

Würde ich das kleine Format besitzen, das meine Gegner so oft bei mir anzunehmen gewillt sind, dann könnte ich vielleicht zufrieden sein bei dem Gedanken, daß die bolschewistische Zersetzung die von ihr befallenen Staaten zunehmend schwächt, daß für Deutschland aber dies nur eine Entlastung sein könnte. Ich glaube, ich gelte als National­sozialist in den Augen vieler bürgerlicher Demokra­ten nur als ein Wilder. Allein dann bin ich a l s Wilder ein besserer Europäer, auf alle Fälle jedoch glaube ich, ein vernünftigerer. (Erneute Zustimmung.)

Die Demokratie

lähmt die Widerstandskraft Europas.

Ich sehe mit banger Sorge die Möglichkeit folgender Entwicklung in Europa: Die Demokratie zersetzt die europäischen Staaten zusehends, macht sie in der Beurteilung gegebener Gefahren innerlich unsicher und lähmt vor allem jeden entschlossenen Widerstand. Sie ist der Ka­nal, durch den der Bolschewismus seine Giftstoffe in die einzelnen Länder fließen und dort solange wirken läßt, bis diese Infektionen zu einer Lähmung der Einsicht und der Kraft des Wider st andes führen. Ich halte es für möglich, daß dann um Aergeres zu vermeiden als Volksfronten oder Aehnliches maskierte Koa­litionsregierungen entstehen werden, die die letzten organisatorisch und geistig vorhandenen Widerstandskräfte gegen den Bolschewismus in die­sen Völkern zu beseitigen versuchen und viel­leicht auch mit Erfolg beseitigen.

Ich bin dabei überzeugt, daß jede gelungene bolschewistische Erhebung in einem Staat so­fort propagandistisch weiterwirkt, indem es die bolschewistisch verhetzten Massen der anderen Länder mit neuer Auftriebs­kraft versieht, die Elemente des Widerstandes aber verängstigt und verzagt macht.

Die brutale Massenabschlachtung nationali­stischer Kämpfer, das Anzünden der mit Ben­zin übergossenen Frauen nationalistischer Offi­ziere, das Abschlachten von Kindern und Babys nationalistischer Eltern z. B. in Spanien soll als warnendes Exempel die ähnlich einge­stellten Kräfte in anderen Ländern vor jedem Widerstand in ähnlicher Lage zurückschrecken. Sollten diese Methoden aber zum Ziele führen und die modernen Girondisten wieder von Jakobinern und die Volksfront-Kerenskis von Bolschewisten abgelöst werden, dann wird Europa in ein Meer von Blut und Trauer versinken. Die europäische Kultur, die. befruchtet aus der antiken Vorzeit, nun bald eine zweieinhalblausendjährige Geschichte hat, wird abgelöst werden von der grauen­haftesten Barbarei aller Zeiten. Diese Gefahren sehe ich, und ich gehöre nicht zu denen, die nun davor ohnmächtig werdend die Augen schließen und sie dann nicht mehr wahrhaben wollen.

Ich kann angesichts dieser, die menschliche Kultur und Zivilisation bedrohenden Entwicklung auch nicht verheimlichen, wie tief die innere Sympathie ist, die mich mit denen verbindet, die in ihren Lan­dern diese Gefahr entweder beseitigten oder wenig­stens bannten. (Zustimmung.)

Ich möchte aber auch angesichts dieser Gefahr an das deutsche Volk den ernstesten Appell richten,

nunmehr wieder jene Kampfstellung zu beziehen, die wir als Nationalsozialisten vor der Uebernahme der Macht 14 Jahre eingenommen hatten. (Wiederholter Beifall.) Denn etwas müssen alle Volksgenossen verstehen: Ich kämpfe hier nicht für mich. Ich bin nur ein Kämpfer unseres Vol­kes für seine Zukunft, für unser liebes Va­terland, für unsere deutschen Menschen und beson­ders für unsere Jugend, für unsere Kinder. (Zustimmung.)

In dieser geschichtlichen Zeitenwende, da sich das Schicksal, so oder so, früher oder später, nach einer Seite hin entscheiden wird, halte ich es aber für notwendig, daß alle Deutschen erkennen mögen, daß wie immer so auch heute die Widerstands­fähigkeit nicht in der toten Zahl einer Organisation liegt, sondern in ihrem lebendigen Ge­halt. (Händeklatschen.)

Wer von uns blickt nicht in diesen Wochen tag­täglich nach dem unglücklichen Land im Süden Europas, in dem dieser Kampf als Bürgerkrieg tobt und nach der einen oder anderen Richtung seine Entscheidung finden wird.

Was wir von dem Wüten der bolschewistischen IHörber und anarchistischen Verbrecher erfah­ren, überrascht uns Nationalsozialisten nicht. So haben wir sie immer und überall kennengelernt. Wenn Deutschland heute dem­gegenüber nur ein Land des Friedens und einer glücklichen Ordnung ist, dann verdanken wir dies nicht der toten Organisation unserer Partei oder ihrer Sturmabteilungen, sondern nur dem nationalsozialistischen Geist, der sie erfüllt und damit zum Siege geführt hat. (Brausender Beifall.) Was ist näherliegend für uns, als dah wir in dieser drohenden Zeit uns wieder in heiher Inbrunst zurückbesinnen auf diese unerschütterliche Welt­anschauungsgrundlage unseres Kampfes und damit unseres Erfolges? Niemand wird einen Zweifel darüber hegen, dah der Nationalsozia­lismus sich überall und unter allen Umständen dem ihn angreifenden Bolsche­wismus gegenüber zur Wehr setzen und i h n schlagen und vernichten wird. (Bei­fall.) Allein, indem wir dieses wissen und glauben, ermessen wir doch die Gröhe der uns vielleicht einmal gestellten Aufgabe, und vor uns wird dann wieder lebendig das alte Pro­gramm der Partei, dieses Programm der Ehre, des sozialen Gewissens, der nationalen 2Horal, der fanatischen Pflichterfüllung, des Opfermutes sowie der ewiggleichen Tatentschlossenheit.

Die große Erziehiingsaukgabe der Partei.

Als einst in Deutschland die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus kam, da hat keine der alten Institutionen diesen Kampf entschieden. Nein! Die Partei war es, belebt vom Geist der national­sozialistischen Weltanschauung, die mit dem Element der Zersetzung fertig wurde und die Elemente der Ordnung zum Siege führte. Wie nötig ist uns allen, den Geist dieser Weltanschauung zu erneuern! Der nationalsozialistische Staat muß sich heute mehr denn je in allen seinen Einrichtun­gen und Organisationen zu seiner ihm geschaffenen und ihn tragenden Weltanschauung bekennen. (Zustimmung.)

Diese Weltanschauung kann aber nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern, menn sie uns in schwersten Zeiten wirklich schützen soll, dann muß sie das Leben dieses Staates in­nerlicherfüllen.

Die Partei muh die politische Füh­rungsauslese in Zukunft mehr denn je ohne Rücksicht auf Herkunft, bisherige Lebens­stellung, Geburt oder Vermögen, sondern er­füllt nur von höchster Gewissenspflicht und Ver­antwortung vor der Nation vornehmen. (Ju­belnde Kundgebungen.) Sie hak dabei weniger Wert zu legen auf die sogenannte gesellschaft­liche Eignung (erneute Zustimmung), auch nicht auf die gesellschaftlichen Mängel, sondern ausschliehlich auf die politische, d. h. volks- führungsmähige persönliche Bey- a n l a g u n g und damit Würdigkeit (stür­mische Bravorufe.) Es muh in unserem ganzen Staatsaufbau das Prinzip herrschen, dah dem Genie, ganz gleich aus welcher Lebensschicht es kommen mag, jede Stellung 3 f f- nen ist. (Erneute Kundgebungen.) Der Grund­satz, dah jeder Soldat den Marschallstab im Tornister tragen muh, ist einer der weisesten, die Menschen aufzustellen vermögen! Es muh besonders dafür gesorgt werden, dah nicht eine bürokratische Erstarrung das Zeugnis über die Leistung, die Empfehlung über den Wert und damit doch letzten Endes die Ge­burt über die Würdigkeit stellt. (Wie­derholter, minutenlanger Beifall.)

Wir marschieren in rapider Schnelligkeit beweg­ten Zeiten entgegen. Sie erfordert Männer von

entschlossener Härte und keine schwächlichen Spießer. Sie wird die Menschen nicht messen nach oberfläch­lichen gesellschaftlichen Manieren, sondern nach der Güte und Härte ihres Charakters in den Zeiten schwerer Belastungen. (Die Zehntaufende unterstreichen diese Sätze des Führers mit jubeln­der Zustimmung.) Die Partei hat jetzt mehr noch als früher dafür Sorge zu tragen, daß in unser Volk harte Auffassungen kommen und daß besonders ein unerbittlicher Krieg ange­sagt wird jeder Spur von jener erbärm­lichen Klugheit, die Clausewiß gegeißelt bat als schlimmstes Symptomder Feigheit. Wir gehen großen geschichtlichen Perioden entgegen. In solchen Zeitläufen hat noch nie die bloße Klugheit triumphiert, sondern stets der tapfere Mut. (Brau­sende Zustimmung.)

Die Partei hat weiter mit äuherster Konsequenz den fozialistischen Charakter des heutigen Reiches zu vertreten und zu be­tonen. Ans nützt in diesen unruhigen Zeitläuf­ten nicht der wohlgesittene Bürger, der nur an feine Unternehmung denkt und die gesamte Kraft des Volkes und die es bedingenden Vor­aussetzungen aus den Augen verliert. Das Ziel des Nationalsozialismus heiht nichtmarxisti­sches Chaos", aber es heiht auch nichtbürger- . liches Vestehentafsen". (Beifall.) Wir haben in den letzten Jahren unendliche Fortschritte ge­macht in der Erziehung unseres Volkes zu einer höheren sozialistischen Gemeinschaftsauffassung. Der Nationalsozialismus, d. h. die Partei, sie müssen hier immer weiterschreiten, um aus einer einst zerrissenen und gespaltenen Nation eine einmal verschworene Gemeinschaft zu formen. (Brausende Zustimmung, die auch die folgenden Sätze unterstreicht.) Wir müssen allen Volksgenossen verständlich machen, dah für diese Gemeinschaft kein Opfer zu g r o h ist. Wir müssen ebenso hart sein in der Ablehnung des Unnützen, wie entschlossen in der Durchführung des Notwendigen.

Die Partei hat auch die ideelle Erziehung der Volksgemeinschaft mehr noch als früher weiter­zuführen. Das kommende Winterhilfswerk wird die erste Gelegenheit fein, unseren Gemein-

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