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Das neue SchulschiffHorst-Wessel" wird gelaust.

Der Führer wohnt dem Stapellauf in Hamburg bei.

Hamburg, 13. Juni. (DNB.) Das zweite Se- gelfchulschiff der KriegsmarineHorst Wessel" ist im Hamburger Hasen im Beisein des Führers und Reichskanzlers glücklich vom Stapel gelaufen, ein Schwesterschiff derGorch Fock", das aber noch größer und geräumiger sein wird. An den Elbuiern haben sich Zehntaujende Volksgenossen eingefunden, um dieGrill e", an deren Großmast achtern die Standarte des Führers flattert, an sich vorüberziehen zu lassen. Auf dem Werftgelände wird der Führer, in dessen Begleitung sich Reichs­kriegsminister Generalfeldmarschall von Blom­berg, die Reichsminister Heß und Dr. Goeb­bels sowie der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. R a e d e r, befinden, von Reichsstatthalter Kaufmann, dem Regierenden Bürgermeister Krogmann sowie den leitenden Männern der Bauwerft herzlich willkommen ge­heißen. Der Führer schreitet die Front einer Ehren­kompanie des SegelschulschiffesGorch Fock" und eines Ehrensturmes der Berliner SA. ab und grüßt die alte Sturmfahne des Sturmes 5 und die Standarte, die Horst Wessels Namen tragen. Auf der Ablauftribüne haben sich inzwischen eingefun­den: die Mutter Horst Wessels und seine Schwester Jngeborg; ferner u. a. der Stabschef der SA., Lutze, SS.-Obergruppenfüh- rer Sepp Dietrich, Reichspressechef SS.-Grup- penführer Dr. Dietrich, der Kommandierende General des X. Armeekorps, General der Kaval­lerie Knochenhauer, der Kommandierende Admiral der Marinestation der Nordsee, Vizeadmi­ral Schultze, der Chef des Bildungswesens der Marine, Vizeadmiral Saalwächter und wei­tere Männer der Wehrmacht, der Vartei und des Staates. Backbord- und steuerbordseits des Neu­baues haben Ehrenabordnungen der Marine, des Heeres, der Luftwaffe und aller nationalsoziali­stischen Formationen Aufstellung genommen.

Der Stellvertreter des Führers, Reichsmimster Rudolf Heß, nimmt das Wort zur Taufrede, in der er u. a. aus­führte:Dieses Schiff soll den Namen des Dichters und Kämpfers der Front der deutschen Re­volution, Hör st Wessel, tragen so wie sein Schwesternschiff den Namen des Dichters und Kämpfers der Front des Krieges zur See, Gorch Fock, trägt. Die beiden Segelschulschiffe un­serer Kriegsmarine tragen damit Namen von Kämpfern und Dichtern der gleichen Idee von Männern, die ihr Leben gaben für diese Idee. Die Idee heißt: Deutschland. Ihre Hoffnung war, daß aus der Hingabe des Einzellebens er­stehe ein Leben der deutschen Gemeinschaft, würdig ihres Opfers, Ihr Glaube war ein Deutschland, getragen vom Geist der Front, war ein national- sozialistisckes Deutschland, ohne daß sie das Wort Nationalsozialismus" kannten. Aus der Idee dieses Deutschlands gestaltete Adolf Hitler die stolze Wirk­lichkeit des Dritten Reiches.

Im Ringen Adolf Hitlers um die Erhebung dieser Idee zur Idee Deutschlands, im Ringen um das Werden des Dritten Reiches ließ Horst Westel sein Leben aufgehen im Dienste am Führer und an seiner Idee. Horst Wessel lebte den Nationalsozialis­mus vor. Auf daß er dem Glauben an den Natio­nalsozialismus unter den Arbeitern der Faust ver­breiten konnte, wurde der Student Horst Wessel zum Handwerker Horst Wessel vereinte er in

sich den Arbeiter des Geistes mit dem Arbeiter der Faust, vereinte er in sich den Nationalisten der Idee mit dem Sozialisten der Tat. Indem Träger der marxistischen Revolution Horst Wessel erschossen, wurde Horst Wessel zur symbolischen Gestalt der Deutschen Revolution, wurde er zum unerbittlichen Mahner für die deutschen Revolutionäre. Indern Horst Wessels Lippen verstummten, wurde sein Lied zum Lied der Deutschen Revolution, wurde zum Lied des Deutschlands, das diese Revolution gebar. Indem Horst Wessel starb wurdeHorst Wessel uns unsterblich.

5d)iff, trage den unsterblichen Flamen hinaus über die Meere, krage ihn unter der Flagge, unter der Horst Wessel kämpfte und fiel. Trage stets mit dir den Gei st Horst Wessels! Uebertrage den Geist horst Wessels den Jungen, die auf dir zu Männern erzogen werden. Uebertrage ihnen den Geist der Front! Uebertrage ihnen den Gei st der Kameradschaft, frei von allem Klassen- und Standesbegriff, den Gei st von Zusam­men st e h e n, des Einsatzes des einen für den anderen, den Geist der Pflichterfül­lung über den Befehl hinaus, den Geist, der Entbehrungen auf sich nimmt um einer Idee willen, den Gei st der persönlichen Schlichtheit und Einfachheit, den Geist, der das Sein über den Schein stellt, den Gei st des Dienens am Ganzen, den Geist der Hingabe des Lebens für Deutschland! Uebertrage ihnen den Geist, der die Fahne hoch­hält bis zum letzten Atemzug, ob auch das Schiff versinkt. Uebertrage ihnen die Liebe,

übertrage ihnen die Treue zum Führer!

Wir grüßen den Führer, ber bas neue Deutschland schuf, bem wir es danken, daß deutsche Schiffe wieder ihre Fahnen in Ehren zeigen tonnen, die stolze Fahne eines freien Volkes

Das Sieg-Heil auf den Führer hallt von den hohen Schiffswänden und den Mauern der Werft an la gen wider, das Deutschlandlied klingt auf. Dann vollzieht die Mutter des toten Helden, Frau Margarethe Wessel, die feierliche Namens­gebung mit den Worten: Ich taufe dichHorst Wessel"' Der Startschuß ertönt, und unter Sreg- Heil-Rufen und den Klingen des Liedes des Dich­ters der Deutschen Revolution gleitet das stolze Schiff erst langsam, dann schneller und schneller glücklich in sein' Element

Das neue Segelschulfchiff der Kriegsmarine.

Hamburg, 13. Juni. (DNB.) Das neue Segel­schulschiff der KriegsmarineHorst Wessel , das der Ausbildung des seemännischen Nachwuchses der Kriegsmarine dient, ist hauptsächlich für Fahr­ten in den heimischen Gewässern be­stimmt. Die größte Länge des Schiffsrumpfes ist 81 Meter, die größte Breite 12 Meter: der Tiefgang beträgt 5 Meter, die Wasserverdrängung 1750 Ton­nen. Das Schiff ist eine D r e i m a st b a r k mit einer größten Segelfläche von etwa 2000 Quadrat­meter. Die Höhe "der Masten über der Wasserlinie beträgt etwa 45 Meter. Ein 750-?8-MAN.-Flug- motor befähigt das Schiff, nur mit Motorkraft fah­rend eine Geschwindigkeit von 10 Knoten zu er­reichen. Etwa 2 0 0 Anwärter für die verschie­denen Laufbahnen der Marine können unterge­bracht werden. Außerdem ist eine ständige B e - s a tz u n g von neun Offizieren, 13 Feldwebeln, 26 Unteroffizieren und etwa 30 Mann an Bord.

Das neue Schulschiff nach der Taufe. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Deuischland will den Frieden.

Das nationalsozialistische Reich ist inmitten der Händel der Welt eine Insel der Ordnung und der Ruhe, der inneren Sicherheit und Beständigkeit.

Reichsmimster Dr. Goebbels aus dem Gautag Südhauuover-

Vramlschweig.

Hildesheim, 14. Juni. (DNB.) Auf dem Gautag Südhannover-Braunschweig gab Reichs­minister Dr. Goebbels feiner besonderen Freude Ausdruck, wieder die Gesichter der altenKampf- genossen zu sehen, die Freud und Leid bis zum Sieg gemeinsam getragen haben. Wir stellen fest, daß wir dieselben geblieben, nur vielleicht härter und grauer durch die überstandene Zeit des Kamp­fes geworden sind. Man kann auch nicht sagen, daß wir nur Glück gehabt haben. Das Glück kam erst zu uns, als wir uns schon im Unglück bewährt hatten! Wir haben gearbeitet, große Projekte ent­worfen und auch verwirklicht. Als wir anfingen, stand noch nicht die Hälfte des Volkes hinter uns, aber heute können wir mit Stolz sagen: Wir sind als Bewegung das Volk, wir reprä- sentieren die ganze Nation! (Tosender Beifall.) Das ist das Verdienst von uns allen. Jeder brave alte Parteigenosse kann sich ein Stück des Verdienstes an dieser einzigartigen politischen Lei- stung gutschreiben.

Wir wollen der übrigen Welk nicht den Nalio- nalsozialismus aufzwingen. Der Rakionalsozia- Ilsmus ist für uns nicht nur keine Exportware, sondern im Gegenteil ein Patentartikek, der nur für den innerdeutschen Ge­brauch angewandt wird. Wir haben auch nicht den Ehrgeiz, dieses junge Reich mit kriegerischem Lorbeer auszustatten. Unsere Armee hat im vergangenen Krieg so­viel Lorbeeren des Ruhmes gesammelt, daß sie für die nächsten hundert Iahre ausreichen. (Stürmische Zustimmung.) wir haben es auch nicht nötig, durch außen­politische Abenteuer uns Anhang im eigenen Volk zu schaffen wir haben An­hang genug! Das deutsche Volk will den Frieden, weil es den Frieden nötig hat! Es hat sich am 29. Wär; mit einer Einstimmigkeit sondergleichen hinter das Friedensangebot des Führers gestellt. Das hat die Welt darauf ge­antwortet? Juristische Spitzfindigkeiten und Paragraphenreiterei! Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, daß es am Ende doch ge­lingen wird, die Welt für unsere großen Frie­densgedanken zu gewinnen, denn die Welt hat

den Frieden nötig!"

Der italienisch»abessinische Krieg", so erklärte er,ist nun beendet, weil der Völkerbund sich energisch durchgesetzt hat! (Stürmische, lang an­haltende Heiterkeit.) Was hätte der Völkerbund wohl getan, wenn früher über Deutschland feindliche Bombengeschwader erschienen wären? Wir hätten uns bestenfalls mit einer pathetischen Resolution begnügen müssen. Völkerschicksale werden nun aber nicht durch papierne Resolutionen ent­schieden, und noch niemals sind die machtpolitischen Resultate eines Krieges durch Reden von Außen­stehenden geändert worden. Deshalb ist es doch gut zu wissen, daß heute Motorengebrumm über unseren Häusern bestimmt nur von deutschen Flugzeugen herrühren kann! Wir halten es durchaus für möglich, daß auch der Völkerbund ein­mal ein Hort des Friedens wird. Aber darauf kann man keine Völkerschicksale begründen, und deshalb haben wir uns gesagt:Doppelt genäht hält bes­ser!" und unsere eigene Wehrmacht zum Schutze unserer friedlichen Arbeit aufgebaut."

Dr. Goebbels erinnerte an die prophetischen Worte des Führers in seiner Reichstagsrede vom 7. März:Wir haben das Rheinland wieder mili­tarisiert, um vorkommendenfalls auch imWesten eine Wehr gegen rote Versuche zu haben. Eine Nation wie die deutsche, die durch eine innere Wiedergeburt ihre neue Form gefunden hat, kann es nicht zulassen, daß ihre reichste und bevölkertste Provinz an der Grenze schutzlos jedem Zugriff preisgegeben ist "

Dr. Goebbels zeichnete ein eindrucksvolles Bild der politischen und sozialen Unruhen in aller Wett und rief alt denen, die auch heute noch glauben, gegen den Nationalsozialismus Stel­lung nehmen zu müssen, zu:Dasselbe Schick­sal hätte auch uns bevorgestanden. Nur wären vielleicht der Zusammenbruch und das Lhaos

noch viel gründlicher gewesen! Daß e< in Deutschland heute noch ein Christentum und Kirchen gibt und daß die Konfessionen in Ruhe ihrem Gottesdienst nachgehen können, verdanken sie nicht ihrer eigenen umyustossenhe.li Allein ber Nationalsozialismus hak in Deutschland ein für allemal den Bolschewismus vernichtet! (Stürmische Zustimmung). Deutsch­land steht den Händeln der Wett uninteressiert gegenüber. Es bildet geradezu einen Block aus Granit, eine Insel der Ordnung und der Ruhe, der inneren Sicherheit und Beständigkeit, einen Block von ITlännern, der durch feine bloße An­wesenheit schon eine Sicherheit dafür ist, daß der Bolschewismus niemals Europa erobern wird.

Zur Erfulluna dieser Aufgabe hob Reichsminister Dr. Goebbels insbesondere den Gl eich klang von Partei und Armee hervor. Beide seien aufeinander angewiesen, und beide seien im tiefsten Innern davon überzeugt, daß auf ihrem Zusam­menwirken das Schicksal der Nation beruhe. Wir organisieren den Arbeitsprozeß im Innern und mu| en dabei die Ueberzeugung haben, daß über bas deutsche Schwert steht. Die Partei aber ist die große Lehrmeisterin unseres Lebens, die große Erzieherin unserer fle Änft der Nation ununterbrochen ihre pol ttschen Führer. Die Nation steht und Mit der Partei! Ihr, meine Partei­genossen, seid die Auslese des Volkes!" Dr. Goebbels stellte ihnen d e n F ü h r e r, der uns ah" Snn rnhßH Äffnung ins Herz gepflanzt habe, ?. 5 B orbilb treuer Pflichterfülluna ?nn'^5^eUtfdK könne sich glücklich schätzem io einen Mann zu haben. ö

Die kulturelle Sendung der Gemeinden.

Ausklang des internationalen Gemeindekongreffes in München.

München 13. Juni. (DNB s In der Schluß, sltzung des VI. Internationalen Gemeindekongresses legte Oberbürgermeister Dr. Dr. W e i d e m a n n (Hallr) den deutschen Nationalbericht vor Das Cha­rakteristische der Kulturpflege in Deutschland ist, daß es gerade die Gemeinden sind, die sich in großem Umfange der Kulturarbeit widmen. Bei den 'großen Gemeinden ist es die Erhaltung bedeutender Kul- tunnstitute bei den kleineren Gemeinden, Land- Provinzen die Heimatpflege, der Denk­malschutz, die Erhaltung bäuerlicher und Handwerk-

^Ebkunst usw. Der nationalsozialistische emer ^icht zur Entartung neigen- d n Großstadtkultur abgewandt und neigt eine m a n n CnQbe xem üm[fad) früher vernachlässigten n ous dem Volk zu. Große Besucherge- mN w.e die NS.-Kultur gemeinde und ''Kraft durch Freude" arbeiten leben fcin?IQlen Kunstgesinnung mit den deut- Xn Gemeinden und Gemeindeverbänden zusam- men. Nach einem Wort unseres Führers und Reichskanzlers ist die Meinung, daß in materiell

bedürftigen Zeiten kulturelle Fragen in den Hin­tergrund treten müßten, ebenso toncht wie gefähr­lich Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Note und Sorgen ist es wichtig, allen Menschen klar zu machen, daß eine Nation nicht im gegenseitigen wirtschaft­lichen Egoismus aufgehen darf, sondern daß ihr auch noch höhereAufgabenzur Lösung gestellt sind.

Der Generalsekretär im holländischen Ministe­rium für Volksbildung van Polje bezeichnete die moderne Gemeinde als eine Kulturgemeinde m dem Sinne, als auf den verschiedenen Gebieten dem kulturellen Element fortgesetzt besondere Aufmerksam­keit gewidmet werden müsse. Ein Vergleich der verschiedenen Länder ergebe jedenfalls soviel, daß die Gemeinde den einzelnen kulturellen Maßnah­men große Aufmerksamkeit und Pflege widme. Er habe auf dem Kongreß junge Kommunalpolitiker gefunden, die wüßten, zu arbeiten für die stetige kulturelle Hebung des Volkes, und die einen dauern­den Frieden wünschten, gerade weil sie wüßten, daß jeder Krieg, ob gewonnen ober verloren, ein Fluch sei, ber ihre Heimat zugrunberichten müsse.

Der Bürgermeister von Riga Kacens dankte als Vertreter Lettlands dem Oberbürgermeister Fiehler für die große Liebe und deutsche Gründlichkeit, mit der er die Länderberichte bearbeitet und daraus ein Material geschaffen hat, das für alle Kommunal­politiker sehr großen Wert besitze.

Der französische Minister für V o l k s g e sundheitspslege Sellier äußerte die Mei­nung, daß die Kultur in ihrem Ursprung tatsächlich erblich bedingt ist und daß es richtig ist, daß die nationale Kultur in ihrer Eigenart gefördert und er­halten wird, wie das auch hier in München geschieht. Die Pflege der nationalen Kultur sei aber auch von internationaler Bedeutung. Die nationalen Kulturgüter müßten erhalten bleiben, damit sie auch anderen Nutzen bringen.

Die Freizeit könne besonders jetzt ausgestaltet werden, da beim Internationalen Arbeitsamt in Genf die Einführung der Vierzigstun­denwoche befürwortet werden wird. Wenn diese durchgeführt sei, würden die Arbeiter viel Freizeit und bezahlten Urlaub haben. Diese Errungenschaft habe aber keinen Zweck, wenn nicht gleichzeitig da­für gesorgt werde, daß diese Freizeit für die kulturelle Förderung der Bevölke­rung ausgenutzt werde. Der französische Mi­nister äußerte sich freundlich über die Aufnahme, die er in München fand.

Oberbürgermeister F i e h l e r sprach als Vor­sitzender des Deutschen Gemeindetages den Ver­tretern aller Kulturstaaten der Welt den Dank für ihre Teilnahme aus. Er sprach die Hoffnung aus, daß besonders die Teilnehmer aus dem Auslands gute persönliche Eindrücke vom neuen Deutschland erhalten haben und daß dieser Kongreß über die Gemeinden hinweg zu einer Verständigung der; Nationen unter sich führen möge.

In feiner Schlußansprache stellte Präsident Har­ris fest, daß der Kongreß eine Tagung der internationalen Verständigung gewe­sen sei. Diese internationale Verständigung bedeute den Frieden, den alle wünschten. Sein beson­derer Dank galt dem Oberbürgermeister Fiehler für feine anerkennenden Worte. Damit war der VI. In­ternationale Gemeindekongreß geschlossen.

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Am Vorabend hatte die Stadt München einen Empfanasabend veranstaltet, der einen besonderen künstlerischen Rahmen hatte. Oberbürgermeister Fiehler begrüßte seine Gäste. Das Münchener Kindl trug daraus unter großer Begeisterung der aus­ländischen Gäste einen Prolog in fünf Sprachen, deutsch, englisch, französisch, italienisch und spanisch vor. Tänze des Staatstheaterballetts riefen das Helle Entzücken der Gäste hervor. Besonderem In­teresse begegnete der Originaltanz der Schaefsler Zunft aus Dem 16. Jahrhundert, der nach alten Vorbildern und getreu überlieferten Kostümen aus» geführt wurde. Weitere künstlerische Darbietungen ergänzten das Programm. Der freudig begrüßte Einzug der Bockbiermusik leitete bann zu Urmünche- ner Gemütlichkeit mit Weißwurst und Bockbier über.

Dr. Schachts Betuch in Athen.

Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist am Samstag» vormittag nach zweitägigem Aufenthalt in Belgrad nach Athen weitergereist. Zum Abschied auf dem Flugplatz hatte sich u. a. der Gouverneur der Ju­goslawischen Nationalbank eingefunden. Dr. Schacht wurde mit dem Orden der Jugoslawischen Krone er st er Klasse ausgezeichnet. Der zwei­tägige Besuch des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht n der griechischen Hauptstadt verlief all» citig befriedigend. Am Sonntagvormittag hatte Dr. Schacht eine längere Unterredung mit dem Gou­verneur der griechischen Notenbank, die u. a. die Belebung des gegenseitigen Warenaus­tausches zum Gegenstand hatte. Am Samstag­abend fand ein Empfang beim ehemaligen Außen­minister Maximos statt. Sonntagvormittag gab der deutsche Geschäftsträger für Dr. Schacht ein Frühstück, an dem u. a. Ministerpräsident Metaxas und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teil- nahmen. Am Sonntagabend gab der Gouverneur der Notenbank zu Ehren Dr. Schachts einen Emp­fang. König Georg von Griechenland hat dem Reichsbankpräsidenten das Großkreuz des Georg-Ordens verliehen.

Wir fragen wiederum den »Daily Telegraph".

Berlin, 13. Juni. (DNB.) Der Flottenkorre- spondent der englischen ZeitungDaily Telegraph" bringt heute eine Meldung, in der behauptet wird, Deutschland überlege es sich, ob es, wenn es eine Kolonialmacht werde, eine größere Flotte im Verhältnis zur britischen Stärke verlangen könne, als im deutsch-englischen Flottenabkommen vorgesehen ist.

Es handelt sich hierbei offenbar um eine jener Lügen meldungen, die immer wieder zum Zwecke internationaler Brunnenvergiftung in die Welt gesetzt werden. Wir stellen fest, daß an dieser Meldung nicht ein wahres Wort ist. Bereits am 2. Mai haben wir denDaily Telegraph" wegen einer anderen lügnerischen Behauptung öffentlich zur Rede gestellt, ohne jedoch eine Ant­wort zu erhalten. Wir richten jetzt an denDaily Telegraph" auch in dieser Angelegenheit die offene Frage, woherseine Kenntnis über derartige Absichten Deutschlands stammt.

Faschistische Verordnung gegen rhetorische Auswüchse.

Rom, 13. Juni. (DNB.) Das Verordnungsblatt der Faschistischen Partei wendet sich in einer bl­onderen Anweisung mit aller Schärfe gegen das Ueberhandnehmen einesleeren rhetorischen Exhi­bitionismus", der anläßlich der GrüNbung des