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Die Königsproklamation Georgs VI

Pg-

Reichsfachgruppenleiter

Alfred Männich;

Reichsfachgruppenleiter Dr. Fritz K u b a ch ;

Pg-

Pg.

der Be- unü bei

Lufthansa in Zusammenarbeit mit dem brasiliani­schen Condor-Syndikat betreibt, hat die Verbin­dung im Laufe der Zeit zu einer wirtschaftlich wie politifch wichtigsten Luftverkehrsstrecke der Welt

ihr würdevoll» Verholten vor Sencht nicht allem dem ehrenden Andenken an ihren Satten, fonbern dem ganzen national,ozialistilchen Deutschland gedient habe. ' 1

München. 12. Dez. (DHB.) 3n der Rächt zum Samstag ereignete sich in München in den Häuser­blocks Winzercr-Schellingstrahe durch ausströ- mendes Gas ein schweres Unglück, dem 9 Personen zum Opfer fielen. Weitere Per­sonen erlitten Vergiftungen. Bei den Betrof­fenen handelt es sich durchweg um Personen, die Erdgeschohwohnungen innehatten. 3m Hause Win- zererstraße 36 sind zwei Frauen und ein Mann getötet. Zwei weitere Personen wurden mit Vergiftungserscheinungen in das Krankenhaus ge­bracht. 3m Hause Winzererstrahe 38 fanden zwei Frauen und zwei Männer den G a s t o d. 3m An­wesen Winzererstrahe 40 wurden zwei junge Man- ner durch das Gas getötet. Weitere vier Gas- kranke wurden im Hause Schellingstrahe 138 auf­gefunden. Die Ursache der Entstehung der Gasaus- ftrömung sieht noch nicht einwandfrei fest.

Das schwere Unglück hat in der Bevölkerung tiefstes Mitgefühl ausgelöst. Don den Be­hörden geschieht alles, um volle Aufklärung über Hergang und Ursache des Unglücks zu schaffen. Es kann festgestellt werden, daßkeinBerschulden von irgendeiner Seite sich ergeben hat.

lieber die Einzelheiten wurde u. a. folgen­des bekannt: Am Samstagvormittag kam ein Fuhr- werksbesitzer in das Haus Winzererftraße 40, um

Aus aller Wett.

200 pianmäßige Ozeanflüge der Lufthansa.

seinen Ausfahrer zu wecken. Dabei stellte sich her­aus, daß der Mann bewußtlos in seinem Zimmer lag. Ein zweiter Bewohner des Zimmers war b e- reits tot. Der Fuhrwerksbesitzer verständigte so­fort die Polizei. Erst jetzt bemerkte man, daß die Rolläden eines Kolonialwarengefchäftes im dem Haus Rr. 36 noch geschlossen waren. Hier fand man im Schlafzimmer 3 Personen anscheinend tot vor. Bei einer von ihnen hatten die Wiederbele­bungsversuche Erfolg. In einer anderen Woh­nung fand man zwei Personen tot in ihren Bet­ten, im Nebenzimmer noch einen dritten Toten. Im Hause Winzererstraße Nr. 38 lag eine Frau gleichfalls tot auf dem Fußbdoen. Bei den weiteren Erhebungen in der Nachbarschaft wurde festgestellt, daß eine ganze Reihe Personen Beschwerden ver­spürt hatte und zum Teil erkrankt war.

Die Namen der Toten find: 1. der 34jährige Zimmermann Zattler, 2. der 28jährige Hilfs­arbeiter Michael Seidenschwanz, 3. die 51jährige Obsthausiererin Margarethe H e i s e l e, 4. der 38jähr. Obsthausierer Nikolaus Wunder­lich, 5. der 24jährige Obsthändler Max Schnur- r e r, 6. die 67jährige Witwe Barbara Will, 7. die 53jährige Kolonialwarenhändlerin Therese Lo­renz, 8. ihr Sohn, der 18jährige Georg Lorenz, 9. die 49jährige Sekretärin Mathilde Brams. Zehn Personen, die meist leicht erkrankt sind, mür­ben ins Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht für keinen von ihnen.

Schweres Gasunglück in München Neun Todesopfer, mehrere Vergiftete.

voraenommen:

Ämtsleiter für Wissenschaft und Facherziehung: Pg. Fritz K u b a ch ;

Reichsfachgruppenleiter Kulturwissenschaft:

Dr. Arnold Brügmann;

Naturwissenschaft:

der Lordmayor den Herolden und der Prozession an, um an der letzten Verlesung der Proklamation vor der Königlichen Börse teilzunehmen.

Der Treueid des Parlaments.

London, 12. Dez. (DNB.) Während der Der- lesung der Königsproklamation durch die Waffen­herolde in der Stadt traten das Unterhaus und das Oberhaus zu einer feierlichen Sitzung zusammen, in der die Abgeordneten den Treueid auf den neuen König leisteten. Im Unterhaus waren etwa 100 Mitglieder anwesend. Die weiteren Abgeordneten werden den Treueid am Montag leisten. Nach dem Sprecher leistete als erster Baldwin den Eid, der folgendermaßen lautet: Ich schwöre beim allmächtigen Gott, daß ich treu sein und treue Gefolgschaft Seiner Majestät König Georg leisten werde, seinen Erben und Nachfol­gern, wie das Gesetz es vorschreibt". Hierauf trug sich der Premierminister in das in Gold ge­bundene Buch des Hauses ein. Nach ihm folgten die Minister, die Geheimen Staatsräte und die übrigen Abgeordneten, wobei die Führer der Opposition dadurch ausgezeichnet wurden, daß sie unmittelbar nach den Ministern den Eid ablegen konnten.

Eine ähnliche Szene spielte sich im Oberhaus ab, das zum ersten Male seit dem Tode König Georgs V. zwei Thronsessel aufwies, da der neue König verheiratet ist. Unter den zahlreichen Lords, die dem neuen König den Treueid leisteten, fiel vor allem der Erzbischof von Canterbury, das Oberhaupt der englischen Kirche, auf.

3m Empire.

Gleichzeitig mit dieser historischen Sitzung in London begann auch im ganzen Britischen Weltreich unter dem Donner von 21 Salut­schüssen der gleiche feierliche Staatsakt. Als erstes proklamierte Neuseeland den neuen König. Der Generalgouverneur und das neuseeländische Kabinett leisteten bereits um 3 Uhr MEZ. den Treueid auf den neuen König. Etwa um die gleiche Zeit erfolgte die Proklamation in Queensland (Australien). Zeitlich sodann folgte die Proklama­tion in Hongkong. In Kanada wird die Proklamation erst am Montag erfolgen. In der Südafrikanischen Union erfolgt die feier­liche Ratifizierung erst am 8. Januar nach dem Wiederzusammentritt des Parlaments. Vor Queens­land hatte der KreuzerEmden" Gelegenheit, die feierliche Proklamation mitzuerleben. Unmittelbar nach dem Staatsakt flaggte das Schiff über die Toppen und feuerte zu Ehren des neuen Königs einen Salut von 21 Schuß.

Zum Herzog von Windsor ernannt.

London, 12. Dez. (DNB.) Im St. James-Palast i trat am Samstag der Thronrat zusammen, um die

Proklamation König Georgs VI. aufzu- :

Zu diesem feierlichen Staatsakt versammelten ich die Kabinettsminister, die Mitglieder des Ge­heimen Rates, der Lordmayor und der Alderman von London sowie die Sheriffs, d.h. die Inhaber der obersten richterlichen Stellen der Stadt London. Sämtliche Mitglieder erschienen in Hofuniform bzw. m ihren mittelalterlichen Amtstrachten. Kurz vor 12.30 Uhr MEZ. verließ König Georg VI. in der Uniform eines Admirals feine Wohnung, um sich in den St. James-Palast zu begeben. Eine große Menschenmenge begrüßte den neuen König mit türmischem Jubel. Der König wurde sofort in den Thronsaal des Palastes geführt. Der Thronbestei­gungsrat, zu dem auch die Vertreter der Dominien und Indiens gehören, erklärteeinstimmig und eines Herzens, daß der hohe und mächtige Prinz Albert Frederic Arthur George nun durch Gottes Gnade unser einziger mächtiger Lehnsherr als König Georg VI. ist, dem wir aus vollem Herzen und in demütiger Zuneigung Treue und ständigen Gehorsam schwören". Die Mitglieder des Thron­rates leisteten darauf Georg VI. ihren Treueid. Der erste Staatsakt des neuen Königs bestand in einer Audienz für die Vertreter der britischen Dominien in London, die dem König die Hul­digung und das Treuegelöbnis ihrer Länder über­brachten. Der König empfing sodann den Lord­präsidenten des Geheimen Rats Ramfay M a c - donald und genehmigte eine Verordnung, die bestimmt, daß der für die Krönung angefetzte Zeit­punkt unverändert bleibt. Die Krönung des neuen Königs wird somit am 12. Mai 1937 erfolgen.

DerZug derHerolde durch dieEily

Am Samstag um 16 Uhr MEZ. wurde Georg VI. an verschiedenen Plätzen Londons und in der City feierlich zum König ausgerufen. Die Herolde in ihren historischen Uniformen hatten sich im St.- James-Palast versammelt, wo ein dreimaliges Trompetensignal die erste Verlesung der Proklama­tion einleitete. Darauf setzte sich der Zug in Staats= karossen durch die Mall in Bewegung. Vorbei an der Admiralität ging es zum Chartng Croß, wo die Proklamation zum zweiten Male durch den Herold von Lancaster verlesen wurde. Am T e m p l e war die Straße durch ein Band gesperrt, um zu bekunden, daß hier die City beginnt. Beim Heran­nahen des Zuges wurde die traditionelle Frage gestellt:Wer kommt da?" Die Antwort lautete: Seiner Majestät Herolde, die Eintritt in die City von London verlangen, um Seine Königliche Majestät König Georg VI. zum König auszurufen." Ein Herold, von zwei Trompetern begleitet, erhielt darauf Einlaß und wurde zum Lordmayor geführt, der in schwarz-goldener Robe, umgeben von hohen Beamten der Stadt, den Boten des Königs er­wartete. Nach Ueberreidyung der Proklamations­urkunde antwortete der Lordmayor:Ich habe von dem Inhalt des Dokumentes Kenntnis genommen und von der feierlichen Handlung, die ftattfinben soll. Entsprechend altem Brauch der City von Lon­don werde ich meine Pflicht tun." Nach einem Trompetensignal forderte dann ein Beamter der Stadt die Herolde auf, die Botschaft innerhalb der City zu proklamieren. Der ganze Zug rückte dar­auf in die City ein, und wiederum wurde Georg VL feierlich zum König ausgerufen. Nun schloß sich

London, 12. Dez. (DNB.) König Georg VI. verlieh heute abend seinem Bruder, dem frei= willig vom Thron geschiedenen König Eduard VIII. Titel und Rang eines Herzogs von Windsor. König Georg feiert Montag feinen 41. Geburtstag. Mit Rücksicht auf die erst vor drei Tagen erfolgte Thronbesteigung wird auf Wunsch des Königs von den sonst üblichen festlichen Veranstaltungen Abstand genommen. Lediglich die im Hydepark und im Tower ausgestellten Batterien werden einen Salut abfeuern.

Reichsfachgruppenleiter Rechtswissenschaft: Pg. Dr. Karl Lang;

Erziehung: Assessor r

Oer ungarische Innenminister beim Eintopfessen.

Berlin, 13. Dez. (DNB.) Auf ausdrücklichen Wunsch des ungarischen Innenministers nahmen die ungarischen Gäste Sonntag mittag am Eintopf­essen teil. Es gab eine herzliche Begrüßung, als zwischen der Staatsoper und der Universität Mini­ster von Kozma und Reichsminister Dr. Frick mitten unter den bereits essenden Volksgenossen sich zu Tisch setzten. Jeder bekam einen großen Schlaa Ebbsen mit Einlage, der allen so gut mundete, daß sich die meisten noch einen zweiten Teller geben liehen. Minister von Kozma erklärte, er freue sich, an dem Tage der deutschen Volksgemeinschaft in­mitten der Deutschen am Eintopfessen teilgenommen zu haben. Der ungarische Innenminister steckte einem Sammler einen namhaften Bettag in die Büchse.

werden lassen.

Rund zehn Millionen Luftpostbriefe sind seit Er­öffnung des Dienstes über den Südatlantik be­fördert worden, und die Kürze der Postlaufzeit die 15 300 Kilometer lange Strecke zwischen Fran- furt und Santiago de Chile wird in viereinhalb Tagen überwunden hat wesentlich dazu bei ge­tragen, die wirtschaftlichen Beziehungen Deutsch­lands zu den füdamerikanischen Nationen zu ver­tiefen. Aber nicht nur für Deutschland, sondern für fast alle europäischen Nationen ist die Luftpost­oerbindung nach Südamerika von größter Be­deutung geworden. Das beweisen die allwöchentlich in Frankfurt gesammelten Luftpostbriefe, die von dort aus ihre Reise über den Ozean antreten.

Zunehmender Ausländerbesuch im Driften Reich.

Der Reiseverkehr vom Auslande nach dem Deutschen Reich hat seit der Machtübernahme einen gewaltigen Aufschwung genommen. Das zeigt be­sonders klar ein Vergleich der Ergebnisse aus den Jahren 1932/33 und 1935/36 auf Grund der amt­lichen Erhebungen des Statistischen Reichsamts in etwa 2500 deutschen Städten, Bädern, Kurorten und sonstigen Fremdenplätzen. In diesen Orten wurden wie dieDeutschen Verkehrsblätter" fest­stellen 1932/33 (1. April 1932 bis 31. März 1933) insgesamt 1114 700 Auslandsftemde gezählt, wah-

Das SA- und das HZ.-Zühcerkorps auf dem Obersalzberg beim Führer.

.-D^r,f!3,bermS' L. D-z. (DNB.» Nach der kürzlich erfolgten Berabichiedung des Reichsgesetzes für die deutsche Jugend und im Zusammenhang Mit dem neuen großen Aufgabengebiet, das der Führer seiner SA. mit der Organisation und Durch- fuhrung der Nationalsozialistischen Kampfspiele ge- . m ihrer gemein­samen Arbeitstagung in Berchtesgaden oerfammelten ©21.= unb HJ.-Führer, an de? Spitze Stabschef Viktor Lutze und Reichsjugendführer Baldur von Schirach, am Sainstagmittag a l s feine Gaste zu sich auf den Obersalz­berg. Dieser Besuch beim Führer bildete den Höhepunkt und Abschluß der gemeinsamen Arbeits- taaung von SA. und HI. Inmitten der winter­lichen Bergwelt des Berchtesgadener Landes ver- brachte das SA.- und HJ.-Führerkorps einige herrliche Stunden mit dem Führer. So gestaltete sich der Führerappell zu einem bleibenden Erleb­nis, das der tiefen Verbundenheit aller Gliede­rungen der Partei mit ihrem Führer aufs neue Ausdruck gab.

Studentische Wissenschastsarbeit.

München, 12. Dez. (DNB.) Die NSK. gibt folgende Anordnung des Reichsstudentenführers zur studentischen Wissen chaftsarbeit bekannt:

Im Arbeitsplan für die Reichsstudentenführung steht die Wissen chafts - und Facharbeit im Vordergrund. Es ist unser Ziel, den stu­dentischen Nachwuchs auf der festen Grundlage welt­anschaulicher Zuverlässigkeit stehend in die wis­senschaftliche Facharbeit hineinzu­stellen, um so zu erreichen, was als höchstes Ziel von uns gefordert ist: die besten Natio­nalsozialisten zugleich zu den fähig­sten Fachmännern auf ihrem Gebiete zu machen.

Zur Bewältigung dieses Zieles habe ich Kame­raden mit dieser 2lrbeit betraut, die sich durch ihre ausgezeichnete nationalsozialistische wissenschaftliche Leistung bereits bewährt haben. Ick) habe bis jetzt folgende Besetzungen des Amtes für Wissen­schaft und Facherziehung der Reichsstudentenführung

renb Deren Zahl 1935/36 um rund 41 Pro­zent auf 1 571400 gestiegen war Besonders zahlreich waren unter den Ausländern die Hollan­der, Engländer, Schweizer, Nordamerikaner und Skandinavier vertreten; auch aus Frankreich hat der Besuch bemerkenswert zugenommen. Diese ein­deutige Entwicklung hat alle die Stimmen wider­legt, die 1933, als die nationalsozialistische Bewe­gung die ^Regierung übernahm, der Meinung Aus­druck gaben, daß sich der internationale Reisever­kehr von Deutschland abwender» würde.

Zehn Jahre Zuchthaus für jüdischen Sittlichkeitsverbrecher.

In Würzburg wurde der Prozeß gegen den jüdi­schen Weinhändler Leopold Isaak Obermayer zu Ende geführt, der ein furchtbares Bild jüdischer Verkommenheit zu Tage brachte und mit aller Schärfe zeigte, daß das nationalsozialistische Deutsch­land auf der Hut vor solchen jüdischen Volksschäd­lingen und Volksverderbern ist. Obermayer wurde wegen 30, davon 20 fortgesetzten Verbrechen der widernatürlichen Unzucht zu einer Ge­samtstrafe von 10 Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Sicherheitsoerwahrung ver­urteilt. Bezeichnend für den verbrecherischen Wil­len des Beurteilten ist, daß er auf seinen Reisen, die er als Weinhändler durch Deutschland unternahm, sich nur deutschen jungen Männern näherte und zu seinen Opfern machte, während er Judenjungen unbehelligt ließ. In der Urteilsbegründung wurde daher wohl mit Recht gesagt, daß der Verdacht naheliegt, daß Jud Obermayer es darauf abgesehen hatte, die deutsche Jugend und das deutsche Volk zu schädigen. Im übrigen zeigte die Verhandlung ein so trübes Bild sittlicher Verkommenheit die zur Verhandlung stehenden Fälle bildeten nur einen Bruchteil der in die Hunderte gehenden Ver­fehlungen, daß die ärztlichen Sachverständigen den Standpunkt vertraten, daß Jud Obermayer ent­mannt werden müsse.

Sechs Todesopfer eines nächtlichen Bootsunglücks.

In einer der vergangenen Nächte ereignete sich auf der Mur ein schweres Unglück, dem sechs Menschenleben zum Opfer fielen. Acht junge Burschen und Mädchen begaben sich abends in einem Boot vom jugoslawischen Ufer nach dem österreichischen Uferort Mureck. Trotz vielfacher Warnungen wollten sie in der Nacht in angeheiter­tem Zustande mit dem Boot nach Jugoslawien zurückkehren. Plötzlich hörte man Angstrufe. Das Boot war an einen aus dem Wasser ragenden

Am Samstag landete von Natal kommend Dornier-10-Tonnen-WalTaifun" mit der satzung Brix, Schirrmacher Büro er Liepke planmäßig auf dem Gambia-Fluß Bathurst an der westafrikanischen Küste. Damit hat die Deutsche Lufthansa den 2 0 0. p l a n m a ß i - aen V 0 st f l U g über den Sud atlantik Erfolgreich beendet. Die an Bord b-sindlichen Lust, noftfenbunaen gingen mit einer Hemkel HE 111 über Las Palmas, Lissabon und Mamille nach Frankfurt. Die Sicherheit und Regrirnaßlakett des deutschen Luftpostdienstes zwischen Deutschland und

Reichsfachgruppenleiter Land- und Forstwirtschaft: Diplomlandwirt Pg. Groß;

Reichsfachgruppenleiter Kunst: Pg. Rolf Fink, (gez.) Dr. Scheel, Reichsstudentenführer.

unter der Einwohnerschaft, soweit sie deutschen Blu-! denl sudamerikanischen Staaten, den die Deutsche tes und deutscher Abstammung ist, völlige Ruhe """

und Eintracht. Die Versuche, politische Zwie­tracht zu säen, kommen nicht von deutscher Seite, sondern deutlich erkennbar von einer anderen, Die ein Interesse daran hat, die deutsche Einigkeit zu brechen und die endgültige Einverleibung Südwestafrikas in die Union herbeizu- führen Die angekündigten Maßnahmen finden da­her nicht nur keine Begründung in der Haltung ber deutschen Bevölkerung des Mandatsgebietes, sondern sie v e r st o ß e n auch gegen das der Union übertragene Dölkerbundsmandat.

Felsblock gefahren, so daß eine Bootswand einge­drückt wurde und Wasser einbrang. Zwei der Lur­chen sprangen ins Wasser und retteten sich an das Ufer, während die übrigen Insassen samt dem Boot von den Wellen abgetrieben wurden.

Bestrafung eines betrunkenen Kraftfahrers.

Das Kasseler Schöffengericht verurteilte den 25- ährigen Willi Kramer aus Fritzlar wegen fahr­lässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu 2V- Jahren Gefängnis. Kramer war am 6. September beruflich mit seinem Lieferwagen nach Eschwege gefahren und hatte an der Kirmes in Niederhone te.f~enommen. In betrunkenem Zustand trat er Jie Rückfahrt an und fuhr in eine von der Kirmes heimkehrende Menschengruppe. Ein Toter und vier Verletzte waren die Opfer seines Leichtsinns.

Schreckliche Bluttat eines Geistesgestörten.

In Goringswald (Sa.) spielte sich in einer der letzten Räche eine schwere Bluttat ab. Der In­valide Rudolf Lange erschlug mit einem Beil nacheinander seine 34jährige Ehefrau und seine bei­den Töchter im Alter von zwölf und acht Jahren. Seine beiden Söhne im Alter von dreizehn und zehn Jahren ließ er unbehelligt. Nach der Tat teilte sich Lange selbst der Polizei. Anscheinend handelte er in einem Zustand von Geistesgestörtheit.

Unglückstag

bei einem englischen Bombengeschwader.

Von sieben Bombenflugzeugen des 102. englischen Bombengeschwaders, die geschlossen vom Aldegrove- Flugplatz in der Nähe von Belfast aufgeftiegen waren, erreichte nur eines fein Ziel. Eine der Maschinen ging in Flammen auf, nachdem sie gegen einen Berg geflogen war. Drei der Insassen verbrannten. Von einer zweiten Maschine, die ebenfalls verbrannte, wurde ein Mann schwer verletzt. Aus der dritten Maschine sprangen alle vier Insassen mit Fallschirmen ab und konnten sich ret­ten. Auch diese Maschine verbrannte beim Absturz. Drei weitere Maschinen machten eine Notlandung, bei der ein Apparat beschädigt wurde.

Besorgnisse um einen englischen Fischdampfer.

In dem englischen Fischereihafen Fleetwood herrscht ernste Besorgnis über das Schicksal des FischdampfersOdama", der mit einer Besatzung von 12 Mann am 27. November ausgelaufen und zum letzten Male in der Nacht zum 3. Dezember gesehen worden war. In jener Nacht hatte ein überaus schwerer Seegang geherrscht. Es wird befürchtet, daß das Schiff gekentert und mit der gesamten Besatzung gesunken ist.

Wetterbericht

des Reichswelterdienstes. Ausgabeork Frankfurt.

Vom Atlantik ist ein kräftiger Sturmwirbel tn das Nordseegebiet vorgestoßen und macht sich auch in den deutschen Küstengebieten durch heftigen Süd­sturm bemerkbar. Auch bei uns wird sich die Leb­haftigkeit der Witterungsoorgänge rasch und er­heblich verstärken, wobei zunächst in großer Ver­breitung Regenfälle zu erwarten sind. Anschließertt» setzt sich das sehr unbeständige und zu Niederschlä­gen geneigte Wetter fort.

Aussichten für Dienstag: Zunächst ver­breitete Regenfälle und bei zeitweise stürmisch auf­frischenden südwestlichen Winden mild, später wieder mehr wechselnde Bewölkung.

Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzu­fuhr aus West Fortdauer der unruhigen und zu Niederschlägen geneigten Witterung.

Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags 0,3 Grad Celsius, abends 0 Grad; am 14. Dezember: morgens1,3 Grad. Maximum 0,4 Grad, Mini­mum heute nacht1,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abends 0,6 Grad, am 14. Dezember: morgens 0,6 Grad. Schnee 0,8 mm.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantworllich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

, Aur-sU P Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935

Eine Begrüßungsfeier für General Faupel in Salamanca. Salamanca, 13. Dez. (DNB.) Zu Ehren des deutschen Geschäftsträgers, Gene­ral Faupel, wurde im Kolosseumtheater eine vaterländische Feier veranstaltet, an der u. a. auch der oberste Falangistenführer Hedilla teilnahm. Die Kundgebung wurde eingeleitet mit der spanischen Legionärhymne und den deutschen Nationalliedern, die von den mehr als 3000 An­wesenden begeistert mitgesungen wurden. Im Mit­telpunkt der Veranstaltung stand tue Vorfüh­rung der FilmeWeltfeind Nr. 1" und Triumph des Willens", die mit Hochrufen auf das neue Deutschland begrüßt wurden. Der frühere Korrespondent einer nationalen Madrider Zeitung in Berlin schildert unter dem Beifall der Anwesenden das Nationalsozialist r sch e Deutschland und die Aufbauarbeit Adolf Hitlers.

Gudwestafrika und dieGüdafrikanischeLlnion

Berlin, 12. Dez. (DNB.) Die Regierung der Südafrikanischen Union teilt mit, daß sie weder beabsichtige, S üd w e ft a f ri fa als eine fünfte Provinz in die Union zu über­nehmen, noch das Mandat einer ande­ren Macht zu übertragen. In dem Bericht wird ein Gesetz angekündigt, das es Ausländern einschließlich nicht naturalisierten Deutschen unmög­lich machen soll Mitglieder politischer Orgamsatio- nen oder anderer Körperschaften 3^ n

denen ihre Mitgliedschaft von dem ^^rnftrator für nicht wünschenswert erachtet wird. Die Regie- runa sei entschlossen, die Ausübung irgendeines Zwanges au Deutsche durch ausländische Führer zu unterbinden. Unter solchen ^u5Ianöt^^^en gu^ rem wird auch der Führer des Deutschen Bundes genannt. Die Regierung stützt tÄülks

flärung auf den Bench :

der vor einiger Zett mit der Klärung oei ^nge legenheit beauftragt worden war.

unb* ein(eitiger Ä -verlegter Sachdarstellung

Eier Selbstbeherrschung b«wi-!endabst«d° Geselle der Mandatsregierung gewii senh ast achten. Im Mandatsgebiet herrscht