$J.4por<
nung.
Wenn einer eine Reise tnt
Handball im Sporlkreis Gießen
konnte.
WM
Nachdruck verboten!
23. Fortsetzung.
Tv. To. Tv. Tv.
Alle Spiele der Jugendklasse brachten die erwarteten Ergebnisse. Ueberall aber lösen sich die einzelnen Spitzenkönner bereits merklich von den schwächeren Mannschaften, so daß man wohl bald die Tabellenführer wird feststellen können.
nügend Torgelegenheiten hatte, 311m Schluffe geschlagen bekennen.
V f B. - R. 3. I g d. — 1 9 0 0 3. Igd. 0 :2. Im Lokalspiel der dritten Jugend-Mannschaft siegten bei ansprechenden Leistungen beider Mannschaften die 1900.er verdient.
Staufenberg 1. Igd. — V f B. - R. 3. I g d. 2 : 4. Die vierte Jugend überrascht nach der angenehmen Seite. Sie konnte in Staufenberg ein auf Grund des Spielgeschehens gerechtfertigten Sieg erringen. ,
Sportfreunde Wetzlar 1. Schuler — VfB.-R. 1. Schüler 3:1. Nach mehreren Siegen mußte die 1. Schülermannschaft in Wetzlar eine Niederlage hinnehmen. Diese wird nur dadurch verständlich, wenn man berücksichtigt, daß zwei Spieler der Gießener während des Spieles auf Zeit
Klein-Linden I — Llch I 1:1 (0:0).
Am Sonntag standen sich die beiden Mannschaften von Klein-Linden und Lich im Kampf um die Punkte gegenüber. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Das Spiel begann mit schnellen Vorstößen auf beiden Seiten, die Verteidigungen waren jedoch auf der Hut. Allmählich gewannen aber die Gastgeber mehr die Oberhand; ihre Schußunsicherheit im Sturm ließ allerdings keine Erfolge erzielen. Auch in der zweiten Halbzeit war es nicht anders. Die Gastgeber drängten weiterhin. Aber erst in der Mitte der zweiten Halbzeit gelang es dem Halblinken im Anschluß an eine Ecke, zum 1:0 einzuköpfen. In den letzten Minuten konnten die Gäste einen Fehler der einheimischen Hintermannschaft zum Ausgleich ausnützen und so einen wertvollen Punkt mit nach Hause nehmen.
Staufenberg I — Treis a. d. Lda. I 4:0.
Zum fälligen Verbandsspiel traten sich die ersten Fußballmannschaften von Staufenberg und Treis gegenüber. Staufenberg hatte mehr vom Spiel und gewann verdient mit 4:0. Die 1. Jugend von Staufenberg verlor gegen VfB.-R. mit 2:4 Toren.
Gpielvereiriigung 1900 (Hießen.
Den Mannschaften der 1900-Jugend waren am
Großen-Linden 2. Jgd. — VfB.-R.
2. Jgd. 2:0. Die 2. Jugend lieferte in Großen-
Linden ein vollkommen zerfahrenes Spiel. Während. lw»r v----- .
des ganzen Spieles konnte die Mannschaft sich nicht I Hingabe beider Mannschaften verdienen Anerken- zusammenfinden und mußte, obwohl auch sie ge-1 nung.
Oberkleen — Tv. Lützellinden 6:10 (2:8) Münchholzhausen — Tv. Atzbach 12:4 (8:1) W.-Niedergirmes — Tv. Wetzlar 2:17(2:11) Garbenheim — Tv. Burgsolms 8:2 (3:1) Tv. Gang-Göns — Tv. Grüninaen 11:1 (6:1) Tv. Allendorf (Lda.) — Tv. ßollar 13:3
Soviel Schicksals-Schläge machen den stärksten Mann mürbe. Hase entsann sich eines alten Plans — einer Erholungs-Reife nach Böhmen. Pünktlich war er an der Bahn, mit Sack und Pack beladen. Wer nicht kam, war der Zug. „Der fährt jetzt eine halbe Stunde früher!" sagte der Mann mit der rote» Mütze. „Es stand doch überall zu lesen, daß wir seit Sonntag neuen Fahrplan haben!" Hase weiß wiedermal von nichts. Er macht bloß Augen wie Untertasten. - Der nächste Zug ging erst am Abend . . .
Tja — hätte er Zeitung gelesen!
Die kündigt sowaS vorher au, worauf man sich Verlagen kann!
herausgestellt waren.
VfB. -R. l.Schü le r — Wieseckl. Schuler 2:2. In dem Spiel der 2. Schüler mar bei den Gästen eine Formverbesserung unverkennbar. Beide Mannchaften lieferten ein schönes und auch in technischer Hinsicht gutes Spiel. ..
VfB. -R. 3.Schül. — Launsbachl.Schul. 0 : 2. Die dritte Schülermannschaft mar körperlich zu schwach, um gegen die Launsbacher 1. Schülermann- I schäft sich durchsetzen zu können. Der Eifer und die
u' in btt ^errn teilet «Ulfs ' W met hen
fünf Jahren zurück-
tiche Staats- : .. Klasse der neuen . und 21. Ott. statt, nsürsorge der n Fortsehukig ihrer m der Krießsbeschä- ?oft in nächster Zeit !
Toftbetriebsarbci« übernehmen. Die lügt worben, ber= anerkannter meß- miet VS v.h. aber . ernt ^vMechV't Met halten, ohne am 1. November offnem anzunehMn, anzustellen. Vom;. | das LeamtenverhM' hme zugunsten der , daß der zu W ^sozialistischen ®efuv ktereigenschaft, leinen mg als Beamter ge-
W6 dci>
Ber‘3f1?.°$ Dolt ’J.ief
Rätselhafte Erkrankungen B-i -i-ien Kranihei.
■' len rote Herzmuskel-
und Nierenentzündungen, Gelenkrheumatismus usro., läßt sich oft schwer die Ursache feststellen. Nur durch Zufall stellt sich dann häufig heraus, daß die Zähne der eigentliche Krankheitsherd sind. Kranke Zähne vergiften nämlich den Körper, sobald durch sie Krankheitserreger in den Blut- kreislauf gelangen. Beweist dies nicht, rote gefährlich es ist, wenn man die Pflege der Zähne vernachlässigt? Jeden Abend und Morgen Chlorodont — das sollte deshalb für alle, ob jung ober all, zur Selbstverständlichkeit werden!
btt to„.
|lrQhe 20r v0* er, stzr"', unb i Ä rHe
König- .
o6er (einen
nichts half, nahm ich den Rest und fuhr nach Friesland. . .
Dort hätte ich Fischer roerben können, ein kleines Haus erben, einen netten Kahn, aber die Sache hatte einen Haken. Es gehört ein Mädchen dazu. Und dieses Mädchen wollte ich nicht," lachte Leonhardt im Wolde. „Außerdem fehlten mir da oben meine Kameraden vom Wedding."
„Das Ganze ist mir ein Rätsel," ruft Hanna. Sie hat scharf beobachtet, während im Wolde, die Hände in den Taschen, auf und ab ging und wie mit sich selber sprach. Jetzt nimmt er die Hande wieder aus den Taschen und geht hinter den La- denttsch, weil jemand kommt. Ein junges Mädchen verlangt einen Roman, den man früh und abends in der U.-Bahn lesen könnte. Wolde gibt ihr einen und ist ganz abwesend dabei. Als die Tür wieder zuklinkt, fängt Hanna von neuem an.
„Sie haben aber doch einen Wagen, einen fabelhaften Wagen! Das paßt doch gar nicht zu Ihrer Geschichte!"
„Sehen Sie, das paßt vielleicht ebenso wenig zu meiner Geschichte, wie dazu, daß Fräulein Brandes in meinem bescheidenen Laden sitzt und sich meine für sie doch höchst nebensächliche Geschichte anhört. Es ist sicher auch unpassend, daß ich sie Ihnen erzählt habe. Aber manchmal läuft man über, und das passiert eben auch mal an einer verkehrten Stelle. Es tut einem ganz gut, mal nut einer Frau zu sprechen, ich kenne gerade nur meine brave Putzfrau und das Ekel, die Habermann. Die Geschichte mit dem Wagen — ja, sehen Sie, Fräulein Brandes, das ist nun so meine fixe Idee. Ich hab' da was vor — aber das ist nur was für Männer." . . , .
Ach so," sagt Hanna verständnisinnig uno lächelt wieder. Er sieht wirklich wie ein großer Junge aus; er ist das ganze Gegenteil von Her- bing, äußerlich und wohl auch innerlich. Herbmg hat keine rechte Heimat, er ist zwar Nicht überall zu Haus, aber es fehlt ihm auch an der Seßhaf tiateit die nötig ist, um eine Heimat zu haben. Der hier zieht mit einem Friesenzimmer deruul Un,%i?afagten ^ba vorhin, mir seien Nachbarm Fräulein Brandes," lenkt lm Wolde ab. „Wie meinten Sie denn das?'
(Fortsetzung folgt)
1. Kreisklasse.
Tv. Garbenheim — Tv. Hörnsheim 4:7 (3:2).
Wenn Hörnsheim dieses Treffen trotz einer knappen Halbzeitführung der Platzbesitzer gewinnen konnte, so ist das nicht zuletzt ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Jeder einzelne Spieler tat sein Möglichstes und dieses Plus gegenüber dem Gegner war für den Spielausgang entscheidend. Denn daß Garbenheim im Kommen ist, das bewies dieses Spiel aufs neue.
Tv. Herborn — Tv. Dorlar 8:10 (3:3).
Dorlar hat das schwere Spiel in Herborn glücklich überstanden. Die Mannschaft spielte so, wie sie spielen mußte: vorsichtig! Dadurch aber konnte sie den ungestümen Angriffen ausweichen und im Endspurt einen knappen aber verdienten Sieg sicherstellen.
Tv. Dutenhofen — Tv. kahenfurt 12:6 (6:2).
Dieses Spiel hat gezeigt, daß Katzenfurt für manche Mannschaft' noch eine Klippe bedeuten wirb; benn Dutenyofen hat keinesfalls so sicher ge-
ä5ö-nt !
■"gfaiWSams,
l,"Wefmnnl‘ ‘
1 her °tM Dießen
I l1Qttfinbet. jeber bie L hierüber "J*". im Beruf 14lW im Heu- ^bauten Retters n oyofsmauer, die ^m.lienhächr in ? 1 am eübabt)ana j us, auch für ün beginnen lassen. 1 R vor Eintritt ; llllt merben.
bie in Leiner an bet ppenbeim; Dienst- ^esstelle für einen i'Schule in Bie- geräumige Dienst- Erstelle für einen Mule in Nie - n; Dienstwohnung fcitber Organisten' e für einen latho- ile in vppers- i Nvoimung ist vor- en seit mindestens f egt unb eine An- '
Sonntag schöne Erfolge beschieden.
1900 1. Igd. — VfB.-R. 1. I gb. 2 : 3. Die Umstellung in ber 1. Jugend bewährte sich auf das glänzendste. In ber Mannschaft war kein Versager. Es muß hier von vornherein betont werden, baß die beiden Mannschaften sich ein Spiel lieferten, wie man es von Jugenbmannschasten nicht oft zu sehen bekommt. Von Anfang an entwickelt sich ein harter aber fairer Kampf um bie wertvollen Punkte. 1900 war vorerst leicht überlegen unb behauptete diese Überlegenheit bis in bie zweite Halbzeit. Herrliche Angriffe wurden von beiden Mannschaften immer wieder vor das gegnerische Tor getragen und oft mußten die Torleute heftig eingreifen. Bei Halbzeit war ber Kampf noch nicht entschieden. Unvermindert ging das Tempo weiter und bald gelang es dem Halblinken ber Blauweißen durch ein schönes Tor feiner Mannschaft bie Führung zu erringem Jer . Gegner fiel merklich zusammen, lediglich der Mittel-
•e tum Buhme oer Türmer der Grünweißen war es, der seiner Mann-
unbyityreube Rückhalt bot und ber auch kurz vor
»Tab«r * « Hl-erwartungen, uns Sen des dies- « *4 des gonze"
ben, man muß hineinwachsen können und bazu 1 braucht man Zeit. Dazu brauchen vor allem Men- 1 chen wie Sie Zeit. Das hat nichts mit Ueberheb- i lichkeit zu tun, wenn ich Ihnen bas sage, Fräulein : Branbes. Wir müssen immer Ruser bleiben, immer । Sauerteig, benn nur bas ist Leben. Es geht nicht allein barum, hungerige Mägen fatt zu machen, ober Arbeitslose in ben Arbeitsprozeß einzuschalten und ihnen wieber einen Sinn ihres Lebens zu geben, es geht hauptsächlich barum, unserer Na- i ion wieder ben Sinn zu geben."
„Dazu haben wir eine Regierung," sagt Hanna.
Das Gespräch reizt sie zum Wiberspruch. Es hat noch nie jemand mit ihr bavon gesprochen, auch John nicht.
„Die Regierung würbe burch ben Willen bes Volkes unb ben Willen bes Volkes prägte langsam unb zäh vierzehn Jahre hindurch ein einziger Mann. Er unb bas Volk sinb eins, er wirb niemals satt unb träge werben, aber um bas Volk im Kampf hart zu erhalten, es sich nicht wieber auf die faule Seite drehen zu lassen, weil ja einer da ist, der es schon machen wird — darum geht es. Diesen harten Kampf um die Erhaltung, ben Ausbau finden Sie überall. Wenn Sie nicht nur schöngeistige, zeitlose Bücher lesen würben, könnten Sie es auch feststellen, Fräulein Branbes. Es gibt Bücher, bie für bas ganze Volk geschrieben sinb, und bie von allen verstanden werben, nicht nur von einer kleinen Schicht, bie ben Anspruch auf bessere Bilbung erheben kann. Die Schriftsteller sollten den Ehrgeiz haben, in jedem Bücherschrank zu stehen, nicht nur in ben Bibliotheken ber Nurgescheiten. Dann haben sie auch bie richtige Daseinsberechtigung."
Nun lächelt Hanna Brandes aber doch. Nicht spöttisch ober hochmütig, sie freut sich an bem Eifer und finbet bas sehr nett. Sie ist auch ein bißchen nachbenklich geworben, aber sie kann sich einfach nicht oorftetten, was sie selber tun unb lassen soll, i „Das war eine hübsche kleine Abreibung. Herr : im Wölbe. Es ist nicht uninteressant für mich, unb - ich werbe nun manchmal vorbeikommen, wir sinb i nämlich Nachbarn. Ich möchte nur noch eins gern > wissen Wo kommen Sie eigentlich her? Ich kann t Ihren Namen in keine Lanbschaft hineinbringen. ? „Dann müssen Sie nach Friesland fahren, Frau- - lein Brandes. Die im Wolde's sitzen da oben, und
wui 8riU"ie
t t0 To r allem hauen und ufea. Sie gerne denn w>rlu" en:
wenn mein Vater nicht so früh fortgemußt hatte, säße ich ba wohl auch noch. Vielleicht als Lanb- wirt. Vater war Gutspächter unb hatte viel vor. Der Krieg hatte einen Strich durch seine Rechnung gemacht. Vater fiel im Westen, Weihnachten 1914. Pon dem friesischen Traum für seinen Jungen ist nicht viel übrig geblieben, — ein Zimmer, mit dem ich herumgezogen bin."
„Ein Zimmer?", fragt bas Mädchen erstaunt. „Wie kann man benn mit einem Zimmer herumziehen, wenn man frei unb lebig ist, bas hemmt boch nur."
„Natürlich hemmt es, aber ich brauche es ganz einfach," sagte im Wölbe schlicht. „Meine Großeltern unb meine Eltern haben barin gelebt, und ich tue bas nun auch. Es war ja auch so ziemlich alles, was sich meine gute Mutter aus Inflation unb sonstigen Fehlschlägen für sich gerettet hatte. Vielleicht wäre es besser gewesen, sie wäre in Frieslanb geblieben, so verloren wir jeben Grunb unter ben Füßen, und ich war damals noch viel zu klein, um den Sinn dieses Auswanderns zu begreifen. Ich habe später aber darunter gelitten."
„Aber warum sind Sie benn nicht zuruckgegan- gen! Ich kann mir auch nicht benfen, baß Sie sich in Berlin wohlfühlen. Ich verstehe bas sogar sehr gut, Luft und Wiesen gegen Asphalt unb Stickig- keit, ist boch ein Unterschieb."
Hanna Branbes hat sich wieber in ben Stahlsessel ge etzt, sie vergißt ganz unb gar, baß Mittags- zeit ist, unb daß Liesst Gottschalk sich selbst über ihre Hilfe, bie sie ihr so großartig angeboten hat, rounbern wirb. Aber bieser blonbe Junge ist sicher auch viel allein, vielleicht tut es ihm gut, mal zu reben, wie jetzt, außerdem möchte sie nun wirklich gern wissen, wie er sich so fein Leben eingerichtet , lebte bei meiner Mutter, bis sie starb. Sie hatte eine entfernte Verwanbte in ber Mark, und ■ da waren wir untergekrochen Es ging uns nicht i gut, bei Gott nicht. Mal hatte ich eine bescheidene i Stellung, mal feine. In den letzten Jahren mei- i ftens feine. Es wurde ein bißchen besser als Tante i Ada starb, sie vermachte uns 'hr Spar- ' kassenbuch mit eintausendfünfhundert OTart Davon . nab mir Mutter fünfhundert; ich sollte nach Berlin > gehen und mein Glück versuchen, als auch das
Große (Straffammer Gießen.
Der erheblich (auch einschlägig) vorbestrafte, aus der Untersuchungshaft vorgesührte Ludwig Born, 37 Jahre alt, aus Metz, z. Z. ohne festen Wohnsitz, stand unter der Anklage bes Rückfalldiebstahls. Der Angeklagte war nach Verbüßung einer Freiheitsstrafe aus einem Zuchthaus entlassen worben unb trieb sich bann im Lande umher, sich bettelnb unb durch Diebstähle ernährend. So stahl er im Juni dieses Jahres in Ober-Eschbach aus einem Küchenschrank in einem unbewachten Augenblick eine Geldbörse mit 21.30 Mark. Einer Frau, die hinzukam, erklärte er, daß er Versicherungsvertreter sei und mit ber Hausbewohnerin eine Lebensversicherung abschließen wolle. Kurz nach bem Weggang des Angeklagten bemerkte man ben Diebstahl unb verhaftete ben Angeklagten. Da bie seitherigen erheblichen Vorstrafen auf ben Angeklagten nicht den geringsten Eindruck gemacht hatten, würbe er
„Na, vielleicht ist es notwenbig. Ich habe sehr wenig Verbindung zum Leben außerhalb unseres Hau es gehabt; das ist in Ihren Augen sicher ein Fehler gewesen. Es liegt wohl in der Hauptsache daran, daß mir jeder Anreiz fehlte eine andere Ordnung als die bestehende zu wünschen. Politik und Not lag außerhalb, ich war immer satt.
„Es gab auch Satte, die trotzdem zu uns hielten und uns verstanden. Es war ja auch 5E Revolution des Magens, Fraulem Brandes Gott behüte! Das kam erst in zweiter Lmw Es ging um die großen Dinge und um eine Weltanschau unq heute sage ich Ihnen damit nichts Neues sie Eden j° w°h, wenigsten- eine Ze.inng lesen ober Nqä°nna°B"ranbes ist versucht, zu lächeln, aber sie kann e- nicht. Sie suhlt sich an Er Stelle ge packt, die bisher noch feiner angerührt yat und ihr '"'^1ese^n7Zeitun72" höre nur gunz sel- te?E Ich lese nie? Bücher und. treibe Sport unb beschäftige mich mit meiner Katz.
in Ihren Augen ja nicht viel fein.
^ebe 'Reit in ber man lebt, verpflichtet. Auch di-^damalig-' v-rpslichtet-, nur 'm and°r-n^Smn-. Damals mußten wir wiber den ^ach w>c;hc6 h-ut- müssen wir s-schalt°n und umbauen. Beweist grundverschieden, das Heute ist $ , Auffassung schwerer. E- muß - n,J5
muß immer der Sturmriemen umg-bund-n f™
„Ewiger Revolutionär, Herr im Wow« t Man sollte dem Volke Ruhe «annen. Nicht -w>»°r R°^ vvlutionär, dann sollte man lieber IN die Hexen küchen der alten und neuen Welt E«nndern und anderen die Kastanien aus d-m F-u-r holen. Ich meine etwas ganz anderes. Wir' s cy Ende, wir stehen am Anfang, wir sind ja nicht alle von heute auf morgen zu neuen Menschen geroor
UH ~ . LUI IHCL UCi wiunwmjvi. ---* --->-
uudzuriZreM nod) Rückhalt bot und der am
• m,r Schluß zwei grobe Fehler bes rechten Verte,bigers ausnützte unb für seine Mannschaft ben Sieg errang.
1900 2.3 gb. — Garbenteich 1.1gd. 5:3. Die zweite Jugend rechtfertigte bie in sie gesetzten Hoffnungen unb errang nach Hartern Spiel einen schonen Sieg gegen Garbenteich. Zuerst konnte sich die Mannschast auf dem schlechten Platz nicht finden unb lag bis zur Halbzeit mit brei Toren im Hintertreffen. Nun aber wandte sich bas Blatt unb fünfmal gelang es bem Sturm, nach schöner Kombination ben gegnerischen Torhüter zu schlagen.
Die brüte Jugend gewann auch ihr drittes Spiel mit 2:0 gegen ben Lokalgegner.
1900 1. Schüler — Leihgestern 1. Schüler 5:0. Einen schönen Sieg brachte die Schülermannschaft aus Leihgestern mit nach Hause. Die kleinen 1900.er zeigten ein schönes Spiel und so konnten, da besonders ber Sturm sich von seiner beisten Seite zeigte, bie Erfolge nicht ausbleiben.
LfB.-ReichSbakn Gießen.
wonnen, wie etwa bas Ergebnis besagt. Im Gegenteil, Katzenfurt spielte so schön, baß man ber Mann- chaft wirklich ein besseres Ergebnis gewünscht hatte. Die Platzbesitzer spielten vor allem im Sturm reichlich unsicher unb viel zu eigennützig. Das aber konnte Katzenfurt ausnützen, wenn nicht ein bei» pielloses Schußpech vorhanben gewesen wäre.
2. Kreiskla^e.
To. Hausen — Tv. Wetzlar 2. 8:13 (4:6)
Tv. Wißmar — Tv. Lonbors 10:2 (4:2)
Tv. Lang-Göns — Tv. Lich 10:4 (3:2) Tv. Allenborf — Tv. Nauborn ausgef.
Tv. W.-Niebergirmes 2. — Tv. Dutenhofen 2. 7:5.
Die Gäste kamen mit einer aus Spielern ber 1. Mannschaft durchsetzten Elf an, fo daß Hausen schon von vorneherein keine Aussichten hatte, zu gewinnen. Immerhin hat sich bie Platzmannschaft sehr gut geschlagen, wenn es auch zu einem Siege nicht langte. Wißmar hat Londorf sicherer als erwartet schlagen können. Auch Lang-Göns konnte wieder einmal mehr beweisen, daß es so leicht keine Mannschaft zu fürchten braucht.
Jugendklasse.
Tv. 1846 Gießen — Tv. Krofdorf 16:2 (9:1) Mto. Gießen 1. — Mtv. Gießen 2. 18:1 (8:0) Spv. 1900 Gießen — To. Dutenhofen kfl. f. D. Tv. Ebers-Göns — Tv. Hochelheim 5:12 (4:5)
Derbandsipieie in allen Klaffen. ;
Das Reichsfachamt Handball hat mitten in der Verbandsrunde eine Grohwerbung für den Handball durchgeführt. Auch bei uns im Gau fanden zwei derartige Begegnungen statt, unb zwar war es einmal ein Verbanbsspiel, bas den MSP. Hanau unb ben Tv. Kesselstabt zusammenführte unb das die Soldaten knapp gewinnen konnten. Das andere Spiel stieg in Kassel, und zwar unter der Parole „Militär gegen Zivil". Die Derbandsspiele, bie nach der Erntedankfestruhe wieder voll einfetzten, brachten überall erwartete Erfolge, wenn auch einige herbe Enttäuschungen nicht fehlten. So verlor in bem Spiel
Tufpo. W.-Niedergirmes — SpD. 1900 Gießen Gießen klarer noch als bas Ergebnis besagt mit 10:6 (6:4). — Wenn auch Gießen anfänglich stark brückte, so gelang es den Platzbesitzern, sich immer mehr frei zu machen. Eine anfängliche kleine Führung ber 1900er wurde aufgeholt und mit 2 weiteren Treffern ber Halbzeitstanb sichergestellt. Nach ber Pause flaute bas Spiel stark ab, beibe Mannschaften hatten sich zu sehr ausgegeben. Trotzbem gelang es Niebergirmes, burch 4 weitere Tore seinen Enb- sieg sicherzustellen. 1900 hat seinen Anhängern eine große Enttäuschung bereitet. Von seiner einstmaligen Stärke ist nichts mehr vorhanben. Die Mannschaft spielte oft birekt hilflos und der Sturm vergaß bas Schießen vollständig.
Tv. Münchholzhausen — Tv. Lützellinden 7:4 (4:3).
Wer annehmen wollte, daß Münchholzhausen so sicher, wie das Ergebnis besagt, gewonnen hätte, irrt sich. Die Gäste waren ihrem Gegner in bezug auf die Mannschaftsleistung ohne Zweifel überlegen und nur bem guten Tormann kann es Münchholzhausen verdanken, daß es bie Führung bis zum Schluß hatten unb so zwei wichtige Punkte buchen
zu einer Zuchthaus st rase von drei Jahren unb zur Kostentragung verurteilt. Außerbem mürben ihm bie bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von fünf Jahren aberkannt unb die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen.
Der W. B. aus H. würbe wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem minderjährigen Mädchen zu einer Gefängnis st rafe von sieben Monaten, abzüglich zwei Monate eine Woche ber Untersuchungshaft, verurteilt.
Wegen Vornahme unzüchtiger Hanblungen an einer männlichen Person unter 21 Jahren würbe ber F. H. aus Gießen zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr unb zwei M o - n a t e n unter Anrechnung von brei Monaten zwei Wochen Untersuchungshaft verurteilt.
Der aus ber Untersuchungshaft vorgesührte Konrad Runkel aus Altenstadt wurde wegen Blutschande zu. einer Zuchthaus st rafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Drei Monate Untersuchungshaft wurden dem Angeklagten anqerechnet. „ , ,, „, ..
Wegen Verbrechens nach § 175 hatten sich bie Angeklagten R. B., 22 Jahre alt, und ber F. E., 22 Jahre alt, beide aus Gießen, zu verantworten. Die Angeklagten haben Ende 1935 und anfangs 1936 mit mehreren jungen Burschen unzüchtige Handlungen vorgenommen. B. wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, E. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
§ußball-Länderspiel Deutschland gegen Schottland im Rundfunk.
Wieder wartet bie beutsche Fußballgemeinde mit Spannung auf die Übertragung des Fußballänder- spiels Deutschland—Schottland, bas am Mittwoch, dem 14. Oktober, in Glasgow zum Austrag gelangt. Oer schottische Fußballverband hat die Genehmigung 5U einer direkten Übertragung nicht erteilt. Um jedoch ben Hörern bes deutschen Rundfunks noch am gleichen Tage einen umfassenden Bericht von dem Ländertreffen übermitteln jju können, überträgt ber deutsche Rundfunk am heutigen Mittwoch von 22.15 bis 22.30 Uhr einen Augenzeugenbericht aus Glasgow.
ZußbaN im Turnverein Großen-Linden
Großen-Linden 1 — Heuchelheim II 3:2 (2:0).
Am Sonntag waren alle Mannschaften des Tv. Großen-Linden erfolgreich. Die Erste hatte die Zweite von Heuchelheim zum Gegner. Vom Anstoß an gingen bie Platzbesitzer in Führung, die sie kurze Zeit später durch einen schönen Schuß des Linksaußen auf 2:0 erhöhten. Die Gäste stellten nun einen neuen Mann zwischen bie Pfosten, ber sich glänzend schlug. Ihm haben bie Gäste in erster Linie bas knappe Resultat zu Derbanfen. Nach der Pause kam bie Platzelf nur noch zu einem Tor, während die Gäste deren zwei entgegensetzen konnten.
Vorher spielte bie 2. Jgb. gegen bie gleiche vom VsB.-R. Gießen. In biefem Spiel waren die Platzbesitzer klar die Besseren und kamen zu einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg.
Die 1. Jgd. weilte zum fälligen Pflichtspiel in Steinberg und konnte hier bei schlechten Platzverhältnissen einen knappen verdienten Sieg landen. Spielabteilung $».1889 Klein-Linden
MWUNkMM
Vornan von Ilse Schuster.
Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68


