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unter die Maxime stellte:Ich bin der erste Diener meines Staates", so ist die Lösung heute in dem Wort des Führers des deutschen Volkes wieder lebendig geworden: .G e m e i n n u tz geht vor E i g e n n u tz!".

Das nationalsozialistische Ideal der Volksge­meinschaft ist nicht Vorstellung geblieben, son­dern ein bis dahin zerrissenes, ausgebluleles Volk hat es zur Selbstbesinnung auf die un­erschöpflichen Werte der Gemeinschaft und da­mit zu den Quellen seiner Kraft zurückgeführt. So ist das volksgemeinschaftliche Ideal zu einer gewaltigen Realität in Deutschland geworden.

Als Adolf Hitler zum Winterhilfswerk des deutschen Volkes aufrief, stand das ge­

samte deutsche Volk bereit, zu opfern und zu helfen. Jeder hatte erkannt, daß er selbst nicht mehr von der Gemeinschaft verlangen konnte, als er selbst bereit war, ihr zu geben. Der Redner schloß:

Weil wir im engen Raum Deutschlands den Werk der Gemeinschaft erkannt haben, bejahen wir ihn auch in unserem Verhältnis zu den anderen Völkern. So wird der Gedanke der Volksgemeinschaft nicht nur von wesentlichster Bedeutung für die Maßnahmen sozialer Arbeit im Rahmen der Einzelgemeinschaft, sondern verdient allgemeine Beachtung in den Be­

ziehungen der Völker zueinander."

England gibt in Montreux nach.

Zurückhaltung der Jtuffen und Franzosen.

Montreux, 13. Juli. (DRV.) Zur Vorberei­tung der entscheidenden Sitzungen der Meer­engenkonferenz haben am Montagnachmit­tag die Besprechungen zwischen den Hauptdelegier­ten wieder eingesetzt. Litwinow hatte eine längere Unterredung mit dem aus London zurück­gekehrten englischen Delegierten Rendell. Spä­ter verhandelte Paul-Boncour mit dem tür­kischen und dem russischen Außenminister. Wie man hört, enthalten die neuen Richtlinien des englischen Kabinetts ein völliges Nachgeben in der Frage der Durchfahrt russi­scher Kriegsschiffe in Friedenszeiten; hierfür soll keine quantitative oder qualitative Beschränkung mehr vorgesehen sein. Für den Artikel über die eoentl. Erfüllung von Völkerbundsver­pflichtungen und regionalen Bei- standspakten schlägt England eine Kompro- m i ß f o r m e l vor, die in russischen und fran­zösischen Kreisen mit großer Zurückhal­tung ausgenommen wird.

Englands Kompromißvorschlag.

London, 14. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach britischen Berichten aus Montreux ist mit einer Einigung über die hauptsächlichsten Streitpunkte auf der Meerengenkonferenz in den näch­sten Tagen zu rechnen.

Daily Telegraph" schreibt, in britischen zuständigen Kreisen hoffe man, daß bis zum Wochenende eine für alle Parteien an­nehmbare Konvention entworfen werden könne.

Nach einer Reuter-Meldung wird die sowjet­russische Forderung, daß Kriegsschiffe nicht nur bei der Vollziehung der Völkerbundssatzung gegen einen Angreifer, sondern auch in Erfüllung gegen­seitiger Unter st ützungspakte freie Durchfahrt durch die Meerengen haben sollen, auf Wunsch Großbritanniens fallen gelallen

werden. Stattdessen würden einige Länder mög­licherweise Erklärungen abgeben, oder in Son - der-abmachungen mit der Türkei eintre­ten. Ferner werde man sich wahrscheinlich in Bälde über die folgenden Punkte einigen:

1. Rußland soll das Recht haben, in Frie­denszeiten feine Kriegsschiffe frei durch die Meerengen zu bewegen.

2. Für Staaten, die nicht am Schwarzen Meer liegen, soll die zur Durchfahrt z u ge­lassene Tonnage auf 30 000 Tonnen nebst weiteren 8000 Tonnen fürhumanitäre Zwecke" begrenzt werden.

3. Im Kriegsfall, und wenn die Türkei neutral ist, sollen keine kriegführen­den Schiffe durch die Meerengen passieren, es sei denn in Vollziehung von Völker­bundsverpflichtungen.

Sine türkische Erklärung.

Montreux, 13. Juli. (DNB.) In der Vor­mittagssitzung der Meerengenkonferenz gab der türkische Außenminister Rüschtü Aras am Montag eine längere Erklärung über die von dem rumänischen Vertreter aufgeworfene Frage der Wirkung des zu schließenden neuen Abkommens gegenüber den Nichtunterzeichnern ab. Er führte darin aus, daß das neue Abkommen eine all­gemeine Bedeutung haben werde, daß es deshalb nicht angebracht sei, es für die Unterzeichnung oder den Beitritt anderer Mächte offen zu lassen, datz aber die Türkei sich vorbehalte, nötigen­falls mit denjenigen Ländern, die ihr ge­nehm seien, über entsprechende Abmachungen im Rahmen der geltenden Regelung zu verhandeln. In Konferenzkreisen wird angenommen, daß sich diese Erklärung vor allem auf Italien beziehe, mit dessen Beteiligung an der Konferenz die Türkei nicht mehr rechne, v

Das Frontkämpfertreffen in Verdun.

Friedensgelöbnis auf dem Nationalfriedhof von Oouaumont.

Verdun, 13. Juli. (DNB.) Als Sonntagabend die Dämmerung über die Höhen um Verdun zog, begann die große Pilgerfahrt nach Douau- m o n t. Eine Gruppe von 20 Autobussen nahm die deutschen Teilnehmer vor dem Portal des Quar­tiers in Empfang. Von der Plattform des ersten Wagens wehte die Hakenkreuzfahne. In langsamer Fuhrt ging es zunächst durch die Stadt Verdun. Die französischen Frontkämpfer und die Bevölkerung, die den Weg säumten, begrüßten 'die Deutschen wiederum mit besonderer Herzlichkeit. Manche von ihnen machten sich in der Aufgeschlossenheit des Tages den deutschen Gruß zu eigen und riefen mit erhobenem Arm:Heil les A l l e m a n d s", 23 i d e l a p a i x",Es lebe der Frieden!"

Wir sind vor dem Nationalfriedhof von Douaumont angelangt. Die französischen Front­kämpfer nehmen zu beiden Seiten Aufstellung, jeder Mann vor einem Grab. Jedes Grab trägt das gleiche weiße Kreuz. Jedes Grab trägt als einzigen Schmuck rote Rosen. Während Bachsche Melodien aus der Johannespassion durch die Nacht klingen, marschiert die deutsche Abordnung auf das Feld. Ihnen als den tapferen Gegnern ist der Ehrenplatz in der Mitte des Rasens unmittelbar vor dem Turm vorbehalten. Hoch flattert die Hakenkreuzfahne im Winde.

Beethovens Eroica leitet zu dem Höhepunkt der Feier über. Die Stimme eines Sprechers beruft die Toten. Ein Kanonenschuß donnert durch die Nacht. Alle Scheinwerfer und alle Lichter erlöschen. Eine Minute des Schweigens, die allein den Toten ge­hört. Aus der Ferne das HornsignalFeuer ein­stellen!" Von den Ecken des Riesenfriedhofes ant­wortet das gleiche Signal. Ein zweiter Kanonen­schuß. Die Scheinwerfer flammen wieder auf, und nun hallt über die ergriffene Menge das Friedens­gelöbnis:

Well diejenigen, die hier und anderswo liegen, th den Frieden eingelrelen sind, nur um den Frieden der Lebenden zu begründen, und weil es uns unheilig wäre, künftighin zuzulassen, was die Toten verabscheut haben, deswegen schwören wir, den Frieden, den wir ihrem Opfer verdanken, zu bewahren und zu wollen.

Aus allen Kehlen antwortet es:Ich schwöre .

Während jetzt die französischen Frontkämpfer auf den Gräbern, vor denen sie stehen, je eine Blume niederlegen, tragen zwei deutsche Verdun- Kämpfer einen Riesenlorbeerkranz, mit der Hakenkreuzschleife geschmückt, auf die Estrade und legen ihn vor der Fackel nieder, die mit dem Feuer angefacht worden ist, das Schwer­kriegsbeschädigte vom Grab des Unbekannten Sol­daten in Paris nach Verdun gebracht haben. Dann marschieren die Deutschen unter den achtungsvollen Blicken ihrer französischen Kameraden langsam die Stufen zum Beinhaus hinauf, dessen erleuchteten Altar sie im Vorbeimarsch mit erhobenem Arm grüßen. Sie grüßen damit die n am e n- Io s^n Kämpfer, deren Gebeine hier m Maßen- kammern beigesetzt sind, sie grüßen damit alle Toten des Weltkrieges.

Die Friedenskundgebung auf den Schlachtfeldern von Verdun ist beendet. In gleicher langer Kolonne erfolgt der Marsch abwärts. Wir begegnen immer neuen französischen Frontkämpferkolonnen, die zu Fuß von Verdun gekommen sind und erst um Mitternacht auf dem Friedhof von Douaumont an- langen werden, um in einer zweiten Feier die Toten zu grüßen und den Frieden zu beschwören. Und jedesmal, wenn sie das der deutschen Kolonne

vorangetragene SchildAllemagne" erblicken, wer­den ihre Gesichter heller. Sie winken den Deutschen zu und rufen:Bravo les Allemands, vive la paix, es lebe -der Frieden!"

Deutsche Totenehrung in Verdun.

Verdun, 13. Juli. (DNB.) Verdun und die dort versammelten zehntausende Frontkämpfer wa­ren am Montagmittag Zeuge einer einzigartigen Kundgebung. Ein Zyg französischer Militärlastwa­gen, Soldaten mit Stahlhelm am Steuer, besetzt mit der deutschen Frontkämpferabord­nung, durchfuhr die Straßen der Festung Ver­dun zu einer stillen Gedenkfeier an dem be­rühmten lotenmal inmitten der Stadt an der Maasbrücke. Hoch flatterte von den ersten Wagen die Hakenkreuzfahne im Wind. In lang­samem Zug ging es durch die dichtumsäumten Stra­ßen der Stadt. Vor der Fahne entblößten sich alle Häupter. Das Militär grüßte. In der Nähe des Totenmals hielten die Wagen an. Einige knappe Kommandos eines alten Verduner Frontoffiziers ertönten, und die Deutschen standen in mustergül­tiger Marschordnung in Viererreihen. Dann mar­schierten sie im Gleichschritt zum Denkmal. Dort wurde Aufstellung genommen, die Fahne drei Me­ter vor der Front. In weitem Bogen umstanden die französischen Frontkämpfer die Stätte, franzö­sische Generale und hohe Offiziere am Fuße des Denkmals.

Langsamen Schrittes tritt Hauptmann von Brandes, der Erftürmer des Forts Douaumont, an die Stufen des Denkmals und legte einen gro­ßen Lorbeerkranz mit der Haken­kreuzschleife nieder. Die Hände der deutschen Kämpfer sind zum Deutschen Gruß erhoben, alle Häupter sind entblößt. Eine Minute des Schwei­gens. Leise stimmen die Frontkämpfer das Lied vom guten Kameraden an, alle Deutschen fallen ein. Die Fahne ist gesenkt. Wieder ein paar knappe Kommandoworte, die Deutschen marschieren ab. Aber nach wenigen Schritten schon dringen ihnen von allen Seiten französische Frontkämp- f e r entgegen. Feuchten Auges schütteln sie den Deutschen in stummer Ergriffenheit die Hand.

Diese im Programm nicht vorgesehene Toten­ehrung durch die deutschen Kamera­den hat in Verdun tiefen Eindruck gemacht. Wäh­rend des Krieges haben die Deutschen sich als mannhafte Gegner die uneingeschränkte Achtung der Franzosen erworben. Daß die Friedensar- beit des Dritten Reiches unter dem Front­kämpfer Adof Hitler jetzt ebenfalls die Achtung der Franzosen zu erringen beginnt, dafür war die spontane Kundgebung am lotenmal von Verdun ein symbolischer Beweis. Dieses Bewußtsein bringt die deutsche Frontkämpferabordnung, die durch ihre Haltung einen tiefen Eindruck gemacht hat, nach Deutschland heim.

Der Abschluß der Feier.

Das deutsche Bekenntnis zum Frieden.

Paris, 13. Juli. (DNB.) Nachdem die deutsche Frontkämpferabordnung am lotenmal der Stadt Verdun ihren Kranz niedergelegt hatte, versammelten sich die Leiter sämtlicher Abordnungen im Rathaus von Verdun zu einem offiziellen Empfang. Der Bürgermeister von 23 e r b u n hieß die Front­kämpfergäste aus allen Teilen der Welt mit warmen Worten willkommen. Der Unterpräfekt von Verdun und der französische Pensionsmini-

ste r gaben in kurzen Ansprachen den Gefühlen aller in Verdun versammelten Frontkämpfer Aus­druck, indem sie von dem gegenseitigen 23 e r- stehen über Gräben und Grenzen hinweg sprachen. Die Leiter der einzelnen Abordnungen antworteten, als erster der Führer der deutschen Abordnung Hauptmann v. Br an di s, der in knappen Worten erklärte:

Wir wollen, wie Adolf Hitler es verkündet hat, aufrichtig den ehrenvollen Frieden und mit den anderen Völkern wie gute Rachbarn eines Hauses Zusammenleben."

Anschließend wurde den Leitern der Abordnun­gen die silberne Verdun-Plakette über­reicht. Nach einem gemeinsamen Mahl, das die Leiter aller Abordnungen kameradschaftlich ver­einigte, fuhren Hauptmann von Brandts und der französische Frontkämpferführer Pichot mit einigen deutschen Kameraden hinaus vor die Wälle Verduns, um auf dem deutschen Krieger- friedhof Ville devant Chaumont ge­meinsam im Namen der deutschen und französischen Frontkämpfer einen Kranz niederzulegen.

Am frühen Nachmittag rüstete man zum Auf­

bruch. Sonderzug auf Sonderzug verließ Verdun. Die Deutschen suchten ihre Wagen, aber Haupt­mann v. Brandts konnte noch nicht etnfteigen. Am Eingang des Bahnhofs wurde er von einer starken Gruppe früherer Soldaten des französischen Infanterieregiments 95 erwartet, jenes Regiments, das bei dem Sturm auf Douaumont unter Haupt­mann von Brandts' Kommando das französische Fort besetzt gehalten hatte. Sie wollten ihrem sieg­reichen Gegner die Hand drücken. Es war ein er­greifender Augenblick, wie in strömendem Regen zwischen Gleisen und Güterschuppepn französische Potlus und der Erstürmer von Douaumont mit tränenfeuchten Augen einander gegenüberstanden.

Das KommandoEinstetgen" unterbrach die letz­ten Unterhaltungen zwischen den deutschen Verdun­kämpfern, die aus den Fenstern winkten, und ihren französischen und italienischen Kameraden, die unter Führung von Pichot zum Abschied erschienen waren. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung. 500 Arme reckten sich zum deutschen Gruß. Fran­zosen und Italiener winkten, und der Zug nahm seinen Weg ostwärts durch die Schluchten zwischen den Forts von Verdun hindurch.

Die Reichstagung des NSLB.

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Feierliche Einweihung des Hauses der Deutschen Erziehung in Bayreuth.

In Bayreuth kamen 30 000 deutsche Erzieher zusammen, um im Rahmen der Reichstagung des NSLB. an der Wethe des Hauses der Deutschen Erziehung tetlzunehmen, die von dem Reichswalter des NSLB. Gauleiter W ä ch 11 e r vorgenommen wurde. Man sieht auf dem rechten Bild die Gedenkstunde zu Ehren des auf tragische Weise ums Leben gekommenen Gauleiters Hans S ch e m m im Haus der Deutschen Erziehung, links den Marsch der Formationen zum Schloßplatz, wo Gauletter Wächtler den Vorbei­marsch abnahm. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Bayreuth, 13. Juli. (DNB.) Am Sonntag vormittag fand im Rahmen der Reichstagung des NSLB. die Weihe des Hauses der Deut­schen Erziehung statt. Nach einleitenden Mu­sikdarbietungen widmete Reichswalter Gauleiter Wächtlerden ersten Gruß dieses Weiheraumes in Liebe, Dankbarkeit und Treue an den großen Erzieher aller Deutschen, dem Führer." Gauleiter Wächtler hielt dann die Festrede, in der er u. a. ausführte: Nur der Führer allein und die nationalsozialistische Weltanschauung bestimm­ten Ziele und Weg unserer Arbeit. Dieses Be­kenntnis ist unser Gelöbnis. In diesem Hause solle das Gewissen der deutschen Erzieher­schaft wohnen, das wach ist und nie zu fordern aufhören wird. Aus diesem Hause sollen die Richt­linien für die Schulung der Erzieherschaft hinaus­gehen. Das Haus ist fertig. Daß es zur national­sozialistischen Arbeitsstätte und durch diese zu einem Symbol der nationalsozialistischen Weltanschauung werde, das ist unser heißes und ernstes Be­mühen. Es lebe der Führer! Es lebe das ewige deutsche Volk!

Der Montag war der Haupttag und zugleich Schlußtag des Reichstreffens. Zunächst begründete der Reichsstudentenbundsführer Derichsweiler sein Erscheinen auf der Tagung mit der Notwendig­keit eines Gedankenaustausches aller mit Erziehungs­fragen betreuten Organisationen und erläuterte dann die Aufgaben des NSDStB. dahin, die studentische Jugend aus ihrer einstigen kastenmäßigen Abge­schlossenheit restlos herauszuführen und ihr studen­tisches Leben unter der Sicherung der fachlichen Ausbildung neu zu formen.

Anschließend sprach Dr. Krieck über national­sozialistische Erziehung und Erziehungswissenschaft. Niemals in der Weltgeschichte", so führte er aus.

ist ein politisches Ziel so eng mit dem Erziehungs­gedanken verbunden gewesen, wie heute im Zeit­alter des Nationalsozialismus. Zur Herantragung der Erkenntnis an den Menschen bedarf es in erster Linie einer deutschen Haltung des Erziehers selbst, und hierdurch wird die deutsche Erziehungswissen­schaft zu einem unauflösbaren Bestandteil der nationalsozialistischen Weltanschauung."

Im Mittelpunkt der Tagung stand das große weltanschauliche Bild, das der Leiter des Rasse- politischen Amtes, Dr. Groß, entroctrf. Es genüge nicht, so erklärte er dabei, den Inhalt eines um­fangreichen Kompendiums im Kopfe zu haben, son­dern es sei erforderlich, aus der Fülle historischer und naturwissenschaftlicher Tatsachen dasjenige an die deutsche Jugend heranzubringen, was sie zur Erfüllung ihrer Zukunftsaufgaben unerläßlich be­nötige. Der Vortragende schloß mit der Forderung an die deutsche Erzieherschaft, ein Anwalt der Rein­heit und Gestaltungsfreude am großen Werk des Führers zu sein.

Reichswalter Gauleiter Wächtler faßte die Ergebnisse und Erkenntnisse der Haupttagung noch einmal zusammen. Sie gelte es nun hinauszutra­gen in das Leben, in die Schule. Der Jugend den Nationalsozialismus der Tat nahezulegen, sei die erste Pflicht eines jeden deutschen Erziehers. Mit jenen Lehrern, die heute immer noch Vereinen an­gehören, die nach konfessionellen Gesichtspunkten aufgebaut sind, könne der nationalsozialistische Er­zieher keine Gemeinschaft pflegen, und der NSLB. werde auch die Mittel finden, um diesem Zustand ein Ende zu machen.

Mit dem gemeinsamen Gesang der nationalen Lieder und dem Sieg-Heil auf den Führer fand die Tagung ihren feierlichen Ausklang.

Marxistische polizeibeamien morden in Madrid.

Oer spanische Monarchistenführer ohne Hastbefehl verhafiet und ermordet. Marxistische Polizeibeamte als Täter verhaftet.

Madrid, 13. Juli. (DNB.) Der Führer der spanischen Monarchisten. Calvo Sotelo, ist am Montagvormittag auf dem Friedhof Almudena in Madrid ermordet aufgefunden worden. Calvo Sotelo galt als der eigentliche Führer der spa­nischen nationalen Bewegung.

Die Regierung hat den Mord an dem monarchi­stischen Abgeordneten und Führer der spanischen nationalen Bewegung Calvo Sotela bestätigt und erklärt, daß sie Maßnahmen ergriffen habe, um die furchtbare Tat zu sühnen und die Täter festzustellen. Zur Untersuchung der Mordtat sind zwei Sonderrichter ernannt worden.

Die Tat ist mit einem Dolch ausgeführt worden. Wahrscheinlich liegt ein Racheakt für die Er­schießung eines Polizeioffiziers am Samstagabend in Madrid vor. Die Leiche wurde von den mar­xistischen Polizeibeamten, die Calvo So­

telo ohne Verhaftungsbefehl auf eigene Faust verhaftet hatten, selbst nach der Tat in einem Polizeiwagen auf den Friedhof gebracht. Die Mörder erklärten dem Friedhofsbeamten, der sich wegen Fehlens der Ausweispapiere des Toten zu­nächst dem Eintritt der Beamten widersetzt hatte, daß es sich um einen Nachtwächter handelt, der auf der Straße tot aufgefunden worden fei.

Sofort nach der Auffindung der Leiche begaben sich zahlreiche Abgeordnete der Rechtsparteien auf den von einem großen Polizeiaufgebot bewachten Friedhof, wo Calvo Sotelo aufgebahrt liegt. Die Nachricht von dem Mord verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Stadt. Der Bevölkerung hat sich eine starke Erregung bemächtigt. Es besteht allgemein der Eindruck, daß die Folgen unabsehbar sind.

Im Zusammenhang mit dem Mord sind meh«