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Nr. 38 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Aeitag, 14- Zebruar 1936

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Eichener Anzeiger

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Oer Führer bei den Olympischen Spielen.

Maxie Herber und Ernst Barer erringen im Eiskunstlauf die dritleGoldene" für Deutschland Oie Norweger siegen im -ISOO-Meter-Eislauf und in der Kombination (Ski).-Oeutschland nach dem Spiel gegen Kanada im Eishockey ausgeschieden.

Garmisch-Partenkirchen, 13. Februar. (DNB.) Der 7. Tag der IV. Olympischen Winter­spiele erhielt sein Gepräge durch das unerwartete Eintreffen des Führers und Reichskanz­lers, der nach dem Besuch des Eishockey­spiels England Ungarn im Eisstadion, den die Engländer mit 5:1 überlegen gewannen, kurz vor dem Beginn des Sprunglaufes auf der kleinen Olympiaschanze eintraf, um vom Balkon des Olympia-Ski-Hauses aus dem spannenden Wettkampf zu folgen. In Begleitung des Führers befanden sich unter anderen die Reichs­minister Dr. Gürtner, Rust, v. Blomberg, Göring und Dr. Goebbels, Staatsminister Adolf Wagner, Stabschef Lutze und Staatssekretär Psundtner. Während der Vorbereitungen für den Wettbewerb unterhielt sich der Führer angeregt mit den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Ausschusses und der internationalen Verbände, so­wie mit dem Reichssportführer und dem Präsiden­ten des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele, Dr. Ritter von Halt. Von der kleinen Sprungschanze aus begab sich der Führer wieder­um zum Eisstadion, um dem Eiskunstlauf der Paare beizuwohnen. Die Straßen, die der Führer im Kraftwagen stehend langsam durchfuhr, waren zu beiden Seiten von jubelnden Menschen erfüllt, unter denen sich viele Schüler und Schüle­rinnen und auch vieleKraft-durch-Freude"-Fahrer befanden. Auch die zahllosen Ausländer, die mit den deutschen Volksgenossen zusammen Spalier bildeten, waren begeistert.

Die erste Entscheidung dieses Tages fiel i m 1500 - Meter -Eisfauf. Die Norweger wurden die Sieger. Allerdings wurde Ivar Bal - l a n g r u d , der erste Doppelsieger der vierten Winterspiele, von seinem Landsmann Charles M a t h i s e n um eine Sekunde geschlagen. Mathisen lief mit 2:19,2 Minuten eine neue olympische Best­zeit heraus. Den dritten Platz sicherte sich der Finne Birger V a s e n i u s. Von den Deutschen lieferte Willi S a n d t n e r ein großartiges Rennen gegen den Finnen B l o m q u i st. Er wurde zwar nach tapferer Gegenwehr auf dem letzten Teil der Strecke geschlagen, holte aber mit 2:25,3 Minuten eine neue deutsche Bestzeit heraus. Heinz Games schlug den einzigen australischen Teilnehmer Georg Kennedy mit etwa 40 Meter Vorsprung. Die Oesterreicher belegten den fünften und sechsten Platz.

In der zweiten Entscheidung des Tages, dem S k i s p r u n g l a u f für die Kombination, trug Norwegen einen Riesenerfolg davon, es holte sich nicht nur sämtliche olympischen Medaillen dieses Wettbewerbes, sondern belegte auch noch den 6. Platz. Die drei Erstplacierten blieben die gleichen wie nach dem 18-Kilometer-Langlaus, nämlich Odbjörn Hagen, Olaf Hoffsbakken und Trygve Brod ah l. Der Italiener Menard i, der im Langlauf den 5. Platz besetzt hatte, fiel auf den 19. Platz zurück. Vierter wurde der Finne Lauri V a l o n e n, der mit 54,5 Meter den weit­aus besten Sprung lieferte. Der Sieger Hagen hatte nur 46 Meter erreicht, holte sich aber die Goldene Medaille dadurch, daß er im Langlauf Erster ge­worden war. Als Bester der nichtskandinavischen Teilnehmer endete der Tscheche Simunek. Der deutsche Meister Willi Bogner belegte den 11. Platz. Gumpold wurde Zwölfter und Wagner Siebzehnter.

Im Eisstadion, das bis aus den letzten Platz be­setzt war, traten 18 Paare aus 13 Nationen zur Entscheidung im Kun st Paarlaufen an. Alle Paare nahmen vor und nach ihrem Start die Front zur Ehrentribüne und grüßten mit dem olympischen Gruß zum Führer hinaus. Das deutsche Paar Maxie Herber und Ernst Baier holten die dritte Goldmedaille für Deutschland. Den zweiten Platz belegte das österreichische Geschwisterpaar Ilse und Erik Pau - s i n. Ilse ist erst 14, Erik 16 Jahre alt. An dritter Stelle endete das Weltmeisterpaar Emilia Rotter und Laszlo S z o l l a s.

Bei den weiteren Eishockeyspielen spielte sich die Tschechoslowakei mit einem 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) gegen Oe st erreich in die Endrunde.

Mit großer Spannung sah man dem Spiele Kanada gegen Deutschland entgegen. Das Eisstadion war wiederum bis auf den letzten Platz beseht Aus der Ehrentribüne sah man die Reichs­minister Göring und Dr. Goebbel s. Der deut­schen Mannschaft waren die Anstrengungen vom Vortage in dem fast dreistündigen Kamps gegen England noch anzumerken. Trotzdem zwangen sie den Weltmeister zur Hergabe seines ganzen Kön­nens. In einem mitreißenden Kampf, den die Zu­schauer mit lebhaftester Anteilnahme verfolgten, siegten die Kanadier mit 6:2 (1:0, 3:0, 2:2). Die beiden deutschen Tore schossen Wiedemann und Strobl. Im letzten Spiel des Freitagabend blieb Amerika über Schweden mit 2:1 siegreich. Damit sind Kanada, England, Amerika und die Tschechoslowakei in den entscheidende Schluß­runde um den olympischen Eishockeysieg gekom­men.

Eine Olympia-Briefmarke.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Zur Werbung für die 4. Olympischen Winterspiele hat d'e Reichspost Briefmarken und Postkarten hergestellt, die wir­

kungsvolle Ausschnitte aus dem W i n- t e r s p o r t darstellen. Auf den eigentlichen Mar­kenwert wird ein Zuschlag erhoben, der den olympi­schen Spielen zugute kommt. Mit dem Vertrieb die­ser Wertzeichen wurde derHilfsfonds für den deutschen Sport", der soziale Träger der Aufgaben des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, betraut. Am Sonntag, dem 16. Februar, wird die Olympia-Briefmarke in allen deutschen Gauen von Tausenden von Sportlern und Sportlerinnen auf allen Straßen und Plätzen und in allen Lokalen zum Verkauf angeboten werden.

3m Zeichen des Militärpatrouillen-Skilaufs.

Garmisch-Partenkirchen, 14. Februar. (DNB. Funkspruch.) Am Freitag steht die Olympia- Stadt ganz im Zeichen des Militärs. Der am Vormittag zum Austrag kommende Militär- patrouillen-Skilauf hat viele Heeresangehorige nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Schon am frühen Morgen hallte die Olympia-Stadt wider von dem Marfchtritt der grauen Kolonnen, die zum Ski­stadion, dem Start und Zielplatz des Militär­patrouillenlaufs marschierten. Zug auf Zug. Kom­panie auf Kompanie ziehen ins Stadion. Hier find hohe Offiziere aller Nationen, die zum Militärpatrouillenlauf gemeldet haben, anwesend.

Man sieht u. a. Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg, den Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr v. Fritsch, den Reichsstatthalter in Bayern, General Ritter v. Epp, den deutschen Gesandten in Wien, von Popen, und Generalleutnant D a l u g u e, außer­dem zahlreiche Offiziere der Kriegsmarine. Unter den sonstigen Zuschauern ist besonders stark die deutsche Jugend vertreten. Der Himmel ist wie­der wolkenlos. Die tiefen Temperaturen des Mor­gens steigen unter dem wärmenden Einfluß der Sonne sehr rasch.

KdZ. feiert deutsche Olympiasieger.

Ueberraschend waren Gauleiter Staalsminister Adolf Wagner und unsere deutschen Olym- p i a s l e g e r Christ! Cranz, Rudi Cranz, Franz Pfnür, Käte Grasegger in Begleitung ihres Trainers Friedel Pfeiffer in das KdF.-Haus gekom­men, um den sportbegeisterten Urlaubern ihre Ver­bundenheit zu beweisen. Groß war die Freude, als unsere mit der Goldenen Medaille ausgezeichneten Sportler das Festhaus betraten. Staatsminister Wagner betonte, daß wir Deutsche stolz sein können auf diese Winterolympiade, die uns schon drei gol­dene und eine silberne Medaille eingebracht habe. Die gigantische Leistung, die unser Führer mit Deutschlands Freiheit vollbracht habe, habe auch unsere deutschen Mannschaften angefeuert, Höchst­leistungen zu schaffen.

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Unser Bild zeigt: Zweiter von links Reichsminister Dr. Goebbels, daneben Reichssportführer von Tschammer und Osten, dann der Führer und der Präsident der IV.Olympischen Wintenspiele Dr. Ritter von Halt. Hinter dem Führer Obergruppenführer Brückner. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Auch Berlin Mel schon.

250000 Betten sollen für die Olympia-Gäste bereitgestellt werden.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Während in Gar­misch-Partenkirchen die Olympischen Winterspiele nach in vollem Gange sind, beginnt die Reicks­hauptstadt bereits ihre großeAufrüstung" für die würdige Ausgestaltung der Olympia-Festwochen im Monat August. Die Ausschmückung Berlins, ins­besondere aber der Via triumphalis jener vom Alexanderplatz zum Reichssportfeld gradlinig durch- geführten F e st st r a ß e ist bis in alle Einzel­heiten festgelegt.

Als einheitlicher Festschmuck für alle an dieser Via triumphalis liegenden öffentlichen Gebäude und Häuser sind Girlanden aus grünen Eichenblättern gewählt worden. Die Reichs­hauptstadt wird während der olympischen Spiele einen Girlandenschmuck in einer Länge von 35 Ki­lometer aufweisen. Dem festlichen Grün entspricht das festliche Bunt der Fahnen, Banner und Wim­pel. Nicht weniger als 37 000 Quadratmeter Fahnen­tuch werden benötigt. Hinzu kommen nahezu 1000 durchschnittlich 10 bis 20 Meter hohe Holzmasten, die die Via triumphalis zu beiden Seiten um­säumen.

Außer 20 000 Massenquartieren, 6500 Hotelbet­ten und 3970 Unterkünften außerhalb des Berliner Stadtbereiches stehen bis heute 76 298 Privatbetten allein in den sieben westlichen Bezirken zur Ver­fügung, die fast ausschließlich den ausländischen Gä­sten vorbehalten sind. Innerhalb dieser Verwal­

tungsbezirke werden bekanntlich die 40 Olympia- Ausländerkolonien entstehen. Bis heute liegen schon annähernd 60 000 Unterkunftsnachfragen vor, da­von u. a. aus Skandinavien 18 000, aus Bulga rien 3000 und aus Lettland 1000. Der Gefamtbedar wird auf rund 250 000 geschätzt. Mitte März hofft man, die benötigte Bettenzahl erfaßt zu haben. Mit der schönen Unterkunft allein ist es nicht getan.

Der Fremde, der sich wohl fühlen soll, braucht auch sachgemäße Beratung und Be­treu u n g.' Diese Aufgabe erfüllen zunächst die sieben großen, planmäßig verteilten Auskunfts­kioske des Olympia-Verkehrsamtes und die drei Auskunftsstellen des Verkehrsvereins, die als Dauereinrichtung auch nach den Olympischen Spielen bestehen bleiben. Geschultes, sprachgewand­tes Personal trägt dafür Sorge, daß in jeder Kul­tursprache sofort Auskunft erteilt wird. Die Haupt- kioske find während der Olympischen Spiele un­unterbrochen Tag und Nacht geöffnet. Außerdem werden an 8 wichtigen Ausfallstraßen kleinere Aus­kunfteien errichtet. Hinzu kommen noch innerhalb der 40 Olympia-Kolonien Beratungsstellen. Die Ge­samtzahl der während der zwei Festwochen tätigen Auskunftsbeamten wird danach etwa 150 betragen. Schließlich liegen bei dem Olympia-Verkehrs- und Quartieramt bis heute mehr als 3000 Bewerbun­gen von Fremdenführern und Dolmetschern vor. Der Bedarf stellt sich auf etwa 1500.

Die piiiman-Lehre.

Für N o r d - und Südamerika gilt die be­rühmte Monroe-Lehre; eine Lehre übrigens, die nicht nur ein politischer Begriff, sondern auch eine Sache von höchster Nützlichkeit für die Ver­einigten Staaten ist. Es kann durchaus nicht über­raschen, daß sich auch schon seit Jahren in I a - pan kluge Männer gefunden haben, die der Mon­roe-Lehre die Nutzanwendung auf den Fernen Osten wünschen. Dann wären natürlich nicht die Vereinigten Staaten die Aufpasser, sondern der Staat im Fernen Osten, der nicht nur groß und mächtig, sondern wirklich eine Großmacht ist: näm­lich Japan. Indessen ist es in Japan noch keinem Staatsmann von Rang eingefallen, in amtlicher Eigenschaft so etwas wie die Monroe-Lehre aufzu­stellen, wenigstens nicht von einer Tribüne aus, auf der dieser Staatsmann von allen Völkern ge­hört und gesehen werden muß. Allein Japan treibt im Fernen Osten eine Politik, die sich zum Ziel gesetzt hat, zunächst einmal Japan selbst das unge­heure Machtgebiet des Fernen Ostens zu sichern. Dieser Sicherung bient Mandschukuo, dieser S»cherung dient der Vorstoß in die Innere Mongolei, um so Nordchina durch eine neue Große Mauer abzuschließen. Nur daß diese Große Mauer nicht mehr aus Wällen und Festungstürmen besteht, sondern aus japanischen Truppen mit Ge­schützen und Maschinengewehren, mit Kampfwagen und Flugzeugen. Wieder soll diese Große Mauer heute Nordchina gegen die Völkerstämme schützen, die, wenn auch nicht mehr als Barbaren, aus Mit­tel- und Nordasien auf die Grenzen Chinas zu­drängen. So war es vor mehr als 2000 Jahren, als die erste Große Mauer erbaut wurde, so wie­derholt es sich heute, weil geopolitische Bedingt­heiten nicht umzustoßen sind.

In den Vereinigten Staaten gibt es sehr einflußreiche Kreise, die diese Entwicklung im Fernen Osten mit einem Gefühl des Unbeha­gens sehen. Im Fernen Osten wohnen einige Hun­dert Millionen Menschen, die Waren gebrauchen, die für absehbare Zeit ein einziges Wirtschaftsvolk allein nicht Herstellen kann. Auch nicht die Japa­ner, deren vielgerühmte Industrie sich nur für be­stimmte Gruppen treibhausmäßig großgezogen hat, aber noch lange nicht alle Waren liefert und liefern kann, die im Fernen Osten gebraucht werden. Allein was werden soll und werden kann, wenn die In­dustrie Japans mit ihrer treibhausmäßigen Ent­wicklung auf das Festland übergreift, läßt sich nur ahnen, aber noch nicht klar ermessen. In Man­dschukuo läßt sich, wenn die Menschen vorhanden find, jede Industrie großziehen; allein ehe das ge­schieht, muß jede außenpolitische Gefahr einge­schränkt oder beseitigt werden. Deshalb die Siche­rungspolitik zu Lande und zu Wasser, deshalb die Große Mauer gegen Räterußland, deshalb die Boll­werke in der Südsee und im Pazifik. Der Senator Pittman hat sicher nicht nur für sich ge­sprochen, als er vor dem Senats-Ausschuß für aus­wärtige Politik auf die machtpolitische Entwicklung im Fernen Osten hinwies. Wenn der Staats­sekretär Hüll es ablehnt, sich über die Rede Pitt- mans zu äußern, eine Rede übrigens, die mit messerscharfen Spitzen gegen Japan ausgestattet war, so hat der Staatssekretär damit nur nach diplomatischem Brauch verfahren. Es ist nun ein­mal an der Zeit, auf die Verschärfung der machtpolitischen Reibungsflächen zu verweisen, weil dieser Verweis und diese Verschärfung auch die Begründung enthalten, zu Wasser, zu Lande und in der Luft aufzurüsten und aufrüsten zu müs­sen. Wenn so viel politischer Lärm in Europa ge­macht wird, wenn es fast so aussieht, als ob der Krieg in Ostafrika geeignet sei, das politische Gleich­gewicht in Europa zu erschüttern, so steckt darin auch viel diplomatische Taktik. England hat sicher noch andere machtpolitische Sorgen als nur die im Sudan und Aegypten. Es muß auch auf seine Machtstellung im Fernen Often sehen, auf Indien und auf Australien. Wie nützlich ist es da, wenn sich in Europa die Dinge scheinbar zu- spitzen, wenn das also Gelegenheit bietet, für- ftungszwecke unwahrscheinlich hohe Summen zu fordern und auszugeben. Es ist ja nicht jeder so ungeschminkt wie der Senator Pittman in Wa­shington, der kein Blatt vor den Mund nimmt, der rundheraus sagt, was er denkt, selbst auf die Gefahr hin, daß Staatssekretäre und Botschafter diplomatisch mobil gemacht werden.

Senator Pittman hat eine neue Lehre aufge­stellt, nämlich die: daß die Monroe-Lehre in keiner Form auf Oftajien angewendet werden darf. Die Diplomatie Japans müßte nicht so ge­schult und gewandt sein, wie sie es tatsächlich ist. wenn sie sich durch die geharnischten Erklärungen des Senators Pittman irgendwie einschüchtern ließe. So wird denn in Tokio und in der japanischen Bot­schaft in Washington beteuert, Japan wolle ja keine Monroe-Lehre für den Femen Osten, sondern er­kenne bereitwillig an, daß auf den Fernen Osten nur der Grundsatz der offenen Tür für alle Anwendung finden könne. Aber diese offene Tür muß wohl auch offen gehal - t e n werden, wozu Verträge und Bündnisse allein nicht ausreichen. Was soll aber sonst geschehen, was soll insbesondere geschehen, um den auch militärisck untermauerten Wachstumswillen Japans zu dämp­fen ober gar einzuschüchtern? Ob es noch Politiker und Strategen gibt, die einen Krieg im Fernen Osten zwischen Japan und den anderen Großmäch­ten für möglich halten, ist umstritten. Das gilt wenigstens für die angelsächsischen Mächte, während der machtpolitische Gegensatz zu Räterußland in Beziehung zu Japan dadurch bedingt ist, daß Räte­rußland versuchen muß, sich an der K ü st e z n behaupten, weil ohne Küste und Häfen Sibi­rien nicht zu halten wäre. Es wäre auch nicht