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Nr. 240 Erstes Blatt

Dienstag, 15. Oktober 1936

186. Jahrgang

Opfer für die Freiheit unseres Volkes

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Deutsche Tischgemeinschast.

Man wird sich noch des Tages erinnern, da

Wir wissen noch eins: Der Verbrauch an Lebensmitteln ist im Laufe der Regierung des Führers nicht geringer, sondern wesentlich größer geworden. Millionen und aber Millionen sind in der Lage, mehr Nahrungsmittel für sich und ihre Familie zu kaufen als früher, und sie sind fer­ner in der Lage, sich auch solche Lebensmittel zu kaufen, die sie sich früher nicht leisten konnten. Es sind ungefähr 6V2 Millionen Menschen, die heute sagen dürfen, daß sie nicht nur unter Adolf Hitler wieder Arbeit gefunden haben, sondern daß sie im Durchschnitt im Monat nicht weniger als etwa 85 Mark mehr ausgeben können, als vor der Machtergreifung. Wenn im Monat rund 6V2 Millionen Menschen 85 Mark mehr ausgeben, so wird die Nachfrage am allgemeinen volkswirt­schaftlichen Markt dadurch erhöht um über 550 Millionen Mark im Monat oder über 6% Milliar- den Mark im Jahr. Man kann annehmen, daß hier­von wiederum rund 3 Milliarden für den Einkauf von Lebensmitteln ver­wandt werden. Denn die unterernährten Ar­beitslosen von einst und ihre Familien haben em

Veseitigte Arbeitslosigkeit - steigernder Lebens mittelverbrauch.

Bedürfnis nach etwas mehr Fleisch, mehr Fett usw., das sie nun nach langen Jahren des Darbens end­lich befriedigen können.

Stellen Sie sich aber vor", rief der Stellver­treter des Führers seinen Volksgenossen zu,was es bedeutet, wenn für die unerhörte Summe von 3 Milliarden, das heißt 3000 Millionen, Mark während eines Jahres mehr Lebens­mittel verlangt werden als vorher! Wundert es da jemanden, daß es gelegentlich kleine Schwierigkeiten gibt?! Ich weih, daß unser Volk es freudig auf sich nimmt, von Zeit zu Zeit etwas weniger Fett, Schweinefleisch oder dergleichen zu verzehren, im Bewußtsein, daß dafür Millionen Volksgenossen laufend etwas besser ernährt werden als einst, da sie arbeits­los waren. Mit Stolz können wir feststellen, etwas zu wenig Butter für den einzelnen ist der Beweis für den Erfolg der Arbeitsschlacht, für die Gesamtheit: der Verzicht des einzelnen bedeutet Gewinn für Millionen."

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chen, wie Abwertung der Währung oder Inflation haben wir in ihren 'Wirkungen am eigenen Leibe erlebt und verwerfen sie, weil die Abgründe des Schreckens dieser politischen Hilfsmittel, zu denen andere Völker jetzt griffen, kennen. Wir arbeiten und sind auf dem besten Wege, durch Vermehrung unserer eigenen Produktion das ganze Volk satt zu machen. Das ist nationalsozialistische Wirtschafts­politik, daß das deutsche Volk in seiner Gesamtheit die Güter vermehrt, die ihm ein besseres Dasein ermöglichen werden. rt.

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während des Krieges ausgegebenen und in Nachkriegszeit beibehaltenen Fleischkarten aufge­hoben wurden. Unter dem Kartensystem, das im alten Reichstag ein Marxist einst als Marsch in die

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sranifutt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfilätsvuch- und Steindruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ngenolffchwff-Staffelö

Es sei eine alte wirtschaftliche Erfahrung, so führte Reichsminister Heß weiter aus, daß der Preis für eine Ware steige, wenn von dieser weniger vorhanden sei, als gebraucht werde, und die Menschen mehr zu zahlen bereit seien, um sie in der gewünschten Menge zu erhal­ten. Der Reichsnährstand halte aber die Mehrheit der Lebensmittelpreise in festen Grenzen und sorge dafür, daß selbst während einer zeitweiligen Knappheit eine gerechte Verteilung möglich sei, oder, ein Ausgleich vorgenommen werde. Weder ein Zwangssystem wie in Sowjetrußland, noch ein Markensystem wie in der Kriegs- und Nachkriegs­zeit bei uns, vermögen die Menge der zur Verfü­gung stehenden Lebensrnittel zu vergrößern, wohl aber vermöge beides durch Ueberbürokratisierung die Schwierigkeiten zu erhöhen und deswegen werde an eine derartige Einführung nicht gedacht. Wir wollen auch nicht vergessen: würden einige Produkte nicht besser bezahlt, wäre unsere Landwirtschaft zusammengebrochen. Denn die Preise, die der Nationalsozialismus bei der Machtergreifung für einige sandwirtschaftliche Produkte vorfand, waren Preise, die der Marxis­mus geschaffen hatte zur Vernichtung des Bauern­standes, zu seiner Proletarisierung und Bolschewi- sierung. Wir wären schlechte Sozialisten, wenn wir den Bauern um unserer Popularität beim Ar­beiter willen verraten hätten, denn wir hätten damit schließlich die Gesamtheit und damit den Arbeiter selbst schwer geschädigt ja, der Vernichtung preisgegeben!

Der Nationalsozialismus wird dafür sorgen, daß der gleichbleibende Durchschniltsbedarf ge­deckt werden kann zu gleichbleibenden Durch­schnittspreisen. Der Nationalsozialismus wird ebenso dafür sorgen, daß die preise für Le­bensmittel, die im Laufe der Zeit etwas ange­stiegen sind, nicht weiterhin steigen. Wer glaubt, auf Kosten der Gesamtheit mit dem Lebens­notwendigsten Wucher treiben zu können, wird den Nationalsozialismus kennen lernen! Aber alle Maßnahmen können ebensowenig wie Markensysteme, Preiserhöhungen oder Lohn- 1 erhöhungen etwas daran ändern, daß wir einige Lebensmittet heute noch nicht in der

Menge besitzen, in der wir sie benötigen."

Rudolf Heß charakterisierte dann den Weg, der i über Lohnerhöhungen und die nachfolgenden Preis- , erhöhungen ohne Vergrößerung der Produktion zur -Inflation führen muß gemäß unserer i einstmals gemachten Erfahrung. Mit einem Hin- , weis auf Frankreich meinte er, es sei er- - staunlich, wie wenig anscheinend andere Länder aus - solchen Erfahrungen zu lernen geneigt seien. Wir aber haben aus unseren bitteren Erfahrungen ae- lernt:. Den Leidensweg einer Inflation wird unser

Volk nicht wieder gehen!

Die Wege, die wir gehen, die gelegentlichen Schwierigkeiten zu überwinden, hat der Führer ge­wiesen: , r

1. Die Welt gibt uns die Möglichkeit, Rohstoffe, die wir bisher kaufen mußten, in eigenen Gebieten zu gewinnen, d. h. sie stellt uns Rohstoffkolo- nien zur Verfügung. Diese Abgabe von Kolonien liegt in ihrem eigenen Interesse, weil wir sonst eben doch gezwungen sein könnten, um jeden Preis z u exportieren und damit die übrigen Export­länder zu schädigen.

2. Erzeugung der notwendigenRoh» stoffe im eigenen Lande, soweit dies irgend­wie möglich ist. Und Sie wissen, daß wenn deutsche Chemiker und deutsche Techniker etwas anpacken, das Ergebnis nicht schlecht ist! Bereits seien Fabri­ken im Bau, die uns in kurzer Frist aus manchen Gebieten unabhängig machen werden vom Aus­lande. Dabei kann das Ausland über eines beruhigt sein: Mittels der Rohstoffe aus eigenen Gebieten und mittels der selbsterzeugten Rohstoffe werden wir nicht dazu übergehen, den Export neuerdings zu steigern und dabei erst recht in Wettbewerb zu treten.

Wir werden auch künftig Waren mit anderen Ländern tauschen, aber wenn wir ohne Stei­gerung des bisherigen Exportes genügend Roh­stoffe besitzen, werden wir diese in erster Linie dazu verwenden, Waren nicht für die Aus­fuhr, sondern für uns selbst zu erzeugen. So wie wir festgestellt haben, daß die Ver­knappung die preise in die höhe treibt, hat die Mehrerzeugung auf die Dauer das gegenteilige Ergebnis: der Käufer bekommt mehr für fein Geld. Denn nicht darauf kommt es an, wieviel Mark jemand erhält, sondern darauf, wie­viel er fich um seinen Lohn kaufen kann. Und wir werden dafür sorgen, daß der deutsche Arbeiter ein st der be st be­zahlte Arbeiter der Welt sein wird, gemäß seiner Leistung denn der deutsche

Arbeiter ist auch der beste der Welt.

Durch sein entschlossenes außenpolitisches Handeln errang der Führer der-Nation die politische Frei­heit. Durch sein entschlossenes wirtschaftspolitisches Handeln wird der Führer der Nation die wirtschaft­liche Freiheit erringen. Was bedeutet gegenüber dem furchtbaren Schicksal, das uns noch vor wenig Jahren bedrohte, wenn heute gelegentlich einmal etwas zu wenig Fett, etwas zu wenig Schweine­fleisch oder dergleichen vorhanden ist! Was bedeutet es. wenn wir obendrein wissen: dieser Mangel ist der Ausdruck von Gesundung sfr i f en wenn wir wissen, daß ein geIeqentld)es ZU Wenig das Zeichen dafür ist, daß Millionen in Arbeit und Brot kamen und daher sich mehr solcher Lebensmittel kaufen. F r e u e n w l r uns überdieses Zeichen des Erfolges.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefjen

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Das deutsche Bott wird nicht kapitulieren."

Rudolf Heß über Lebensmittel- und Rohstoffversorgung.

deutsche Volk mit Brot und Mehl, Kartoffeln, Butter und Trinkmilch zu hundert Prozent, also vollkommen aus deutscher Erzeugung gedeckt werden kann.

Gemüse und Fleisch müssen wir zu einem geringen Prozentsatz Des Gesamt­bedarfs, Eier und Molkereierzeugnisse zu einem etwas höheren, und den Fettbedarf zu einem noch relativ hohen Prozentsatz durch Ein­fuhr aus dem Auslande decken. Aus dieser Lage ergeben sich die Schwankungen in der Versorgung und in der Preisgestal­tung. Aber daß wir bereits in einem so hohen Maße unabhängig geworden sind und auf wichtigen Gebieten uns vollkommen selbst ernähren, das allein ist eine ungeheure Leistung, die wir dem Reichsnährstand danken, die wir danken dem hingebungsvollen Schaffen des deutschen Bauern.

Eingeführt werden müssen ebenso eine große Zahl von Rohstoffen, die notwendig sind, unsere Industrie in Gang zu halten, die Ar­beit von Millionen zu sichern, die Aufrüstung zu vollenden. Einführen können wir aber nur im Austausch gegen Waren, die wir selb st erzeugen. Voraussetzung für diesen Warenaustausch ist aber wieder, daß das Aus­land auch bereit ist, uns diese Waren a b zu - nehmen. Und hier hat sich in den letzten Jahren die große Schwierigkeit ergeben: Die Ausfuhrmöglichkeiten in der ganzen Welt sind immer mehr zurückgegangen; teils weit viele Länder, die früher Waren kauften, diese selbst Herstellen, teils weil die Weltwirt­schaft glücklich soweit durcheinander gebracht wurde, die Produktion und die Preise teilweise auf derart abweichenden Grundlagen aufgebaut find, so hohe Zollmauern errichtet wurden, daß der Austausch von Waren st o ck t. Gewiß

Sozialisierung rühmte, war selbst die eigene Pro­duktion an Fleisch für den Städter nicht vorhan­den. Die Kühe und Schweine schienen nur aus Knochen und Flechsen zu bestehen. Am Tage nach der Aufhebung der Fleischkarte waren alle Schläch­terläden mit Fleisch reichlich versehen, und die Würste hingen verlockend in Ringen da. Es kam die Zeit, da unter der Auslandsverschuldung und den parlamentarischen Experimenten mit der deut­schen Währung fast sieben Millionen deutscher Volksgenossen nicht einmal das Notwendigste zum Leben hatten, während die Läden mit allerlei Din­gen des täglichen Bedarfs gefüllt waren. Mit an­deren Worten: diese Lebensmittelversorgung hatte einen Fehler. Sie war für den Arbeitslosen nicht zu bezahlen. Das schönste Huhn nutzte nichts, wenn es für den Kochtopf ein Ideal bedeutet, weil die Hausfrau es nicht bezahlen kann. Und schließlich litt unter der mangelnden Kaufkraft der Bevölke­rung unser Bauernstand, Millionen von Hektar gingen in die Zwangsversteigerung, während ar­beitsame Menschen aus dem Besitz verdrängt wur­den und das Proletariat vermehrten. Gegen die Not nicht nur des Winters, sondern auch des som­merlichen Alltags nützte die Arbeitslosenunter­stützung nichts. Denn einmal war sie zu gering, und mußte es fein nach Lage der Reichsfinanzen, um den Massen mehr als das nackte Leben zu ge­währen, zum andern wirkte die Aussichtslosigkeit für jeden Arbeitswilligen, jemals wieder in Arbeit und Brot zu gelangen, seelisch derartig zerrüttend, daß ein allgemeiner Pessimismus wie ein Krebs­schaden am deutschen Volkskörper wucherte.

die sich Rudolf Heß wandte, wissen, vor allem wenn sie die Schrecken der Nachkriegszeit und der Inflation durchgemacht haben, daß diese Politik des Ausweichens auf vorhandene Lebensrnittel in der Küche sehr gut möglich ist und die Wiederkehr derenglischen Krankheit" unter dem National- ozialismus unmöglich gemacht wurde, also die Hungerblockade, auf die Bolschewisten und Juden vergeblich spekulierten. Es gilt in erster Linie die deutschen Werkstätten wieder zu bevölkern und die Produktion anzukurbeln. Alle anderen Kleinmittel-

Auf einer zusammengebrochenen Volkswirtschaft, \ einen rückgängigen Außenhandel, einer allgemeinen , Verwirrung in den öffentlichen Finanzen hat der , Nationalsozialismus sein Rettungswerk auf geb aut. Es kam vor allem darauf an, nicht nur einzelnen , Klaffen, sondern dem gesamten deutschen i Volke die Lebensnotwendigkeiten zu sichern. In einer großen Rede hat bei der Eröffnung der neuen Adols-Hitler-Halle in Hof der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, gezeigt, was geleistet würbe, mit welchen Mitteln wir für die Sicherheit der Ernährung arbeiten und vor allem betont, daß wir nichts zu verbergen haben und einander nichts vormachen.

Die Grundlage der deutschen Ernährung liefert das deutsche Bauerntum. Nach den Jahren der Ausfuhr von Milliarden Mark für lebenswichtige Nahrungsmittel an das Ausland ist es natürlich nicht möglich, von heute auf morgen unseren ge­samten Bedarf selbst zu erzeugen. Aber daß wir den Bauernstand derartig kräftigten, daß er wieder rentabel wurde, hat sich in einer hundertprozentigen Selbstversorgung mit Brot und Mehl, Kartoffeln, Zucker und Trinkmilch ausgewirkt. Das sind die lebenswichtigen Grundlagen, die das ganze deutsche Volk in seinem Bestand sichern. Für Fleisch, Eier und Butter ist natürlich dieses Ideal noch nuht vollkommen erreicht. Wir müssen, mitten m der Er­zeugungsschlacht, zusätzliche Mengen an diesen Nah­rungsmitteln aus dem Auslande ein­führen.

Und dabei ergibt sich folgendes: Wir können selbst­verständlich in einem Staat, ber kerne Auslands­schulden machen will, die erforderlichen Rohstoffe und Lebensrnittel nur einführen, wenn man u ns e re Jndustriewaren bagegena b n i m mt. Es ist wichtiger, daß die Menge der Arbeitslosen wieder beschäftigt wird und damit auch besser lebt, als daß nun aus allen Gebieten ber ße^mit ein Ueberfluß herrscht, denn die Einstellung der Mil­lionen Arbeitslosen führte natürlich dazu daß auch der Lebensmittelbedarf m seiner Gesamtheit wuchs, da die ehemaligen Arbeitslosen sich heute bester er­nähren und kleiden als es wahrend ihres Arbeits- lofendaseins der Fall war. Hinzu kommt, daß wir infolge des verlorenen Krieges, im Verlaufe der allgemein rückläufigen Welthandelsziffern nicht mehr über jene Lebensmittelüberschuß-Gebiete verfugen, die uns vordem zur Verfügung standen und daß wir wie übrigens alle Völker, a u f d e n A u s l a n d s mär Eten wenig er ab fetze n. Sie ^6? da­von ist zwangsläufig, daß d i e I n d u st r i e - Roh­stoffe, die mir ' zur Beschäftigung der wieder arbeitenden Massen notwendig haben und durch deren Verarbeitung wir schließlich dre deutsche Fa milie gegen die Vernichtungswut Bolschewismus schützen, den Vorrang in der Einfuhr haben.

Mit anderen Worten: Wir können nicht die Le­bensrnittel, die uns fehlen, in beliebigem. Maße tm Auslande kaufen. Die Folge davon ist eme gewisse Verknappung einiger Lebensmittel wie z. B. Eier, Fleisch, Butter, die von Zelt zu Zeit noch auft^tt- Wollen wir daß wir die Eier und das Fleisch, das wir aus dem Auslande einfuhren, bezahlen mit ^Wiederkehr des Massenelends des Verdor­rens ganzer Geschäftszweige, der Ruinierung un- eres Bauerntum"? Oder wollen dr° H°u-frauen lieber wenn es an Eiern fehlen sollte oder an Fleilch, diese Lebensmittel durch andere ersetzen, die wir genügend zur Verfügung haben und im eigenen Lande produzieren, und zwar zu festen, gleichbleibenden Preisen. Unsere Hausfrauen, an

könnten wir viel mehr Waren als augenblicklich absehen! Es wäre ein leichtes, sie mit Hilfe von Vatutaexperimenten hinauszu- fchteudern. wenn wir damit zugleich unser Votksvermögen in einer Inflation verpulverten. Das wäre ein schöner Export, der den Aus­verkauf des Volkes mittels einer solchen Inflation bedeutete, und der zugleich ein ge­wissenloser Verzehr des nationalen Kapitals wäre! Wir könnten um solchen Preis schon Waren absehen, aber wir wollen weder unsere Sparer betrügen, noch die Heran­wachsende Generation ausfleddern, indem wir das Nationalvermögen, welches wir ihr zu ver­erben haben, selbst verzehren.

Wir wollen keine Experimente, keinen Betrug, sondern wir wollen einen in ehrlicher Arbeit auf solider Grundlage und in guten kauf­männischen Sitten sich vollziehenden Warenhandel. Dazu brauchen mir natürlich und selbstverständlich Absatzmärkte.

Aber Absatzmärkte, die wir im Kriege verloren, können mir nicht mehr zurückerobern, meil andere Staaten sie nun besitzen und nicht mehr hergeben. Daher reicht unsere Ausfuhr zur Zeit nicht aus, um alles, was wir benötigen, einzuführen." Obendrein, fo fuhr Rudolf Heß fort, habe die jüdische Boykott­hetze das ihre getan, die Ausfuhr vorübergehend weiter zu behindern. Aber der Versuch, ein großes, arbeitsames Volk durch Aushungern zur KapiKi- lation zu zwingen, sei gescheitert, und ebenso wür­den alle weiteren Versuche scheitern.

Das Volk Adolf Hitlers weih, worum es geht. Es nimmt es auf sich, wenn nötig, sich da­zwischen etwas einzuschränken, kapitulieren wird es nicht! And niemand glaube, daß, wenn der wirtschaftliche Kamps gegen unser Volk fehlschlug, Deutschland durch Waffengewalt überwältigt werden könnte etwa durch 3n- marschsehen des sowjetrussischen Militarismus. Wir haben vorgeforgt! Und wir sind bereit, auch künftig wenn notwendig mal etwas weniger Fett, etwas weniger Schweinefleisch, ein paar Eier weniger zu verzehren, weil wir wissen, daß dieses kleine Opfer ein Opfer be­deutet auf dem Altar der Freiheit unseres Volkes. Wir wissen, daß die De­visen, die wir dadurch sparen, der Aufrüstung zugute kommen. Auch heute gilt die Parole: Kanonen st a t t Butter!" Der Führer gehört nicht zu denen, die eine Sache halb tun. Da uns eine Welt in Waffen gezwungen hat, aufzurüsten, rüsten wir auch ganz auf! Jedes Geschütz mehr, jeder Tank mehr, jedes Flugzeug mehr ist ein Mehr an Sicher­heit für die deutsche Mutter, daß ihre Kinder nicht hingemordet werden in einem unseligen Krieg nicht hingefoltert werden durch bolsche­wistische Banden. Wir sorgen dafür, daß die

Lust, uns anzugreifen, endgültig vergeht!

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Hof, 12. Ott. (DNB.) Aus Anlaß der Er­öffnung der neuen Adolf-Hitler- Halle in Hof hielt der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, eine bedeutsame Rede, in der er das Problem der Versorgung des deutschen Volkes mit Nahrungsmitteln und die Frage der Preisge­staltung für landwirtschaftliche Produkte des täg­lichen Bedarfs behandelte. Rudolf Heß erklärte u. a.:Wie ungeheuer sind doch die Leistun­gen des neuen Reiches allein a u f wirt­schaftlichem Gebiet! Was bedeutete es doch, im Januar 1933 einen Staat zu übernehmen, der vor dem Zusammenbruch steht, mit einer Wirtschaft, die eigentlich längst hätte Konkurs ansagen müssen, und dann innerhalb kürzester Frist mittels dieses Staates, mittels dieser Wirtschaft die Gesundung herbeizuführen, Millionen wieder in Ar­beit und Brot zu bringen, eine moderne Wehrmacht aufzubauen und zugleich mit diesen gewaltigen Anstrengungen unserem Volke das Brot zu sichern! Diese Sicherung des Brotes für das deutsche Volk mußte geschehen durch die Erhöhung der Eigenerzeugung an Le­bensrnitteln. Wir haben erreicht, daß das

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