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Oer Anti-Komintem-Zug in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 10. Nov. Van Darm­stadt kommend, traf am Dienstagnachmittag der Äntikomintern-Zug in Frankfurt ein. Die Wagenkolonne hatte ihren Weg nach Frankfurt auf der Reichsautobahn zurückgelegt und wurde am Ausgang der Autobahn von einer Abteilung der NSKK. in Empfang genommen. Von hier aus setzte sich der Zug in Begleitung von 150 NSKK.-Män- nern zu einer Fahrt durch mehrere Straßen in Be­wegung. Auf dem Roßmarkt wurde der Antikomin- tern-Zug zu einer Wagenburg zusammengefahren. Hier wird am kommenden Samstag um 8 Uhr die AusstellungWeltfeind Nr. 1 Der Bol­schewismus" eröffnet werden. Die Ausstellung, an der kein Volksgenosse vorübergehen sollte, ist bis zum 19. November täglich von 8 bis 21 Uhr in Frankfurt a. M. zu besichtigen.

Aus der Bevölkerungsstatistik des Dorfes Gleiberg.

(D Gleiberg, 10 Nov. Wie sich im Laufe der letzten Jahrzehnte die Schülerzahl in unserem Ort veränderte und wie sich der Geburtenrückgang auswirkt, zeigt folgende Statistik: Im Jahre 1881 zählt bei nicht ganz 400 Einwohnern die Schule 73 Kinder; dann steigt die Zahl langsam bis 1889 auf 86, um im nächsten Jahr auf 77 ,und bis 1893 auf 71 zu gleiten. Es erfolgt nun ein st a r k e r Aufstieg, der im Jahre 1900 mit 95 Kindern, 55 Knaben und 40 Mädchen, den höchsten hier er­lebten Stand erreicht. Ganz systematisch, trotz zu­nehmender Einwohnerzahl, sinkt im neuen Jahr­hundert die Zahl, im ersten Jahrzehnt um 10 und bis Ende des zweiten Jahrzehnts sogar noch um weitere 22, so daß 1919 nur 66 Kinder die Schule besuchen, also nur noch zwei Drittel vom Jahre 1900. Hält sich diese Zahl in den folgenden Jahren mit einigen Schwankungen, so hat sie gegenwärtig 1936 ihren bisherigen tiefsten Stand erreicht mit 59 Schülern.

Interessant sind auch die Schwankungen im Ge- schlechtsverhältnis. Während von 1881 bis 1886 die Zahl der Knaben stark überwiegt, ändert sich im gleichen Maße von 1887 bis 1894 das Verhältnis zugunsten der Mädchen. Nun dominiert bis 1905 wieder die Knabenzahl, um dann bis 1918 den Mädchen den Vorrang zu lassen. Zählt man von 1881 bis 1919 die Schülerzahlen der einzelnen Jahre zusammen, so kommen auf die Knaben 1524 und auf die Mädchen 1536, was sich mithin fast ausgleicht. Stark fällt die Tatsache ins Auge, daß im Jahre 1881 bei etwa 400 Einwohnern 73 Schüler vorhanden sind und im Jahre 1936 bei rund 500 Einwohnern nur 59.

Dorfcremeinschaff aus eigener Kraff.

= Wißmar, 10. Nov. Am Sonntagabend ver­anstaltete die N S G.Kraft durch Freude" in Verbindung mit dem Landschaftsbund Volkstum und Heimat" im Saale von Wolf einen gut besuchten Dorfgemein­schaftsabend. Die Musik und die gesamte Vor­tragsfolge wurden von einheimischen Kräften be­stritten. Der Ortsringleiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat, Lehrer Schnorr, hieß die Teilnehmer willkommen und wies auf den Wert und Sinn eines solchen Abends hin. Unter der Leitung von Hauptlehrer Wagner wurde dann, aufgeführt von ehemaligen Schülerinnen, ein schönes Theater­stück gezeigt, das mit großem Beifall ausgenommen wurde. Im weiteren Verlaufe des Abends wechsel­ten Volkstänze und musikalische Darbietungen in bunter Folge miteinander ab. Kreisringleiter K o r tz (Wetzlar) kennzeichnete in einer Ansprache die Not­wendigkeit, die Dorfgemeinschaftsabende aus eigener Kraft zu gestalten. Er wies darauf hin, daß man bestrebt sein müsse, alle befähigten Kräfte des Dor­fes zu erfassen. Er gab weiter seiner Freude über die Ausgestaltung des Dorfgemeinschaftsabends in unserem Orte Ausdruck, der der erste dieser Art im Kreise Wetzlar sei. Lehrer Schnorr hielt dann einen Vortrag überWißmar vor 100 Jahren und heute." Der Vortrag wurde mit besonderer Aufmerk­samkeit verfolgt. Ortsgruppenleiter Henrich dankte zum Schluß des Abends allen, die sich in den Dienst der Veranstaltung gestellt hatten. Mit dem Gruß an den Führer und mit dem Deutschlandlied und dem Horst Wessel-Lied klang der Abend aus.

6. A.-Sport

Deutschland-Italien.

Der sechste Fußballänderkampf zwischen Deutsch­land und Italien am Sonntag auf dem Reichs­sportfeld in Berlin hat eine noch nie dagewesene Resonanz in der ganzen deutschen Oeffentlichkeit gefunden. Begeisterung und Interesse für Länder­spiele sind in Deutschland stets groß gewesen, be­sonders als in den letzten Jahren der deutsche Fuß­ballsport sich auch international Geltung verschaffte.

Nun stehen wir vor einem neuen Ereignis: dem Länderkampf gegen Italien in Berlin. Zwischen Glasgow und Berlin liegen nur vier Wochen, und schon steht die deutsche Nationalmannschaft wieder vor einer Kraftprobe, deren Ausgang die ganze Fußballwelt interessiert. Italien ist Fußball-Welt­meister der Fifa, ist zweimaliger Gewinner des Europa-Pokalwettbewerbs und es errang mit sei­nerStudentenmannschaft" die Fußball - Gold­medaille in Berlin. Diese Erfolge sind das Produkt eines systematisch betriebenen Trainings und einer harten Schule. Die . körperliche Konstitution der Italiener ist vorbildlich. Aber auf der anderen Seite ist auch Deutschland für den schweren Kampf ge­rüstet. Unsere Elf weiß, daß sie gerade in Berlin etwas gutzumachen hat.

Die Bilanz der deutsch-italienischen Länderkämpfe ist für uns wenig erfreulich. Von den fünf bisher ausgetragenen Begegnungen blieben die Italiener viermal siegreich, und nur einmal konnte Deutsch­land die Oberhand behalten.

Die Reichshauptstadt ist zum erstenmal der Schauplatz eines Fußballänderkampfes zwischen

Auch in diesem Jahre zog der VfB.-Reichsbahn für seine Leichtathletik-Abteilung Bilanz. Abermals konnte ein Ausstieg festgestellt werden. Nicht nur, daß einzelne Könner hervorragten, nein in ihrer Gesamtheit siand die Abteilung wie ein Mann. Ge­rade der eigene Nachwuchs, bei Mannschaftskämp­fen eingesetzt, ließ eine nicht erwartete Geschlossen­heit erkennen. Die Früchte langjähriger Aufbau­arbeit konnten geerntet werden. Wenn man be­denkt, daß auf 30 Veranstaltungen Leichtathleten des VfB.-R. gestartet sind, so steht fest, daß die Gießener Leichtathletik im VfB.-Reichsbahn eine wertvolle Pflegestätte gefunden hat. Auf die er­kämpften 240 Siege, die sich wie folgt zusammen­setzen, ist man deshalb mit Berechtigung stolz: 87 erste Siege, 88 zweite Siege, 65 dritte Siege, ins­gesamt 240 Siege.

Bei den Aktiven waren es besonders Luh, Herr­mann, Pfaff und Huppert, die ihre Kräfte in den Dienst der Sache stellten. Aber auch die ab und zu aktiv verwandten ^.-Jugendlichen Kley, Schwarz, Möll «nd Stürmer waren dem Verein eine große Stütze. Wohl der schönste Erfolg sind die in der Deutschen Dereinsmeisterschaft in Klasse B erzielten 4997,75 Punkte. Otto Luh steht mit seiner Kugel- beftfeiftung von 15,07 Meter in Deutschland an 7. Stelle. Jrn Diskuswerfen erreichte er 42,33 Me­ter. Den Hammer schleuderte er 35,50 Meter weit. Heinz Herrmann stieß die Kugel 14,07 Meter weit, sprang 6,71 Meter im Weitsprung und warf den Speer 54,86 Meter. Pitzen sprang 1,70 Meter hoch. Alles gute Leistungen. In der 4X100-Meter-Staffel wurde als Kreis-Bestleistung 45,3 Sek. gelaufen. Die Staffel stand: Huppert, Luh, Kley und Möll. Luh und Herrmann vertraten verschiedentlich den Gau. In der Kreisbestenliste sind die Namen des VfB.-R. mehrmals, an der Spitze zu finden. Auch im Gau führt Luh im Kugelstoßen.

Den Glanzpunkt der Abteilung stellten jedoch un­streitig die Jugendlichen dar. Sie krönten ihre Er­folge mit der Erringung der Kreismeisterschaft in der Deutschen Vereinsmeisterschaft. Die Leistungen

Deutschland und Italien. Das Interesse nicht nur der Berliner, sondern aus dem ganzen Reich ist so gewaltig, daß bei weitem nicht alle Wünsche er­füllt werden können. Deutschland müßte schon über ein Stadion mit einem Fassungsvermögen für 200 000 Zuschauer und mehr verfügen, um der riesigen Kartennachfrage zu genügen, die das Ber­liner Spiel heroorgezaubert hat. Mit 110 000 Zu­schauern ist das Olympische Stadion überfüllt, mag man auch hier und da noch Notbauten errichtet haben. 30 000 Eintrittskarten sind in Berlin zur Ausgabe gelangt, während rund 70 000 Karten ins Reich gegangen sind. Aus den verschiedensten deutschen Großstädten werden nicht weniger als 67 Sonderzüge eingesetzt.

Deutschland stellt für diesen Kampf folgende Mannschaft: Jakob (Jahn-Regensburg); Münzen­berg (Alemannia Aachen), Munkert (1. FC. Nürn­berg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (1. FC. Schweinfurt); F. Elbern (SV. Beuel), Gellesch (Schalke 04), Siff- ling (SV. Waldhof), Szepan, Urban (beide Schalke 04).

Das Aufgebot der Italiener von zwölf Spielern setzt sich zusammen aus den Torhütern Olivieri (Lucca) und Ceresoli (Bologna); den Verteidigern Monzeglio und Allemandi (beide AS. Rom); den Läufern Serantoni (AS. Rom), Andreoli (Bologna), Arglien II (Juventus Turin); sowie den Stürmern Pasinati (Triest), Meazza (Amdrosiana Mailand), Piola (Lazio Rom), Ferrari (Ambrosiana Mailand) und Colaussi (Triest). Die Italiener treffen bereits am Freitagnachmittag in Berlin ein.

der Jugendlichen sind der besonderen Erwähnung wert:

A-fUaffe:

Helmut Möll: 100 Meter in 11,1 Sek.; 200 Meter in 23,4 Sek.; Hochsprung 1,66 Meter; Weit­sprung 6,44 Meter, Dreisprung von 12,31 Meter. Egon Kley: 100 Meter in' 11,4 Sek.; 200 Me­ter in 23,4 Sek.; Weitsprung 6,45 Meter; Hoch­sprung 1,66 Meter; Kugelstoßen 14,10 Meter. Möll ist Gaumeister im 200-Meter-Laufen und Drei­springen. Kley errang die Gaumeisterschaft über 100 Meter und im Weitsprung. Beide stehen in der Gaubestenliste an erster Stelle.

Kreismeister wurden die A-Jugendlichen: E. Kley über 100 Meter und Weitsprung; H. Möll im 200- Meter-Laufen; Reinhold Krämer im 800-Meter- Lauf; Kurt Nies im Kugelstoßen; Helmut Schie­ferstein im Diskuswerfen.

B-Jugend:

In der Jugendklasse B dominierten ebenfalls die VfB.-Reichsbahner. Wohl die beste Leistung voll­brachte Schwarz im Hochsprung mit 1,60 Meter. Ferner Linkmann im Diskuswerfen mit 32,99 Me­ter. Beide sicherten sich hiermit im Kreis die erste Stelle. Mädicke lief die 100 Meter in 12,1 Sek. In Klasse B wurden folgende Mitglieder Kreismei­ster: 200 Meter A. Oehler. Hochsprung Schwarz. Diskus Rudi Büdenbender. Ferner seien erwähnt C. Heller über 1500 Meter. Lipphardt 200 Meter. E. Oehler Stabhoch.

C-3ugenb:

In der Jugendklasse C war vorzügliches Mate­rial vorhanden. Besonders Heinrich Mootz kam zu vielen Siegen. Er lief 100 Meter in 12,8 Sek. und stieß die Kugel 11 Meter weit. Ihm zur Seite stand Hans Diedrich, der die 100 Meter in 13,1 Sek. lief. Mootz wurde Kreismeister im 100-Meter-Lausen und Kugelstoßen. Aber der schönste Erfolg der C-Jugend stellt die Erringung der Gaumeisterschaft in der 4 mal 100-Meter-Staffel dar. H. Mootz, H. Schäfer. E. Herrmann und H. Diedrich erliefen sie.

D-3ngenb.

Die Kleinsten waren wie immer mit Eifer bet der Sache. Auch sie leisteten viel. Hier galt jedoch die Vereinsarbeit mehr der Ausbildung.

Frauen-Ableiluug.

Auch die Frauenabteilung errang verschiedene gute Erfolge. Besonders in der 4-mal-100-Meter» Staffel konnten einige Siege erzielt werden. In der Besetzung Luise Weber, Anni Heller, Hilde Dapper und Elfriede Schmidt wurde die gute Zeit von 57 Sekunden gelaufen. Im Hochsprung war es Elfriede Fischer, die 1,35 Meter erreichte. Im Diskuswerfen waren sich Hilde Dapper, Elfriede Schmidt und Käthe Mandrella ebenbürtig. Im Ku­gelstoßen kam Frl. Schmidt über die 9 Meter.

Der VfB.-Reichsdahn blickt mit Stolz auf feine Leichtathleten, die in unermüdlicher Arbeit dem idealen Gedanken der Körperstählung dienen zum Wohle unseres Vaterlandes.

BfB.-Reicksbahn Gießen.

VfB.-R. 1. Jgd. R.-Tufpo Herborn 1. Jgd. 1:2.

Die erste Jugend konnte trotz der knappen Nieder­lage in Herborn restlos gefallen und hat erneut gezeigt, daß sie die Tabelle der Jugendgruppe Gie­ßen auch in diesem Jahre zu Recht inne hat. Ledig­lich das übertriebene Kombinationsspiel des Stur­mes war daran Schuld, daß die Feldüberlegenheit nicht ihren zahlenmäßigen Ausdruck fand. Die Herborner Jugend war ein Gegner, der auch in der hiesigen Gruppe eine Rolle spielen würde.

VfB.-R. 2. Jgd. Herborn 2. Jgd. 4:2. Die zweite Jugend war erfolgreicher als die erste. Sie konnte während der ganzen Spieldauer leicht feld­überlegen spielen und verstand es auch vor allen Dingen, durch Tore dieser Tatsache Ausdruck zu geben.

VfB.-R. 1. Schüler 1900 Gießen 1. Schüler 1:4. Da die VfBer in diesem Spiel gezwungen waren, mit Ersatz anzutreten, so war es von vorn­herein klar, daß bei der sonstigen Ausgeglichenheit der Spielstärke die Leute vom Trieb in diesem Spiele das bessere Ende für sich behaupten würden.

©feuerfferfbrief.

Lpd. Frankfurt a. M., 10. Nov. Gegen den Kaufmann Hans Strauß, geboren am 29. Mai 1900 in Heldenbergen, zuletzt wohnhaft in Frankfurt a. M., Arndtstraße 3, zur Zeit in Sao Paulo, Rua Abilio Soares 10, ist vom Finanzamt Frankfurt a. M.-West wegen Reichsfluchtsteuer im Betrage von 4351,50 RM. ein Steuer st eck- brief erlassen worden. Es ergeht hiermit die Auf­forderung, den genannten Steuerpflichtigen, falls er im Inland betroffen wird, vorläufig festzunehmen und gemäß § 11 Absatz 2 der Reichsfluchtsteuer- Dorschriften unverzüglich dem Amtsrichter des Be­zirks, in dem die Festnahme erfolgt, vorzuführen

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 12. November:

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon­zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. Heiter soll der Tag beginnen. 10: Schulfunk Volksliedsingen. 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nach- richten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mit­tagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Schlager, die schon fast verklungen, doch immer wieder gern mit­gesungen! 15: Volk und Wirtschaft. Oberschlesiens Kohle und Eisen. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhal­tungskonzert. Volkstümliche Weisen. 17.30: Die junge Kolonne! (Aus neuem deutschen Schaffen). 18: Konzert. 19: Musik von Josef Haas. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel 20: Nachrichten. 20.10: Bergauf- Bergab. Bünte Volksmusik. 21: Keine Angst vor der Symphonie (I). Eine Sendereihe mit schöner Musik. 22: Nachrich­ten (auch aus dem Sendebezirk), Nachrichten der DAF. 22.30: Schallplattenkonzert. 23: Konzert. Werke von Georg Schumann. 24 bis 2: Nacht­konzert. Die Zauberflöte. Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart.

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