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Nr. 60 Erstes Blatt M. Jahrgang Mittwoch, Marz 1936

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Das deutsche Volk wird am 2S.März seine Pflicht tun

Ileichspropagandaminifler Nr. Goebbels eröffnet mit einer großen Rede in der Berliner Neutschlandhatte den Wahlkampf für Frieden und Freiheit.

Berlin, 10. März. (DNB.) Mit einem macht­vollen Auftakt eröffnete Reichspropagandaleiter Reichsminister Dr. Goebbels am Dienstagabend dendritten Wahlkampfseit der Macht­ergreifung mit einer mehrstündigen Rede im größten Hallenbau Europas, der Deutschland­halle. Der Riesenbau schien schon eine Stunde vor Beginn bis unter das Dach besetzt. Aber immer noch strömten neue Massen hinzu und fanden Un­terschlupf. Um den Rang zogen sich Sprechbänder, die verkündeten, daß die Garnisonen Deutschlands Garnisonen des Friedens sind, daß Deutschlands Dank für die durch den Führer ge­schenkte Freiheit dasJa" für den Führer und die Ehre des deutschen MannesTreue dem Führer" ist. Den Angehörigen der gefallenen Freiheitskämpfer der Bewegung und der Gauschule des Arbeitsdienstes waren die ersten Sitzreihen im Saal Vorbehalten. Auf dem Podium hatten die For­mationsführer der Gliederungen der Bewegung und die Vertreter der Wehrmacht Platz genommen. Besonders großes Interesse zeigte die ausländische Presse; vornehmlich Frankreich, England und Ame­rika waren stark vertreten.

Punkt 20 Uhr betrat, von tosenden Heil!-Rufen empfangen, der Berliner Gauleiter Dr. Goeb­bels, begleitet u. a. vom Korpsführer Hühnlein, den Saal.

Dr. Goebbels

hob in feiner groß angelegten Rede einleitend her­vor, daß die großen Erfolge des dreijährigen natio­nalsozialistischen Aufbaues nur errungen werden konnten, weil Deutschland den Parlamenta­rismus westlicher Prägung abge­schafft hat. Es unterliege keinem Zweifel, so rief Dr. Goebbels unter lebhaftester Zustimmung aus, daß sich die sog. westlichen Demokratien in bezug auf Volksverbundenheit an der Regierungs­form in Deutschland ein Beispiel nehmen könnten.Es gibt heute in Europa keine Regierung" erneute stürmische Beifallskund- gelungen unterstrichen diese Feststellung,die so volksverbunden wäre wie die unsere! In keinem anderen Lande dürfte die Regierung das Volk so oft auffordern, an die Wahlurne zu treten."

Wenn der Führer nun das deutsche Volk erneut zu einer Wahl aufrufe, so tue er es in der lieber- zeugung, daß er ein wahrhaft gutes G e - wissen vor seinem Volk haben kann. Und wenn die Emigranten in anderen Ländern immer noch den Eindruck zu erwecken suchen, als sei das nationalsozialistische Regime nicht im Lande ver­wurzelt, so werden wir ihnen erneut beweisen, daß das Gegenteil der Fall ist.Wir werden ihnen zeigen, daß die eine Partei, die wir heute statt der Dutzende vergangener Parteien besitzen, um so enger und v er an t w o r tun g s - voller mit dem Volk verbünd en ist.

Denn jenen Parteien weint das deutsche Volk keine Trane nach. Ls ist ja trotzdem an der Ge­staltung seines Schicksals aufs engste beteiligt, indem es eine starke Führung mit der Gestaltung dieses Schicksals beauftragt, die Mut und Vertrauen genug besitzt, dem Volk immer wieder Gelegenheit zur Abgabe eines Urteils zu geben. 3m übrigen kommen wir ja nicht nur in Mahlzeiten zum Volk. Unun­terbrochen haben wir in diesen drei Jahren mitten im Volk gestanden, haben auch unpopuläre Entschlüsse als notwendig klarzu­machen versucht, haben Rechenschaft abgelegt und auf den Ernst der Lage hingewiesen. So manches Opfer konnten wir fordern in dem Be­wußtsein, die notwendige Gefolgschaft zu fin­den. So kann es nicht ausbleiben, daß tatsäch­lich der Dille des Volkes in der Führung feinen plastischen Ausdruck findet.

Wie sah es vor der Macht­übernahme in Deutschland aus?

Dr. Goebbels zeigte bann in eindrucksvollen, mit beweiskräftigen Zahlen belegten Worten, wie der Führer im Januar 1933 Deutschland vor fand und wie sich diese Lage bis heute grundlegend geändert und g e b e s s e rck. hat. Wie grund­legend sie sich gebessert habe, könne man daraus ersehen, daß das deutsche Volk heute kaum noch wisse, wie Deutschland einmal ausgesehen habe. Als der Führer an die Macht gerufen wurde, stand das Reich im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Ruin. Wir hatten sieben Millionen gezahlte Arbeitslose. Handel und Wandel waren bis auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Die fürch­terlichsten sozialen Notstände herrschten in den breiten Massen, und die Regierung stand dem tatenlos und energielos gegenüber. Die Finanzen befanden sich in einem d e r * 3 w eifelten Zustand. Ein drittel des Bauerntums stand vor der w i r t :\ ch a f t - lichen Katastrophe. Der ganze deutsche Land- und Grundbesitz ging in die Hände des inter­nationalen, wurzellosen Leihkapitals über. Die I u - gend der Nation stand verzweifelt v o r d e n A r - beitslofenämtern und war eine billige

Beute des Verbrechens und des internationalen Kommunismus. Unsere deutsche Kultur, Presse, Film, Theater wurden fast ausschließlich von inter­nationalen Juden repräsentiert. Die Regierungen machten überhaupt keine Pläne mehr, weil sie wußten, daß die Pläne doch nicht durchge- ü h r t werden konnten.

Die Parteien sahen nicht auf das große Ganze, andern lebten von der Not des Landes. Der i n - ternationale Bolschewismus schnellte bis auf 200 Reichstagsmandate hinauf, so daß sich am Ende die große politische Auseinandersetzung in Deutschland nur noch zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus abspielte. Das Reich selbst stand vordem innerpolitischen Verfall. Das Ausland baute seine Pläne auf die innerpolitische Schwäche des Reiches auf. Wir faßen im Völker­bund nur geduldet. Jedes Diktat mußte angenom­men werden. Wenn eine Regierung nur den ge­ringsten Widerstand wagte, fielen ihr Länder ober Parteien in ben Rücken. Die Grenzen selbst waren nach allen Richtungen hin offen. Wir hatten nur eine Armee von 100 000 Mann. Das Reich war wehrlos, unb es würbe bamit auch ehrlos. Er-

Diefem Bilb bes völligen inner- unb außenpoliti­schen Verfalls, wie es ber Führer am 30. Januar 1933 in Deutschland) vorfanb, stellte Dr. Goebbels nun in einem einbrucksvollen und durch umfang- reeiches Zahlenmaterial belegten Vergleich die Lei­stungen des Nationalsozialismus gegenüber.Wir haben uns nicht mit der Arbeitslosenzahl von sie­ben Millionen abgefunden", so rief er aus,son­dern haben sie durch großzügige Aufbau- projekte bezwungen. Aus sieben Millionen Arbeitslosen im Jahre 1932 wurden zweieinhalb Millionen zu Beginn des Jahres 1936! Die Stei­gerung der Umsätze im Handwerk von 10,9 Milliarden Mark im Jahre 1932 auf 14,5 Milliar­den Mark im Jahre 1935 ist ein Beweis dafür, daß die neu in den Arbeitsprozeß eingeschalteten Volks­genossen ihre Lebenshaltung verbessern konnten. Die industrielle Erzeugung ist von 34,8 Milliarden im Jahre 1932 auf 58,5 Milliarden im Jahre 1935 gestiegen. Von Reichsbahn und Binnenwirtschaft wurden 1932 täglich 1,07 Millionen Tonnen befördert und 1935 1,48 Mil­lionen Tonnen. Aus der Erhöhungder Spar­einlagen in den deutschen Sparkassen von 9,9 Milliarden Mark Ende 1932 auf 13,4 Milliarden Mark Ende 1935 geht hervor, daß die weniger bemittelten Volksschichten d i e Haupt­nutznießer dieser Steigerung der Umsätze sind. Denn die Erhöhung der Spareinlagen ist das Er­gebnis eines zielbewußten, alle Stände und Be­rufe umfassenden nationalen Aufbauprogramms, das aber keineswegs auf Kosten der all­gemeinen Wohlfahrt ging. So stellte ber fünfte Bericht ber 19. Tagung ber Internationalen Arbeitskonferenz 1935 über ben bezahlten Ur­laub fest, daß von den rund 19 Millionen Arbei­tern in Europa, die Anspruch auf bezahlten Urlaub

Heben diesen materiellen Erfolgen aber stehen ebenso große ideelle Erfolge. Mil­lionen Menschen glaubten früher, daß die 2k- . bett nur ein Fluch und eine Schande sei. wir aber haben der Arbeit ihre Ehre wie­der zurückgegeben und unter der Parole Ehret den Arbeiter und achtet die Arbeit! die deutsche Arbeiterschaft am 1. Mai 1933 zum ersten Mal zu einem großen, alle umfassenden nationalen Arbeiterfeiertag aufgerufen. Arbeiter und Unternehmer marschie­ren jetzt wieder Hand in Hand!

Die deutsche Automobilindustrie liefert ein plastisches Beispiel dafür, wie wir die Pro­duktion wieder angekurbelt haben. 1932 wurden 104 600 Kraftfahrzeuge in Deutschland hergestellt. 1935 dagegen 353 000. 1932 waren 33 000 Arbeiter in ber Automobilinbustrie beschäftigt, 1935 über 100 000. Der Gesamtumsatz der deutschen Automo­bilindustrie stieg von 295 000 000 RM. im Jahre 1932 auf rund 1,150 Milliarden RM. 1935. lieber 250 000 arbeitslose Volksgenossen wurden seit An­fang 1933 in der Autoindustrie und deren Liefer­industrien neu eingestellt. Wir mußten natürlich zur Ankurbelung der Wirtschaft mehr R o h - stoffe einführen und damit mit den Devisen haushalten. Da kam es vor, daß einmal 14 Tage lang Butter oder Eier knapp wurden. Wir lind knapp an Devisen, das geben wir zu, aber" und lauter Beifall unterstrich diese Worte wir sind bis jetzt noch ausgekommen. Im Jahre 1932 haben wir für viereinhalb Milliarden

drückende Reparationslasten lagen auf der Nation. Sie wurden dadurch bezahlt, daß wir Kredite in anderen Ländern aufnahmen. Man täuschte für kurze Zeit ein Leben in Schönheit und Würde vor, und als die geborgten Gelder verbraucht waren, kam der graue Aschermittwoch der Erkenntnis."

Wir haben", so erklärte Dr. Goebbels unter starkem Beifall,gegen diese Zustände vier- zehnIahrelanggekämpft. wir waren deshalb Freiwild der öffentlichen Meinung in Deutschland. Jede nationale Regung wurde rücksichlslos niedergeknüppelt. Selbst eine Stel­lungnahme gegen den Versailler Vertrag wurde von den Gerichten des Rovemberdeutschlands als hoch- und Landesverrat gebrandmarkt. (Pfuü-Rufe.) Mit Ingrimm haben damals alle nationalen Deutschen diesen Weg des Ver­falls verfolgt, wir haben in breiter Front den Angriff vorgetragen und sind nicht müde geworden, das Volk aufzurufen. Rach einem 14jährigen Kampf gelang es uns, d i e Macht an uns zu reißen.

haben, rund 12 Millionen auf Deutschland entfallen. In der Steigerung des Volkseinkommens von 45 Milliarden im Jahre 1932 auf 56 Milliarden im Jahre 1935 sind die Lohnsummen enthalten die jene fünf Millionen Volksgenossen bekommen, die wir in unserem Generalaufbauplan wieder in die Fabriken unb Werkstätten geführt haben. Sie find wieder' arbeitende Glieder unserer Volksgemeinschaft geworden, und brauchen sich in unserem Staat nicht verlassen zu fühlen. (Starker Beifall.)

Ein weiterer Beweis dafür, wie die national­sozialistische Führung es verstanden hat, nur solche Projekte zu entwerfen, die wirklich von Erfolg begleitet sind, ist der Rückgang der Geschäftszusammenbrüche von 70000 in den Jahren 1930 bis 1932 auf 23 000 in der gleich langen Zeit von 1933 bis 1935.

Unter stärkstem Beifall der Zuhörer gab Dr. Goebbels sodann die Zahlen über das gewaltige Werk der Reichsautobahnen bekannt: 119 Kilometer Reichsautobahnstrecke wurden bereits fertiggestellt. 1841 Kilometer sind zur Zeit im Bau. 3460 Kilometer sind bereits für den Bau freigege­ben, und weitere 1580 Kilometer sind vorbereitet. Das sind insgesamt 7000 Kilometer neu errichtete modernste und in der ganzen Welt in dieser Schön­heit und Breite nicht vorhandene Autostraßen. Allein durch den Bau dieser Autostraßen haben im Jahre 1934 85 000 und 1935 bereits 120 000 er­werbslose Volksgenossen Arbeit gefunden. In ver­wandten Industrien wurden außerdem zusätzlich 130 000 Arbeiter beschäftigt, so daß insgesamt eine Viertelmillion Arbeiter durch den Bau der Reichs­autobahnen wieder Arbeit und Brot gefunden haben.

Nahrungsmittel eingeführt, im Jahre 1935 brauchten wir dafür nur noch 0,9 Milliarden auszugeben. Wir haben für die ersparten Devisen solche Dinge eingeführt, die der Arbeitsbeschaffung zugute kommen.

wie gesicheri sich heule unser Volk fühlt, das ergibt sich am besten aus unserer Bevölke­rungsbewegung. Die Zahl der Eheschlie­ßungen betrug im Jahre 1932 510 000, im Jahre 1935 ist sie auf 650 000 gestiegen. Die Zahl der lebendgeborenen Kinder ist von 975 000 im Jahre 1932 auf 1 265 000 im Jahre 1935 gestiegen. (Diese Mitteilung nimmt die Versammlung mit besonders starkem Beifall entgegen.) Don den vielen Kindern, die mehr geboren worden sind, kann man mit gutem Recht sagen: Das sind die Kinder des national­sozialistischen Deutschlands.

Wo ber einzelne nicht in der Lage ist, des Hun- gers und der Kälte Herr zu werden, da setzt das von uns geschaffene große Werk der Winter­hilfe ein. Allein die Kartoffeln, die durch die Winterhilfe den bedürftigen Volksgenossen geliefert worden sind, würden einen Eisenbahnzug füllen, der von Berlin bis Addis Abeba reicht. Eine ähn­lich gigantische Zahl ergibt sich auch für die Kohlen­lieferungen.

Darüber hinaus haben wir den werktätigen Volksgenossen auch etwas für die Seele gegeben durch die Organisation raftburch Freud e". Diese Organisation verfügt über sechs Urlauber-

chifse mit 80 000 Bruttoregistertonnen, die im Jahre 1935 107 Hochseefahrten mit 150 000 Passagieren durchgeführt haben. Zwei Schiffsneubauten von je 25 000 Bruttoregistertonnen sind im Bau. An den Landurlaubsreisen haben 1934 zwei Millionen, 1935 drei Millionen Arbeiter teilgenommen. Für den ©Beurlaub im großen Stil ist mit dem Bau des Seebades an der Ostsee mit 7,5 Kilo­meter Strand, 1400 Morgen Wald und Wiesen und 20 000 Betten begonnen worden. (Lebhafter Beifall bezeugt den Dank der Massen für diese gewaltigen ozialen Maßnahmen.)

In vier bis fünf Jahren werden die meisten deutschen Arbeiter ihren Urlaub im bayerischen Hochgebirge, an der See oder auf Schiffen in fernen Ländern verbringen können. Das ist die Verwirklichung des marxistischen Versprechens, daß die Arbeiter einmal auf eigenen Schiffen die Wellen des Weltmeeres durchkreuzen wer- den. Die anderen haben es versprochen und wir haben es gehalten. (Jubelnde Zustimmung.)

produttive Außenpolitik.

Die Voraussetzungen für eine europäische Neuordnung geschaffen.

Dr. Goebbels zeigte bann die Ergebnisse der nationalsozialistischen Regierung auf dem Gebiete der Außenpolitik:Im Januar 1933 war Deutschland ein Spielball in den Händen der Welt- möchte. Es blieb nichts anderes übrig, als Öen Völkerbund, der uns die Gleichberechtigung versagte, zu verlassen. Der Führer, der diesen schweren Entschluß erst faßte, als es keine andere Möglichkeit mehr gab, Deutschlands Ehre und Gleichberechtigung zu erkämpfen, erhielt dafür das Jawort des ganzen deutschen Volkes. Dan wurde die deutsche Wehrmacht wie­der aufgebaut, da die anderen Mächte das Abrüstungsversprechen nicht eingehalten hatten.

Wenn wir jetzt die Remilitarisierung des Rhelnlandes durchgeführt haben, so soll das keine Drohung gegen Frank­reich sein. Wir wollen nicht die Brücken zu Frankreich abbrechen, im Gegenteil, wir wünsch­ten, daß dies der er sie Schritt zu einer wirklichen Reuordnung in Europa sein möge, um mit den anderen großen Mäch­ten in Europa z u einem langjährigen Vertrag, zum Frieden und zur Wohlfahrt der Völker zu gelangen. Man kann sehr wohl Verträge mit Deutschland abschliehen. Wie wir unsere Verträge halten, kann man an dem deutsch-polnischen Abkommen sehen. Diesen Vertrag halten wir, weil er der Vernunft ent­spricht.

Deutschland hat jetzt wieder wie jeder andere Staat das Recht, für die Sicherheit seiner Grenzen selbst zu sorgen, und auch die Möglichkeit, seine Grenzen zu beschützen. Was wir im Jahre 1933 vom Völkerbund forderten, was der Völkerbund uns nicht gab und weshalb wir den Völkerbund verließen, das ist nun Wirklichkeit gewor­den. Deutschland ist wieder souveräner Herr seines ganzen Territoriums und besitzt die volle militä­rische Gleichberechtigung. Damit ist uns die M ö g- keit zur Rückkehr in den Völkerbund wieder gegeben.

Gleichberechtigung die Grund­lage eines ivahrenVölkersriedens

Der Führer hat eine ganze Reihe von konstruk­tiven Friedensvorschlägen gemacht. Er hat Frank­reich und Belgien für 25 Jahre einen Nichtangriffs­pakt angeboten. Er hat den Westmächten einen Luft­pakt angeboten. Er hat sich bereit erklärt, mit allen Randstaaten einschließlich Litauens einen Nicht­angriffspakt abzuschließen. Er hat sich ferner bereit erklärt, auf der Grundlage der Gegenseitigkeit im selben Umfange wie Frankreich eine entmilitarisierte Zone zu schaffen. Es muß endlich einmal eine dauerhafte Friedensgrundlage geschaf­fen werden. Wir wollen jetzt einen Vertrag ad- schließen, den man halten kann, und das ist nur möglich, wenn er die Gleichberechtigung jedes Vertragspartners zur Grundlage hat? Dazu soll sich nup am 29. März das beut- scheVolkbekennen. (Durch stürmischen Beifall geben die Massen ihrem Bekenntnis schon hier über­zeugenden Ausdruck.)

Ihr, meine Parteigenossen, habt dem Führer immer zur Seite gestanden. Ihr habt ihm immer gezeigt, daß ihr bei ihm sieht, mit ihm fühlt und mit ihm denkt. Die well muh einsehen, daß es keine andere Lösung der großen internationalen Probleme gibt als die, d i e der Führer aufgezeigt hat. Wenn Deutschlands Führer als erster die Realitä­ten sieht, wie sie sind, und die Wahrheit sagt, auch wenn sie unbequem ist, dann muh die well auf ihn hören. Lr tut damit nichts anderes, als was er schon immer in Deutschland getan hat, und sein Bemühen um den Frieden in der Welt wird einmal ebenso von Erfolg gekrönt werden, wie es in Deutsch­land von Erfolg gekrönt war.

Drei Jahre hat der Führer gearbeitet als ver­antwortlicher Leiter der Politik unseres national­sozialistischen Staates. Er hat in diesen drei Jahren nur die Sorge um sein Volk gekannt, er hat Tag unb Nacht geschafft unb keine Verantwortung ge-

Was hat der Mrer

in drei Ähren ans Deutschland gemacht?

Arbeiter unb Unternehmer marschieren im neuen Reich Hand in Hand.