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iwegung Giehen rem 8. cktober, im Saale

Pabnhofstr. 43

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Nr. 236 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Donnerstag, 8. Moder 1936

Erscheint tdgltd), autzer Sonntags und Feiertags Betlagen. Vte Jflu|tri«t« (Btenenei Familienblättei Hetmat im Blld Die Scholl, Monals-Vezugsprets

Mit 4 'Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

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^ranffurt am Mai» 1168t

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Deutsches Volk, hilf dir selbst!"

Mit einem Rekord, wie er selbst tm leistungsge-

Des Führers Appell an den Idealismus der Tai.

Für die deutsche Volksgemeinschaft ist fein Opfer zu groß.

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siebe. Rechts «in Blick in die D-utfchlandhallc. - (Sch-rl-Bild-rdi-nst-M.)

unsinnigstes Ende" fand. Ein Ende, das nichts an­deres als die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln und der Anfang jener vollkommenen Zer­rüttung war, die der wirtschaftliche Wahnsinn, die Unvernunft, die Unlogik und die politische Unzu­länglichkeit diesesFriedensvertrages" zur Folge haben mutzten. Hanblangerbienste habe dabei jene verlogene Demokratie geleistet, die heute noch olaube, dem arbeitsamen, friedliebenden deutschen Volk den moralischen Kredit verweigern, jede seiner Maßnahmen kritisieren, jeden seiner Erfolge leug­nen zu müssen, aber blind sei gegenüber den grauen­haften Vorgängen in Spanien, jene sogenannte De­mokratie, die davon fasele, datz sie das deutsche Volk von seinenDiktatoren" befreien müsse, wahrend sie selbst sich zum Verteidiger von Mördern, Brand- tiftern, Anarchisten und Folterknechten aufwerfe. Jene verlogene Demokratie, die überall die Vorstufe des Bolschewismus sei, deren Segnungen" wir am eigenen Leibe verspüren mutzten. Mit beißendem Sarkasmus sprach der Führer vonunserem gottselig schlafenden Bür­gertum", das auch durch die roten Flammen­zeichen nicht aufgerüttelt wurde, selbst in einer Zeit, als sich der Nationalsozialismus nur noch eine ein­zige bange Frage vorlegte, ob er nicht doch schon zu

Daß es in Deutschland anders wurde", so rief der Führer unter Stürmen des Beifalls aus, das ist wirklich nicht den Philosophen zu ver­danken, nicht unseren Geschichtsprosessoren, aber auch nicht unseren bürgerlichen Politikern, und am wenigsten unserer Wirtschaft, sondern aus­schließlich der nationalsozialisti- schen Bewegung." In zu Herzen gehenden Worten lieh der Führer noch einmal das Wunder der deutschen Volkwer- d u n g vor den Zuhörern erstehen, das niemals hätte Wirklichkeit werden können, wenn nicht die Partei, das kleine Häuflein von sieben Wann, vom ersten Tage an die sichere, felsen­feste Ueberzeugung besessen hätte, daß i h r einmal Deutschland gehören würde. Welches Wah an Aufopferung, an Heroismus

wohnten nationalsozialistischen Deutschland bisher einzigartig ist, setzte das Winterhilfswerk 1936/37 ein: schon um Mitternacht zwischen Dienstag und Mittwoch wurde die erste Spenden- liste als Auswirkung der großen Kundgebung in der Berliner Deutschlandhalle bekannt, und es wäre erfreulich gewesen, wenn sie Tausende oder gar Zehntausende von Mark aufzuweisen gehabt hätte sie verzeichnete in Wirklichkeit f a st 19 Mil­lionen Ma r k I

Das sollte jeden von uns nachdenklich stimmen. Denn dieses schier phantastische Spendenergebnis aus den allerersten Stunden des neuen Winterhilfs­werkes zeigt doch, daß Sinn und Gedanke des Winterhilfswerks, das jetzt erst zum vierten Male im Gange ist, dem deutschen Volk bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß einer der größten und inhaltreichsten Gedanken aus dem Lebenswerk des Führers, die Volksgemeinschaft, im schönsten Sinn des Zusammenstehens und Zusammenkämp­fens Tatsache ist. Die Welt draußen um uns wird uns schon erlauben müssen, stolz darauf zu sein, daß es in keinem einzigen Staat des Erdballs etwas gibt, was sich mit der Organisation, der Ar­beitsleistung und den Ergebnissen dieses größten Hilfswerkes in Deutschland auch nur annähernd vergleichen ließe. Und wenn der Führer in der Deutschlandhalle dieses Winterhilfswerk unter die Parole stellte:Deutsches Volk, hilf dir selbst !", dann erhielt er noch in der gleichen Nacht die Meldung, wie diese Parole vom Augenblick ihrer Ausgabe an gewirkt hat.

ihm zu gehorchen."

Der Führer wies auf die Vlutopf er der Bewegung hin. 400 Ermordete und 42 000 Ver­letzte!Vergessen Sie nicht", rief er unter tosendem Beifall aus, wir haben alle den ftrieg erst draußen mitgemacht und dann den Krieg in der Heimat wieder begonnen. Wir haben diesen Krieg zweimal gekämpft, nut den zweiten oft viel schwerer! Das gilt für die Tausende und aber Tausende unserer Kämpfer. Sie haben oft wohl Angst gehabt, Abend für Abend durch diese bolschewistischen Horden zu gehen und bedroht zu werden, aber sie haben die Angst überwunden und sind trotz­dem getreu ihrer Pflicht als nationalsozia­listische Kampfer für die Bewegung einge­treten! Und mit ihnen haben wir dann die Wacht erobert!" (Stürmische Zustimmung.) Unter minutenlangen Beifallsstürmen rief der Führer aus:Nicht durch Bajonette haben wir das Volk bezwungen, sondern durch gren­zenlosen Idealismus haben wir das deutsche Volk errungen und hinter unsere Fah­nen geführt! heute kann Woskau seine lächer­lichen Phrasen, die ganze bolschewistische Iudenmeute ihre alten abgedroschenen Lügen nach Deutschland hereinschicken sie werden unser Volk nicht mehr betören!"

Der Führer sprach von seinem tiefen Glau- ben an das deutsche Volk, von dem neuen deutschen Menschen, den zu einem lebendigen inneren Bekenntnis zu erziehen unsere Ausgabe ist.Ich habe nichts mehr gehaßt", erklärte erals die sogenannten Lippenbekenntnisse je­nert r e u d e u tf'ch e n Bürger", die hinter fest verschlossenen Türen mit Horchposten auf der Straße ihr donnerndes, brausendes Hurra auf den obersten Kriegs- und Friedensherrn ausbrachten, (Heiterkeit), aber als die Stunde kam und sie sich vor ihn hätten stellen müssen, dann waren sie nicht auffindbar. JenePatrioten", die mit dröhnender Stimme hinausschmetterten, daß sie nichts fürchteten in dieser Welt außer Gott, die aber dann vor jeder kommunistischen Demonstration sich feige in ihre Schlupfwinkel zurückzogen. (To­sender Beifall.) Jene Vereinspatrioten, die uns immer belehrten,daß wir fein müssen ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not sich trennen und Gefahr", die aber draußen schon in der Straßen­bahn, wenn zufälligerweise einProlet" ihnen etwas zu nahe kam, wegrückten, um nur ja in keine Berührung mit ihm zu kommen (erneuter brausender Beifalls oh, wie habe ich sie damals ge­haßt und verachtet, die Heuchler und Lüg­ner, die immer von Nationalismus redeten, hero-

fen, vor dir nur deine Fahne und den Glauben an ie und an Deutschland, das durch diese Bewegung wieder auf erstehen wird!"

Was mußten diese politischen Kämpfer, Arbei­ter, Handwerker, Studenten, damals alles einsetzen. Ihre Existenz und damit das Brot für ihre Fa­milie, ihre Frau, ihre Kinder. Wissen Sie, was das hieß? Das hieß Elend und Jammer und Arbeits­losigkeit, immer für die Familie, eine trostlose Zu­kunft. Und alles bloß, weil der Mann an D e u t s ch- land glaubte und an die Bewegung, die Deutschland einst wieder retten sollte. Das war das Wunder, daß sich diese Menschen gefunden haben. Das war das Wunder, daß zu diesen ersten Sieben weitere Sieben stießen und endlich Zwanzig und Fünfzig und hundert und Eintausend und Zehntausend und Einhunderttau­send, und daß sie nicht müde geworden sind, immer wieder ihren Idealismus vor sich herzutragen und

Noch auf dem Bückeberg hatte Adolf Hitler in ernster Mahnung jenes Wort wieder aufgegriffen, das er uns auch schon von den Nürnberger Kon­gressen aus zurief, daß nämlich das deutsche Volk ganz auf sich selbst gestellt ist. Diesem Ge- danken entspricht auch der Sinn des neuen Kampfes gegen hunger und Kälte. Unser Führer wies daoei ausdrücklich den Gedanken des Almosens zuruck, und das mit vollem Recht! Denn wenn wir Deut­schen uns jetzt alle miteinander zur Winterfront zu- ammengeschlossen haben, dann stehen wir zu unse­ren mittellosen oder sonstwie bedürftigen Volksge- nossen genau so, wie der Frontsoldat im Gefecht feinem Kameraden, wenn er sich verschossen hatte, mit Patronen ober Handgranaten aushalf oder auch den Inhalt seines Brotbeutels mit ihm teilte, wenn die Verpflegung einmal nicht bisvorne durchge- tommen war.

Freilich sollten wir uns bei solchen Anlässen ge- | legentlich daran erinnern, daß die Gefahr der Ge- f wohnheii, soll heißen die Gefahr des Gewohntwer- dens auch hier wieder uortiegt Das Winterhilfs- 1 roert ist heute eine von der Welt teils mit Be­wunderung, teils mit Mißgunst verfolgte muster­gültige Organisation, deren einzelne Teile mit dem Augenblick der Paroleausgabe rote e,ne gewaltige sRrnjilinnsmafdiine zu arbeiten beginnen. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit! Selbstverständlich ist nur unsere unbedingte Bereitschaft zur Hilfe nicht selbstverständlich aber ist die Schöpfung des Werkes als solche. Und darum war es notig und dringend erwünscht, daß unser Führer inHerne Rede wieder auf jenes grofee b e u tfdje 3S un b e hinroies, burch bas nur alle zu neuen Men ©Xmnfor hör Bemeauna bie vor ber Machtergrei

S a bracht haben. Ihnen füllte 'er7en?Laune" g^gettUr, eineStorung" ihrer plastisch schilderte. .

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liches Wohlbehagen gestört sind r w M°nat bas ganze Volk auf ^eme hon gesetzt mirb? 2it)geieg lieber seinen

Abenb des gleichen ^9 . Belieben strapa-

Gelbbeutel für Auen Mag nach Millionen von zieren kann, sollte er sich '^7 Jahre lang Frontkämpfer erinnern bie J kannten, llnb nichts anberes als das Eintopsg . v foeub er soll sich erst recht -n jtrenger

schen Volksgenossen erinn , ejn^'ad)|te Eintopfge- Winterkälte nicht einmal das ems jeder das richt täglich zur Verfügung hat^ Ausdruck brachte, beherzigt, was ber Fuhre zum^ schlechter geht daß es Volksgenossen gib' de ^benstrorn macht- als einem selbst, bann wird * jrn Dor­voll unb kräftig babinflu# f nberttaufenbe von jahr, so stehen auch biesrnal^H Geben.

Volksgenossen in ö en i 9 Empfangen­den, nachdem sie b i s h e nicht soviel

d e n waren. Sie können t<ßiger Beschäfti­geben wie nach fahren h Heines Opfer zei- gung. Aber sie Zerben durch unb biefen

gen, baß sie nicht bie größeren unb gro-

Fleinen Opfern werben sich hinzugesellen,

ßen Gaben anberer Vottsg^ Winters zu

auf baß bas loyale h' f "^.ckmal wahrer Men- fcÄ Ä "erde.

und an Glaubenskraft dazu notwendig gewesen sei, das hätten nur wenige ermessen können, die bürgerlichen Kritiker damals so wenig wie heute die um uns liegende Welt.Dieser Kritik gegen­über muß ich auch heute sagen: Ihr habt nie begriffen, worin bas Wunder dieser Bewegung liegt: Es ist ein neuer deut­scher Wensch geschaffen worden. Und dieser neue deutsche Wensch hat unerhörte Opfer auf sich genommen.

Mit besonderer Wärme schilderte der Führer die Unsumme von Opfern und das Riesenausmaß von Idealismus der ersten Kämpfer der Bewegung: Da war der kleine S A. - M a n n; eines Tages stellte er sich dieser jungen Bewegung zur Ver­fügung. Was kann sie ihm bieten, was kann sie ihm bezahlen? Gar nichts! Was muß er ihr geben? Alles! Wenn notwendig sogar das Leben. Mein lieber Bürger! Du weißt gar nicht, wie viel das ist. Du beklagst dich oft, wenn dich jemand an- spricht: Geben Sie mir einen Groschen! Die Parteigenossen damals aber sind angesprochen: Gib das L e b e n! .Deutschland fordert es von dir! Du darfst nicht wanken! Du mußt mutig und tapfer sein! Du wirst ganz allein marschieren müs-

'Berlin, 7. Oft (DNB ) Dem mitreißenden von gläubigem Optimismus und sittlicher Größe getra­genen Appell, mit dem der Führer das ganze deutsche Volk zum vierten Male zu dem gewaltigen sozialen Werk der Winterhilfe aufrief, lag der Ge­danke des freudigen und opferbereiten Idealismus ber Tat zugrunbe Ihm stellte ber Führer ben schrankenlosen Materia­lismus bolschewistischer Prägung ge­genüber, ber ben verblendeten Massen ein Paradies verspricht, aber eine Hölle bereitet. Hier Klarheit, Glaube und Heroismus unb Hingabe eines geeinten Volkes bort Unvernunft, Un­glaube, Unwahrhaftigkeit, Feigheit unb begehr­licher Egoismus einer parasitären Clique, bie eine in Klassenhaß zerrissene Masse bespotisch beherrscht. Der Führer geißelte in über- zeugenben Ausführungen als ben Keim biefer zer­setzenden Entwicklung bas Machwerk von, Versailles mit bem berunsinnigste Krieg sein |