186. Jahrgang
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Ur 286 Erster Blatt M. Jahrgang Montag, 7. Dezember 1956
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Eine großartige Volksabstimmung der Tai!
Berlin, 6. Nez. (NAB.) Nas Neichsministerlum für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: Das Ergebnis der diesjährigen Sammlung am „Tag der nationalen Solidarität" im ganzen Reich beträgt 3363 26Z,54 Mk. 3m Vergleich dazu betrug das Ergebnis des Jahres 4S3S = 4 084 813,49 W. unö das des Jahres 1934 - 4 021000 Mk. Gegenüber dem Ergebnis des Jahres 1935 bedeutet das Ergebnis des „Tages der nationalen Solidarität l936" also eine Steigerung um l 278454,02 Mk. oder um 31,2 v. H.
Die neue Großtat.
Das Werk des WHW. hat im Herzen der deutschen Volksgenossen von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr immer mehr Fuß gefaßt. Es ist daher auch kein Wunder, daß die Spendefreudigkeit für dieses soziale Hilfswerk immer umfangreicher geworden ist und immer stärker von der innigen Verbundenheit aller deutschen Menschen zeugt.
Angesichts dieser Entwicklung hatte man auch auf den diesjährigen Tag der nationalen Solidarität große Hoffnungen gesetzt. Daß aber ein so überragendes Ergebnis erzielt werden würde, wie es heute früh in den zahlenmäßigen Feststellungen vorliegt, das hatte am Samstag wohl niemand für möglich gehalten. In diesem Ergebnis offenbart sich außerordentlich eindrucksvoll, in welch wundervoller Weife die Volksgemeinschaft bei uns zur Tat geworden ist und wie stark sich ganz Deutschland zu dem Werk bekennt, das uns alle als Mitarbeiter des Führers in Reih und Glied sieht. In dieser Gemeinschaft hat sich das deutsche Volk zu einer ehernen Front zusammengeschlossen, in der die Demokratie verwirklicht ist, von der man in anderen Staaten im Parlament immer nur redet.
Die Großtat vom Samstag ist aber auch ein erhabener Ausdruck des Vertrauens zum Führer und seinem Werk. Denn während in anderen Ländern Banken und Sparkassen gestürmt werden, um die eingezahlten Gelder abzuheben, weil man dort dem Staats und den Geldinstituten kein Vertrauen mehr schenkt, stellt sich das deutsche Volk mit all seinem Hab und Gut vertrauensvoll und willig hinter ferne Führung, von der es weiß, daß sie gut und sicher führt. Während in anderen Ländern der Bolschewismus hetzt und wühlt und immer frecher sein Haupt erhebt, bekundet unser deutsches Volk durch diese sozialistische Gemeinschaft der Tat im Geiste unseres Führers Adolf Hitler, daß es sich praktisch gegen den Bolschewismus immunisiert hat.
Von den führenden Männern der Partei und des Staates, von den Ministern bis herunter zum letzten Behördenleiter, darüber hinaus von vielen Taufenden von Männern des öffentlichen Lebens und vor allem von den vielen Millionen Spendern ist bei dieser Großaktion des Tages der nationalen Solidarität erneut dem Führer der deutschen Nation Adolf Hitler durch die helfende Tat herzlicher Dank und volles Vertrauen für sein Werk ausgesprochen worden.
Das großartige Ergebnis dieser Sammlung ist aber auch eine Lehre für jeden deutschen Menschen nach der Richtung hin, daß das deutsche Volk zu jedem Opfer bereit ist und daß jeder Deutsche mit Recht auf sein Volk stolz sein kann. Besonders stolz und in höchstem Maße glücklich darf aber der Führer selbst sein, der das Glück genießt, ein solches Volk führen zu können.
Der diesjährige Tag der nationalen Solidarität hat sich zu einer wunderbaren sozialen Volksabstimmung oon größtem Ausmaß gestaltet, zu einem neuen starken Bekenntnis zum Sozialismus der Tat wie Adolf Hitler ihn uns gelehrt hat. Dieser Sozialismus steht in stärkstem Gegensatz zu dem angeblichen Sozialismus der Marxisten in jenen Staaten in denen man immer viel von Sozialismus redet, in denen aber die Tat fehlt. Dort müssen Millionen von Menschen hungern und frieren und die Gesamtheit ihres Volkes sieht untätig zu, wahrend bei uns kein Mensch hungert und friert, weil eben die sozialistische Gemeinschaft der deutschen Menschen mit der helfenden Tat für sie eintntt
Und so wie bisher soll es bei uns in Deutschland auch weiterhin bleiben. Denn damit erfüllen wir unsere nationale Pflicht so aufrecht und ehrlich, wie sie deutschen Menschen würdig ist. B.
Die Spende des Führers.
Berlin, 5. D-Z. (DNB.) Im Anschluß an die Straßensammlung fand sich eme Anzahl von Künstlerinnen und Künstlern van Buhne und Füm beim Führer in der Reichskanzlei ein. Der Führer gab jedem einzelnen der Sammler einen größeren Betrag in die Sammelbüchse.
Aus der Gauhauplfladl.
Frankfurt a.M., 5. Z)e3. (LPD.) W>° überall im Reich, so war auch im ® a u S.e H e ": Nassau der „Tag der nationalen Solidarität ein hehres Fest der Volksgemeinscha t. Aus den vielen Meldungen, die aus den einzelnen Städten und Orten des Gaues vorliegen, geht immer imeder hervor, mit welchem Eifer sich d,e führenden Man- ner für die Sammlung einfetzien, und wie freudig die Volksgenossen opferten, nicht nur einmal son- dern immer wieder ein Scherflem Zuckten, um es in der Sammelbüchse des einen oder andern Samm lers verschwinden zu lassen. .
Gauleiter Sprenger eröffnete den „Tag der nationalen Solidarität" im Gau Hessen-Naffau mit einer Sammlung bei den bedeutenderen Armen des rhein-mainifchen Wirtschaftsgebiets. Um 17 Uhr stand der Gauleiter schon wieder an der Haupt-
wache in Frankfurt a. M., ständig umlagert von gebefreudigen Menschen. Es würde zu weit führen, all die Männer der Gauleitung, der Gliederungen der Partei, der Präsidenten der staatlichen Behörden, der Künstler, der Wissenschaftler usw. einzeln aufzuführen, die in der Gauhauptstadt ihre Sammeltätigkeit ausübten — es waren rund 1500 Sammler! In den Straßen herrschte großer Andrang, die einzelnen Sammler waren ständig umlagert, denn jeder wollte opfern. Platzkonzerte,' marschierende Abteilungen von HI., BDM. und Jungvolk, sowie das erstmalige Brennen der Weihnachtsbäume auf den öffentlichen Plätzen versetzten die Sammler, wie die Geber in begeisterte Stimmung. Dr. Ley und Himmler im Dienste
des WM.
Wuppertal, 6. Dez. (DNB.) Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley traf am Samstagnachmittag in Wuppertal ein, um hier — wo er einst die Schuljahre verlebt hat — für das WHW. zu sammeln. Auf dem Döppersberg hatte sich trotz des strömenden Regens eine riesige Volksmenge eingefunden, die Dr. Ley nicht nur herzlichst begrüßte, sondern gern und freudig in die zwei stattlichen Büchsen des Reichsleiters spendete. Eine Werkscharkapelle konzertierte. Nur schrittweise konnte sich Dr. Ley seinen Weg vorwärtsbahnen. Auch die Gäste der zahlreichen überfüllten Gaststätten, die Dr. Ley zum Sammeln auftuchte, rissen sich darum, dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront zu spenden.
Wiesbaden, 6. Dez. (DNB.) Der Tag der nationalen Solidarität hatte für Wiesbaden eine besondere Bedeutung dadurch erlangt, daß der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler, der an diesem Tage in Wiesbaden weilte, sich an die Spitze der Wiesbadener Sammler gestellt hatte. Schon lange vor Beginn der angesetzten Sammelstunde hatte sich eine große Menschenmenge vor dem Hotel angesammelt, die den Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei bei seinem Erscheinen stürmisch begrüßte. Auch während seiner Sammeltätigkeit war der Reichsführer SS. von opferfreudigen Spendern dicht umlagert.
WM.-Kmihgebung der Deutschen in Rio de Janeiro.
Rio de Janeiro, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Am Tag der Nationalen Solidarität versammelten sich die Deutschen in Rio de Janeiro zu einer großen Winterhilfswerks-Kundgebung der DAF., die von künstlerischen Darbietungen umrahmt war. Der Kreiswalter und der Ortswalter der DAF. hielten Ansprachen. Den Höhepunkt des Abends bildete eine Sondersendung a u f Kurzwelle aus Berlin. Die Grüße aus der Heimat wurden von den Versammelten, unter denen sich auch eine Abordnung des in Rio de Janeiro weilenden Schulschiffes „Deutschland" befand, mit Jubel ausgenommen.
Feldmarschall von Mackensen 87 Zahle all.
Herzlicher Glückwunsch des Führers.
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dem Feldmarschall ein Ständchen. (Scherl-Bilderdienst.)
Eine Kapelle der Wehrmacht brachte
Berlin, 6. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an Generalseldmarschall von Mackensen nachstehendes Glückwunschtelegramm gerichtet:
„Herr Generalfeldmarschall! Zu Ihrem heutigen 8 7. Geburtstag spreche ich Ihnen in immer dankbarer Erinnerung an Ihre großen Verdienste um Deutschland in Krieg und Frieden meine herzlichsten Glückwünsche aus, mit denen ich meine besten Grüße verbinde. Adolf Hitler.
Generalfeldmarschall von Mackensen feierte am Sonntag feinen 87. Geburtstag auf feinem Landsitz bei Falkenwalde in der Nähe Stettins. In be- wundernswerter Frische nahm er im Laufe des Tages die Glückwünsche entgegen, die ihm von allen Seiten dargebracht wurden.
Besondere Ehrungen erwies die Wehrmacht dem Jubilar. Von 8 bis 17 Uhr zog vor dem Landhaus ein Doppelposten des Infanterie-Regiments Nr. 5 auf. Von 10 bis 11 Uhr brachte das Musikkorps des gleichen Regiments ihm em Morgenstandchen dar Die Glückwünsche der Wehrmacht überbrachte der'Kommandierende General des II. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis II, General der Infanterie Bl a f kowitz Außerdem erschienen im Laufe des Vormittags alle zum Standort Stettin
gehörenden Generale und Admirale, Regimentskommandeure und selbständigen Abteilungskommandeure.
Das Reiterregiment 5 hatte eine größere Abordnung von Stolp nach Stettin entsandt, die von Oberst S a t o w geführt wurde und dem Generalfeldmarschall, als 'dem Inhaber des Regiments, die Glückwünsche der Reiter überbrachte.
Partei und Staat gedachte ebenfalls des Ehrentages des Generalfeldmarschalls. Für den Gauleiter und Oberpräsidenten Schwede (Koburg) erschienen Gaupropagandaleiter Pg. Popp und Vizepräsident Mackensen oon A st seid. Die Stadt Stettin, deren Ehrenbürger der Generalseldmarschall ist, hatte Oberbürgermeister F a b e ? entsandt. Namens des Reichsbauernführers und Reichsministers Darrä gratulierte der Landesbauernführer der Kurmark, Wendt, in dessen Bereich der Erbhof Brüssow liegt, der dem Generalseldmarschall gehört.
Zahlreiche Offiziere des alten Heeres, Abordnungen von Regimentsverbänden und viele andere, die sich dem Generalfeldmarschall verbunden fühlen, schlossen den Kreis der Gratulanten, in dem die Jugend nicht fehlte. Die Mädchen des Landjahrheims Falkenwalde überbrachten dem greifen Feldherrn ein Blumengebinde, für das ihnen der Generalfeldmarschall mit herzlichen Worten dankte.
Dr. Goebbels bankt.
Berlin, 6. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels veröffenllichl folgende Erklärung:
„Angesichts des einzigartigen Ergebnis s e s der diesjährigen Sammlung am „Tage der nationalen Solidarität" ist es mir ein Bedürfnis, allen daran Beteiligten, den ungezählten bekannten und unbekannten Sammlern, aber auch den vielen Millionen Spendern herzlichen und aufrichtigen Dank zu sagen. Die deutsche Nation hat sich bei dieser Großaktion des Winterhilfswerkes für die Armen und Notleidenden in diesem Jahre zu einer Art sozialer Volksabstimmung zusammengeschlossen. In friedlichem Opferwillen haben wir Deutschen eine Schlacht auf dem Felde der Volksgemeinschaft gewonnen. Zugleich ist aber dieser Sammeltag seinem Sinn und Zweck gemäß ein demonstratives Bekenntnis aller im öffentlichen Leben stehenden deutschen Männer und Frauen zu jenem großen Heer unbekannter Sammler, die durch ihr unermüdliches, stilles Wirken das Winterhilfswerk zur größten sozialen Einrichtung der Gegenwart gemacht haben. Sie seien deshalb besonders in diesen Dank mit eingeschlossen.
Der 5. Dezember 1936 ist damit ein Mark - stein am soziali st ischen Aufbauwerk des Führers geworden. Millionen Kinder der vom Winterhilfswerk betreuten Volksgenossen, denen wir am 21. Dezember eine besondere Weihnachtsfreude bereiten wollen, werden mit glänzenden Augen und glücklichen Herzen der Nation ihren Dank für den am 5. Dezember bewiesenen Opferwillen abstatten."
Dazu wird ergänzend mitgeteilt:
Die Ergebnisse in den einzelnen Gauen Deutschlands, verglichen mit den Ergebnissen der Jahre 1934 und 1935, zeigen folgenden Stand:
„Tag her nationalen Solidarität"
Der Sammeltag in Berlin.
Gau
1934
1935
1936
Baden
148 000,—
141 500,—
196 599.27
Bayr. Ostmark
110 000,—
94 228,—
125 000.—
Berlin
300 000,—
319 193,21
517 060,54
Düsseldorf
104 000,—
119 633,17
168 136,76
Essen
46 000,—
55 149,06
66 066,87
Franken
50 000,—
88 172,19
138 791.02
Halle-Merseburg
89 000,—
69 977,03
92 777,31
Hamburg
54 000,—
103 351,50
182 966,10
Hessen-Nassau
220 000,—
185 000 —
212 993,43
Koblenz-Trier
50 000,—
43 827,76
67 414.65
Köln-Aachen
102 000,—
120 000,—
123 119.24
Kurhessen
77 000,—
67 265,27
90 849,98
Kurmark Magdeburg-
180 000,—
175 000 —
191171,40
Anhalt
165 000,—
167 975,57
187 792,59
Main-Franken Mecklenburg-
48 000,—
44 682,35
53 790,07
Lübeck München-
90 000,—
110 582,17
161 760,23
Oberbayern
123 000,—
150 000,—
225151.22
Ost-Hannover
136 000,—
175 000,—
282 680,02
Ostpreußen
134 000,—
89 378,86
89 861.76
Pommern
144 000,—
111 702,57
124 733,28
Saarpfalz
61 000,—
94 687,73
95 287,72
Sachsen
284 000,—
293 486,97
380 434.69
Schlesien Schleswig-
232 000 —
250 000,—
237 777,94
Holstein
221 000,—
204 000,—
283 000,—
Schwaben Südhannover-
85 000,—
67 912,—
120 708 98
Braunschweig
107 000,—
100 576,93
125 035,19
Thüringen
159 000,—
117 427,81
134 648,45
Weser-Ems
67 000,—
119 132,—
147 356,27
Westfalen-Nord
127 000,—
117 736,03
116 151,39
Westfalen-Süd
99 000,—
101 235,85
114151,14
Württemberg
200 000,—
187 000,—
310 000,—
Gesamtergebnis
4021000,—
4084813,49 5363267,51
Berlin, 5. Dez. (DNB.) Zum drittenmal gab das deutsche Volk am Tag der nationalen Solidarität wieder jenes einzigartige Beispiel wahrer Kameradschaft und echten Gemeinschaftssinns, wie wir es in den beiden Vorjahren schon erlebten.
Auch dieses Mal wieder hatten sich alle führenden Männer von Partei und Staat, der Wirtschaft, der Kunst, der Wissenschaft und der Presse eingereiht in das Millionenheer der unbekannten Sammler. Um die führenden Köpfe des neuen Deutschlands scharte sich in Begeisterung und bereitwilligster Gebefreudigkeit das ganze deutsche Volk. In dieser Opferbereitschaft kam zugleich die Dankbarkeit der Volksgenossen an den Führer zum Ausdruck, daß


