Einzelbild herunterladen

I

4 >

9 W

£

r K

Wv

WMWWM x X>W

ee- e OLE

/

-; I

1

I

, , 0- , . zv;y Vv«? Ai- A'A^A jtft "-f ;

#.-Jsfc.w *- -x<

XF

Jjfc «Mi» >Z

v6® < d

A :<>'X WW

:-'

f- ' -M.M

'4äfe- & ->Z^

Diele eifrige Hände schaffen für das Winterhilfswerk.

Auch im Kindergarten werden Weihnachtslieder geübt und gesungen.

Größen. Dazu die

im

den Vorbereitungen etwas, wenn der aromatische

Duft von kleinem Weihnachtsgebäck oder Kuchen das ganze Haus durchzieht.

Jugend lernt Weihnachtskonfekt backen, (Aufn. [8j: Neuner, Gieß. Anz.)

Die aus einfachem Material selbstgefertigte Puppenstube wird eingerichtet.

Weihnachtsgebäck Herstellen, damit sie es dereinst als Hausfrauen und Mütter vieler Kinder können. Jetzt aber werden fie mit ihren Backwerken den Kindern im Kindergarten und im Kinderhort des Instituts damit Freude machen. Schließlich wurde in diesen Tagen auch so mancher größere oder klei­

macht, wie sie unser eigen ist.

gesamte motorisierte Heeres- Großen (gottlob) nun wieder

mäßigten 5 Pf. für die »röffentlichtl

in

»proller schinen- erzähler,

Aus der Frauenschule Gießen. Schöne Handarbeiten für den Weihnachts« tisch waren zu einer Ausstellung zusammengetragen.

Zukünftige Kindergärtnerinnen lernen Weihnachtslieder musizieren und singen.

IKER NUS iltersweg 33 Krankenkassen

Für jeden Menschen kommt einmal die Stunde, in der er aus dem Paradies der Kindheit vertrie­ben wird. Daß der Mensch dieses Paradies ver­loren hat, merkt er erst viel später; dann nämlich, wenn sich in der Vorweihnachtszeit das Paradies der Spielsachen von neuem vor ihm auftürmt, er selbst aber nicht mehr spielen kann.

So bleibt den erwachsenen Menschen, denGro­ßen", nichts anderes übrig, als still und nachdenk­lich durch das Kinderparadies der Spielzeugaus­stellungen zu gehen und sich satt und glücklich zu sehen an dem fassungslosen Staunen der Kinder und an ihrem Jubeln und Jauchzen.

Bei einem solchen Streiszug durch die Spielab­teilungen der diesjährigen Weihnachtsausstellungen erfahren die Großen, daß auch hier die Zeit keines­wegs still steht. Falsch wäre es, von einerMode" der Spielsachen zu sprechen. Uns würde dieses Wort auch schlecht in unsere Weihnachtsträume pas­sen, die immer etwas Zeitloses an sich haben. Rich­tig ist vielmehr, von einem Abbild der Zeit zu sprechen. Denn diese Spielzeugausstellungen sind und werden immer sein: Spiegelbilder der großen Welt.

Am stärksten erlebt man dieses Abbild der Zeit in der AbteilungSoldatentum". Hier ist nun schlechterdings alles zu sehen und zu bewundern, was das Herz eines deutschen Jungen erfreuen kann. Zunächst einmal alle Gattungen unseres Heeres. Aber nicht etwa nur Fußvolk, Reiteroolk, Artillerie, Flakabteilungen, Flammenwerfer, Stoß­trupps sind zu sehen, sondern auch die Pioniere mit ihren modernsten Geräten, die Scheinwerfertrupps und die Flieger! Jagd- und Aufklärungsflieger fehlen ebenso wenig wie die schweren Bomber. Natürlich gibt es auch Panzerkraftwagen in allen

eren ifheiht ** austauf. .

IHN

16

7779 D

.n, :umran- wärmer

Jung und alt steht vor den Weihnachtsläden. Große und kleine Besucher drängen sich hier um einen Tisch, auf dem eine Reichsautobahn mit allen Schikanen aufgebaut ist. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Stern, Herzen und Brezeln werden aus dem Lebkuchenteich geschnitten.

nere Adventskranz gewunden und mit Lichtern be­steckt. So sind gegenwärtig und kaum daß die Auf­räumungsarbeiten von der Märchenschau her been­det sind, alle Hände der Süchlerinnen bei eifriger Arbeit, um in gemeinnützigem Sinne für das Weih­nachtsfest zu wirken, und dabei auch zu lernen, wie eine deutsche Hausfrau Hüterin der Tradition des deutschen Weihnachtsfestes sein soll.

£J.S leuenWfl13

noch das Spielzeug für die Kinder, das so geheimnis­voll wie möglich eingekauft oder aber selbst gefertigt wird. Wenn es ganz hoch kommt, dann haben Vater oder Mutter irgendwo draußen bei einem Bauern eine Gans bestellt, die zu Weihnachten auf dem Mittagstisch duften und schmecken soll.

So materiell manches, was uns das Weihnachts­fest verschönern soll, auch erscheint, so steht dies doch alles im Dienst der Freude, einer Freude, die um jo tiefer und nachhaltiger sein kann, weil wir doch wissen, daß selbst jener Volksgenosse, der noch ar­beitslos ist, und sich aus eigener Tasche keine be- jondere Festfreude schaffen könnte, nicht vergessen jein wird. Viele Hände sind gerade jetzt dabei, Pa­kete zu packen, die durch das großartige Winter­hilfswerk zusammengetraaen und diesem Volksge­nossen für den Heiligen Abend auf dem Tisch lie­

gen werden.

Innerhalb der Familie vollziehen sich die Vor­bereitungen für das Weihnachtsfest ja meistens Hecht geheimnisvoll und nach außenhin kaum be- nerkbar. Die Nachbarin merkt vielleicht nur von

Selbstgefertigtes Spielzeug erhält bunten Farbenglanz.

Und nun das Paradies der Mädel! Es ist, wie nicht anders zu erwarten, ein Paradies der Puppen! Vom kleinsten Püppchen bis zum lebensgroßen .Kleinkind* prangt und prunkt eine vielfältige Aus­wahl sondergleichen. Mit diesen Puppen und Püpp­chen kann sich der Muttersinn unserer deutschen Mä­del von Herzen betätigen.

Etwas anders gestaltet sich die Zeit der Weih- ! Nachtsvorbereitungen dort, wo mehrere in einer Gemeinschaft das Fest vorbereiten. So etwa in den Schulen der Stadt und des Landes, in Kinder­gärten, in öffentlichen Anstalten, in Vereinen usw. Ueberall wird mit großem Eifer gearbeitet. Aus her Gemeinschaft wächst dann häufig eine schone Gesamtleistung heraus, etwa derart, wie man es am Anfang dieser Woche in der Frauenschule unserer Stadt besonders sinnfällig beobachten konnte. Da waren mit großer Liebe schöne Singe angesertigt worden, deren viele dazu bestimmt sein werben, zum Weihnachtsfeste Freude zu bereiten. Und gar im F r ö b e l s e m i n a r steht gegen­wärtig das ganze Haus in der Gartenstraße tm Zeichen der Weihnachtsvorbereitungen. Wenn man tinmal als Gast in den Räumen des Instituts auf ' einem Spaziergang begriffen ist, dann kann man | sehen, wie viele Vorbereitungen doch eigentlich für ein Weihnachtsfest notwendig sind. Hier ubt ein kleiner Ehor schöne alte WeihnachAieder em, die ron einigen Schülerinnen mit Blockflöten und (Zeigen vorgespielt und bann begleitet werben. In einem anberen Raume ist eine anbere Gruppe da­nn beschäftigt, dem einfachen selbstgefertigten Holz- spielzeug den letzten Glanz zu geben, ber mit Ieud)= t-nben bunten Delfarben hervoraerufen wird. Die thnöerpflegerinnen sowie bie Kinderhortnennnen loben hier ja eine besonbere Aufgabe für ihren zukünftigen Beruf: sie müssen selber etwas machen binnen1 . . ...

Und in roieber einem anberen Raume hat sich ene Gruppe von Schülerinnen versammelt, um ifrährenb einiger Stunben Hondarbeiten zu ma= 18di en Auch diese Arbeit gilt der Weihnachtsfreude, \bie dabei eine sehr uneigennützige Arbeit ist, denn fc gilt dem Zweck, einigen jener Volksgenosien treube zu machen, bie Weihnachtsfreude vom Wm- tirhilfswerk erwarten. Die Schülerinnen des Frobel-

Nr. 295 vierter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejfen)

Alles für das Weihnachtsfest!

^lnars hoffen auch in biefem Jahre roieber, dem Winterhilfsroerk eine Menge sinnvoller Arbeit bei- Iteuern zu können. So wie in dieser Lehranstalt, wird es aber auch noch inj mancher anderen Schule in ber Stadt, wie auf dem Lande, gemacht.

Verfolgt man nun im Haus an der Gartenstraße öte Dinge weiter, so wird man auch in der Küche ankommen, aus der heraus vielversprechende Düfte das ganze Haus durchziehen. Die Mädchen lernen

Sicherlich bedürfen wir Menschen jedes Jahr der inneren, der seelischen Borbereitunaen auf das Weihnachtssest Manche Adaentsseier bereitet die --rzen vor Aber zu dieser seelischen Sorbereitunq tomm hinzu daß ur das Fest auch all das her- gerichtet werden soll, was wir mit unserem deul- schen Weihnachtssest als selbstoerstandiich aerbinben. Ba ist das Geschenk, da ist das Backwerk, da ist der Schmuck sur den Christbaum, und schließlich

Samstag, 5. Dezember 1956