Einzelbild herunterladen

S

So * geb ' St sti

bil dA pf bif'-l H) > B V ' B- fry D0<_

Das New Gnabc banbh lobt ijanbli öes U Mittei 115 b1 Jas fit v: ;ekomi, Gesuche Wege: lurch ( nal 3C )es 3' veismi

2 hat, - Zusa' || m a klär ' allei sei- recht nügt fern, ohne n gunc nach

do- . 12 ?l 6r{; bei he Ai. bat 3,2: S h

Zusa als t > fumr Stell ten J häng Bezu der ( die 2 mehp beteil 1,1 sagen überp b o n hörbe, angeb

d 15.

G.

Eh

leit

elli

ie w. m. I. iinft

ine ! ze

Jem f firtf i bun nl t Be> J n r 1. buti I bej UT I

tot

8" b f ]

Staatsmännern unterzeichnen, in dem sie sich allen geschichtlichen Erfahrungen unb dem Gebot ber poli­tischen Vernunft versagten. Die gleichberechtigte Stellung Deutschlands sollte von neuen Bedin­gungen abhängig gemacht, der Versailler Vertrag durch die Organisierung derkollektiven Sicherheit" verewigt werden. Es war das Gedankengut B or­tho us, die Idee, alle negativen Kräfte unter Frankreichs Führung der natürlichen Entwicklung entgegenzuftellen, das hier feine Auferstehung fei­erte. Deutschland sollte wieder Objekt der europäi­schen Politik werden.

Die Ereignisse in Abessinien haben diesen Tatbestand dann in den Hintergrund gedrängt. Ostpakt und Donaupakt scheiterten an ihrer Un­natur, an dem Mißbrauch der wahren Interessen derjeniaen, die das Objekt dieser Vorkehrungen ab­geben sollten. Die Welt ist auch sonst nicht stehen­geblieben. Und dennoch; fast auf den Tag genau knüpft die französische und die englische Politik nun dort wieder an, wo man vor einem Jahr aufgehört hatte. Was Herr Flandin damals beteuerte:Frankreich wird in dem Bemühen nicht Nachlassen, um seine Friebensideologie einen Block von Staaten zu scharen, die denselben Be­strebungen dienen wollen wie Frankreich" das­selbe Ziel leitet ihn auch jetzt bei seinen Gesprächen mit den Staatsmännern der Kleinen Entente, der Balkan-Entente, Sowjetrußlands und Oesterreichs. Wieder kreist die Politik Frankreichs und Englands um das Erbe Barthous, wieder soll das Rad der Entwicklung des Völkerlebens angehalten, die Spannung gefährlich gesteigert, statt ein natür­licher Ausgleich gefördert werden.

Der unstiedliche, ja offensive Charakter dieser Po­litik verbirgt sich hinter der Maske der Kollekti­vität. Die politische Propaganda Frankreichs ver­sucht den Eindruck zu erwecken, als ob die Kollek­tivität, das gemeinsame Operieren einer Anzahl von Staaten schon der Ausweis ihrer Friedfertig­keit sei. Welche Spiegelfechterei! Auch die Friedens­diktate waren ein Produkt der Kollektivität, und daß sich Unfrieden und Entrechtung bis auf den heuti­gen Tag kollektiv organisieren lassen, dafür ist das politische Testament Barthous, jenes jetzt wieder beschworene Paktsystem, der untrüglichste Beweis. Freilich, die gesunden Abwehrkräfte, die sich damals gegen diese Vergewaltigung der Lebensbedürfnisse der europäischen Nationen "regten, werden sich auch jetzt nicht aus der Welt schaffen lassen. Der D o - n a u p a k t wird sich nicht als stärkerer Lebens­spender erweisen, weil in ihm nun auch noch Sow­jetrußland als maßgebenderGarant" in Erschei­nung treten soll. Man kann eben nicht die deutsche Position ausschalten, ohne die Agrarstaaten des Do­naubeckens ihres naturgegebenen Absatzmarktes zu berauben, unb die Frage ist wohl nicht überflüssig, ob auch die englische Politik etwa der Ansicht ist, daß zweifelhafte politische Kampfparolen das geeignete Mittel sind, um die Nöte der Donaustaaten aus der Welt zu schaffen.

So werden wir in Ruhe und Gelassenheit die Anstrengungen der westlichen Diplomatie verfolgen können. In jedem Falle sind sie aber ein System des Geistes und der Tendenzen, die die heutige Kollektivitätspolitik beherrschen. Sie ist un fried­lich und aggressiv, weil sie eindeutig gegen Deutschland gerichtet ist. Sie ist deshalb auch in höchstem Maße unfruchtbar, denn sie vergeht sich an den natürlichen Interessen der Staaten, in­dem sie sie in eine widernatürliche Frontstellung zwingen will. Damit wird gerade die von Frank­reich inspirierte Kollekivitätspolitik zu einem In­strument, das die Völker nicht einander näher bringt, sondern sie im Gegenteil in Fronten und Blöcke aufspaltet. Sie wirkt nicht gemeinschaftsbil- dend, sondern isolierend und trennend, der Klassenkampf der Nationen, bas müßte das Ergebnis einer Politik fein, die ihren geistigen Standort in der Verteidigung derGrundlagen des Friedens von 1919" hat.

Ungarn in Paris unbeteiligt.

Budapest, 3. Febr. (DNB.) Von zuständiger Seite wird mitgeteilt, daß der ungarische Außen­minister von K a n y a, der feit Sonntag in Paris weilt, an keinerlei Beratungen teilgenommen habe. Bisher fei noch keinerlei Aufforderung an die un­garische Regierung gerichtet worden, an Beratun­gen über einen Donaupakt ober einen Pakt zur Sicherung der österreichischen Unabhängigkeit teil­zunehmen. Allerdings seien von Frankreich und Ru­mänien Versuche imgange, Sowjetrußland in die Regelung der Donaufrage unb der österrei­chischen Frage miteinzubeziehen. Jedoch wird Ungarn daran festhalten, daß eine Rege­lung der Donaufrage ohne die Beteiligung sämt­licher interessierten europäischen' Großmächte nicht in Frage komme.

Um das Rote Kreuz in Abessinien

Schwedische Vorstellungen in Rom.

Rom, 3. Febr. (DNB.) Der schwedische Ge­sandte S j ö b o r g ist von Staatssekretär S u v i ch empfangen worden. Der Besuch betraf die in dem italienischen Heeresbericht erwähnte Aushebung von M u n i t i o n s k i st e n bei der schwedischen Rotkreuz st ation in Neghelli.

Giornale d'Jtalia bemerkt, von schwedischer Seite werde jede Verantwortung der Aerzte und Kran­kenpfleger der schwedischen Rotkreuzstation. abge­lehnt. Immerhin seien die 27 Munitionskisten g e - f u n b e n unb an Drt unb Stelle photo­graphiert worben. Jrgenbjemand müsse sie also unter ben Schutz bes Rotkreuzzeichens gebracht haben. Damit werbe ber Beweis geliefert, daß auf abessinischem Gebiet das Rote Kreuz selbst auf die hohe Gefahr hin, den guten Glauben fremder Sani­tätsmissionen zu täuschen, zum Schutz von Kriegs gerät sich auswirke. Italien habe also das Recht, über den Sinn des Rotkreuzzeichens in den Reihen der abessinischen Krieger Zweifel zu hegen.

Oie englische Kirche begrüßt den Aufrüstungsplan.

London, 4. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die englische Kirchenoersammlung wird sich dieser Tage mit dem neuen englischen Aufrüstungsplan befas­sen. In unterrichteten Kreisen hält man es für sicher, daß die Kirchenoertreter die amtliche Auf­rüstungspolitik unterstützen werden. Der Versamm­lung wird folgender Antrag zur Annahme oorgelegt werden:Die Kirchen-Versammlung bedauert das Scheitern der vielen Abrüstungskonferenzen. Sie hält es jedoch für lebenswichtig", daß Großbritan­nien für alle Zeiten in d e r Lage fein muß, feine eigene Freiheit zu verteidigen und feine Verpflichtungen auf Grund derVölkerbundsfatzung zu erfüllen. Die eng­lische Kirche begrüßt daher das Versprechen des Ministerpräsidenten, die Streitkräfte auf die er-

Wie kann die Äsend zvr

erzogen werden?

Bengt Berg schlägt die Anlage von Tierparken und den Bau eines biologischen Brehm-Museums" vor.

DNB. Der schwedische Forscher Dr. Bengt Berg wurde vorn Führer zu einer Unterredung empfangen. Diese Unterredung gab Bengt Berg neue Anregungen zu der Frage, wie bei ber Jugend die instinktive Naturverbundenheit gestärkt werden kann. Hierüber sprach Bengt Berg im Deutschland­sender. Er führte dabei u. a. aus:

Das warme Interesse des Führers unb Reichskanzlers für bie deutsche I u - g e n d ist mir aus der Unterhaltung mit ihm beson- oers stark in Erinnerung geblieben, vor allem das Interesse, mit dem er darüber sprach, daß die deutsche Jugend so weit wie möglich in Berüh­rung mit freier Natur gebracht werden muß. Die Liebe zur Natur wurde bei der Ju­gend vielfach von einem allzu theoretisierenden unb oft fremdartigem Einfluß beiseitegedrängt. Das Er­kennen des natürlichen Dranges zum Tier verleitete vielfach zu einem Mißbrauch der Tiere. Ein solcher war seit jeher, daß man in Europa unb in Amerika wilbe Tiere zur Schau eingesperrt hielt. Man tat dies in zoologischen Gärten. So wurden in Europa Tausende von freiheitliebenden Tieren gefangen gehalten, die, ihrer Heimat ent­rissen, sich hier in engen Käfigen lebenslang herum­quälen. Mir scheint, es müsse jedem offenbar fein, daß hier nicht nur eine bedauerliche Tierquä­lerei vorliegt, sondern auch eine Behandlung der hochstehenden Tiere, die unserer aus Instinkt natur­liebenden Jugend unter keinen Umständen als lo­benswert vor Augen geführt werden dürfte. Und es ist meine feste Ueberzeugung, daß ein staatliches Eingreifen, um diesen Uebelstand zu beseitigen, bald als vorbildliches Beispiel von anderen Kulturvöl­kern befolgt würde. Eine Aenderung zum besseren könnte dadurch geschaffen werden, daß man alle Schausammlungen von eingesperrten wil­den Tieren aufs äußerste beschränkt, wenn möglich zunächst auf zwei oder drei zoologische Gärten in den größten Städten des Landes, wo

gute Pflege den Tieren foweit wie möglich zuge­sichert werden kann.

Weiter kann eine geeignete Abhilfe auch dadurch geschaffen werden, daß in der Nähe aller großen Städte große Parks angelegt werden, in denen die Volksgenossen ähnlich wie in Großbritannien in freien Stunden genügend Raum finden, um nach ihrer Arbeit Erholung in der Natur zu finden. In diesen Parkanlagen, die zugleich als botanische Volksgärten dienen können, müßten bann weite Gehege angelegt werben, in benen nach bem Muster des vorbildlichen Wisent-Geheges in der Schorfheide bei Berlin solche Tierarten gehalten werden, die in unserem Klima in solcher Gefangenschaft gut gedeihen. Solche Parkanlagen wären besonders für die Jugend der Industriestädte segensreich und würden zur Stär­kung der instinktiven Nctturverbunbenheit dieser Juaend in gesunder Weise beitragen.

Um dem Drang der Jugend nach Kenntnis von der Natur weiter Rechnung zu tragen, möchte ich ferner den Bau eines großen biologi­schen Museums in Berlin anregen, in dem in gewaltigen Panoramen lebenswahre Abbilder aus der Natur der verschiedenen Erdteile den Volks­genossen vor Augen geführt werden. Es gibt gegen­wärtig kein solches Museum in Europa. Es gibt dafür in Deutschland eine Reihe von Fachmännern, deren Können am Ausbau eines solchen Museums für die ganze Welt Vorbildliches leisten würde. Es gibt ferner in den veralteten Mufeen Schätze an zoologischen Sammlungen, für eine größere Allge­meinheit meistens unsichtbar, die dabei geeignete Verwendung finden könnten. Ich möchte anregen, daß ein solches Museum dann dem Gedächtnis des größten erzieherischen Biologen aller Zeiten, dem Deutschen Alfred Brehm, gewidmet und Brehm-Museum" genannt wird. Denn Brehm hat in schönstem Sinne die Naturverbunden­heit seines Volkes in seinen Werken zum Ausdruck gebracht.

forderliche Höhe zu bringen und fordert ihn drin­gend auf, die notwendigen Gesetzesmaßnahmen so­fort einzubringen." Der Antrag ist so gefaßt, daß er den Ansichten der großen Mehrheit der Bevölke­rung entspricht.

Die erste Aeichssegelflug- Kuhrerschule.

Essen, 3. Febr. (DNB.) Mit einem schlichten Weiheakt wurde die erste Reichssegelflugführerschule Borkenberge (Westfalen) durch den Reichsluft­sportführer Oberst Mahnte in Anwesenheit von Vertretern bes Deutschen Luftsportverbandes, der Reichsluftwaffe, der Wehrmacht, der Partei unb ihrer Glieberungen sowie der Behörden feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Oberst Mahnte legte Zweck und Aufgabe der ersten Reichssegelflugführerschule Borkenberge bar, die alle diejenigen, die in Führerstellen kommen sollen und wollen, schulen und ihnen den letzten Schliff geben solle. Im Vordergrund aller Arbeit jetzt unb in Zukunft stehe die Vorbereitung der flugbegeisterten deutschen Jugend für den Dienst im Flugwesen und in der Luftwaffe .Es gelte, die Jugend einzuführen in die Ideenwelt des Fliegers, ihnen beizubringen, daß das Fliegen nicht in erster Linie eine Frage rein technischen Könnens, einer technischen Beherrschung des Flugzeuges ist, son­dern eine Angelegenheit fliegerischer Leidenschaft, die alle Willenskräfte des Men­schen zusammenfaßt und die ein nie erlöschendes Feuer gleich Herz und Sinn des Fliegers erfaßt. Dieser Fliegergeist habe seine beste Verkörperung in den Gestalten eines Richthofen, Bölcke, Berthold und vieler anderer Flieger des großen Krieges ge­funden.

Dann übergab der Reichsluftsportführer die Reichssegelflugführerschule ihrer Bestimmung mit dem Wunsch, daß aus ihr wahre Führer hervor­gehen mögen.

Laufende Unterstützungen für kinderreiche Familien.

Eisenach, 3. Febr. (DNB.) Staatssekretär Re iy Hardt ging auf der staatswissenschaftlichen Reichstagung der Zollbeamten besonders auf die segensreichen Auswirkungen der Ehestands­darlehen ein. Besondere Maßnahmen der Reichssinanzoerwaltung gelten vor allem der kin­derreichen Familie. In dieser Richtung liege auch eine Maßnahme, die vom 1. Juli 1936 in Kraft treten wird. Von diesem Tag ab sollen neben den bisher an Kinderreiche gewährten einmaligen Kinderbeihilfen lausend Unter ft ü^ungsbeiträge in Höhe von 10 Mark im Monat für das fünfte unb jedes weitere Kind an Volksgenossen gezahlt werden, deren Jahreseinkommen die 1800-Mark- Grenze nicht übersteigt. Diese Anordnung sei die erste Maßnahme zur Einleitung eines großen Ausgleichs der Familienlasten.

Die Devisenschiebungen beim Orden derKanisiussckwestern".

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Vor dem Berliner Sondergericht begann ein Devisenprozeß gegen zehn katholische Ordensangehörige. Bei den Ver­fehlungen handelt es sich um Schiebungen zugunsten des Mutterhauses der Kongregation oer Kanisius- schwestern in Freiburg (Schweiz). Der Orden unter­hält Filialen in Konstanz, Mainz, München unb Bautzen. Da sich das Schweizer Mutterhaus seit 1928 in finanziellen Schwierigkeiten befand, for­derte es m feinen religiösen Schriften zur Her - gäbe verzinslicher Darlehen gegen Frankenschulbfcheine auf. Als die Devisen­gesetzgebung in Kraft trat, wurde das bei der Städtischen Sparkasse in Konstanz geführte Konto des Schweizer Mutterhauses aus den Namen der Konstanzer Filiale umgeschrieben. 32 000 Mark wurden aber trotzdem weiter zur Til­gung von Schulden des ausländischen Mutterhauses im Jnlande verwendet. Weitere 42 000 Mark sind von der Konstanzer Filiale zu Lasten ihres Warenkontos an Inländer für das Mutterhaus gezahlt worden, das diese Zahlungen mit Sendungen von religiösen Büchern und Schriften des Kanisiuswerks abdeckte. Endlich

sind von der Konstanzer Filiale rund 28 000 Mark unmittelbar in die Schweiz geschmuggelt worden. Für diese ungesetzlichen Zahlungen und Kapital­verschiebungen werden, neben der Oberin Maria Breitner, die .Ordensschwestern Franziska S ch u tz b i e r und Christine Rupprecht aus Konstanz verantwortlich gemacht.

Von der Mainzer Filiale sind unter Mit­wirkung der Ordensschwester Elisabeth G u t insge­samt 52 000 Mark über Konstanz nach dem Schwei­zer Mutterhaus verschoben worden. Die Oberin Breitner soll auch für die mitangeklagte 61jährige Ida Hugo aus Mainz, die Schwester des verstorbe­nen Mainzer Bischofs, einen Betrag von 10 000 Mark nach Freiburg (Schweiz) verbracht haben.

Die Ordensschwester Schutzbier aus Konstanz gab zu, daß ein Sammelkonto bei der Konstanzer Stadtbank bestanden hat, will aber nicht gewußt haben, daß es ungesetzlichen Zwecken diente. Ande­rerseits erklärt sie jedoch, daß die Abhebungen von diesem Konto recht kompliziertverschleiert" worden seien. Im übrigen war die Angeklagte geständig, im Jahre 1934 27 000 Mark unter dem Schutze der Or­denskleidung über die Grenze gebracht zu haben.

Erfolgreicher Prozeß der Stadt Berlin gegen einen Bolksschädling.

B e r l in , 3. Febr. (DNB.) In dem Prozeß der Stadt Berlin gegen den jüdischen Geschäfte­macher Isidor Neumann hat das Reichsgericht das Revisionsurteil verkündet, das die Auffassung des Kammergerichts vollauf bestätigt und die Reichs­hauptstadt dadurch von der aus ber Systemzeit stammenden Vertragsbindung mit diesem Volks­schädling befreit hat. Im Jahre 1925 hatte die da­malige Berliner Straßenbahnbetriebs- g e f e l l f ch a f t m. b. H. an den Juden Isidor Neu­mann und seine Frau, die jetzt in der Tschecho­slowakei leben, zur Errichtung eines Lichtspiel­theaters ein Grundstück in der Schönhauser Allee für jährlich 12 000 Mark bis Ende 1934 ver­mietet. Die von den Mietern zu errichtenden Baulichkeiten sollten bei Vertragsende u n - entgeltlich an d i e Vermieterin fallen. Neumann verpachtete das Grundstück mit dem in­zwischen erbauten Lichtspieltheater Colos­seum 1929 an eine Lichtspiel-G. m. b. H. für jähr­lich 55 000 Mark und eine einmalige Abfindung von 550 000 Mark bis 1944 mit Verlängerungsrecht für weitere fünf Jahre. Diese G. m. b. H. verpachtete 1930 bas Grunbstück wiederum für die gleiche Zeit an die Ufa, die jährlich 87500 Mark zu zahlen hatte.

Im August 1934 kündigte bie Stabt, auf bie bie Straßenbahn inzwischen übergegangen war, bem Neumann das Mietverhältnis fristlos und be- grünbete bie Künbigung im Rechtsstreit damit, daß Neumann ein Volksschäbling fei. Sie ist beim Kammergericht unb beim Reichsgericht mit ihrer Räumungsklage durchgedrungen. Wie das Kam- meraericht festgestellt hat, hat Neumann a l s Zahlmeister bei ber Roten Solbaten- wehr große Unterschlagungen und Ur- kunbenfälschungen begangen unb viele anbere Schiebungen zum Schaden bes Reiches unternommen. Nach umfangreichen Steuerhinter­ziehungen zog er 1933 mit feiner Frau nach Marienbab. Das Reichsgericht führt in feinem Urteil u. a. aus: Der Stadt Berlin fei es nicht zuzumuten, einen Teil ihres Vermögens durch einen langjährigen Vertrag einem solchen Volksschädling zu belassen, der daraus für sich große Gewinne ziehe, nachdem er verbrecherisch auf Kosten bes Reiches so erhebliches Vermögen erworben und sich bis in die letzte Zeit steuerlich so schwer vergangen habe.

Kleine politische Nachrichten.

Der Sachverstänbigenausschuß ber Sanktionskon­ferenz, ber bie Durchführbarkeit einer Erböl - sperre gegen Italien prüfen soll, ist unter bem Vorsitz des mexikanischen Gesandten in Paris, Gomez, zusammengetreten. Es wurden zwei Un­terausschüsse eingesetzt: Der eine für Trans­portfragen, ber anbere für bie Erzeugung. Es be­steht ber Einbruck, baß von keiner Seite auf eine Beschleunigung ber Beratungen Gewicht gelegt wird.

Wie die Wehrmacht wurde.

Von Edgar Röhricht, Major des Generalstabes

Einen ausgezeichneten Ueberblick über die Aufbauarbeit der neuen Wehrmacht und insbesondere des Heeres gibt uns Major des Generalstabes Edgar Röhricht in dem soeben erschienenen BucheDas deutsche Wehr* wesen in Vergangenheit und Ge­genwart" Konradin-Derlag Stuttgart 13 Berlin. Männer der Feder und des Schwertes, Männer des alten und des neuen Heeres haben in diesem Buche aus der un­endlichen Fülle der Geschehnisse, die ihnen für bas beutsche Wehrwesen ber Vergangen­heit unb Gegenwart bestimmend unb bebeu» tungsvoll erscheinenben Züge herausge­griffen.

Preußen-Deutschlanb hat sich seine Einheit und Größe auf ben Schlachtfeldern des Kontinents er­kämpft. Seine Lage mitten in Europa, mit wei­ten ungeschützten Grenzen, führte von selbst dazu, daß bas Schwergewicht ber militärischen Leistung bes Staates notroenbig auf bem Verteibigungs- mittel zu Lande, also dem Heer, lag. Erst in später Zeit, mit der zunehmenden Industrialisie­rung, setzte das Bedürfnis nach Teilnahme am Weltverkehr ein. Das über die Küsten hinausgrei­fende Interesse des auf den französischen Schlacht­feldern geeinten Deutschen Reiches führte zur Schaffung einer Flotte und damit eines zweiten Wehrmachtteils.

Mit dem Aufkommen bes Flugzeuges be­gann bie nächste Phase der Entwicklung. Die all­mähliche Vervollkommnung und die Steigerung seiner Wirkungsmöglichkeiten führte dazu, das neue Kampfmittel aus feiner bisherigen Verwendung als Hilfswaffe bei Heer und Marine zu lösen unb ihm in einem eigenen 23 e r b a n b erweiterte Ziele zu geben, bie seiner nunmehrigen Leistungs­fähigkeit entsprachen. So entstand in fast allen mo­dernen Militärstaaten eine besondere Luftwaffe als dritter Wehrmachtteil. Sie trat auch in Deutsch­land mit der Wiedererringung der Wehrfreihett neben Heer und Kriegsmarine. Die straffe organi­satorische Gliederung, bie bas Wehrgesetz festlegte, regit bie Befehlsverhältnisse unb bamit bas Zu­sammenwirken ber brei Wehrmachtteile unter bem einheitlichen Oberbefehl bes Reichskriegsministers.

Um sich bie personellen Anforderungen bei ber Neuaufstellung von Formationen klarzumachen, muß man sich bie große Zahl von Funk­tionsunteroffizieren unb Spezi all­ste n vergegenwärtigen, bie heute jebe Truppe braucht, um erst einmal ben normalen Dienstbe­trieb burchführen zu können, bevor sie überhaupt an ihre eigentliche Aufgabe, bie Ausbildung, Heran­gehen kann. Der übergroße Zustrom von Freiwil­ligen bereits in den letzten Jahren bot hierfür be­sonders geeignete Auswahlmöglichkeiten. So konnte ber Grunbsatz, baß bie Leistung bes Solbaten seinen Wert unb Weg bestimmt, in weit größerem Maße burchgeführt werden als bisher, weil jetzt nicht mehr nur bas Angebot an geeigneten Bewer­bern vorhanben war, sondern auch ein entsprechen­der Bedarf.

Beim Aufbau bes Offizierskorps traten anbere Gesichtspunkte unb Schwierigkeiten hinzu. Wohl läßt sich ihre Zahl in ben fieutnantsbienftgra- ben in verhältnismäßig kurzer Zeit vergrößern. Doch besonbers bie mittleren Dienstgrabe finb nicht in gleicher Weise zu improvisieren. Auf bem Kompaniechef, bem Vater ber Kompanie, ruhte gerabe in bieser schwierigen Uebergangszeit ber Neuaufstellungen eine besonbers schwere Verant­wortung. Ihm oblag die Auswahl der Unterführer, ihre Vorbereitung und Ausbildung für die in Aus­sicht genommene Verwendung, er stellte die Stämme zusammen und damit den Rahmen für die Neufor­mationen, welche in ihrem Geist immer abhängig sind von der Grundlage, die ihnen der Stammtrup­penteil mitgab.

Als Kompaniechefs stand außer denen im Reichs- Heer Vorhandenen eine größere Zahl älterer Ober­leutnante zur Verfügung, die in ben engen Ver­hältnissen vorher noch keine Kompanien hatten be­kommen können. Sie erhielten einen hochwertigen Zuwachs aus ber Zahl ber zum Offizier beförberten bisherigen Unteroffiziere. Einer Reihe von ihnen konnte nach ergänzenber Schulung sofort bie Ver­antwortung für eine Kompanie übertragen werben. Zu ihnen kam eine beschränkte Zahl ehemaliger Offiziere, bie einst bei ber Heeresverminberung trotz bester Leistungen unb Befähigung hatten ausscheiben müssen unb bie sich nicht nur bie alte Passion für ben Solbatenberuf, fonbern auch noch die nötige körperliche und geistige Spannkraft erhal­ten hatten. Eine strenge Auswahl stellte sicher, daß dabei nur solche Persönlichkeiten wieder Aufnahme fanden, die innerlich, in Geist unb Haltung, stets auch in bem Zwischenberuf Solbaten geblieben waren unb ihrer Gesinnung nach bie Gewähr bo­ten, vollwertige Mitglieber ber Wehrmacht bes na­tionalsozialistischen Deutschlanbs zu sein. Ihre Wie­bereinführung in ben alten Beruf unb feine neuen Anforderungen würben durch eine Reihe von Lehr­gängen sichergestellt.

Das Offizierkorps zeiate sich den Schwierigkeiten dieses Aufbaues gewachsen, einmal weil es von dem stolzen Bewußtsein durchdrungen mar, Erfüller einer historischen Aufgabe zu sein, wie sie keiner Generation in ber Geschichte unserer Armee je vor­her im gleichen Umfang und gleichen Zeitraum ge­stellt worden ist. Ferner weil es sich geistia seit mindestens einem Jahrzehnt auf diese Probleme eingestellt hatte. Denn aus der Hoffnuna auf den Tag der Befreiung von unwürdigen Fesseln hatte die Wehrmacht ihre Kraft geschöpft und das große Ziel genommen, dem ihre Schulungs- und Erzie­hungsarbeit galt.

Noch ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Sie wird für bie Dauer im gleichen Geist nur bann zu losen sein, wenn ihr Fortwirken für die Zukunft sicherge- stellt ist, nicht nur die Lösung ber unmittelbaren Gegenwartsfragen. Es kommt barauf an, auch hier eine neue Xrabition zu bearünben. Unter biefem Gesichtspunkt gewinnt vor allem bie Aus­wahl unb bie Schulung bes Offizier* nachwuchefes eine befonbere Bebeutung.

Der mit bem Herbst 1935 erreichte Stanb bes Aufbaus umfaßt bie Glieberung in brei Gruppenkommanbos, bavon bas Gruppen- kommanbo I in Berlin, bas Gruppenkommanbo II in Kassel, bas Gruppenkommanbo III in Dresben.

Das Armeekorps besteht aus Divisionen, bie sich aus Infanterie, Artillerie, Pionieren, Nach­richten- unb Panzerabwehrtruppen zufammensetzen. Außerbem bestehen befonbere Kavallerie- oerbände unb solche ber Kraftfahrkampf-

iie®1

niallS Moos. @arnif' reich fe Das n W u llrlPr£ sein W-! JefW"1

Sn1 jjer«1 -nd-- «w ° r u n 0 37 e u a truPP teure Auch fl.' die Unt der den sstauni terie; zeit besi mäßig panien Kompar Berglen spannte nen, w! terie m nengew Minenr das An Auch di aus. 2 Hebung: braud spräche taktik ei verände rischen Auch di hat bod motorif

die Aei Derbän Pionier

Bei i dem B stündlich eine wc aussallei der Bor jenen a pen au weiterer steht Komma mäßige! gebende mitten Truppe ausb Für bh Platz ' Grunde das in tückschen anstaltui

Das l klassen r aufbau f in ihre weittrag beiden ( oölkerun fchaftlich Rolle - Zuwachs die gre: Persönlid Soldater Bande, Standort hält heil schlägt 9 'm besch.