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wird es tun in Dank gegen göttliche Allmacht, die immer neben all seinem Schaffen steht. Und mit dem Gefühl der Dankbarkeit werden auch die Volksgenossen in der Stadt an dem Feste teilneh­men, das im Zeichen der Volksgemeinschaft steht « mehr und mehr zu einem Fest des deutschen Lebensraumes, der deutschen Landschaft und un­teres Brauchtums wird, wie auch zu einem Fest der Erinnerung an die ehrwürdigen Ueberlieferunaen aus der Zeit unserer Vorfahren. N.

Kreisbauemtag Oberhessen-West

in Verbindung mit dem Friedberger herbstmarkl vom 10. bis 14. Oktober.

Die umsangreichen Vorarbeiten für das Pro- gramm dieser Großveranstaltung in der alten Reichsstadt Friedberg ftnd beendet. Es hat sich hierbei herausgestellt, wie anregend und nützlich der Gedanke einer Verbindung der Arbeitstagung der Kreisbauernschaft mit dem Friedberger Herbstmarkt gewesen ist. Für alle Lehrtätigkeit auf dem Lande ist Anschauung, praktische Vorführung alles.

So tritt der Arbeitstagung der Kreis­bauernschaft mit ihren theoretischen Erörte­rungen auch in bezug auf dieErzeugungsschlacht" die praktische Vorführung einer Wetterauer HeimatschauBlut und Boden" sowie einer Reihe von Lehrschauen, d. h. Ausschnit­ten aus den verschiedenen Arbeitsgebieten, wie Hof",Markt",Landwirtschaftliche Maschinen", Bekämpfung der Schädlinge" usw., ergänzend zur Seite.

In Verbindung mit dem alten Friedberger Herbst­markt findet ein großes SA.- und länd­liches Reit- und Fahrturnier statt. Es beginnt am Montag, 12. Oktober, mit einem Zucht­koppelwettbewerb oer Ortsbauernschaften, hessen-

nassauisches Warmblut, bringt ferner eine Vorfüh­rung der Warmblut-Zuchtkoppeln, eine Eignungs­prüfung für Gespanne, Dressur- und Reiterprüfuna sowie Jagdspringen in zwei Klassen und schließlich als große Turmer-Schaunummer eine Darstellung Moderne Raubritterkämpfe".

Der Friedberger Herbst-Pferdemarkt wird am Dienstag eröffnet. Ihm reihen sich Prämiierungen der Händlerpferde und im Hufbeschlag an. Es fol­gen Zuchtkoppelwettbewerbe und die Vorführung von hessen-nassauischem Kaltblut. Den Abschluß des Herbst-Pferdemarktes bildet eine Zugleistungsprü­fung am amerikanischen Kraftmeßwagen auf der Seewiese.

Die ganze Veranstaltung wird ^umrahmt von einem gediegenen Volksfest.

Oie Butzbacher Zuchthäusler gefangen.

Lpd. Weilburg, 2. Okt. Die am Dienstag aus dem Zuchthaus Marienschloß bei Butzbach ausge­brochenen zwei Zuchthäusler konnten dank der Aufmerksamkeit Weilburger Einwohner in der Nacht zum Donnerstag kurz vor dem Kreisort Odersbach von der Polizei fest genommen werden. Zwei Weilburger bemerkten nachts nachein­ander auf der Straße zwei Männer in Sträflingskleidern und benachrichtigten so­fort die Polizei. Diese nahm dann sofort mit dem Kraftwagen des einen Einwohners Die Verfolgung auf und konnte die beiden Sträflinge kurz vor der Ortschaft Odersbach stellen. Da der eine der beiden Zuchthäusler keine Lust verspürte, die wiedergewon­nene Freiheit mit der Zelle zu vertauschen, mußte einer der Beamten erst einen Schreckschuß abgeben, um ihn gefügig zu machen. Beide wurden nach der Festnahme in Polizeigewahrsam genommen und nach Butzbach abgeliefert.

Berufserziehung

Kundgebung der Deutschen

Die Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Ar­beitsfront hatte für den gestrigen Abend zu einer Kundgebung in das Cafe Leib eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht und fand ihren Auftakt zunächst mit guten musikalischen Darbie­tungen des Musikzuges der Standarte 116 unter der Leitung von Musikzugführer Herrmann. Nach der Einbringung der Fahnen einiger Be­triebszellen und nach dem Einmarsch der Werk­scharen hieß der Kreisschulungsleiter der DAF. Jung (Gießen) die Teilnehmer willkommen. So­dann sprach der

Kreisberufswalter Merthes

über das Thema des Abends:Ertüchtigung durch B e r u f s e rzi e h u n a, eine natio­nalsozialistische Verpflichtung". Aus seinen Ausführungen sei folgendes wiedergegeben: Die erste Proklamation der nationalsozialistischen Regierung sei die des Adels der Arbeit gewesen. Alle schaffenden Menschen sollten hineingestellt wer­den in das Gesamtschaffen der Nation. Im Rahmen der vielfältigen Bestrebungen zur Erneuerung und Vertiefung unseres völkischen Lebens erhiett die Deutsche Arbeitsfront den Auftrag, die Jugend zu beruflicher Tüchtigkeit zu erziehen. Die Deutsche Arbeitsfront könne sich bei ihrer Arbeit auf keiner­lei Traditionen stützen, sondern gehe völlig neue Wege. Bei vorbereitenden Erhebungen habe sich er­geben, daß allenthalben ein erheblicher Mangel an Facharbeitern herrscht. Ferner muhte festgestellt werden, daß ein großer Prozentsatz unserer arbei­tenden Volksgenossen an einem falschen Arbeits­platz steht. Das solle in Zukunft vermieden werden. Die Berufsberatung habe hier große Aufgaben vor sich. Es solle jedem die Möglichkeit gegeben wer­den, aus seinen Fähigkeiten Heraus, zu höchster Leistung zu gelangen. Berufswahl sei für die Zu­kunft keine Privatsache mehr. Jeder Mensch müsse im Interesse der Volksgemeinschaft zur höchsten

Berufsertüchtigung.

Arbeitsfront im Eafä Leib.

Leistung gebracht werden, der er aus seinen natür­lichen Kräften heraus fähig sei. Es dürfe für dis Zukunft zu keinen so erheblichen Fehlleitungen der Arbeitskraft mehr kommen, wie es in der ver­gangenen Zeit der Fall war. Vom Lehrling werde erwartet, daß er Lernfreudigkeit, vom Lehrmeister, daß er Lehrfreudigkeit mitbringe; der Lehrvertrag dürfe kein Arbeitsvertrag fein. Der Ablauf der Lehr­zeit werde für die Zukunft ständigen Prüfungen unterworfen fein. In kurzen Ausführungen sprach sodann der Kreisberufswalter über die Arbeit an den Arbeitsschulen der DAF. und ihren tieferen Sinn.

Die Arbeit solle Dienst an der Volksgemeinschaft sein, soll als göttlicher Auftrag betrachtet werden und aus der nationalsozialistischen Weltanschauung soll die Arbell zu immer neuem Segen entwickelt werden. Aufgabe der Praktiker in den Betrieben sei es, der lernenden Jugend stets unter die Arme zu greifen. Die DAF. wolle hier die Brennlinse sein, in der alle Kraftstrahlen gesammelt und zu großer Wirkung gebracht werden. Die Durchfüh­rung des vom Führer verkündeten wirtschaftlichen Dierjahresplans werde wesentlich bestimmt werden von dem Können derer, die gegenwärtig ihre Lehre vollenden. Die Berufserziehung fei deshalb hohe Pflicht für unseren wirtschafllichen Aufstieg. Der

Kreisschulungswalier Jung

bestätigte die Ausführungen des Redners, betonte die Forderung zur Qualität der deutschen Ware und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch in un­serem Kreise recht viele Betriebe als Musterbe­triebe ausgezeichnet werden könnten.

Mit einem dreifachenSieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler, mit den gemeinsam gelungenen Na­tionalhymnen, mit der Ausbringung der Fahnen und dem Ausmarsch der Werkscharen fand die Kund­gebung ihren Abschluß.

Oberheffen.

38 Jahre seiner Stadt treu gedient.

# Alle ndors a. d. L d a., 1. Oft Am heuti­gen Tage ist der um unsere Stadt hochverdiente unb allseits beliebte Rechner Christ F o r m h a l s von hier infolge erreichter Altersgrenze in den Ruhe­stand getreten. Sell 2. Februar 1899, nahezu 38 Jahre lang, hat er die hiesige Gemeindekasse ver­waltet. Die hiesige staatliche Untererbebestelle wurde von ihm feit Inkrafttreten 1. Oktober 1900 also 36 Jahre lang versehen. Ebenso verwaltete Rechner F v r m h a l s bis Ende März 1936 die Ortsstellen der Orts- und Landkrankenkasse für den Kreis Gießen. Die hiesige eoangel. Kirchenkasse, die Rechner Formhals auch fernerhin noch versehen will, wurde ihm vor etwa 30 Jahren übertragen.

Verschiedene Ehrungen wurden dem Jubilar bei seinem Abgänge zuteil. Vom Landesfinanzamt Darmstadt wurde ein in geschmackvoller Form ge­haltenes Dankschreiben durch einen Vertreter des Finanzamts Grünberg überreicht. Ein aleiches Schreiben traf vom Kreis amt Gießen ein. Die hie­sige Stadtverwaltung hatte eine Abschiedsfeier im Rathaus veranstaltet, an der auch sämtliche Rats- Herren, sowie das übrige Büropersonal teilnahmen. Bürgermeister K r i e b überreichte nach einer An­sprache, in der er dem abgehenden Rechner für seine der Stadt geleisteten Dienste herzlichst dankte, und dem Wunsche Ausdruck gab, der Scheidende möge auch fernerhin, wenn nötig, feine Erfahrungen der Stadtverwaltung zugute kommen lassen, einen prachtvollen Ruhesessel. Rechner F o r m h a l s dankte in bewegten Worten für alle diese Ehrungen. An den offiziellen Teil der Feier schloß sich ein ge- 'liches Beisammensein an.

Gemeindekasse und Untererhebestelle sind dem seitherigen langjährigen Gehilfen Karl F r i tz g e s übertragen worden. Die Ueberlieferung hat bereits stattgefunden.

Verpflichtung

der Freiwilligen Feuerwehr Lollar.

# Lollar, 2. Df. Auf Anordnung des Kreis­amtes Gießen war von dem hiesigen Bürgermeister und dem Führer der Freiwilligen Feuer­wehr Lollar eine Mitgliederversammlung der Wehr einberufen worden, um die Bestellung des Führerrates und die Verpflichtung auf unseren Führer durch die Ortspolizeibehörde vorzunehmen. Entsprechend der Wichtigfeit dieser Versammlung rar hierzu denn auch Kreisfeuerwehrführer Bouf­fier sowie der Vertreter der NSDAP. Ortsgrup- penleiter-Stellvertreter Hans Hahn (Lollar) er­schienen. Kreisfeuerwehrführer Bouffier gab noch

einmal den Erlaß des Reichsinnenministers bekannt und gab wichtige Erläuterungen zu der vorzuneh­menden Verpflichtung. Bürgermeister Böhm unter­strich nochmals die Bedeutung dieser Stunde und wies auf die nunmehr erhöhte Bedeutung der frei» willigen Feuerwehren hin. Aktive Wehrmänner konnten die Mitglieder nur dann bleiben, wenn diese ganz ihre Pflicht tun und allezeit einsatzbereit sind.! Hierauf schlug zur Bildung des Führerrates Bür­germeister Böhm den seitherigen Schriftführer S ch e lm als Wehrführer vor. Da keine Einwen­dungen gegen den Dorgeschlagenen erhoben wur­den, gilt dieser als gewählt. Der neuernannte Hauptbrandmeister Schelm berief alsdann seine Mitarbeiter. Dem Führerrat gehören an: als Stell­vertreter des Wehrführers Oberbrandmeister Karl Schwabe; Schrift- und Kassenwart Brandmeister Hch. Rohrbach; Gerätewart Karl Seitz; Beirat: Gerhard Rohrbach, Karl Rohrbach, Ludwig ' Niederhofer, Ludwig Hofmann VI. Nach der Bildung des Führerrates erfolgte in feierlicher Weife die Verpflichtung sämtlicher Feuerwehrmän­ner der Lollarer Wehr. Bürgermeister Böhm ver­las die Eidesformel, die von den Wehrmännern mit erhobener rechter Hand nachgesprochen wurde. Durch Handschlag des Bürgermeisters mit jedem einzelnen Kameraden und deren Unterschriften wurde die Ver­pflichtung vollzogen. Zum Schluß dieses feierlichen Aktes gedarbte Ortsgruppenleiter - Stellvertreter Hahn des Führers als des Mannes, dem dieser vorbildliche Neuaufbau der freiwilligen Feuerweh­ren zu verdanken ist. Ein Sieg-Heil und die beiden Nationallieder beschlossen diese Handlung. In gleich feierlicher Weise widmete der neue Wehrführer Sch elm dem aus Altersrücksichten zurückgetretenen früheren Wehrführer, Hauptbrandmeister Gerhard R o hr b a ch , in gerechter Würdigung Worte der dankbarsten Anerkennung. Für diese seyr wertvollen Verdienste um die Lollarer Wehr wurde dieser ausgezeichnete Feuerwehrführer zum Ehren- Hauptbrandmeister ernannt und ihm eine Ehrenurkunde überreicht. Im Namen der Gemeinde Lollar dankte Bürgermeister Bohm dem scheiden­den Wehrführer und überreichte ihm ein kunstvolles Gemälde des Führers. Ein Ruhesessel war das Abschiedsgeschenk der Wehrmänner an ihren allver- ehrten Kommandanten, lieber den Aufbau inner­halb der Wehr gab noch Hauptbrandmeister Schelm einige Aufklärungen. Dem langjährigen Loschmeifter Ludwig Geißler V. wurde mit anerkennenden Worten von Kreisfeuerwehrführer Bouffier das hessische Ehrenkreuz für seine Verdienste um die Wehr überreicht. Die vom Rechner R o h r b a ch > vorgelegte Jahresrechnung, die Rechnung über das 60. Stiftungsfest fotoie den Voranschlag 1936 wurden'

SJi.-'fpOTt

Sie Ausführungs-Bestimmungen zum Amnestie-Erlaß des Heichssportführers

Die Pressestelle des Reichssportführers teilt fol­gendes mit: Zur Behebung von Zweifeln über den Umfang der Amnestie wird hiermit bestimmt:

Die Amne st ie umfaßt:

1. Die Strafen von Einzelmitgliedern und Vereinen.

2. Alle automatisch (nach den sogenannten Strafmaßbestimmungen) verhängten kurzen »-Strasen.

elbftrafen, soweit sie noch nicht bezahlt sind. Rückerstattung bereits bezahlter Strafen findet nicht statt.

Da die Amnestie nur Strafen umfaßt, kann sie nicht auf Derwaltungsmaßnahmen erstreckt werden. Zu diesen Verwaltungsmaßnahmen rechnen: 1. Die neben Geld- und Ausschluß-Strafen ver­hängten Platzsperren. 2. Die Sperrfristen, die bei Vereinswechsel eintreten.

Die Amnestie erstreckt sich auf die Strafen für Vergehen, die bis zum Tage der Veröffentlichung des Amnestie-Erlasses im Reichssportblatt am 29. Septemoer 1936 begangen worden sind.

Der Sport am Ernte^ag.

lieber den Sport am Erntedankfest hat der Reichssportführer im Einverständnis mit dem Reichsministerium für Dolksaufklärung und Pro­paganda eine Anordnung erlassen. Am 4. Oktober sind danach alle sportlichen Veranstaltungen zwischen 12 und 15 Uhr untersagt, ausgenommen diejeni­gen, die dem Gedanken des Erntedankfestes dienen, also Veranstaltungen von Leibesübungen, die im Rahmen des Erntedankfestes staUfinden.

70000 bei den Balkan-Sp een.

Die im Marmor-Stadion zu Athen veranstalteten VII. Balkanspiele, die unter Anwesenheit von 70 000 Zuschauern von Reichsmini st er Dr. Goeb­bels feierlich eröffnet wurden, standen im Zeichen der griechischen Leichtathleten, die schon am ersten Tage mit 41 Punkten vor Jugoslawien mit 22, Rumänien mit 12, der Türkei mit 12 und Bul­garien mit 3 Punkten eine nicht mehr einzuholende Führung erobert hatten. Mit einer Ausnahme stell­ten die Griechen alle Sieger: 100 Meter Frengudis 11 Sekunden, 800 Meter Georgakopoulos 1:59.8 Minuten, 110 Meter Hürden Mantikas 15.5 Sekun­den, Hochsprung Patazis 1,85 Meter, Kugelstoßen Kovacvie (Jugoslawien) 14,13 Meter.

SportamtKraft durch Freude-'.

Heute folgender Kursus:

R e l ch s s p o r t a b z e i ch e n , Frauen und Männer: Don 1718,30 Uhr, Universitätssport­platz Am Kugelberg.

Deutsch land-Staffelflug Schweizer Sportflieger.

Einige der besten Schweizer Sportflieger starten am Montag, 5. Oktober, zu einem Deutschland-Staf- felflug, der die Eidgenossen am 5. Oktober nach der Reichshauptstadt bringen wird. Die Schweizer Mannschaft, die von Hptm. Willy Eberschweiler ge­führt wird, setzt sich zusammen aus dem Mann- schastsführer und Csresole (Maschine Moth HB- UPO), die an der Spitze der Staffel fliegt, dann die Zweier-Reihe Brunner-Zbinden (Bäcker HG-RAF) und Bächler-Duchli (Bäcker HB-UBU) und schließ­lich die Dreierreihe mit Tschannen-Siegfried (Moth HB-UBA, Moret-Lauri (Blackburn (HB-ULU) und Lauber-Stöcklin (Moth HB-UAS). Der Flug fährt von Bern über Stuttgart, Halle Leipzig nach dem Flughafen Rangsdorf. Nach einem Ruhetage am 6. Oktober schließt sich am 7. der Rückflug über Halle, Leipzig, Nürnberg nach Bern an.

Kurze Sportnotizen.

Zum Leiter des Spring st alles der Kavallerie-Schule Hannover wurde offiziell Ritt- meister M o m m ernannt.

Für den Box-Gaukampf in Hanau am 10. Oktober zwischen einer kombinierten Staffel der Gaue Südwesl und Hessen sowie den Vertretern Westfalens hoben dieKombinierten" folgende Mannschaft gestellt: Bamberger (Ludwigshafen), Stasch (Kassel), Studenroth (Kassel), Lindenberger (Frankfurt), Lehrmoser (Frankfurt), Stiegler (Lud­wigshafen), Louven (Frankfurt), Berg (Saar­lautern).

Beim Essener Reit-Turnier gab es am Eröffnungstage ein Zeitspringen, das Prinz zu Salms Arras mit 51 Sekunden gewann.

Beim Luftrennen Portsmouth Johannesburg erreichte von neun gestarteten Flugzeugen nur die Maschine des Rekordfliegers Scott das Ziel. Alle anderen fielen durch Pannen oder Abstürze aus. Dabei gab es leider auch zwei Todesopfer. Auf dem Flugplatz in Abercron stürzte Hauptmann Findley ab und war sofort tot, auch der Bordfunker kam ums Leben. Scott legte die 9600 km lange Strecke als Sieger in 53 Stunden zurück.

Beim Tennisturnier in Meran kamen Henner Henkel, Marieluise Hom und Frl. Zehden eine Runde weiter, Hans Denker unterlag dagegen dem Oesterreicher Metaxa.

Olympiasieger Ferenc Osik ging vor einer großen Zuschauermenge in Algier an den Start; der Ungar gewann das lOO-Meter-Kroul- scbwimmen klar in 59,8 Sekunden vor dem Süd­afrikaner Beaufrere.

Sein er st es Spiel nach einer mehrwöchigen Sperre trug der ausgezeichnete schwedische Tennis­spielerKalle" Schröder jetzt in Stockholm aus. Er schlug den Norweger Bjurstedt 6:2, 8:6, 6:0.

genehmigt. Dem alten Fährerrat wurde dankend Entlastung erteilt. Zum Schluß dankte Ehrenhaupt­brandmeister Gerhard Rohrbach für die Ehrung uriD versprach, so lange es in seinen Kräften stehe, der Wehr in Treue zu dienen. Das anschließende kameradschaftliche Beisammensein wurde von dem Musikzug der Wehr durch mehrere ausgezeichnete Märsche verschont.

Landkreis (Biehen

CO Klein-Linden, 3. Okt. Freitag in der Zeit zwischen 15.50 und 15.55 Uhr überflog eine große Schar von etwa 2 0 0 Kranichen in statt­licher Höhe, laut schreiend, in der bekannten Keil­form unser Dorf. Sie verschwanden in südlicher Richtung. Nur eine Stunde später, in der Zeit von 16.55 und 17 Uhr, kamen kurz hintereinander zwei weitere Züge von je 80 bis 100 Stück aus östlicher Richtung. Sie flogen in der Himmelsrich­tung nach Westsüdwest der tiefftehenden Sonne entgegen.

s. L a n g - G ö n s, 1. Okt. Heute zogen die e r ft e n Scharen Schneegänse mit lautem Geschrei über unsere Gemarkung. Es waren zwei große Gruppen, die in der bekannten Einerform, von Nor­den kommend, nach Südwesten weiterzogen. Sie künden einen frühen Winter.

wg. Große n-B u f e cf, 1. Oft. Heute nachmittag überflog eine große Doppelfette Schneegänse, aus nordöstlicher Richtung kommend, unsere Gemar­kung. Ihr Geschrei kündete schon von weitem ihre Ankunft; sie flogen in südwestlicher Richtung weiter.

+ Grünberg, 2. Okt. Der hiesige Volks- dildungsverein hiett im GasthausHessischer Hof" seine Hauptversammlung ab. Aus der Tätig­keit des Vereins, die sich hauptsächlich mit der Volksbücherei befaßt, worüber der Büchereileiter Reallehrer i. R. K o h l b a ch ausführlich Bericht erstattete, ging hervor, daß der Bücherbestand im Fahre 1935 einen Zugang von 37 Bänden hatte und dadurch die Höhe von 1507 Bänden erreichte. Die Zahl der Leser und entliehenen Bücher ergab folgendes Bild: 105 Leser mit 1906 Entleihungen an 52 Ausgabetagen. Die höchste Enlleihung war im Januar mit 65 Bänden an einem Tage, die niedrigste im Juli mit 12 Bänden, die durchschnitt­liche Entleihung ergab 37 Bände an einem Tag. Das der staatlichen Landesstelle für das Bücherei­wesen in Hessen eingereichte Büchereiverzeichnis wurde von dieser geprüft und auf ihren Vorschlag 80 Werke ausgeschieden, da deren Inhalt nicht zeit­gemäß ober die Verfasser nichtarischer Abstammung sind. Außerdem mußten infolge starker Benutzung weitere 60 Bände entfernt werden. Das eingereichte Verzeichnis für Neuanschaffungen, das vorerst 20 Bände vorsieht, wurde mit einer Ausnahme ge­nehmigt. Die Lesegebähr für ein Buch beträgt für ein bzw. zwei Wochen 5 Pfennig, für jede weitere Woche erhöht sich die Gebühr um 5 Pfennig. Die Mitgliederzahl zeigt in den letzten Jahren stets einen kleinen Rückgang, zur Zeit sind es 29 Mit­glieder. In Anbetracht der gemeinnützigen Bestre- 6ungen des Vereins und bei Dem niedrigen Jahres­beitrag von 2 Mark dürfte die Mitgliederzahl er­heblich höher fein. Aus den Mitgliederbeiträgen und den Lesegebähren ergab sich eine Einnahme von 204,41 Mark, so daß bei einer Ausgabe von 176,93 Mark ein Ueberschuß von 27,48 Mark ver­blieb. Bücherwart Hch. Schmidt gab verschiedene Anregungen, die eine Steigerung der Leserzahl und Bächerentleihungen bringen sollen, ebenso aber auch die jugendlichen Leser immer mehr von den bei ihnen beliebten Kriminalromanen zu den guten Werken unserer Literatur hinfähren sollen. Der Vorsitzende, Berufsschullehrer Gengnagel, dankte dem Bücherwart und seinen beiden Helferinnen Dina Michel und Irma Heußinger für ihre gemeinnützige Arbeit.

A Lollar, 2. Okt. Gestern abend wurde hier zum ersten Male eine Verdunkelungs- Übung durchgefährt. Bereits am Dienstag h?.tte der Ortsgruppenleiter des NLB., Dr. Haas, Alten-Bufeck, den Block- unb Hauswarten der Ge­meindegruppe Lollar des Reichslustschutzbundes die erforderlichen Durchführungsanweisungen gegeben. Pünktlich um 21 Uhr heulte gestern die Sirene als Zeichen zum Beginn der einstündigen Verdunke­lung. Sofort erloschen die Straßenlaternen, unb halb lag der ganze Ort im Dunkeln, soweit dies bei dem Hellen Mondschein überhaupt möglich war. Zur Kontrolle waren neben den Amtsträgern des Reichsluftschutzbundes die hiesigen Polizeibeamirn unb eine Anzahl SA.-Männer herangezogen, die vor allem dafür zu sorgen hatten, daß die Ab­dunklung der Wohnungen ordnungsgemäß durchge­fährt und der Fußgängerverkehr möglichst einge­schränkt wurde. An den Orisein?ängen forderte die Polizei die Auto- und Motorradfahrer auf, den Ort nur-abgeblendet zu durchfahren, was ohne weiteres befolgt wurde. Nach Beendigung der Uebung um 22 Uhr hielt Dr. Haas vor den an der Beaufsich­tigung der Verdunkelung Beteiligten eine kurze Kritik. Im allgemeinen, so betonte er, dürfe man mit dem Erfolg zufrieden sein. Könne man auch bei der ersten Üebung nicht mit einem hundertpro­zentigen Erfolg rechnen, so sei das tatsächliche Er­gebnis doch kaum Darunter gebfieben. Allerdings habe man Die Feststellung machen mässen, Daß viele Volksgenossen nur datz elektrische Licht aus- geschaltet unD sich im Dunkeln aufgehalten hätten, anstatt bei uneingeschränkter Beleuchtung im Innern nur nach außen hin Den Lichtschein zu verwahren. Bei einer künftigen Uebung müßten solche unsach­gemäßen Maßnahmen verschwinden. Der Orts­gruppenleiter känDigte für Den kommenden Winter einen weiteren Schulungskursus unb einen allge­meinen Schulungsabend an, in Denen jede Familie vertreten sein muß. Außerdem machte er auf Die Möglichkeit aufmerksam, bei Neu- und Umbauten einen Luftschutzraum einzurichten.

Breis Alsfeld.

£ Ober-Ohmen, 3. Okt. Unser Mitbürger Johann Rähl, körperlich und geistig noch sehr rüstig, wird am kommenden Montag 8 0 Jahre alt. 40 Jahre lang übt er das Amt Des Toten­gräbers in unserer Gemeinde aus, und er hat wäh­rend dieser langen Zeit 591 Ortseinwohnern das letzte Ruhebett bereitet. Ferner stand der alte Herr 41 Jahre im Dienste Der Freiherren von Riedesel, wofür ihm seinerzett eine Ehrenurkunde verliehen wurde.

Gwßfeuer in Frankfurt.

Lpd. Frankfurt a. M., 3. Okt. Im Hause Große Eschenheimer Straße 72 entstand heute nach Mitternacht Groß feuer, das sich schnell aus- breitete unb auch auf die angrenzenden Häuserblocks äberzugreifen drohte. Als das Feuer von Strahen- paffanten bemerkt wurde, brannte bereits der Dach- schck lichterloh, unb Teile des Giebels des neben- liegenden Hauses Nr. 66 waren ebenfalls von Den Flammen erfaßt. Die Durch Großalarm verstänDigte Feuerwehr erschien alsbald mit sämtlichen Lösch- zägen. Mit Maschinenleitern unb zahlreichen Wasser­rohren ging man an Die Bekämpfung des Feuers. Nach etwa halbstündiger Bekämpfung stürzte bas Dach zusammen unb fiel auf Die Straße, glücklicherweise ohne jemanb zu verletzen. Die Bewohner des Hauses waren durch Die Ruse Der Passanten und Die anrücfenDe Feuerwehr auf die Gefahr aufmerksam gemacht und flüchteten ins Freie. Auch Die unteren Stockwerke mußten. Da infolge der gewaltigen Wassermassen Einsturz­gefahr bestand, geräumt werden. Bis um 4 Uhr war man des Feuers immer noch nicht ganz Herr.