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fcn. Die Grummeternte hat einen ebenso großen Ertrag gebracht wie die Heuernte. Selbst trockene und steinige, an Abhängen gelegene Wiesen, lie­ferten gutes Futter. Die ältesten Einwohner unseres Ortes Innern sich keiner so reichlichen Grummet­ernte. Alle Heuboden sind überfüllt. Die resllichen Vorräte an Stroh mußten auf das Feld zu Hau­fen geschichtet werden, damit die Grummeternte geborgen werden kann. Nunmehr hat die Kartoffel­ernte begonnen Auch hier ist ein guter Ertrag zu erwarten. Die Arbeitsdienstmänner, die den Bauern in unserem Tal während eines Zeitraumes von nahezu fünf Wochen bei der Ernte geholfen hat­ten, verabschiedeten sich jetzt, nachdem sie am ver­gangenen Sonntag noch die Kirmes miterlebt hat­ten. Die Bauern sahen die eifrigen Helfer ungerne scheiden.

Kreis Schotten.

£ Eichelsdorf, 2. Sept. Bei einer Ver­steigerung des Grummetgrases von Wiesen in Privatbesitz wurden trotz des Futter­reichtums dieses Jahres 10 Mark für den Morgen erlöst. Seit Menschengedanken bestanden nicht die gleichen Schmierigkeiten bei der Unterbringung der Grummeternte. Die Dreschmaschine ist von früh bis spät bemüht, Raum zu schaffen, der aber meist nicht ausreicht, so daß jeder verfügbare Scheunenraum gemietet wird, um den Futtersegen zu bergen.

§ Eichelsdorf, 2. Sept. Die Bautätig­keit war in den Jahren nach 1924 hin so lebhaft, daß die herrschende Wohnungsnot bald beseitigt war. In diesem Jahre wurde nur ein Wohnhaus neu erbaut, ein anderes wurde durch ein zweites Stockwerk vergrößert.

Kreis Bübingen.

* Wolf, 2. Sept. Der Landwirt und Zimmer­mann Friedrich Wolf von hier stürzte am Sonn­tag beim Strohholen in seiner Scheune ab und blieb bewußtlos auf dem Scheunenboden lie­gen. Durch das Stöhnen aufmerksam gewordene Ortseinwohner fanden den bedauernswerten Mann schwer verletzt vor. Nach mehrtägigem Schmer­zenslager ist der Verunglückte, ohne das Bewußt­sein wiedererlangt zu haben, am Dienstagabend seinen Verletzungen erlegen.

Kreis Wetzlar.

* Krofdorf, 3. Sept. Die am Dienstagnach­mittag beim Futterholen in der Scheune von der Leiter gestürzte Frau Karoline Abel von hier, die mit einem schweren Schädelbruch in die Gießener Klinik eingeliefert werden mußte, ist dort am gestrigen Mittwochnachmittag g e st o r b e n. Oer HerrKrankenkaffenkontrolleur"

LPD. Runkel (Lahn), 2. Sept. In einem hie­sigen Privathaus mietete sich ein angeblicher Krankenkassenkontrolleur ein möblier­tes Zimmer. Nach kurzem Aufenthalt in seinem neuen Heim entfernte er sich wieder. Später stellte der Vermieter fest, daß der HerrKontrolleur" sämtliche im Zimmer vorhandenen Behältnisse durchsucht und einen Anzug, sowie einen größeren Posten Herrenwäsche mitgenom­men hatte.

Wieder 639000 RM für Arbeits­beschaffung durch die OBS.

Lpd. D a r m st a d t, 2. Sept. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft (DBS.) in Darmstadt hat wieder mit einer Darlehensausschüttung in Höhe von 639 000 RM. zur Baumarktbelebung und wei­teren Arbeitsbeschaffung beigetragen. Mit diesem Betrag werden 56 Eigenheime erstellt oder entschul­det werden.

300 Zentner Stroh verbrannt.

Spielende Kinder legten Feuer.

LPD. Groß-Gerau, 2. Sept. In dem Kreis­ort Klein-Rohrheim entstand Mittwochnach­mittag durch den Leichtsinn spielender Kinder ein schweres Schadenfeuer. Der neben der Dreschhalle des Wamboldtschen Gutshofes liegende große Strohhaufen stand plötzlich in Flam­men. Mit Hilfe der sofort alarmierten Gernsheimer Motorspritze und der Ortswehr gelang es zwar, die umliegenden Gebäude vor dem Feuer zu be­wahren: doch v e r b r a n n t en u b e r 3 0 0 3 c n t= ner Stroh. Als Brandursache hat die Gendar­merie feststellen müssen, daß zwei sechsjährige Kin­der beim Spielen ein Feuerchen angemacht hat­ten, das auf den Strohhaufen übersprang^

M das Erhollingswerk des deutschen Volkes!

Konzerte der Luftwaffe im Gau Heffen-Naffau.

NSG. In der Zeit vom 19. September bis 2. Ok­tober finden in allen größeren Städten des Gaues Hessen-Nassau und in einer Reihe von kleineren Städten Konzerte der neugeschaffenen Luft­waffe statt. Der Reinertrag dieser Konzertreise fließt dem Erholungswerk des deutschen Volkes und der Kinder-Landver- s ch i ck u n g in vollem Umfange zu. Das erste Kon­zert wird in Frankfurt a. M. am 19. September 1936 unmittelbar nach der Beendigung des Reichs­parteitages in Nürnberg veranstaltet. Daran schlie­ßen sich die weiteren, täglich in je einem anderen Orte stattfindenden Konzerte an.

Die neue Luftwaffe hat im deutschen Volke in der kurzen Zeit ihres Bestehens allgemeine Beliebtheit erlangt und ihr Aufbau den freudigsten Widerhall gesunden. Die Tatsache, daß unser Land gegen eine ständige Bedrohung hochgerüsteter Nachbarstaaten durch Luftangriffe ein wirksames Derteidigungs- mittel haben muß, hat das größte Verständnis hei allen Volksgenossen gefunden. Dadurch ist eine in­nere Verbundenheit zwischen dem deutschen Volke und diesem wichtigen Teile unserer Wehrmacht her­gestellt. Eine solche Verbundenheit mit dem Volks­ganzen gibt aber der Luftwaffe auch wieder ein er­höhtes Gefühl der Arbeitsfreudigkeit.

Wie die Luftwaffe aus dem deutschen Volke her­aus geschaffen ist, will sie auch im Volke und für das Volk an ollen Arbeiten des Dolksganzen mit­helfen. Ein gutes Mittel hierfür ist die Tätigkeit des Musikkorps der Luftwaffe. Es hält in der Oeffent- lichkeit die Beachtung wach und vermag durch künst­lerische Leistungen auch an den Aufgaben mitzuwir­ken, die friedlichen, sozialen Zwecken dienen. Aus diesem Grunde hat sich das Musikkorps der Luft­waffe für die von dem Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP. Gau Hessen-Nassau im Interesse des Erholungswerkes des deutschen Volkes und der Kin- der-Lanüverschickung eingerichteten Konzerte zur Ver­fügung gestellt. Die Musiker spielen unter Verzicht auf jegliches Honrar, so daß der Gesamterlös der Konzertoeranstaltungen sich dadurch erhöht. Auf diese Weise tragen die Musiker selbst, zu dem Hilfs­werk in großzügiger Weise bei. Anderseits geben die Konzerte auch den Volksgenossen eine persönliche Berührung mit den Musikkorps der Luftwaffe und fördern dadurch die innere Verbundenheit zwischen Volk und Wehrmacht.

Alle diese Tatsachen legen jedem Volksgenossen die Verpflichtung auf, die Konzerte zu besuchen und so­mit selbst an dem großen sozialen Erholungswerk des deutschen Volkes mitzuwirken.

Zweite Ziegenboüversteigerung in Gießen.

Die Kreisfachgruppe Ziegenzucht in Oberhessen veranstaltete am gestrigen Mittwoch in Gießen mit dem Tierzuchtamt Gießen eine zweite Ziegenbock­oersteigerung, um bei dem zur Zeit sehr starken Angebot allen Gemeinden und Züchtern noch ein­mal eine gute Gelegenheit zum Erwerb von Vater­tieren zu geben. Beeinflußt durch die hohen Preise des Vorjahres ist ein Ueberangebot von Ziegen­böcken vorhanden, das sich besonders in dem im­mer an vorderster Stelle stehenden oberhessischen Zuchtgebiet fühlbar auswirkt. Zur Reinerhaltung der Zucht ist darum eine strengere Auswahl not­wendig.

Das Ueberangebot machte sich bei der diesmali­gen Versteigerung in einem Auftrieb von etwa 260 Böcken bemerkbar. Dennoch konnten hiervon etwa 100 Böcke abgesetzt werden, was insofern bemer­kenswert ist, als die Nachfrage aus anderen Lan­desteilen, namentlich aus Mitteldeutschland, das stets ein guter Abnehmer der oberhessischen Tiere ist, schon gedeckt ist. Von den Interessenten waren außer aus Hannover nur noch Käuser aus dem kurhessischen, dem nassauischen und dem Wester­wälder Nachbargebiet und aus dem Koblenzer Be­zirk vorhanden. Der größte Teil der Tiere blieb darum im oberhessischen Zuchtgebiet. Die verkauf­ten Tiere erreichten nicht die Preise der letzten Ver­steigerung. Trotzdem wurde ein guter Durchschnitts­preis von rund 68 Mark erzielt. Der größte Teil der Vatertiere wurde mit 50 bzw. 60 Mark ge­steigert, nur prämiierte Tiere wurden besser be­zahlt. Der Höchstpreis erreichte nur den Betrag von 130 Mark, den die Gemeinde Großen- B u s e ck dem Züchter Georg Schäfer V. aus Watzenborn-Steinberg für einen mit dem 1. For­men- und dem 2. Leistungspreis ausgezeichneten Bock bezahlte. Der Gesamtumsatz von rund 6000 Mark war angesichts der Umstände beachtenswert.

Der Versteigerung ging eine Prämiierung voraus, der auch der Abteilungsleiter der Landes­bauernschaft, Dr. E. Wagner, Frankfurt a. M., beiwohnte. Preisrichter waren Landwirtschaftsrat Schönheit, Lauterbach, Heinrich Wilhelm Georg, Nieder-Florstadt, und der Leiter der Fach­gruppe, der bekannte Züchter Balth. Philipp, Watzenborn-Steinberg. Es konnte eine große An­zahl von Böcken mit Formenpreisen ausgezeichnet werden, während die Leistungspreise spärlicher ver­geben wurden.

Der Ziegenbockversteigerung voraus ging die eine Sichtschau über das vorhandene Tierzuchtmate­rial bedeutende Prämiierung der besten Ge­meinde-Zuchtböcke und eine solche für Ziegen. Für diesen Zweck waren außer den Vatertieren der Ge­meindezuchten noch etwa 70 Ziegen verschiedener Altersklassen aufgetrieben, die von Albert Engel, Hörnsheim, und Gg. Zimmer, Nieder-Weisel, gewertet wurden. Hierbei schnitten die ein- und dreijährigen Ziegen am besten ab.

prämiierungsergebniffe:

Für die zur Versteigerung gekommenen Ziegen­böcke: Formenpreise; (Leistungspreise in Klam­mern).

1. Preise: Hch. Müller XII., Berstadt; Georg Schäfer V., Watzenborn - Steinberg (zweimal und zugleich einen 2. Lpr.); Phil. Fuhr, N.-Florstadt; Phil. Schäfer, Bingenheim; Karl Kullmer, Hoch- Weisel; Hch. Rühl, Utphe (3. Lpr.); Karl Groth, Echzell.

2. Preise: Heinrich Dörr, Reichelsheim, W. (3. Lpr.); W. Reitz II., Echzell; Hch. Henkel, Reichels­heim W.; Ed. Fischer, Leidhecken; Jak. Matthäusl., Nieder-Weisel; Hch. Kullmann, Obbornhofen; Peter Christ, Butzbach; Gg. Jakobi, Hoch-Weisel; Wilh. Gorr, Lich; Phil. Pipp III., Bingenheim; Louis Christ, Griedel (l.Lpr.); Hch. Hartmann, Melbach; Fritz Kratz, Ruppertenrod; Hch. Musch, Ossenheim; Hch. Von Eis, Laubach (3. Lpr.); Karl Görlach III., Eberstadt; Wilh. Worret, Rodheim v. d. H.; Jokob Mitsch, Gießen; Fr. Müller, Staden; K. Görlach III., Eberstadt; Wilh. Wedemann, Eberstadt II.; Hugo Henze, Trais-Horloff; Rich. Hofmann, Wohnbach.

3. Preise: Hofmann II., Wallenrod (2. Lpr.); Hch. Kniß, Grund-Schwalheim; Balth. Philipp III., Watzenborn-Steinberg; Wilh. Müller, Rainrod; Hch. Jost, Großen-Buseck; Theod. Philipp, Watzen­born-Steinberg; Konr. H. Hildebrand, Nied.-Weisel; A. Zinn Gießen (3. Lpr.); Wilh. WagnerI., Gr.- Buseck; Fritz Kratz, Ruppertenrod; Peter Werner, Rodheim v. d. H.; Hch. Eimer, Blofeld; Hch. Kull­mann, Obbornhofen; Karl Walther, Staden; Gust. Schlitt, Rainrod (2. Lpr.); Karl Bingel, Holzheim; Jak. Naumann, Laubach; W. Scheid III., Großen- Buseck (2. Lpr.); Hch. Groh, Grebenhain; Hch. von Hayn, Rodheim v. d. H. (2. Lpr.); Karl Junker I., Watzenborn-Steinberg; Hch. Hühn, Angersbach; Aug. Bernhardt. Griedel (3. Lpr.); Karl Becker, Wahlen; Wilh. Viehmann V., Wohnbach; Wilhelm Schmidt II., Nieder-Mockstadt; Ludwig Scheid V., Großen-Buseck; Johs. Röhrig, Holzheim; Leonhard Dechert, Maar (l.Lpr.); Hch. Döring IV., Wallen­rod; Hch. Müller IV., Lang-Göns; Hch. Holz, W.- Steinberg; Karl David, Storndorf; Gg. Tröller, Laubach; Hch. Hartmann II., Wallenrod; Wilhelm Debus, Trais-Münzenberg; Jak. Lerch, Lich (2mal); Hch. Lerch, Annerod; Gust. Schlitt, Rainrod (2. Lpr.); Konrad Weitzel, Ober-Breidenbach; Marie Dern, Lang-Göns.

Gemeindeböcke: klaffe I, 2 Jahr und aller.

la-Preis Gemeinde Watzenborn-Steinberg; 1b- Preis Gemeinde Großen-Buseck; 2a° und 2b-Pr. Gemeinde Laubach; 2c-Pr. Gemeinde Watzenborn- Steinberg; 3a-Pr. Gemeinde Harbach; 3b-Pr. und eine Anerkennung: Gemeinde Wieseck; Anerken­nung: Ortsfachgruppe Gießen._____________________

nehmen, Fräulein Oelkens, und dem Bruder sel­ber schreiben? Nehmen Sie mir das wenigstens ab, bitte, ich bin mit der Feder nicht mehr so gewandt." t . r

Gerne, Frau Lorenz." Antje steckte den Brief ein. Gelesen hatte sie ihn noch nicht. Dann ver­abschiedete sie sich von der freundlichen Wirtin. Kommen Sie noch einmal zu mir, Fräulein Oelkens? Sie sind mir jederzeit willkommen."

Danke, Frau Lorenz, aber ich glaube nicht. Diese Gegend, wo alles begann, dies Haus, sein Zimmer... es ist zu traurig. Ich muß sehen, zu vergessen; oder wenigstens darüber wegzukom­men. Vergessen kann man das ja niemals. Leben Sie wohl."

Alles Gute für Sie, Fräulein Oelkens.

Antje fuhr nach Hause, in das Zimmer, das ihr Zuhause hieß. Niemand begegnete ihr im Korridor. Die Familie schien ausgegangen zu sein. Sie schloß sich trotzdem ein. Vielleicht wußte man auch hier bereits von ihren Beziehungen zu dem Verunglückten. Sie war nicht in der Ver­fassung, noch einmal berichten zu können.

Eine Stadtbahn fuhr vorüber; es klang als grolle die Erde. Da zog sie die Fenstervorhange dicht zu und machte Licht. Vor dem Tisch in der Mitte des Zimmers saß sie; eine Zeitung war ihre Schreibunterlage, ein weißer Bogen lag be­reit. Gleich nachher würde sie den Brief an den Bruder Hans in China beginnen. Aber erst mußte sie dessen Schreiben noch lesen. Sie ent­faltete den Bogen. Er wies klare, gutleserliche Schriftzüge, und sie las:

--Lieber Fred, während Du in Berlin schöne Bilder malst, fahren wir hier durch die von der Wirklichkeit über alle Maßen farbig, prächtig und absonderlich gestellten. Aber ich will Dich durchaus nicht mit Schilderungen langweilen. Du bist ,a kein Landschafter. Wie geht das Geschäft? Reklame, Reklame! Ich denke, Du wirst gut ver­dienen. Aber da Du der kleine Bruder bist, schicke ich Dir hier trotzdem fünf Pfund mit. Leider ist das alte ehrliche Pfund nicht mehr viel wert. Ich hoffe deshalb, daß Du nicht sehr bedeutende Schulden hast, oder wenigstens langatmige Gläubiger. , ,

Dein letzter Brief machte mir viel Freude. A s ich ihn beendet hatte, kam mir so das Gefühl, als

Unbekannte Fracht.

Roman von Zrank Z. vraun.

Bl.Sortfefcunfl. Nachdruck »erboten!

f?ünf enqlitöe Pfund", stellte Frau Lorenz fest. Dann 'las sie den Brief unb »ab ihn ilntje Wie ich ahnte, nichts Sonderliches Aber der cherr Hans Lorenzen »tbt eine Adresie, an. Man kann ihn benachrichtigen. Das ist gm.

Und das Geld, Frau Lorenz? Mr mu |en es wohl der Polizei übergeben. Es ist Nachlatz, "Srausorcna sah Antse ooll ins Gesicht. ^H°ns Lorenzen f^retbt tn Bem ®rie^ Schulden Fred, er möge mit dem ^z+irpihen einen

bezahlen. Er macht n se-n-m Schre.ben emen Scherz daraus. Sie sind die Braut^des ftorbenen, Fräulein Oelkens. Ich öe5 Stelle ohne mel Aushebens den Wunsiy Bruders in China erfüllen. Sie tun dam cy am Andenken Fred Lorenzens ein Gut^s hat hier in der Gegend manche kl-tn bei Händlern, die selbst mA besinn ihm gestundet haben, Si° takn mY Mn an= gutes Werk, wenn Sie die Summ an,

gesetzten Zweck °°rw°nden wurden.^ $etrag ber eits die Polizei damit? to Verfügung halten, nur für den Absender zur ^ersugu.u Wie sinnlos, nicht wahr?

Wieviel Geld ist es? msund muß so an Warten Sie, das englisch P 6e reichen, 13 Mark wert fein. Es a" zu beglei- Freds Schulden, soweit ich ste^ Mansch. Viel chen. Er war ja kein leichi 1

Schulden stehen wirklich nicht ° Mefe

Antje war einverstanden Cs $u hören.

Frau so gut von dem T sie.Es Dann taffe ich das die Leute, die

wird das beste fein, Unb vergessen Sie US ®ber L Fred auch Ihnen schuldig geblieben." «Iber dann nickte sie.

Frau Lorenz wehrte o- ^ich selber

Natürlich, warum eigentlich 1 Brief an sich nicht bezahlen! Wollen tote

ob Du eine Art Hoch-zeit (Zeit der Hochgefühle!) durchmachst. Diese Antje scheint Funken aus Dir zu schlagen. Die Skizze, die Du mir von ihr schicktest, war sehr hübsch. Ich zeigte sie meinem nun, wie soll ich sagen, Freund wäre eine zu nahe Einreihung, also meinem Landsmann Terbrügge. Er ist jener Mann aus ihrem Ort, dessen Namen ich Dir, meine ich, schon einmal nannte. Er sagte:Ja, so sieht die Antje aus. Dann lief er rasch weg.

Ich begriff ihn. Weißt Du, ein Bild aus der Heimat, noch dazu ein Mädchenbildnis, hat hier unten am Ende der Welt für unfereinen ein be­sonderes Gewicht. Es steht da etwas auf in einem, so etwa: das verlorene Paradies.

Aber ich denke, einmal wird ja auch diese See­fahrt zu Ende sein, und Mr. Durham muß seine Flinten, sprich Klaviere, an den Mann gebracht haben und heimdrehen. Dann werde ich mich nicht wieder in Schottland festlegen, sondern nur einen kurzen Besuch in Dundee machen, um eine gewisse Person zu fragen, ob sie mit nach Deutschland will. Und sie wird wollen!

Gesundheitlich geht es mir gut, was ich auch von Dir hoffe. Du kannst mir nach Hongkong schreiben. Am besten an das Deutsche Konsulat; Du tust allerdings gut, auch den Dampfer auf dem Umschlag anzugeben, es ist sicherer. Du brauchst aber nicht zu schreiben, wenn Du nichts zu berichten hast, alter Junge. Daß ich Dir dann und wann einen dieser blöden Briefe schicke, wirst Du nicht ganz begreifen. Du müßtest wie ich eine Ewigkeit aus der Heimat weg fein, bann ver­ständest Du es genau.

Also grüße die Antje aus Wietze und fei um­armt von Deinemgroßen" Bruder Hans."

Es war im Grunde ein heiterer Brief, den der Bruder Hans geschrieben hatte. Aber aus Antjes Augen rollten langsam wieder große Tränen; sie liefen über ihre Backen und tropften ab. Wo sie auf das Papier fielen, lösten sie die Schrift auf und ließen die Buchstaben zerfließen. Einige Worte waren schon ganz unleserlich geworden, als Antje zusammenschrak und den Brief rettete.

12. Kapitel.

Herr Tsai Ta Wang wohnte nicht in Victoria, sondern auf der Halbinsel Kaulun. Er liebte die

Sonderbriefmarkm zum Reichsparteitag.

WM

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Zum Nürnberger Reichsparteitag 1936 gibt die Reichspost zwei Sonderbriefmarken zu 6 und 12 Rpf. heraus. Der Entwurf der Brief- > marke stammt von dem Reichsbeauftragten für künstlerische Formgebung Hans Schweitzer-

Mjölnir. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Böcke: klaffe II, 1 Jahr unb aller.

2a-Preis Gemeinde Watzenborn-Steinberg; 2b-Pr. Gemeinde Großen-Buseck; 3. Pr. Gemeinde Hatten­rod.

Ziegen: klaffe III, 3 Jahr unb aller.

Ehrenpreis: Christian Scheid VI., Großen-Buseck; la-Preis Karl Stark, Wieseck; lb-Pr. Heinrich Münster, Hattenrod; lc-Pr. Karl Weiß L, Watzen­born-Steinberg; ld-Pr. Joh. Feigling, Holzheim; 2. Pr. Hch. Harbach VIII., Großen-Buseck; Ernst Mehl, Holzheim; 2a-Pr. Karl Görlach III., Eber­stadt; 2b-Pr. Christian Scheid VI., Großen-Buseck; 2c-Pr. Hch. Jost, Großen-Buseck und Wilh. Münch, Bersrod; 2d-Pr. Phil. Zimmermann, Großen-Lin- den; 2e-Pr. Karl Wilh. Wagner, Großen-Buseck; 2f-Pr. Heinrich Hofmann, Wieseck; 2g-Pr. Wilh. Scheld III., Großen-Buseck; 2h-Pr. Ludw. Scheid V., Großen-Buseck; 2i-Pr. Ldwg Schäfer, Lindenstruth; 3a-Pr. Wilh. Gorr, Lich; 3b-Pr. Karl Pitz III., Watzenborn-Steinberg und Heinrich Becker, Gießen; 3c-Pr. Adam Zinn, Gießen; 4. Pr. Heinrich Weller, Wieseck; 5. Preis Heinrich Vogel, Gießen; 7. Preis Karl Stark, Wieseck; 8. Pr. Fischer, Gießen; 9. Pr. Karl Pitz III., Watzenborn-Steinberg; 10. Pr. Röh- mig, Gießen; 11. Pr. Aug. Petri, Hattenrod. Aner­kennungen: Hch. Von Eiff, Laubach; Jak. Naumann, Laubach; Hch. Scheld III., Harbach (zweimal); Val. Weppler, Harbach; Wilh. Wedemann, Eberstadt; Hch. Spuck, Wieseck; Ortsfachgruppe Gießen.

Ziegen: klaffe IV, 2 Jahr unb älter.

Ehrenpreis: Karl Philipp IV., Watzenborn-Stein­berg; la-Pr. Karl Herzberger, Großen-Buseck; lc-Pr. Wilh. Münster, Hattenro-d; ld-Pr. Gg. Schäfer VI., Watzenborn-Steinberg; 2. Pr. Panz, Gießen; 2d-Pr. Ldw. Magnus, Großen-Linden, und Balth. Pfeif­fer I., Großen-Buseck; 2a-, 2c- und 3. Pr. Otto Jäger, Laubach; 2d-Pr. Wilh. Pfeiffer, Großen- Buseck; 3. Pr. Hch. Pfeiffer, Watzenborn-Steinberg; III.: 1. Pr. Hch. Rühl IV., Laubach; 2. Pr. Lorenz, Gießen; 4. Pr. Roßmann, Gießen; 5. Pr. König, Gießen; 7. Pr. Jak. Naumann, Laubach; Anerken­nungen: Valentin Weppler, Harbach, u. Hch. Spuck, Wieseck; Karl Schneider, Wieseck; Heinrich Becker, Gießen.

Ziegen: Klasse V, 1 Jahr unb älter.

Ehrenpreis: K. Philipp IV., Watzenborn-Stein­berg; la-Pr. K. Weiß I., Watzenborn-Steinberg; lb-Pr. Hch. Münster, Hattenrod; 2a-Pr. Lwg. Mag­nus, Großen-Linden; 2b-Pr. K. Görlach, Eberstadt; 2c-Pr. Karl Müller II., Holzhaufen; 2e-Pr. Karl Peter, Laubach; 2d- und 3a-Pr. Joh. Müller, Gro­ßen-Linden; 3b-Pr. Heinrich Stengel I., Laubach; 3c-Pr. Wilh. Haas IV., Annerod; 2f-Pr. Wilhelm Wedemann, Eberstadt; 2g-Pr. Otto Maul, Hatten­rod; 3. Pr. Karl Bingel, Holzheim; Wilh. Mehl, Grüningen; Otto Häuser, Watzenborn-Steinberg. Anerkennungen: Hch. Stengel I., Laubach; Jakob Naumann, Laubach; Wilh. Weppler, Harbach.

Briten nicht, fand sich aber mit ihnen oder ihrer Existenz ab und gab zu, daß es zurzeit ange­nehmer war, in der britischen Kronkolonie zu leben als im großen, wirrvollen Reich. Immerhin hatte er Kaulun vorgezogen und auch da noch den Norden, die Chinesenstadt, wo die Engländer nicht so zu spüren waren. Vielleicht fürchtete er sie mehr, als daß sie ihm unangenehm waren. Herr Tsai Ta Wang lebte von Geschäften, die flüsternd verabredet wurden hinter Binsen­matten auf dem an sich schon sehr gesicherten, für Unerwünschte kaum zugänglichen Hausboot. Das Fahrzeug lag in der weiten nördlichen Kaulun- bai am Ufer. Eine Holzplanke, die vom Boot hereingezogen wurde, verband zu gewissen Stun­den das schwimmende Häuschen mit dem Fest­land. Im allgemeinen jedoch trennten Herrn Tsai Ta Wang und die Seinen drei Meter schwammiges, gelbes Wasser von den Herrschaften am Lande.

Er war einer der gar nicht selten wohlbeleib­ten Chinesen und galt in der Stadt als ein ruhiger Mann. Sein Boot hieß treffendZum Frieden". Daß Herr Tsai Ta Wang dem Kriege diente, dem schrecklichen, das Reich zerstörenden und die Macht der Fremden hebenden Bürger­krieg, dem Krieg Nord gegen Süd, Mitte gegen Küste, dem Generalskrieg der Ehrgeizigen das wußten sie nicht. Aber General Chung Tang wußte es um so besser. Tsai Ta Wang galt als der geschickteste Agent. Zum Vorteil saß er in dem sozusagen neutralen Hongkong. Die Eng­länder mit dem harten Geradezu ihrer europäi­schen Benennungen hätten Spion zu ihm gesagt oder Verräter, womöglich noch etwas Schlim­meres. Ader sie kümmerten sich nicht um ihn. Hongkong war britisches Gebiet. Vom Gouver­neurspalast, wo zugleich die Kolonialregierung saß, wehte wie von allen Kriegsschiffen im Hafen und in den Docks der Union Jack. In den Straßen Victorias sowohl wie in denen der Neuen Stadt" liefen die englischen Marine­soldaten aller Chargen zwischen den Chinesen herum, die britischen Kaufleute, die Angestellten^ frisch importierte Londoner Gesichter und alle, gelbe, die schon ein paar Hongkong-Sommer mit 30 Grad im Schatten erlebt hatten.

(Fortsetzung folgtI)