Einzelbild herunterladen

Nr. 52 Erstes via«

Montag, 2. März 1956

186. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

Lin erster Rundgang durch die Messe

zu berücksichtigen:

A. Alte Kämpfer der NSDAP.

ein»

schließt ."iTtgliebsnummer 1 000 0ÖÖ,

glauben, sich durch die Ausschaltung eines kon­kurrenten bereichern zu können. Denn was ist die logische Folge der Erfindung solcher hochwertigen künstlichen Werkstoffe? Doch nur die, daß die ent­sprechenden natürlichen Rohstoffe überflüssig wer­den und keinen Absatz mehr finden. Schon heute zeigt sich, dah die mit natürlichen Rohstosfen gesegneten Länder in steigendem Wahe auf ihren Reichtümern sitzen bleiben und nicht mehr die nö­tigen Absatzmärkte finden.

Man kann sich ohne viel Phantasie vorstellen, was es für die Rohstoffländer bedeutet, wenn nun in vermehrtem Umfange ein Unabhängigwerden der Bedarfszentren von natürlichen Rohstoffen hinzutritt. Grauenvoll ansteigende Arbeitslosigkeit, Hunger und soziale Erschütterungen müssen die Folgen sein.

Wie gesagt, Deutschland kann dieser Entwicklung immer noch mit Ruhe entgegensehen. Wir werden die Aufgabe zu meistern wissen, unseren Bedarf zu decken. Schon haben wir sie ein gutes Stück ihrer Lösung entgegengeführt. Mag es auch noch Jahre dauern, bis wir diese Gefahr endgültig gebannt haben, gelingen wird es uns. Auch gegen die Bedrohung durch eine internationale Anarchie

findet große Beachtung. Das Gleiche gilt von praktischen Musterbauten für Dolkswohnungen Kleinsiedlungen und für die Luftschutzräume Stahl in der Stahlbauhalle.

Die Leipziger Frühjahrsmesse weist einen alle Er­wartungen übertreffenden starken Besuch auf. Schon in den frühesten Morgenstunden trafen Autokolon­nen von auswärts ein. Unzählige Scharen von Eisenbahnreisenden entströmten dem Hauptbahnhof. Die Sonderzüge waren voll besetzt-, dennoch vollzog sich der Verkehr in der Innenstadt ohne Störung. Wohl der weitaus größte Teil der Gäste flutete nach dem Gelände der Technischen Messe, deren Ausstellungen immer wie ein Magnet auf die Fremden wirken. Aber auch in der Innen­stadt ebbte der Strom der Besucher nicht ab. Gleich die ersten Vormittagsstunden brachten Massen von Interessenten in die Halle. Natürlich waren un­ter diesen noch vieleS ch l e u t e", aber wie der Augenschein bewies, wurde auch gekauft. Es ist in der Regel so, daß der Sonntag durchweg zur Orientierung benutzt wird. Diesmal aber be­fanden sich verhältnismäßig viel ernsthafte Reflek­tanten unter den Besuchern, die sofort zur Auftragserteilung schritten. Natürlich läßt sich aus dem Verlauf des ersten Tages kein Rück­schluß auf den geschäftlichen Gesamterfolg der Messe ziehen. Der außergewöhnlich starke Besuch aber läßt die Erwartung berechtigt erscheinen, daß auch das Verkaufsgeschäft der diesjähri­gen Frühjahrsmesse die Erwartungen über- steigen wird. Diese Hoffnung ist um so mehr be­rechtigt, als bereits am Sonntag recht viele Ausländer zu bemerken waren, die sonst immer erst am zweiten oder dritten Messetag zu erschei­nen pflegen. Die Zuversicht der Messeaussteller auf einen günstigen Ausgang des Geschäfts ist groß.

Bei einem Rundgang fällt auf, daß die Branchenkonzentration auf der Mustermesse eine weitere Förderung erfahren hat. Die Firmen­inhaber selbst haben besonderen Wert auf die ge­schmackvolle Ausstattung ihrer Stände gelegt. Man sieht viele Neuheiten und Verbesserungen. Auf der Textil messe sind es natürlich die deutschen Faserstoffe, die großes Interesse finden. In allen möglichen Mustern treten sie hervor. Auch Kunstseide ist ein großer Artikel auf der Messe. Viel Beachtung finden die Schauen der großen Konzerne und die Kollektivausstellungen von Gera, Greiz, Apolda und des Mühlhäuser Handwerks.

In Spielwaren begegnet man sehr reichhal­tigen Kollektionen. Es wird mit Nachdruck Wert auf Qualität gelegt. Man erkennt die Ten­denz, dem Kinde im Spielzeug die Welt der Gro­ßen verständlich zu machen. Das gilt sowohl für technische wie für Unteryaltungsspiele. Reichbaltiges Material bieten Eisenoahnanlagen, der Wehrge­danke kommt in allen Variationen zum Ausdruck.

Das Kunstgewerbe, das eine außergewöhn­lich hohe Zahl von Ausstellern aufgeboten hat, be­müht sich, an Stelle von Edelmetallen form­schöne Zier-und Gebrauchsgeräte aus Messing herauszubringen. Bei den kunstgewerb­lichen Textilien wird der deutsche Faserstoff viel verwendet" Bewußte Einfachheit und Farbenfreudig­keit wechseln in der Töpferei und Keramik ab. Sehenswert ist auch die Edelmetall- und Schmuckwarenmesse. Man legt dort Wert auf Formenschönheit unter möglichster Einsparung von Edelmetallen. Dem Silbergerät wird ein gro­ßer Platz eingeräumt. Sehr gut vertreten sind Galanteriewaren, die sich überwiegend auf das Ausfuhrgeschäft eingestellt haben. Soweit Metallwaren in Frage kommen, wird für den in­ländischen Bedarf statt Bronze und Messing viel Stahl und Aluminium benutzt. Eine gute Besetzung weist ferner die Bürobedarfsmesse auf. Groß ist die Zahl der Verbesserungen, die an Ge­räten und Artikeln getroffen worden sind. Aus­ländische Hölzer werden weitestgehend durch Zellu­loid ersetzt. Bei Büromöbeln überwiegt die Ver­wendung von Stahl.

Der Andrang, der auf der Technischen

Mitglieder und des

des ehemaligen NS. - Schülerbundes NSDStB., die dem Bund 1931 und getreten sind. Inhaber der Goldenen nadel.

dienst.

C. Studenten, die bisher zwei oder mehr Seme st er an den Universitäten Kö­nigsberg und Breslau, der Handelshoch­schule Königsberg, den Technischen Hochschulen Breslau und Danzig oder der Medizinischen Akademie Danzig studiert haben.

D. Studenten, die den nationalsozialisti- schen Verbänden (SA., SS., NSKK., HI.,

Die Studentenhöchsiziffem der kontingentierten HoMulen.

Berlin, 29. Febr. (DNB.) Der Reichswissen, schaftsminister hat die S t u d e n t e n h ö ch st z i f - fern nachgenannter Hochschulen für das Sommer- semester 1936, wie folgt, festgesetzt: Universitäten: Berlin 6600, Frankfurt 2000, Köln 2500, Leipzig 3200, Hamburg 2000, München 5200, Münster 2800. Technische Hochschulen: Berlin 2000, Dresden 1500, München 2000. Tierärztliche Hochschulen: Hannover 550. Medizinische Akademie: Düsseldorf 650.

Beurlaubte Studenten, die zum Hochschulstudium zurückkehren, fallen in die Höchstziffern. Die An­tragsteller auf Neuimmatrikulationen sind wie folgt

früher bei* HJ.-Ehren-

B. Angehörige der Wehrmacht, wenn sie den Nachweis erbringen, daß sie ihr Studium auf Anordnung ihrer militärischen Dienststellen durchführen zur späteren Verwendung im Heeres*

Eröffnung der Leipziger Frühjahrsmesse.

Reichspropagandaminister Nr. Goebbels weist auf die Zerrüttung der Weltwirtschaft hin die nur durch Zusammenarbeit aller Völker beseitigt werden kann

Heim aufgeschlagen haben.

Große Anziehungskraft übte auf die Besucher auch die B a u m e s s e aus, die mit 354 Ausste* lern ihre stärkste Beschickung seit Jahren aufweist. Man trifft auf ihr viel Leichtbaustoffe aus einhei­mischem Material und viel Holz. Auf dem Frei­gelände interessieren vor allen Dingen B a u m a * s ch i n e n , auch solche für Straßenbau, und Klein­maschinen für Siedlungsbau, ferner Straßen* Profile für den regulären Verkehr und für Rad­fahrwege. Auch die Ausstellung in Halle IV Deutschland braucht Radfahrwege" ....... den und von

zelnen Völker nur dadurch lösen konnten, daß sie 1 bie Bezahlung b e r Schulben ein ft eil* t e n, weil sie anberenfalls elenb zugrunbegegangen wären. Diese Entwicklung hat bazu geführt, daß heute der Welthandel Formen angenommen hat, die man vor Beginn dieser allgemeinen Verwir­rung sicherlich als grotesk und unerträglich bezeich­net hätte.

Am besten läßt sich das aufzeigen an den fortge­setzten Störungen in der Rohstosfwirt- schaft, die ja gekennzeichnet ist dadurch, daß Produktionszentren und Bedarfszen­tren von wenigen Ausnahmen abgesehen sich nicht decken. Die, ungleichmäßige Verteilung der Rohstoffe wäre nun an sich noch kein Problem, wenn ein gesunder Austausch möglich wäre. Das ist aber bei den jetzt geltenden Methoden der Weltwirtschaft und Weltpolitik leider nicht der Fall. Kapitalistische Verblendung, politische Boy­kottpropaganda und vollkommene Unsicherheit aus dem Gebiete der Währung stehen dem entgegen.

Für die rohstoffarmen Länder ist der Im­port von Rohstoffen untrennbar ver­knüpft mit dem Export von Fertig­erzeugnissen. Sie müssen ihre Waren auf den Weltmärkten absehen, um als Gegenwert Rohstoffe hereinzunehmen. Wie aber kann die­ser normale Außenhandel, von dem alle Völ­ker Ruhen haben, gedeihen, wenn zu den son­stigen Handels, und zollpolilischen Schwierig­keiten noch die fortgesetzten Veränderungen 6er Verrechnungsmaßstäbe, der Währungen, hinzutrelen. In fast allen Ländern der Welt ist die Währung in den letzten Jahren einer gewissen Abwertung anheimgefallen, aber überall zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt und in verschiedenen Graden. So ist man denn im Zeitalter des Fernftugverkehrs und des Radios wieder zu den primitiv st en Methoden des Warenaustausches nach der Methode Glasperlen gegen Elefanlen- zähne übergegangen. Wan hilft sich mit Clea­rings aus; aber diese zweiseitige Wethode tut dem Welthandel, der von Ralur aus vielseitig sein muh. Gewalt an. Es ist das ungefähr so, wie wenn der Inhaber eines Herrenartikel- Geschäftes seinen Tabaklieferanten mit Hosen­trägern bezahlen muh. Er kann nur soviel rauchen, wie der Tabaklieferant Hosenträger annehmen will. Wan wird zugeben, dah diese Methode, auf die Weltwirtschaft angewandt, auf die Dauer zum Bankrott führt. And sie wird angewandt! Im Jahre 1935 vollzogen sich notgedrungen 60 v. h. des deutschen Auhenhandels auf dem Wege des Verrechnungsverkehrs, etwa 20 v. h. gingen im Kompensationsverkehr vor sich, und nur 20 v. h. ergaben Bardevisen.

Der Währungswirrwarr kommt auch in der Ver­teilung der monetären Golbvorräte zum Ausdruck. Jebe neue Währungsbiskusiion führt zu wirtschaftlich unfruchtbarem Hin- unb Her­transportieren von Golbbarren unb Golbmünzen. Vergessen wirb babei, baß ber Wohlstanb nicht geförbert werben kann, mbem man tote Golb- klumpen hin- unb herschleppt, sonbern nur burch wirkliche Zusammenarbeit, durch bessere Verteilung der Rohstoffe unb eine Beseitigung ber bis auf ein Höchstmaß gestiegenen Hanbelshemm- nisse In ben Vereinigten Staaten befin- bet sich mit 24,6 Milliarben zur Zeit n a h e z u d i e Hälfte ber monetären Golbvorräte der Welt. Sinb sie barum bie glücklichste Nation ber Erbe? Nein! Die Zahl von runb neun Mil- lionen Arbeitslosen spricht bagegen eine er* : schütternbe Sprache.

Ich führe das alles nicht an. weil Deutschland : unter diesen Verhältnissen am schwersten litte. Deutschlands Arbeitslosenzahl. seit der nationalsozia­listischen Revolution um fast fünf Millionen ver- ringerk. ist im Verhältnis zu anderen, reicheren Ländern noch als gering zu bezeichnen. Deut­scher Erfindergei st und deutsche Wil­lenskraft haben es verstanden, zahlreiche na- türliche Rohstoffe durch gleichwertige oder gar über­legene künstliche zu ersehen. Zur 3eif stehen in Deutschland drei neue Werkstoffe im Vordergrund:

1. Oel aus Kohle, die sogenannte Kohle-

Leipzig, 1. Marz. (DNB.) In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, an ihrer Spitze Reichs- i Minister Dr. Goebbels unb sächsischer Wirt- i schaftsminister Lenk, fand am Abend des Messe- i sonntags im Großen Saal des Buchhändlerhauses ; eine Begrüßung der Presse statt.

Der Präsident des Leipziger Messeamtes, Dr. : Köhler, kennzeichnete die Messe als den g r ö ß - : te n Fertig Warenmarkt der Welt. Je mehr das in einer Ware steckende Rohmaterial durch 1 Arbeit verfeinert sei, in desto mannigfaltigeren 1 Mustern werde die Ware hergestellt. Desto weniger 1 eigne sie sich dann für den Vertrieb durch unsicht- : bare Angebotsmittel, unb befto zweckmäßiger sei 1 es also, sie durch den Augenschein auf ber Mustermesse bem Markt zuzuführen. Die bies- jährige Frühjahrsmesse falle insofern auf einen glücklichen Zeitpunkt, als es im Jahre 1935 ge­lungen fei, ben Einfuhrüberschuß, ben Deutschland in ben letzten Jahren hatte unb ben wir uns bei unserer Deoisenlage nicht leisten können, in einen Ausfuhrüberschuß zu verwanbeln. So er­freulich bas sei, eines beliebige babei noch nicht. Gerabe bie auf ber Messe ausstellenben arbeits­intensiven Jnbustrien seien an ber Aus­fuhrsteigerung verhältnismäßig noch am wenig- ft e n beteiligt. Ihnen falle inbeffen bie Haupt­aufgabe ber Exportausweitung zu.

Das Auslanb, vor allem bas Rohstoffe erzeugenbe Auslanb, habe selbst bas größte wirtschaftliche Interesse baran, deutsche Fertigwaren aufzuneh­men. Denn Deutschland könne nur mit Fer­tigwarenausfuhr, b. h. burch Ware ge­worbene deutsche Arbeit, die Rohstoffe be­zahlen, die es dringend braucht, die ihm aber das Auslanb ebenso bringenb verkaufen wolle. Die Leipziger Messe sei bas große Schaufenster, in bem das Ausland sich unter den zahllosen Mustern, die die deutsche Industrie zur Ausstellung bringt, das heraussuchen könne, was ihm gefalle und was es brauche. Je mehr auf der Messe Auslandsaufträge erteilt würden, desto mehr könne Deutschland seiner­seits Rohstoffe, die ihm fehlen, und Nahrungs­mittel zur Vervollständigung seiner Eigenerzeugung vom Ausland kaufen unb bamit ben in ber Welt­krise zusammengebrochenen internationalen Güteraustausch beleben helfen. Das fei die Bedeutung der Leipziger Messe.

Mr. E. R? E. Nixon vomStatesman m Kalkutta, Mitglied des Empire Press Union Council, dankte für die ausländischen Journalisten für den liebenswürdigen Empfang. England unb die ganze Welt wünschten nichts sehnlicher, als mit Deutsch- (anb mieber stärkere Handels beziehun- gen aufzunehmen. Der Journalist vermöge wie kein anderer zu einem besseren wirtschaftlichen Ver­ständnis der Völker untereinander beizutragen. Ein­richtungen wie die Leipziger Messe gäben den Journalisten aus aller Herren Lander Gelegenheit zu persönlicher Aussprache.

Äeichsminister Dr. Goebbels, der mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, führte dann u. a. aus:

Nahezu 18 Jahre sind nunmehr vergangen seit Beendigung der furchtbaren Katastrophe des Weltkrieges, der fast alle Völker der Erde an den Rand des Abgrundes brachte und das Räderwerk der Weltwirtschaft fast völlig stillstehen ließ. Ist es nun in diesen 18 fahren gelungen, das Getriebe der internationalen Wirtschaft wieder in einer Weise in Gang zu bringen daß sur Die Völker Glück unb Wohlstanb zurückkehren unb bie zwischenstaatlichen ökonomischen Spannungen aus­geglichen werben konnten? Die Lage ber Weltwirt­schaft ist bie, haft bie einen i n ung enutz t e n Reichtümern geradezu ersticke n unb) bie anberen i n A r m u t v e r k o m m e n , 3uftanbef bie auf ber einen Seite zu immer weiter gesteckten imperialistischen Forderungen fuhren und auf der anderen Seite dem Gift der An­archie in erschreckender Weise willkommenen Nähr­boden bieten. . .

Durch bas Berfaillcr Dikta! wurde -M Grund­satz ,um Muegangepunff einer beabfidjligfen neuen wcllordnung genommen, der wbn Der nunfl und jeder Erfahrung hohn sprich! und deshalb die schlimmsten Folgen haben mutzle ML- «»" L-LLLAL'HSS internationalen Wirts-Hast, nämlich Deutschland,

gehl.

Die Krönung der wirtschasilichen Unoernunft aber bedeutet es, daß man der Z f @riege verarmten deutschen Wirtschaft aus erworbenen Verdiensten und Kapital I Milliardenbeträge als Anleihen zu unerhört hohen Z i n f ß n ga , ,

Weise noch ein Geschäft zu , Kapital-

anscheinende Wohltat der lnterncit nal einer Mächte mußte naturgemäß eines lag« 3 an Plage werden, und zwar für alle T Ue, diesem wirtschaftlichen .Wahnsinn bett l gt^ * für die Schuldner wie für die Klaub g , n . Welt wurde allmählich in ein ® °) ein­st e m v e r st r i ck t, aus dem sich schließlich

ist bas Deutschlanb Abolf Hitlers immun. Aber wir schauen mit Sorge auf anbere ßänber. Man beseitigt Gefahren nicht, inbem man ben Kopf in ben Sanb steckt. Schon erhebt überall als unaus­bleibliche Folge bes weltwirtschaftlichen Wahnsinns bie Anarchie brohenb ihr Haupt. Soziale Re­volten, brennenbe Kirchen, Sabotageakte in Heer unb Marine, unaufhaltsames Anschwellen ber kom­munistischen Wahlstimmen in aller Welt, bas sind warnenbe Zeichen. Wie lange wollen bie Verant­wortlichen biesem gefährlichen Spiel mit bem Feuer noch zuschauen?

Gewiß hat man vielfach versucht, burch Welt­wirtschaftskonferenzen bie Gefahren zu bannen. Aber biefe Konferenzen haben stets wie schlechte Aerzte nur an ben Symptomen ber Krankheit herumkuriert, ohne bie eigent­lichen Ursachen zu beseitigen. Notwenbig ist ein Zahlungsverkehr auf stabiler Grunblage, Beseiti­gung ber unhaltbaren Schulbverstrickungen aus bem Weltkriege unb aus ben unsinnigen Schulbbiktaten unb bie Möglichkeit, gute Waren für gutes Gelb kaufen zu können. Es mehren sich ein­sichtige Stimmen in ber ganzen Welt, bie bas Hebel beim Namen nennen. Mögen sie gehört werben, ehe es zu spät ist!

Denn Europa unb seine Völker wollen ben Frieben unb bie Wohlfahrt aller we­nigstens als einzige Kriegsbeute aus bem schweren Weltringen von 1914/1918 enblich nach Hause bringen. Jeber, ber bazu, abseits von Phrase unb Verblenbung, einen Weg zeigt, macht sich um bie Menschheit oerbient. Die alten Methoben haben sich als unbrauchbar erwiesen. Wo sinb bie Verantwort­lichen, bie Neues, Besseres nicht nur erkennen, son­dern auch zur Anwendung bringen?"

Hydrierung;

2. heimische Faserstosse, durch die nach Durchsührung des heimischen Fascrstosspro- aramms eiwa 25 o. h. der bisherigen Einfuhr und dann! etwa 100-150 Millionen RM. Be­eilen gesparl werden können:

3, der s y n I h e I i s ch e S a u I j ch u k Es han­del! sich dabei um ein ganz neues Produkt Dü­na genannt oon dem der Führer erst kürzlich fefffteUen fonnfe, dah es dem nalurlichen Saut- chuk in verschiedener Bestehung überlegen ist.

So wirk! sich die systemalische Abschliehung einer hochstehenden Nation von den Sutern der Erde gegen diejenigen aus. die in ihrer Verblendung

Messe herrschte, ließ deutlich den Auftrieb unse­rer Wirtschaft erkennen. Die Zahl der Aussteller ist von 2537 um runb 300 gestiegen, unb bie Aus­stellungsfläche umfaßt 8000 Rechnungsmeter. Auch bie Qualität ber Ausstellungsfirmen hat sich geho­ben, so baß bie Technische Messe in fast vollende­ter Weise bie Leistungsfähigkeit ber beutschen Jn­bustrien widerspiegelt. Großen Besuch hatten bie Runbfunkgeräte unb kleine elektrische Geräte für ben Haushalt, bie in Halle VI zusammengefaßt sinb, zu verzeichnen. Das gleiche gilt auch für Halle IX, wo Werkzeugmaschi­nen stehen, unb für bie Messe für Kino, Photo unb Optik, bie um mehr als bie Hälfte erweitert worben ist. HeberaH stößt man auf bie betonte Ver- menbung von einheimischen Roh- unb Werkstoffen. Halle VIII beherbergt eine große Schau oon Tex­tilmaschinen. Hier wie auch in ben anberen Hallen erkennt man die Bemühungen, durch weit­gehende Mechanisierung der Arbeitsorgänge die Produktion gleichmäßiger und preiswert zu machen. Dazu gehören auch Fördermittel, die zur Kürzung des Transportweges benutzt werden. Be­sonders für Handwerkskreise von Interesse sind bis Kühlmaschinen unb Kühlanlagen in Halle VII, wo bie Süßwaren unb Verpackungsmaschinen ihr

(Er|d)etni tagltd), außer Annahme oon Anzeigen

Sonntags und Feiertags V W für die Mittagsnummer

Heimat im Bild Die Scholle fl Qy VT Grundpreise für I mm hohe

UD WI K|< 11PI / 114^ 111 I vlvIlvIlvV «IllvlUvl

von einzelnen Nummern NM SV Srm-ststgte Grundpreise:

infolge höherer Gewalt V Stellen-, Vereins., gemein-

OM« General-Anzeiger für Oberhesfen

Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rps.

zranifnri am Main 1168« Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilStsvuch- und Steindruckerei R. Lauge In Gietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe r M-ngenabschiüff-Staffel b