Einzelbild herunterladen

Die Olympia-Stadt in festlicher Erwartung

Mer sprechen zur Welt!

Vie Hüter der olympischen Idee zur XI. Olympiade.

uNt. Koich

>Wrn

Das Tagesprogramm des 1. August

1(45

ins

r.ooo

des

Ul 00

195

M5

Reichs^ gonbofr

rühre!

1 um |

die Olympiastraße, den Olympiaplatz Stadion gebracht.

Olympiaflug des ^Hindenburgs.

Das LuftschiffHindenburg" ist am heutigen Samstag um 7.15 Uhr vom Weltflughafen Rhein- Main zu seiner Olympiafahrt aufgestiegen. 65 Fahr­gäste waren an Bord. Die Führung hat Kapitän Max p r u st.

1(300 (30

Uhr: Großes Wecken durch die Wehrmacht. Uhr: Abfahrt der Mitglieder des Internatio­nalen Olympia-Komitees und des Organisa­tionskomitees vom Hotel Adlon zum Dom und zur Hedwigs-Kathedrale.

bis 10.45 Uhr: Gottesdienst.

Uhr: Eintreffen von tausend Angehörigen des Internationalen Sportstudentenlagers und von 780 Angehörigen des Internationalen Jugendlagers auf dem Lehrter Bahnhof. Fahrt vom Lehrter Bahnhof zur Straße Unter den Linden.

Uhr: Ein Ehrenbataillon der Wehrmacht, be- stehend aus zwei Kompanien des Heeres und je einer Kompanie der Luftwaffe und der Kriegsmarine, tritt vor dem Ehrenmal an.

Uhr: Die Mitglieder des IOK. und OK., die inzwischen am Zeughaus eingetroffen sind, marschieren mit dem Kommandanten von Berlin unter Führung des Grafen Baillet- Latour die Front des Ehrenbataillons ab. Graf Baillet-Latour und Mitglieder des IOK. und des OK. legen am Ehrenmal Kränze nie­der. Dorbeimarsch des Ehrenbataillons am

loser

»rhelb *

Der Führer betritt mit den Mitgliedern IOK. und des OK. das Stadion. Beginn der

Eröffnungsfeier im Stadion.

feldstraße zum Coubertin-Platz bzw. über Glockenturmstrahe zum Glockenturmplatz.

15.15 Uhr: Abfahrt des Reichskriegsministers Ge- neralfeldmarfchall von Blomberg, der begleitet ist von den Oberbefehlsha­bern der drei Wehrmachtteile über die Triumphstraße zum Glockenturm. Anschlie­ßend Abfahrt des Führers von der Reichskanzlei, auf dem gleichen Wege zum Glockenturm.

16.00 Uhr: Das Olympische Feuer wird vom Lust­garten über die Triumphstraße bis zum Adolf-Hitler-Platz und über die Reichsstraße,

8 Uhr. Die Ehrenkompanie der Wachttruppe ist Im Anmarsch. Jetzt hat sie das Brandenburger Tor er­reicht. Unter den rauschenden Klängen des Deutsch­landliedes hält sie ihren Einzug durch das Mittel­portal. Rechts und links strömen die Menschenmassen mit. Helle Begeisterung bricht überall durch. Alle Fenster sind dicht besetzt von winkenden und jubeln­den Menschen, als das Locken der Pfeifen und Trom­meln einsetzt, das in das bekannte LiedFreut euch des Lebens" übergeht. In feierlichem friderizianischem Stechschritt, dem langsamen Paradeschritt, geht es über die Mittelpromenade bis nach dem Lustgarten am Schloß und dann zurück.

100000 geflügelte Zoten unterwegs

Draußen im Westen der Stadt, auf dem Militär­sportplatz in Berlin-Spandau, haben sich in den frühen Morgenstunden 100 000 Brieftauben als geflügelte Boten in die Luft erhoben, um der Welt den Beginn der Olympiade-Tage zu künden. Aus allen Städten Deutschlands und aus 13 fremden Ländern sind sie nach Berlin gekommen. Richt weni- ger als 216 Eisenbahnwagen waren zu ihrem Transport notwendig. Die Heeresbrieftauben- Anftalt Spandau und die Brieftauben-Züchter Groß-Berlins haben sie bis zum Augenblick des Fluges betreut. Heute nachmittag werden auf dem Reichskampffeld während der Feierlichkeiten noch etwa 20 000 Brieftauben vom Maifeld aus ihren Flug antreten. Don den geflügelten Boten sind Flugstrecken bis zu 1500 Kilometer zurückzulegen. Einzelne müssen dorthin zurückgehen, woher das olympische Feuer kam. Das Organisations-Komitee hat für diese Veranstaltung, die gleichzeitig als Wettflug durchgeführt wird, Erinnerungsplaketten herstellen lassen, die an die Brieftaubenzüchter des In- und Auslandes verliehen werden.

er ildfiö 15 begü m Berlin, um 16.10

Flughch ir beste hing liest m-Schi! r|d)ienen i m Nam e r u n g: nmen. Fr (Hof zu je Lotst, her Ach r Alfii Thaon tadjfo, |s IN on beutt btt $ .ttlotps

Sommer imburg

Gefch n Bolkch chemeH

15 DO

iing gefcy )lt tnMl* für ben * und mH gerüstet, e Zeier nde geh«? wandte

n Gr>!'

noch seine 6-

5 hielt

an der Konferenz der fünf Locarno- Mächte wird soeben folgende amtliche Meldung ausgegeben:

Der Außenminister Graf Ciano hat dem französischen Botschafter, sowie den englischen und belgischen Geschäfts­träger empfangen und hat sie ist Beantwortung ihrer Mitteilung vom 24. Juli davon unterrichtet, daß die italienische Regierung gründ- sätzlich gern an der Konferenz der fünf Locarno-Mächte, deren Datum noch zu vereinbaren sei, teilnehmen werde. Er hat hinzu» gefügt, daß die italienische Regierung es als nützlich erachte, daß die Konferenz durch einen geeigneten Gedankenaustausch auf dem ordentlichen diploma­tischen Wege im Interesse ihrer hohen Ziele ge­bührend vorbereitet werde.

Don dieser Mitteilung hat Graf C i a n o den deutschen Botschafter benachrichtigt.

Dr. Th. L e w a ld , Präsident des Organisationskomitees für die XI. Olympiade, Berlin 1936.

Oie Spiele beginnen

Seit mehr als drei Jahren erwarteten wir voll Freude und Zuversicht den Tag, der die Eröffnung der Spiele einleitet. Aus aller Welt find nun unsere Gäste, denen wir die Versicherung sportlicher olym­pischer Gastfreundschaft entgegengesandt haben, herbeigeströmt. Berlin, in diesen Tagen die sport­liche Hauptstadt der Welt, hat das festliche Kleid angelegt. Wochen der Freude und des Erlebens lie­gen vor uns. Mögen sie in den Herzen nicht nur unserer Gäste, sondern aller Völker der Erde zu einem stets wachsenden Verständnis für die völker­verbindenden Ideale des olympischen Gedankens führen.

Reichssportführer oonTschammer undOsten.

Berlin, 31. Juli. (DRB.) Der Reichsminisier des Auswärtigen, Freiherr von Reurath, emp­fing heute den britischen und den s r a n z ö s i - s ch e n Botschafter sowie den belgischen Ge­sandten und teilte ihnen mit, daß die deutsche Regierung die Einladung der drei Regie­rungen zu einer Fünfmächtebefprechung über einen De st Pakt annehme. Lr wies be­tontere darauf hin, daß diese Besprechung in jeder Hinsicht, auch wegen des Programms, forg- fältiger diplomatischer Vorbereitung bedürfe.

Der italienische Botschafter wurde im gleichen Sinne unterrichtet.

Stälien ebenfalls bereit.

Rom, 31. Juli. (DRB.) Ueber die grundsätz­liche Bereitschaft Italiens zur Teilnahme

Die Richtlinien der französischen Außenpolitik

Außenminister Oelbos spricht in der Kammer.

Deutschland kommt zur Fünfmächtebesprechung.

Oie Erklärung der Aeichsregierrrng fordert sorgfältige diplomatischeDorbereitung

16 Uhr.

Uhr: Rach Beendigung der Jugendfeier im Lustgarten fahren die Mitglieder des OJK. und des OK. über die südliche

Straße Unter den Linden und die Wilhelm straße zur Reichskanzlei, wo der emp­fang beim Führer stattfindet.

Uhr Fahrt des IOK. und des OK. von ter Wilhelmstraße über die Straße Unter den Linden, Brandenburger Tor, e^ar.(o tv^' ger Chaussee, Bismarckstraße, Kais^damm, Adolf-Hitler-Platz, Heerstraße, Reichssport-

Berlin, 31. Juli. (DRB.) Das heilige :l:mpische Feuer durcheilt bereits die deut- -ifili: Lande. In wenigen Stunden hat es die ^eichshauptstadt erreicht, flammt es, umjubelt oon .juHerttausenden, auf den Altären der Feststadt ml in der Feuerschale des Marathontores an der )Il-ipischen Stätte auf. In wenigen Stunden teilt unter dem Dröhnen der Geschütze unter den .Umgen der Fanfaren, dem Gesang der Olymp)- *a Hymne und dem Lauten der Glocke die die I stEd der Welt gerufen hat, das Fahnentuch mi er fünf verschlungenen Ringen am Hauptmast nvor der Welt den Olympischen Frieden .u verkünden. Mit Deutschland fiebert eine ganze Bitt dem Ereignis, dem größten Sportfest aller ie-en entgegen, zählt sie die Stunden, die fie von )ei feierlichen Zeremonie der Eröffnung trennen.

'i diesem Augenblick erheben die Hüter der lmpischen Idee, der Begründer der neuzeitlichen 5p *(e und lebenslängliche Ehrenpräsident der )impif(hen Spiele, der greife Baron Pierre d e lvubertin, der Präsident des Internationalen )lmpischen Komitees, Graf de Baillet-La- v r, Dr. Th. Lewald, und der Präsident des Deckschen Olympischen Ausschusses, Reichssport- üher Hans von Tschammer un d O st en, hr Stimme. Sie sprechen durch das Deutsche Teyrichtenbüro zur Welt und erklären:

Kien Manen der neuzeitlichen Olym­pischen Spiele

('N dem Augenblick, da Deutschlands Bemühungen in einen glänzenden Verlaus der XI. Olympischen vrsle nun bald mit dem verdienten Erfolg gekrönt len werden, gilt mein dankbares Gedenken den- xrgen Mynnern, die mir vor nunmehr 40 Jahren i ei »ef tonten haben, als es galt, den in Vergessen­sei geratenen olympischen Geist zu neuem Leben in rwecken und so die Voraussetzungen zu schaffen lüften uns jetzt bevorstehenden gewaltigen Höhe- puSt. König Konstantin von Griechenland, der Ich: irdische General Victor Balck, der ehrwürdige R 5. Lassan, der frühere Leiter des englischen Col­le; in Cheltenham, der amerikanische Professor ßHicrm M. Sloane jene treuen und erlauchten Fi.unde aus der Geburtsstunde der modernen olym- pichen Spiele, weilen nicht mehr unter den Leben- be Als Architekten des Tempels, den sie mit mir jei einfam entworfen haben, zolle ich ihnen in dank- jbcnsr Zuneigung den verdienten Tribut. Ihnen, mt*r auch allen neuen Mitarbeitern, die nach ihrem HMeiden beigetragen haben zur Festigung und vfschönerung des von ihnen errichteten Gebäudes,

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumfchein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. D. Hans Thein. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Psi Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Psi, mit der Illustrierten 5 Psi mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Rr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

und in ausgezeichneter Zusammenarbeit mit von Tschammer und Osten und dem Deutschen Olympi- schen Ausschuß, damit beschäftigt, eine Organisation zu wollenden, die die Bewunderung der ganzen Welt erwecken wird.

Die am heiligen Feuer von Olympia entzündete Fackel ist unterwegs: von Hand zu Hand weiter- gegeben, wird sie am 1. August im Olympischen Stadion zur selben Stunde eintreffen, wo die eherne Glocke mit vollem Klange die Eröffnung der Spiele der XI. Olympiade einläuten wird.

Rach den Wettkämpfen werden die Sieger, die Stirne mit den Lorbeerkränzen umwunden, vorbei­ziehen und, wie ich zu hoffen wage, wird jeder Mitkämpfer in feine Heimat mit dem Oelzweig zurückkehren, dem Sinnbild des olympischen Frie­dens, der von der ganzen Welt mit lauter Stimme gefordert wird zum Schutze der Kultur und zum Heile der Völker.

Graf de Baillet-Latour, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. WerhätteansolcheErfüllung gedacht."

Die Jahre der Vorbereitung der XI. Olympischen Spiele sind vorüber, die letzten Stunden harter Anspannung liegen hinter uns. Der Tag des Festes ist gekommen, und wir sehen der Feier freudigen Herzens entgegen. Alle unsere Erwartungen find übertroffen. Wer hätte je vorher an solche Erfül­lung gedacht. Das neue Deutschland hat sie uns ge­geben. Unser Führer und Reichskanzler verlieh un­serer Arbeit seinen Schwung und seine Kraft und so steht heute eine Kampfstätte vor unseren Augen, die in der Welt nicht ihresgleichen hat, und die Völker der Erde kommen zu uns in einer Zahl, wie es nie zuvor der Fall war. Die Reichshauptstadt Berlin hat sich in eine wahre Feststadt verwandelt; freudige Scharen von Deutschen und Ausländern aus aller Welt durchziehen zu Tausenden ihre reichgeschmückten Straßen. Den fremden Sports­mannschaften ist von der ganzen Bevölkerung ein von ihnen mit Freude, Dank und Ueberraschung empfundener Empfang bereitet. Möge über diesem Fest olympischer Frieden walten und möge es so verlaufen, daß sich unsere Gäste bis an das Ende ihres Lebens der Stunden in den olympischen Kampfstätten mit Freude erinnern!

Ehrenmal.

Hi30 Uhr: Die Mitglieder des IOK. und des OK. begeben sich durch das Spalier zu Fuß zum Empfang im Alten Museum. Dort Begrü­ßung durch den Preußischen Ministerpräsi­denten Generaloberst Göring.

12)00 Uhr: Aufmarsch von 28 600 Mitgliedern der Hitlerjugend, des Deutschen Jungvolks und des Bundes Deutscher Mädel zur Jugend­kundgebung im Lustgarten.

12.15 Uhr: Rach Beendigung des Fahneneinmar- sches grüßt der Reichsjugendfuhrer Baldur von Schirach im Namen der deutschen Jugend die Jugend der Welt. Nach ihm sprechen Reichssportführer v o n T s ch a m - m e r u n d O st e n und Reichsminister R u st. Darauf nimmt Reichsmmlster Dr. Goeb­bels das Wort.

1550 Uhr: (Eintreffen des Olympischen F-uers im Lustgarten Das Olympische Feuer.nimmt den Weg über die Berliner Stratze m Ma- rienfelde, die Dorfftratze in Mariendorf die Berliner Straße in Tempelhof. Belle°ll'°nee straße. Belleallianceplatz. Wilhelmstraße Unter den Linden. Lustgarten. En MunS des Olympifchen Feuers auf dem Altar vor dem Alten Mufeum und dem Altar vor der Fahnenwand mit den Fahnen aller an. Ben Olympischen Spielen beteiligten Nationen. Die Hitlerjugend hütet das Feuer bis um

Paris, 1. Aua. (DNB. Funkspruch.) In der Nachtsitzung der Kammer gab Außenminister D e l b o s eine längere Erklärung ab. Die Lon­doner Verhandlungen hätten für ganz Europa Gründe zum Vertrauen erbracht.

Die Frankreich gegenüber eingegangenen Ver­pflichtungen blieben unversehrt. Frankreich habe nicht vergessen, was es feiner Sicherheit schul­dig fei. Ohne daß es auf eines feiner Rechte verzichte, wolle es nicht auf einer negativen Haltung beharren, und es habe deshalb alle Möglichkeiten einer Entspannung und einer Verständigung angeboten und feinen gemein­samen Dillen für eine allgemeine europäische Regelung zum Ausdruck gebracht. Jede Son- derbesprechung von einer Macht zur anderen bringe die Gefahr mit sich, die Befürchtungen Dritter wachzurufen. Aus diesem Grunde hätten England, Belgien und Frankreich die anderen interessierten Mächte benachrichtigt, woraus sich ergebe, daß die Engerschließung der Bande nicht als eine Koalition von Privatinteressen ausge­legt werden könne.

Die Politik der Regierung sei daraus gerichtet, zu verhindern, daß Europa in zwei isolierte Blocks zerfalle. Das wäre zugleich eine Herausforderung der Vernunft und die schlimmste der Gefahren. Frankreich werde nicht in die Innenpolitik der anderen Län­der eingreifen. Es wolle den Frieden mit allen Ländern, ohne Rücksicht auf ihr inneres Re­gime.

In diesem selben Geiste lehne es die Regional­pakte ab, die nach feiner Ansicht zum Kriege führen würden. Aus demselben Grunde bleibe es der kollektiven Sicherheit zugetan, die die unbedingte Voraussetzung für die Wah­rung des Friedens fei.

Die Konferenz der Fünfmächte werde kein Direktorium fein, noch der Ansatz zu einem europäischen Direktorium. Die kleinen Staaten mühten Stimme im Rat haben.

Die in der Verlautbarung von London nachein­ander aufgezählten Etappen bedeuteten weder Aus­schluß, noch Verzicht. Die Verhandlungen mußten zu einem positiven Friedenswerk führen. In diesem Sinne gab D e l b o s von der Z ust i m- mung Deutschlands und Jtal lens Kenntnis, an der Konferenz teilzunehmen. (Leb­hafter Beifall links und auf der äußersten Linken.) Frankreich fordere nicht, es habe den tiefen Wunsch, im Frieden mit seinem Nachbarn im

Osten zu leben.

Die Gründe seien endlich stabilisiert. Das sei eine , bedeutsame Tatsache. Aber dieVerletzung (!) des Paktes von Locarno und die Militarisierung der 1 entmilitarisierten Zone seien wichtige Ereignche, die nicht nur Frankreich allein, sondern ganz Europa

Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das gestern über den britischen Inseln gelegene Schlechtwettergebiet hat sich südwärts auf das Fest­land verlagert. In seinem Kreis herrscht heute früh nach Frankreich zu, sowie in West- und Süddeutsch­land Regenwetter. Mit dieser Entwicklung hat die gesamte Wetterlage wieder eine durchgreifende Um» gestaltung erfahren, so daß auch für die Folge mit recht unbeständigem Wetter gerechnet werden muß.

Aussichten für Sonntag: Unbeständi» aes zu Niederschlägen geneigtes Wetter, bei west­lichen Winden Tagestemperaturen zwischen etwa 15 und 20 Grad Celsius.

mg der lienifäi: egriifjt Mfinb er Fitz

interessierten. Sei es übrigens gewiß, daß die Der» chiedenen Auffassungen wirklich unüberbrückbar eien?

Es liege jedenfalls nicht im Interesse Frank­reichs, daß sich Deutschland außerhalb der europäischen Gemeinschaft stelle (?).

Außenminister Selbes verzeichnete dann mit Befriedigung die in Montreux zustandegekommene Regelung der Dardanellen-Frage, berührte kurz das deutsch-österreichische Abkom­men und die Danziger Angelegenheit und kam dann auf die Ereignisse in Spa­nien zu sprechen. Die spanische Regierung sei Frankreich befreundet, und die Freundschaft Spa­niens fei für Frankreich besonders wertvoll.

Die Ereignisse in Spanien bildeten den Anlaß zu Angriffen gegen die französische Regierung. 2Han habe sie beschuldigt, Waffen an die spa­nische Regierung geliefert zu haben. Sie hätte dies tun können, denn es handele sich um eine rechtmäßige Regierung. Sie habe es aber nicht getan aus Gründen der Doktrin und der Menschlichkeit und auch, um nicht denen einen Vorwand zu liefern, die die Militärgruppe unterstützen möchten.

Im Schlußteil seiner Rede führte D e l b o s aus, die Regierung sei entschlossen, eine neue Anstren­gung zu machen, um die allgemeine Wirtschaft zu bessern.

V

len N* W» ung w

infl «*>

«b«

rie W*

«amCi

# utf

st

heiles

W' ji

5h i

i

iW"

Berlin, 1. Aug. (DNB.) Der 1. 21 u gu ft 1 936 ist angebrochen, der feierliche Eröffnungstag der XI. Olympifchen Spiele Berlin 1936. Endlich t der Tag da, auf den die Sportler der Welt, be- onders aber Deutschlands, und geradezu in fieber­hafter Spannung die Reichshauptstadt, seit Jahren gewartet haben.

In einer Farbenpracht ist die Reichshauptstadt aufgewacht, wie man sie hier noch nie erlebt Hal. Ueber Rächt noch waren tausende Hände tätig, um den letzten Schmuck herzurichten, kein Fenster, keine Tür, kein Giebel wollte ungeschmückt bleiben.

Fiebernde Erwartung liegt über Berlin. Die Berliner Innenstadt hat nicht erst zu erwachen brauchen. Die ganze Nacht über waren die froh und festlich gestimmten Berliner und ihre Gäste aus dem Reich und dem Ausland unterwegs, und bei Sonnenaufgang waren schon Hun­derttausende aus den Beinen, um sich an der Triumphalis, besonders auf der Prachtstraße Unter den Linden einen guten Platz zu sichern für die großen Ereignisse, die der Eröffnung der Olym­pischen Spiele vorausgehen sollen. Mit Festgottes­diensten und großen Jugendspielen auf allen Plätzen Berlins, mit einer feierlichen Totenehrung, einem großen Empfang im Alten Museum und mit einer Jugendfeier im Lustgarten wird bas große olym­pische Geschehen im Jahre 1936 eingeleitet.

Oas großeWecken durch die Wehrmacht

Das Festprogramm beginnt mit dem Großen Wecken der Wehrmacht. Erwartungsvoll hält ein dichtes Menschenspalier die Linden besetzt. Rau­schende Militärmusik vom Tiergarten her. Es ist

gi mein Dank!

!:"m 27. 7.1936. Pierre d e Coubertin.

im ersten Jahre der XI. Olympiade.

A-n Vorabend der Schlacht.

>as gesamte deutsche Volk, dem Aufruf des tfiirers Folge leistend, bereitet sich, darauf vor, bit Jugend von 53 Nationen mit offenen Armen zu »empfangen.

| iötolz auf die Ehre, die ihnen vom Internatio­na 'n Olympischen Komitee erwiesen wurde, sind j£i Lewald, Carl Ritter von Halt und Herzog Adolf Fredrich zu Mecklenburg, unterstützt von Carl Diem

Programm:

Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied.

Olympia-Fanfaren" von Herbert Windt.

Auf das Kommando:Heißt Flagge!" werden von der Abteilung der Kriegsmarine unter dem Geläut der Olympia-Glocke auf sämtlichen Masten des Sta­dions die Flaggen der an den Olympischen Spielen beteiligten Nationen gehißt. Die Mannschaften mar­schieren ein, Griechenland an erster, Deutschland an letzter Stelle.

Baron Coubertin spricht.

Ansprache des Präsidenten des Organisations­komitees Exzellenz Lewald.

Der Führer

eröffnet die XI. Olympischen Spiele Berlin 1936.

Die Olympiaflagge wird gehißt.

Eine Abteilung Artillerie schießt Salut.

Zur aleichen Minute werden 30 000 Brieftauben ausgelassen.

.Olympische Fanfaren" von Paul Winter.

Olympische Hymne" von Richard Strauß.

Lauf des Fackelläufers durch das Stadion, Ent­zünden des Olympischen Feuers.

Dem Führer wird vom Marathonsieger von 1896 Louis der Oelzweig von Olympia überreicht.

Der Vertreter der deutschen Mannschaft I s m a y r leistet den Olympischen Cid.

Halleluja" von Händel.

Ausmarsch der Teilnehmer.

Abfahrt des Führers.