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Zur „16. Rhön" aus der Wassersuppe
besonders der Zielflug von Spaethe (Lufifpork- landesgruppe Dresden) auf „Kondor" zu beachten, der ihn in feine Heimatstadt Lhemnih brachte (215 Kilometer).
Dritte Reihst Chiron (Alfa Romeo), Ta- xacciola (Mercedes), Etancelin (Maserati).
Vierte Reihe: Mays (ERA.), Rüesch (Mast, toti). ,
Künste Reihe: Fagioli (Mercedes), Rose- tneyer (Auto-Union), Varzi (Auto-Union).
Sechste Reiher Pietsch (Auto-Union), Hartmann (Maserati).
Siebte Reihe: Taruffi (Bugatti), Lang (Mercedes), Ghersi (Maserati).
Achte Reiher Brioio (Alfa Romeo), Geyer (Mercedes-Benz).
Vom Start weg lagen die deutschen Wagen in Front und zwar schoben sich Caracciola, Brauchitsch, Rosemeyer und Fagioli sofort an die Spitze. Zwischen ihnen lag der Italiener Ruvolari. In den ersten Runden hatte meist Caracciola die Führung inne. Als einmal Caracciola, Brauchitsch, Ruoolarr und Rosemeyer zu gleicher Zeit tanken und Reifenwechsel vornehmen mußten, ging Fagioli eine Runde lang nach vorne. Fagioli mußte aber dann zweimal an der Box anhalten. Rach vielen und harten Kämpfen Letzte sich schließlich Manfred von
Brauchitsch an die Spitze drs Feldes und gab fle nicht mehr ab. Er vergrößerte feinen Vorsprung ständig, bekam aber dann die Anweisung, langsamer zu fahren, hinter ihm kämpften Nuvolan, Caracciola, Stuck und Rosemeyer um den zweiten Platz. Auch Fagioli lag noch gut im Rennen. Das übrige Feld — schon stark gelichtet — hatte bereits eine Runde Rückstand. Schließlich kam die letzte Runde. Don Brauchitsch lag 33 Sekunden vor Ruvolari, der nichts mehr riskierte, sondern aus „sicher" fuhr, hinter Ruvolari folgten Stuck, Ta- racciola, Rosemeyer. Plötzlich verkündete der Lotst- sprechet, daß Brauchitsch Reifenschaden hatte. Es dauerte nicht lange und dann erschien der rote Alfa Ruvolaris als Erster auf der Zielgeraden...
Das Ergebnis:
1. Nmwlari (Alfa) 4:08:40,2 Stunden (121,1 Stundenkilometer), 2. Stuck (Auto-Union) 4:10:18,8 (120,3), 3. Caracciola (Mercedes) 4:11:03,2 (119,9), 4. Rosemeyer (Auto-Union) 4:12:51 (11?,1), 5. Brauchitsch (Mercedes) 4:14:17,4, 6. Fagioli (Mer- cedes) 4:15:58. Alle übrigen Fahrer lagen eine oder mehr Runden zurück.
70 Starts am Samstag.
Die deutschen Segelflieger, die von jeher für die ffhre und baß Ansehen ihres Vaterlandes fliegen und in Zukunft gerade bei den traditionellen Rhön- segelflugwettbewerben auf der Wasserkuppe um den goldenen und silbernen Lorbeerkranz des Siegers kämpfen werden, erhielten am Samstag für ihre großartigen Leistungen innerhalb der ersten acht Tage anerkennende Worte aus berufenem Munde. Der Chef bes (Stabes im Reichsluftfahrtministerium, Generalmajor Wever, traf am frühen Morgen im Fliegerlager ein und begrüßte zunächst die vor dem Ursinus - Haus aufmarschierten Fiegermann- schaften der einzelnen Gruppen und die Mitglieder der verschiedenen Leitungen. Generalmajor Wever unterstrich in seinen Ausführungen die Bedeutung des Kameradschaftsgeistes und der Disziplin. Fliegerkapitän Roehre, der Wettbewerbsleiter der „16. Rhön" zeigte dem Generalmajor die mustergültigen Anlagen.
Die von der Sportleitung ausgesetzten Tagesprämien für die größte höhe und weiteste Strecke brachten unsere Segelflieger auf ihren großen Vögeln nach dem Ruhetag (Freitag) sehr schnell wieder in ihr gewohntes Element. Generalmajor Wever, der in Vertretung des Reichsluftfahrtmini- siers einige Stunden auf der Wafferkuppe weilte, sprach auch über die gezeigten Leistungen in der Luft feine volle Anerkennung und den Dank des Ministers aus.
Das Hauptziel für unsere Segelflieger war am .Samstag die Bayerische Ostmark.
Bei schwieriger Wellerlage wurden insgesamt 70 Starts durchgesührl, davon 22 Jernslüge über 100 Kilometer, die bis in die Gegend von Römhild, Bamberg und Kronach führten, und 5 Fernflüge über 200 Kilometer, hierbei ist
Mayer (Luftsportlandesgruppe Stuttgart) auf „Rhönadler" kam bis in die Gegend von Bayreuth (230 Kilometer), Ruhnke (Luftfportlandesaruppe Königsberg auf „Rhönadler" in die Oberpfalz (231 Kilometer), König (Königsberg) auf „Rhönbussard bis Pilsen (255 Kilometer) und Kennel (Landesgruppe Hannover) aus „Rhönadler" bis in die Oberpfalz (290 Kilometer). Peter Riedel (Reichsgruppe Deutsche Lufthansa) flog auf seinem Kondor „La Falda" bis Passau (320 Kilometer). Am Samstagabend lagen die Landungsmeldungen von den Stuttgartern Wolf hirth und feinem Kameraden hakenjos noch nicht vor. Einer der beiden Segelflieger wurde in großer höhe über Pilsen gesichtet, so daß angenommen werden muß, daß sie in Richtung Eger fliegen.
Der zweite Sonntag auf der Rhön.
Wolf hirth schafft 420 Kilometer.
Im Laufe des Sonntag vormittags gingen noch folgende Landemeldungen von den am Samstag auf Strecke gegangenen Segelfliegern bei der Wettbewerbsleitung ein:
Krenz (Essen) gelangte auf seinem „Rhönadler" bis Laban ^Tschechoslowakei (217 Kilometer), S o r- ger (Essen) auf „Rhönadler" bis nahe Marienbad (220 Kilometer) und Opitz (Darmstadt) auf „Präsi- dent" bis Marienbad (240 Kilometer). Die (Stuttgarter hakenjos auf „Rhönadler" und Wolf hirth auf „Minnimoa" landeten in der Tschechoslowakei bei Pisek ((330 Kilometer) bzw. bei Zla- bings (420 Kilometer).
Wolf hirth schaffte damit den zweitlSngsten Streckenflug des diesjährigen Wettbewerbs.
Es fehlt nun noch jede Nachricht über den Flug
Sie deutschen Mermeisterschasten
Nach den Vor- und Zwischenläufen am Samstag.
flieaer und ihrer Hilfsmannschaften einmal m* nächster Nähe in Augenschein zu nehmen. Mit dem Fliegen sah es zunächst böse aus. Die Sportleitung konnte daher auch bei dieser Wetterlage keinesfalls für die Piloten die Verantwortung tragen. So mußten die Besucher denn vorerst mit der Besich« tiguna der Flugzeuge in der „Hermann-Göring- halle^ vorlieb nehmen.
Am Nachmittag machte bann die Wasserkupvs ihrem Namen wieder alle Ehre. Es „fnofte" sich langsam und sicher ein, und alle Herrlichkeit war somit vorbei.
1876 und Kölner RV. von 1877. Den Zweier „mit" holten sich Berliner RC. Hellas von hannoverscher RC. 1880 und Verbandsmannschaft Berlin.
Einen interessanten Kampf gab es im D o p p e l. zweier. Die drei ersten Boote lieferten sich ein scharfes Rennen und Remagen-Ritter vom Berliner RC. konnten ihren Sieg erst im Schlußspurt vor Füth-von Opel vom RV. Rüsselsheim und den Frankfurter Germanen Paul-hüllinghoff sichern.
Der abschließende Ackter war dann der Höhepunkt und zugleich das schönste Rennen der Regatta. Bei 1000 Meter konnte sich das 1. Boot der Berliner Derbandsmannfchaft vor dem 2. Boot und Mainzer RV. einen Vorsprung erkämpfen, den es bis zum Ziel halten konnte und sich fo die Meisterschaft holte.
Rundfunkprogramm
Dienstag, 30. Juli.
6 Uhrr Choral, Morgenfpruch. Gymnastik. 6.301 Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30t Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14t Nachrichten. 14.15: Wirtfchaftsbericht. Was gibt es Neues? Worüber man heute spricht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau! 16: Kleines Konzern 16.30: Das köstliche Salz. Aus der Geschichte eines alten Kulturgutes. 16.45: Was wissen wir von Irland? Der Freiheitskampf eines Volkes. If: Nachmittagskonzert. 18.30: Wir wandern durch heimatliche Fabriken. Berichte aus dem Amt für Arbeitsführung und Berufserziehung. 18.45: Zeitgenossen gibts... 19: Unterhaltungskonzert. 19.40k Das deutsche Rundfunkschrifttum das Nachschlagewerk des Rundfunkschaffens. Von Walter M. (Senfei von der Reichsrundfunkkammer (Wachswiedergabe). 19.50: Der Tagesspiegel des Reichsfenders Frank» furt. 20: Nachrichten. 20.10 Volksmusik. 20.45: Mit dem Kurzwellensender auf der Schauinslandbahn. Am Mikrophon: Paul Laven. 21: Die muntere Seefchlange. Eine klingende Reife durch die Saure- Gurken-Zeit. Mit lustigen Szenen. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Sportbericht. 22.10: Weltpolitischer Monatsbericht. Don Prof. Dr. Karl Haushofer. 22.30: Musik zur späten Nacht. '
Auf der schönen Regattastrecke des Baldenay-Sees bei Essen-Hugel wurden am Freitag und Samstag die Dor- und Zwischenläufe zum 2 4. Deutschen Meisterschaftsrudern ausgetragen. Bei dem herrlichen Wetter und der guten Organisation konnten die Rennen durchweg reibungslos durchgeführt werden. Für den Endlauf im Vierer ohne Steuermann haben sich Etuf Essen, Erster Breslauer RV., Derbandsmannfchaft Würzburg und Wiking Berlin durchgesetzt, im Einer blieben noch Dr. Buhtz - Berlin, haslebner- Dresden, Schäfer- Dresden und Kaidel-Würzburg startberechtigt, den Achter bestreiten Derbandsmannfchaft Berlin (2. Boot), Mainzer RD^ Derbandsmannfchaft Berlin (1. Boot) und RG. Leipzig, für den Vierer mit Steuermann haben sich Etuf Esten, Limburger RC., Verbandsmannfchaft Würzburg und WSV. Godesberg qualifiziert und am Ablauf zum Doppelzweier werden Berliner RC., RV. Rüsselsheim, Frankfurter RG. Germania und Renngemeinschaft der Studen- ten-Rudervereinigung Münster-Hannover erscheinen.
Durchweg spannende Rennen am Sonntag.
Am Sonntag wurden die Deutschen Rudermeisterschaften, die in Verbindung mit der 27. Hügelregatta zur Durchführung kamen, beendet. Alle Rennen konnten bei dem guten Wetter und vor zahlreichen Zuschauern auf der 2000-Meter-Regatta- strecke reibungslos ausgetragen werden. Einen Doppelsieg feierte die Derbandsmannfchaft Würzburg, die sich den Titel im Vierer ohne und im Vierer mit Steuermann holte. Im Vierer „ohne" siegten die Bayern mit dreiviertel Längen sicher vor Etuf Esten, 1. Breslauer RV. und Wiking Berlin, und im Vierer mit Steuermann waren sie im Endspurt ganz überragend und kamen mit einer Länge vor WSV. Godesberg, Etuf Esten und Limburger RC. durchs Ziel.
Der Einer mußte zweimal gestartet werden, da es nach dem ersten Start bei 400 Meter zu einer Kollision gekommen war. Der zweite Start klappte dann, aber auf halbem Wege kenterte der Würzburger Willy Kaidel und wenig später gab auch Europameister Gustav Schäfer (Dresden) auf, so daß Dr. Buhtz es nicht allzu schwer hatte, den Titel vor haslebner (Dresden) zu erringen. Im Zweier ohne Steuermann wurde der Dresdener RV. Dresden-Blafewitz Deutscher Meister vor Mannheimer RC. von 1875, Berliner RV. von
von Heidrich (Dortmund), der am Samstaanach- mittag auf feinem „Rhönadler" zu einem Heber» lanbflug startete.
Die nach dem überaus erfolgreichen Samstag in das Wetter des Sonntags gefetzten Hoffnungen erfüllten sich leider nicht. Es wehte zwar ein frischer Wind über die Kuppen, doch hingen die Wolken so tief, daß die Bergkuppen teilweise ganz verhüllt waren. Wie immer gerade an den Sonntagen während der traditionellen Veranstaltungen, hatten sich aud) heute wieder riesige Menschenmengen eingefunden, um das Leben und Treiben unserer Segel-
Gießen (Friedensstraße 20), den 28. Juli 1935.
Todesanzeige.
Heute vormittag 9% Uhr verschied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Karl Döring
Im Alter von 42 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen,
Frau Emilie Döring, geb. Eifert
Nutzen Sie diese Vorteile meines großen Lagers.
Alle für den Saison-Schluß-Verkauf in Frage kommenden Waren sind gesondert ausgelegt und bieten Ihnen eine reiche Auswahl
Saison-Schluß-Verkauf
Ab heute Montag, den 29. Juli 1935, beginnt für Sie
die große billige Einkaufs-Gelegenheit!
Die Beerdigung findet in der Stille statt
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Bahnhofstraße 47
Hillebrandstraße 2
Die trauernden Hinterbliebenen.
von der Reise zurück
01187
4360 D
4358 A
Gießen (Schlageterstraße 4), den 27. Juli 1935.
Scharmann, Gerichtsvollz.,Gießen I D erlrn-Lichterfelde
Wernerwall 33 Telefon 3108.1 lUllllllllllllllllllimillllllllllllllllllllllllllllHIlim
Heute nacht entschlief sanft in dem Herrn meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter und Großmutter
Ab 1. August halte ich wieder Sprechstunde ab
überaus zahlreich zugegangenen Beweise herzlicher Teilnahme sagen wir aufrichtigen Dank.
hO Heute abend
rj hole ich „sie" ab! Sie
denk en natürlich wie- der an eine junge Da- me oder sowas. —
Nein — ich hole um 6 Uhr meine entwickelten Füme vom Sonntag bei Photo-Winterhoff. Da freue ich mich stets den ganzen Montag drauf. Immer wird die Freude noch größer, wenn ich die Bilder erst in der Hand habe. — Ja, die Photoarbeiten von Photo-Winterhoff sind ordentlich.
Frau Marie Haus, geb. Käs
im Alter von 68 Jahren.
Swaussvevsieisevtms Dienstag, 30. Juli, 14UHr, sollen im „Löwen", hier, Neuenweg 28 bzw. an Ort u. Stelle (Bekanntg. in ob. Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: Haus-,Laden- u.Büromöbel a.Art, Polier-. Näh»/Rechen-, Bandschleifund Bohnermaschine/ 1 Massage-, Photo-/ Schnelldruck- und Abzreh- avvarat/ 1 Goniometer/ 2 ft-em- flläfet/ 1 Schleifbank, Anzugstoffe, Kastenschränke/Radios,1 Nivellier-
Gießen (Crednerstr. 6), Frankfurt/M», Darmstadt, Bad Kreuznach Worms a. R., den 29. Juli 1935.
Danksagung.
Für die uns beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Haus und Frau.
Dentist Doering
Bleichstraße 8.
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Dr. Marie Gürtler
Aerztin
Herrn Christian Hoerster
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Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 30. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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