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Nr. 173 fünftes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

5amrtag.27.MM5

Wandem und weisen Bäder und Sommerfrischen.

Wie reist man mit Kindern?

Bon Ea von Carlberg.

Sich mit Kindern zusammen auf eyte gemein­same Reise zu freuen, ist eins der schönsten Dinge, die einem ausgewachsenen Menschen auf dieser Erde passieren können, aber ist es erst so weit, so wird die Eisenbahnfahrt nur zu oft zu einer Katastrophe. Theorie und Praxis klafft nirgends so eklatant auseinander, als gerade auf Reisen. Darum gilt auch schon unter Erwachsenen gemeinsames Reisen für eine Freundschaftsprobe. Manches Braut­paar ist schon auseinandergegangen, nachdem es sich auf einer Eisenbahnfahrt näher in die Karten geguckt hat. Kinder haben die kleine Eigenart, die Erwachsenen, namentlich wenn es sich um eine längere Reise handelt, leicht aus der Fassung zu bringen. Da wird mit Vorliebe alles angetatscht, was die Händchen schmutzig macht, und die arme Mutter kann das ewige Händewaschen kaum be­wältigen. Oder die Kinder können keinen Augenblick still sitzen, belästigen die Mitreisenden durch ihre Quecksilbrigkeit oder sie werden quengelig und nör- aelig vor Abgespanntheit, oder sie wollen alle Augenblick etwas anderes essen und trinken.

Das beste Vorbeugungsmittel gegen solche un­liebsamen Reiseüberraschungen ist eine vernünftige und umsichtige Vorbereitung für die Reise. Vor allem wird eine Mutter sich schon lange vor­her mit ihren Kindern zusammen aus die bevor­stehende Reise freuen. Die Kinder brauchen nichts davon zu wissen, eine wie mühevolle Stra­paze es für eine Mutter ist, mit all ihren Kindern sich auf eine stundenlange Bahnfahrt zu begeben.

Um Die Kinder unterwegs verhältnismäßig ruhig zu halten, ist es empfehlenswert, vor Antritt der Reise festzustellen, welche Spielsachen unter ihnen gerade besonders beliebt sind, auch wenn es im Format unbequem zu transportierende Dinge sind, so lohnt sich die kleine Mühe, die es macht, sie im Handgepäck mitzunehmen, denn die Kinder können nicht dauernd aus dem Fenster sehen, es ist durchaus notwendig, daß sie Gegenstände in greifbarer Nähe haben, die imstande sind, sie aus­reichend zu interessieren und zu fesseln. Geduld- s p i e l ch e n sind für die Eifenbahnfahrt wie ge­schaffen, lustig und unterhaltend. Sie müssen natür­lich neu sein, für wenige Pfennige kann man sich und den Kindern die Freude machen, solch ein neues Spielchen heimlich in den Manteltaschen zu verstecken, die sie dann während der Fahrt mit aroßer Begeisterung entdecken und sich dann längere Zeit konzentriert damit befassen.

Die größeren Kinder sollten nach Möglichkeit jeder seinen eigenen Rucksack haben, in dem alles enthalten ist, was sie unterwegs brauchen: Butterbrote, Obst, Spiele, Waschzeug, Handarbeiten, ein Buch und Bilderzeitschriften. Sie dürfen sich damit ganz selbständig einteilen, das gibt ihnen ein Gefühl von Verantwortung und Freiheit und bringt die Kinder auf den Einfall, das für die Eisenbahn geeignetste Spiel zu spielen, nämlich: E r w a ch s e n s e i n ! Es ist erstaunlich wie ver­nünftig die Kinder sind, wenn man sie vernünftig nimmt!

Zweijährige sind natürlich am schwersten auf einer Bahnfahrt ruhig zu halten, namentlich wenn sie lebhaften Temperaments sind und nach allen nur erreichbaren Gegenständen: Knöpfen, Schrau­ben, Aschenklappen greifen und nur zu oft die Mit­reisenden belästigen, nervös machen und zur Ver­zweiflung bringen. Für die immer wieder schmutzi­gen Hände ist es angebracht, ein feuchtes Handtuch jederzeit bereit zu haben. Für ein Zweijähriges muß natürlich ein Töpfchen mitgenommen werden, da die Erkältungsgefahr bei einem so kleinen Kind auf dem zugigen Eisenbahn-W. C. zu groß ist.

Viele Mütter werden die Erfahrung gemacht haben, daß es nicht das Unb e q ue mft e ist mit einem Säugling zu reifen. Ein Wagen­abteil mit einem Baby wird von den Mitreisenden meistens gemieden. Die Menschen sind nun einmal babyscheu. Andere dagegen sind wieder besonders hilfsbereit und rücksichtsvoll. Für die gebrauchten Windeltücher, die man fest einrollt und in em Stück imprägnierten Stoff einwickelt, hat man am heften einen Wachstuchhandkoffer oder eine eigens dafür vorgesehene Tasche zur Hand. Hauptsache ist, daß die Mutter sich nicht aufregt und erschrocken ist, wenn ihr Baby manchmal brüllt. Denn daß die Mutter die Nerven nicht verliert, ist die Hauptsache.

Das gesteigerte Trinkbedürfnis der Kin- Ler, das erfahrungsgemäß sehr bald, nachdem der Lug sich in Bewegung gesetzt hat, auftritt, dämmt man am besten ein, indem man reichlich Zitronen mitnimmt, die man auf die Hälfte schneidet und Die Kinder aussaugen läßt. Das stillt besser den

Dürft als unbeschreiblich viele Limonaden oder Wasser.

Das größte Reizmittel während der Fahrt und der Mittelpunkt des Interesses für die Kinder ist und bleibt aber immer derPlatzam Fenster! Das ewig belebte und sich verändernde Bilderbuch, das sich unmittelbar vor den Kinderaugen auftut: die Wälder, die wechselnden Landschaften und nicht zuletzt das bunte Treiben auf den Stationen: der Herr mit der roten Mütze, der Zeitungsoerkäufer, der Obft-Schokoladen-Bonbonwagen, der Würstchen­ausrufer und der Gepäckträger, alles wird dem kindlichen Gemüt ein Erlebnis!

Erzählt man den Kindern, daß es sich in der Eisenbahn beim Wiegengesang der gleichmäßig ratternden Räder wunderbar schlafen läßt, so sind

die Kinder von vornherein darauf eingestellt und neugierig darauf, es auszuprobieren. Durch die Fülle der ungewohnten Eindrücke werden sie leicht nörgelig und quengelig; es liegt an der Mutter, ihnen rechtzeitig, noch bevor dieser Zustand eintritt, zu einem Eisenbahnschläfchen Lust zu machen.

Hauptsache ist, daß die Mutter Herr der Situation ist, und die Mühen, die eine Reise mit Kindern mit sich bringt, freudig auf sich nimmt. Das beste Rezept über Schwierigkeiten hinweg zu kommen ist: sich in sie zu verlieben! Solange wir dazu imstande sind, sind wir jung. Und das ist ja eine der großen Geschenke, die uns unsere Kinder bescheren: das Jungsein und mit ihnen: Jung­bleiben!

Wanderfahrten.

Bieber GrohenRolhenberg Obermühle Dünsberg Fellingshausen Krofdorf.

Wir beginnen unsere Wanderung in Bieber und gehen zunächst gelben Andreaskreuzen nach, die uns hinter dem Ort in die Höhe führen. Nach Heber» querung eines Feldes kommen wir zum Wald (an dessen Eingang hübscher Rückblick), durchschreiten diesen und treffen später gelbe Striche, denen wir nach rechts folgen. Auf aussichtsreichen Wegen, na­mentlich fesseln die Blicke auf den Dünsberg sowie auf Königsberg, kommen wir bei der Obermühle in das Biebertal, überschreiten dieses, um auf der anderen Seite, immer den Strichen nachgehend, in stetem Anstieg über drei Ringwälle den Gipfel des Dünsbergs zu erreichen. Nachdem wir uns erfrischt und uns an der prachtvollen Rundschau vom Turm erfreut haben, folgen wir jetzt roten Strichen, die uns hinab nach dem anmutig im Talgrund gelegenen Fellingshausen bringen und hierauf auf guter Land­straße nach Krofdorf, um mit dem Postauto heimzu­

fahren. Die Wanderung dürfte in vier Stunden zu machen fein.

Braunfels Philippslein Weilburg.

Mit Sonntagsfahrkarte Weilburg fahren wir bis Station Braunfels, wandern von hier durch den reizenden Mühlengrund bis Braunfels. Nach Be­sichtigung der Stadt und des herrlichen Schlosses gehen wir durch die Vorstadt St. Georgen und ver­folgen die Straße links im schönen Möttbachtal hin­auf nach Philippstein. Von der Burg sind nur noch der runde Bergfried und einige Mauerstücke vor­handen. Nun gehen wir den aussichtsreichen Fahr­weg rechts aufwärts durchs Feld, erreichen nach einiger Zeit die Weilburger Straße, die durch präch­tigen Wald, später bei der Dicken Linde an der Wegkreuzung links am Weilburger Tiergarten hin­ab nach Weilburg führt, unterwegs schöne Blicke über den Westerwald bis zum Taunus gewährend. Das durch seine unvergleichlich schöne Lage ausge­zeichnete, von seinem Schloß beherrschte Weilburg birg noch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dauer der Wanderung vier Stunden.

Besuch am Chiemsee.

Von Wilhelm Hausenstein.

Er ist groß und zart. Es gibt Morgen und Abende, wo er, von Westen nach Osten hin, am Gebirg vorüber angeschaut, die Weite eines Meeres zu haben scheint. Man kann das östliche Ufer aus den Augen verlieren. Doch auch von Norden nach Süden gesehen, von der Anhöhe bei Gstad herab und mit dem kräftig-eleganten Hintergrund der Kampenwand, also recht in feinen deutlichsten Gren­zen aufgefaßt, verliert er nichts von feiner Größe. Und also an diesem See, um seine Größe her und mitten in ihr wird man niemals jenes Gefühls verlustig, das einen Zustand edlen Behagens, zarten Vertrauens verbürgt: immer erlaubt dieser große, dieser bedeutende See, er, der so im geistigen wie im sinnlichen Maße weit ist, intime Empfindungen. Wer die Vereinigung des Innigen und Zärtlichen mit dem Großen liebt, die Verbindung des Lieb­lichen mit dem schier Grenzenlosen, der wird diesen See suchen müssen und lieben. Ihn wahrlich nicht minder als den Bodensee! Freilich denke ich jetzt nicht an die stürmischen Augenblicke. Sie sind schlimm; schlimmer wohl als auf irgendeinem der bayerischen Seen. Seine Weite kann schrecklich sein. An trüben Tagen kann sie im Faden vergehen. An diese Augenblicke denke ich nicht. Ich entsinne mich jetzt der ruhigen, sonnigen Tage: jener Abende, da die Salzburger Alpen ganz hinten, jenseits des Südostusers, in der rosig-goldenen Luft verglühn und in ihr aufzugehen scheinen mit einer groß­artigen Liebenswürdigkeit; an die Pfingsttage denke ich, wo die Wiesenraine der Ufer voller Blüten stehn. Dann ist der Chiemsee groß und zart im selben Augenblick. Und daß dies sein kann, ist wunderbar wie ein Märchen.

*

Die Fremden kennen ihn fast nur vom Hoch­sommer: wenn Ferien sind, wenn man in seinem linden Wasser habet. Wer Sommers dort ist, sollte sich vornehmen, ihn im Frühjahr wiederzusehen. Dann wird der Fremde durch ein Geschäume von Obstblüten streifen; das Land am Bodensee kann keinen süßer blühenden Baumfrühling haben, als diese Oase in der sonst zumeist rauhen Herrlichkeit Oberbayerns. In früheren Jahren liebte man auch die Winter des Chiemsees; man befuhr die gefrore­nen Flächen mit dem Schlittschuh und sah im Gebirge drüben die kalte Bläue der Schatten im

Schnee und die wundersam falsche Glut der Zipfel in der frühen Abendsonne. Aber dies scheint vorbei wie die klassischen Winter überhaupt und wie alle Klassik der Jahreszeiten.

Die Herreninsel ist ein kleines Fürstentum, und wenn ich der Napoleon von Bayern wäre, würde ich mich auf dieses Elba verbannen lassen. Man braucht Stunden, um die Insel abzulausen, in die Quer und Länge; Wiesen wechseln mit Park und Forst; Straßen führen an weidenden Kuh­herden vorüber; Waldwege lenken den Schritt an­genehm im Zwecklosen umher. Man kann die Insel richtig verwalten, und wenn man in die muster­haften Ställe schaut, wo die kauenden Tiere ruhig im Schatten stehen, so sieht man befriedigt, daß es geschieht. Aber das Allerschönste auf der Herren- insel: der alte Baumgarten vor dem alten, gelb­lichen Stiftsgebäude, in der Wärme der durch­sonnten Südmauern, und um die Ecke hin der Platanengarten, der ein Salon im Freilicht ist. Hier ist der Süden in den Norden hineingedichtet von der zivilisierenden Kraft vornehmer Kleriker, die im römischen Strahl standen. Sie sind tot; ihr Stift ist profan geworden; aber ihre edlen Bäume stehn, und die fortdauernde feine Pflege des Baumgartens und der Baumhalle ist von ihren in silbriger Luft unsichtbar umherschwebenden Seelen, lichten Seelen, silbrigen Seelen, freundlich gesegnet. Ihr solltet auch einmal in das alte Schloß hineingehen, wo sie zusammen waren.

Die nahe Fraueninsel ist um eine köstliche alte Linde geordnet. Es ist wohltätig, dort zu sitzen und über dem bißchen Land des sauberen Dörfchens die Fischernetze trocknen zu sehen ober sich darüber zu wundern, daß die Farben der Ruderboote, Ori­ginal und Spiegelbild im Wasser, so scharf, ja fast hitzig sind... Dies Paradies enthält seitwärts eine Merkwürdigkeit von fast furchtbar bannender Kraft: das uralte Portal der Kirche von Frauenchiemsee. Es ist romantisch. Es ist in meiner Erinnerung tief rotviolett. In einem Maß ist es romantisch, in einem Ur-Sinn, daß es anmutet wie ein allererster Versuch ungeschlachter Heiden, ein noch schlecht arti­kuliertes Wort des christlichen Glaubens auszu­sprechen. Ja, dies Tor mutet an, wie ein noch heid-

discher Opferort, und man wundert sich, daß an den Säulen und Tympanon nicht Blut herunterläuft von vorchristlichen Opfern an unfreundliche Götter.

Wer die Beine rühren mag, der soll, nachdem ihn erst das nette, weihe Schiff nach Seebruck im Nordosten getragen hat, nach dem alten K l o st e r Seeon wandern. Es liegt nach Norden hin in einer verwunschenen Jenseitigkeit, die von keiner Bahn erreicht, von der eitlen Torheit des Auto­mobils verschmäht wird. Der Gang führt über Straßen, zwischen Feldern und Wäldern hin, auch über kleinere Wege. Eine barocke Turmzwiebel, ein See mit moorig-schwarzem Wasser, umher ge­sättigtes Grün jeder Höhe und Tiefe; es ist ein Bild von Trübner, ins Wirkliche zurückübersetzt. Er hat dort gemalt. Sein straffer Geist geht auch in dieser stillen Milde um, die freilich nicht ohne Alternativen zu sein scheint, nicht ohne Bestimmtheit: es ist ein deutliches, festes Kloster.

Und sonst in der Nähe des Chiemsees wie viele Möglichkeiten! Auserlesenes! Man ist so nahe bet Rosenheim und also nahe an Wasserburg, das als eine italienische Stadt in einer von sandig- falben Hochufern umschlossenen Schleife des milchig­grünen und schwerflüssigen Inns gelegen ist. Burghausen an der Salzach ist zu erreichen, Salzburg ist nahe. Ein Ausflug von früh bis spät jeweils, vielleicht einmal ein voller Tag mit einem Uebernadjten im Umlauf von vierundzwanzig Stunden gestattet die reichsten Erkundungen. Von den Fischen des Chiemsees, die den Gasthöfen beider Inseln eine besondere Anziehung geben, zu den Bachforellen von Schelleberg zwischen Salzburg und Berchtesgaden auszufahren, lohnt der Zunge und dem Geist, der eine Zunge ebenso zu lenken wie ihr zu gehorchen weiß. Berchtesgaden ist nicht nur eine Sommerfrische, sondern auch ein alter geistlicher Vorort mit einer schönen roman­tischen Kirche aus rotem Marmor, mit einem blütenweißen Rokokoschloß dicht daneben, einem heiteren, geistlichen Schloß von ehedem, "und mit einem frühmittelalterlichen Kreuzgang voll naiv- schwerer Spiele einer ungelenken Bildnerei an den Säulenhäuptern. Mitten in so viel Freiheit der Natur tut es sehr wohl, sich wieder einmal in fest- umschlossenen Platz zu fassen, wie Kreuzgang und Kirchplatz es sind ...

Der Weg zum Fjord des Königsees wird jn der Bahn nach Minuten gemessen; von Sankt Bartholomä, den frischgesottenen Saibling auf dem Teller, den mächtigen und Hellen Stein des Watzmanns anzusehen, gehört zu den kostbarsten Gelegenheiten des Landes. Es gibt zwischen Salz­burg und Prien das hübsche Traunstein, und abseits von dem Städtchen ist die Einsamkeit des Waginger Sees ein Bild ursprünglicher Be­schaffenheit der oberbayerischen Landschaft. Es gibt in nächster Nähe des Chiemsees den stillen S i m - s e e. Dem, der steigen mag, ist die Kampen­wand ein ernstes, anstrengendes Ziel. Dem an­deren geben Ausflüge zu ebener Erde nach Hohenaschau und M a r q u a r t ft e i n be­wegte Tage; doch darf er getrost den Markt Prien und das alte innere Rosenheim seiner Umsicht für wert erachten! Die Bahn zum Wendel- ft e i n erlaubt ihm, mit aller Bequemlichkeit den grünen See, in dem er gestern schwamm, von oben zu betrachten und sich "über das kleine Maß zu wundern, in das die Ferne alle Dinge der Erde so schnell zusammenzieht. *

Das Licht am See geht ins blondliche Helle. Der Landschaft ist die moorige Schwere anderer baye­rischer Bezirke nicht zur Regel gegeben. Die Land­schaft des Chiemsees trägt einen unbegreiflichen Schimmer von Westen.- Oder macht den zarten Reiz seiner Größe ein Hauch aus dem nahen, geschmeidi­geren, lieblicheren Oesterreich? Und wirklich mag die geistliche Zivilisation der beiden Klöster dieser Natur eine besondere Liebenswürdigkeit mitgeteilt haben: die Liebenswürdigkeit einer heiterschimmern- den Katholizität, einer mozartischen Messe trotz der düsteren, alle Schwermut aufrührenden Naivität des romantischen Portals auf Frauenchiemsee, das dunkelviolett rot in der Erinnerung steht wie das Zeichen einer Tragödie vor unvordenklichen Ahnen­zeiten.

Reifewinke.

Was bringt der August in Bad-Nauheim?

Der August ist der Höhepunkt der Bad-Nauheimer Sommerveranstaltungen. Mit einem Rosenfest am 3. August fängt der frohe Reigen der Feste an. Gleichzeitig mit dem Rofenfest finden auf dem schönen Nauheimer Golfplatz am großen Teich offene

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