England beschleunigt seine Aufrüstung in der Lust
zu
betreiben.
den
seines Vaters im September 1922 den griechischen Thron, mußte jedoch selber bereits 1924 abdanken. Am 25. März 1924 wurde in Griechenland die Republik errichtet. Georg lebt seitdem in Bukarest.
'der König übt größte Zurückbaitung.
Eine Erklärung des Kabinetts Tsaldaris Wechsel der Regierungsreform im Augenblick nicht aktuell.
Paris, 26. April. (DRV.) Der sowjetrussische Botschafter in Paris, P o t e m k i n, hatte am Frei- tagabend eine Unterredung mit dem französischen A u ß e n m i n i st e r. Die Unterredung hat eine Stunde gedauert. Potemkin erklärte beim Verlassen des Quai d'Orsay, daß sich beide Regierungen grundsätzlich einig seien. Es seien nur noch einige redaktionelle Schwierigkeiten zu klären, weshalb bei den kommenden Besprechungen auch die Sachverständigen mit herangezogen werden sollen. Die nächste Zusammenkunft 'ist auf Samstag vormittag angesetzt. Die Paktverhandlungen sollen am Samstag soweit gefördert werden, daß der M i n i st e r r a t bereits am Dienstag seine endgültige Entscheidung treffen könnte. Die Hauptschwierigkeit besteht laut „Petit Parisien" weiterhin in der Suche nach einer Formel, die das Urteilsrecht des Dölkerbundsrates mit der Notwendigkeit schnellen Beistandes im Falle eines plötzlichen Angriffs in Einklang bringt. „Oeuvre" mahnt zur Eile, weil andere Mächte, so Polen mit Unterstützung Italiens sich in die Verhandlungen e i n z u m i s ch e n versuchen, unter der Vorspiegelung, die Politik der Zusammenarbeit a u f verbreiterter Grundlage wieder aufnehmen zu wollen. Der Wert des Abkommens werde an den praktischen Folgen zu ermessen sein, so u. a.
haben mögen, müßten sich auf d e r s e l b e n ehemaligenGrundlage zusam m e n f i n d e n mit dem
zur Friedensfrage Stellung. Sie gibt der Hoffnung, bandes, auf welcher Seite sie auch immer gekämpft Ausdruck, daß es möglich sein werde, einen st ä n -1 haben mögen, müßten sich auf derselben digen Weltverband der € 1, v... a I wri _. , . . M
Frontsoldaten zur Förderung der Sache des einzigen Ziel, der Verständigung und oem Friedens zu schaffen. Die Mitglieder dieses Ver-^Frieden der Welt zu dienen.
Einigung zwischen Paris und Moskau
Ein Kompromiß in der Krage automatischen Beistands gefunden.
London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) König Georg von Griechenland, der am Freitagabend i n England eingetroffen ist, hat auch hier ähnlich wie in Paris jede Verantwortung für die Gerüchte abgelehnt, daß er zur Rückkehr auf den griechischen Königsthron eingeladen worden sei. Er hat vielmehr verlauten lassen, daß diese Gerüchte unbegründet seien, und im übrigen jede weitere Erklärung hierzu verweigert. Er werde mehrere Wochen in England verbleiben und seine privaten Pläne nicht ändern. Irgendeine weitere Erklärung König Georgs ist auch während seiner Anwesenheit in England nicht zu erwarten, da er sich verpflichtet hat, keinerlei politische Betätigung in England
Athen, 27. Avril (DNB.-Funkspruch.) Zu _ im Auslande erschienenen Mitteilungen über eine
standsprogramm".
3. Wiedereinstellung vieler Spezialarbeiter.
4. Ausweitung des Metallflugzeugbaues zur Erleichterung von Massenherstellung.
Der diplomatische Mitarbeiter des „New Chro- nicle", Vernon Bartlett, b e st ä t i g t die Mitteilungen des „Daily Telegraph" über das englische Luftaufrüstungsprogramm.
Die Domimen sollen die englische Lufirüstung verstärken.
London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Die Beschleunigung der englischen Luftaufrüstung wird auch bei den bevorstehenden Besprechungen zwischen der englischen Regierung und den anläßlich des Regierungsjubiläums in London anwesenden M i - nisterpräsidenten der Dominien eine beträchtliche Rolle spielen. Wie die „Daily Expreß" meldet, sollen die Dominien aufgefordert werden, sich in größerem Maße an den Luftrüstungen im britischen Weltreiche zu beteiligen. Damit würden dann englische Flugzeuge, die bisher überseestationiert werden müssen, für die Verteidigung des englischen Heimatlandes verfügbar.
Im Leitartikel des „Daily Telegraph" heißt es u. a., den Besprechungen mit den Dominien- ministern komme eine vermehrte Bedeutung zu angesichts der Tatsache, daß Deutschlands Vorgehen die ganze Lage weitgehend geändert habe. Die Ministerpräsidenten müßten von der englischen Regierung voll und ganz i n s Vertrau en gezogen werden. Ebenso wichtig sei es, daß in der kommenden Unterhausdebatte am Donnerstag die tatsächliche Lage, wie sie der Regierung bekannt sei, klar und rückhaltlos vor die Oeffentlichkeit gebracht werden. Die Regierung müsse die früheren unklaren und überholten Mitteilungen über die deutsche Luftflotte berichtigen und gleichzeitig ihr eigenes Luftprogramm bekanntgeben.
Die britischen Frontkämpfer fordern Frieden und Verständigung. London. 26. April. (DNB.) Die British Legion, eine etwa dem deutschen Kyffhäuser- bund entsprechende Organisation ehemaliger Frontsoldaten, nimmt in einer öffentlichen Erklärung
Die Wiederherstellung der Monarchie in Griechenland wird debattiert.
Griechische Monarchisien-Versammlung in Paris.
Amerika bereitet feine Neutralität für einen Kriegsfall vor.
Ein kommender Krieg soll von Amerika nicht wieder „subventioniert" werden.
sich nicht auf politische Parteien stützt, sondern a u f die Mehrheit des griechischen Volkes, die sich aus sämtlichen politischen Parteien zusammensetzt. Sobald die dringenden nationalen Fragen, die sich aus den jüngsten furchtbaren innerpolitischen Ereignissen ergeben haben, geregelt sein werden, und das griechische Volk die nötige R u h e wieder gefunden haben wird, um frei und kaltblütig urteilen zu können, wird die griechische Regierung nicht zögern, ihm die Frage der Regierungsform vorzulegen, wenn der überwiegende Teil des Volkes dies wünscht. Selbstverständlich wird das Urteil des griechischen Volkes von allen geachtet werden.
Ein erfolgloser Schritt Englands und Frankreichs gegen die Erschießung der griechischen Generale.
London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet, die Gesandten Englands und Frankreichs seien am vergangenen Montag bei der griechischen Regierung dahin vorstellig geworden, daß die Todesurteile gegen die Generäle Papulas und Kommisis nicht durchgeführt werden sollten. Der griechische Außenminister habe diesen „Ratschlag" jedoch a b g e l e h n t. Der Schritt der beiden Regierungen sei bisher durch die griechische Zensur unterdrückt worden. Ministerpräsident Tsaldaris habe der Durchführung der Hinrichtung Wider st and entgegengesetzt, aber infolge seines Krankheitszustandes habe er sich mit seinen Wünschen nicht durchsetzen können.
zu versehen". Das heißt doch, die Wahrheit auf den Kopf stellen! Auch Macdonald will „nicht die ganze Schuld vor Deutschlands Türe abladen", aber wo steht in seinem von falschem Pathos und sittlicher Entrüstung triefenden Zeitungsaufsatz auch nur ein Wort davon, daß Deutschland mit Lammsgeduld anderthalb Jahrzehnte auf die Erfüllung des feierlich gegebenen Abrüstungsversprechens der Alliierten gewartet hat und erst zur Wiederherstellung seiner Wehrhoheit geschritten ist, als es erkennen mußte, daß es betrogen werden sollte, daß die anderen Mächte anstatt abzurüsten, ihre Rüstungen mit allen Errungenschaften der Technik und Forschung vervollkommneten ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Lasten, nur um Deutschland damit rettungslos ins Hintertreffen geraten zu lassen? Wo schreibt Macdonald etwas von den immer und immer wieder feierlich gegebenen Zusicherungen des Führers, daß Deutschland bereit sei bis zum letzten Maschinengewehr abzurüsten, wenn seine Nachbarn das gleiche täten?
Macdonald nimmt es Deutschland übel, daß es feine Forderung auf Wehrfreiheit nicht auf einer Konferenz in Genf vertreten hat „auf Grund einer bloßen Mutmaßung", nicht fair behandelt zu werden. Man wird also Herrn Macdonalds anscheinend geschwächtem Gedächtnis etwas auf die Spur helfen müssen mit der Erinnerung an die Londoner Fünfmächteerklärung, die Deutschland die Gleichberechtigung zuerkannte, aber wenige Monate später durch Barthous berüchtigte Note zerrissen wurde, oder an die Rede des britischen Außenministers in Genf wiederum wenige Monate später, die dann endlich Deutschlands Fortgang von der Abrüstungskonferenz zur Folge hatte. Ist das vielleicht nicht eine Kette von Handlungen, von den Vertrauensbrüchen und Hinterhältigkeiten früherer Jahre ganz zu schweigen, die auch wohl Herr Macdonald, hätte man sie sich feinem eigenen Lande gegenüber erlaubt, kaum als „fair" bezeichnen würde. Der britische Premier erklärt zum Schluß, die Tür für eine ehrenvolle Vereinbarung sei nach wie vor offen. Er wird selbst nicht glauben, daß die Entschließung des Völkerbundsrates, an deren Formulierung er selbst in Stresa mitgewirkt hat, eine Einladung ist, die es Deutschland erleichtert, die Schwelle zu überschreiten. „Haben wir nicht eine große Dummheit gemacht?" fragt offen und ehrlich ein großes englisches Blatt Herrn Macdonald. Sollte der Premier nicht beffer tun, dieser Frage auf ihre innere Berechtigung hin auf den Grund zu gehen, statt zu versuchens durch zweideutige Anklagen, die in Wahrheit Plädoyers für eine unpopuläre Politik sind, sich reinzuwaschen von dem Vorwurf, durch einseitige Stellungnahme die internationale Lage nicht erleichtert zu haben.
Washington, 26. April (DNB.) Angesichts der Entwicklung der politischen Verhältnisse m Europa hat das Staatsdepartement auf Roosevelts Wunsch eine Denkschrift ausgearbeitet, in der das Für und Wider aller im Kriegsfall möglichen Maßnahmen zur Wahrung der Neutralität erörtert wird. Zu einer abschließenden Beurteilung ist man jedoch noch nicht gelangt. Man sucht vielmehr jetzt nach Aeußerungen aus Kreisen der amerikanischen Bevölkerung, da man sich sagt, daß im Kriegsfälle keine Politik durchgehalten werden könne, die auf weitgehenden Widerspruch in der Oeffentlichkeit stoßen werde. Auf der Tagung der amerikanischen Gesellschaft für Völkerrecht, bei der die Neutralitätsfrage den Hauptpunkt des Programms bildet, wird der frühere Außenminister Stimson über diese Frage sprechen. Seine Ansichten sind als eine Art Versuchsballon aufzufassen, um festzustellen, was die Völkerrechtler denken.
Der Präsident der Gesellschaft James Brown Scott, der als Vorsitzender der Neutralitätsbehörde für das Auswärtige Amt reiche Erfahrungen über die Auswirkungen der amerikanischen Neutralität im Weltkrieg gesammelt hat, stellte fest, daß Amerika im Weltkriege alles andere als neutral im idealen Sinne dieses Begriffes gewesen ist. Amerika habe tatsächlich den Krieg „subventioniert", da es Kriegs
material an die Alliierten geliefert, ihnen Geld zur Bezahlung der Lieferungen gegeben und dieses Geld nie zurückerhalten habe. Amerikanische Touristen, die die europäischen Kriegerfriedhöfe besichtigten, könnten nicht ihre Hand aufs Herz legen und erklären, daß sie an diesem Verbrechen keinen Anteil gehabt haben. Ein künftiger Krieg würde noch furchtbarer und allumfassender sein als der letzte, und Amerika dürfe nicht wie- der „Operationsbasis" der Krieg- führenden werden, von der sie alle Materialien und Mittel bezögen. Amerika müsse also nicht so sehr an seine Rechte als an seine Pflichten als neutraler Staat denken und jede Belieferung der Kriegführenden strikt vermeiden. Zu diesem Zweck sei die H e r st e l l u n g von Kriegsmaterial zu verstaatlichen. Kriegsmaterial sollte Amerika künftig auch nicht zum Der- kauf an andere oder zur Verteidigung angeblich neutraler Rechte auf Freiheit der Meere, sondern nur noch zur Verteidigung der Heimat gebrauchen. Was bedeuten die Riesenprofite der Rüstungsindustrie gegenüber den Opfern an Menschenleben, die Amerika im Weltkriege zum Schutze dieser Kriegsgewinnler brachte, so rief Scott aus. Er verlangte, daß Amerika in Zukunft die „Neutralität des guten Nachbarn" proklamiere.
Darlehen aus Neichsmitteln für erwerbslose ältere Angestellte. Berlin, 26. April. (DNB.) Anträge auf Bewilligung von Darlehen aus Reichsmitteln für erwerbslose ältere Angestellte sind künftig beim z u - ständigen Arbeitsamt einzureichen, das die Anträge im Benehmen mit der Fürsorgebehörde prüft. Auskünfte werden von den Arbeitsämtern erteilt; von diesen werden auch die Antragsvordrucke ausgegeber5 Die Darlehen werden nur an ältere Angestellte gegeben, die erwerbslos sind und wegen ihres Alters geringere Aussicht haben, wie- der im Angestelltenberuf unterzukommen. Die Dar- lehen sollen dazu dienen, diesen Personen die Er- rid)tung oder den weiteren Aufbau einer selbst- ständlgen Existenz zu ermöglichen. Der Verwendungszweck muß nachgewiesen werden, auch muß eine ausreichende und einwandfreie Sicherheit (z. B. durch Bürgschaft, dingliche Sicherheit oder durch Abtretung der Ansprüche auf Renten oder rückkaufsfähige Versicherung) geleistet werden.
Polen und die internationale Zusammenarbeit.
Riga, 27. April. (DNB.) Der polnische Gesandte in Lettland, Beczkowicz, erklärte einem Vertreter der „Brihwa Seme", die Genfer Rede des polnischen Außenministers Beck hätte die unbeugsamen Grundsätze der polnischen Politik widergespiegelt. Die Methoden der internationalen Zusammenarbeit schwankten zwischen zwei entgegengesetzten Polen hin und her. Die eine Methode sei die, daß einige wenige Staaten Fragen entschei- oen wollten, die das Lebensinteresse anderer Staaten berührten, womit diese wenigen Staaten versuchten, anderen ihren Willen aufzu- z w i n ge n. Die andere Methode beruhe darauf, den Völkerbund zu einer Art h ö ch st e n internationalen Schiedsgerichtes zu machen. Diese Methode habe ihre negative Seite darin, daß häufig genug über Lebensfragen dritter Staaten von Staaten entschieden werde, denen die behandelten Fragen vollständig fremd seien. Die Aufmerksamkeit werde viel zu sehr auf das Kräftegleichgewicht gelenkt, anstatt die Lebensinteressen der Staaten abzuwägen und zu berücksichtigen.
Polen schenke einer regionalen Zusammenarbeit große Aufmerksamkeit. Dank dieses Grundsatzes hätten beispielsweise die Beziehungen Polens zu den baltischen Staaten eine gewisse Stabilität erreicht. Die abgeschlossenen Nichtangriffsverträge im Osten hätten die Grundlage für diese Beständigkeit geschaffen. Bei dieser Aufgabe hätten sich diejenigen Staaten, die heute so eifrig bemüht seien, eine Atmosphäre der Friedenssicherung für Osteuropa zu schaffen, völlig gleichgültig verhalten oder sogar die Verhandlungen g e st ö r t. Die einzig fruchtbare Methode für eine internationale Zusammenarbeit sei dieAchtungderLebensinteressenaller Staaten. Das sei der Standpunkt der polnischen Regierung, die polnische Politik werde keinem Druck nachgeben, von welcher Seite er auch kommen möge.
Italienisch — Unterrichtssprache in den österreichischen Schulen.
Wien, 26. April. (DNB.) In einer Pressekonferenz machte der Staatssekretär für Unterricht Dr. P e r n t e r Mitteilungen über die geplante Reform des Schulwesens. Allgemein wurde Italienisch mit den beiden anderen großen Fremdsprachen Englisch und Französisch gleichgesetzt, so daß der Schüler zwischen diesen wählen kann. Gelehrt werden immer zwei Fremdsprachen, beim rein humanistischen Gymnasium drei, da zu Latein und Griechisch eine moderne Sprache kommen werde. Für die Hochschule werde ebenfalls eine Reform vorbereitet, die eine Vertiefung des Studiums und eine stärkere Beeinflussung der Hochschuljugend „im Geiste des herrschenden Systems" zum Gegenstand haben werde.
Brüsseler Weltausstellung 1935.
Die Brüsseler Weltausstellung 1935 wird heute, Samstag, feierlich vom König in Anwesenheit des gesamten diplomatischen Korps, der Regierung und der Spitzen der Behörden eröffnet. Rund 30 Länder beteiligen sich an der Ausstellung, die alle wichtigen Zweige der Technik, Wissenschaft und Kunst umfaßt. Auf technischem Gebiete werden
London, 27. April. (DNB. - Funkspruch.) Die englische Regierung plant, wie „Daily Telegraph" berichtet, eine weitgehende Beschleunigung und Revision ihres Aufrü st ungs Programmes in der Luft. In Whitehall (Kriegsministerium) werde bereits am Montag eine Ministerbesprechung stattfinden, es bestehe wenig Zweifel, daß das Kabinett das vom Luftrat vorbereitete umfangreiche Aufrüstungs - Programm a n n e h m e n werde. Die neuen englischen Aufrüstungspläne werden vom „Daily Telegraph" nach der Methode des berüchtigten Weißbuches ausschließlich mit der deutschen Luftaufrüstung begründet, deren „große Ausdehnung" man in England erst jetzt erkannt habe. Die auf Donnerstag angesetzte Unterhaus - Aussprache über die europäische Lage werde durch diese Tatsache eine ganz besondere Bedeutung erhalten, die englische Regierung habe durchaus die Absicht, auf keinen Fall hinter den Luftrustungen irgendeines Landes in der Reichweite der englischen Küste zurückzustehen.
Das vom englischen Luftrat vorbereitete beschleunigte Luftaufrüstungsprogramm sieht folgende industriellen Maßnahmen vor:
1. Gewisse Aenderungen in den Herstellungsmethoden und sogar ein gewisses Opfer an Sicherheitsfaktoren zugunsten der Beschleunigung. Für gewisse Bomberklassen wird möglicherweise e i n höheres Ladegewicht zugelassen.
2. Ausweitung der Industrie und Bereithaltung einer Höchstzahl von Jndustriefirmen für ein „Not-
am Austausch von technischen Missionen bei den zuständigen Organen für die Landesverteidigung usw. „Echo de Paris" hält die französischen Bedenken gegen das sogenannte automatische Inkrafttreten des Paktes für unwesentlich. Einen solchen Fall werde es gar nicht geben, denn niemals werde sich eine Regierung ihre Vorrechtes begeben, souverän die Ereignisse zu beurteilen. Wichtig bleibe, daß der militärische Mechanismus, der etwa in der Zusammenarbeit geschaffen werde, unablässig vervollkommnet werde.
Herriot von Kommunisten ausgepfiffen.
Paris, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Edouard Herriot, der eifrigste Befürworter eines Bündnisses mit Sowjetrußland, findet bei den französischen Kommunisten keinen Anklang. Als er am Freitag in Lyon in einer Wahlversammlung das Wort ergriff, wurde er ausgepfiffen und verantwortlich gemacht fürdie Einführung der zwei- jährigen Dien st zeit, die zum Kriege führen müsse. Herriot versuchte seine Gegner mit der Erklärung zu ködern, daß er doch nach Sowjet- rußland gegangen sei und dort einen ehrenden Empfang erhalten habe. Nichtsdestoweniger setzten die Kommunisten im Saale ihr Pfeiskon^ert fort, so daß der Staatsminister sich gezwungen sah, die Versammlung aufzuheben.
insbesondere die neuen Schöpfungen des Verkehrswesens, der Elektrizitätswirtschaft und des Funkwesens von den ausstellenden Ländern gezeigt werden. Einen breiten Raum nehmen die kulturellen Schöpfungen ein. Ein nach dem verstorbenen König benanntes Albertinum beherbergt u. a. ein Zeißsches Planetarium. Ein reichhaltiges Programm nationaler und internationaler Veranstaltungen ist für die Dauer der Ausstellung, die im Herbst ihre Pforten wieder schließen wird, vorgesehen. Die sportlichen Veranstaltungen werden am Sonntag mit dem großen Fußballänderwettkampf Belgien gegen Deutschland im Heyssel-Stadion eröffnet, das mit seinen 75 000 Plätzen unmittelbar am Ausstellungsgelände liegt.
P a r i s , 26. April. (DNB.) Der frühere König Georg II. von Griechenland ist am Mittwoch von Indien kommend, in Paris eingetroffen und hat bei seinem Onkel Prinz Georg von Griechenland Wohnung genommen. Die Pariser Presse will erfahren haben, daß am Donnerstag eine Geheimsitzung griechischer Monarchisten in Paris stattgefunden habe, an der auch Mitglieder des griechischen Parlaments teilgenommen hätten. Dem König sei hierbei die Rückkehr nach Griechenland und die Wiedereinsetzung auf den Thron vorgeschlagen worden. König Georg II. habe den Wunsch nach einer liberalen konstitutionellen Monarchie ähnlich der englischen geäußert. Man habe sich aber entschlossen, die Frage erst nach den Neuwahlen in Griechenland aufzurollen, wo die Königspartei die Mehrheit zu erringen hoffe.
Aus der Umgebung Königs Georg II. werden diese Nachrichten der Pariser Presse dementiert. Havas gibt folgende Erklärung aus der Umgebung des Königs wieder: Die Nachricht, nach der König Georg II. beschlossen habe, sein Exil aufzugeben und nach Griechenland zurückzukehren, entbehre jeder Grundlage. Es sei dem König unbekannt, ob eine Versammlung griechischer Monarchisten aus diesem Anlaß stattgefunden habe. Aus der Umgebung des Königs verlautet weiter, König Georg habe in Paris zwar keine Erklärungen abgegeben, aber man könne feine Stellungnahme dahin kennzeichnen, daß ernurdann nach Griechenland zurückkehren werde, wenn die griechische Volksvertretung ihn in den gesetzlich vorgesehenen Formen zur Rückkehr auffordere. Am 19. Mai sollen in Griechenland Wahlen stattfinden. Wenn die neue Volksvertretung,- die am 19. Mai gewählt werden soll, sich als v e r - fassungsgebendeVersammlung erkläre, und an den ehemaligen Herrscher Griechenlands appelliere, werde dieser sich seiner Pflicht nicht entziehen.
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König Georg ist der älteste Sohn des am 11. Januar 1923 im Exxil gestorbenen Königs Konstantin und der Königin Sophie, einer Schwester des ehemaligen deutschen Kaisers. Georg ist 1890 geboren und seit 1921 mit der Prinzessin Elisabeth von Rumänien, einer Schwester König Karols II. und der Königinmutter Maria von Südslawien verheiratet. Georg bestieg nach dem Thronverzicht
Versammlung der griechischen Monarchisten in Paris, gab der stellvertretende Ministerpräsident K o n d y l i s, nachdem er mit dem Mini- fterpräiidenten Tsaldaris gesvrochen hatte, den ausländischen Pressevertretern folgende Erklärung: Bekanntlich ist in Griechenland seit dem 25. März 1924 die republikanische Regierungsform eingeführt, die von sämtlichen politischen Parteien anerkannt wurde. Bis zum gegenwärtigen Augenblick ist die Frage einer Aenderung der Regierungsform nicht aufgeworfen worden. Die Regierung hat Wahlen für eine Nationalversammlung ausgeschrieben. Die Regierung ist der Ansicht, daß die Frage der Regierungsform nicht den Genen- ft and von Partei st reitigkeiten bilden darf. Die Streitigkeiten der Parteien schaffen den verschiedenen Regierungsformen nur Feinde. Es liegt im nationalen Interesse, daß die Regierung


