Einzelbild herunterladen

England beschleunigt seine Aufrüstung in der Lust

zu

betreiben.

den

seines Vaters im September 1922 den griechischen Thron, mußte jedoch selber bereits 1924 abdanken. Am 25. März 1924 wurde in Griechenland die Re­publik errichtet. Georg lebt seitdem in Bukarest.

'der König übt größte Zurückbaitung.

Eine Erklärung des Kabinetts Tsaldaris Wechsel der Regierungsreform im Augenblick nicht aktuell.

Paris, 26. April. (DRV.) Der sowjetrussische Botschafter in Paris, P o t e m k i n, hatte am Frei- tagabend eine Unterredung mit dem franzö­sischen A u ß e n m i n i st e r. Die Unterredung hat eine Stunde gedauert. Potemkin erklärte beim Ver­lassen des Quai d'Orsay, daß sich beide Regie­rungen grundsätzlich einig seien. Es seien nur noch einige redaktionelle Schwierig­keiten zu klären, weshalb bei den kommenden Besprechungen auch die Sachverständigen mit herangezogen werden sollen. Die nächste Zusam­menkunft 'ist auf Samstag vormittag ange­setzt. Die Paktverhandlungen sollen am Samstag soweit gefördert werden, daß der M i n i st e r r a t bereits am Dienstag seine endgültige Ent­scheidung treffen könnte. Die Hauptschwierigkeit besteht lautPetit Parisien" weiterhin in der Suche nach einer Formel, die das Urteilsrecht des Dölkerbundsrates mit der Notwendig­keit schnellen Beistandes im Falle eines plötzlichen Angriffs in Einklang bringt.Oeuvre" mahnt zur Eile, weil andere Mächte, so Polen mit Unterstützung Italiens sich in die Verhand­lungen e i n z u m i s ch e n versuchen, unter der Vor­spiegelung, die Politik der Zusammenarbeit a u f verbreiterter Grundlage wieder aufneh­men zu wollen. Der Wert des Abkommens werde an den praktischen Folgen zu ermessen sein, so u. a.

haben mögen, müßten sich auf d e r s e l b e n ehemaligenGrundlage zusam m e n f i n d e n mit dem

zur Friedensfrage Stellung. Sie gibt der Hoffnung, bandes, auf welcher Seite sie auch immer gekämpft Ausdruck, daß es möglich sein werde, einen st ä n -1 haben mögen, müßten sich auf derselben digen Weltverband der 1, v... a I wri _. , . . M

Frontsoldaten zur Förderung der Sache des einzigen Ziel, der Verständigung und oem Friedens zu schaffen. Die Mitglieder dieses Ver-^Frieden der Welt zu dienen.

Einigung zwischen Paris und Moskau

Ein Kompromiß in der Krage automatischen Beistands gefunden.

London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) König Georg von Griechenland, der am Freitagabend i n England eingetroffen ist, hat auch hier ähnlich wie in Paris jede Verantwortung für die Gerüchte abgelehnt, daß er zur Rück­kehr auf den griechischen Königsthron eingeladen worden sei. Er hat vielmehr verlauten lassen, daß diese Gerüchte unbegründet seien, und im übrigen jede weitere Erklärung hierzu verweigert. Er werde mehrere Wochen in England verbleiben und seine privaten Pläne nicht ändern. Irgendeine weitere Erklärung König Georgs ist auch während seiner Anwesenheit in England nicht zu erwarten, da er sich verpflichtet hat, keiner­lei politische Betätigung in England

Athen, 27. Avril (DNB.-Funkspruch.) Zu _ im Auslande erschienenen Mitteilungen über eine

standsprogramm".

3. Wiedereinstellung vieler Spezialarbeiter.

4. Ausweitung des Metallflugzeugbaues zur Er­leichterung von Massenherstellung.

Der diplomatische Mitarbeiter desNew Chro- nicle", Vernon Bartlett, b e st ä t i g t die Mitteilun­gen desDaily Telegraph" über das englische Luft­aufrüstungsprogramm.

Die Domimen sollen die englische Lufirüstung verstärken.

London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Die Beschleunigung der englischen Luftaufrüstung wird auch bei den bevorstehenden Besprechungen zwischen der englischen Regierung und den anläßlich des Regierungsjubiläums in London anwesenden M i - nisterpräsidenten der Dominien eine beträchtliche Rolle spielen. Wie dieDaily Ex­preß" meldet, sollen die Dominien aufgefordert werden, sich in größerem Maße an den Luftrüstun­gen im britischen Weltreiche zu beteiligen. Damit würden dann englische Flugzeuge, die bisher über­seestationiert werden müssen, für die Vertei­digung des englischen Heimatlandes verfügbar.

Im Leitartikel desDaily Telegraph" heißt es u. a., den Besprechungen mit den Dominien- ministern komme eine vermehrte Bedeutung zu an­gesichts der Tatsache, daß Deutschlands Vor­gehen die ganze Lage weitgehend ge­ändert habe. Die Ministerpräsidenten müßten von der englischen Regierung voll und ganz i n s Vertrau en gezogen werden. Ebenso wich­tig sei es, daß in der kommenden Unterhaus­debatte am Donnerstag die tatsächliche Lage, wie sie der Regierung bekannt sei, klar und rück­haltlos vor die Oeffentlichkeit gebracht werden. Die Regierung müsse die früheren unklaren und über­holten Mitteilungen über die deutsche Luftflotte berichtigen und gleichzeitig ihr eigenes Luftprogramm bekanntgeben.

Die britischen Frontkämpfer fordern Frieden und Verständigung. London. 26. April. (DNB.) Die British Legion, eine etwa dem deutschen Kyffhäuser- bund entsprechende Organisation ehemaliger Front­soldaten, nimmt in einer öffentlichen Erklärung

Die Wiederherstellung der Monarchie in Griechenland wird debattiert.

Griechische Monarchisien-Versammlung in Paris.

Amerika bereitet feine Neutralität für einen Kriegsfall vor.

Ein kommender Krieg soll von Amerika nicht wiedersubventioniert" werden.

sich nicht auf politische Parteien stützt, sondern a u f die Mehrheit des griechischen Volkes, die sich aus sämtlichen politischen Parteien zu­sammensetzt. Sobald die dringenden nationalen Fragen, die sich aus den jüngsten furchtbaren inner­politischen Ereignissen ergeben haben, geregelt sein werden, und das griechische Volk die nötige R u h e wieder gefunden haben wird, um frei und kaltblütig urteilen zu können, wird die griechische Re­gierung nicht zögern, ihm die Frage der Re­gierungsform vorzulegen, wenn der über­wiegende Teil des Volkes dies wünscht. Selbst­verständlich wird das Urteil des griechischen Volkes von allen geachtet werden.

Ein erfolgloser Schritt Englands und Frankreichs gegen die Erschießung der griechischen Generale.

London, 27. April. (DNB. Funkspruch.)Daily Telegraph" berichtet, die Gesandten Eng­lands und Frankreichs seien am vergange­nen Montag bei der griechischen Regie­rung dahin vorstellig geworden, daß die Todesurteile gegen die Generäle Papulas und Kommisis nicht durchgeführt werden sollten. Der griechische Außenminister habe diesen Ratschlag" jedoch a b g e l e h n t. Der Schritt der beiden Regierungen sei bisher durch die griechische Zensur unterdrückt worden. Ministerpräsident Tsaldaris habe der Durchführung der Hinrich­tung Wider st and entgegengesetzt, aber infolge seines Krankheitszustandes habe er sich mit seinen Wünschen nicht durchsetzen können.

zu versehen". Das heißt doch, die Wahrheit auf den Kopf stellen! Auch Macdonald willnicht die ganze Schuld vor Deutschlands Türe abladen", aber wo steht in seinem von falschem Pathos und sittlicher Entrüstung triefenden Zeitungsaufsatz auch nur ein Wort davon, daß Deutschland mit Lammsgeduld anderthalb Jahrzehnte auf die Erfüllung des feier­lich gegebenen Abrüstungsversprechens der Alliierten gewartet hat und erst zur Wiederherstellung seiner Wehrhoheit geschritten ist, als es erkennen mußte, daß es betrogen werden sollte, daß die anderen Mächte anstatt abzurüsten, ihre Rüstungen mit allen Errungenschaften der Technik und Forschung ver­vollkommneten ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Lasten, nur um Deutschland damit rettungslos ins Hintertreffen geraten zu lassen? Wo schreibt Mac­donald etwas von den immer und immer wieder feierlich gegebenen Zusicherungen des Führers, daß Deutschland bereit sei bis zum letzten Maschinen­gewehr abzurüsten, wenn seine Nachbarn das gleiche täten?

Macdonald nimmt es Deutschland übel, daß es feine Forderung auf Wehrfreiheit nicht auf einer Konferenz in Genf vertreten hatauf Grund einer bloßen Mutmaßung", nicht fair behandelt zu wer­den. Man wird also Herrn Macdonalds anscheinend geschwächtem Gedächtnis etwas auf die Spur helfen müssen mit der Erinnerung an die Londoner Fünf­mächteerklärung, die Deutschland die Gleichberechti­gung zuerkannte, aber wenige Monate später durch Barthous berüchtigte Note zerrissen wurde, oder an die Rede des britischen Außenministers in Genf wiederum wenige Monate später, die dann endlich Deutschlands Fortgang von der Abrüstungskonferenz zur Folge hatte. Ist das vielleicht nicht eine Kette von Handlungen, von den Vertrauensbrüchen und Hinterhältigkeiten früherer Jahre ganz zu schweigen, die auch wohl Herr Macdonald, hätte man sie sich feinem eigenen Lande gegenüber erlaubt, kaum als fair" bezeichnen würde. Der britische Premier er­klärt zum Schluß, die Tür für eine ehrenvolle Ver­einbarung sei nach wie vor offen. Er wird selbst nicht glauben, daß die Entschließung des Völker­bundsrates, an deren Formulierung er selbst in Stresa mitgewirkt hat, eine Einladung ist, die es Deutschland erleichtert, die Schwelle zu überschreiten. Haben wir nicht eine große Dummheit gemacht?" fragt offen und ehrlich ein großes eng­lisches Blatt Herrn Macdonald. Sollte der Premier nicht beffer tun, dieser Frage auf ihre innere Be­rechtigung hin auf den Grund zu gehen, statt zu versuchens durch zweideutige Anklagen, die in Wahr­heit Plädoyers für eine unpopuläre Politik sind, sich reinzuwaschen von dem Vorwurf, durch ein­seitige Stellungnahme die internationale Lage nicht erleichtert zu haben.

Washington, 26. April (DNB.) Angesichts der Entwicklung der politischen Verhältnisse m Eu­ropa hat das Staatsdepartement auf Roosevelts Wunsch eine Denkschrift ausgearbeitet, in der das Für und Wider aller im Kriegsfall möglichen Maß­nahmen zur Wahrung der Neutralität erörtert wird. Zu einer abschließenden Beurteilung ist man jedoch noch nicht gelangt. Man sucht viel­mehr jetzt nach Aeußerungen aus Kreisen der amerikanischen Bevölkerung, da man sich sagt, daß im Kriegsfälle keine Politik durch­gehalten werden könne, die auf weitgehenden Wider­spruch in der Oeffentlichkeit stoßen werde. Auf der Tagung der amerikanischen Gesellschaft für Völker­recht, bei der die Neutralitätsfrage den Hauptpunkt des Programms bildet, wird der frühere Außen­minister Stimson über diese Frage sprechen. Seine Ansichten sind als eine Art Versuchsballon aufzufassen, um festzustellen, was die Völkerrechtler denken.

Der Präsident der Gesellschaft James Brown Scott, der als Vorsitzender der Neutralitätsbe­hörde für das Auswärtige Amt reiche Erfahrungen über die Auswirkungen der amerikanischen Neu­tralität im Weltkrieg gesammelt hat, stellte fest, daß Amerika im Weltkriege alles andere als neutral im idealen Sinne dieses Be­griffes gewesen ist. Amerika habe tatsächlich den Kriegsubventioniert", da es Kriegs­

material an die Alliierten geliefert, ihnen Geld zur Bezahlung der Lieferungen gegeben und dieses Geld nie zurückerhalten habe. Amerikanische Tou­risten, die die europäischen Kriegerfriedhöfe besich­tigten, könnten nicht ihre Hand aufs Herz legen und erklären, daß sie an diesem Verbrechen keinen Anteil gehabt haben. Ein künftiger Krieg würde noch furchtbarer und allumfassender sein als der letzte, und Amerika dürfe nicht wie- derOperationsbasis" der Krieg- führenden werden, von der sie alle Materia­lien und Mittel bezögen. Amerika müsse also nicht so sehr an seine Rechte als an seine Pflichten als neutraler Staat denken und jede Belieferung der Kriegführenden strikt vermeiden. Zu diesem Zweck sei die H e r st e l l u n g von Kriegsma­terial zu verstaatlichen. Kriegsmaterial sollte Amerika künftig auch nicht zum Der- kauf an andere oder zur Verteidigung angeb­lich neutraler Rechte auf Freiheit der Meere, son­dern nur noch zur Verteidigung der Heimat gebrauchen. Was bedeuten die Riesen­profite der Rüstungsindustrie gegenüber den Opfern an Menschenleben, die Amerika im Weltkriege zum Schutze dieser Kriegsgewinnler brachte, so rief Scott aus. Er verlangte, daß Amerika in Zu­kunft dieNeutralität des guten Nach­barn" proklamiere.

Darlehen aus Neichsmitteln für erwerbslose ältere Angestellte. Berlin, 26. April. (DNB.) Anträge auf Be­willigung von Darlehen aus Reichsmitteln für er­werbslose ältere Angestellte sind künftig beim z u - ständigen Arbeitsamt einzureichen, das die Anträge im Benehmen mit der Fürsorgebehörde prüft. Auskünfte werden von den Arbeitsämtern erteilt; von diesen werden auch die Antragsvor­drucke ausgegeber5 Die Darlehen werden nur an ältere Angestellte gegeben, die erwerbslos sind und wegen ihres Alters geringere Aussicht haben, wie- der im Angestelltenberuf unterzukommen. Die Dar- lehen sollen dazu dienen, diesen Personen die Er- rid)tung oder den weiteren Aufbau einer selbst- ständlgen Existenz zu ermöglichen. Der Ver­wendungszweck muß nachgewiesen werden, auch muß eine ausreichende und einwandfreie Sicher­heit (z. B. durch Bürgschaft, dingliche Sicherheit oder durch Abtretung der Ansprüche auf Renten oder rückkaufsfähige Versicherung) geleistet werden.

Polen und die internationale Zusammenarbeit.

Riga, 27. April. (DNB.) Der polnische Ge­sandte in Lettland, Beczkowicz, erklärte einem Ver­treter derBrihwa Seme", die Genfer Rede des polnischen Außenministers Beck hätte die unbeug­samen Grundsätze der polnischen Politik wider­gespiegelt. Die Methoden der internationalen Zu­sammenarbeit schwankten zwischen zwei entgegen­gesetzten Polen hin und her. Die eine Methode sei die, daß einige wenige Staaten Fragen entschei- oen wollten, die das Lebensinteresse anderer Staa­ten berührten, womit diese wenigen Staaten ver­suchten, anderen ihren Willen aufzu- z w i n ge n. Die andere Methode beruhe darauf, den Völkerbund zu einer Art h ö ch st e n internationalen Schiedsgerichtes zu machen. Diese Methode habe ihre negative Seite darin, daß häufig genug über Lebensfragen dritter Staaten von Staaten entschieden werde, denen die behandelten Fragen vollständig fremd seien. Die Aufmerksamkeit werde viel zu sehr auf das Kräftegleichgewicht gelenkt, anstatt die Le­bensinteressen der Staaten abzuwägen und zu berücksichtigen.

Polen schenke einer regionalen Zusam­menarbeit große Aufmerksamkeit. Dank dieses Grundsatzes hätten beispielsweise die Beziehun­gen Polens zu den baltischen Staaten eine gewisse Stabilität erreicht. Die abgeschlossenen Nichtangriffsverträge im Osten hätten die Grund­lage für diese Beständigkeit geschaffen. Bei dieser Aufgabe hätten sich diejenigen Staaten, die heute so eifrig bemüht seien, eine Atmosphäre der Friedenssicherung für Osteuropa zu schaffen, völ­lig gleichgültig verhalten oder sogar die Ver­handlungen g e st ö r t. Die einzig fruchtbare Me­thode für eine internationale Zusammenarbeit sei dieAchtungderLebensinteressenaller Staaten. Das sei der Standpunkt der polnischen Regierung, die polnische Politik werde keinem Druck nachgeben, von welcher Seite er auch kommen möge.

Italienisch Unterrichtssprache in den österreichischen Schulen.

Wien, 26. April. (DNB.) In einer Presse­konferenz machte der Staatssekretär für Unterricht Dr. P e r n t e r Mitteilungen über die geplante Reform des Schulwesens. Allgemein wurde Italienisch mit den beiden anderen großen Fremdsprachen Englisch und Französisch gleichgesetzt, so daß der Schüler zwischen diesen wählen kann. Gelehrt werden immer zwei Fremdsprachen, beim rein humanistischen Gymnasium drei, da zu Latein und Griechisch eine moderne Sprache kommen werde. Für die Hoch­schule werde ebenfalls eine Reform vorbereitet, die eine Vertiefung des Studiums und eine stärkere Beeinflussung der Hochschuljugendim Geiste des herrschenden Systems" zum Gegenstand haben werde.

Brüsseler Weltausstellung 1935.

Die Brüsseler Weltausstellung 1935 wird heute, Samstag, feierlich vom König in An­wesenheit des gesamten diplomatischen Korps, der Regierung und der Spitzen der Behörden eröffnet. Rund 30 Länder beteiligen sich an der Ausstellung, die alle wichtigen Zweige der Technik, Wissenschaft und Kunst umfaßt. Auf technischem Gebiete werden

London, 27. April. (DNB. - Funkspruch.) Die englische Regierung plant, wieDaily Telegraph" berichtet, eine weitgehende Beschleunigung und Revision ihres Aufrü st ungs Pro­grammes in der Luft. In Whitehall (Kriegs­ministerium) werde bereits am Montag eine Mini­sterbesprechung stattfinden, es bestehe wenig Zweifel, daß das Kabinett das vom Luftrat vorbereitete um­fangreiche Aufrüstungs - Programm a n n e h m e n werde. Die neuen englischen Aufrüstungspläne wer­den vomDaily Telegraph" nach der Methode des berüchtigten Weißbuches ausschließlich mit der deutschen Luftaufrüstung begründet, derengroße Ausdehnung" man in England erst jetzt erkannt habe. Die auf Donnerstag angesetzte Unterhaus - Aussprache über die euro­päische Lage werde durch diese Tatsache eine ganz besondere Bedeutung erhalten, die englische Regie­rung habe durchaus die Absicht, auf keinen Fall hinter den Luftrustungen irgendeines Landes in der Reichweite der englischen Küste zurückzustehen.

Das vom englischen Luftrat vorbereitete beschleu­nigte Luftaufrüstungsprogramm sieht folgende in­dustriellen Maßnahmen vor:

1. Gewisse Aenderungen in den Herstellungsmetho­den und sogar ein gewisses Opfer an Sicherheits­faktoren zugunsten der Beschleunigung. Für gewisse Bomberklassen wird möglicherweise e i n höheres Ladegewicht zugelassen.

2. Ausweitung der Industrie und Bereithaltung einer Höchstzahl von Jndustriefirmen für einNot-

am Austausch von technischen Missionen bei den zuständigen Organen für die Landesverteidigung usw.Echo de Paris" hält die französischen Beden­ken gegen das sogenannte automatische Inkrafttreten des Paktes für unwesentlich. Einen solchen Fall werde es gar nicht geben, denn niemals werde sich eine Regierung ihre Vorrechtes begeben, souve­rän die Ereignisse zu beurteilen. Wichtig bleibe, daß der militärische Mechanismus, der etwa in der Zusammenarbeit geschaffen werde, unablässig ver­vollkommnet werde.

Herriot von Kommunisten ausgepfiffen.

Paris, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Edouard Herriot, der eifrigste Befürworter eines Bündnisses mit Sowjetrußland, findet bei den französischen Kommunisten keinen Anklang. Als er am Freitag in Lyon in einer Wahlversammlung das Wort er­griff, wurde er ausgepfiffen und verantwort­lich gemacht fürdie Einführung der zwei- jährigen Dien st zeit, die zum Kriege führen müsse. Herriot versuchte seine Gegner mit der Er­klärung zu ködern, daß er doch nach Sowjet- rußland gegangen sei und dort einen ehren­den Empfang erhalten habe. Nichtsdestoweniger setzten die Kommunisten im Saale ihr Pfeiskon^ert fort, so daß der Staatsminister sich gezwungen sah, die Versammlung aufzuheben.

insbesondere die neuen Schöpfungen des Verkehrs­wesens, der Elektrizitätswirtschaft und des Funk­wesens von den ausstellenden Ländern gezeigt wer­den. Einen breiten Raum nehmen die kulturellen Schöpfungen ein. Ein nach dem verstorbenen Kö­nig benanntes Albertinum beherbergt u. a. ein Zeißsches Planetarium. Ein reichhaltiges Programm nationaler und internationaler Veranstaltungen ist für die Dauer der Ausstellung, die im Herbst ihre Pforten wieder schließen wird, vorgesehen. Die sportlichen Veranstaltungen werden am Sonntag mit dem großen Fußballänderwettkampf Belgien gegen Deutschland im Heyssel-Stadion eröffnet, das mit seinen 75 000 Plätzen unmittelbar am Aus­stellungsgelände liegt.

P a r i s , 26. April. (DNB.) Der frühere König Georg II. von Griechenland ist am Mitt­woch von Indien kommend, in Paris eingetroffen und hat bei seinem Onkel Prinz Georg von Grie­chenland Wohnung genommen. Die Pariser Presse will erfahren haben, daß am Donnerstag eine Geheimsitzung griechischer Monarchi­sten in Paris stattgefunden habe, an der auch Mitglieder des griechischen Parlaments teilgenom­men hätten. Dem König sei hierbei die Rückkehr nach Griechenland und die Wiederein­setzung auf den Thron vorgeschlagen wor­den. König Georg II. habe den Wunsch nach einer liberalen konstitutionellen Monarchie ähnlich der englischen geäußert. Man habe sich aber entschlos­sen, die Frage erst nach den Neuwahlen in Griechenland aufzurollen, wo die Königspartei die Mehrheit zu erringen hoffe.

Aus der Umgebung Königs Georg II. werden diese Nachrichten der Pariser Presse dementiert. Havas gibt folgende Erklärung aus der Umgebung des Königs wieder: Die Nachricht, nach der König Georg II. beschlossen habe, sein Exil aufzugeben und nach Griechenland zurückzukehren, entbehre jeder Grundlage. Es sei dem König unbe­kannt, ob eine Versammlung griechischer Mon­archisten aus diesem Anlaß stattgefunden habe. Aus der Umgebung des Königs verlautet weiter, König Georg habe in Paris zwar keine Erklärungen ab­gegeben, aber man könne feine Stellungnahme da­hin kennzeichnen, daß ernurdann nach Griechen­land zurückkehren werde, wenn die griechische Volks­vertretung ihn in den gesetzlich vorge­sehenen Formen zur Rückkehr auffor­dere. Am 19. Mai sollen in Griechenland Wah­len stattfinden. Wenn die neue Volksvertretung,- die am 19. Mai gewählt werden soll, sich als v e r - fassungsgebendeVersammlung erkläre, und an den ehemaligen Herrscher Griechenlands appelliere, werde dieser sich seiner Pflicht nicht entziehen.

*

König Georg ist der älteste Sohn des am 11. Januar 1923 im Exxil gestorbenen Königs Kon­stantin und der Königin Sophie, einer Schwester des ehemaligen deutschen Kaisers. Georg ist 1890 geboren und seit 1921 mit der Prinzessin Elisabeth von Rumänien, einer Schwester König Karols II. und der Königinmutter Maria von Südslawien verheiratet. Georg bestieg nach dem Thronverzicht

Versammlung der griechischen Monar­chisten in Paris, gab der stellvertretende Minister­präsident K o n d y l i s, nachdem er mit dem Mini- fterpräiidenten Tsaldaris gesvrochen hatte, den ausländischen Pressevertretern folgende Erklä­rung: Bekanntlich ist in Griechenland seit dem 25. März 1924 die republikanische Regie­rungsform eingeführt, die von sämtlichen politischen Parteien anerkannt wurde. Bis zum gegenwärtigen Augenblick ist die Frage einer Aenderung der Regierungsform nicht aufgeworfen worden. Die Regierung hat Wahlen für eine Nationalversammlung aus­geschrieben. Die Regierung ist der Ansicht, daß die Frage der Regierungsform nicht den Genen- ft and von Partei st reitigkeiten bilden darf. Die Streitigkeiten der Parteien schaffen den verschiedenen Regierungsformen nur Feinde. Es liegt im nationalen Interesse, daß die Regierung