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Montag, 25. Zebruar 1955
185. Jahrgang
Nr. 47 Erstes Blatt
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ZB.D.M., Herbergen.
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3m historischen Saal des Münchener Hosbrauhauses Bor den zweitausend ältesten Kämpfern der Bewegung.
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rps.,Plahvorschrift oder schwieriger Satz 25% mehr Ermäßigte Grundpreise:
Die Veröffentlichung der Rede des Führers ist zur Stunde des Redaktionsschlusses noch nicht freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt daher in der Dienstag-Ausgabe.
Die Vereidigung in Berlin.
B e r l i n, 24. Febr. (DNB.) Im Lustgarten waren 87 000 politische Leiter, Amtswalter und Amtswarte der Partei, Führer der HI., des Jungvolks, des BdM., des Arbeitsdienstes und der N^.-Frauen- schaft ausmarschiert. Als es dunkel geworden war bot die Front des Schlosses, deren Mittelstuck mü dem Hoheitszeichen aus riesigem schwarzem Tuch und zwei mächtigen Hakenkreuzslaggen geschmückt war, im Lichte der Scheinwerfer einen wundervollen Anblick. Um 19 Uhr marschierten die Fahnen der PO. und HI. aus die westliche Schloßrampe. Der Berliner Gauleiter
Aeichsmin ster Or. Goebbels
führt dann u. a. folgendes aus: Wir allein stehen für unseren Neubau.' Er ist unser Werk und wird getragen ausschließlich von unserer Verantwortung.
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild • Die Scholle
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Bühne lodert aus einer mächtigen Opferschale das heilige Feuer und wirft seinen Widerschein aus die beiden riesigen Hoheitszeichen, die links und rechts im Hintergründe von schwarzen Sockeln leuchten. Die Rückwand des Saales beherrschen drei riesige Tannenkränze, die das Hakenkreuz in Silber umschließen. Aus dem Rang zur Rechten haben M a - del des BdM. in ihren schmucken weißen Blu- sen Platz genommen, ihnen gegenüber Jungvolk und HI. PO. und SA. haben auf dem Balkon über der Bühne Aufstellung genommen.
Kurz vor 11 Uhr betritt der Gauletter des Tradl- tionsgaues München-Oberbayern, Adolf Wagner, den Saal. Ihm folgen u. a. der Stellvertreter des Führers, Reichsminifter Rudolf H e ß , und der Reichsführer der SS. Himmler. Man sah den Reiche ührer des NS.-Studentenbundes, Derichsweiler, den Reichsärzteführer, Dr. Wagner,
lebigstr-78 iseralleeW Strabe.»•
Das Parteiprogramm bleibt unverändert.
Gauleiter Adolf Wagner spricht in der nationalsozialistischen Weihestunde.
M ü n ch e n, 24. Febr. (DNB.) Am 24 Februar 1920 hat Adolf Hitler in der ersten großen Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei im Festsaal des Hofbräuhauses zu München die 25 Thesen seines Programms bekanntgegeben. In stolzer Ruckschau aus dieses gigantische Werk des Führers feierte das ganze Deutsche Reich und mit berechtigter Genugtuung besonders München als die Geburtsstadt des Nationalsozialismus diesen Erinnerungstag, der die gedanklichen Fundamente zu dem jetzt erstandenen Dritten Reich legte. Die Feierlichkeiten wurden am Sonntaqvormittag mit einer nationalsozialistischen Weihestunde in der Tonhalle emgeleitet. Wände und Säulen des großen Saales find mit lanawallenden Stoffbahnen verhangen, grüne Tan- nenaeroinbe geben dem Braun der Wandverkleidung den harmonischen Abschluß. In der Mitte der
Wir ganz allein haben darüber vor der ganzen Nation abzulegen. Wir ganz allein müssen diesen Riesenaufbau verantworten vor den Millionen Kindern, die hinter uns stehen und einmal kommen werden und die von uns mit Recht verlangen können, daß wir em Reich bauen, in dem die Nation leben kann, und daß wir einen Aufbau organisieren, der jedem Deutschen sein Brot und seine Arbeit gibt und dem Lande die Ehre erhält.
Wenn heute von den Mächten, die im Kriege als Feinde uns gegenüberstanden, Deutschland wieder als souveräne Nation behandelt wird, so glaubt nicht, meine Kameraden, daß das darauf zurückzuführen sei, daß die Welt zum Einsehen gekommen wäre! Nein, es beruht aus uns, auf unserer Härte, auf unserer Entschlossenheit und, ich sage es offen, es beruht au f u n je - rer neu erwachenden Macht allein. Geschenkt wird den Völkern nichts, sondern die Volker müsse» sich das nehmen, was sie zum Leben brauchen. Und wir sind entschlossen, unserem Volke das Leben zu sichern, denn wir sind aus dem Volke, ^ir waren nicht die Kinder einer privilegierten Maste, nicht die Söhne einer hauchdünnen Oberschicht. Nein, wir sind Fleisch vom Fleische des Volkes und Blut vom Blute des Volkes und Geist vom Geiste des Volkes. Und diese Bewegung soll die Inkarnation der deutschen Nation sein und bleiben. Und ihr werdet heute dazu berufen, sie zu tragen, sie zu stützen und sie siegreich durch alle Gefahren hindurchzuführen. Diese Bewegung ist unsere Heimat und ihr Führer ist unser Fuyrer, und ihre Idee ist unsere Idee, und ihr Glaube ist unser Glauben und soll es immer bleiben. Die Heilrufe auf die Bewegung und auf den Führer wurden begeistert ausgenommen. Nach kurzer sZause erklang die Übertragung der Münchener Feier.
der Steüvettreter des Führers H Rudolf Heß:
Meine Kampfgenossen und Genossinnen aus alter *' Zeit! Deutsche Volksgenossen, deutsche Volks- genössinnen!
Ueberall in Deutschland sind wieder die Männer und Mädchen angetreten, die sich dem Führer i m Treueschwur für ihren Dien st an Volk und Bewegung verpflichten wollen. Politische Leiter, Führer der HI., Führerinnen des BdM Führer des Arbeitsdienstes, Führer der Arbeitsfront legen den Eid dem Führer ab an dem Tage an dem er vor 15 Jahren die deutsche Revolution durch die Verkündung des nationalsozialistischen Programms einleitete. Ich nehme den Eid ob aus dem gleichen Saal, in dem damals der Führer sprach, als er zum erftenmal f e iin Proqr amm verkündete, aus dem gleichen Raum, in dem er stand, als vor ihm die lungen Stoßtrupps der Bewegung, die werdende SA., den ersten Kampf lieferte und zur Sprengung kommandierte Marxisten das erstemal das Kampffeld räumen mußten unten den Siegen nahonaL sozialistischer Kämpfer, aus dem Sachen Saal m dem das erste Blut der Bewegung floß.
Ich spreche zu euch draußen angesichts vieler Männer und Frauen, die noch Zeugen w a r e n der ersten Programmverkündung und der ersten Kämpfe, die zum Führer und seiner Bewegung sich bekannten, als diese noch m ihren kleinsten Anfängen stand, die zu ihr hielten trotz Spott und hohn der anderen, die ledes Opfer zu bringen bereit waren und so dem Führer das Durchhalten ermöglichten. 3d) stehe hier vor Tausenden, die sich dann hinzugesellten in einer Zeit, da kaum die Geburtsstätte des Nationalsozialismus, München, den N a m e n Hitler kannte, geschweige denn die übrige Welt. Tausende, die nie wankend wurden im Glauben an den Mann, der ihnen nichts geben konnte als diesen Glauben, der von ihnen nur Kamps und Opfer forderte, Tausende, die ihm die Treue hielten >urch Zeiten der Rückschläge und Enttäuschungen, durch Zeiten, da alles hoffnungslos schien und Zehntausende wieder von uns gingen.
Die Frauen und Männer hier vor mir tragen die Ehrenzeichen der Bewegung als Sinnbilder dafür, daß sie dem Führer und feiner Bewegung die Treue hielten, daß sie für ihn und für
hier in diesem Raum stand der Führer einst im verschlissenen feldgrauen Rock, kaum mehr sein eigen nennend als diesen, denn er gab ja alles immer wieder hin für die Bewegung, und bis heule ist er auch der gleiche geblieben, jederzeit bereit, alles zu opfern für das werk, dem er dient. Was die wenigen damals in ihm sahen, siehl heute die Welt: den großen Führer, der seinem Volke lebt und der nichts kennt als fein Volk. Wie er als Frontsoldat einst kämpfte für sein Deutschland, so kämpfte und kämpft er heute als der erste Soldat der Revolution für sein Deutschland. Sein Kampf gilt der Erfüllung dessen, wofür die Millionen an der Front des Weltkrieges ihr Leben liehen. Sein Sieg gibt ihrem Tode Sinn sowie fein Sieg auch Sinn gab dem Tode derer, die ihr Leben opferten, damit das neue Deutschland werde.
Im Erinnern an die toten Kämpfer legt i h r heute den Eid ab, der euch an Adolf Hitler bindet, der euch einreiht in Adolf Hitlers Führerschaft, der euch zu kämpferischem Einsatz verpflichtet, jederzeit bereit zu sein, für das heutige Deutschland und die nationalsozialistische Revoluton Ihr sollt schwören, stets dem Befehl des Führers zu folgen, ihr sollt schwören, stets in seinem Geiste zu handeln. Vergeßt nie, das Handeln in seinem Geiste gereicht euch zu Ehre, das Handeln wider seinen Geist gereicht ihm zum Leid Seid würdig eures Führers, daß er stolz auch auf euch fein kann und daß ihrnicht in Unwürde vergeht. Trotz eigenen Willens schwof ihr den Eid: brecht i-hr ihn, schließt ihr euch durch eigene Schuld aus der Volksgemeinschaft aus.
Deutschland kämpften und darbten, daß sie am 9. November 1923 für den Führer marschierten, Verfolgungen ertrugen und vom Führer nicht lie- ;en als alles verloren schien. Sie haben mit ihm )en schier sinnlosen Kampf wieder ausgenommen, als Adolf Hitler zurückkehrte aus der Gefangenschaft. Sie haben seinen Sieg ermöglicht, sie sind bei dem Führer geblieben bis zum Siege — und sie sind die gleichen geblieben auch nach dem Siege. Diese alten Kämpfer und Kämpferinnen find Vorbild für alle, die heute angetreten sind, in deutschen Landen den Schwur auf Hitler zu leisten. Sie sollen und sie werden die Treue halten, wie die alten sie hielten.
M ü n ch e n , 24. Febr. (DNB.) Der Festsaal des I Hofbräuhauses zeigt sich in demselben einfachen | Schmuck wie an jenem 24. Februar 1920. Nur eine ! einzige Hakenkreuzfahne hängt von der rechten l Seite des Saales herab. Der Saal ist überfüllt, obwohl nur die 2000 alten Kameraden, die Inhaber , des Blutordens und des Goldenen Parteiabzeichens, mit wenigen anderen Teilnehmern eingelassen wurden. Frauen und Männer, alte Kämpfer und Kämpferinnen, die das Glück hatten, Adolf Hitler nahe zu fein, als er fein Werk begann.
Welche Gedanken sind es doch, die diejenigen, die hier versammelt sind, beseelen. Im Februar 1920 nur eine Handvoll treue ft er K a - meraben, d i e für Adolf Hitler kämpften, und heute ein ganzes Volk, das m entschlossener Einheit und gläubigem Vertrauen hinter seinem Führer steht! Damals ein u n = bekannter Mann, einer von 60 Millionen, der es wagte, an Deutschlands Zukunft zu glauben, heute d e r Führer des Reiches. Damals ein in Parteien zerrisfenes Deutschland der Schmach und Schande, heute ein einiges Reich, das auf dem Wege ist, feinen Platz als gleichberechtigte Nation wieder emzunehmen. Mancher alte Kämpfer blickt an diesem Abend stolzer Erinnerung in die Runde und grüßt die Kameraden von einst. Mancher Parteigenosse und manche Parteigenossin ist grau geworden in den 15 Jahren, die Erinnerung rauscht durch den Saal, eine heilige, tiefe Ergriffenheit erfüllt alle
Mitten unter den Kameraden sitzen die führenden Männer des heutigen Staates, so Stabschef Lutze, Neichsführer der SS. H i m m l e r , der Führer des NSKK. Korpsführer Hühnlein, die R e i ch s - {eiter Dr. Ley, Schwarz, Rosenberg, Darre, Fiehler, Epp. Dr. Dietrich, B u ch , G r i m m , Reichsjugendführer v o n S ch i - rach. Gauleiter Streicher, Generalinspekteur Dr. Todt, hohe SA.- und SS.-Führer, der Befehlshaber des Wehrkreises VII Generalleutnant Adam und Offiziere der Landespolizei. Der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß wird mit Jubel begrüßt. Unter den Klängen des Liedes „Unsere Fahne flattert uns voran" werden die Fahnen der Bewegung hereingetragen. Kurze knappe Kommandos ertönen. Dann nimmt das Wort
, Stellen-, Vereins-, gemein-
General-Anzeiger für Bberheßen
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fallen hören konnte. Als der Führer geendet hat, da ist wie immer kein Halten mehr. Nun springen sie auf, springen auf die Stühle und auf die Tische und langsam nur kann der Führer sich einen Weg bahnen. Links und rechts schüttelt er Hunderte von Händen, die sich ihm in gläubigem Vertrauen ent- geqenftreden. Das Deutschlandlied ist verrauscht. Die heiligen Feldzeichen der Bewegung, voran die Blutfahne, werden unter Marschklangen aus dem Saal getragen. Draußen erklingt der Mar chtritt der Formationen, und zur gleichen Zeit hallen in Tausenden deutscher Städte und Dörfer die Straßen ebenfalls vom Tritt der braunen Kolonnen wider, die Träger des Reiches find.
Veden kl euch, ob ihr den schweren Eid zu leisten vermöget, ob ihr ein Leben lang halten könnt, was ihr heute schwört. Und wir alle, die wir einst Adolf Hitler die Treue fchworen, nutzen diesen feierlichen Augenblick des Bedenkens, um uns zu fragen, ob wir zu jeder Stunde und in jeder Handlung die Treue hielten, ihm und seinem Geist. Bedenkt euch um eurer selbst willen, bedenkt euch um des Mannes und dessen Werkes willen, dem ihr dient. Bedenkt euch um Deutschlands willen und bedenkt euch um der Toten willen, die für dieses Deutschland ihr Leben gaben. Gedenkl in diesem Augenblick h o r st Wessels, der seinen Eid vor fünf Jahren mit seinem Leben besiegelte. Ich gebe euch jetzt Bedenkzeit. Niemand soll Schaden daraus erwachsen, wenn er seine Hand nicht zum Schwur erhebt und dann hingeht, sein Amt niederzulegen. Wehe dem, der schwört und seinen Eid bricht.
Der Schwur.
Nach einer Pause kommandiert der Gauleiter des Traditionsgaues München - Oberbayern, Staats- minifter Wagner: „Führerschaft Adolf Hitlers, ft i 11 q e ft a n b e n ! " Gedämpft ertönt von einem Streichquartett gespielt das Horft-Wesfel-Lied. Der Stellvertreter des Führers: Ihr, die ihr zur Vereidigung angetreten seid, erhebet die Hand zum Schwur und sprecht mir nach: „Ich schwöre Adolf Hitler unverbrüchliche Treue, ihm und den mir von ihm bestimmten Führern unbedingten Gehorsam!" Und in ganz Deutschland sprechen Hunderttausende mit erhobener Schwurhand Wort für Wort mit Noch einmal spricht Rudolf Heß: „Die Eidesleistung ist geschehen. Wir alle die wir Adolf Hitler verschworen sind, grüßen den Führer Deutschlands „Sieg - Heil!" Und die gleichen Hunderttausende, die soeben sich ihrem u uh irr auf Tod und Leben gelobt haben, und dazu Millionen die zugleich mit ihnen aufmarschiert waren zu dieser Feierstunde, bekräftigen den Eid, den sie alle einmal geschworen haben, mit dem alten Kampfruf, mit dem auf den Lippen Hunderte ihr Blut gaben.
Der Führer erscheint.
Als der Führer den Saal betritt, umgibt ihn wie immer gleich einem schützenden Mantel die Liebe seiner alten Kameraden und Mttkampfer, von denen er einen sehr großen Teil persönlich und mit Namen kennt, und deren Schicksal ihm heute mehr denn je am Herzen liegt. Rudolf H e ß und Adolf Wagner haben den Führer emgeholt. D e r Führer spricht. Es ist nach wenigen Minuten |o still im Saal, daß man eine Nadel zu Boden
$eiertid)e Vereidigung der jungen Führerschaft
Nie Münchener Feier des Gründungstages der NGOAP.


