einem Durchbruch
Wirtschaft
524
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. ZIL
Berlin
Jranffurt a. M
18 4
91,5 I 92,25 I 91,75 I
122 122,75 -
92,75
115,5
I 37 I 37,75 I
93,5 -
- 168 1
38
Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt t
Berlin, 23-;
38,75
135,13
107
125,9
61,65
122,25
124
106
150,25
122,5
7|
9 0
149,25
105,25
111,5
97,9
148,75
106,25
112,65
98,5
100,13
97,6
102,3
113
100
98
96,25
100,3
92,5
96
105,9
100,4
97,75
103
112,9
100
98
101
96
96
105.9
100,9
96,25
96,25
105,9
5
6
4
7
7
34,75
36,65
81,5 109,5 93,25
96
96 161,5
4,13
33
148,4
214,9
106
112,5
98,75
62,15
80,56
33,62
115
96,25
100,5
10125
100,4
97,4 102,75
112,5
100,1
o
10
34
36,75
81,5
108
89,75
92,5
92,5
160,5
97,5 107,25
105
145
121
91,9
77,25
35
27,5
37 81,75 108,75 89,5
92,25 92,25 160-5
34,65
28,75
36,5
81,13
109,75
91,75
96
96
160,5
98,25 107,75
104,75
95,65 145 121
91,75
77,4
nur sehr
149
214,5
105
111
97,75
53,9
115
112,5
80,75
94
152
36,4
249,5
148
38
94
169
109,25
54,13
115
112,75
80,5
124,5
93,75
151,5
88
36,25
250
161,75
147
108,25
53,65
116,5
114,25
81
123,75
93,5
153
88,9
36
251 161,75 146,5
24, 150
100,4
97,5 103,13
112,75
100,1
98
96,25
100,5
92
115,75
115,4
96,25
100,75
101
96,25
96,25
105,9
115,5
115,65
96
Schlußkurs
53,65
117 113,65 81,25
93,25 152,75
36
250 161,5 146,5
38
136 107,75 125,5
89,5
123 125,25
107 150,4 122,9
A.E.G. Bekula
38 135,75 107,75 125,5
89,9 122,5
125
106,5 150,25
122
Fußball im Tv. Launsbach
Launsbach I — Wißmar I 2:3.
26
7,55
6,75
7
12,9
8.5
38,5 134,75 106,65
125,9
92,5 121,75
123,5
106
149,5 122
96,5 106,9
106,75
95.5
150
121,65
92
77,75
6,7
4,2
33,65
Elektr. Lteferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6ft
Selten & Guilleaume 0
GcseUsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Sonderklasse nicht notiert. Andere Kälber a) 60 (60), b) 53 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 52 (44 bis 53), d) 36 bis 44 (34 bis 43). Hammel und Schafe wurden wegen des geringen Auftriebes nicht notiert. Schweine al) 49 bis 52 (50 bis 52), a2) 49 bis 52 (50 bis 52), b) 48 bis 52 (48 bis 52), c) 47 bis 52 (47 bis 51), d) 45 bis 50 (45 bis 49), e) und f) nicht notiert, gl) 44 bis 48 (44 bis 47), g2) 40 bis 43 (40 bis 43).
Marktverlauf: Rinder lebhaft, ausverkauft; Kälber mittelmäßig, ausverkauft; Hümmel und Schafe ruhig, ausverkauft; Schweine rege, ausverkauft.
Schweinemarkt in Alsfeld.
= Alsfeld, 23. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 288 Ferkel aufgetrieben, darunter 62 Händlerschweine. Es wurden bezahlt: für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 25 bis 30 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 30 bis 35 Mark. Der Handel ging flott, Ueberstand war nicht vorhanden.
8,5
4,3
6,75
4,13
4% Cefterretd)t|d)e Goldrente.... 4,20% Ceitertetdj 11d)e Silberrente 4% llnflarijdje Goldrente 4% Ungiirijdie Staaisrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie I.....................
8,5
4,4
6,5
4,15
33.4
26,25 1,13 7,55
6,5 6,9
12,9
Brief _ "2,457
41,98 53,60 12,05 16,38
167,94 20.84 60,57
17—24 span., Blut 18—26 span., ital. blond Blut 28—32, Jaffa-Apfelsinen, Kiste 100, 120, Stück 14—16 RM.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
I. G. Farben-Jndustrie
Scheideanstalt........
Goldschmidt
Rütgerswerke
Metallgesellschaft
4 0 0 0 0
7 0
6 0
0 0
12 8
frage.
Am Rentenmarkt gingen die Kurse ebenfalls bis etwa 0,13 v. H. für die variablen Papiere zurück. Der Pfandbriefmarkt zeigte bei sehr kleinen Umsätzen zumeist unveränderliche Kurse. Stadtanleihen lagen nicht ganz einheitlich, aber ohne größere Abweichungen. Auch Jndustrieobligationen hatten sehr kleines Geschäft. Auslandsrenten lagen still. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
26,25
1,13
7,5
6,65
6,85
13,25
8x6*
25,75 | 1,13 | 7,55 I
— I u,8
13,25
Rheinische Elektrizität
Rhein. Wests. Elektr.
Schuckert L Co.......
SiemensL Halske...
Lahmetier L Co.....
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 b'/r% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablbs.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4*/i% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6yz% ehem. Hess. Landes-Hypo« thekenbank Darmstadt Ltaut ...
4)4% ehem. 8% Darmst. Komm.
Lanvesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1935
5yz% ehem. 4y2% Franks. Hhp.° Bank-Liqu.-Pfandbrtefe.......
5%% ehem. 4)4% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse
4H% ehem. 8% Pr. Landespfand-
vriesanstalt, Pfandbriefe R. 19
4)4% ehem. 7% Pr. Landespfand- vriesanst., Gold Komm. Obi.VI
Eteuergutsch.VerrechnungSk. 85-39
Buderus ......••••••••••«
Deutsche Erdbk Gelsenkirchener........
Harpenet .................
Hoejch Eisen—Köln-Reuesse«
Ilse Bergbau
Ilse Bergbau Genüsse......
ftlödnettoerle .........
Mannesmann-Röhre» ......
Hamburg-Amerika-Paket u
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto»
GeseNschaft................0
Dresdner Bank .......0
Reichsbank ................ 12
Rundfunkprogramm.
Donnerstag, 25. April.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gymnastik. 9.15: Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Volksliedsingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten der Gau- leitung. 15.15: Kinderfunk. 16: Kleines Konzert. 16.30: Neue deutsche Dichtung. 16.40: Kunstbericht der Woche. 16.45: „Kamerad Hund". Gedanken von Tierfreunden. 17: Nachmittagskonzert des Leipziger Sinfonie-Orchesters. 18.30: Zum 25. Todestag des großen Humoristen Mark Twain: „Wie man den Schnupfen kuriert" (Verlag Reclam jun., Leipzig). 18.45: Einmaleins für Gartenfreunde. Nützliche Betrachtungen eines Dichters. Don Otto Nebel- thau. 19: Reichssendung: Wir suchen die besten Rundfunksprecher. Dr. Berendt spricht im Auftrage des Reichssendeleiters Hadamowsky. 19.15: Unterhaltungskonzert. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Sinfonie-Konzert. Neuere Orchester-Musik. 21.15: „Gut — Genügend — Mangelhaft!" Drei heitere Charakterbilder von Paul Schaaf 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Unterhaltungskonzert. 23: „Zeitgenössische Musik". 24 bis 2: Nachtmusik.
sechsprozentiae Stahlvereinbonds 101,65, Commerzbank 93,25, Ov-Bank 96, Dresdner Bank 96, Har- pener 105, Kali Aschersleben 113,25, Mannesmann 77,25, Rheinstahl 107,50, Stahlverein 79,25, AEG. 38,50, Bekula 134,75, Deutsche Linoleum 152,75, Licht und Kraft 125,90, Eßlingen-Maschinen 82,50, IG. Farben 148,40, Goldschmidt 106, Holzmann 92,25, Rheinische Elektro Mannheim 123,50, Schuk- kert 106, Siemens 149,25, AG. für Verkehr 81,50, Hapag 34,75.
Frankfurter Obst- und GemüsemarkL
Frankfurt, 23. April. Am Gemüse- markt bestand weiter gutes Angebot von Kopfsalat, Spinat und Rettich. Für Spinat zogen die Preise etwas an bei befriedigender Nachfrage. Im übrigen traten keine Veränderungen ein. Spargel wurde erstmals in ganz geringen Mengen zum Verkauf gestellt, die Preise waren dementsprechend, und 3war für das Pfund 0,70—1,00 RM. Ausländischer Blumenkohl und Salat waren stark angeboten, das Geschäft war aber recht lebhaft. Für Blumenkohl gingen die Preise etwas zurück, für holländischen Salat haben sie sich leicht erhöht. Zwiebeln fehlen auf dem Markt vollständig. U. a. notierten Blumenkohl Steige 9—18 Stück 300—400 ital., Feldsalat 40—45, Salatgurken, Treibhaus, Stück 30—50, Karotten 6—8, Kopfsalat, Mistbeet, Stück 15—22, Lattich 50—60, holländischer Kopfsalat, Steige, 30 Stück 600—675, Radieschen, Bündel, 7—8, Rotkraut holländ. 25, Spinat 12—15, Weißkraut 5—6 holländ., Wirsing 6,5—8, holländ.
Am Obstmarkt war das Angebot in deutschen Aepfeln außerordentlich gering, in ausländischen aber ausreichend. Apfelsinen noch gut angeboten. Bei schleppendem Geschäft blieben die Preise unverändert. U. a. notierten: Aepfel I 32—40, dto. II 26—30, amerikanische Aepfel ca. 40 Pfund rot 16—17,50, dto. gold 18—20 RM., Apfelsinen, blond
schlagen. Der erste Treffer fiel in der Mitte der ersten Halbzeit durch den Linksaußen Nebeling. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Rach der Halbzeit blieben die Blau-Weißen weiterhin überlegen, ja, die Gäste aus Dillenburg mußten sich sogar nur auf die Verteidigung beschränken. Der Leiygesterner Sturm war sehr schuhfreudig, es wurde aber nichts Zählbares erreicht, denn der Dillenburger Torwart war sehr gut. Endlich umspielte Funk den gegnerischen linken Läufer und den Verteidiger und fand freies Schußfeld. Sein Schuh war auch für den gut aufgelegten Gästetorwart nicht au halten. Fünf Minuten später gab es das dritte Tor. Der Sieg darf nicht als ein Ueberraschungssieg angesehen werden. Die Leihgesterner waren stark überlegen. Der Sieg war verdient. Die Blau-Weihen lieferten das beste Spiel des Jahres.
Vorher trafen sich die zweiten Mannschaften beider Vereine. Leihgestern verlor erwartungsgemäß mit 4:1 Toren.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Spv. 1920 I — Germania Enkheim I 3:2.
Endlich zeigten die Heuchelheimer dem hiesigen Publikum wieder, daß sie etwas können. In Steinberg erwies sich's schon, daß der Spielausschuß bei der Aufstellung der Mannschaft eine glückliche Hand hatte. Diesmal wurde der Erfolg noch offensichtlicher. Der Sturm, insbesondere das Jnnentrio (seither das Schmerzenskind) bot hervorragende Leistungen. Zu berücksichtigen ist allerdings, daß die Elf gegenüber der Aufstellung vom Karfreitag durch Hereinnahme einiger junger Spieler noch wesentlich verstärkt wurde.
Die Gäste, die am ersten Feiertag in Naunheim ein 3:3 erzielten, zeigten großes Können. Auffallend war die hervorragende Kopfballtechnik.
Das Spiel begann sehr lebhaft. Auf beiden Seiten wurden die Flügelstürmer vorwiegend in Bewegung gesetzt. Die Gäste gingen bald durch einen Ueber- raschungstreffer in Führung. Der Ausgleich lieh jedoch nicht lange auf sich warten. Einige Zeit dar- auf kam Enkheim zu einem weiteren Erfolg. In der zweiten Spielhälfte waren die Hiesigen tonangebend und konnten noch zwei weitere Treffer erzielen. Für sämtliche drei Tore zeichnete der Halblinke verantwortlich. Diese Erfolge waren jedoch nur möglich durch die vorbildliche Zusammenarbeit der gesamten Elf.
Die 1. Jugendmannschaft fertigte am ersten Feiertag die gleiche von Waldgirmes mit 6:2 Toren ab. Auch bei diesem Treffen gefiel die selbstlose Zusammenarbeit der gesamten Mannschaft.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
Großen-Buseck I — Ruppertsburg I 5:5.
Das Spiel wurde am 1. Feiertag ausgetragen. Die Gäste waren den einheimischen körperlich sehr überlegen, so daß man schon beim Auftreten der Ruppertsburger mit einer Niederlage der Großen- Busecker rechnete. Das Spiel wurde schnell und wuchtig ausgetragen. Die Gäste gingen bereits in der 10. Minute in Führung. 15 Minuten später fiel aber durch einen Prachtschuß des Busecker Linksaußen der Ausgleich. Kurze Zeit darauf fiel auch ein zweites Tor für Großen-Buseck. Kurz vor Halbzeit konnten die Gäste den Ausgleich erzielen. Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt. Nach^ der Pause, und obwohl die Einheimischen eine Schwächeperiode zu überstehen hatten, vermochten sie noch zwei weitere Tore zu erzielen. Die Gäste jedoch legten daraufhin los und erhöhten das Ergebnis auf 5:4 für sich. Erst kurz vor Schluß vermochten die Einheimischen ihr fünftes Tor zu erzielen und damit den Kampf unentschieden zu gestalten.
Im Anschluß daran trat die Jugendmannschaft gegen die 2. Jugend der Spielvereinigung 1900 an. Auch hier rechnete man mit einem Sieg der Gäste. Die Jungens zeigten ein ausgezeichnetes Spiel. Auf beiden Seiten wurde ruhig aber hart gekämpft. Großen-Buseck ging nur durch einen Eckball in Führung. Zur Halbzeit stand der Kampf 2:2. Nach der Pause vermochten die Einheimischen noch zweimal erfolgreich zu sein und damit den Sieg sicherzustellen. Schiedsrichter Kreiling leitete sehr gut.
Kußballabteilung
des Turnvereins Alten-Buseck.
Daubdngen I — Alten-Buseck I 0:4 (0:1).
Beide Mannschaften lieferten sich am Karfreitag in Daubringen ein Gesellschaftsspiel. Die Gastgeber erhielten nach 10 Minuten einen Elfmeter zuge- sprachen, der aber vom Gästehüter glänzend gehalten wurde. Alten-Buseck kam dann mehr und mehr auf und legte ein Tor vor. Daubringen spielte in der Folge härter, konnte aber die gegnerische Hintermannschaft nicht überwinden. Mit 0:1 für Alten-Buseck ging es in die Halbzeit. Nach der Pause fielen die Daubringer mehr und mehr ab, während die Gäste das Ergebnis auf 0:4 erhöhen konnten. Vorher spielten die Jugendmannschaften beider Vereine. Die Daubringer sicherten sich mit 5:4 Toren den Sieg.
Schluck. Mittag» börse
I 23-4
Schultheis Patzenhoser
'21 tu (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg .......
Dessauer Gas ...............
Daimler Motoren............
Deutsche Linoleum Orenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade......................
Accumulatoren-Fabrik
Conti-Gummi
Das Urteil imMainzerGprengftoffprozeß
LPD. Mainz. 23. April. Samstag morgen verkündete der seit Donnerstag vergangener Woche im Schwurgerichtssaal des Mainzer Landgerichtsgebäudes tagende erste Senat des Volksgerichtshofs das Urteil in dem großen Hochverrats- und Sprengstoffprozeß gegen die 24 Mainzer und Finthener Kommunisten. Die schwerste Strafe von je acht Jahren Zuchthaus erhielten der 32jährige Karl Silz aus Finthen und der 31jährige August Barth aus Mainz. Silz wurden außerdem die bürgerlichen Ehrenrechte auf acht und Barth auf fünf Jahre abgesprochen und beide Angeklagten unter Polizeiaufsicht gestellt. Silz ist mitbeteiligt an dem in der Nacht zum 1. März 1933 in den Budenheimer Steinbrüchen durchgeführten Sprengstoffdiebstahl, bei dem 2*/2 Zentner hochbrisanter Sprengstoff, fast 4000 Sprengkapseln, große Mengen Zündschnur und Zünder entwendet wurden. Barth hat in seiner Eigenschaft als Organisations- und Agitprop-Leiter der KPD. in feiner Wohnung zusammen mit einigen der Mitangeklagten vier Sprengkörper aus Stahlrohren und fünf Bomben hergestellt und außerdem auch Schießbaumwolle aufbewahrt. Die beiden Leiter des illegalen Roten Frontkämpferbundes in Mainz/ der 41jährige Josef Pfeiffer und der 36jährige Eduard Gaffer, wurden zu je fünf Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und Polizeiaufsicht verurteilt. Bei acht weiteren Angeklagten, Die sich mit der Beschaffung, Aufbewahrung oder Verarbeitung von Sprengstoffen befaßt haben, wurden die Strafen zwischen drei Jahren sechs Monaten und einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus abgestuft. Drei Angeklagte, die Waffen und Munition aufbewahrt und sich am Waffenunterricht des illegalen Roten Massenselbstschutzes, der getarnten Nachfolgeorganisation des verbotenen RFB., beteiligt haben, kamen mit Gefängnisstrafen von zwei Jahren sechs Monaten bis zu einem Jahr sieben Monaten davon. Gegen die restlichen neun Angeklagten wurde das Verfahren auf Grund der Amnestie eingestellt. Die Untersuchungshaft wird im allgemeinen voll auf die Strafe angerechnet, so daß im einzelnen Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr sieben Monaten als verbüßt erklärt wurden.
Wie der Vorsitzende in der Urteilsbegründung betonte, hat die jetzt abgeschlossene Verhandlung wieder mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, mit welch' furchtbaren und verbrecherischen Mitteln die KPD. ihr politisches Ziel, die Errichtung der Diktatur des Proletariats nach sowjetrussischem Muster, verfolgte. Sie schreckte nicht davor zurück, ihre Anhänger planmäßig zu bewaffnen und in der Handhabung der Waffen auszubilden. Darüber hinaus förderte sie vor allem auch die Beschaffung von Sprengstoffen, deren Einsatz im Kampf um die Macht ungezählte Opfer an Menschenleben gefordert hätte. Bei der Strafzumessung sei, so wurde weiter ausgeführt, ein Unterschied insofern gemacht worden, als die Betätigung für die KPD. noch nach dem 30. Januar 1933 fortgesetzt worden sei. Es müsse als eine Staatsnotwendigkeit angesprochen werden, diejenigen Angeklagten, die sich noch nach der nationalen Erhebung der staatsfeindlichen Umsturzpartei zur Verfügung gestellt haben, mit fühlbaren und abschreckend wirkenden Strafen zu belegen.
Frankfurt, 23.April. Auftrieb: Rinder (am 15. April 1266), darunter Ochsen 148, Bullen 36, Kühe 234, Färsen 106, Kälber 458 (am 15. April 1204), Schafe 6 (101, Schweine 2585 (4792). Es notierten: Ochsen a) 42 (42), b) 40 bis 41 (39 bis 41), c) 38 bis 39 (36 bis 38), d) 34 bis 36 (31 bis
35). Bullen a) 42 (39 bis 40), b) 39 bis 41 (36 bis
38), c) 37 bis 38 (33 bis 35), d) 35 bis 36. Kühe
a) 40 bis 42 (37 bis 40), b) 35 bis 39 (31 bis 36), c) 29 bis 34 (26 bis 30), d) 20 bis 28 (18 bis 24). Färsen a) 42 (42), b) 40 bis 41 (39 bis 41), c) 37 bis 39 (34 bis 38), d) 35 bis 36 (30 bis 33). Kälber
Schlugt. Abend- börfc
23-4
Schluß« kurs
18-4
Philipp Holzmann .... 0
Zementwerk Heidelberg 6
Cementwerk Karlstadt 4
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Sehr ruhig.
Frankfurt a. M., 23. April. Die Börse eröffnete nach der Osterpause in sehr ruhiger Haltung, die Kurse waren im großen und ganzen nur wenig verändert. Seitens der Kundschaft lagen Auftrage kaum vor, auch die Kulisse hielt sich mit Eigengeschäften sehr zurück. Einige günstige Abschlüsse aus der Industrie, sowie die sehr leichte Lage am Geldmarkt vermochten das Geschäft nicht zu beleben.
An den Aktienmärkten war die Kursentwicklung etwas ungleichmäßig, größere Veränderungen nach beiden Seiten traten aber nicht ein. Am Chemiemarkt gingen JG.-Farben um 0,50 v. H. auf 148,50 zurück, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl konnten sich gut behaupten. Von Elektroaktien hatten AEG. einigen Umsatz mit 38,65 bis 38,50 (38,25). Schächer waren andererseits Bekula mit minus 1,30 v. H., Elektrische Lieferungen mit minus 0,90 v. H., Geffürel mit minus 0,75 v. H. und Schuckert mit minus 0,25 v. H. Montanwerte lagen bei kleiner Umsatztätigkeit uneinheitlich, leicht gebessert waren Buderus (plus 0,50 v. H.) und Rheinstahl (plus 0,25 v. H.), dagegen gingen Harpener um 0,65 v. H. und Mannesmann um 0,75 v. H. zurück, Klöckner und Stahlverein konnten sich gut behaupten. Sonst setzten zum ersten Kurs u. a. ein: Reichsbank 161,50 (161), Hapag 35,13 (35), Aku 53,75 (uno.), Conti Gummi 147 (147,50), Zellstoff Waldhof 113,65 (114) und Daimler 94,25 (94,50). Chade 250 (249,50).
An den Rentenmärkten herrschte weitestgehende Geschäftssttlle bei nur unwesentlich veränderten Kursen, Altbesitzanleihe allerdings 0,13 o. H. leichter. Von fremden Werten eröffneten Anatolier mit 33,25 v. H. unverändert.
Unter dem Druck der außerordentlichen Geschäftsstille bröckelten die Kurse in der zweiten Börsenstunde überwiegend leicht ab, so u. a. IG. Farben auf 147,90 nach 148,50, Schuckert auf 106 nach 106,40, Geffürel auf 121,75 nach 122 und Klöckner- werke auf 91,90 nach 92,25. Im übrigen waren die Kurse gegen den Anfang bis 0,25 v. H. leichter. Etwas befestigt waren Nordd. Lloyd, Bank für Brauindustrie und Cement Heidelberg, letztere plus 1 v. H. Etwas mehr rückläufig waren Daimler Motoren mit 93 nach 94,25. Am Kassamarkt zeigte sich für einige Jndustriepapiere etwas Publikumsnach-
. 01 96
4 106,75
. 0 -
. o' 106 . 0 -
. s, 149,75 .. 6 121 ’
8K 92,4
.. O| 77,75
Abendbörfe: sehr still.
Die Abendbörse nahm auf der ganzen Linie einen sehr stillen Verlaus. Kursmäßig ergaben sich im Vergleich zum Berliner Schluß zwar nur minimale Veränderungen, es überwogeft aber noch leichte Rückgänge. Die Kulisse hielt sich mit Rücksicht auf die Erörterungen über die Ausfuhrförderung stark zurück, und auch die Kundschaft war mit Aufträgen kaum am Markt. Don Bankaktien waren Commerzbank noch über den Nachbörsenkurs von 93, nämlich auf 93,25 (92) befestigt. Am Rentenmarkt zeigte sich etwas Nachfrage für Altbesitzanleihe, sonst herrschte auch hier bei unveränderten Kursen starke Geschäftsstille. Von ftemden Werten gaben vierprozentige Goldmexikaner auf 8,50 (8,75) nach.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112,65 bis 112,75,
mußte, stellte sich den Gastgebern die Gästemannschaft bis auf zwei Leute der 1. Elf, die komplette Jugendmannschaft. Auch der Gegner hatte vier Spieler seiner Juniorenelf eingestellt, die aber vor allem körperlich und auch spielerisch gut in den Rahmen paßten. Der Spielverlauf war in der ersten Hälfte, bei leichter Ueberlegenheit der Gastgeber, recht wechselvoll. Die Mannschaft des Gastgebers fand sich zuerst, während sich bei den Gästen Mißverständnisse in der Hintermannschaft ergaben, die im weiteren Verlauf aber einen Ausgleich fanden. Waldgirmes ging Mitte der ersten Hälfte in Führung und behielt diese bis zum Wechsel. Die zweite Hälfte sah die Gästemannschaft in einer sehr guten Form. Vor allem klappte das Zusammenspiel weit besser und auch die hinteren Reihen stellten ihren Mann. Trotzdem erhöhte Waldgirmes mit einem weiteren Tor auf 2:0, ehe es den Gästen gelang, das Ehrentor zu erzielen. Bei weiterer Ueberlegenheit der Gäste verlief der Kampf bis zum Schluß noch recht spannend, ohne daß sie an dem Resultat etwas zu ändern vermochten. Die unterlegene Mannschaft bot nach dem Wechsel eine gute Gesamtleistung.
Zußballabteilung des Tv. Kinzenbach.
Tv. Waldgirmes — Tv. Kinzenbach 2:1 (1:0).
Zu einem Freundschaftsrückspiel weilte die Mannschaft der Einheimischen am 2. Dfterfeiertag in Waldgirmes. Während das Jugendspiel ausfallen
Datum
4% deSgi. Serie 11 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4*/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente ..
2Vt% Anatolier ..............
IGrttzner....................01
Matnkraftwerle Höchst O.2JL... 4
Süddeutscher Zucker..... 9|
Am ^Karfreitag trat die erste Mannschaft von Launsbach der ersten Elf von Wißmar in Wißmar gegenüber. Die Gäste mußten leider zwei Ersatzleute einstellen. Wißmar ging sofort in Führung, Launsbach glich jedoch bald aus. Beim 1:1 blieb es bis zur Halbzeit. Nach der Pause übernahm Launsbach die Führung. Durch einen Elfmeterball kam Wißmar zum Ausgleich. Bei einem Durchbruch eines Wißmarer Stürmers, der den Ball mit der Hand aufgenommen hatte (die Gästeverteidigung griff deshalb nicht ein), tarnen die Gastgeber zu einem billigen Sieg. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Gäste gefielen durch ihre ruhige Spielweise. Die Hintermannschaft war der beste Mannschaftsteil.
23. April
Amtliche Dotierung
Geld | Brief
Banknoten.
l I Geld
$ranffurt a. M.
Berlin
Schluß, kurs
Gchlußt. Abend« börse
Schluß« kurs
Gchlußt. Mittag« börse
Datum
18 4
23 4
18-4
23.4
Mansselder Bergbau ..
.......8
101,4
102
101,13
102
Kokswerke...........
.......6
—
—
109,9
112
Phönix Bergbau......
.......O
—
—
—
—
Rheinische Braunkohlen
.....12
217
218
218,25
218,75
Rheinstahl ...........
. .. 8'/r
107,5
107,5
107,4
107,4
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
80,4
79,25
80,4
79,4
Otavi Minen ........
.......0
15,2
15,75
15,4
15,65
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
112,9
113,25
113,25
113,5
Kaliwerke Westeregeln
.......5
114
114
113,75
113
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7yt| 159
159,5
159
159,75
Frankfurt 0.271.
Berlin
Schluß« kurs
Schluß!. Abend« börse
Schluß- turs
Schluß!. Mittag» börse
Datum
18 4.
23.4-
18 4
23 4
18.April
Amtliche Notierung
Geld 1 Brief
Buenos Air
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ...
41.98
42,06
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
53,85
53,95
53,79
53,89
Danzig ...
81,10
81,26
81,10
81,26
London...
12,06
12,09
12,045
12,075
Helsingsors
5,32
5,33
5,32
5,33
Paris ....
16,38
16,42
16,38
16,42
Hostand ..
167,58
167,92
167,68
168,02
Italien...
20,68
20,72
20,68
20,72
Japan....
0,709
0,711
0,708
0,710
Jugoslawien
5,649
5,661
5.649
5,661
Oslo.....
60,62
60,74
60,54
60,66
Wien.....
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ..
10,94
10,96
10,93
10,95
Stockholm.
62,19
62,31
62,12
62,24
Schweiz ..
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien..
33-95
34,01
33,95
34,01
Prag.....
10,375
10,395
10,375
10,395
Budapest .
——
—
—
——
Reuyork ..
2,484
2,488
2,485
2,489
Amerikanische Roten..............
2,437
Belgische Roten..................
41,82
Dänische Noten ................
53,58
Englische Noten .................
12,01
Französische Noten...............
16,32
Holländische Noten...............
167,26
Italienische Noten................
20,76
Norwegische Noten ..............
60,33
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten...............
——
Schwedische Noten...............
61,91
Schweizer Noten.................
80,24
Spanische Noten.................
33,48
Ungarische Noten ................


