Großfeuer in einer bayerischen Möbelfabrik.
In Sendling in Oberbayern brach in der Möbel, fabrik Heinrich Georg Feuer aus, bas mit unheimlicher Schnelligkeit um sich griff. Das Feuer dehnte sich auf die Werkstätten aus, in denen sich u. a. 60 Schlafzimmereinrichtungen befanden. Durch das energische Eingreifen der Münchener Feuerwehr konnte verhindert werden, daß der Brand die Ma- schinenräurne zerstörte. In einer Front von etwa 60 Meter brannte die Möbelfabrik vollkommen aus.
Eifersuchtsdrama in Amsterdam.
In einer Amsterdamer Bierstube spielte sich eine folgenschwere Eifersuchtsszene ab. Der m Arnheim wohnende Ehemann der Haushälterin des Inhabers dieser Bierstube erschien m Amsterdam zu einem Besuch und schon nach kurzer -gelt kam es zu einem lebhaften Wortwechsel. Der Besucher zog dann plötzlich einen Revolver hervor und feuerte aus ihm mehrere Schüsse aus den Gastwirt M ü h l und seine Haushälterin ab Beide stürzten sofort tot zu Boden. Darauf tötete er sich selbst durch einen Schuß in die Schlafe. Ein anderer Besucher wurde schwer verletzt.
Warschauer Schalterbeamte arbeiten mit Falschmünzern Hand in Hand.
Die Warschauer Polizei hat unter den Kassen- beamten des Warschauer Hauptbahnhofes eine umfangreiche B e t r u g s a f f ä r e aufgedeckt, die zur Verhaftung von sechs Kassierern der tenschalterabteilung führte. .Diese Kassterer haben lange Zeit hindurch in engster Fühlung mit einer Falschmünzerbande gestanden, die ihnen gefälschtes Silbergeld in 2-, 5- und ^A^tystucken zur Hälfte des Nennwertes lieferten. Die Kahlerer verwahrten die Falschstücke in besonderen Fachern neben ihren Schaltern auf und gaben sie an eilige Reisende, die beim Lösen von Fahrkarten größere Scheine wechselten, in Zahlung.
Mit einem Elefanten über den $L Bernhard.
Der amerikanische Schriftsteller Halliburton bat sich, einem sonderbaren Einfall folgend, aus Paris einen Elefanten kommen lassen und will auf ihm zwischen dem 15. und 25. Juli den fotzen St. Bernhard passieren. Ausgangspunkt seiner Unter» nehmung ist Martigny im Wallis. Die italienischen und Walliser Behörden haben dem Amerikaner freien Durchgang gewährt. Halliburton wird। im Hospiz auf dem Großen St. Bernhard Mit Span- nung erwartet. Der amerikanische Schriftsteller will Mit seinem Vorhaben die Leistung Hannibals
wiederholen.
Festtag der Deutschbrasilianer.
Der Erinnerungstag an die erste deutsche Einwanderung nach Brasilien,der 25. Juli wird seit einigen Jahren in den Mittelpunkten deutscher Siedlung in Brasilien als der große deutsch-brasilianische Festtag feierlich begangen. Die Staatsregierung von Rio Grande do Sul hat in Ehrung der vom deutschen Element jn Brasilien geleisteten Aufbauarbeit diesen Tag zu einem amtlichen Feiertag erhoben, der m dem großen Südstaat nicht nur von den Deutschen und den Deutschbrasilianern, sondern auch von den brasilianischen Freunden deutscher Arbeit und deutscher Kültur gefeiert wird. Jn diesem Jahr sollen die Feiern in ganz Brasilien, wo deutsche Kolonien bestehen, besonders eindrucksvoll ausgestaltet werden. Außer in Rio Grande do Sul ist der 25. Juli Neuerdings auch in Sta. Catharina, Parana, Sao Paulo, Staat Rio offiziell zum Feiertag erklärt worden. Ueberall wurden in diesem Jahr Ausschüsse gebildet, die aus dem Tag ein machtvolles Bekenntnis aller Deutschbrasilianier zur neuen und zur alten Heimat gestalten wollen.
700-3af)rfeier der Stabt Dömlh.
Aus den 700-Jahrfeiern mecklenburgischer Städte in diesem Jahre hebt sich die der einstigen Festungsstadt Mecklenburgs heraus. D ö rn i tz ist bekannt durch die hier verbüßte „Festungstid" Fritz Reuters. Darüber hinaus aber ist die Stadt bemerkenswert als Ausgangspunkt der deutschen Kolo- msationswelle, die vor 700 Jahren Ost-Elbien dem Slawentum wieder entriß. Reichsstatthalter und Gauleiter Hildebrandt würdigte bei dem Festakt im alten Festungshof diesen Vorgang und die besonderen Verdienste der Bevölkerung dieser Gegend im ersten Kampfe für die nationalsozialistische
,Was kann ich werden,HerrHanptmann?^ Ein Bericht ans dem Leben eines Iürsorgeoffiziers.
Don Hauptmann a. O. Hunderter.
Nüchtern und kahl ist bas Dienstzimmer. Durch bas offene Fenster klingen abgerissene Tone, Marschtritte, Kommandos, Musik. Ein S ch u tz e der Wache hat einen Besucher heraufgebracht, aber jetzt will er selber noch etwas, will wissen, was aus j h m werden soll. 2m Herbst wird er entlassen.
„Was sind Sie von Beruf?, „Euimchr, Herr Hauptmann!
Wenn einer „Fäbbl sagt, weiß man, daß es Feldwebel heißen soll, „Oleunt" Oberleutnant, aber dies hier ist völlig unverständlich.
„Nochmal mein Freund!"
Es hilft nichts. Der pausbackige, kräftige Mann unter dem Stahlhelm ist so stramm, so stramm und aufgeregt, daß nichts zu verstehen ist: „Emmchr
„Ich kenne manchen sonderbaren Beruf, z. B. „Augenausstecher" bei der Puppenfabrikation aber noch nie habe ich etwas von dem Ihrigen gehört.
„Es ist ein Nebenzweig der Buchbinderei, Herr Hauptmann."
„So? — Hier haben Sie einen Zettel. Schreiben Sie mal auf!"
Eine runde, kräftige Hand seht mühsam die Buchstaben hintereinander: „E t u i m a ch e r I" — „Aha! — So ist das!" .
Er hat die Lehrzeit hinter sich, aber er will in einen anderen Berus, am liebsten Motor- ^„Aber warum denn? — Gelernt ist gelernt!"
Zögernd kommt es heraus. Dieser körperlich leichte Beruf befriedigt ihn nicht. Er kann sich nicht ausarbeiten. Dann schläft man nicht. Das ist wahr. Man braucht ihn nur anzusehen, diesen kräftigen Körper, dieses bluterfüllte Gesicht mit den treuherzigen Augen. Er ist in einen falschen Beruf geraten.
„Wenn wir in der Kompanie nicht genug Dienst haben, schlafe ich manchmal auch nicht."
Der Hauptmann und der Schütze lächeln einander an. v „
„Sind Sie sich denn aber auch klar darüber, daß Sie ganz von neuem art Lehrling spielen?? Sie als ausgedienter Soldat?"
„Jawohl, Herr Hauptmann!"
„@ut — ich werde mit dem Berufsberater beim Arbeitsamt sprechen, wo Aussicht ist, und wie man die Lehrzeit abkürzen kann. Donnerstag kommen Sie wieder!" —
Ein Dersorgungsanwärter kommt herein. Seine Uebergangsgebührnisse sind abgelaufen, im Augenblick hat er keine Stellung, sein Kind ist schwer krank. Er kann den Arzt nicht bezahlen. Was dem Kleinen fehlt? — das und das! — Aber schleunigst den Arzt holen! Und bann einen Antrag an bas Versorgungsamt wegen Notstanbsbeihilfe!" Hier ist Papier. Schreiben Sie!"
Die Heeres st anbortverwaltung klingelt an. Sie braucht e i n e n A n g e st e l l t e n. Was muh er können unb was wirb gezahlt? —
„Ja, ich schicke Ihnen Personal-Papiere rüber — natürlich, ein sehr ordentlicher Mann! Was ich vorschlage, ist tausenbmal gesiebt."
Die Post kommt. Da ist ein trauriger Fall. Der Schütze A muß entlassen werden, liegt in der Heereslungenheilstätte, 100 v. H. erwerbsunfähig. D i e n ft b e s ch äd i g u n g ; nach anstrengendem heißen Marsch naß in die Zugluft gekommen. Die Fenster sind sofort geschlossen worden. Die Vorschriften sind streng. Aber wenn es das Unglück will, kann so eine Erkältung schon auf der Treppe geschehen.
„Das Rerchsversorgungsgesetz!"
Das ist ein dickes Buch mit vielen Nachträgen. Es handelt von Rente und Zusatzrente, von Pflegegeld und freier Heilbehandlung, Badekuren und vielem anderen. Der Mann liegt weit entfernt, muß also schriftlich beraten werden. Er muß dazu viele Anträge stellen, aber er liegt doch noch im Krankenbett! Also wird man sie ihm fertigmachen bis auf die Unterschrift. Es muß aber auch alles stimmen! Wenn bas Dersorgungsamt erst rückfragen muß, verzögert sich die Sache. —
Dann ein Brief von einer Behörde: Der Angestellte und frühere Soldat X schickt sich nicht recht in feine Arbeit. — Sieh einer mal bas Hühnchen an! Man wirb ihn sich bestellen. „Mein li—i—ieber Freunb!" wirb es heißen. Und bann wirb es rauchen. In seinem Interesse!
Es kommt ein Feldwebel. Er will beraten sein, bei welcher Behörde er s i ch bewerben soll. Das ist nicht leicht. Die Vorkenntnisse, bie Persönlichkeit unb bie Aussichten wollen abgewogen fein.
Ein anberer ist zur Heereshanbwerker- schule einberufen worben. Er möchte aber lieber bie Heeresfachschule für Verwaltung unb Wirtschaft bis zum Enbe durchlaufen, also nichttechnischer Beamter werben.
„Zeigen Sie mal Ihr Gesellenzeugnis! — Was, so gute Vorkenntnisse wollen Sie über ben Haufen werfen? Hier, sehen Sie mal in bie Anstellungsnachrichten, wieviel technische Stellen ba ausgeschrieben sinb!"
Ein Dritter will sich seinen „Schein aus - zahlen lassen" unb bas väterliche Geschäft übernehmen.
•„Unb bann Pleite machen?"
„Nein, Herr Hauptmann, ich mache nicht pleite!" „Na? — wollens hoffen!"
Die Jnbustrie- unb Hanbelskammer muß erst Auskunft geben.
Der Nächste! — der Uebernächste! — Unb abends der Unterricht.
Heute sind die Zwölfjährigen dran: „Wie und wo bewerbe ich mich?"
Sorgen, immer neue herrliche Sorgen für ein Wenig oder auch ein Viel an Menschenglück! Das ist der Dienst des Fürsorgeoffiziers.
Bewegung, nachdem zuvor Staatsminister Dr. Scharst namens der Landesregierung als Ausdruck der Verbundenheit von Stadt unb Festung die Verwaltung der Festung Dömitz an die Stadt Dömitz übertragen hatte.
Schachturnier um die Meisterschaft von Deutschland.
Der Kampf um die deutsche Schach- mei st erschuft wurde in ben Räumen bes alten Kurhauses in Aachen mit ber Begrüßung unb Auslosung eröffnet. Große Freube löste bie Mitteilung bes Grohbeutschen Schachbunbes aus, bah Aachen als ftänbiger Austragungsort um bie beutfche Meisterschaft bestimmt worben ist. Die Auslosung ergab folgenbe Reihenfolge. 1. Ahüs ^Königsberg), 2. Blümich (Leipzig), 3. Schönmann (Hamburg), 4. Dr. Lachmann (Lauenburg-Pommern), 5. Rhein- Hardt (Altona), 6. Ernst (Gelsenkirchen), 7. Richter (Berlin), 8. Brinckmann (Kiel), 9. Koch (Berlin), 10. Schlage (Berlin), 11. Michel (Nürnberg), 12, Weihgerber (Saarbrücken), 13. Engels (Düsseldorf),
14. Elstner (Berlin), 15. Rellstab (Berlin). Nachdem am ersten Tage eine Partie mit lebenden Figuren ausgeführt worden roar, - begann die erste Runde. Brinckmann siegte über Koch im Angriff. Dr. Lachmann gewann gegen Engels Material und die Partie. Reinhardt setzte seinen Angriff gegen Weihgerber nicht richtig fort und verlor. Richter erzwang gegen Schlage trotz Bauernverlustes ein Remis. Drei Partien wurden abgebrochen: Blümich gewann gegen Rellstab einen Mehr-Bauern, Schönmann ist gegen Elstner im Mehrbesitz einer Qualität. Ernst — Michel dürfte Remis werden. A h u s war spielfrei.
Berlin Tagungsort des Internationalen Handwerker- Kongresses 1935.
Im weiteren Verlauf der Arbeiten des Internationalen Handwerksinstituts Hut Reichshandwerksmeister Schmidt in Brüssel mit dem italienischen Handwerksführer B u r o n z o endgültig über die
Internationale Handwerkertagung 1935 verhandelt. Als Tagungsort wurde Berlin und als Ta- gungszeit Anfang Oktober dieses Iah« r e s endgültig festgelegt. Dem Institut gehören n e • ben Deutschland zwölf weitere euro- paische Staaten, u. a. Italien, die Nordstaa- ten, Ungarn, die Schweiz, Frankreich, Oesterreich und Polen an. Damit befindet sich auch bas beutsche Hanbwerk aktiv in ber internationalen Zusammenarbeit, an ber es führenb beteiligt ist.
Ein „tüchtiger" Polizeiagent.
Ganz Warschau würbe bieser Tage in große Aufregung versetzt. Ein Polizeiagent wollte nämlich einen seit langer Zeit gesuchten geisteskranken Massenmörber in ber Umgebung Warschaus aufgespürt haben unb von ihm sogar im Kampf oerrounbet worben sein. Dem Mörber soll es nach Angabe bes Polizeiagenten bann gelungen sein, erneut zu fliehen. Der Polizeiagent hat jetzt, als sich seine Angaben als unwahrscheinlich herausstellten, zugegeben, baß er bie Entbeckung bes Mör« bers unb- ben Kampf bei ber Verhaftung nur e r - f u n b e n habe. Die Schuhwunbe in bie Hand hatte ber „tüchtige" Beamte sich selber beigebracht. Den ganzen Roman hatte er ausgeklügelt, um bei seinen Vorgesetzten besonbere Anerkennung zu finben. Dem gemeingefährlichen Mörber ist man tatsächlich noch immer nicht auf bie Spur gekommen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Oberbefehlshaber des Heeres, General ber Artillerie, Frhr. v. Fritsch, begibt sich vom 16. bis 18. Juli nach bem Uebungsplatz 5) e u b e r g (Baben) zu einer Truppenbesichtigung.
*
Der frühere hollänbifche Ministerprä- s i b e n t unb Justizminister Professor Cort van der Landen, Mitglied des Staatsrats, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Verstorbene hat im politischen Leben der Niederlande eine besonders große Rolle gespielt, ba er bas Amt bes Minister» präfibenten in ber kritischen Zeit bes Weltkrieges, unb zwar von 1913 bis 1918, betleibet hat.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Währenb auf bem Ozean zwischen bem sehr kräftigen Azorenhoch unb bem auf bem Atlantik liegen« ben Tief eine lebhafte Wechselströmung bis nach Englanb hinein unbeftänbiges unb auch kühles Wetter bringt, gestaltet sich bas Wetter auf bem Festlanb nur noch äußerst langsam um, unb zwar ist bie feuchte westliche Luftzufuhr bis zu uns vor« gebrungen. Doch hält sich hoher Luftbruck unb ab« fteigenbe Luftbewegung, so baß bas Wetter noch immer überroiegenb heiter unb bis auf kleinere Gewitterstörungen beftänbig bleibt.
Aussichten für Donnerstag: Heiter bis wolkig, noch immer recht warm und schwül, aber nur am Nachmittag vereinzelte örtliche Gewitterstörungen und östliche Winde.
Aussichten für Freitag: Noch keine durchgreifende Aenderung des Wetters absehbar.
Temperaturen am 16. Juli, mittags 25 Grad Celsius, am 16. Juli, abends 20,8 Grad, am 17. Juli, morgens 17,4 Grad; Maximum 26,7, Minimum 14,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Juli, abends 25,3 Grad, am 17. Juli, morgens 21,3 Grad, Sonenfcheindauer 1,8 Stunden, Niederschläge 6,3 Millimeter.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil i. 23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10 150. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe .
Hildegard
am Montagabend nach kurzer, schwerer Krankheit zu sich zu rufen.
In tiefer Trauer:
Familie Willi Sch epp, Gastwirtschaft und Metzgerei, und Angehörige.
Saasen, den 17. Juli 1935.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 18. Juli, nachmittags 3 Uhr statt.
__03035
Bekanntmachung.
Die Heberolle über die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1934 liegt van heute an während zwei Wachen beim Dersicherungsamt der Stadt Gießen, ©arten* straße 2, Seitenbau, täglich van 8 bis 12 Uhr, zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberecknung bei dem Vorstand der Land- und forstwirtschaftlichen Berufs- aenassenschaft in Darmstadt Einspruch erheben. (§§ 1021 bis 1023 der Reichsversicherungsordnung.) Der Einspruch schiebt die vorläufige Zahlungspflicht nicht auf.
Gießen, den 18. Juli 1935. 4149D
Dersicherungsamt der Stadt Gießen.
__________Ritter, Oberbürgermeister.__________
Bekanntmachung.
Die Bauarbeiten für die Regen- und Schmutzwasserkanäle in der verlängerten Bergstraße sollen auf Grund der Reichsoerdingungsordnung für Bau- leiftungen öffentlich vergeben werden.
Verdingungsunterlagen und Angebotsvordrucke sind ab Donnerstag, den 25. Juli, bei uns erhältlich.
Die Angebote sind bis zum Mittwoch, dem 31. Iuti 1935, vormittags 10 Uhr, auf dem Städtischen Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, abzugeben, wo die Deffnung der eingegangenen Angebote im Beisein der erschienenen Anbieter erfolgt.
Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. 4150D Gießen, den 16. Juli 1935.
Städtisches hoch- und Tiefbauamt.
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