— also möglichst umgehend anmelden. Mit der Anmeldung ist sofort der Betrag einzuzahlen, andere Anmeldungen sind ungültig.
Kreiswandertag!
Der für den 19. Mai geplante Kreiswandertag in Kloster-Arnsburg ist wegen der Eröffnung der Reichsautobahnen auf den 26. Mai in Kloster-Arnsburg verschoben worden.
Militärkonzert in Grünberg.
Das für den 19. Mai in Grünberg geplante Militärkonzert ist wegen der Eröffnung der Reichsautobahnen auf einen späteren Termin verschoben worden.
kreiswaltung Gießen.
Am Freitag, 17. Mai, abends 8.30 Uhr, findet ein O r t s g r u p p e n a b e n d der Hausgehilfinnen sämtlicher GießenerOrtsgrup- p e n im „Cafä Ebel", Burggraben, statt. Es spricht Pg. Hahn von der Kreiswaltung der DAF.
kreiswaltung Fachgruppe Hausgehilfen.
Aus parteiamtlichenBekanntmachungen
In der Ortsgruppe Gießen-Süd findet die Ausgabe der Fahrkarten für den Sonderzug zur Eröffnung der Reichsautobahn am nächsten Sonntag am heutigen Freitag von 15 bis 19 Uhr bei Pg. Ewald, Liebigstraße 86, statt. Der Fahrpreis beziffert sich auf 1,60 Mark.
Landschastsbund Volkstum und Heimat
Orlsrlng Gießen.
Die für kommenden Sonntag geplante Führung durch den Botanischen Garten ist auf Sonntag, 2 6. Mai, 11 Uhr, verschoben.
RSLB., Kreis Gießen.
Vetr. Spiele in den hessischen Schulen für das Schuljahr 1935.
Laut Verfügung der Landesregierung, Abt. 2, sind für das Schuljahr 1935 Spiele ausgeschrieben, an denen jede Schule teilnehmen muh. Die Knaben spielen Fußschlagball, die Mädchen Grenzball.
Es ist folgende Einteilung getroffen (die oberen Klassen der höheren Schulen sind hier nicht einbegriffen):
Gruppe III: Klaffen Quarta bis Untertertia der höheren Schulen und 7. und 8. Schuljahr der vier- und mehrklassigen Volksschulen: Knaben: Fußschlagballspiel um den Kreiswimpel der Landes- regieruna. Mädchen: Grenzballspiel um den Kreiswimpel der Landesregierung.
Gruppe IV: 6. bis 8. Schuljahr der ein- bis dreiklaffigen Volksschulen: Knaben: Fußschlagball um den Kreiswimpel der Landesregierung. Mädchen: Grenzball um den Kreiswimpel der Landesregierung.
Die Organisations- und Spielregelheftchen sind den Schulen in der Zwischenzeit zugegangen.
Der Kreis ist zur besseren Durchführung der Spiele wie folgt in fünf Kreisgebiete untergeteilt worden:
1. Gebiet Gießen (Leiter: Studienassessor Fon- t i u s, Gießen, Oberrealschule).
8. Gebiet Londorf (Leiter: Lehrer Heil, Allen- horf a. d. Lda.).
8. Gebiet Grünberg (Leiter: Lehrer Weisel, Grünberg).
4. Gebiet Lich (Leiter: Lehrer Schön, Lich).
5. Gebiet Hungen (Leiter: Lehrer Sommer- l a d , Rodheim bei Hungen).
Zu jedem Gebiet gehören mehrere Schulen. Die obengenannten Leiter benachrichtigen die Schulen ihres Gebietes und geben auch Auskunft über Spielaufbau und Spielregeln. Beide Spiele werden anläßlich der Kreiskonferenz am 5. Juni 1935 vorgeführt. Vorläufig muß geübt werden, damit die Schüler die Spiele beherrschen, lieber die Durchführung der Wettspielrunden, die Mitte Juni beginnen, ergeht noch näherer Bescheid.
Alle Mitglieder der gehören in die DAF.
DAF. Laut Verfügung des Organisationsleiters Pg. Dr. L e y lind alle Mitglieder der RAG. (Reichs- aroeitsgemeinschaft der Berufe im sozialen und ärztlichen Dienst) sofort durch die DAF. zu erfassen. Die zur RAG. gehörenden Mitglieder werden aufgefordert, sich umgehend bei den bekannten DAF.-Dienst- stellen zu melden und unter Vorlage ihrer seitherigen Mitgliedskarte die Aufnahme in die DAF. zu vollziehen.
Wer vermittelt Arbeit?
Man konnte in der letzten Zeit wiederholt der Auffassung begegnen, daß die Arbeitsämter allein zur Vermittlung von Arbeitskräften berechtigt feien. Diese Auffassung ist unrichtig. Neben der Einrichtung der Arbeitsämter kennt das Gesetz vom 16. Juni 1927 noch die Einrichtung sogenannter nichtgewerbsmäßiger Stellen - Vermittlungen. Dje Reichsanstalt hat das Recht, die Geschäftsführung der nichtgewerbsmäßigen Stellen-Vermittlungen zu beaufsichtigen. Im übrigen führen sie aber den Arbeitseinsatz selbständig durch und vermitteln Arbeitskräfte auf durchaus gesetzlicher Grundlage.
Seit der Errichtung der Deutschen Arbeitsfront gibt es praktisch nur noch eine nichtgewerbsmähige Stellenvermittlung, die von entscheidender Bedeutung ist. Das ist die Stellenvermittlung der Deutschen Arbeitsfront, die laut Anordnung des Reichsorganisationsleiters der NSDAP, vom 24. Januar 1935 dem Amt für Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront angegliedert wurde. Sie hat nach der klaren Rechtslage das Recht, ebenso Arbeitskräfte zu vermitteln, wie die Arbeitsämter. Ausgeschlossen von ihrer Tätigkeit sind lediglich Funktionen arbeitseinsatzpolitischer Verwaltung, soweit sie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung auf Grund bestimmter Ermächtigungsgesetze durch besondere Verordnungen den Arbeitsämtern Vorbehalten hat. Der Ansicht, daß die Arbeitsämter ausschließlich zur Arbeitsvermittlung befugt feien, hat der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung selbst durch Anordnungen, Verlautbarungen usw. wiederholt widersprochen.
Die Einrichtungen der Stellenvermittlung des Amtes für Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront stehen sowohl Betriebsführern, wie Gefolg- jchaftsmitgliedern kostenlos zur Verfügung. Unentgeltlichen Rat und Auskunft erteilt gern die Bezirksstellenoermittlung Westdeutschland des Amtes für Berufserziehung in der Deutschen Arbeitsfront, Essen, Kapuzinergasse 8.
vornotlzen.
— Tageskalender fü r Freitag. Kreiswaltung der DAF.: 20.30 Uhr Ortsgruppenabend der Hausgehilfinnen sämtlicher Gießener Ortsgruppen im Caf6 Ebel, Burggraben; es spricht Pg. Hahn von der Kreiswaltung der DAF. — NSG. „Kraft durch Freude": 18 bis 20 Uhr auf dem Universitäts- Sportplatz fröhlicher Sport- und Spielnachmittag. 20 bis 21.30 Uhrz Allgemeine Körperschule im
zeum. 20 bis 21 Uhr: Heil- und Pflegeanstalt, fröhliche Gymnastik und Spiele. — NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Süd: Museumsführung unter Leitung des Studienreferendars S z c z e ch. Treffpunkt 20.45 Uhr vor dem Eingang zum Alten Schloß. — NSKOV. Gießen: 20.30 Uhr Mitgliederappell im Cafe Leib, Walltorstraße. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die armseligen Besenbinder". — Licht- pielhaus, Bahnhofstraße: „Polenblut". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Wer kennt diese Frau?".
Briefe.
Briefe sind wie Schmetterlinge, farbenprächtig, bunt und kraus; fragen tausend, tausend Dinge, flatternd in die Welt hinaus.
Briefe sind wie Jubelglocken: Tragen tiefster Liebe Klang und auch manchmal blonde Locken wohl verwahrt den Weg entlang.
Briefe sind nicht immer ehrlich, ind oft Gift und Dolch und Schwert, ind auch meist nicht ungefährlich, ind zu schreiben oft nicht wert.
Willst du, daß du auf dem Wege ohne Reu und Feindschaft bleibst, eile nie und überlege was und wie und wem du schreibst!
Puck.
Gesundheitspflege in Schule und Haus.
Schule und Haus sind in der Gesundheitspflege aufeinander angewiesen. Während in der Schule der Staat dzw. die Gemeinden sich für die Hygiene einsetzen, ist es im Hause vornehmlich die Hausrau, die durch vorsorgliche hygienische Maßnahmen über die Gesundheit ihrer Lieben wacht.
Die hygienische Erziehung in der Schule ist notwendig zur Verbesserung der gesundheitlichen Lebensbedingungen und als Voraussetzung der ge- undheitdgemäßen Lebensführung der Schüler elbst. Sie ist die Grundlage der Verbreitung hygienischer Lehren im Volk, der Bekämpfung der Volkskrankheiten und der Hebung der Volkskraft. Aber darüber hinaus sorgt die Schule auch weiter für die Gesundheit ihrer Zöglinge durch Stellung von Schulärzten, Verabfolgung von Essen und Milch und weitgehende Erholungsfürsorgen (Waldschulen). Architekten, Pädagogen und Aerzte arbeiten da Hand in Hand zum Wohle der Kinder, um möglichst allen Gesundheitsforderungen für die Schulkinder Genüge zu leisten. Leider stehen den Schulen nicht immer genügende Mittel zur Verfügung, Schulzimmer, Aborte und Pissoire mit geeigneten Desinfektionsmitteln von Krankheitskeimen befreien zu lasten.
Die Hausfrau ersieht aus diesen Ausführungen, wie ernst es Staat und Gemeinden mit der Hygiene meinen, aber diese Fürsorge ist angebracht, liegt doch in einer gesunden Jugend die Kraft des Staates, ja die Daseinsmöglichkeit eines Volkes!
Die Hausfrau wird daher alles aufwenden, um auch von sich aus für ihre Familie nach Möglichkeit alle hygienischen Maßnahmen zu erschöpfen. Wo genügend Geldmittel zur Verfügung stehen, sollte man sich einen tüchtigen Hausarzt halten, der für die Gesundheit in der Familie sorgen kann. Aber auch die regelmäßige Anwendung von Desinfektionsmitteln, die dem Aufwifchwaffer beigefügt werden, sollte konsequent durchgeführt werden. Auch auf Entfernung von Ungeziefer muß geachtet werden, ist es doch oft dieses, welches Krankheiten überträgt. Hier wäre auch die Notwendigkeit für regelmäßiges Entstäuben der Teppiche zu erwähnen. Durch das Schuhzeug werden unzählige Mengen von Bazillen ins Zimmer gebracht, die sich in den Teppichen festsetzen, wodurch besonders die Jüngsten bei ihrem Herumkriechen auf den Teppichen gesundheitlich stark gefährdet werden. Die Teppiche sollen regelmäßig geklopft werden, auch dann, wenn ein Staubsauger zur Verfügung steht, denn mit einem solchen läßt sich eine rationelle Entstäubung nicht durchführen. Auch zweckentsprechende Ernährung ist für die Gesundheit wichtig. Gemüse, Frucht- und Rübensäfte sind es, die dem Körper einen guten Heilstoff zuführen: die Vitamine.
Gar vieler Art ist also die Möglichkeit für die Hausfrau, für Fernhalten von Krankheiten zu sorgen!
Ein treuer Schäferhund.
Aus unserem Leserkreis wird uns folgendes Erlebnis berichtet:
Der Schäfer Georg Homo — ein geborener Württemberger — hütet seit etwa drei Jahren auf dem Gießener Flughafengelände die Schafe. Wohl den meisten Besuchern des Flughafens und der „Waldeslust" ist der Schäfer kein Unbekannter mehr. Daß er feinen Tieren ein guter Freund und Hüter ist, wissen viele Erwachsene und vor allem die Kinder. Diese haben immer sehr viel Spaß, wenn der Schäfer aus seiner 350 bis 400 Stück zählenden Hammelherde einzelne Tiere mit ihren Namen ruft und der „Seppel", der „Jakob" oder der „Hans" dann angesprungen kommen, um das Brot aus des Schäfers Hand zu fressen. Er hat auch ganz vorzügliche und anhängliche Hunde. Nachstehende Schilderung soll ein Beweis dafür sein.
Im März dieses Jahres verkaufte Herr Homo einen von feinen Hunden an einen Berufskollegen nach Langenselbold bei Hanau. Vor einigen Tagen bekam er von dem Käufer eine Karte, daß der erworbene Hund Herr und Herde wieder verlassen habe. Das gute Tier hatte Heimweh nach seinem alten Herrn und machte sich auf den Rückweg nach Gießen. Wie sich der treue Prinz — so heißt der Hund — auf der doch immerhin ansehnlichen Strecke von etwa 80 bis 90 Kilometern zu- rückfand, will ich jetzt erzählen. Im Vorjahre hatte der Flughafenschäfer diese Strecke mit seiner Herde und diesem Hund zurückgelegt. (Die Schäfer sagen hierzu. jedoch „die Strecke gefahren") und machte in etwa 5 bis 6 an der Marschstraße gelegenen Dörfern Halt, um zu übernachten. Das schien sich das treue Tier genau gemerkt zu haben. Denn in Büdingen, Eckartshausen und Inheiden untersuchte er jeweils die damalige Uebernadp tungsstätte seines Herrn und trollte, ohne seinen früheren Besitzer zu treffen, weiter bis nach Dornaffenheim. In Dornastenheim übernachtete damals Herr Homo bei dem Besitzer der hiesigen Herde, Herrn E ß. Hier suchte „Prinz" etwas länger nach seinem Herrn, mußte aber auch hier unverrichteter Sache die letzte Etappe nach Gießen— Wieseck antreten. In Wieseck suchte er zunächst jeden Hof auf, wo fein Herr gegessen hatte. Nachdem auch hier alles Suchen vergebens war, trabte er dem Stolzen Morgen, seinem ehemaligen Tätigkeitsfeld, zu. Ausnahmsweise war gerade an diesem Tage dex mit der Herde zu«
fahren. Der Schäfer ließ lediglich seine Schippe und eine darüberhängende Joppe und Schürze zurück. Hier legte sich „Prinz" mit seinen vollständig wundgelaufenen und blutenden Füßen hin, bis spät abends fein Herr mit der Herde zurückkam.
Einem Hundekenner werde ich wohl die Begrüßung nicht zu beschreiben brauchen; der Hund hat nämlich seinen Herrn bald umgebracht vor Freude. Auf meine Frage, ob er nun den „Prinz" dem Käufer wieder zurückschicken wolle, antwortete mir Herr Homo, daß, solange das Tier lebt, es in feinem Besitz bleiben wird. —S—
*
** Maienb lasen. Das für Samstag vorge- ehene Maienblasen muß infolge Verhinderung der Ausführenden auf heute (Freitag) 19 Uhr
voroerlegt werden. Vom Turme der Johanneskirche werden bargeboten: 1. Choral: „Nun danket alle Gott." 2. „Gott grüße dich", von Mücke. 3. „Don des Rheines Strand."
** Städtische Grasver st eigerungen finden am Montag, Dienstag und Mittwoch nächster Woche statt. Interessenten können Näheres aus des Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil ersehen. „ . r
** Das Wertungssingen in Wieseck verlegt. Wie der Kreiswalter des Sängerkreises Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes, Herr Koch (Gießen), mitteilt, ist das auf den 1 9. Mai in Wieseck angesetzte Wertungssingen der Gruppe III bis auf weiteres verlegt worden.
DAF.-Mitglie-er erhalten ihr liecht.
138 000 Auskünfte wurden erteilt. So heißt es in einer Jahresbilanz der Gaurechtsberatungsstelle der Deutschen Arbeitsfront sachlich und lakonisch. Welche Fülle von Arbeit und Sachkenntnis in dieser einen Zahl liegt, davon machen ich die Wenigsten einen Begriff.
153 Rechtsberater und Angestellte sind in Hessen-Nassau damit beschäftigt, die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront zu betreuen und ihr Recht zu wahren.
Nicht weniger als 7 5 Beratungsstellen halten in allen Teilen des Rhein-Maingebietes ihre Sprechstunden ab. In knapp einem Jahr wurden allein 10 688 Güteverhandlungen durchgeführt, von denen 9586 mit günstigen Verreichen abgeschlossen werden konnten. Die Durch- echtung arbeitsrechtlicher Klagen dagegen erwies sich dank der sorgfältigen Betreuung durch die DAF. nur in 1914 Fällen als notwendig. Die Zahl der eingereichten Sozial - versicherungsverfahren betrug rund 22 000.
Die Ausgaben der Rechtsschuhstellen liegen In der Beratung aller DAF.-Mitglieder in sämtlichen Fragen des Sozial- und Arbeitsrechts sowie in der Vertretung vor dem Arbeitsgericht und den Instanzen der Sozialversicherung.
Jeder schaffende deutsche Volksgenosse ist den Wechselfällen des Lebens ausgesetzt. Jeder kann in die Lage kommen, sein Recht verteidigen zu müssen. Darum ist es gut, Mitglied der Deutschen Arbeitsfront zu fein. Die Rechtsberatung der DAF. erfolgt kostenlos und wird sofort von Beginn der Mitgliedschaft an gewahrt.
Allein dieses eine Arbeitsgebiet der DAF. macht es jedem denkenden deutschen Arbeiter, der heute noch abseits der großen Front steht, zur Pflicht, sich einzugliedern in die Gemeinschaft aller Schaffenden, in die Deutsche Arbeitsfront!
Anmeldungen nehmen alle DAF. - Betriebswalter sowie die DAF.-Ortsgruppen entgegen.
Vor der Eröffnung der Reichsautobahn.
Das photographieren am Eröffnungstage der Reichsautobahn gestattet.
Die Drganifationsteitung zur Eröffnung der Reichsautobahnstrecke Frankfurt a. M. — Darmstadt teilt mit, daß das Photographieren am Tage der Eröffnung jedermann gestattet ist. Innerhalb der Absperrung dürfen nur Bildberichterstatter, die Mitglieder des Reichsverbandes der Deutschen Presse sind, Aufnahmen machen, sofern sie im Besitz einer Armbinde sind, die von der Organisationsleitung ausgegeben wird. Fahrpreisermäßigung der Reichsbahn
zur Eröffnung der Reichsautobahn Frankfurt — Darmstadt.
Zur Eröffnung der Reichsautobahn Frankfurt- Darmstadt gibt die Reichsbahnverwaltung von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 150 Kilometer um Frankfurt a. M. (also auch von Gießen) Sonntagsrückfahrkarten aus. Die Karten werden aus- gegeben nach Frankfurt a. M., Frankfurt-Goldstein, Mitteldick, Walldorf, Mörfelden, Groß-Gerau-Dorn-
berg, Neu-Isenburg, Buchschlag-Sprendlingen, Langen, Egelsbach, Erzhausen, Wixhausen, Arheilgen und Darmstadt Hbhf.
Gültigkeit: Hinfahrt vom 18.5. 0 Uhr bis 19.5. 24 Uhr; Rückfahrt vom 18. 5. 12 Uhr bis 20. 5. 24 Uhr (Ende der Rückfahrt).
Um den Abtransport der Teilnehmer durch die Benutzung der an beiden Seiten der Reichsautobahn liegenden Eisenbahnstrecken zu erleichtern, gelten die Sonntagsrückfahrkarten an diesen Tagen wahlweise zwischen den entsprechenden Bahnhöfen der Strecken Frankfurt a. M.—Darmstadt und Frankfurt a. M. Hbhf.—Groß-Gerau—Dornberg. Die nach Frankfurt-Goldstein gelösten Fahrkarten gelten auch zur Rückfahrt von Neu-Isenburg aus und umgekehrt, die nach Mitteldick gelösten Karten von Buchschlag-Sprendlingen aus und umgekehrt, die nach Walldorf gelösten Karten von Langen ab und umgekehrt, die nach Mörfelden gelösten Karten von Egelsbach oder Erzhausen aus und umgekehrt, die nach Groß-Gerau-Dornberg gelösten Karten gelten auch zur Rückfahrt von. Darmstadt aus und umgekehrt.
L Reichsbahnautobuslinie von Frankfurt nach Darmstadt, Heidelberg und Mannheim.
Arn Dienstag, 21. Mai, eröffnet die Reichsbahn einen regelmäßigen Autoschnellverkehr mit neuzeitlichen Omnibussen von Frankfurt über Darmstadt nach Heidelberg und nach Mannheim. In Frankfurt fahren die Omnibusse vom Hauptpersonenbahnhof (Haupteingang Mitte) ab und benutzen bis Darmstadt die Reichsautobahn. Von Darmstgdt bis Heidelberg und Mannheim werden zunächst die der Bergstraße entlang führenden Reichsstraßen befahren. Vorläufig werden drei Linien eingerichtet.
Linie 1: Frankfurt — Darmstadt:
Abfahrt: Frankfurt a. M. am Hauptpersonenbahnhof um 5.30, 7.10, 9.10, 11.10, 13.10, 15.10, 17.10 und 19.10 Uhr.
In Darmstadt Halt am Hauptbahnhof, Endstelle auf dem Paradeplatz am Schloß. Hier beginnen auch die Fahrten nach Frankfurt, und zwar um 6.10, 7.55, 9.52, 11.55, 13.55, 17.55 und 19.55 Uhr.
Fahrzeit der Linie 1: 38 Minuten.
Linie 2: Frankfurt — Darmstadt — Mannheim:
Abfahrt: Frankfurt a. M. am Hauptbahnhof um 7.30, 13.00 und 18.00 Uhr.
In Mannheim Halt am Wasserturm, Endstelle am Hauptbahnhof. Hier beginnen auch die Fahrten nach Darmstadt — Frankfurt, und zwar um 9.31, 15.30 und 20.01 Uhr.
Fahrzeit der Linie 2: 1 Stunde 52 Minuten.
Linie 3: Frankfurt — Darmstadt — Heidelberg:
Abfahrt: Frankfurt a. M. Hauptpersonenbahnhof 7.50, 12.40 und 17.20 Uhr. Endstelle in Heidelberg am Hauptbahnhof. Abfahrt in Richtung Darmstadt — Frankfurt um 9.59, 14.35 und 19.40 Uhr.
Fahrzeit der Linie 3: 1 Stunde 50 Minuten.
Die Wagen der Linien 2 und 3 halten in Darmstadt zum Einsteigen und Aussteigen an der Neckarstraße.
Der Fahrpreis im Reichsbahnautobus beträgt von Frankfurt a. M. bis Darmstadt Hauptbahnhof, Schloß oder Neckarstraße 2 Mark, von Frankfurt bis Heidelberg oder Mannheim (Wasserturm oder Hauptbahnhof) 5,60 Mark.
Der „Hilfszug Bayern" in Frankfurt.
Ein Wunderwerk deutscher Technik,Organisationskunst und Gemeinschastsgeistes
Frankfurt a. M., 16. Mai. (LPD.) Wenn bei den gewaltigen Aufmärschen der NSDAP, und ihrer Gliederungen die Verpflegung der Hunderttausende ohne Schwierigkeiten glatt und reibungslos vor sich geht, so hat an dieser Tatsache der „Hilfszug Bayern" einen hervorragenden Anteil.
Auch am kommenden Sonntag anläßlich der Eröffnung der Reichsautobahn Frankfurt- Darmstadt ist dem „Hilfszug Bayern" die Aufgabe übertragen worden, rund 100 000 Menschen zu verpflegen.
Die Presse hatte am Donnerstag Gelegenheit, dieses Wunderwerk kennen zu lernen. Auf dem Festhalten- gelände ist eine kleine Stadt entstanden, von der aus am Sonntag die Essenportionen in Tausenden von Blechkübeln nach der Autobahn und überall dahin, wo Absperrmannschaften ihren schweren Dienst zu verrichten haben, geschafft werden. Der Schöpfer und Leiter des Zuges, Obersturmbannführer S e i ö I e r, machte interessante Ausführungen über die Entstehung des Zuges. Er hob besonders hervor, daß die Schaffung des Zuges in erster Linie einer Anregung des Gauleiters Sprenger zu danken ist. Der Zug besteht aus drei Teilen: einem Küchenzug, einem technischen Zug und einem Lazarettzug. Die Küchenwagen stellen wahre Meisterwerke dar.
Die Kessel werden mit selbsterzeugler Elektrizität geheizt, und es ist möglich, innerhalb 25 Minuten Speisen gar zu kochen. Dabei handelt es sich keineswegs um die übliche Massenkost, die hier zubereitet wird, sondern die technischen Ein- cichtungea ermöglichen big Herstellung von
Speisen, wie sie im haushalt nicht schmackhafter bereitet werden können.
Die Höchstleistung hat bisher der Hilfszug Bayern auf dem Parteitag in Nürnberg vollbracht, wo er 200 000 Menschen sechs Tage lang, jeden Tag mit einer anderen Speise, verpflegt hat. Für kleinere Verpflegungsaufgaben stehen zahlreiche Feldküchen zur Verfügung, die sich ebenfalls von den sonst üblichen Feldküchen in technischer Hinsicht vorteilhaft unterscheiden. Die fertigen Speisen fließen durch sinnreiche Vorrichtungen in die Transportkübel.
Eine eigene Metzgerei liefert das erforderliche Fleisch. Ein Fleischwagen enthält Eismaschinen, eine Wurstmaschine usw.» außerdem befindet sich hier ein großer Teebehälter von 2000 Liier Inhalt. 20 000 Feldflaschen können in 4 Stunden gefüllt werden. Kartoffelschälmaschinen ermöglichen es, 1000 Zentner In 10 Stunden zu schälen.
Einzigartig ist die Sanitätsabteilung des Bayernzuges, an dessen Spitze ein erstklassiger Chirurg steht. Besonders interessant ist der Operationswagen, dessen Einrichtung in einem erstklassigen Krankenhaus nicht besser sein kann. Hier können, wenn es die Not erfordert, alle Operationen sofort durchgeführt werden. Wie leistungsfähig die Sanitätsabteilung ist, geht daraus hervor, daß sie am 1. Mai in Berlin sämtliche Sanitätsstationen gestellt hat. In der technischen Abteilung des Zuges werden alle Reparaturen und sonstigen Arbeiten ohne fremde Hilfe ausgeführt. Die eigene Stromversorgung erzeugt 350 Hllowaüstttfldeu. und es tönnt» beHptsiMeA durch


