en b
Butter-
Wirtschaft
Marken- D 8 bis S 10%,
Mein-Mamische Börse.
Tendenz: Still und abbröckelnd.
Frankfurt, 12.Juli. Die heutige Börse
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehniarkt.
In der zweiten Juliwoche ließ sich das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt besser an, da der Konsum bei den Fleischern bessere Nachfrage bekundete. Die vorübergehend kühlere Witterung blieb hierbei nicht ohne Wirkung. Die Bestände der Metzger waren aufgebraucht, so daß auch von dieser Seite größere Anforderungen gestellt wurden. Im allgemeinen konnte man diesen gerecht werden. Da auch die Qualität des zugeführten Viehes gegenüber der Vorwoche eine Besserung aufwies, nahm der Markt einen zufriedenstellenden Verlauf.
Am Großviehmarkt war der Auftrieb mit 707 (600) Tieren etwas stärker. Trotzdem konnte der Bedarf an Ochsen, Bullen und Färsen nur zu etwa 40 v. $). gedeckt werden. Für diese Gattungen war das Geschäft bei gleichbleibenden Preisen sehr lebhaft, während es bei Kühen angesichts des immer noch viel zu starken Auftriebs gegenüber den anderen Gattungen ruhig mar; die alten Preise konnten sich aber behaupten.
Arn Kälbermarkt waren Austrieb (1350 gegn 1362) und Nachfrage ausgeglichen. Nach ruhigem bis mittelmäßigem Handel und bei leicht erhöhten Preisen wurde ausverkauft.
Der Schweinemarkt nahm einen lebhaften Verlauf und erzielte Preisbesserungen von 3 bis 4 Mark. Seitens der ländlichen Käuferschaft war stärkere Nachfrage zu verzeichnen, so daß die Zufuhr von 3872 (3812) geräumt wurde. S) ä m m e l und Schafe wurden bei unveränderten Preisen und ruhigem Geschäft ausperkauft.
Dienstag, 16. Juli:
6: Choral — Morgenspruch, Gymnastik. 6.15: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschafts, bericht. „Ist die Firma gut?" Aus der Arbeit der Handelsauskunftei. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau! 16: Kleines Konzert. 16.30: Luise, Königin von Preußen. Ein deutsches Frauenleben. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Die Ueberroinbung des Liberalismus in USA. Staatliche Wirtschaftsfüh- rung. 18.45: Zeitgenossen gibts... 19: Unterhal. tungskonzert. 19.40: Hundstage — durch Rund- funk angenehm temperiert Plauderei. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt 20: Nachrichten 20.10: „La traoiata", Oper in 3 Akten,
* Der Wert des Rübenkrautes. Durch die vor einigen Tagen befantgegebene Verbilligungsaktion des Reichsnährstandes für Rübenkraut, bie im Anschluß an die Verbilligung der Marmelade angeordnet wurde, wird die Bevölkerung mit einem hochwertigen, gesunden und nahrhaften Brotaufstrich versorgt, der die fetthaltigen Brotaufstrichmittel wirkungsvoll ergänzt. Der verbilligte Kleinverkaufshöchstpreis von 18 Pfennig für ein lose ausgewogenes Pfund Rübenkraut ist außergewöhnlich niedrig, so daß dieses beliebte Brotaufstrichmittel auch für die kauffchwachen und kinderreichen Volksgenossen erschwinglich ist. Bekanntlich wird das Rübenkraut aus dem sorgfältig gereinigten Saft der hochwertigen Zuckerrüben gewonnen, der ohne jede Beimischung von Farbstoffen oder Essenzen eingedickt wird und somit ein naturreines Erzeugnis aus heimischer Bodenfrucht darstellt. Der große Gehalt an Zucker — etwa 75 o. H. — und das Vorhandensein von Eiweiß und
Mineralstoffen sind für den menschlichen Körper als Aufbaustoffe nicht zu unterschätzen.
* Gurkenanbauvertäge bleiben b e - st e h e n ! Der Gartenbauwirtschaftsverband Hessen- Nassau weist auf folgendes hin: In den Kreisen der Gurkenanbauer ist die Meinung aufgetaucht, daß die abgeschlossenen Anbauoerträge mit der Kon- servenindustrie hinfällig seien, nachdem eine Bewirtschaftung der Gurken nicht erfolgt. Diese Ansicht ist gänzlich abwegig. Die Verträge, die inzwischen dem Gartenbauwirtschaftsverband zur Gegenzeichnung Vorgelegen haben, sind unter allen Umständen rechtskräftig und von den Vertragschließenden genau einzuhalten.
kaufsvreise an den Kleinhandel): Deutsche eier S 10%, A 10, B 9%, C 8% bis 9, 8%. Holländer, Belgier und Dänen Kl.
A 10, B 9%. Rumänen Original 7%.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Das
Am Rentenmarkt traten im Verlaufe kaum Veränderungen em. Etwas fester lagen die meisten Industrie-Obligationen. Pfandbriefe und Stadtanleihen konnten sich zumeist gut behaupten, teilweise ergaben sich geringfügige Rückgänge. Aus- landsrenten lagen weiterhin still.
Tagesgeld war wieder gefragt und wurde auf 3 v. H. (2,75 v. H.) erhöht.
Abendbörse: schwach.
Die Abendbörse nahm im Zusammenhang mit dem Schreiben des Centralverbandes, der seinen Mittgliedern die Unterbindung jedes Akttenkaufs auf Kredit empfiehlt, einen schwachen Verlaus, nachdem daraufhin bereits im Mittagsschlußoerkehr teil- weise stärkere Abschwächungen eingetreten waren. Im Durchschnitt betrugen die Rückgänge 1 bis 1,50 o. H. Darüber hinaus verloren Reichsbank 2,75 auf 187,75 und Feinmechanik Setter 2 v. H. auf 83 v. H. Ferner gingen IG. Farben auf 150,65 bis 150 (151), Stahlverein auf 85,50 bis 85,25 (86,25), Schuckert auf 123,50 bis 123 (124,50), AEG. auf 44 bis 43,90 (44,65) und Harpener auf 111,75 bis 111,25 (112,25) zurück. Am Rentenmarkt war das Geschäft bei gut behaupteten Kursen sehr klein. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112,50, 4,5 v. H. Stahl- verein 92,65, IG. Farben-Bonds 127,50, 4 v. H. Ungarn Gold 10,90, 4 v. H. Oesterreich Gold 31,75, Adca 81,75, Commerbank 91,25, DD-Bank 92,25, Reichsbank 187,75, Buderus 105, Harpener 111,75 bis 111,25, Mannesmann 88,65, Hoefch 105,75 bis 105,65, Rheinftahl 111 bis 110,75, Stahlverein 85,50 bis 85,25, AKU. 63,75, AEG. 44 bis 43,75 bis 43,90 Bemberg 118, Conti Gummi 157, Daimler 93,90, Scheideanstalt 233,50, Deutsche Linoleum 166, Licht und Kraft 131. IG. Farben 150,65 bis 150, Feinmechanik Setter 83, Gesfürel 126, Metallgesellschaft
halben eingesetzt hat. Angebot lag noch nicht vor, zumal auch noch keine Preise für die neue Ernte Vorlagen und somit die Abschlußbasis fehlte.
Die Futtermittelmärkte lagen in der letzten Woche sehr ruhig. Der Bedarf ist zur Zeit infolge des reichlich zur Verfügung stehenden Grünfutters und der bisher sehr befriedigenden Heuernte ziemlich klein. Oelhaltige Artikel und Kleie blieben jedoch gefragt, waren aber kaum angeboten. Dagegen standen Nach- und Bollmehle reichlich zur Verfügung, das Sntereffe hierfür war aber minimal, so daß die Preise abbröckelten. Weiter nach- gbend waren auch Treber, der Preis stellte sich auf 16,50 Mark gegen 16,75 Mark in der Vorwoche.
Am Rauhfuttermittelmarkt herrschte in Erwartung der neuen Ernte Geschäftsstille.
,Das Mehlgeschäft nahm im ganzen einen sehr stillen Verlauf. Weizenbrotmehle blieben gefragt, wohingegen Roggenbrotmehle weniger beachtet wurden. Der Absatz in der dunklen Type 997 bleibt weiterhin befriedigend. Mehr als der notwendigste Bedarf wird aber auch nicht gedeckt. Neukäufe wurden nicht bekannt.
behrte jeglicher Anregung und nahm infolgedessen einen außerordentlich stillen Verlauf. Durch die bekannte Erklärung des Berliner Börsenoorstandes hat die Kaufneigung des Publikums erheblich nachgelassen. Für heute lagen Aufträge nur in ganz geringem Umfange vor. Da aber andererseits kein Angebot herauskam, zeigte das Kursniveau gegenüber gestern kaum eine Veränderung.
An den Aktienmärkten betrugen die Abweichungen nach beiden Seiten nur Bruchteile eines Prozentes. Nach den ersten Kursen ergaben sich angesichts der starken Geschäftslosigkeit zumeist leichte Abschwächungen. Von chemischen Papieren setzten SG. Farben und Rütgerswerke je 0,25 v. H., Scheideanstalt 1 v. H. niedriger ein. Für Elektroaktien überwogen anfangs leichte Befestigungen. AEG., Bekula, RWE. und Schuckert notierten bis 0,50 v. H. fester, dagegen waren Mainkraftwerke um 0,90 v. H. gedrückt. Montanpapiere bröckelten nach gut behauptetem Beginn später fast durchweg um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, Klöckner lagen 0,75 v. H. leichter. Von sonstigen Werten eröffneten Conti Gummi 1,25 v. H., Daimler Motoren 0,40 v. H., Reichsbank und Hapag je 0,25 v. H. schwächer, wohingegen AG. für Verkehrswesen 0,50 v. H., Muag 0,25 v. H. und Kunstseide AKU. 0,50 v. H. freundlicher lagen, letzte gaben nach dem ersten Kurs auf 65,50 nach 66,25 nach. Feinmech. Setter wurden nach der letzten Steigerung angeboten. Durch feste Haltung zeichneten sich Deutscher Eisenhandel mit plus 2,75 v. H. auf 105 v. H. aus, wobei die Bilanzziffern einen günstigen Eindruck machten.
Auch am Rentenmarkt herrschte bei kaum veränderten Kursen starke Geschäftsstille. Etwas gefragt und höher waren Kommunal-Umschuldung. Ausgesprochen fest lagen von Snduftrie-Obligationen sechsprozentige Hoesch mit 104,13 (102,75). Auslandsrenten lagen ruhig.
Sm Verlaufe war die Haltung schwächer. Seitens der Kundschaft erfolgten Abgaben, denen sich die Börse mit Glattstellungen anschloß. Die durchschnittlichen Rückgänge betrugen 0,50 bis 1 v. H. Darüber hinaus verloren SG. Farben bei größeren Umsätzen 1,50 v. H. auf 152,25, Mannesmann 1,13 v- H. auf 89,13. Feinmechanik Setter kamen mit 85 (87) zur Notiz. Etwas höher lagen Deutsche Linoleum mit 168 (166,75). Deutscher Eisenhandel gaben auf 104,50 (105) nach. Von unnotierten Werten waren Dyckerhoff-Wicking mit 47 (44) fest, dagegen gingen Ufa auf 76 (76,75) und Growag auf 80 (81,50) zurück.
fer, die ein gesundes Eigenleben führen können und ihm selbst Nutzen bringen.
Dom Leben der Bienen ließe sich noch viel erzählen. Und viel ließe sich über ihren Honig sagen. Es sei hier nur kurz erwähnt, daß ohne die Bienen der Obstbau kaum möglich wäre. Sie tragen durch ihren Flug von Blüte zu Blüte zur Befruchtung von Millionen von Blüten bei. Der Honig, den sie erzeugen, ist eines unserer wertvollsten Nahrungsmittel, ist ein Stärkungsmittel insbesondere für Herzkranke, denn der Traubenzucker im Honig gelangt vom Magen aus direkt in die Blutbahn. Im Bemühen um die Nahrungsfreiheit unseres Volkes spielt der deutsche Bienenhonig eine große Rolle.
Es ist im übrigen ein weit verbreiteter Irrtum, 3U glauben, daß die Bienen gefährlich seien. Der Imker beweist täglich das Oegyrteil. Ohne besondere Schutzmaßnahmen öffnet er die Bienenstöcke, nimmt Waben heraus, stellt andere ein, ohne daß er befürchten muß, gestochen zu werden. Er ver-
JtunOfunfprogramm.
Sonntag, 14. Juli:
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.40: Evangelische Morgenfeier. 9.40: Bekenntnisse zur Zeit „Das Thingspiel", von Reichsdramaturg Dr. Rainer Schlosser. 10: Deutsche Feierstunde der Hitlerjugend. 10.30: Chorgesang. 11: Deutsches Schatzkästlein. 11.30: Volksmusik. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. Kasperl am Nordpol. Von Reinhold Freyberg. 14.45: Das Volk er« zählt. 15: Stunde des Landes. 16. Nachmittagskonzert. 18: Luftige Paddelei. Eine hochsommerliche Funkfolge. 18.30: Unterhaltungskonzert. 19: Liebe und Kaffe. Hörspiel. 19.50: Sport. 20: Heiter be« schwingt! Ein Abendkonzert des Rundfunkorchesters. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.45: Tanzmusik. 24—2: Nachtmusik. Peter Tschaikowsky:
Montag, 15. Juli:
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.15: Früh- konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 10: Sendepause. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk 12: Mittagskonzert I. Schloßkonzert. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Sugenbfunf. 16: Kleines Konzert. 16.30: Bücherfunk. 16.55: „Faust und Wagner". Bericht über die Ausstellung im Frankfurter Goethehaus. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.30: Hitlerjugend spielt Volksmusik aus der Zeit vor Bach. 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Der Kroatensturm auf Kaiserslautern. Hörspiel. 20.55: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.20: Unterhaltungskonzert. 23: Abendkonzert der Or- chestergemeinschaft der Landesmusikerschaft Schlesien.
meidet nur hastige Bewegungen. Unter den Volkern selbst gibt es allerdings Unterschiede. Das eine ist angriffslustiger, erregter, das andere ruhiger. Der Smker kennt sie. Sm Notfälle hilft er sich mit einer Pfeife, in der Torf verbrannt wird. Der Rauch beruhigt die Bienen. Tabakrauch lost allerdings die gegenteilige Wirkung aus.
Unter den Soifern findet man viele idealistisch gesinnte Menschen. Der Honigertrag ist ihnen nicht das Wichtigste. Sie sind meist froh, wenn sie auf ihre Unkostenrechnung kommen. Sn manchem Sahre gibt es viel, in anderen Sahren wenig Honig. Sn diesem Sahr fast keinen. Aber der Smker liebt feine Bienen, sie sind ein Teil seines Seins. Durch die Bienen ist er eng mit der Natur verbunden, durch sie ist er Naturbeobachter geworden und durch diese Naturbeobachtung zu einem selbstgenügsamen Menschen — so, wie alle jene, die einen großen Teil ihrer Zeit dem liebevollen Sichversenken in das wunderbare vielgestaltige Weben und Walten der Natur widmen.
geschäft nahm trotz der warmen Witterung einen lebhaften Verlauf und die geringen Anlieferungen wurden gut verkauft. Snsbefonbere süddeutsche und hessische Butter wurde merklich geringer angeliefert, während die Offerten aus Norddeutschland reichlicher waren. Auch aus Holland haben sich die Zufuhren verknappt. Es notierten in Mark pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 143 bis 145, feine deutsche Molkereibutter 143, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Land- butter 125 bis 130, Kochbutter 115 bis 120. Holländische Butter 145.
Mainzer Getreidemarkt.
Mainz, 12. Suli. Es notierten in Mark pro 50 Kilogramm (Großhandelspreise loko Mainz): Weizen W16 21,80, Roggen R15 17,80, Hafer H14 17,50, Futtergerste G 11 17,20 plus Zuschläge, Weizenkleie W16 11,13, Roggenkleie R15 10,44 (Mühlenfestprei'se), Sojaschrot 13, Fabrikpreis ab südd. Fabrikstation. Tendenz: Brotgetreide und Gerste in Erwartung der neuen Preisrichtlinien geschäftslos. Für Futtermittel besteht weiter gute Nachfrage bei knappem Angebot.
Die Lndustne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
969: Freigabe von Sperrguthaben und Verrnögens- erträgniffen.
970: Bezahlung von eingeführten Mustern, Modellen, Büchern und Zeitschriften.
971: Neufassung der Warenlisten des tschechoslowakischen Handelsministeriums und der Devisenkommission (ersichtlich, welche Waren dem Bewilligungsverfahren und welche dem Devisenversayren unterliegen).
Erzeugungsregelung für Sauerkraut.
Die Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft hat sich entschlossen, ebenso wie im Vorjahre, zur Vermeidung eines übermäßigen Warendruckes die Herstellung von Sauerkraut nur in bestimmten Grenzen zuzulassen. Die Erzeugungsziffern sind unter Zugrundelegung früherer Produktionsjahre so errechnet, daß jedem Bedarf der Bevölkerung zu angemessenen Preisen Rechnung getragen werden kann. Durch die Anordnung Nr. 15 der Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft wird die Erzeugung von Sauerkraut nach Maßgabe gewisser Bestimmungen kontingentiert. Danach erhalten die Hersteller von Sauerkraut im Kontingentsjahr 1935 die Berechtigung, diejenigen Sauerkrautmengen herzu- stellen, die sich auf Grund der in der Anordnung enthaltenen Bestimmungen über die Errechnung des Grund- und Erzeugungskontingentes 1935 ergeben. Das Grundkontingent 1935 eines Sauerkrautherstellungsbetriebes ist gleich dem Grundkontingent 1934. Das gleiche gilt für das Erzeugunngskontin- gent.
Die als Ausfuhrkontingent 1935 auf besonderen Antrag zur Herstellung zusätzlich freigegebenen Sauerkrautmengen dürfen im Inlands nicht ab- gesetzt werden. Die Herstellung von Sauerkraut im Werklohn sowie die Erteilung von berartigen Aufträgen bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung. Das Kontingent gilt nur für den Betrieb, dem es erteilt wurde. Die Erzeugung in anderen Betriebsstätten bedarf ebenfalls der schriftlichen Genehmigung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung. Der Vorsitzende der Hauptvereinigung kann, um unbillige Härten zu vermeiden, auf Antrag Ausnahmen von den Bestimmungen der Anordnung machen. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Vroduktenmarkt.
In Erwartung der unmittelbar bevorstehenden Bekanntgabe der Oetreibefeftpreife für bas Wirt- schäftsjahr 1935/36 herrschte am Frankfurter Ge- treibegroßmarkt in ber zweiten Suliwoche stärkste Zurückhaltung. Die Nachfrage ber Mühlen nach alt- erntigem Brotgetreibe blieb sehr schwach. Am Weizenmarkt würben lebiglich kleberreiche Sorten gefragt, bie aber kaum angeboten waren. Überhaupt ist bas Angebot sowohl ber ersten wie ber zweiten Hanb stark zurückgegangen. Am Roggenmarkt zeigten nur bie Landmühlen für sofort lieferbaren Waggonroggen Kaufneigung.
Der Futter getr eibe mar ft lag fast völlig geschäftslos. Hafer bleibt zwar stark gesucht, doch kam Angebot nicht an bie Märkte. Nur bei Abnahme von anderem Futtergetreide ober bei Gegenlieferung von Kraftfuttermitteln waren einige Posten zu haben; Abschlüsse biefer Art kamen aber nicht zustanbe. Futtergerste lag vollkommen vernachlässigt. Das Sntereffe richtet sich auf bie neue Wintergerste, bereu Schnitt im Rhein-Main-Gebiet allen!-
114,25, Moenus 86, Rheag 139,50, RWE. 132, Schuckert 123,50 bis 123, Sübd. Zucker 193, AG. für Verkehrswesen 86, Lloyb 36,75.
Jranffurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 12. Suli. Auch nach der Preiserhöhung nahm das Geschäft einen zufrieden« stellenden Verlauf. Das Angebot in deutschen Eiern hat stark nachgelassen und wird glatt aufgenommen. Auch im Kleinhandel war die Absatzlage gut. Die Preise blieben unverändert, die Tendenz des Marktes ist durchaus fest. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoer-
Die hinter
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angeführten Ziffern geben die Hohe ö
erliner und Frankfurter Börse.
er zuletzt bejchlofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H..
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6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 193* 6’/j% Boung-Anleihe von 1930 .. Dcursche Anl.-Ablös.-Schuld mst
Auslos.-Rechten .............
4llt°/o Deutsche Reichspostschatzau- Weisungen von 1934, 1.......
6% et)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ............
4Vi% ehern. Hessische Landesbank Darmstadl Gold N. 12........
bVi% ehern. Hess. Landes^ypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...
4¥i% ehern. 8% Darmsl. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Eammelabl. An.
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban!
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6’/i% ehern. 4'/2% Franks. Hyp..
Bank-Liqn.-Pfandbriefe.......
6¥i% ehern. <y,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.....
<y,% ehern. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
*y,% ehern. 7% Pr. LandeSpfand- bciefanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-89
4% Oesterretchische Goldrente....
<20% Oesterretchische Silberrente
*% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/z% oesgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99
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5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Reniev.l913 4% Rumänische vereinh- Rente .. 2^% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o
2L@. für Berkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Prioat-Bank ... o Deutsche Bank und Dtsconto*
Gesellschaft................o
Dresdner Bant.............. o Reichsbcmk ................
A.E.»......................o
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Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ........... gy,
Gelten & Guilleaume.........o
Sfi^L^-f.Öcltr.Untem^anmfl. 5 Rheinische Elektrizität ....... 6
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co............... 4
Siemens & Halske.............
Lahmeoer L Lo.............' 7
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Deutsche Erdöl ...............
Gelsenkirchener.............. 0
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Koksmerke ..................6
Phönix Bergbau.............o
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rhetnstahl ................ßya
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Otavi Minen ...............o
Kaliwerke Aschersleben........ 5
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstall...............v
Goldschmidt .......... o
RütgerSwerke...............4
Metallgesellschaft............. 4
Philipp Hol»mann........... 0
Zementwerk Heidelberg ......ß
Eemeutwerk Karlstadt.........4
Schultheis Patzenhofer ....... 4
Aku < Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ............... 7
Daimler Motoren ............0
Deutsche Linoleum............
Lrenstein & Koppel ...........
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade.................. 0
Accumulatoren-Fabrik....... 12
Conti-Gummi .............. g
Grttzner.................... qi
Mcnnkraftwerke Höchst a.8L... 4
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117
226
113,5
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126,4
195
154
236
109,4
121,75
115,5
92,5
11_9
65,75
119,75
121,25
89
96,4
166,75
35,25
287,5
174,75
158
39,65 I
95,13
192,751
115,25
226 110,75 85,25
17,5
126
124
194
150
233,5
110,5 121,25
114,25
93 UM
63,75
118
120,5
89,25
93,9
166
35
174,5
157
38 1 94,25
193 |
116,5
123
226,75 113,25
87,65
17,9 126,5 124,5
195
154,13
109 121,13
113,75
65,65
120
120,5
89 143,25
95,9 166,5
90,4 35,25 287,5
175
158
39^4 |
193 I
114,25 121,65
226 111,25 86,25
17,5
126 122,5
194
150,9
108,4
119
114,5
92
111,75
64,5
118,25
119
89
143
94,75
167 89,5 34,75
288
174,5
157
38,25
193
Lombarbztnsfuß 5 o. H.
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt ol 21L
11. Juli
12.Juli
Amtliche Dotierung
Geld | Bries
Amtliche Notierung
Geld I Brief
Buenos 8Uxe* Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Heliingfors.. Parts ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien. Oslo..... ;
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ...
Neuyork...
0,658 41,885
0,139
3,047
54,91
46,925
12,295
5,42 16,415 168,83
20,50 0,722 5,674
61,80
48,95
11,16
63,39
81,21
34,01
10,34
2,478 r
0,662 41,965
0,141
3,053
55,01
47,025
12,325
5,43
16,455
169,17
20,54 0,724
5,686
61,92
49,05
11,18
63,51
81,37 34,07
10,36
2,482
anknoten.
0,658 41,885
0,139
3,047
54,85
46,905
12,285 5,415
16,405
168,88
20,50 0,721
5,684
61,74
48,95
11,15
63,33
81,19
33,99
10,34
2,481
0,662 41,965
0,141
3,053
54,95
47,005
12,315 5,425
16,445
169,22
20,54 0,723 5,696
61,86 49,05
11,17
63,45
81,35 34,05
10,36
2,485
Benin, 12 Juli
Geld
Amerikanische Note»...........
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische bloten...............
Holländische Noten..............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schtllinä Rumänische Noten..............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten...............
Spanische Noten.............
Ungarische Noten..............
2,433 41,72 54,79
12,25
16,36
168,46 19,86 61,53
63,11
80,96
33,63
2,453 41,88 55,01
12,29
16,42
169,14
19,94 61,77
63,37 81,28 33,77


