läherung nicht die gewünschten Folgen haben nürde. Wenn die französisch-deutschen Beziehungen
N'
würde.
Die politische Gesundung Portugals
butter
Landes» zten Male 'ußaufruf, ewußtfein will die d darum in dieser n Ausruf
Rundschreiben an die Pfarrer der Landeskirche Kurhessen-Waldeck davon Kenntnis gibt, daß er ein Amt zur Verfügung gestellt habe.
den Trümmern noch stritten sich die Parteigewalten. Schließlich war auch in Portugal die demokratische Einrichtung als überholt erkannt worden. Sie verging sich gegen das Wort, das Salazar sich als Richtschnur setzte: „Alles für die Nation, nichts gegen die Nation!" Der Kleinbauernsohn und nachmalige Professor an der berühmten Universität Coimbra schaffte daher das Parteigefüge ab und gab dem Lande die einzige Front der nationalen Union.
Das Parlament wird gewählt aus den alten Innungen, die Salazar mit besonderen Rechten ausstattete. Er tat hiermit einen besonders glücklichen Griff, da die Innungen das Wirtschaftsleben Portugals charakterisieren. Es wählen also die Innungen wie die der Konservenfabriken, das ist die bedeutendste Industrie Portugals, die Weinbauern, die Kirchengemeinden, die Gilden, völlig frei ihr besonderes Direktorium. Die eine Hälfte der Kammer wird also aus den Vertretern der Gilden gestellt. Die andere Hälfte aber besteht aus den Vertretern derer, die für den Staat etwas leisteten, also aus Familienvätern und aus solchen, die zur Unterhaltung einer Familie beitragen, was auch eine Frau sein kann.
So ist ein f e st e s «Staats gefüge entstanden. Streiks und Aussperrungen sind verboten, die Minister sind nicht dem Parlament, sondern allein dem Präsidenten verantwortlich. Die neue Kammer wird zum erstenmal am 15. April 1935 zusammentreten, weil an diesem Tage das Mandat des Staatspräsidenten General Carmona abläuft. Es ist aber zu erwarten, daß der Präsident, der mit Salazar Portugal von der Anarchie befreite, wiedergewählt wird.
Form von finanziellen Transaktionen unter Beanspruchung von Krediten abwickele. Der Reichsbankpräsident sei ferner der Ansicht, daß die Politiker durch Abkommen über- die Rüstungen und die Sicherheit eine Atmosphäre i) e s Vertrauens vorbereiten müßten, ohne die eine An-
Deutsche und französische Wirtschaft.
Zusammenarbeit gedeiht nur in einer Atmosphäre des Vertrauens.
Wettervoraussage.
Durch den mächtigen, von Skandinavien vordringenden Sturmwirbel sind erneut weitere Luftoersetzungen in Gang gekommen. Zu uns werden dabei vorerst mit einer Südwestströmung milde ozeanische Luftmassen verfrachtet, während von der Rückseite des Wirbels her mit Nordwestwinden nach England bereits kältere polar-maritime Luftmassen nachstoßen.
Aussichten für Sonntag: Zunächst häufig aufheiternd, aber in der Niederung vielfach Nebelbildung, nachts Frostzunahme, dann mit lebhaften Südwestwinden Milderung und später auch Niederschläge (vielfach Schnee).
Aussichten für Montag: Bei Luftzufuhr aus dem Westen unbeständiges und milderes Wetter mit einzelnen Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 11. Januar: mittags —0,5 Grad Celsius, abends —3 Grad; am 12. Januar: morgens 5,7 Grad. Maximum —0,5 Grad, Minimum — 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Januar: abends 0,6 Grad, am 12. Januar: morgens 0,1 Grad Celsius. — Niederschläge 0,2 mm. Schneehöhe 2 cm. — Sonnenscheindauer 0,8 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thnriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag: Brühl'iche Unwersitats Buch and Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Gröhe Aufträge für die Rüstungsindustrie in Sheffield.
London, 12. Jan. (DNV.-Funkspruch.) Die Stahlwerke von Sheffield haben im Jahre 1934 etwa 100 000 Tonnen Stahl oder e i n Z e h n t e l ihrer G e s a m t e r z e u g u n g zur Waffenherft ellung verwandt. Ein Mitglied der Handelskammer von Sheffield erklärte, daß der Fortschritt in der Herstellung von außerordentlich leichten und wider st andsfähigen Stahllegierungen zu neuen Aufträgen des Kriegsund Luftfahrtminifteriums geführt habe. Die drei größten Rüstungsfirmen in Sheffield stellten zur Zeit leichten Stahl für Flugzeugteile, Granaten und Panzerplatten her. Die wachsende Bedeutung Sheffields als Zentrum der Waffenindustrie werde durch die Anwesenheit von zehn Sachverständigen des Kriegs- und Luftfahrtministeriums gekennzeichnet.
LlebernahmedesFmsorgeamtsderSA. durch den 'NeichSschatzmeister.
Der Reichsschatzmeister der NSDAP, veröffentlicht im „Völkischen Beobachter" folgendes: Im Einvernehmen mit dem Chef des Stabes der SA. der NSDAP., Viktor Lutze, übernehme i ch mit sofortiger Wirksamkeit das bei der Obersten SA.-Führung bestehende Für sorge amt (Adolf- Hitler-Spende) in meinen Geschäftsbereich. Z u - schriften sind von jetzt ab zu richten an: NSDAP..-Reichsleitung, Fürsorgeamt München, Barerstraße 7. Die Leitung des Fürsorgeamtes bleibt in den Händen des Parteigenossen Oberführer Fürholzer.
Büchertisch.
— Führer über d i e o st preußischen Schlachtfelder. Bearbeitet von Major a. D. Dr. Walter Große. Mit einem Geleitwort vom Gauleiter und Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen Erich Koch. Mit mehreren Kartenskizzen. Kartoniert 60 Pf. Ost-Europa-Verlag, Königsberg in Preußen. 20 Jahre vergingen seit den denkwürdigen Augusttagen von 1914, die die Namen Tannenberg und Hindenburg unlöslich verbinden. Auf dem Boden Ostpreußens stand 1914 bis 1915 der deutsche Soldat in harten Kampfe gegen den eindringenden Feind. Der Verfasser ist ein mit den Kriegsereignissen in Ostpreußen hervorragend vertrauter Soldat. Der Aufmarsch von 1914, die ersten größeren Gefechte in Ostpreußen, die Tage von Tannenberg, die gewaltigen Kämpfe an den masurischen Seen und die Winterschlacht in Masuren, sind Gegenstand eindringlicher Beschreibung. Die Entwicklung der Gefechtslage wird durch übersichtliche Kartenskizzen treffend erläutert. In engem Zusammenhang mit dem kriegsgeschichtlichen Teil steht überall die Beschreibung der Wanderungen über die verschiedenen Schlachtfelder. Damit gewinnt das Büchlein ausgezeichneten Wert für jeden, der die Gefechtsfelder, Ehrenfriedhöfe und Denkmäler Ostpreußens besucht. — Diele unbekannte Einzelheiten erwecken unser Interesse. So ist dieser Führer für jeden Besucher Ostpreußens ein zuverlässiger Berater.
— Hans Halmbacher: „Ludwig Thoma und sein Jäger Bacher l". 2. Auflage, 4. bis 8. Taufend. F. C. Mayer Verlag, München 2 C. In Rauhleinen gebunden 1,80 Mark. — (651) — Man lernt in diesem sehr frisch geschriebenen Buch den berühmten Thoma als Jäger, Naturfreund und Mensch kennen. Bacherl, der letzte Jäger Ludwig Thomas, ein einfacher Bergler vom Tegernsee, hat ohne Liebedienerei, aber in urwüchsigem klaren Stil diese Erinnerung geschrieben. Die eigenartige Liebenswürdigkeit des gemütvollen Menschen und Dichters lebt 'dadurch wieder auf. Manche Eigenart Thomas wird offenbar, von dem Verfasser mit Humor und Takt geschildert. Wir lernen Thoma kennen: auf der Jagd in den Bergen und im Flachland, wie er mit seinen Freunden und den Leuten aus dem Volk verkehrt, zu Hause, in seiner Bauernstube, in der Wirtschaft, am Schießstand usw.
— Wer kennt Germanien? Von Charlotte Köhn-Behrens. Geh. 4 Mark, Leinwand 5 Mark, I. F. Lehmanns Verlag, München. — (653) — Die Verfasserin hat die deutschen Fachleute auf dem Gebiete der germanischen Frühgeschichte über all die Dinge befragt, die jeder Deutsche heute über die Frühzeit seines Volkes wissen möchte. : Männer, wie die Professoren Hans Hahne, Robert Mielke, Gustav Neckel, Freiherr von Richthofen, Carl Schuchhardt u. a. antworten in durchaus . unprofefforalem Plauderton und geben so zusammen ein Bild von Land und Leuten in Germa» . nien, das sich auch der Vielbeschäftigte und auf an- i derem Gebiet Arbeitende mühelos aneignen kann. ' Wir hören vom Leben in der Familie, von Sitten und Gebräuchen, von Zauber und Kult, von Klei» ; düng, Handwerk, Kunst und Handel und gewinnen : Einblick in das Staats-, Rechts- und Kriegswesen t der frühen Hoch-Zeiten germanischer Kultur bis zur ■ Zeit der Wikinger. Daß trotz aller Volkstümlichkeit - der Darstellung die wissenschaftliche Zuverlässigkeit ' und Sauberkeit gewahrt wird, dafür verbürgen die ■ Namen der befragten Fachleute.
fe.
)ie Ab.
Luh ^Qnnt» 19 am
Cg Wb.
^9 der
Mrgeb. ,r9", im ,es wej. he Der- s schwe» tfanlfurt P r q dj e «lern der -elephon. urch die
Völker, unq mit 'eiz unb werben, ^ebnis kessesäle Mische «1 Saar- h r wirb üt>n der welche lsi des nöer zu on wirb eien, be» en unb ’s Saar« d fobann bekannt»
auf allen Gebieten von demselben Geist getragen würden, wie die Beziehungen Dr. Schachts zur Bank von Frankreich, so würde eine ganze Reihe von Fragen, deren Lösung heute schwierig erscheine, mit Leichtigkeit geregelt werden können. Seine Verwaltung telephoniere fast täglich mit der Bank von Frankreich, und man arbeite vertrauensvoll und freundschaftlich miteinander.
Sauerwein zieht aus der Unterredung die Schlußfolgerung, daß die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen sicherlich nochweiter ausgebaut werden könnten, aber nur unter der Bedingung, daß Frankreich auch stark fei und daß es mit ebensoviel Sachkenntnis und Willenskraft wie Deutschland regiert würde. Um sich mit solchen „strammen Burschen" zu verständigen, müsse man ihrem Beispiel folgen, man müsse der Jugend Mut und Patriotismus predigen, ein vorzügliches Heer organisieren und Wirtschaft und Finanzen in wirklich modernem und dynamischem Geiste leiten.
Die Wahlen zum portugiesischen Parlament haben eine überwältigende Mehrheit für den Kurs ergeben, der feit 1926 dem Zeitalter der Revolutionen ein Ende gemacht hat. Als der letzte König aus dem Haufe Braganza am 4. Oktober 1910 mit feiner Tänzerin Gaby Deslys verschwand, kamen die anarchistischen Elemente in Portugal ans Ruder und nicht weniger als 42 Revolutionen verheerten bis zum Jahre 1926 das Land. Handel und Wandel verrotteten dabei. Erst als am 28. Mai 1926 ein Dutzend starker Männer, darunter Oliveira Salazar, die Diktatur ausriefen, ist Portugal im Gegensatz zu Spanien zur Ruhe gekommen. Ein Versuch, die schwarze Fahne des Monarchismus und die rote des Kommunismus im Januar 1934 aufzupflanzen, endete mit der Verhaftung der Verschwörer.
Der fähigste Kopf des neuen Portugal ist Salazar. Sohn eines Kleinbauern, arbeitet er mit jener minutiösen Genauigkeit, die Zahlen an Zahlen reihte, und es gelang ihm, in unverdrossener Arbeit, aus dem Land, das vor dem finanziellen Zusammenbruch stand, ein Land des Ueberschusses zu machen. Heute besitzt Portugal ein geordnetes Finanzwesen und der Haushaltsetat steht in feiner Einnahme höher als in der Ausgabe. Als Präsident Carmona am 11. April 1933 den Finanzminister mit der Führung der Regierung betraute, behielt Salazar den Posten des Säckelbewahrers bei. Denn für ihn ist eine geordnete Finanzwirtfchaft die Grundlage alles öffentlichen Lebens.
Arn gleichen Tage aber gab der neue Ministerpräsident dem Lande auch eine neue Verfassung. Ihre Grundlage ist die Wahrung der Staatsautorität. Denn die vielen Parteien und Regierungen hatten das Land fast ausgebrannt. Auf
fchen Außenminister Titulefcu. daß innerhalb der Kleinen Entente gewisse Gegensätze in der Stellungnahme zu den römischen Verhandlungen bestünden. Während Benesch sich uneingeschränkt für einen Beitritt der Kleinen Entente zu den Vereinbarungen eingesetzt habe, nehme der jugoslawische Außenminister I e f t i t s ch eine zurückhaltende Haltung ein und verlange, daß der Balkanbund, somit auch die Türkei, in den mitteleuropäischen Fragen als mitinteressiert erklärt werde. T i t u l e s c u habe sich dem südslawischen Standpunkt angeschlossen. Der Plan, den Benesch auf der Konferenz vertrete, gehe dahin, daß im Frühjahr eine große mitteleuropäische Konferenz in Rom stattfinden solle, die von der italienischen und von der französischen Regierung gemeinsam einzuberufen wäre. Benesch habe ferner den Vorschlag gemacht, daß die diplomatischen Vertreter der Kleinen Entente in Budapest mit der ungarischen Regierung die Wiederaufnah me normaler Wirtschaftsbeziehungen mit Ungarn und einer endgültigen Regelung der Minderheitenfrage erörtern sollten. Auf diesem Wege könnten dann die Voraussetzungen für einen mitteleuropäischen Pakt geschaffen werden. Titulefcu soll es übernommen haben, den Beitritt Polens zu dem neuen mitteleuropäischen Pakt zu erreichen.
«fflt «6 ^fenie
Eine kurze Ratstagung.
G e n f, 11. Jan. (DNB.) Der V ö l k e r b u n d s- r a t hat unter Vorsitz des türkischen Außenministers Rüschtü Aras zunächst, in geheimer Sitzung getagt. Bei dieser Gelegenheit kam die a b e s s i - nische Beschwerde gegen Italien zur Sprache. Die öffentliche Sitzung wurde mit einer Ansprache des Vorsitzenden zu Ehren des verstorbenen Mitgliedes des Haager Gerichtshofes und früheren Volkerbundsdelegierten Japans, Adatfchi, eröffnet. Sir John Simon und Maffigli schloffen sich im Namen ihrer Länder den ehrenden Worten des Vorsitzenden an.
Litwinow berichtete dann über die Verunreinigung d e r Meere durch Oelrück- stände. Die Frage hat deshalb eine Bedeutung, weil man einen schädigenden Einfluß dieser Oelrück- stände auf den Fifchbestand festgestellt hat. Die Untersuchungen sollen fortgesetzt werden mit dem Ziel, ein internationales Abkommen abzuschließen, das diese Verunreinigung einschränkt. Außenminister Simon gab dem großen Interesse seines Landes an dieser Frage Ausdruck. Er verlangte eine beschleunigte Arbeit durch die hiermit beauftragten Völkerbundsstellen. Der Rat vertagte sich daraufhin bis Montag vormittag. Damit ist für die privaten Besprechungen unter den hier anwesenden Ministern und Delegierten Zeit geschaffen.
Oie Kleine Entente und der Pakt von Rom.
Belgrad, 11. Jan. (DNB.) Eine Konferenz der Kleinen Entente in Laibach wurde mit folgender amtlichen Erklärung beendet: Der Ständige Rat der Kleinen Entente trat Freitag unter dem Vorsitz des rumänischen Außenministers Titulescu zu einer Konferenz zusammen. Den Hauptgegen- ftanb der Beratungen bildete die Beurteilung des in Rom vereinbarten Abkommens zwischen Frankreich und Italien sowie die Festlegung der gemeinsamen Haltung, die die Kleine Guten te in dieser Angelegenheit einnehmen wird. Die drei Außenminister drückten ihre Befriedigung über die Ergebnisse aus, die in den Verhandlungen zwischen Mussolini und Laval erzielt wurden, und vertraten die Auffassung, daß diese geeignet sind, den Frieden zu fördern und d i e Organisation d e s Friedens zu stärken. Die drei Außenminister faßten den Entschluß, mit allen interessierten Mächten bezüglich der praktischen Anwendung des römischen Abkommens zusammenzuarbeiten. Sie glauben zugleich auf diese Weise am besten ihre nationalen I n - t e r e s s e n, ebenso wie die Interessen der Allgemeinheit sicherzustellen, die durch die Kleine Entente stets verteidigt wurde.
lieber die Konferenz berichtet der Az Est unter Berufung auf eine Unterredung mit dem rumäni-
Ein Aufruf des Evangelischen Bundes.
Berlin, 11. Jan. Der Evangelische Bund 1 erläßt zum Saarkampf folgenden Aufruf: An unsere evangelischen Freunde im Saargebiet! Teure Glaubensgenossen! Es drängt uns, euch zu sagen, mit welcher Sehnsucht, zugleich aber auch mit welcher Zuversicht wir, die wir allezeit für unser Volkstum mit besonderer Liebe eingetreten sind, dem nahen Tage eurer Abstimmung entgegen- sehen. W i r glauben an eure Treue! Wir haben in Dankbarkeit für sie in steter Fürbitte hinter euch gestanden und keinen Augenblick daran gezweifelt, daß jetzt deutsche Treue ihren Lohn finden werde. Nun schlägt bald der Tag eurer Befreiung. Wir grüßen euch von ganzem Herzen als Schwestern und Brüder, die man zwar äußerlich schwere Jahre hindurch von der Mutter Deutschland losreihen konnte, deren Herzen ober mit uns verbunden waren in unlöslicher Gemeinschaft. Gott schenke uns gemeinsam gesegneten Fortgang im Wiederaufbau unseres Volkes und Vaterlandes, Frieden nach außen und innen, besonders auch unserer lieben evangelischen Kirche, und neue Kraft aus unserer Wiedervereinigung.
Das Präsidium des Evangelischen Bundes: Lic. Taube; D. Fahrenhorst; Lic. von der Heydt; Oberkons.-Rat Besig; D. Dr. Beyer; Lic. Semrau;
D. Waitz.
Völlig freie Entschliehung der Bischöfe
Berlin, 11. Jan. (DNB.) Das Diözesanblatt für das Bistum Speyer schreibt: Von gewisser Seite wird das Gerücht verbreitet, die Erlasse der Hochwürdigsten Herren Bischöfe von Speyer und Trier bezüglich der Saarabstimmung seien unter D r u ck von st a a t - licher Seite ergangen. Mit Entrüstung l eignen mir eine f o l d) e Unterstellung ab. Sie widerlegt sich non selbst durch die klare und entschlossene Haltung unserer hochverehrten Oberhirten, die in den vergangenen Jahren st ets in höchstem B-rantwortungsbewutztstm und chir en° sorge für die Heimkehr ihrer Diözesanen im Saargebiet gebetet und gearbeitet haben. Gerade wir Angehörige des Bistums Speyer kennen und bewundern seit den schwersten Tagen der Pfalz 1923 und 19 2 4 die aufrechte Haltung und unbeirrbare Vaterlandsliebe unseres hochwürdigsten Herrn Bischofs in ollen entscheidenden Fragen unseres Volkes und schätzen uns glücklich, daß Deutschland diese Bewunderung für unfern Oberhirten mit uns teilt. Zu unterstellen, daß Seine Exzellenz in der geschichtlichen Frage der Saarheimkehrer, die über jeder Tages- uno Parteipolitik steht, unter irgendeinem fremden Druck handeln sollte, scheitert von vornherein an seiner hohen Auffassung von der Sendung eines deutschen Bischofs und der Große feiner geschichtlichen Verdienste um Deutschland.
Landesbischof T^eis-Kasiel tritt zurück
Die „Kasseler Neuesten Nachrichten" bringen eine Mitteilung der dortigen Landesstelle des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda, nach der Landesbischof Theis in einem amtlichen
Sim Unterredung mit Schacht
Paris, 11. Jan. (DNB.) Dem Außenpolitiker des „Paris Soir", Jules Sauerwein, hat Reichs- wirtfchaftsminifter und Reichsbankpräsident Dr. Schacht in einer Unterredung u. a. erklärt, daß Deutschland mit feinen ausländischen Devisen so sparsam wie möglich umgehen und es verhindern müsse, daß die Mark im Auslande umlaufe, solange Deutschland gezwungen sei, auf der Grundlage des Warenaustausches von der Hand in den Mund zu leben. Mit dem Tage, an dem die allgemeine Weltlage sich ändere und er nicht mehr an die deutschen Schulden zu denken brauche, werde er am anderen Morgen die deutsche Wirtschaft und den Devisenumlauf von ihren Beschränkungen befreien Die Schulden aber müsse und wünsche er zu bezahlen, doch könne er dies nur, wenn die finanziellen Vorschriften lückenlos durchgeführt würden. Den Leidensweg der Kreditpolitik wolle er nicht erneut beschreiten.
Sicherlich, so sagt Sauerwein weiter, denke auch Dr. Schacht, daß einige der in der Bank von Frankreich oder im Spar st rümpf des ranzösischen Bürgers schlafende Milliarden der Weltwirtschaftslage ein anderes Gesicht geben würden, wenn man sie in Um» lauf setzte. Dr. Schacht wünsche, daß sich der Handel zwischen beiden Ländern in G e st a l t elnesWarenaustausches und nicht etwa in
mit Stolz hichte be- kscheidung igs nicht erfangen, ng zu Volkstum Ille Der» 5 Gott ch nicht deutschen n an der Kelch bis niede des i auch die üchse der ids nicht bewährt, ürer des lvs ihrer i(f übrig, ird) Der» aust heute traben, lchländ r aller iu abseits Erbe des iheit aller deutjchek
Opfer »er e n mW tBoltstam ,r glaube Mung ie Faust >er goU- en h r'i um «uh alle, tue konntet,
Ruttet nden jte Duhe wir allen Bewußt' and. M des glel' was es
! Fre-M i ist * 3 Januar ollen dl-
M WM A
>arbe°°L
S) IÄ
aW1
Flandr'n spricht beute im Rundfunk.
Paris, 12. Jan. (DNB. Funkspruch.) Ministerpräsident F l a n d i n wird am heutigen Samstag über alle französischen Staatssender sprechen. Seine Rede wird in vier Teile zerfallen. Im ersten Teil will er die bisherigen Lei st ungen seines Kabinetts behandeln: Haushalt, Gesetze zur Behebung der Getreide- und Weinbaukrise, Militärkredite und internationale Beziehungen. Der zweite Teil wird den Wirtschaftsplänen gelten, insbesondere der Neuorganisation der Industrie. Im dritten Teil will er sich mit dem Finanzprogramm für 1 935, vor allem mit der Kreditpolitik befassen. Schließlich wird er die «5 t a a t s r e • o r m , die mit der Justizreform ihren Anfang nehmen soll, behandeln.
Flandin hat dem „Figaro" in Umrissen den Inhalt seiner Rundfunkrede mitgeteilt. Innenpolitisch setzt er sich für den nationalen Zusammenschluß, währungspolitisch für die Stabili- fierung des Franken und den Schutz der Sparer ein. Außenpolitisch stellt er das Leitwort Sicherheitin den Vordergrund. Die in Rom unterzeichneten französisch - italienischen Abkommen und die nächsten Besprechungen von London würden Aufschluß geben über Frankreichs Art, den Frieden zu sichern.
Ein Appell ehema igerGaarregimenter
Berlin, 11. Jan. (DNB.) Ehemalige Ange- hörige der Regimenter, die früher an der Saar beheimatet waren, veröffentlichen folgenden Mahnruf:
„Mit allen Frontkämpfern der Regimenter, die an der Saar beheimatet waren, wissen ihre unterzeichneten ehemaligen Offiziere aus der Reichs- Hauptstadt sich eins, wenn sie einen letzten, eindringlichen und herzlichen Appell an ihre Brüder an der Saar richten: Tut eure Pflicht, w ie Blut und Ehre fordern, bleibt treu euren Deutschen Müttern, euren Vätern, Brüdern und Söhnen, die für euch ebenso wie für das ganze Deutfchland kämpften und starben. Marschiert geschlossen in die Heimat, in gleichem Schritt und Tritt, wie einst eure Regimenter dem Ruf des Vaterlandes folgten. Deutschland sorgt für den ärmsten Volksgenossen am reichsten, sein ärmster Sohn muß daher auch sein treuester sein. Das Reich erwartet die Meldung: 550 000 Saardeutsche zur Stelle!"
Unterzeichnet ist dieser Aufruf u. a. von Offizieren des ehemaligen 8. Rheinischen Jnsanterie- ^egiments Nr. 70, darunter Generaloberst Heye; vom ehemaligen Westfälischen Dragoner-Regiment Nr. 7, darunter General der Kavallerie von Pvseck. Ferner beteiligten sich Angehörige vom ehemaligen Ulanen-Regiment Nr. 7, vom ehemaligen Infanterie-Regiment Nr. 30 und vom ehemaligen Feldartillerie-Regiment Nr. 8.
Der Reichsverband deutscher Offiziere.
Der Reichsverband deutscher Offiziere sandte a n den Führer und Reichskanzler Adols Hitler folgendes Telegramm: In den Tagen der Saarabstimmung schlagen unsere Herzen den Brüdern und Schwestern des Saargebietes besonders entgegen voll Freude und Genugtuung, daß diese, die innerlich nie von uns getrennt waren, nun wieder auch äußerlich zu uns gehören sollen. «Bei Rückkehr der Saardeutschen ins deutsche Vaterland danken wir diesen für ihre Treue und unserem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler für seine sichere Führung und zielbewußte Politik. Wir Offiziere der alten Wehrmacht erneuern gerade in diesen Tagen freudigen Herzens unser Treuegelöbnis zum Führer.
bann Die ausländische Presse In seine Druckerei geführt und ihr erklärt, daß die Faschisten ihm den Strom gesperrt hätten, und daß das ein Eingreifen in die Wahlfreiheit bedeute Er werde nunmehr eine Verfehle- bunq der 21 b ft immun $ beantragen. Eine Nachfrage beim Oberbürgermeister Neitzel ergab sofort, daß von einer Strom st örung feine Rede sein konnte, die Stromlieferung an die Dolksstimme vollkommen in Ordnung war und das angebliche Versagen der Stromlieferung auf Vorgänge innerhalb der Volks- st imme-Dr uckerei zurückzuführen ist. Braun hat seine Volksstimme abends um 10 Uhr noch drucken und herausgeben lassen.
Franz Seidte an
den Bund der Frontsoldaten „(Soor".
Der Bundesführer des NS.-Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister S e l d t e , hat an den Bund der Frontsoldaten „Saar" folgendes Telegramm gerichtet: „Der NS.-Deutsche Frontkämpferbund (Stahl- ' Helm) sendet seinen Kameraden, den deutschen Frontsoldaten und allen deutschen Volksgenossen an der Saar in diesen für die Rückkehr des Saargebietes zum Reich entscheidenden Tagen seine kameradschaftlichen Grüße und Wünsche in der sicheren Erwartung, voll auf den deutschen Sieg vertrauen zu können.


