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cerftat kn ßouftana. Der Gouverneur erließ eine Proklamation, in der er Long als den größten Auf bauer Louisianas in den letzten 250 Jahren und als größten Vorkämpfer für die ver­bürgten Rechte des Volkes in den Vereinigten Staaten bezeichnet, dessen Name in den Annalen der Vereinigten Staaten fortleben werde. Während Songs politische Gegner bereits Schritte unternehm men, die von ihm in langjährigen Kämpfen in den Südstaaten aufgebaute politische Organisation zu zerstören, treffen unzählige Beileidsbezeugungen ein, darunter von Roosevelt, vom Kabinett, von Kon­greßmitgliedern und auch von politischen Gegnern. Es ist zu erwarten, daß das Attentat auf Long eine große Rolle im kommenden Wahlkampfe im nächsten Jahre spielen wird.

Weitere günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes.

Berlin, 10. Sept. (DNB.) Obwohl im August die Aufnahmefähigkeit der Außenberufe für Ar­beitskräfte geringer zu werden pflegt und schon mit Entlassungen aus einigen Zweigen gerechnet wer­den muß, ist dank der starken Auftriebstenden­zen der deutschen Wirtschaft die Arbeitslosenzahl im diesjährigen August wieder erfreulich zurück- gegangen. Rund 48000 arbeitslose Volksge­nossen konnten auch in diesem Monat wieder in Arbeit und Brot gebracht werden. Der Bestand an Arbeitslosen betrug nach den Zählungen der Ar­beitsämter am 31. August 1 706 000, die Arbeits­losigkeit ist damit seit dem diesjährigen Höch st st and um fast 1,3 Millionen z u - rückgegangen.

Bei der Beurteilung des August-Rückganges ist zu berücksichtigen, daß infolge der günstigen Wetter­lage die Getreideernte in weiten Teilen des Reiches schon in diesem Monat im wesent­lichen beendet werden konnte und infolgedessen Erntehilfskräfte von der Landwirtschaft wieder frei­gegeben wurden. Auch die Zahl der Notstands- arbeitet verringerte sich im Zuge der plan­mäßigen Einschränkung der Notstandsarbeiten wei­terhin um 13 000. Trotzdem gelang es, nicht nur diese Zugänge anderweitig wieder in Beschäftigung zu bringen, sondern darüber hinaus die weitere Senkung des Arbeitslosenstandes zu erzielen. Am aufnahmefähigsten zeigten sich dabei die Gruppen des Metall - und Baugewerbes.

(Ernennungen im Reichsheer.

Berlin, 10. Sept. (DNB.) Das Reichskriegs. Ministerium gibt folgende Ernennungen zum 1. Ok­tober 1935 bekannt:

Generalmajor von Reichenau, Chef des Wehrmachtsamtes im Reichskriegsministerium, zum Kommandierenden General des VII. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis VII. Generalmajor Keitel, Jnfanterieführer VI, zum Chef des Wehr- Machtsamtes im Reichskriegsministerium. General­major Köstring zum Militärattache bei der Bot­schaft in Moskau und der Gesandtschaft in Kowno. Oberst Friederici zum Militärattache bei den Gesandtschaften in Budapest und Sofia. Oberst von Faber du Faur zum Militärattache bei der Ge­sandtschaft in Belgrad. Oberst von Studnitz zum Militärattache bei der Botschaft in Warschau. Oberstleutnant Rössing zum Militärattache bei den Gesandtschaften in Helsingfors, Riga, Reval,

Deutschland marschiert in einem neuen Glauben.

Französische Besucher über ihre ersten Eindrücke vom Reichsparteitag.

Paris, 11. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der nach Nürnberg entsandte Sonderberichterstatter des Journal", Didier Poulain, veröffentlicht seine ersten Eindrücke über den Parteitag unter der Ueberschrift:Die triumphale Ankunft Reichskanz­lers Adolf Hitler. Das Idol des neuen Deutsch­lands in Nürnberg." Er schreibt u. a.: Wenn man als Franzose das heutige Deutschland nach seinem Wert beurteilen wolle, so müsse man sich zunächst einmal darüber klar sein, daß ein r e l i g i ö s e r Hauch ganz Deutschland durchdrungen habe. Man müsse verstehen, daß gewisse Streitigkeiten, die in Frankreich viel mehr Lärm gemacht haben würden als in Bayern, Preußen, Württemberg ober West­falen, Deutschland nicht erschüttert hätten.

Täuschen wir uns nicht", so schreibt Poulain weiter,hier ist der Kommunismus tot, hier hören konfessionelle Auseinandersetzungen auf, wenn es sich um den Gedanken der Nation handelt. Hier gibt es keine sterile Politik; eine einzige Partei: der Nationalsozialismus, ein ein- ziger Mann: Hitler, ein Führer, eine ein­zige Idee: Deutschland seinen Platz in der Welt wieder geben und eine einzige Religion, die des Vaterlandes." Die große unbesiegbare Macht des nationalsozialistischen Staates abstreiten wollen, hieße, sich unbedingt mit einem gefährlichen Chloroform betäuben. Hitler habe dem deutschen Volk anscheinend nicht den Reichtum gebracht, aber er habe für alle einen neuen Glauben geschmiedet, in den die größten Hoffnungen, die Lust zum Kampf und der Opfergeist sich ver­

einten. Es sei notwendig, daß die Franzosen dies verstünden und sich mehr mit dem Gedanken ver­traut machten, daß das Deutschland von heute zu seiner materiellen Kraft noch die Kraft der Ideale geselle.

Der Berichterstatter schildert sodann das Ein­treffen des Führers und fährt u. a. fort: Man mache in Frankreich den Fehler, die Feinde Frankreichs lächerlich oder grotesk zu machen. Wenn dieser Mann ein Feind Frankreichs sei, was er be­streite, so sei es besser, ihn so zu sehen, wie er moralisch und physisch in- Wirklichkeit fei, nämlich ein Soldat und ein Kriege r. Das Deutschland von gestern und von heute vereinten sich jetzt in dem gleichen patriotischen Glauben. Frankreich müsse darüber nachdenken und es ver­stehen.

Der Sonderberichterstatter desPetit Jour- n a l" weist auf die ft r e n g e Disziplin hin, die trotz der überfüllten Straßen überall festzu­stellen sei. Man könne überzeugt davon fein, daß die 500 000 Anhänger des Führers, die aus allen Teilen Deutschlands herbeigeeilt seien, bequem untergebracht und in den riesigen Feldküchen auch genügenb Essen finden werden. In den kommenden Tagen werde man alle diese Männer in vollkom­menster Disziplin an dem großen Ereignis teil­nehmen sehen. Der Nürnberger Berichterstatter desI o u r" unterstreicht die Begeisterung der Massen auf der Fahrt nach Nürnberg und die Aufrichtigkeit, die aus ihren Lobreden auf den Führer gesprochen habe.

Stockholm, Oslo und Kopenhagen. Der bisherige Kommandierende General des VII. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis VII, General der In­fanterie Adam, wird zum Kommandeur der neugeschaffenen Wehrmachtsakademie er­nannt.

Unterbringung der im Herbst ausscheidenden Soldaten.

Berlin, 10. Sept. (DNB.) Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsministerium hat die Reichs- anstalt für Arbeitsvermittlung die Be­setzung der durch (Eintritt in die Wehrmacht und in den Arbeitsdienst freiwerdenden Arbeits­plätze übernommen. Für die Besetzung dieser Arbeitsplätze sind in erster Linie die im Herbst aus der Wehrmacht ausscheidenden geeigneten Soldaten in Aussicht genommen. Um die Einheit­lichkeit dieser Maßnahme sicherzustellen, ist die Durchführung der Aktion ausschließlich den Arbeits­ämtern übertragen worden. Eine Mitwirkung an­derer Organisationen ist nicht vorgesehen und un­zulässig.

Erste Werflprobefahrt des Kreuzers «.Nürnberg".

Berlin, 10. Sept. (DNB.) Am 10. September, dem Tage der Eröffnung des Reichsparteitages der Freiheit in Nürnberg, lief der neue Kreuzer der KriegsmarineNürnberg" zu seiner ersten Werftprobefahrt aus dem Reichskriegshafen Kiel

aus. DieNürnberg" ist der sechste Kreuzer­neubau der Kriegsmarine, dessen Stapel­lauf am 8. Dezember 1934 in Kiel auf den Deutschen Werken stattfand. Die Taufe vollzog der Oberbürgermeister von Nürnberg, Liebel, in Gegenwart des Oberbefehlshabers der Kriegs­marine, Admiral Dr. h. c. Raeder, und des Gauleiters von Franken, Julius Streicher. Die Ueberlebenöen des bei den Falkland-Jnseln nach heldenmütigem Kampf gegen erdrückende Uebermacht am 8. Dezember 1914 mit wehender Flagge gesunkenen er st en KreuzersNürn­berg" nahmen seinerzeit am Stapellauf teil.

Llederwachung weltanschaulicher Vereine.

Berlin, 10. Sept. (DNB.) In letzter Zeit meh­ren sich die Fälle, daß auf geistigem und weltan­schaulichem Gebiet Personengruppen sich zu Gesell­schaften, Vereinen, Bünden usw. zusammenschließen und bestehende Vereine angeblich zum Zwecke der Gleichschaltung bei den Behörden Anträge auf Ge­nehmigung von Satzungen und Satzungsänderungen stellen. Da die Gefahr besteht, hierbei zu versuchen, unter harmloser Maske das vom Nationalsozialis­mus bekämpfte liberale Geistesgut wieder aufleben zu lassen, hat der Reichs - und Preußische Mini st er des Innern angeordnet daß dem Beauftragten des Führers zur lieber» wachung der Schulung und Erziehung der gesamten nationalsozialistischen Bewegung in allen Fällen, in denen von Vereinen, die sich auf geiftigemunb

weltanschaulichem Gebiet betätigen, An­träge auf die Genehmigung zur Gründung oder zur Aenderung des Namens oder des Zweckes zugehen, Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben ist.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führerund Reichskanzler empfing am Dienstag Seine Hoheit Varzand-i-Khan, Ma­haradscha von Patiala, der zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen ist, in Privat­audienz. ,

Der Gouverneur des Staates Neuyork, Leh­mann, ersuchte den Oberpolizeirichter Jacob Gould S h u r m a n jun., ihm einen Bericht überbie Ausführungen des Richters Brodsky im Prozeß wegen der kommunistischen Ausschreitun­gen gegen dieBremen" zuzustellen. Gouverneur Leh­mann erklärte, er werde Shurmans Bericht kom­mentarlos dem Staatssekretär Hüll übermitteln.

Gegen die nationale Regierung in Portugal wurde Dienstag ein Auf st ands versuch unter­nommen, der jedoch im Keime erstickt wurde. Der Marineoffizier Mendes Norton versuchte, den KreuzerBartholomä Diaz" zum offenen Aufruhr zu veranlassen, wurde aber von dem Kreu- zerkommandanten verhaftet, ebenso verschiedene regierungsfeindliche Elemente. In Lissabon wurde der Ausnahmezustand angeordnet.

Wetterbericht

des Relchswellerdiensles. Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereich einströmender Polarluftmassen machten sich am Dienstag bei heiterem Himmel und sehr klarer Sicht intensive Sonneneinstrahlung, aber auch starke nächtliche Ausstrahlungen bemerkbar. Immer­hin hielt sich die Temperatur im Tagesdurchschnitt noch 5 bis 6 Grad unter normal, während nachts in vereinzelten ungünstigen Lagen der Gefrierpunkt leicht unterschritten wurde. Die Großwetterlage ge­staltet sich um, wobei zunächst für uns Wärmezu­nahme, späterhin mit Zufuhr feuchtwarmer Meeres­luft, Aufkommen von Bewölkung und anschließend auch schwache Gewitterneigung zu erwarten ist.

Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch heiter und trocfen, stärker zunehmende Tages­erwärmung, meist südliche Winde.

Aussichten für Freitag: Vielfach wolkig, ziemlich warm und etwas schwül, aufkommende Niederschlagsneigung.

Lufttemperaturen am 10. September: mittags 16,9 Grad Celsius, abends 7,1 Grad; am 11. September: morgens 4,1 Grad. Maximum 17,6 Grad, Minimum 1 Grad.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Heute nacht verstarb nach kurzem schweren Leiden unsere innigst-

geliebte Tochter, Schwester und Nichte

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Ludwig Hagel

Burkhardsfelden, den 11. September 1935.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. September, nachmittags

3 Uhr statt.

Else Nagel

im Alter von 15 Jahren.