Zusammenschluß derGartenbauwirtschast
Horst Wessel als Korpsstudent
e n 0 rn- Hcmdel Handel A p o -
ist der
Aus korpsstudentischen Kreisen wird uns geschrieben:
Am 23. Februar 1935 waren es fünf Jahre, daß Horst Wessel, der tapfere und symbolhafte Vorkämpfer des Nationalsozialismus, von feigen Kommunisten dahingemordet, sein junges und hoffnungsreiches Leben aushauchte. Horst Wessel, der durch sein Beispiel und sein Lied zum unsterblichen Kämpfer und Sänger des Dritten Reiches geworden ist. Ihm, der als der Treuesten einer unter uns fortlebt, find wir es schuldig, daß ihm auch als Korps st udent und deutscher Waffe n st u d e n t sein Recht widerfährt. Es gilt zu brechen mit dem Gerücht, der Nationalsozialist und SA.-Sturmführer Horst Wessel habe sich innerlich nicht mehr mit seinen Korps verbunden gefühlt, er habe sein Band niedergelegt, seinen Korps den Abschied gegeben und ähnliches. Alle diese Ausstreuungen sind unrichtig. Ein Korpsbruder Horst Wessels, Dr. RudolfSabath (Normanniae-Berlin), hat'in seiner am 30. September 1934 an der Horst- Wessel-Eiche auf der Nudelsburg bei Kosen gehaltenen Ansprache hierzu folgendes ausgeführt-
„Ich will nicht näher darauf eingehen, wie nach unsren Ehrbegriffen und nach nationalsozialistischer Auffassung die Verbreitung von Gerüchten, die lediglich der Verkleinerung oder Verächtlichmachung dienen, zu bezeichnen ist. Ich halte es an dieser
Stelle vielmehr nur für meine Pflicht, derartige Behauptungen mit aller Entschiedenheit als unwahr zurückzuweisen. Die Verbundenheit Horst Wessels mit seinem Korps hat bis zu seinem Tode bestanden und wird in aller Ewigkeit weiter- bestehen. Beweis dafür ist, daß er als SA.-Mann noch nach Wien gegangen ist, um dort sich sein zweites Korps-Band, das Band der Alemannen zu erwerben; Beweis ist, daß niemals der Gedanke bei seinem Korps bestanden hat, ihn auszuschließen; Beweis ist, daß er noch zwei Tage, bevor er den Meuchelmördern zum Opfer fiel, mit mir als feinem väterlichen Freund und Korpsbruder stundenlange Zwiesprache hielt, in der er mir sein Innerstes erschlossen hat, und er die Veranlassung war, daß mein Sohn sich der SA. anschloß. Beweis ist ferner seine eigene Familie, die sicherlich mehr Einsicht in die Beziehungen Horst Wessels zu seinem Korps hat als die, die vielleicht Horst Wessel persönlich nie kennengelernt haben. Und wenn wir heute an dieser Horst-Wessel-Eiche einen Kranz zu seinem Gedächtnis niederlegen, so geschieht es nicht nur, um ihn als den Wegbereiter des Dritten Reiches und als den Dichter seines zur Nationalhymne gewordenen Liedes zu ehren, sondern um ihm zu danken, daß er sich bis zu seinem Ende auch stets zu seinem Korps bekannt hat, wie wir auch stets uns zu ihm bekennen werden. Treue um Treue!"
gewußt: daß der deutsche „Saargänger", der Arbeiter, der rings im Lande wohnte, im Hunsrück vor allem, weiterhin sein Brot unten an der Saar, in den Hüttenwerken und Gruben fände. Und auch die einzige Feldfrucht, die viele der Hunsrückbauern auf ihrem mageren Boden anbauen konnten, die Kartoffel, durfte nicht mehr ihrem einzigen Absatzmarkt, eben dem Jndu st riebe cken der Saar, zugeführt werden. Dafür wurden Erzeugnisse aller Art von Frankreich her eingeführt. Elend und Arbeitslosigkeit, Mutlosigkeit, Verzweiflung waren in die Hochwalddörfer und in die Eifeldürfer am Rande des Saargebietes eingezogen. Auswanderung setzte ein, manche suchten in fremden Ländern neue Existenzmöglichkeiten. Die Sterblichkeitszisfer war hoch, die Krankenhäuser in den Städten füllten sich mit erbkranken und unterernährten Menschen, denen ein sinnlos gieriges Diktat die natürliche Ernährungsgrundlage, den Lebensraum, genommen hatte.
Und nun das weitere Umkreisland der Saar: das Trierer Land, die Stadt Trier selber! Einst war sie aufgeblüht als Sammelplatz der Randindustrien des Saarbeckens. Alle Erzeugnisse der Trierer Fabriken und Werkstätten hatten eine Beziehung irgendwelcher Art zur Saar. Es waren häufig verarbeitende Industrien für die Schwerindustrie der Saar. Metall, Keramik, Leder, vieles andere mehr wurde dann auch wieder für die eng besiedelte Saarlandschaft verarbeitet. Das alles hörte auf, als 1919 ein Federstrich das Saarland vom Trierer Land, vom mittleren Moseltal trennte. Das bedeutete die Durchschneidung einer Lebensader des deutschen Lebens der Weftmark.
Gruppe gehören ferner die Hersteller von Rübensaft, Limonaden, Tafelwasser (mit Ausnahme staatlicher und gemeindlicher Betriebe), Essig und Speis esenf.
3. Die Betriebe, die mit den genannten Erzeugnissen handeln (Verteilergruppe). A u s g men ist aus naheliegenden Gründen der mit ausländischem Rohtabak, sowie der mit den genannten Erzeugnissen durch
tenwahl im Vorjahr Masaryk ohne Ausnahme ihre Stimme gegeben haben, diesmal überall an den Feiern zum Geburtstag des Staatspräsidenten mehr als einen nur äußerlichen Anteil nehmen werden, darf man sich nicht darüber wundern. Für sie ist der alte Mann auf dem Präsidentenstuhl eine Art Bürge zwar nicht der ihnen in den Minderheitenschutzverträgen zugesagten Gleichberechtigung — diese wurde nie völlig durchgeführt und in den letzten Jahren immer mehr gemindert — aber doch gegen eine völlige Ausschaltung von der Mitberatung — Mitbestimmung kann man trotz deutscher Ministerposten nicht gut sagen. Auf der andern Seite ist es aber gerade die große Mehrheit der Deutschen in der Tschechoslowakei, die eine neue Zeit auch hier herannahen sieht und daran mit- arbeiten möchte. Daß sie nur ein Mittel haben, nicht völlig unter die Räder zu kommen, nämlich die größtmögliche Einigkeit, dürften sie nun ja wohl alle eingesehen haben. Mutig den Sprung ins Unbekannte zu wagen und ohne ängstliche Deckung hinter einem einzelnen, und sei es auch der Staatspräsident, zu suchen, dem Geist der Zeit Rechnung zu tragen und sich künftig von den Tschechen bei neuen Entwicklungen nicht ausschalten zu lassen, wird die schwere Ausgabe ihrer Führer sein.
Auch ein Masaryk kann der Zeit nicht gebieten, still zu stehen, und bei der „gottgewollten Ordnung von 1919" — wie es Dr. Benesch einmal genannt hat, auf ewig zu verharren. Daß alle Nachbarn und ganz Europa das lebhafteste Interesse daran haben, daß der Uebergang auf politisches Neuland auch in der Tschechoslowakei mit möglichst geringen Erschütterungen vor sich gehe, ist klar.
Trier wurde eine stille, wirtschaftlich scheinbar bent Untergänge geweihte Stadt. (Es hatte ja außerdem auch noch seine starke deutsche Garnison verloren.) Der Bischof von Trier aber sah einen bedeutenden Teil seines Kirchenvolkes unter fremde politische Herrschaft geraten — wobei die Gefahr entstand, daß sich der französische Klerus die Lage zunutze machte und das Saarland dem nächsten französischen Bischofssitz unterstellte. Dies wurde durch kluge Taktik vermieden.
Und so geht nun ein Aufatmen durch das Grenzland,'dem die Wege hinüber ins Saarbecken wieder erschlossen werden. Schwere Sorgen sind jetzt in Hoffnungen verwandelt: es wird wieder ein einheitliches Wirtschaftsgebiet entstehen — wenn auch nicht unter den sorglos günstigen Bedingungen der Vorkriegszeit, so doch unter einem neuen ernsteren Zeichen: den Fahnen des Dritten Reiches. Was das menschlich, völkisch, nationalpolitisch für die Weftmark bedeutet, das ist noch mit Worten schwer zu beschreiben. Hier bricht ein neues Zeitalter für ein schwer geprüftes deutsches Land an, für einen Menschenschlag, der zäh an seiner Heimat hängt und seit Jahrhunderten um dieser Liebe willen zu leiden hatte. Seine unbesieg- liche Heiterkeit hat einen neuen Auftrieb erhalten. Zerrissene Familien werden wieder zur Einheit kommen, keine Grenze trennt mehr die drüben an der Saar von denen hüben an der Mosel. Keine Zollschranke und keine fremde Polizei kann mehr trennen, was von Gottes und Natur wegen zufam-
t h e k e n.
Gartenbau im Sinne dieser Verordnung . Anbau von Obst, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen, sowie von Gemüse- und Blumensamen. Zum Gartenbau gehören auch die Baumschulen mit Ausnahme der forstlichen Baumschulen.
Aufgabe dieser Zusammenschlüsse ist die Durchführung der Marktordnung durch Regelung der Erzeugung, des Absatzes und der Verwertung, sowie der Preise und Preisspannen für Erzeugnisse der Gartenbauwirtschaft. Um den Absatz zu regeln, können Gütebestimmungen getroffen,Marktverordnungen für einzelne Gebiete erlassen, eine angemessene Vorratshaltung vorgeschrieben, M i n d e st u m s a tz m e n g e n für die Verteilergebiete festgesetzt werden usw. Die Festsetzung von Preisen und Preisspannen bedarf der Zustimmung des Reichsministers für Ernährung. Die Neuerrichtung von Betrieben der Verarbeiter- und Verteilergruppe ist mit Ausnahme des Einzelhandels genehmigungspflichtig. Die Verordnung tritt am 15. März 1935 in Kraft.
Eine Grenze fällt....
Ein Aufatmen bei den Nachbarn des Saarlandes.
Von (Surf Hotzel.
Das Saarland kehrt heim ... Parole für einen die ganze Welt angehenden Sieg deutschen Willens zur Volksgemeinschaft. Weittragendes außenpolitisches Ereignis, Fanfare des Selbstbehauptungswillens über ganz Deutschland hin ... So sieht sich diese Heimkehr vom Fern- st e n her an, so wirkt sie auf die Welt. Aber alle Bewegungen der Völker haben auch ein N ä ch - ft e s, haben ein anderes Gesicht von der Nähe. So auch die Saar. Da war es schon ein ungewohnter Anblick auf den Bahnhöfen des Trierer Bezirks, die deutschen Wagen zu sehen mit der weißen Anschrift „Saar". Da kamen die Autos mit derselben Schlußmarke. Da kamen die Briefe, da kamen die vielen anderen Merkmale eines selbständigen „Landes" außerhalb unserer Grenzen, das hieß: „Die Saar". Immer ein Anstoß uns allen. Immer ein Menetekel für die, die meinten, es würde uns was geschenkt. Das ist nun überwunden. Das ist nun Vergangenheit. Was aber heißt das für die nächste Nachbarschaft? —
Wer einmal in vergangenen Jahren durch den Hochwald des Hunsrück gewandert ist und Einkehr gehalten hat in den stillen Dörfern dort oben, der weiß, was es für diese Nachbarn des Saarlandes heißt, wenn von jetzt ab keine fremde „Besatzungsbehörde" (denn was war die ,Saarregierung" anderes?) mehr dreinreden kann, wenn es darum handelt, etwas nach dem Saarbecken dort unten für die vielen arbeitenden Menschen zu verkaufen, wenn es darum handelt, dort unten am Ende selber wieder Arbeit zu finden rote ehedem in alten Zeiten. Denn das hatten ja die fremden Machthaber an der Saar zu verhindern
mengehört.
Und dann stehen wir als Wiederkehrer und Wan- derer auf einem der grünen Berge und schauen hinaus ins Land an der Saar, und uns will das Herz aufgehen in der Schönheit dieses herrlichen deutschen Landes: wir werden dankbar hinabschauen auf das Gewimmel feiner Arbeit, denn wir verdanken es seinen Menschen, unseren deutschen Volksgenossen an der Saar, daß wir wieder auf' ein zurückgewonnenes Stück deutscher Heimat blicken dürfen.
Gruß an die deutsche Bauernfrau.
Die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz- Klink schreibt in der Korrespondenz des Reichs- nährstandes:
Die nationalsozialistische Bewegung ist der Garant für das Leben des deutschen Volkes. All unser Tun in den einzelnen Gliederungen der Bewegung gilt der Sicherstellung dieser Lebensgarantie für unser Volk. In diese gewaltige Ausgabe schaltet sich beraubt die deutsche Frau durch immer engere Zusammenarbeit aller Frauen ein. Das Abkom - men d e s Reichsnährstandes mit der NS. -Frauenschaft, als Trägerin der welt- anschaulich-politischen Schulung der Frau, erhält eben daraus seine besondere Bedeutung; denn wir wissen, die Ausgabe, die uns als Frauen gestellt ist, ist allen deutschen Frauen gemein- s a m. Und wir werden sie nur dann bewältigen, wenn wir alle s i e in dem gleichen Glauben und Willen anpacken. In diesem Sinne grüße ich die deutschen Bauernfrauen. Wir wissen um die Schwere eurer täglichen Arbeit. Die engere Zusammenarbeit mit der NS.-Frauenschast soll diese Arbeitslast nicht vermehren; die Zusammenarbeit soll nur über unsere tägliche Arbeit hinaus eine Stelle schaffen, wo wir uns alle miteinander klar darüber werden, wie unsere politische Haltung sein muß, wenn aus unserer täglichen Arbeit das deutsche Volk leben soll.
Gäste im Jungvolk.
Der Reichs-Jugend-Pressedienst veröffentlicht Ein- zelheiten über die Aufnahme von Gästen in das Jungvolk. Danach wird als Gast am Jungvolkdienst in Zukunft teilnehmen können jeder deutsche Junge arischer Abstammung vom Beginn des 11. bis Ende des 14. Lebensjahres. Er'hctt bei der Aufnahme als Gast sogar die Wahl, ob er nur am Dienst beim Staatsjugendtag oder am Gesamtdienst teilnehmen will. Selbstverständlich ist, daß der Gast für die Dauer feiner Teilnahme am Jungoolkdienst diefelbenPslichten wie jeder andere Jungvolkjunge hat. Berechtigt ist er, die Gleichtracht des Jungvolkes zu tragen, jedoch ahne Jungvolkabzeichen, Aermelfcheibe, Jungoolk- Koppelfchloß, Schulterriemen und Fahrtenmesser. Auch die Bestimmungen der Jugendpflegeverstche- rungen gelten für den Gast ebenso wie für das Vollmitglied. Besonders hervorzuheben ist, daß die eventuelle Mitgliedschaft in einem anderen Jugendverband durch das Gastsein im Jungvolk nicht be« rührt oder unterbrochen wird. Mit der Ausnahme von Gästen hat die HI. ein neues Gebiet der air- beit an der deutschen Jugend beschritten.
wechsel in der Obergauführung des Bb2IL in Hessen-Nassau.
Die bisherige Obergauführerin des BdM. Gau Hessen-Nassau, Therese Walcher, die in zielbewußter Arbeit die nationalsozialistische Mädelorganisation Hessen-Nassaus aufgebaut hat, wurde von der Reichsjugendführung in ein größeres Arbeitsgebiet berufen. Die Reichsreferentin des BdM., Trude Mohr, würdigte anläßlich einer Führerin-
Berlin, 6. März. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Gartenbauwirtschaft erlassen, die soeben im Reichsgesetzblatt veröffentlicht wird. Der neue Zusammen- chluß ist ebenso wie die Marktordnung für Getreide, Vieh, Milch usw. aufgebaut. Alle an der Gartenbauwirtschaft beteiligten Gruppen, also Erzeuger, Verarbeiter und Verteiler, werden zu Gartenbau-Wirtschaftsoerbänden zusammengeschlossen und zwar wird für das Gebiet jeder Landesbauernschaft ein Wirt- chaftsverband gebildet. Die Gartenbau-Wirtfchafts- oerbänbe werden ihrerseits wiederum zur Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft vereinigt. Die Rechte und Pflichten der wirtschaftlichen Vereinigung der deutschen Obst- und Gemüse-Verwertungsindustrie gehen auf die neue Hauptvereinigung der Gartenbauwirtschaft über.
Im einzelnen gehören zu den Gartenbau-Wirt- schaftsverbänden
1. die Betriebe, die Gartenbauerzeugnisse, Gewürzpflanzen, sowie Heilpflanzen oder Arzneikräuter anbauen und in den Verkehr bringen. Ferner die Betriebe, die Tabak anbauen und ihn als Rohtabak in den Verkehr bringen (Erzeugergruppe).
2. Die Betriebe, die O b st und Gemüse aller Art einschließlich der Südfrüchte und Pil^e oer arbeiten (Derarbeitergruppe). Zu dieser
Der Nmielen-Prozeß
Wien, 6. März. (DNB.) Im Rintelen - Prozeß kam es zu erregten Auseinandersetzungen bei der Vernehmung des Chefredakteurs der „Reichspost", Staatsrat Dr. Funde r. Er gab an, daß er in den ersten Jahren der politischen Tätigkeit Rintelens vertrauensvoll zu ihm gestanden habe. Erst später, als er von feinen hochfliegenden Plänen erfahren habe, habe sich diese Einstelluna geändert. Im Oktober 1924, als die Frage der 'Wiederwahl von Hainisch aktuell war, habe Rintelen ihm auseinandergesetzt, daß er gern Bundespräsident werden möchte. Am 15. Mai 1932, vor der Beauftragung von Dollfuß mit der Kabinettsbildung habe Rintelen aufgeregt zu einem seiner Redaktionskollegen geäußert, das könne doch nicht sein, daß Dollfuß Bundeskanzler würde. Er selbst müsse es werden. Im Juli 1934 habe der Zeuge Rintelen um eine klare Stellungnahme gebeten. Dieser habe mit Empörung solche Verdächtigungen zurückgewiesen, aber dabei geäußert, wenn Dollfuß die ihm gestellte Aufgabe nicht vollenden wollte oder könnte, dann werde er in die Bresche springen und die Diktatur aufrichten. Dollfuß habe sich wiederholt beunruhigt über Rintelen ausgesprochen, besonders als Rintelen nach Rom gegangen fei.
Rintelen erklärt dagegen, daß er nie nach der Bundespräsidentschaft gestrebt habe. Man möge die Bundespräsidenten Hainisch und Miklas darüber vernehmen. Rintelen wandte sich auch gegen die Aussage, wonach er geäußert hätte, falls Dollfuß versage, würde er in die Bresche springen. Diesen Ausspruch habe er bestimmt nicht gemacht, da er sich auch nie um die Kanzlerschaft beworben hatte.
Funder erzählt weiter, wie er von Schuschnigg den Auftrag erhalten habe, Rintelen in das Heeres- minifterium zu bringen, fei dieser sehr aufgeregt gewesen. Er sei bereits fertig zum Ausgehen gewesen und habe gesagt, er wolle zu Schuschnigg. Erst durch dieses Verhalten Rintelens fei er zu der Mutmaßung gekommen, daß Rintelen b e t e i l i g t fei. Daran fei auch schuld gewesen ein telephonischer Anruf des Generals Wagner. Rintelen habe aus eine Anfrage von diesem eine ausweichende Antwort gegeben, etwa des Sinnes, daß er nicht reden könne.
Dann wurde der Generaldirektor der Rawag (Oefterreichische Rundfunkgesellschaft), C z e j a , vernommen. Diesen hatte der Angeklagte knapp nach 13 Uhr fernmündlich angerufen und ihm gesagt, es sei mit feinem (Rintelens) Namen e i n M i ß - brauch geschehen. Czeja erwiderte, er sei im Rundfunkhaus eingefchlossen und es werde wie wahnsinnig geschossen. Dr. Rintelen müsse i h m helfen, worauf dieser sagte, er könne gar nichts machen, Czeja möge sich an die zuständige Stelle wenden.
Der frühere Leiter der Rundfunksendestation in Graz, Franz Huber, der vor kurzem feinen Posten wegen des Verdachtes nationalsozialistischer Gesinnung verloren hat, war mit dem Angeklagten im Hotel „Imperial" zusammen, als um 13.15 Uhr die Nachricht von der bekannten Rundfunk- b o t f ch a f t über Rintelen kam. Dr. Rintelen sei darüber furchtbar erregt gewesen und habe erklärt es sei ein Mißbrauch mit feinem Namen geschehen und habe ihn zum Bundeskanzleramt geschickt, um nachzusehen, was los fei. Der Zeuge fuhr dorthin, fand aber bereits alle Türen geschlossen und Panzerautomobile vorgefah- rem Er eilte zu Dr. Rintelen zurück, teilte ihm seine Wahrnehmungen mit uni) trennte sich bann von ihm.
Rückk
unter
General
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Immer wieder von neuem begeistert
I o. Mdst, dick u. rund, 31/s Pf.
Eine vorbildliche Zigarette!
Auch die neue Bildersammlung: „Die Nachkriegszeit 1918-1934“ wird jedermann lebhaft interessieren, weil sie das Weltgeschehen einer Epoche zeigt, von der das eigene Schicksal mehr oder minder stark bestimmt worden ist.
ist jeder Raucher, der Wert auf guten Tabak legt u.ein volles, griffiges Format liebt, von
öbEik steinS


